Leopold Zunz und die Kreise seiner Wirksamkeit


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.10.2019
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur des 19. Jahrhunderts

Erstellt am:
04.10.2019

Internationale und interdisziplinäre Tagung Leopold Zunz und die Kreise seiner Wirksamkeit Ort: Lessinghaus Wolfenbüttel, 23.-24.10.2019 Mittwoch, 23.10.2019 15.00 Grußworte: Prof. Dr. Alexander von Kienlin (Beth Tfila) Dr. Jörg Munzel (Israel Jacobson-Netzwerk) Apl. Prof. Dr. Cord-Friedrich Berghahn (Braunschweig) Leopold Zunz in seiner Zeit. Zur Einführung in die Tagung 1. Sektion. Chair: Prof. Dr. Matthias Bormuth (Universität Oldenburg) 16.00-16.45 Prof. Dr. Ismar Schorsch (JTS New York) Scholem on Zunz: An Egregious Misreading. 16.45-17.30 PD Dr. Andreas Brämer (Universität Hamburg) Zur Kritik an Zunz und dessen Konzeption einer Wissenschaft des Judentums (Ludwig Philippson, Zacharias Frankel und Abraham Geiger) 17.30-18.00 Kaffeepause Chair: Prof. Dr. Matthias Bormuth 18.00-18.45 Apl. Prof. Dr. Cord-Friedrich Berghahn (Technische Universität Braunschweig) „Antheil Aller an Bildung und Fortschritt“ und „Dasein einer von Formeln befreiten Humanität“: Das Wissenschaftsprogramm in Leopold Zunz’ Zeitschrift Zur Geschichte und Literatur Donnerstag, 24.10.2019 2. Sektion. Chair: Prof. Dr. Dr. Claus-Artur Scheier (TU Braunschweig) 9.30-10.15 Dr. Kathrin Wittler (FU Berlin) Jüdische Literatur – Weltliteratur? Zum Literaturkonzept von Leopold Zunz 10.15-11.00 Dr. Uta Lohmann (Universität Hamburg) „eine Anstalt, … wo Glauben und Wissenschaft wohnen“. Leopold Zunz’ Gemeinde­schul­plan von 1825 im Kontext von Haskala und Wissenschaft des Judentums. 11.00-11.30 Kaffeepause 3. Sektion. Chair: PD Dr. Ulrich Knufinke (Hannover) 11.30-12.15 Dr. Grit Schorch (Universität Jerusalem/Universität Jena) Leopold Zunz’ Bibelkritik und ihre verschwiegene hebräische Vorgeschichte 12.15-13.00 Dr. Louise Hecht (Universität Potsdam / Universität Salzburg) Leopold Zunz und die Reformbewegung in der Habsburger Monarchie: Der Fall Prag. Abschlussdiskussion Bei Fragen und für Anmeldungen können Sie sich an die folgenden E-Mailadressen wenden: f.schlieker@tu-bs.de c.berghahn@tu-bs.de

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Der Geist der Universität


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
09.10.2019
Beitrag von:
Elisa Ronzheimer
Forschungsgebiete

Literaturtheorie

Erstellt am:
30.09.2019

Der Geist der Universität Internationale Tagung, 9.-10.10.2019 Universität Bielefeld, Senatssaal C2-136 Konzeption und Organisation: Mona Körte (Bielefeld), Elisa Ronzheimer (Bielefeld) 2019 feiert die Reform-Universität Bielefeld ihr 50-jähriges Bestehen. Das Jubiläum ist Anlass einer kritischen Befragung von theoretischen Entwürfen der Institution Universität. Was bleibt vom Geist der Reform, deren Vision des interfakultativen Austauschs sich in Bielefeld in der Architektur des Nachkriegsbaus niederschlug? Ist der sogenannte ‚Bologna-Prozess’ womöglich nichts anderes als eine Iteration desselben Reform-Geistes? Anders gefragt: Ist es ein Geist, der der Institution ihre Prägung gibt oder sind es nicht vielmehr viele Geister, die dort umgehen, sie bewohnen oder heimsuchen, indem sie sie an das Unabgegoltene ihrer Statuten, Präambeln und Motti erinnern? Handelt es sich um eine Institution des Geistes oder der Geister? Muss man dies überhaupt entscheiden oder lebt die Universität nicht vielmehr gerade durch die Koexistenz solcher Seinsweisen? Beschwören wir Gespenster oder rufen wir den Geist wach, wenn wir von der „Freiheit“ und „Einsamkeit“, der „Einheit von Forschung und Lehre“ oder von der „unbedingten Universität“ sprechen? Fragen wie diese sind keineswegs rhetorische, erhalten sie ihren Wert für die Gegenwart doch gerade im Zuge der einschneidenden Umstrukturierungen durch Modularisierung, Exzellenz und Rankings. Der Geist muss sich nämlich durch diesen radikalen Umbau der deutschen Universitätslandschaft und ihrer Bildungsidee nun nicht nur anders einrichten, sondern sich zum vollzogenen Umbruch als Abschied von einer Form der Institution verhalten. Durch diese Zäsuren überlagern sich Zustände, Ordnungen und Orientierungen, die dazu angetan sind, den im Wort „Geist“ steckenden Doppelsinn zu aktivieren: Seine zweifache Semantik deckt nicht nur Kreativität und Esprit, Denkfähigkeit und Intellekt, sondern bekanntermaßen auch Gespenst, Spuk, Phantom und Erscheinung ab. Im Zuge der Tagung sollen Gründungsentwürfe von Universität und ihre gespenstische Wiederkehr beleuchtet werden. Eine Perspektive dafür bietet die Position des Fachs Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft zum Ganzen der Universität. Zur Debatte steht, was die AVL zur Diskussion um die Universität beitragen kann. Zu bedenken wäre dabei etwa, wie sich ein Kernproblem der AVL, die Vermittlung zwischen Nationalphilologien und anderen geisteswissenschaftlichen Disziplinen, zu der vielbeschworenen Interdisziplinarität als einem Schlagwort des zeitgenössischen Universitätswesens verhält. Zu fragen wäre weiterhin, ob die AVL gerade für eine Reflexion der Unübersetzbarkeit verschiedener historischer und internationaler Universitäts-Konzepte in besonderem Maße geeignet ist. Barbara Cassins auf Abweichung und Bedeutungsüberschuss beruhendes philosophisches Dictionary of Untranslatables erlaubt es schließlich, die Universität, so geläufig und eindeutig sie uns als Bildungseinrichtung erscheinen mag, zu den „Untranslatables“ zu rechnen. Unübersetzbar, weil fortwährend in der Übersetzung, ist mit Samuel Weber zudem – über alle nationalen, geographischen und kulturellen Unterschiede hinweg – die innere Einheit der Universität in Frage zu stellen, für die ihr Singular, die Universität, bürgt. Sichtbar wird diese Unübersetzbarkeit freilich nur im Vergleich der Sprachen und Kulturen als einem Kerngeschäft der AVL. Die disziplinäre Selbstreflexion soll daher als Angelpunkt für die Frage nach dem „Geist der Universität“ heute dienen. Programm Mittwoch, 9.10.2019 9:00 – 9:30 Einführung; Grußwort der Dekanin Petra Wagner 9:30 – 11:30 Hendrik Birus (Jacobs University Bremen): Chancen der Krise? Zur Aktualität der Berliner Hochschulreform-Diskussion vor zwei Jahrhunderten Angus Nicholls (Queen Mary University London): Interdisciplinarity Before the Disciplines: Biology, Philology and Anthropology in the Early History of Comparative Literature 12:00 – 13:00 Cornelia Ortlieb (FU Berlin): Präsenz, Dialog und die „Selbsttätigkeit des Geistes". Johann Gottlieb Fichtes Erfindung der sokratischen Akademie 14:30 – 16:30 Johanna-Charlotte Horst (LMU München): Orientierungskurs. Kant und Derrida zum Grund der Universität Hans-Christian Riechers (Universität Freiburg): Institutionelle Phantasie. Michael Landmanns Ideen zur "literaturwissenschaftlichen Systematik" und Peter Szondis Seminar für Literaturwissenschaft Donnerstag, 10.10.2019 9:00 – 11:00 Regina Karl (Rutgers University): Trigger Warnings. Zur Unübersetzbarkeit pädagogischen Handelns Michael Huber (Universität Bielefeld): Parasiten universitärer Entscheidungen. Wie man Professor Hackmanns Affäre in „Der Campus“ von Dietrich Schwanitz lesen kann 11:30 – 13:30 Helga Schwalm (Humboldt Universität zu Berlin): Die Wiederkehr der Kritik: Bildungsmisere und Literaturwissenschaft in der englischen Campus Novel Heide Volkening (Universität Greifswald): Geld, Geist und Geschlecht

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Symposium „Kunst und Politik“


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
28.11.2019
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur und andere Künste, 

Ästhetik

, und 2 weitere

Erstellt am:
30.09.2019

Unter dem Titel „Kunst und Politik“ veranstaltet die Forschungsplattform Elfriede Jelinek der Universität Wien am 28.11.2019 um 18 Uhr ein interdisziplinäres Symposium im Theater WERK X in Wien. Das Symposium befasst sich mit grundsätzlichen Aspekten politischer Ästhetik: Was ist „politische Kunst“? Wie könnte/sollte Kunst „politisch“ sein? Ausgehend von politisch-ästhetischen Verfahren, wie sie etwa Elfriede Jelineks Werk charakterisieren, werden auch konkrete Formen und Strategien politischer Kunst heute diskutiert. Dabei geht es insbesondere um aktuelle Verfahren der Störung, Unterbrechung und Subversi-on. Weiters werden die verschiedenen Künste (wie Literatur, Musik, Theater, Tanz, bildende Kunst, Film) und neue intermediale künstlerische Formate in Hinblick auf ihre politisch-ästhetische Möglichkeiten untersucht. Zur Debatte steht auch, ob es derzeit eine Tendenz zu unpolitischer Kunst gibt. Das Verhältnis von Politik, Ästhetik und Moral sowie die Position der/des KünstlerIn heute stehen dabei besonders im Fokus. Das Symposium ist dialogisch konzipiert und bildet den Auftakt eines großangelegten wissenschaftlich-künstlerischen Forschungsprojekts zum Themenfeld „Kunst und Politik“. Mit: Ali M. Abdullah, Evelyn Annuß, Ruth Beckermann, Thomas Edlinger, Karoline Exner, Andrea Heinz, Pia Janke, Oliver Marchart, Wolfgang Müller-Funk, Gerhild Steinbuch, Johannes Maria Staud, Susanne Teutsch, Doris Uhlich und Kay Voges Nähere Informationen sowie das detaillierte Programm: fpjelinek.univie.ac.at/veranstaltungen/symposium-kunst-und-politik-2019/ Kontakt: Forschungsplattform Elfriede Jelinek Texte – Kontexte – Rezeption Universität Wien Hofburg, Batthyanystiege 1010 Wien T: +43 1 4277 25501 jelinek.germanistik@univie.ac.at

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Klasse im 21. Jahrhundert


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
19.10.2019
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Soziologie, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Literatur des 21. Jahrhunderts

Erstellt am:
27.09.2019

Ort: Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin Organisiert von Patrick Eiden-Offe (ZfL) und Falko Schmieder (ZfL), in Kooperation mit dem Helle Panke e.V. Der Begriff der Klasse ist zurück! Allerdings kehrt die Klasse in der gegenwärtigen Diskussion nicht unvermittelt wieder, vielmehr hat der Klassenbegriff eine Geschichte der Abkehr, der Erweiterung und der Entgrenzung durchlaufen. Da war zunächst die Abkehr vom Klassenbegriff im Zuge der Herausbildung der Neuen Linken und der Neuen Sozialen Bewegungen nach 1968. Sie führte für Jahrzehnte, so der Vorwurf, in eine Identitätspolitik, in der sich die Linke einer selbstreferentiellen Beschäftigung hingab – bis sie schließlich, wie Eribon in seiner »Rückkehr nach Reims«, vor den Folgen eines unterbrochenen, ja abgerissenen Verhältnisses stand. Vor allem der Kontakt mit demjenigen Teil der Klasse, der sich mittlerweile dem Rechtspopulismus hingibt, scheint verloren gegangen zu sein. Die Frage ist allerdings, ob die Abkehr nicht einerseits einen affirmativen Arbeits- und einen verengten Klassenbegriff aufgebrochen hat, und ob im Zuge der Abkehr nicht andererseits gesellschaftliche Widersprüche eingebracht wurden, die gerade der Diversität in der Klassenzusammensetzung sowie in den Herrschaftstechniken und den Herrschaftserfahrungen gerecht werden. Es waren vor allem zwei Öffnungen, die den Klassenbegriff regelrecht aufgebrochen haben. Zum einen machten die feministische Intervention und die postkoloniale Theorie die übergreifende Reproduktion innerhalb der Arbeits- und Klassenverhältnisse sowie eigenständige Herrschaftsverhältnisse sichtbar. Zum anderen erfuhr die Klasse aber auch Entgrenzungen durch Konzeptionen der Multitude, durch Körper- und Tierpolitik, durch die kritische Geographie sowie durch die Integration der neuen Technologien in das »Humane«. Die Rückkehr des Klassenbegriffs ließe sich demnach mit einer Aufarbeitung und Aktualisierung, mit einer Öffnung und Erweiterung und vielleicht sogar mit einer Entgrenzung verbinden. Allerdings scheint diese umfassende Erneuerung bislang nur in eine Unverbundenheit zu führen. Bei aller Anstrengung um ein »Patchwork der Minderheiten«, »Intersektionalität« oder eine »Mosaik-Linke« fehlt die Übereinkunft in einem Universalismus, wie er in einer Politik im Namen der Arbeit und der Arbeiterklasse einst möglich schien. Die Konferenz zur Klasse ist in die drei Blöcke Erneuerung , Erweiterung und Entgrenzung geteilt. Im ersten Block soll es um Geschichte und Aktualität des Klassenbegriffs gehen, im zweiten um Ansätze, die Klasse von Reproduktionsverhältnissen her begreifen, und im dritten geht es schließlich um die Öffnungen, Supplementierungen und Entgrenzungen des Klassenbegriffs. Programm Die Anmeldung erfolgt über die Website des Hellen Panke e.V.: zum Anmeldeformular Kosten: 10,00€ / ermäßigt 6,00€ (inkl. Mittagessen) 10.30 Begrüßung 10.45 I. Panel. Erneuerung: Historie und Aktualität des Klassenbegriffs Moderation: Falko Schmieder Janina Puder (Jena): Entwicklungen in der Klassentheorie im Überblick Kim Lucht (Jena): Aktuelle Debatten um Klasse: Thesen aus dem Projekt Klassenanalyse Jena Sebastian Friedrich (Hamburg): Die Debatte um »Neue Klassenpolitik«: eine kritische Zwischenbilanz 14.00 II. Panel. Erweiterung des Klassenbegriffs: Feminismus, Social Reproduction Theory und die Reproduktionsmaschine Moderation: Patrick Eiden-Offe Charlotte Mohs (Leipzig): Marxismus und Feminismus – eine unglückliche Ehe? Überlegungen zum Verhältnis von Klasse und Geschlecht Friederike Beier (FU Berlin): Anerkennung oder Vereinnahmung? Zur globalen Regierung sozialer Reproduktion Luise Meier (Berlin): Friktionen in der Reproduktionsmaschine 16.30 III. Panel. Entgrenzungen: Mutationen des Klassenkampfes Moderation: Frank Engster Katja Diefenbach (Stuttgart): Der verfemte Teil der Multitudo – Welche Zukunft hat der Klassenkampf? Fahim Amir (Wien): Politik, Tier und Revolte – Organisierte Wale und lebendige Fabriken Nina Scholz (Berlin): Nerds, Geeks, KI & Klassenkampf

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Joseph Roth unterwegs in Europa


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
17.10.2019
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur des 20. Jahrhunderts

Erstellt am:
27.09.2019

Łódź 17.-18.10.2019 Joseph Roth unterwegs in Europa. Internationale Tagung, Programm: 17.10.2019 im Marek-Edelman-Dialogzentrum 14.00-14.30 Eröffnung der Tagung: Begrüßung & Ausschnitt aus dem Hörspiel „Hotel Savoy“ (DLR/ORF 1994) von Helmut Peschina 14.30 -15.15 Heinz Lunzer: Gründe für eine neue Edition der Schriften Joseph Roths mit Beispielen zur Evaluierungsdiskussion von persönlich gefärbten Quellen. 15.15 – 16.00 Reiner-Joachim Siegel: „Drei Sensationen, zwei Katastrophen“: Joseph Roth und der Film 16.00-16.30 Kaffeepause 16.30 – 17.15 Konstanze Fliedl: Roth und die Braunen. Essays zu den völkisch-nationalen Bewegungen 17.15-18.00 Natalia Blum-Barth: Zwischen Assimilation und Emanzipation. Bilder der Migration bei Joseph Roth Ab 18 Uhr Abendprogramm und anschließend Empfang im jüdischen Restaurant „Anatewka“ auf Einladung des Honorarkonsuls der Republik Österreich in Lodz 18.10.2019 in der Philologischen Fakultät der Universität 9.30 – 10.15 Armin Eidherr: Judaika und jüdische Identität in Joseph Roths Werk vor dem Hintergrund der editionsphilologischen Debatten 10.15 – 11.00 Iris Hermann: Joseph Roth: Der Jude auf Wanderschaft 11.00-11.30 Kaffeepause 11.30-12.13 Victoria Lunzer-Talos: Joseph Roth und Helene von Szajnocha-Schenk. Eine Freundschaft 12.15-13.00 Maria Kłańska: Joseph Roth in den Augen seines Freundes Soma Morgenstern (mit bes. Berücksichtigung von Joseph Roths „Flucht und Ende“). 13.00-14.30 Mittagspause 14.30-15.15 Grażyna Kwiecińska Die Inszenierung der Heimatlosigkeit in Joseph Roths Reiseberichten und Feuilletons 15.15-16.00 Katarzyna Jaśtal Körper am Rande der Gesellschaft in den Stadtfeuilletons Joseph Roths 16.00-16.30 Kaffeepause 16.30-17.15 Aneta Jachimowicz: Napoleon erniedrigt und erhoben. Joseph Roths Expedition in die Geschichte im historischen Roman „Die hundert Tage” von 1936 17.15-18.00 Hans R. Brittnacher: Trügerische Märchen. Joseph Roths letzte Geschichten 19.00 Abendessen auf Einladung des Kulturforums Warschau Kontakt : Dr Heinz Lunzer Mail: lunzerv2@univie.ac.at

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Liturgische Chöre, politische Kollektive. Interdisziplinäre Perspektiven auf den Chor als affektive Gemeinschaft


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
10.10.2019
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Interdisziplinarität, 

Literatur und andere Künste, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

Erstellt am:
27.09.2019

Konferenz: Liturgische Chöre, politische Kollektive. Interdisziplinäre Perspektiven auf den Chor als affektive Gemeinschaft Germanistisches Institut, Universität Münster 10.-11. Oktober 2019 Konzept und Organisation: Dr. Julia Bodenburg ( juboden@uni-muenster.de ) Die Frage nach Herkunft und Genese des dramatischen und theatralen Chors kann je nach Fachdisziplin unterschiedlich gestellt und entsprechend hergeleitet werden und stiftet verschiedene ‚Ursprungsnarrationen‘. Dabei handelt es sich um nachträgliche Rekonstruktionen, Annäherungen oder Denkfiguren, die den Chor als Reflexionsfigur über die Ermöglichungsbedingungen einer Gemeinschaft, einer ‚ersten‘ Demokratie apostrophieren. Mit dem Verweis auf den Konnex zwischen der groß angelegten Chorkultur im Griechenland des 5. Jh. v. Chr. und seiner Polis-Verfassung öffnet sich der Blick für die rituellen, religiösen Wurzeln des Chors. Diese Perspektive lässt sich erweitern, wenn eine bisher kaum berücksichtigte Linie verfolgt wird: die Liturgie, deren fester Bestandteil der Gesangschor seit der Spätantike ist. Das griechische leitourgía bedeutet ‚Staats-, Dienstleistung’, zu gr. lḗïton ‚Gemeindehaus, Stadthaus’ und gr. érgon ‚Arbeit, Dienst’. Verstanden sowohl als Dienst am Volk als auch des Volks zu Ehren Gottes setzt Liturgie im Kern ein aktives, teilnehmendes Gemeinwesen voraus und gründet bzw. erneuert es gleichermaßen. Zur Diskussion steht vor diesem skizzierten Hintergrund die Frage, welchen konstitutiven Anteil das spezifisch Chorische an der Stiftung einer communitas hat: In welcher Weise geht das ‚Chorische’ dabei über Figuren des Kollektiven hinaus? Sind ein Chor oder eine chorische Formation in besonderer Weise geeignet, Affekte zu evozieren und zu lenken? Welche kommunikativen Praktiken, medialen Inszenierungen, rhetorischen Strategien, musikalischen Figuren und räumlichen oder institutionellen Dispositionen sind dabei am Werk? Diese und ähnliche systematische Fragestellungen sind wiederum zu historisieren: Chorische Figuren treten auffällig häufig in solchen Funktionszusammenhängen auf, in denen ein kollektives Subjekt als politischer Akteur imaginiert und inszeniert wird. Welche Wissensordnungen machen sich die identitäts- und gemeinschaftsstiftende Funktion chorischen Auftretens, Singens und Sprechens zunutze? Und inwiefern greifen sie dabei insbesondere auf liturgische Strukturen zurück? Anliegen der Kurztagung ist es, diesen Aspekten aus den jeweiligen fachwissenschaftlichen Perspektiven auf den Chor Raum zu geben und in der gemeinsamen Diskussion interdisziplinär zu vernetzen. Programm Donnerstag, 10. Oktober 2019 14.15 – 14.30 Uhr Begrüßung und Einführung 14.30 – 15.30 Julia Stenzel, Universität Mainz, Theaterwissenschaft: „,Im Volk’. Oberammergaus Chöre zwischen Antike, Mittelalter und Moderne” 15.30 – 16.30 Alexander H. Schwan, FU Berlin, Tanzwissenschaft, „Theologie und Gemeinschaft in der Tanzmoderne“ 17 – 18 Susanne Spreckelmeier, Universität Münster, Literatur des Mittelalters, „Der Chor als (des)integrative Formation. Zur Polyfunktionalität des Chorischen im geistlichen Spiel“ 18 – 19 Antonia Egel, Universität Salzburg, Neuere deutsche Literatur, „Chöre zwischen Liturgie und Drama. Über Johann Sebastian Bach” Freitag, 11. Oktober 2019 9 – 10 Stefan Donath, FU Berlin, Theaterwissenschaft, „Das politische Potenzial des Chorischen – Zum schmalen Grat zwischen affektiver Resonanz und Überwältigung” 10 – 11 Sebastian Bolz, LMU München, Musikwissenschaft, „Erste Gemeinschaften und singende Selbstdarsteller. Bemerkungen zum liturgischen Chor auf der Opernbühne“ 11 – 12 Dietmar Klenke, Universität Paderborn, Geschichtswissenschaft, „Männerchöre als kirchenferner Träger nationalreligiöser Festliturgie” 13.00 – 14.00 Evelyn Annuß, Universität f. Musik u. darstellende Künste Wien, Theaterwissenschaft/Gender Studies, „Abschied von der Liturgie. Zum Formwandel des Chorischen“ 14.00 – 15.00 Julia Bodenburg, Universität Münster, Neuere deutsche Literatur, „Rote Fahnen, ‚Leuchtemai‘. Zum Verhältnis von Liturgie und Politik in Sprechchorwerken der 1920er Jahre” 15.00 – 15.30 Abschlussdiskussion Gefördert aus Mitteln des Fritz Thyssen-Forschungsprojekts „Transformationen des Chors. Zur Neubewertung einer ambivalenten dramatis persona“. Freundliche Unterstützung durch das Germanistische Institut der Universität Münster. Kontakt: juboden@uni-muenster.de

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36. Wetzlarer Tage der Phantastik 2019: Kai Meyer – Ein Vierteljahrhundert Phantastik in Deutschland


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
27.09.2019
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

Erstellt am:
20.09.2019

Seit ihren Anfängen 1981 begleiten die Wetzlarer Tage der Phantastik die Entwicklung der Phantastik in Deutschland, ihre Höhen und Tiefen, ihre Konjunkturen und Flauten. In diesem Jahr nehmen sie den fünfzigsten Geburtstag Kai Meyers zum Anlass, anhand seiner Werke Entwicklungen und Tendenzen in der deutschsprachigen Phantastik im letzten Vierteljahrhundert nachzuzeichnen: Von seinen schriftstellerischen Anfängen im historischen Roman mit nur wenigen phantastischen Anteilen schlägt die Tagung den Bogen über den Einsatz von Horror-Elementen bis hin zu medialen Transformationen von Meyers Texten. Neben einer Werkschau ergibt sich dadurch auch Gesamtbild der verschiedenen Spielarten des Phantastischen über die letzten 25 Jahre. Gerahmt werden die 36. Wetzlarer Tage der Phantastik mit einer Ausstellung von Zeichnungen von Jens-Maria Weber, der einige Werke Kai Meyers illustriert hat. Prrogramm: Freitag, 27. September 2019 – Auftakt – 16:00 Uhr Einlass und Anmeldung 17.00 Uhr Eröffnung der Ausstellung: Jens-Maria Weber: Zeichnungen – Skizzen – Illustrationen Mit einführenden Worten von Jens-Maria Weber und Kai Meyer 19.00 Uhr Verleihung des Phantastikpreises der Stadt Wetzlar durch den Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar, Herrn Manfred Wagner Laudatorin: Gudrun Geißler (1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes Lahn-Dill/Wetzlar e. V.) Ausgezeichnet wurde der Roman "Hyde" von Antje Wagner, erschienen bei Beltz Samstag, 28. September 2019 – Literarisches Symposium: Kai Meyer: Ein Vierteljahrhundert Phantastik in Deutschland – 8.30 Uhr: Einlass 9.15–9.30 Uhr: Begrüßung durch Klaudia Seibel (Phantastische Bibliothek Wetzlar) 9.30–10.30 Uhr: Phantastisches Mittelalter Daniel Könitz (Universität Marburg): Uns ist in alten mæren, wunders vil geseit… : Eine Lektüre der Nibelungen-Romane von Kai Meyer aus mediävistischer Perspektive Anna Wörsdörfer (Universität Gießen): Loreley – eine Femme fatale des Mittelalters? 10.30–11.15 Uhr: Märchenschreiber sind auch Phantasten Laura Zinn (Universität Gießen): »Brüder-Grimm«-Zweiteiler: »Die Geisterseher« und »Die Winterprinzessin« 11.15–11.30 Uhr: Kaffeepause 11.30–12.30 Uhr: Unheimlich phantastisch Maike Rettmann & Mara Stuhlfauth-Trabert (Universität Düsseldorf): Kai Meyer: »Der Schattenesser. Ein unheimlicher Roman aus dem alten Prag« Hanka Leo (Berlin): »Das Zweite Gesicht – Hommage an die Phantastik der 1920er-Jahre« 12.30–14.30 Uhr: Mittagspause 13.30–14.30 Uhr Bibliotheksführung 14.30–15.30 Uhr: Phantastische Transzendenz Sabine Frambach (Mönchengladbach): Glaube, Unglaube und andere Gegensätze in das Gelübde Alessandra Reß (Hochschule Koblenz): Die Lebenden, die Toten und das Weltende in Kai Meyers »Phantasmen« 15.30–15.45 Uhr: Kaffeepause 15.45–17.00 Uhr: Phantastische Transformationen Camilla Schroeder (Kingston University London): Kai Meyer auf Englisch Laura Zinn (Universität Gießen): »Das Gelübde« (Verfilmung) 17.00–18.00 Uhr: Schlussrunde: Wie geht es weiter? Anmeldung: phantastik.eu/veranstaltungen/wetzlarer-tage-der-phantastik-uebersicht/wetzlarer-t... Ort: Phantastische Bibliothek Wetzlar, Turmstrasse 20, 35578 Wetzlar Kontakt: Klaudia Seibel, fl@phantastik.eu

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Goethe’s ‘West-oestlicher Divan’ and its Uses


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
10.10.2019
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

Erstellt am:
20.09.2019

Marking the 200th anniversary of the publication of Goethe’s engagement with Persian and Muslim culture in his poetic cycle West-oestlicher Divan , this conference focuses on the reception of the work in both Eastern (predominantly Iranian) and Western cultures, considering in particular issues of rapprochement, misunderstandings, and ideological distortion. Programme Venue: University of London, Malet Street, WC1E 7HU Thursday, 10 October 2019 13.30 Welcome 14.00 Keynote Address Hendrik Birus (Munich/Bremen): Goethes Divan-Jahre 15.00 Tea/Coffee 15.30 Nineteenth- and Twentieth-Century Responses Patrick Fortmann (Univ. of Illinois, Chicago): Languages of Love in Goethe’s West-östlicher Divan and Heinrich Heine’s Buch der Lieder Amir Irani-Tehrani (U.S. Military Academy, West Point): Public and Poetic Wars of Liberation: August von Platen’s Ghazals, Nationalism and Homoeroticism Anna Guillemin (Evanston, IL): The Intimate Book: World Literature, Poetic Rejuvenation and the Art of Arrangement in Hugo von Hofmannsthal’s Divan Essay and Buch der Freunde Friday, 11 October 2019 10.00 Visual cultures Waltraud Maierhofer (Univ. of Iowa): Illustrations for the Divan in Editions of Goethe’s Works in His Lifetime James Hodkinson (Univ. of Warwick): Goethe’s Divan in the Contemporary Fine Arts. ‘Close Reading’ or Trading in Cultural Capital?‘ 12.00 Lunch (own arrangements) 14.30 Contemporary debates Andrea Polaschegg (Univ. Siegen): ‘Hat man aber eines dieser Gedichte betreten, so ist eine magische Grenze überschritten’. Neuentdeckungen des West-östlichen Divans um die Jahrhundertwenden Claudia Nitschke (Univ. of Durham): Michael Kleebergs Divan : Politisch-poetische Entwürfe für das 21. Jahrhundert Thomas O. Beebee (Pennsylvania State Univ.): What is an Identical Translation? On Goethe’s Discussion in the West-östlicher Divan 17.00 Concluding discussion ─ Tea/Coffee Organised by the English Goethe Society Attendance free. Advance online booking essential: modernlanguages.sas.ac.uk/events/event/20330

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Weltkultur gestern und heute


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
04.10.2019
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

Erstellt am:
20.09.2019

Unsere Zeit ist durch eine radikale Veränderung der Diskurse bezüglich Alterität und Identität als Folge der Kolonialismus-Debatte geprägt worden. Es ist nicht mehr möglich, sich naiv der Faszination des Exotischen hinzugeben oder sich dem kulturellen Einfluss des „Anderen“ zu unterwerfen. Die Erarbeitung eines neuen Konzeptes von „Weltkultur“ ist eine notwendige Prämisse der globalisierten Auseinandersetzung zwischen Osten und Westen, um die auftretenden negativen Symptome, wie den Verlust an menschlichen Werten und die Hyper-Technologisierung zu bekämpfen. Um diesen Prozess zu steuern, sind neue theoretische und praktische Strategien notwendig, sowie eine transdisziplinäre Reflektion in Bezug auf Interkulturalität und Vermittlung der verschiedenen kulturellen Traditionen. Spezifische Praktiken wie Kommunikation und Bildung, Wirtschaft und Medizin bedürfen eine positive Hybridisierung zwischen der westlichen und der östlichen Weltanschauungen. Ein Beispiel ist die Frage, wie die Digitalisierung den gemeinsamen öffentlichen Raum und die demokratischen Grundlagen und Werte der Gesellschaft positiv verändern könnte. Wir haben derzeit mehrere private Monopolanbieter, aber es fehlt an Regeln und an einem Mindestschutz vor Hetze und fake news, sowie an positiven und effektiven neuen Prinzipien für einen multikulturellen gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Symposium wird sich auf solche Fragestellung fokussieren und eine Reflexion über die aktuellen und zukünftigen Perspektiven aufwerfen. Unter der Schirmherrschaft von: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Rom, Fondazione Lamberto Puggelli Organisation: Universität von Catania, Universität Rom 3, Leuphana Universität Lüneburg Ort: Palazzo San Giuliano – Catania 4.Oktober 2019 Es war einmal 15.30-16.00 Grazia Pulvirenti, Renata Gambino, Christoph Jamme, Francesca Iannelli Einleitung 16.00-16.30 Nicola Laneri Reflecting on the destruction of the ancient cultural heritage in the Middle East 16.30-17.00 Gaetano Lalomia Weltkultur im Mittelalter 17.00-17.30 Coffee Break 17.30-18.00 Albert Meier „ Ein und derselbe himmlische Lichtstrahl“. Bemerkungen zum poetischen Pluralismus um 1800 18.00-18.30 Siham Issami Interculturalism : Which past for what future? 18.30-19.00 Diskussion 5. Oktober 2019 Ausblicke auf die Moderne 9.30-10.00 Christoph Jamme Wahrheit im Zeitalter der Lügen 10.00-10.30 Klaus Vieweg Buddha und Hegel auf einem gegenwärtigen west-östlichen Divan 10.30-11.00 Coffee Break 11.00-11.30 Yvonne Förster Ästhetik der Technologie: Standardisierung oder neues Medium kultureller Pluralität? 11.30-12.00 Francesca Iannelli Was der Westen vom Osten lernen kann? Die Aesthetik der Einfachkeit 12.00-12.30 Diskussion 12.30-13.00 Deutsche Quartett Katàne Lunchkonzert 13.00 Lunch

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Konzeptualisierungen kleiner (europäischer) und nicht-westlicher Kulturen – Kanonische Konzepte, strukturelle Asymmetrien und Möglichkeiten des Vergleichs


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
10.10.2019
Beitrag von:
Diana Hitzke
Forschungsgebiete

Postkoloniale Literaturtheorie, 

World Literature/Weltliteratur

Erstellt am:
17.09.2019

Die Tagung »Konzeptualisierungen kleiner (europäischer) und nicht-westlicher Kulturen – Kanonische Konzepte, strukturelle Asymmetrien und Möglichkeiten des Vergleichs« setzt sich zum Ziel, die Entstehung, Aneignung und Übertragung von Konzepten aus der Perspektive kleinerer und nicht-westlicher Kulturen zu betrachten. Kulturspezifische Narrative und Strukturen sowie globale Machtverhältnisse beeinflussen die Entstehung von sozialen, politischen, ökonomischen, künstlerischen und epistemologischen Konzeptualisierungen (vgl. Neumann, Nünning 2012). Dominante Konzepte sind jedoch oft explizit oder implizit durch Eurozentrismus, methodischen Nationalismus (Wimmer, Glick Schiller 2002) und das monolinguale Paradigma (Yildiz 2012) geprägt. Bei der Aneignung oder Übertragung von kanonischen Konzepten auf kleine und nicht-westliche Kulturen ergeben sich daher oft Reibungsflächen. Andersartige oder widersprechende Narrative, Entwicklungen, Strukturen und Praktiken werden durch die Dominanz bestimmter Konzepte oft nur als »Fallbeispiele« oder Sonderfälle wahrgenommen, wenn sie nicht sogar bewusst mit Strategien des »Othering« (vgl. Mbembe 2017, Mufti 2016, Said 2009) verzerrt werden. Nichtsdestotrotz eignen sich auch kleine (europäische) und nicht-westliche Kulturen immer wieder kanonische Konzepte aus hegemonialen Kontexten an (vgl. Ashcroft, Griffiths, Tiffin 1989), auch in der Wissenschaft werden sie zur Beschreibung und Analyse herangezogen. Dies bringt eine ambivalente Situation hervor: Einerseits werden durch die Anwendung dominanter Konzepte kanonische Texte und Diskurse ständig reproduziert, wodurch die kleinen und nicht-westlichen Kulturen erneut als »andersartig« bzw. als Spezialfälle markiert werden. Andererseits wird durch die Auseinandersetzung mit kanonischen Konzepten Vermittlungs- und Übersetzungsarbeit geleistet, was zu einer größeren Wahrnehmbarkeit der kleinen und nicht-westlichen Kulturen in der Wissenslandschaft führt. Die Tagung setzt sich zum Ziel, diese als »double bind« beschreibbare Situation aus vergleichender Perspektive auszuloten und dabei strukturelle Probleme, Herausforderungen und Lösungsansätze zu diskutieren. Die Tagung findet am 10. und 11. Oktober an der Technischen Universität Dresden statt und wird von der Fritz Thyssen Stiftung gefördert. Tagungsprogramm Donnerstag, 10. Oktober 2019 12:30 Welcome and Registration 13:00 Diana Hitzke (Dresden/Gießen): Konzeptualisierungen kleiner (europäischer) und nicht-westlicher Kulturen – Kanonische Konzepte, strukturelle Asymmetrien und Möglichkeiten des Vergleichs 13:30 Keynote Jeanne E. Glesener (Luxembourg): Comparativism and Small Literatures: Overview, Challenges and Possibilities 14:30 Coffee Break 15:00 Travelling Concepts Moderation: Annelie Bachmeier Mihai-D. Grigore (Mainz): ‘Commonwealth’ des Ostens. Raum, Kultur und transregionale Ordnungen am Beispiel eines britischen Importkonzepts Isabel Seliger (Berlin): Bijutsu(shi) 美術(史) / Meishu(shi) 美術(史): The Introduction of the Western Concepts of ‘Art’ and ‘Art History’ to East Asia (with a Focus on Japan and China) –– Overcoming Epistemological Imbalances and Geographical Bifurcations in Research on Global Modernisms and ‘Global Art History’ Tatsiana Astrouskaya (Marburg): Re-defining ‘samizdat’: a look from the Soviet peripheries 16:30 Coffee Break 17:00 Perspectives on Belarus Moderation: Mihai Grigore Yaraslava Ananka (Innsbruck) & Heinrich Kirschbaum (Freiburg): Belarussische Gegenwartsdichtung. Zugänge und Holzwege Manuel Ghilarducci (Berlin): Die antagonistische Artikulation des Kleinen. Belarussischer Rock und Hip-Hop als musique mineure. 18:00 Buffet Freitag, 11. Oktober 2019 09:30 Keynote Katharina Stornig (Gießen): Gender: Vom westlichen Konzept zur globalen Forschungskategorie? 10:30 Coffee Break 11:00 African Perspectives Moderation: Katharina Tyran Snežana Vuletić (München): What Does a Cultural-Narratological Research in Nigerian Anglophone Fiction Teach Us? The Potential of the Entanglements in Narrative Research René Demanou (Gießen): Challenging the American-European cosmopolitan memory model 12:00 Lunch 14:00 Keynote Christian Prunitsch (Dresden): Über das kanonische und das subversive Konzept sorbischer Literaturgeschichte 15:00 Break 15:15 Conceptualizing Minorities I Moderation: Klavdia Smola Theresa Jacobs (Bautzen): Von Chancen und Herausforderungen, Volks-Tanz-Praxen neu zu konzeptualisieren Jana Piňosová (Bautzen): Minority Protection and Nature Conservation. A case study from the late 19th century German Empire 16:15 Coffee Break 16:45 Conceptualizing Minorities II Moderation: Theresa Jacobs Katharina Tyran (Wien): Zwischen autochthon, Region und Nation – Konzeptualisierungen österreichischer Volksgruppen Nicole Dołowy-Rybińska (Warschaw) and Cordula Ratajczak (Bautzen): The concepts of native-speaker and new-speaker against the background of the minority language community: relations of power and language ideologies 17:45 Concluding Discussion 19:00 Joint Dinner Organisation und Kontakt: Dr. Diana Hitzke, Technische Universität Dresden, Institut für Slavistik

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