Lektüren der Ähnlichkeit um 1900


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
07.07.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literaturtheorie

, und 6 weitere

Erstellt am:
05.07.2021

Tagung ‚Lektüren der Ähnlichkeit um 1900‘, 7.- 9 Juli 2021, Europa-Universität Flensburg (online via Webex) Organisation: Prof. Dr. Matthias Bauer und Dr. Nadjib Sadikou Tagungskonzept Der Eindruck, zwei Erscheinungen der Lebenswelt seien einander ähnlich oder unähnlich, gehört zu den Alltagserfahrungen des Menschen. Insofern dieser Eindruck auf einem Wahrnehmungsurteil beruht, das einen Vergleich voraussetzt, verweist der diakritische Begriff der Un/Ähnlichkeit auf die niedere, sinnliche Erkenntnis, die für Alexander Gottlieb Baumgarten in den Zuständigkeitsbereich der Ästhetik fällt. [1] Uneinigkeit besteht allerdings über die Eignung entsprechender Wahrnehmungsurteile für höhere Erkenntniszwecke, insbesondere für die der Wissenschaft. Am entschiedensten wurde diese Eignung von Nelson Goodman in seinem Aufsatz ‚Seven Strictures on Similarity‘ [2] verneint. Deutlich wird hier eine Kluft zwischen der Alltagserfahrung des Menschen und der wissenschaftlichen bzw. philosophischen Erkenntnis, die einer spezifischen Reflexion und Mediation bedarf. Dieser Aufgabe hat sich die Literatur immer wieder gestellt. Sie scheint dafür aus zwei Gründen prädisponiert zu sein: Einerseits ist der Literatur aufgrund ihrer semiotischen Verfasstheit das Bewusstsein eingeschrieben, dass Ähnlichkeit nicht ‚natürlich‘ oder ‚einfach gegeben‘ ist, sondern ‚hergestellt‘ werden muss. Buchstaben und Worte sind symbolische Zeichen, die im Unterschied zu ikonischen Zeichen nicht qua Ähnlichkeit auf ihre Bezugsobjekte verweisen. Soll ein Text also Ähnlichkeitseindrücke hervorrufen, müssen die Schriftzeichen in einer spezifischen Weise konfiguriert werden. Andererseits steht die Literatur seit der Aufklärung in einem dialogisch-kritischen Verhältnis sowohl zur Alltagserfahrung als auch zur Wissenschaft. Sie hält den Kontakt zu den niederen, sinnlichen wie zu den höheren, ‚geistigen‘ Erkenntnisformen; mit der Wissenschaft teilt sie das Medium der Schrift und das Regelwerk diskursiver Verständigung (was nicht ausschließt, dass sie dieses Regelwerk suspendiert, parodistisch behandelt oder hyperbolisch imitiert) – von der Alltagserfahrung lässt sie sich schon deshalb nicht vollständig ablösen, weil eine ihrer wesentlichen Funktionen in der Verarbeitung gerade jener Erfahrungen ist, die in der alltäglichen Lebenswelt gemacht werden – einschließlich der Sinnestäuschungen und Fehlurteile, die sich auf voreilige Wahrnehmungsurteile über das Ähnliche oder Unähnliche zurückführen lassen. Zusätzlich zu dieser strukturellen Kopplung der Literatur an den wissenschaftlichen Diskurs der Moderne wie an die Alltagserfahrung der Lebenswelt hat das ‚Ähnlichkeitsdenken‘ in den letzten Jahren seitens der Kulturwissenschaften verstärkte Aufmerksamkeit erfahren, weil man in ihm ein wichtiges Potenzial der interkulturellen Verständigung und der Konfliktlösung in komplexen, von Diversität gekennzeichneten Gesellschaften sieht. Die vor allem von Anil Bhatti angestoßene und u.a. von Dorothee Kimmich aufgegriffene Beforschung des ‚Ähnlichkeitsdenkens‘ [3] wird auch an der Europa-Universität Flensburg (EUF) an der ‚Schnittstelle‘ von Literatur- und Kulturwissenschaft vorangetrieben. Dies geschah zunächst im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für interkulturelle Germanistik (GIG) zum Thema ‚Europa im Übergang‘, die 2017 an der EUF stattfand, und im Rahmen einer Tagungsreihe, die dort im Jahr 2016 begann und im Jahr 2021 am gleichen Ort fortgesetzt werden soll. Ging es bei der ersten Tagung um ‚Lektüren der Ähnlichkeit um 1800‘ – der Tagungsband ist im aisthesis-Verlag in einer eigenen Reihe erschienen [4] – soll sich die Tagung vom 7. bis 9. Juli 2021 auf ‚Lektüren der Ähnlichkeit um 1900‘ konzentrieren. Zu den Fragen, die auf der Tagung erörtert werden, gehören die folgenden: Welchen Einfluss hatten die seinerzeit neuen Techniken der Fotografie und der Kinematografie auf die Funktion des Ähnlichen in anderen Medien und Künsten? Wir wirkten sich Erneuerungen des Ähnlichkeitsdenkens in der zeitgenössischen Soziologie, in der aufkommenden Psychoanalyse oder in der Kulturphilosophie auf den Status des Ähnlichkeitsdenkens in den Wissenschaften aus? Warum wurden diese Innovationen in die kulturelle Sinnproduktion oder in die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit aufgenommen bzw. zurückgewiesen? Weisen die unterschiedlichen Strömungen um 1900 jeweils verschiedene Figurationen und Funktionalisierungen von Ähnlichkeitsrelationen auf? Und wie beeinflussen diese Entwicklungen etwa die symbolistischen Entwürfe von Traumwelten, den Begriff des realistischen Erzählens oder den intertextuellen Umgang mit Mythen? Alle interessierten sind herzlich eingeladen. Die Zugangsdaten für Webex erhalten Sie nach formloser E-Mail an: nadjib.sadikou@uni-flensburg.de Tagungsprogramm MITTWOCH, 7. Juli 2021 Sektion 1: Vorgeschichten und Ausgangspositionen 14:30 Uhr Begrüßung 14:40 Uhr Matthias Bauer: Ähnlichkeitsdenken in den neuen Wissenschaften von Mensch und Gesellschaft um 1900. 15:20 Uhr Sara Goeth : Analogien bei Humboldt. Die Funktionalisierung eines alten Paradigmas in der Moderne. 16:00 Uhr (Virtuelle) Kaffeepause 16:20 Uhr Iulia Patrut: Ähnlichkeit und die Eigenlogik von Literatur DONNERSTAG, 8. Juli 2021 09:00 Uhr Dominik Zink : Ähnlichkeit beim frühen Sigmund Freud 09:40 Uhr Andrea Bogner : Ähnlichkeit und Mehrsprachigkeit um 1900. 10:30 Uhr (Virtuelle) Kaffeepause 10:50 Uhr Nadjib Sadikou: Ähnlichkeit und Sinnsuche. Ästhetische Verhandlungen in europäischer und afrikanischer Literatur um 1900. 11:30 Uhr Adrian Renner: Familienähnlichkeiten. Zum Verfahren der composite portraiture bei Francis Galton, Sigmund Freud und Ludwig Wittgenstein Mittagspause Sektion 2: Auswirkungen und Weiterentwicklungen 13:30 Uhr Claudia Liebrand: „Zwischen den Bauern und dem Schloß ist kein großer Unterschied“. Ähnlichkeitsdenken bei Kafka. 14:10 Uhr Claudia Öhlschläger: „Die Geschichte als Dichterin“. Analogien in kleinen historischen Porträts von Stefan Zweig. 14:50 Uhr Diskussion mit Anil Bhatti : Zur Reichweite des Ähnlichkeits-Konzeptes FREITAG, 9. Juli 2021 09:00 Uhr: Daniel Müller Nielaba: Figuren/Lemuren oder Das große Nichts der Tiere : Zur immanenten Ähnlichkeit beim frühen Gottfried Benn. 09:40 Uhr Reto Rössler: „… den inneren Menschen erfinden“. Robert Musils Poetik der Analogie und Ähnlichkeit im Spannungsfeld von Ernst Machs Wissenschaftstheorie und der literarischen Anthropologie des ›ganzen Menschen‹ 10:20 (Virtuelle) Kaffeepause 10:40 Uhr Raluca Radulescu: Transitorte und Ähnlichkeitsrelationen in Georg Heyms "Das Schiff" und Arnold Boecklins "Die Toteninsel". 11:20 Uhr Hubert Roland: „Neue primitive Sprache“, Technik und Geschwindigkeit des Lebens: Ähnlichkeitsdenken im literarischen Primitivismus von Yvan und Claire Goll 12:00 Uhr: Abschlussdiskussion 13:00 Uhr: Ende der Tagung [1] Die Aussage, dass es sich bei der Feststellung von Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit um ein Wahrnehmungsurteil handelt, dürfte unabhängig davon gelten, dass Immanuel Kant bestritten hat, dass die Ästhetik eine Erkenntnislehre sei, da sie lediglich Empfindungen und Anschauungen zum Gegenstand hat. [2] Vgl. Nelson Goodman: „Seven Strictures on Similarity“, in: Nelson Goodman: Problems and Projects. Indianapolis / New York 1972, p. 437-446. [3] Vgl. Anil Bhatti / Dorothee Kimmich (Hg.): Ähnlichkeit. Ein kulturtheoretisches Paradigma. Konstanz 2015 sowie Dorothee Kimmich: Ins Ungefähre. Ähnlichkeit und Moderne. Konstanz 2017 und Gerald Funk / Gert Mattenklott / Michael Pauen (Hg.): Ästhetik der Ähnlichkeit. Zur Poetik und Kunstphilosophie der Moderne. Frankfurt am Main 2001. [4] Iulia-Karin Patrut / Reto Rössler (Hg.): Ähnlichkeit um 1800. Konturen eines literatur- und kulturtheoretischen Paradigmas am Beginn der Moderne. Bielefeld 2019. [= Ähnlichkeiten. Literatur – Kultur – Wissenschaft Band 1]

IVG-Sektion: Gesellschaftliche Verantwortung I. Politik und Poetik


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
26.07.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literatur und Soziologie

, und 6 weitere

Erstellt am:
05.07.2021

Internationale Vereinigung für Germanistik – "Wege der Germanistik in transkulturellen Perspektiven" Sektion A3: Gesellschaftliche Verantwortung I: Politik und Poetik 26.-30.7.2021 via Zoom Leitung: Anne-Rose Meyer (Bergische Universität Wuppertal) – Eugenio Spedicato (Università di Pavia) – Christiane Weller (Monash University, Melbourne) Programm: Montag, 26.07. 12.00 – 13.00 Sektionen – Moderation: Anne-R. Meyer, Eugenio Spedicato, Christiane Weller Einführendes und gattungstypologische Überlegungen 12.00: Spedicato, Eugenio: „Zur Einführung: Zornfähige Gegenwartsliteratur: Améry – Zoderer – Kipphardt – Bärfuss“ 12.30: Erhart, Walter: „Regime der Kunst? Zur Bestimmung des Politischen in der (Gegenwarts-)Literatur“ 14.00 – 18.00 Sektionen – Moderation: Anne-R. Meyer, nach 16.00 Uhr Eugenio Spedicato Fortsetzung Einführendes und gattungstypologische Überlegungen 14.00: Braungart, Wolfgang: „Gesellschaftliche Verantwortung: Eine Kategorie und ihre Grenzen am Beispiel der Gegenwartslyrik“ Wirtschaft und die schöne neue Finanzwelt 14.30: Künzel, Christine: „‘Ab einer gewissen Größe schließt das Verantwortung ein‘: Zur Darstellung strukturierter Verantwortungslosigkeit in Theatertexten nach der letzten Finanzkrise“ 15.00: Kunz, Tanja Angela: „Totaler Weltenbrand oder große Katharsis? Zur Frage nach engagierter Literatur heute am Beispiel von Jonas Lüschers Frühling der Barbaren“ 15.30 – 16.00: Pause 16.00: Albrecht, Monika: „Verantwortungslosigkeit und gesellschaftliche Verantwortung im Werk Uwe Timms“ (Körper-)Politik und Gender 16.30: Führer, Carolin/Heuß, Marit: „‘nur ein Algo-/rithmus meiner Träume‘ – Soziologische Perspektiven auf ‚männliche‘ Liebeslyrik der Gegenwart“ 17.00: Meyer, Anne-Rose: „Kinder als Erzähler in Geschichten von Exil und Migration. Keun – Özdamar – Veteranyi“ 17.30: Rinner, Susanne: „Frauen an die Macht? Zukunftsentwürfe in Juli Zehs Leere Herzen und Karen Duves Roman Macht“ Dienstag, 27.07. 10.30 – 13.00 Sektionen – Moderation: Christiane Weller Populismus und Aufklärung – Populismus vs. Aufklärung 10.30: Bloch, Natalie: „Theater und Populismus“ 11.00: Kanz, Christine: „Verkennung und Anerkennung: Diversität auf der literarischen Gedankenbühne“ 11.30: Jabłkowska, Joanna: „Das selbstgefällige Engagement: Dekonstruktion des Humanitären in der jüngsten deutschsprachigen Literatur“ 12.00-14.30 Uhr: Pause 14.30 – 18.00 Sektionen Politik, Poetik und Ästhetik 14.30: Pontzen, Alexandra: „Literaturpreise im deutschsprachigen Raum seit 1990: Funktionen und Wirkungen“ 15.00: Matthes, Frauke: „‘Weiterleben-Müssen, Weiterleben-Wollen, Weiterleben-Wollen-Müssen‘: Heinz Helles Roman Eigentlich müssten wir tanzen “ 15.30: Carstensen, Thorsten: „Tanzen gegen den Zeitnotstand: Peter Handke und das Trauma der Beschleunigung“ 16.00-16.30 Pause 16.30: Kormann, Eva: „Heillose Geschichten – Dekonstruktionen des Erzählens: Kathrin Röggla und Herta Müller“ 17.00: Sütterlin, Nicole: „Literature in a Time of Terror: Krise als Dauerzustand in Kathrin Rögglas Die Alarmbereiten “ 17.30: Hachmann, Gundula: „Gesellschaftliche Verantwortung in den Frankfurter Poetikvorlesungen von Hilde Domin, Marlene Streeruwitz und Juli Zeh“ Mittwoch, 28.07. 10.30 – 13.00 Sektionen – Moderation: Eugenio Spedicato, nach 12.00 Uhr Christiane Weller, nach 14.30 Uhr Anne-Rose Meyer Medien – Digitalisierung – Technik 10.30: Lickhardt, Maren: „Pikareske Erzählungen in ‚postfaktischen Zeiten‘“ 11.00: Bönisch, Dana: „‘Verpixelte Schemen‘. Literatur und Ethik im Zeitalter der Drohne“ 11.30: Luckscheiter, Christian: „Dietmar Dath, Luigi Nono und die ‚Verantwortung […], uns angesichts der vom Menschen hervorgebrachten Technik zu erneuern‘“ 12.00 – 12.30 Uhr Pause 12.30: Weiping, Feng: „Literatur als ästhetische Auseinandersetzung in einer globalisierten modernen Gesellschaft – Über die Romane Alle Tage , Der einzige Mann auf dem Kontinent und Das Ungeheuer von Terézia Mora“ 14.30 – 16.00 Sektionen 14.30: Giesler, Birte: „Reproduktionsmedizin und Biopolitik in Felicia Zellers Wunsch und Wunder “ 15.00: Küpper, Achim: „Atomenergie im Kontext gesellschaftlicher Verantwortung: Kulturökologische, curriculare und literaturdidaktische Aspekte“ 15.30: Pizer, John D.: „Umweltprobleme in einer fiktiven DDR im 21. Jahrhundert: Der korrupte Umgang mit Energie in Alternativweltgeschichten von Simon Urban und Thomas Brussig“ Donnerstag, 30.07. (Zur freien Verfügung) Freitag, 31.07. 10.30 – 13.00 Sektionen – Moderation: Anne-R. Meyer, Eugenio Spedicato, Christiane Weller 10.30: Abschlussdiskussion im Plenum: Literatur und gesellschaftliche Verantwortung: Entwicklungen, Tendenzen, Schwerpunkte Interessierte melden sich bitte bis zum 23.7. per E-Mail an unter: ameyer@uni-wuppertal.de . Sie erhalten dann die Zoom-Zugangsdaten.

Contemporary Womxn’s Writing and the Medical Humanities


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
29.07.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturtheorie, 

Poststrukturalismus, 

Feministische Literaturtheorie

, und 6 weitere

Erstellt am:
28.06.2021

Date 29 July 2021, 9.00am – 31 July 2021, 3.45pm Institute Institute of Modern Languages Research Conference / Symposium Venue Online Description Organised by Rebecca Rosenberg (KCL) and Benjamin Dalton (Paris Nanterre) The medical humanities describes an increasingly prevalent and diverse field which seeks to explore interdisciplinary dialogues and crossovers between the health sciences and the humanities. This field, for instance, tests what disciplines such as literary and film studies, philosophy, history of medicine, ethics and many more can offer to our understanding of medicine and health care, and vice versa. This international conference, run in association with the Centre for the Study of Contemporary Women’s Writing (CCWW) and hosted by the Institute of Modern Languages Research (IMLR), undertakes to explore how contemporary womxn’s writing across fiction, poetry, non-fiction, (auto)biography, philosophy, comics, etc. – approaches illness, medicine, and public health. What are the distinct innovations that contemporary womxn’s writing brings to the medical humanities? And what do the medical humanities bring to the study of contemporary womxn’s writing? Following the successful online seminar series ‘Contemporary Women’s Writing and the Medical Humanities’ (September 2020-March 2021), this international conference aims to continue the rich dialogue and research that have defined the seminars thus far. In this conference, we particularly encourage work on womxn, non-binary, trans and LGBTQIA+ experiences. It will continue the seminar series’ aim to explore how contemporary womxn’s writing in it’s various forms is currently engaging with issues such as illness, disease, healthcare, medical practice, and clinical institutions. This conference is organised around several central objectives. Firstly, it seeks to establish and expand upon a reservoir of key figures in contemporary womxn’s writing whose work resonates with the medical humanities. This would include both well-known writers who might not have been considered in relation to medical humanities before, and also lesser known writers who demand more critical attention. In this way, the conference aims to showcase the diverse, interdisciplinary, and intersectional ways in which contemporary womxn’s writing engages with the medical humanities and explore how this engagement might transform the critical legacies already surrounding these writers. Secondly, the conference undertakes to underline and highlight the importance of the study of contemporary womxn’s writing in relation to medical humanities research, and in relation to medical research and practice more broadly. Finally, the event will showcase what healthcare and innovative medical thought can do for contemporary, intersectional feminisms, and highlight the role of contemporary womxn’s writing in challenging imbalances in power and representation in medical discourses and practices. The conference will feature 7 parallel panels across three days, as well as 4 keynote lectures and workshops. Papers given at the conference will address the following themes and more: • Representations of clinical spaces and architectures • Narrative representations of psycho-medical personnel • Health care and contemporary feminisms • Illness narratives and life-writing studies, including autofiction • Illness metaphors and aesthetics • Anti-racism work and dismantling white supremacy in healthcare • Queerness and psycho-medical institutions • (A)sexuality and pleasure in healthcare • Trans health representation and rights • Intersex healthcare, representation, politics, and art • Navigating illness representation on social media • Female agency in illness • Reproductive health, pregnancy and childbirth • Wellness: the lure of cures for patriarchy and capitalism • Madness: gendered experiences of mental illness For full details of the 3 day conference Download conference programme (pdf) If you have any questions, email co-organisers Rebecca Rosenberg and Benjamin Dalton at womxnmedhumsconference2021@gmail.com or get in touch on Twitter @womxnmedhums. Supported by the Cassal Endowment Fund All are welcome to attend this free 3 day conference, starting at 09.00 BS T on Thursday 29 July. You will need to register in advance to receive the online event joining links. Please click on the Book Now button below to register. Contact Jenny Stubbs jenny.stubbs@sas.ac.uk 020 7862 8832

Oswald Wiener: Der Stand der Denktheorie – Symposion und Literaturfest


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
01.07.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur und Philosophie, 

Erzählung

, und 2 weitere

Erstellt am:
28.06.2021

1. – 4.7.2021 kunsthaus muerz, Wiener Straße 56, 8680 Mürzzuschlag, Österreich Konzept: Thomas Eder Aus der Kunst kommend und notgedrungen zum Forscher geworden, hat Oswald Wiener seit seinen Anfängen als Dichter den Weg zum Verständnis und zur Beschreibung des menschlichen Denkens gesucht. Seine Denktheorie ist in den letzten fünfzig Jahren auf der Basis von Selbstbeobachtung entstanden, so unterschiedliche und scheinbar überschnittfreie Gegenstandsbereiche wie die Dichtung und die Automatentheorie sind ihm dabei Ausgangs- und Absetzungspunkte seiner eigenen Theorie gewesen. Daraus resultiert Wieners doppelt exzentrisch scheinender Ansatz, künstlerische Forschung nicht als Gegensatz zur diskursiven Wissenschaft zu begreifen oder die Informatik mit der Selbstbeobachtung zu verbinden. Bei dem Symposion soll der Stand der Denktheorie durch die Beiträge von Forschenden aus seinem Umfeld dargestellt werden. Zudem werden Freunde und Wegbegleiter Kurzvorträge zu ihrem Verhältnis zu Person und Werk Oswald Wieners halten. Oswald Wiener führt einen Workshop mit technischen Übungen zum Zeichenbegriff durch und hält einen Vortrag zum Stand seiner Denktheorie. Programm Donnerstag, 1.7.2021 kunsthaus muerz 18.00 Uhr Begrüßung Nicola Cipani: Das Gegenteil eines Blitzes (Vortrag) Freitag, 2.7.2021 kunsthaus muerz 10.00 – 12.00 Uhr Oswald Wiener: Zeichenmagie (technische Übungen zum Zeichenbegriff) 14.00 – 17.00 Uhr Michael Schwarz: Kognitive Zeichen und Netzwerke – Probleme der Implementation (Vortrag) Thomas Raab: Versuch über die Erinnerung. Was liefert das Vorbewusste? (Vortrag) Cornell Schreiber und Thomas Raab: Gespräch über "Erinnerung – Embodiment – Elbstbeobachtung" Nils Röller: Indienfahrer (Kurzvortrag) Franz Josef Czernin: One or two Cultures? (Kurzvortrag) 17.30-20.00 Johannes Ullmaier: Too late, too little? Wann sieht wer oder was beim Selbstbeobachten wen oder was? (Vortrag) Thomas Eder: Hölderlin-Selbstbeobachtung (Vortrag) Walter Fähndrich: Soup imiliti biükjtry sop! (Kurzvortrag) Samstag, 3.7.2021 kunsthaus muerz 10.00 – 12.30 Uhr Stefan Schneider: Körperwahrnehmung in Somatischer Körperarbeit (Vortrag) Benjamin Angerer: Krokodile höherer Ordnung: Die Rolle von Metaphern im Auffassen komplexer Gegenstände (Vortrag) Rolf Winnewisser: aufgeräumte Animation, ein Film mit Anmerkungen zum "Auge des Malers (Kurzvortrag + Film) 14.30 – 16.00 Uhr Tanja Gesell: Gewebedegeneration. Re-Dekodierung von Strukturen (Vortrag) František Lesák: Die erwiderte oder verschmähte Liebe zur Geometrie (Kurzvortrag) Ernst-Wilhelm Händler: Literatur und Wissenschaft (Kurzvortrag) 17.00 Uhr Oswald Wiener: Stand der Überlegung (Vortrag) Sonntag, 4.7.2021 10.00 – 12.00 Uhr Runder Tisch Kontakt: thomas.eder@univie.ac.at

Ethik der Natur, Ethik der Stadt. Interdisziplinäres und internationales Forschungskolloquium zum Werk Silke Scheuermanns


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
01.07.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Ecocriticism, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

, und 5 weitere

Erstellt am:
25.06.2021

Tagung: Ethik der Natur, Ethik der Stadt. Interdisziplinäres und internationales Forschungskolloquium zum Werk Silke Scheuermanns 01. bis 03. Juli 2021, online via Zoom Otto-Friedrich-Universität Bamberg in Kooperation mit dem Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg und gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung Das internationale und interdisziplinäre Forschungskolloquium „Ethik der Natur, Ethik der Stadt“ ist die erste wissenschaftliche Tagung überhaupt, die sich umfassend mit den thematisch vielfältigen und innovativen Lyrik- und Prosatexten der Gegenwartsautorin Silke Scheuermann auseinandersetzt. Das Kolloquium schließt an die traditionsreiche Bamberger Poetik-Professur an, die seit 1986 jährlich vergeben wird. Mit Silke Scheuermann übernimmt eine mehrfach ausgezeichnete Autorin die diesjährige Poetik-Professur, die sicherlich zu den renommiertesten deutschsprachigen Lyrikerinnen und vielbeachteten Prosaautorinnen gehört. Ihre Texte weisen eine große Themen- und Gattungsvielfalt auf, die Anschluss an aktuelle gesellschaftspolitische Fragestellungen bieten. Sie formuliert eindringlich soziale und gesellschaftliche Problematiken der Gegenwart. Erzählt werden generationsübergreifende Familien-, Liebes- und Beziehungskonflikte und insbesondere auch ökologische sowie tier-ethische Herausforderungen rücken in das Zentrum ihrer Texte. Das Kolloquium geht zugleich gedanklich über das Werk Scheuermanns hinaus und berührt zentrale gesellschaftliche, moralische wie kulturwissenschaftliche Fragen, kurz gesagt: das Spannungsfeld von Ethik und Natur sowie Ethik und Stadt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Zugangsdaten für das Zoom-Meeting erhalten Sie bis zum 30. Juni nach formloser Mail an Barbara Heger: barbara.heger[at]uni-bamberg.de Organisation: Prof. Dr. Andrea Bartl, Antonia Villinger

KONF: Eine haarige Angelegenheit: Gegenständliche Poetiken des Haares/A hairy Affair: The Material Poetics of Hair, International Conference, LMU Munich, online (01.–03.07.2021)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
01.07.2021
Beitrag von:
Fabiola Valeri
Forschungsgebiete

Gender Studies/Queer Studies, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Literatur und Anthropologie/Ethnologie

, und 4 weitere

Erstellt am:
23.06.2021

Hair is fundamentally characterized by its precarious and mutinous materiality, which subverts conventionalized dichotomies between the passive and the active. In this capacity, it also serves as a mediator of aesthetic reflection and formalization. One of the basic premises of this conference is that hair constitutes an interface between body aesthetics and issues of plot and narrative synthesis. Particular attention is paid not only to neatly ‘coiffed’ discursive formations or to hair’s narrative entanglements, but also to the poetological quality of hair as a disruptive literary factor. By bringing together papers from various fields of the Humanities, this international conference seeks to open up new perspectives on the poetics, practices and functions of hair in literature and other media. The conference is organized by the Class of Literature (LMU Munich) and will take place online via Zoom. There will be written papers to prepare for the conference. You will get access to these by registering on Eventbrite: www.eventbrite.de/e/international-conference-a-hairy-affair-the-material-poetics-of-hair-tickets-151187302291 Programm: Thursday, 01.07.2021 13:30 Introduction ______________________________ Juliann Knaus (Graz): Multisensory Hair Therapy: Exploring Intermediality and Identity in trey anthony’s ‘ da Kink in my hair 13:50–14:30 Ozlem Koksal (London): Veiling the Hair: Ataman’s Women Who Wear Wigs (1999) and Aydemir’s Veils on Veils (2020) ______________________________ 14:30–14:45 Break ______________________________ Gregor Specht (München): Scham, Haar, Poetik Aglaia Kister (Tübingen): Scham und Haare. Zur Verflochtenheit zweier Motivstränge bei Paul Celan und Elfriede Jelinek 14:45–15:45 Katharina Alsen (Hamburg): Trichotillotechne. Ausgerissene Haare in immersiven Performance-Installationen und das Paradox schmerzhafter Kunst ____________________________ 15:45–16:30 Break ____________________________ 16:30–18:00 KEYNOTE Emma Tarlo (London): Human Crop: Commercial frictions and racial fictions from the global trade in human hair Friday, 02.07.2021 Bharati Jagannathan (Delhi): The Gender of Hair 13:00–13:40 Erika Loic (Tallahassee): Prophetess, Harlot, and Mourner: “Alternative Lifestyle Haircuts” and Gender in Medieval Iberian Manuscript Illumination _____________________________ 13:40–13:50 Break _____________________________ Jan Mohr (München) und Julia Stenzel (Mainz): Holy hair styles. Claiming authenticity in the Oberammergau Passion Play 13:50–14:30 Anna Kasafi Perkins (Kingston): Delilah Speaks Hairily: Re-Reading Scripture, Dreadlocks and the Feminine Today _____________________________ 14:30–14:45 Break _____________________________ Martina Wernli (Mainz): Starre Locken und pelzige Löffel. Haar als Kontaktzone bei Meret Oppenheim 14:45–15:25 Elisa Risi (Marburg): „Die Haare messen das Leben“. Haare als widerständige und prekäre Dinge in Herta Müllers Herztier ______________________________ 15:25–15:40 Break _______________________________ Christoph Schmitt-Maaß (München): Simson, Wieland, Blaubart. Theodor Fontanes Männlichkeits- und Produktivitätsimagologien im Zeichen des Bartes 15:40–16:20 Anna Hordych (Potsdam): Contradictions of Vitality: Vivid White Hair in Zola’s L’Argent _________________________________ 16:20–18:00 Break ___________________________________ 18:00–19:30 KEYNOTE Seán Williams (Sheffield): On Splitting Hairs: Hairdressing, Literature, and Scholarship Saturday, 03.07.2021 Tanja Schwan (Leipzig): Vom (Ab-)Schneiden eines alten Zopfes – Haar-Spaltereien in Rodenbachs Bruges-la-Morte 13:00–14:00 Jonas Meurer (Bamberg): Von Männeraugen und Hexenhaar. Plädoyer zur Wiederentdeckung von Bruno Franks Novelle ‚Das Haar‘ (1921) Heather Hind (Exeter): The Unrealised Potential of “Gold Hair” ____________________________________ 14:00–14:15 Conclusion & Goodbye Anmeldung: www.eventbrite.de/e/international-conference-a-hairy-affair-the-material-poetics-of-hair-tickets-151187302291

Soziale Medien: Schreibweisen der Gegenwart nach der Digitalisierung


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
08.07.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literaturtheorie

, und 4 weitere

Erstellt am:
21.06.2021

Online, 8.-10. Juli 2021 Tagung des DFG-Projekts „Schreibweisen der Gegenwart. Zeitreflexion und literarische Verfahren nach der Digitalisierung“ (Universität Greifswald) am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald Organisation: Elias Kreuzmair, Magdalena Pflock, Eckhard Schumacher Digitale soziale Medien haben die Wahrnehmung und Reflexion von Gegenwart und Aktualität wie auch die Möglichkeiten und den Status von Gegenwartsliteratur verändert. Ob sie Publikationsort, Thema oder Strukturelement sind, sie verändern die Art und Weise, wie ein Text gemacht, wie und was erzählt – und wie Gegenwart gedacht wird. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Kopplung von digitalen sozialen Medien und neuen Gegenwartsbegriffen in zeitdiagnostischen Texten der letzten Jahre. Das Schreiben mit und auf digitalen sozialen Medien wird häufig mit überfordernden Erfahrungen von Beschleunigung und Unmittelbarkeit in Verbindung gebracht, die einen „rasenden Stillstand“ zur Folge hätten. Die Rede ist von „breiter Gegenwart“, einem „Present Shock“ oder von der „absoluten Gegenwart“. In Übereinstimmung mit Thesen zur (post-)digitalen Kultur setzt die Tagung ‚nach der Digitalisierung‘ an, indem sie Reaktionen auf die Konsolidierung digitaler Technologien seit Mitte der 2000er Jahre in den Blick nimmt. Vor diesem Hintergrund zielt sie auf eine Bestandsaufnahme und Analyse der Schreibweisen, mit denen unter den Bedingungen der Digitalisierung Konzepte von Gegenwart und Modi von Gegenwärtigkeit mit Bezug auf digitale soziale Medien reflektiert, veranschaulicht und profiliert werden. Die Tagung findet online über Zoom statt. Die Abendveranstaltungen sind öffentlich und über die Website des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs zugänglich. Für die anderen Teile der Tagung bitten wir um Anmeldung über www.wiko-greifswald.de/programm/allgemeines/veranstaltungskalender/veranstaltung/n... . Tagungsprogramm Donnerstag, 8. Juli 2021 18:00 Uhr: Shared Uncertainty and Individual Prediction. Does Algorithmic Forecast Affect the Open Future? Keynote von Elena Esposito (Bielefeld/Bologna) Moderation: Eckhard Schumacher Freitag, 9. Juli 2021 9:00 Uhr: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg: Begrüßung 9:05 Uhr: Elias Kreuzmair/Magdalena Pflock/Eckhard Schumacher (Greifswald): Begrüßung und Einleitung I. Aktualisierung/Aktualität 9:30 Uhr: Johannes Franzen (Bonn): Echtzeitfeuilleton? Die Aktualität des Kulturjournalismus nach der Digitalisierung 10:30 Uhr: Kaffeepause 11:00 Uhr: Anika Meier (Hamburg): The Artist Is Live. Ist das Kunst oder Content? 12:00 Uhr: Philipp Ohnesorge (Greifswald): Buffering… – Das Aktuelle, das Virtuelle und das Gespenstische in den Sozialen Medien 13:00 Uhr: Mittagspause II. Multiple Gegenwarten 14:00 Uhr: Tobias Unterhuber (Innsbruck): Spiel(en) als Heterochronie 15:00 Uhr: Berit Glanz (Greifswald): Tweets von gestern: Meme-Diffusion in etablierten Zentrum-Peripherie Verhältnissen 16:00 Kaffeepause 16:30 Stephan Porombka (Berlin): Ein Medium der Gegenwart sein 17:30 Pause 18:00-19:30 Uhr: Digital first? – Verlegen und Publizieren mit und auf sozialen Medien Gespräch mit Christiane Frohmann (Frohmann Verlag, Berlin), Nikola Richter (Mikrotext, Berlin) und Sophia Rohwetter (&Shy Magazine, Wien) Moderation: Magdalena Pflock Samstag, 10. Juli 2021 III. Akzeleration/Stagnation 9:00 Uhr: Niels Penke (Siegen): Akzeleration und Experiment. Wie viel Variation verträgt die Instapoetry? 10:00 Uhr: Annekatrin Kohout (Siegen): Der Feed: Selbsttechnik aus Versehen 11:00 Uhr: Kaffeepause 11:30 Uhr: Marcus Quent (Berlin): Alles und nichts. Ausdehnung und Schrumpfung der Gegenwart 12:30 Uhr: Mittagspause IV. Archiv und Gedächtnis 13:30 Uhr: Jochen Walter/Karin Schmidgall (beide Marbach): Im Netz! Weblogs und Netzliteratur im Archiv 14:30 Uhr: Hanna Engelmeier (Essen): Eine Theoriegeschichte elektronischer und digitaler Literatur als Archiv für Schreibweisen der Gegenwart 15:30 Uhr: Kaffeepause 16:00 Uhr: Thomas Ernst (Amsterdam/Antwerpen): Den Holocaust in Sozialen Medien erinnern? Interaktive Narrationen, digitale Erinnerungsorte und ihre Vergegenwärtigung 17:00 Uhr: Kathrin Passig (Berlin): Die besten 3000 Tweets der letzten drei Tage 18:00 Uhr: Lesung und Gespräch mit Juan S. Guse (Hannover) Moderation: Elias Kreuzmair

Eine haarige Angelegenheit: Gegenständliche Poetiken des Haares


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
01.07.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Gender Studies/Queer Studies, 

Postkoloniale Literaturtheorie, 

Literatur und andere Künste

, und 5 weitere

Erstellt am:
18.06.2021

Hair is fundamentally characterized by its precarious and mutinous materiality, which subverts conventionalized dichotomies between the passive and the active. In this capacity, it also serves as a mediator of aesthetic reflection and formalization. One of the basic premises of this conference is that hair constitutes an interface between body aesthetics and issues of plot and narrative synthesis. Particular attention is paid not only to neatly ‘coiffed’ discursive formations or to hair’s narrative entanglements, but also to the poetological quality of hair as a disruptive literary factor. By bringing together papers from various fields of the Humanities, this international conference seeks to open up new perspectives on the poetics, practices and functions of hair in literature and other media. The conference is organized by the Class of Literature (LMU Munich) and will take place online via Zoom. There will be written papers to prepare for the conference. You will get access to these by registering on Eventbrite. Programm Thursday, 01.07.2021 13:30 Introduction 13:50–14:30 Juliann Knaus (Graz): Multisensory Hair Therapy: Exploring Intermediality and Identity in trey anthony’s ‘da Kink in my hair Ozlem Koksal (London): Veiling the Hair: Ataman’s Women Who Wear Wigs (1999) and Aydemir’s Veils on Veils (2020) 14:30–14:45 Break 14:45–15:45 Gregor Specht (München): Scham, Haar, Poetik Aglaia Kister (Tübingen): Scham und Haare. Zur Verflochtenheit zweier Motivstränge bei Paul Celan und Elfriede Jelinek Katharina Alsen (Hamburg): Trichotillotechne. Ausgerissene Haare in immersiven Performance-Installationen und das Paradox schmerzhafter Kunst 15:45–16:30 Break 16:30–18:00 KEYNOTE Emma Tarlo (London): Human Crop: Commercial frictions and racial fictions from the global trade in human hair Friday, 02.07.2021 13:00–13:40 Bharati Jagannathan (Delhi): The Gender of Hair Erika Loic (Tallahassee): Prophetess, Harlot, and Mourner: “Alternative Lifestyle Haircuts” and Gender in Medieval Iberian Manuscript Illumination 13:40–13:50 Break 13:50–14:30 Jan Mohr (München) und Julia Stenzel (Mainz): Holy hair styles. Claiming authenticity in the Oberammergau Passion Play Anna Kasafi Perkins (Kingston): Delilah Speaks Hairily: Re-Reading Scripture, Dreadlocks and the Feminine Today 14:30–14:45 Break 14:45–15:25 Martina Wernli (Mainz): Starre Locken und pelzige Löffel. Haar als Kontaktzone bei Meret Oppenheim Elisa Risi (Marburg): „Die Haare messen das Leben“. Haare als widerständige und prekäre Dinge in Herta Müllers Herztier 15:25–15:40 Break 15:40–16:20 Christoph Schmitt-Maaß (München): Simson, Wieland, Blaubart. Theodor Fontanes Männlichkeits- und Produktivitätsimagologien im Zeichen des Bartes Anna Hordych (Potsdam): Contradictions of Vitality: Vivid White Hair in Zola’s L’Argent 16:20–18:00 Break 18:00–19:30 KEYNOTE Seán Williams (Sheffield): On Splitting Hairs: Hairdressing, Literature, and Scholarship Saturday, 03.07.2021 13:00–14:00 Tanja Schwan (Leipzig): Vom (Ab-)Schneiden eines alten Zopfes – Haar-Spaltereien in Rodenbachs Bruges-la-Morte Jonas Meurer (Bamberg): Von Männeraugen und Hexenhaar. Plädoyer zur Wiederentdeckung von Bruno Franks Novelle ‚Das Haar‘ (1921) Heather Hind (Exeter): The Unrealised Potential of “Gold Hair” 14:00–14:15 Conclusion & Goodbye Anmeldung via eventbrite-Link

Doing Things with Code. Electronic Literature and Critical Making


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
24.06.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturtheorie, 

Literatur und andere Künste, 

Digitale Literatur

, und 2 weitere

Erstellt am:
18.06.2021

A workshop organised by the project » Digital Constructions of Authorship « at the Cluster of Excellence » Temporal Communities : Doing Literature in a Global Perspective« (Freie Universität Berlin) » Making things is one of the most effective ways of learning how to think critically«. This statement by Allison Parrish, fellow at the Cluster of Excellence Temporal Communities, underpins one of her classes on writing electronic text. Bridging the gap between critical thinking and physical making, critical making has shaped both academic discourses and artistic practices over the past decade. The workshop Doing Things with Code will explore this trend in the field of electronic literature. Critical Making has gained an increased significance in the age of internet platforms, ›user-friendly‹ interfaces, and large-scale data processing. Popular platforms such as Facebook, Twitter , and Instagram have produced a large number of users, but not necessarily independent makers. Users are simultaneously treated as suppliers of data and as customers who are supposed to work with the platform only in accordance with its affordances and restrictions. Tinkering with code, by contrast, can function as a strategy of engaging with the materiality of the digital and its underlying algorithms. Examples can be found in custom-made DIY-interfaces, but also in subversions of pre-existing interfaces, techniques, and spaces that were originally meant to be used only in very specific and (provider-)intended ways. Artistic Twitter bots are but one example of such subversive performances. The workshop will open the discussion with the following questions: How do literature and code function as critical tools? How does electronic text intervene in its own mediality and publication contexts? What are the processes of translation that occur between different (programming) languages? How does literary criticism change when it blends with the production of literature? Contributions to the workshop include theoretical reflections, case studies, and presentations of own works. By bringing together critical thinkers as well as critical makers, we wish to unfold the scope of critical making in electronic literature and to make a case both for a theory of making and for the practice of critique. Organisation: Anouk Luhn, Nina Tolksdorf, Paul Wolff Registration: The workshop will be held online via Cisco Webex Meetings. In order to join the meeting, please register with Luise von Berenberg-Gossler ( l.von.berenberg-gossler@fu-berlin.de ). Schedule Thursday, June 24 2:00—2:30 p.m. Introduction by Paul Wolff 2:30—3:30 p.m. The Future of Language Model Poetics Allison Parrish 4:00—5:00 p.m. Exercises in Style Jörg Piringer 5:00—6:00 p.m. Potentio-Poet Julia Nakotte Friday, June 25 2:00—3:00 p.m. Bot Taxidermy: How to Create Ephemeral Art Without Being Instantly Forgotten (Spoiler: It’s a Lot Easier if You Create Something Else Instead) Kathrin Passig 3:15—4:15 p.m. Sequence and Connection: Two Paradigms of Digital Literature Hannes Bajohr 4:15 p.m. Closing remarks 7:30 p.m. Evening Event (in German): Wer macht hier was / Was macht hier wen? Neue Kollektive in der Literatur. Talk and performance with Berit Glanz, Miedya Mahmod, Philipp Schönthaler, and Nora Zapf. Moderation: Nina Tolksdorf

Szenarien. Techniken und Praktiken der Realitätsverdopplung


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
22.06.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturtheorie, 

Literatur und Soziologie, 

Literatur und Naturwissenschaften

, und 3 weitere

Erstellt am:
18.06.2021

Leitung: Dr. Matthias Schaffrick (Universität Siegen) 22. – 23. Juni 2021 Arbeitsgemeinschaft des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF) – Videokonferenz ‚Szenario‘ ist ein Begriff, der in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen gebraucht wird, bisher aber kaum interdisziplinär diskutiert und reflektiert wurde, obwohl die allgegenwärtige Rede von Szenarien in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft den interdisziplinären Austausch geradezu herausfordert. Die Arbeitsgemeinschaft dient dazu, sich über verschiedene Konzepte, Praktiken, Techniken und Methoden der Konstruktion und Analyse von ‚Szenarien‘ interdisziplinär zu verständigen, aber auch konkrete Szenarien aus Kunst, Wissenschaft und Politik zu diskutieren, um herauszufinden, welche epistemologischen Erwartungen und welche Effekte auf soziale Selbstbeschreibungen mit dem Entwurf von Krisen-, Katastrophen-, Konflikt-, Entscheidungs-, Zukunftsszenarien etc. verbunden sind. Dazu sollen Szenarien in vier miteinander vernetzten Dimensionen analysiert werden: ontologischer Status (Fiktion), Plot (Narration), Konstruktionspraktiken (scenarioing), soziale Selbstbeschreibung. Die Veranstaltung findet als Videokonferenz statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen. Zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an: marina.hoffmann@uni-bielefeld.de Dienstag – 22. Juni 09:00 – 09:30 Begrüßung durch Dr. Marc Schalenberg (wissenschaftlicher Referent, ZiF) Einführung durch Dr. Matthias Schaffrick (Siegen) 09:30 – 10:30 Dr. Karlheinz Steinmüller (Berlin): Plausibel, konsistent und (un)realistisch. Szenario-Typen und Szenario-Archetypen in der Zukunftsforschung 10:30 – 10:45 – Pause – 10:45 – 11:45 Dipl.-Ing. Henning Hetzer (Berlin): Szenarien als Instrument sicherheitspolitischer Analyse und Planung 11:45 – 12:00 – Pause – 12:00 – 13:00 Dr. Andreas Anton (Freiburg i. Br.): Exosoziologie: Szenarien eines Erstkontaktes der Menschheit mit einer außerirdischen Zivilisation 13:00 – 14:30 – Mittagspause – 14:30 – 15:30 Prof. Dr. Claus Pias (Lüneburg): Szenarien der Digitalisierung um 1970 15:30 – 15:45 – Pause – 15:45 – 16:45 Prof. Dr. Sen Cheng (Bochum): Szenariokonstruktion in der Kognition 16:45 – 17:00 – Pause – 17:00 – 18:00 Prof. Dr. Tom Kindt (Fribourg): „Hör zu, so wird der letzte Abend sein". Zur Fiktionalität und Narrativität von Szenarien 18:00 – 18:30 Zwischenfazit und Ausklang Mittwoch – 23. Juni 09:00 – 10:00 Prof. Dr. Christine Hentschel (Hamburg): Selbstportrait am Abgrund. Kollapsologische Szenarien und ihre affektiven Verwicklungen 10:00 – 10:15 – Pause – 10:15 – 11:15 Dr. Matthias Schaffrick (Siegen): 3 x Abbottabad. Szenarien der Erschießung Osama bin Ladens und ihr ontologischer Status 11:15 – 11:30 – Pause – 11:30 – 12:30 Dr. Kerstin Wilhelms (Münster): „Was wäre wenn …" Modellierungen des Politischen in dramatischen und theatralen Szenarien 12:30 – 14:30 – Mittagspause – 14:30 – 15:30 Prof. Dr. Sylvia Mayer (Bayreuth): Umstrittene Realitäten des Möglichen: Fiktionale Umweltrisiko-Szenarien im zeitgenössischen US-amerikanischen Roman 15:30 – 15:45 – Pause – 15:45 – 16:45 Prof. Dr. Alexandra Pontzen (Duisburg-Essen): Verdrängung, Entmietung, Enteignung, Boboisierung und Häuserkampf – Szenarien urbanen Wohnens in der deutschen Gegenwart(sliteratur) 16:45 – 17:00 – Pause – 17:00 – 18:00 Prof. Dr. Niels Werber (Siegen): Corona-Szenarien 18:00 – 18:30 Resümee und Verabschiedung – Tagungsende – Kontakt: Dr. Matthias Schaffrick
 Universität Siegen Germanistisches Seminar
 Neuere deutsche Literaturwissenschaft I
 Adolf-Reichwein-Straße 2
 57068 Siegen schaffrick@germanistik.uni-siegen.de