Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
07.10.2021
Redaktion avldigital.de
24.09.2021
Die zweite, von der FONTE-Stiftung geförderte Jahrestagung ‚Femmes de Lettres‘ möchte vorrangig das Vorhaben der ersten Tagung weiterverfolgen, Autorinnen vom 17. bis 18. Jahrhundert (neu) zu entdecken, die das literarische Schreiben und mit diesem Schreiben oftmals auch ihre eigene Geschichte selbst in die Hand genommen haben. In einer transphilologischen Herangehensweise wird es Beiträge geben, in denen literarische Schriften von europäischen Autorinnen dieser Jahrhunderte vorgestellt werden. Zugleich soll die Tagung zur Diskussion darüber anregen, wie das literaturwissenschaftliche Schreiben über die Geschichte der Literatur selbst neu zu schreiben wäre als Umschrift, Weiterschrift, als re-writing und Eröffnung neuer Denkbereiche. Die Jahrestagung steht im Kontext des Symposiums ‚Femmes de Lettres‘, die 2019 an der Humboldt-Universität zu Berlin stattgefunden hat und zu der ein Sammelband (Hg. Marina O. Hertrampf) unter dem Titel Femmes de lettres. Wiederentdeckungen und Neulektüren europäischer Autorinnen des 17. und 18. Jahrhunderts (Frank & Timme 2020) erschienen ist. Angebunden an diese Tagung ist die von der FONTE-Stiftung herausgegebene, im Berliner Secession -Verlag erscheinende Buchreihe ‚Femmes de Lettres‘, in der bereits Texte der Autorinnen Louise Labé, Christiana Mariana von Ziegler, Françoise de Grafigny, Sidonia Hedwig Zäunemann sowie Sibylla Schwarz erschienen sind. Programm 07. Oktober 2021 12.30–13.00 Begrüßung 13.00–13.30 RENATE KROLL | ANNINA KLAPPERT: Einführung 13.30–14.00 CORNELIA SIEBER: Wiederentdeckte Polyphonie – portugiesische Poetinnen des 16.–18. Jahrhunderts 14.00–14.30 JULIA HOYDIS: Zwischen allen Welten: Zum Werk und der Rezeption von Margaret Cavendish 15.00–15.30 MARLENE DIRSCHAUER: „More passion in my heart doth move.“ Manifestationen weiblichen Begehrens in der englischen Lyrik des 17. Jahrhunderts 15.30–16.00 ISABELLE STAUFFER: „[E]in künstliches und gelehrtes Frauenzimmer“: Barbara Helena Kopsch als Lyrikerin und Übersetzerin 16.30–17.30 Netzwerkgespräch | Vorstellung des Moderata Fonte-Forums durch ASTRID DRÖSE 19.30 Lesung ausgewählter Texte von Françoise de Grafigny, organisiert vom Secession-Verlag (Potsdamer Straße 98a, EG, 10785 Berlin) 08. Oktober 2021 9.15–9.30 Begrüßung 9.30–10.00 GUDRUN WEILAND: Die Feder erfassen, die Stimme finden – Sibylla Schwarz‘ „Ein Gesang wieder den Neidt“ 10.00–10.30 ZOZAN KARABULUT | CHRISTIAN WIEBE: Subversive Bescheidenheit. Emanzipation in der deutschen Barocklyrik 11.00–11.30 ANNINA KLAPPERT | SOPHIE LIEPOLD: Emilie von Berlepsch: Emanzipatorisches Schreiben in vielfältiger Form 11.30–12.15 VERA MÜTHERIG: „Kan ich die Narren nicht durch sanfte Lieder rühren / Ey! so versuch ichs jetzt durch beissende Satyren!“. Sidona Hedwig Zäunemann als Vorreiterin satirischer Schreibweise mit einer Response von CORINNA DZIUDZIA 14.00–14.30 ANGELA SANMAN-GRAF: Übersetzung als Instrument von Gesellschaftskritik: Die Gellert-Übersetzerin Marianne Wilhelmine de Stevens (1734–?) 14.30–15.00 ELISABETH STADLINGER: Elisabetta Caminer Turra und Maria Fortuna: Der weibliche Literaturbetrieb im Italien des 18. Jahrhunderts 15.00–15.30 Offenes Gespräch 15.30–16.00 Werkstattgespräch mit dem Secession-Verlag Tagungsleitung: Prof. Renate Kroll, PD Dr. Annina Klappert Kontakt: annina.klappert@hu-berlin.de