Loriot und die Bundesrepublik, Göttingen


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
31.03.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur und Medienwissenschaften, 

Komödie

, und 1 weitere

Erstellt am:
21.03.2022

Veranstaltungsort: Emmy-Noether-Saal, Tagungs- und Veranstaltungshaus „Alte Mensa“, Wilhelmsplatz 3, 37073 Göttingen Programm 31.03.2022 09.15 Uhr Grußwort (Metin Tolan, Präsident der Georg-August-Universität Göttingen) Begrüßung und Einführung (Anna Bers, Göttingen/Claudia Hillebrandt, Jena) 09.30 Uhr Keynote: Loriot und die Bundesrepublik (Christoph Stölzl, Weimar) 10.15 Uhr Keynote: Loriot als Soziologe der Bundesrepublik (Hans-Georg Soeffner, Bonn) 11.00 Uhr Kaffeepause I: Die Archetypen der Bonner Republik. Loriots Werk im zeithistorischen Kontext (Moderation: Anna Bers) 11.30 Uhr Habitus der Mitte. Loriot und die nivellierte Mittelstandsgesellschaft (Jens Wietschorke, München/Wien) 12.15 Uhr Gemeinsames Mittagessen 14.00 Uhr Lockerungsübungen. Humor in der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft (Christoph Classen, Potsdam) 14.45 Uhr „Sie lesen Gedichte, gnä’ Frau?“ Loriots Blick auf die Komik bundesrepublikanischer Milieus (Anne Uhrmacher, Trier) 15.30 Uhr Kaffeepause II: Geschichte, Subjekte, Kunst. Zur Darstellung bundesrepublikanischer Alltagskultur (Moderation: Claudia Hillebrandt) 16.00 Uhr Nicht mit dem Führer sprechen. Zum Erbe der NS-Vergangenheit bei Loriot (Eckhard Pabst, Kiel) 16.45 Uhr „Das Ei ist hart!“ Loriots hybride Welt (Stefan Neuhaus, Koblenz-Landau) 17.30 Uhr Loriot und die Kunst (Stefan Neumann, Wuppertal) 18.30 Uhr Gemeinsamer Abendimbiss 20.00 Uhr Öffentliche Podiumsdiskussion „Loriot und die Bundesrepublik“ (Hannah-Vogt-Saal und Livestream: youtu.be/dHbeU9a_CP8 ) ​​​​​​​ 01.04.2022 ​​​​​​​ III: Bewertungen und Werte. Kritik und Moral bei Loriot und in seiner Rezeption (Moderation: Sarah Nienhaus) 09.00 Uhr Vom Verlachen der Ordnung. Loriots Komödien und ihr moralisch-aufklärerisches Potenzial (Sophia Wege, Halle-Wittenberg) 09.45 Uhr Der wilde Waldmops oder: Wer wird hier eigentlich parodiert? Zur Mediensatire bei Loriot (Claudia Hillebrandt, Jena) 10.30 Uhr Kaffeepause 11.00 Uhr „Warum also sollte ein Humorist dauernd komisch sein?“ Loriot vs. von Bülow in Reden und Interviews (Rüdiger Singer, Kiel) 11.45 Uhr Loriot geht viral? Zu Funktionen und Folgen der gegenwärtigen Loriotrezeption (Anna Bers, Göttingen) 12.30 Uhr Gemeinsames Mittagessen ​​​​​​​ ​​​​​​​ IV: Lachen in Wort und Bild. Zur Komikkonzeption bei Loriot (Moderation: Stefan Neumann) 14.15 Uhr Ich möchte nicht unhöflich erscheinen… Loriot und die Komik des elaborierten Codes (Helga Kotthoff, Freiburg) 15.00 Uhr Alltagskaleidoskop. Loriots Bildgeschichten. Humorstrategien und Erzählweisen (Dietrich Grünewald) 15.45 Uhr Kaffeepause 16.15 Uhr Klangvolle Kommentare. Störfrequenzen und Verdrängungsoptimierungen in Loriots Filmen (Sarah Nienhaus, Bielefeld) 17.00 Uhr Abschlussdiskussion 17.45 Uhr Ende der Tagung 18.00 Uhr Gemeinsamer Abendimbiss Die Tagung wird nach Maßgabe der aktuell geltenden Hygieneregeln der Georg-August-Universität Göttingen durchgeführt. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Teilnahmebedingungen und Zugangsbeschränkungen vorab unter: www.uni-goettingen.de/de/625308.html Für Interessierte, die an der Tagung als Gäste teilnehmen wollen, steht ein – aufgrund der Hygienemaßnahmen – begrenztes Kontingent an Plätzen zur Verfügung. Bitte melden Sie sich bis zum 30.3. an unter anna.bers@phil.uni-goettingen.de oder claudia.hillebrandt@uni-jena.de .

Michael Ende: Poetik und Positionierungen (DLA Marbach)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
24.03.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literaturtheorie

, und 6 weitere

Erstellt am:
18.03.2022

In den letzten Jahren rückte Michael Endes Werk immer stärker in den Blick einer literaturwissenschaftlichen Forschung, die auch über genuin adressatenorientierte Fragestellungen hinausgeht. Insbesondere für die Phantastikforschung hat sich Endes Die unendliche Geschichte als ertragreicher Gegenstand erwiesen. Auch narratologische und literaturhistorisch ausgerichtete Studien haben sich dabei Endes Texten zugewandt. Zwei Aspekte wurden allerdings bislang nicht systematisch untersucht: Endes Poetik bildet zwar einen wesentlichen Bezugspunkt zahlreicher Studien, allerdings verweist man zumeist nur kursorisch auf seine kunsttheoretischen Schriften. Dass sich Ende während seiner gesamten Schriftstellertätigkeit um die ›Anerkennung‹ des literarischen und intellektuellen Feldes der Bundesrepublik bemüht hat, wird ebenfalls immer wieder erwähnt. Welche Strategien, Verfahren und welche Wechselbeziehungen zum literarischen Werk bestehen, wurde bislang ebenfalls nicht systematisch untersucht. Bei diesen beiden Desiderata setzt die Tagung an: Im Zentrum werden Michael Endes Poetik und sein Verhältnis zum literarischen und intellektuellen Feld der Bundesrepublik Deutschland stehen. Neben den theoretischen Texten, den öffentlichen Reden und auch den zahlreichen Interviews, die bislang nur kursorisch berücksichtigt wurden, müssen auch die literarischen Texte berücksichtigt werden, da sie sowohl Aufschluss über die implizite Poetik als auch Einblick in seine ›Werkpolitik‹ bieten. Gleichzeitig zeigt sich mit diesen vielfältigen intertextuellen und inter-poetologischen Bezügen eine Strategie, um sich als ›ernstzunehmender‹ Schriftsteller aus einem Teilbereich der Literatur zu emanzipieren, der von den meisten Literaturkritiker/-innen und Literaturwissenschaftler/-innen der 1970er, -80er und 90er Jahre nicht als ›echte‹ Literatur wahrgenommen wurde. Insofern ist Endes Poetik sicherlich auch als Ringen um Anerkennung im literarischen und intellektuellen Feld zu deuten. Die Beiträge werden diskutieren, inwiefern es sich bei Michael Ende um einen öffentlichen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts handelt. Wie Ende sich mithilfe literarischer Strategien als ›ernstzunehmender‹ Schriftsteller positioniert, wird anhand von Fallanalysen erörtert. Förderung aus Mitteln der Fritz Thyssen Stiftung PROGRAMM Donnerstag, 24. März 2022 13.00 Uhr Begrüßung und thematische Einführung 13.30 Uhr Birgit Dankert, Hamburg Opfer, Katalysator, Wegweiser 14.15 Uhr Markus May, München Michael Endes Poetik der Sinne 15.30 Uhr Thomas Scholz, St. Louis Eine poetologische Evolution: Michael Endes Konzepte des World-Telling 16.15 Uhr Lena Hoffmann, Frankfurt Zwischen den Feldern. Michael Endes Selbstinszenierung als Grenzgänger zwischen Kinder- und Jugend- und Allgemeinliteratur 18.00 Uhr Gemeinsames Abendessen der Referentinnen und Referenten 20.00 Uhr Podiumsgespräch mit Sebastian Meschenmoser, Berlin und Thomas Scholz, St. Louis Freitag, 25. März 2022 09.30 Uhr Maren Conrad, Erlangen-Nürnberg und Franziska Trapp, Münster SchauSpielRisiko. Der Zirkus im Werk Michael Endes 10.15 Uhr Andre Kagelmann, Köln ‚It’s the economy, stupid!’ oder Jim Knopf und das Wirtschafts-Wunder 11.00 Uhr Kaffeepause 11.30 Uhr Iva Simurdić, Novi Sad Archetypische Bilder des männlichen und weiblichen in den Werken Michael Endes 12.15 Uhr Mittagspause 14.00 Uhr Christian Schneider, Osnabrück Michael Endes Mittelalter: Von der „Unendlichen Geschichte“ bis zu „Rodrigo Raubein“ 14.45 Uhr Hans-Edwin Friedrich, Kiel Die Poetik der „Unendlichen Geschichte“ 15.30 Uhr Kaffeepause 16.00 Uhr Anna Braun, Koblenz-Landau Fremdsüchtig – Identität und Alterität in Autorschaftsinszenierung, Poetik und Werk von Michael Ende 16.45 Uhr Thomas Boyken, Oldenburg Michael Endes synkretistische Poetik 17.30 Uhr Abschlussgespräch Forschungsreferat Telefon +49 (0) 7144 / 848-175 Telefax +49 (0) 7144 / 848-179 E-Mail forschung@dla-marbach.de

Sketches of Black Europe. Imagining Europe/ans in African and African Diasporic Narratives (Blankensee-Colloquium)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.03.2022
Beitrag von:
Georgia Lummert
Forschungsgebiete

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Postkoloniale Literaturtheorie, 

World Literature/Weltliteratur

, und 5 weitere

Erstellt am:
17.03.2022

Die literarischen Bilder und kreativen ›Aneignungen‹ von Europa und den Europäer*innen, die sich in literarischen Texten von Menschen aus Afrika oder der afrikanischen Diaspora finden, variieren stark. Sie unterscheiden sich in Bezug auf Geschlecht, Klasse, Religion, sexuelle Orientierung oder Art der Beziehung zu Europa ebenso wie in Hinblick auf die unterschiedlichen roots (afrikanisch, afroamerikanisch, afrokaribisch, afroeuropäisch, …), routes (mit dem Flugzeug oder als Bootsmigrant*in über das Mittelmeer) und europäischen Zielorte (Paris oder Lampedusa oder das schwedische Rinkeby) ihrer Verfasser*innen oder Protagonist*innen. Eine erste Reaktion auf diese Heterogenität könnte darin bestehen, die Kategorien ›afrikanisch‹, ›afrodiasporisch‹ und ›europäisch‹ als zu unspezifisch abzutun. Das Colloquium zielt jedoch darauf ab, die Vorteile wie auch Grenzen eines transnationalen, vergleichenden und inklusiven Rahmens für die Untersuchung Schwarzer literarischer Imaginationen Europas auszuloten: Erstens haben die in unterschiedlichen Sprachen und von Schwarzen Autor*innen verschiedener Herkünfte verfassten Texte gemeinsam, dass sie in ein komplexes Regime von Blicken eingebettet sind. Sie werden von den Autor*innen als Umkehrungen des (ehemals) kolonialen Blicks auf das (ehemals) kolonisierte Subjekt konzipiert oder aber durch ihre Leser*innen so wahrgenommen. Zweitens hat unsere transnationale Perspektive eine lange, aber vor allem in europäischen Forschungszusammenhängen nur wenig reflektierte Tradition. Panafrikanische und afrodiasporische Ansätze existieren seit dem frühen 20. Jahrhundert und haben ›inklusive‹ Begriffe wie »Black Atlantic« (Gilroy), »Afropea« (Byrne/Daulne) oder »world black literature« (Dixon) hervorgebracht. Das Potential dieser Begriffe besteht u.a. in ihrer Fähigkeit zur Artikulation geteilter Erfahrungen von Rassismus, ihrem Beitrag zur Stärkung des politischen Bewusstseins marginalisierter diasporischer Gemeinschaften, sowie ihrem Nutzen für die Sichtbarmachung des transkulturellen und intertextuellen Charakters afrikanischer und afrodiasporischer Kultur. Drittens gehen wir davon aus, dass sich der Fokus auf transnationale, Europa als Ganzes betreffende Aspekte als fruchtbarer Ausgangspunkt für den notwendigen, aber bisher vernachlässigten interdisziplinären Dialog zwischen dem neuen Feld der African European Studies und der europäischen Komparatistik erweisen wird. Diese beiden Forschungsdisziplinen können einander bei der wissenschaftlichen Untersuchung afrikanischer und afrodiasporischer Literatur mit Europa-Bezug produktiv ergänzen und gemeinsam eine Perspektive entwickeln, die die imaginativen und ästhetischen ebenso wie die politischen, sozialen und historischen Besonderheiten und Funktionen Schwarzer Literatur angemessen berücksichtigt. Das Colloquium findet unter Einhaltung der 2G+-Regelung am ZfL statt. Das Platzkontingent ist begrenzt, wir bitten um vorherige Anmeldung an anmeldung@zfl-berlin.org . Das Colloquium kann auch im Livestream via Zoom verfolgt werden. Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung hier . Gefördert durch das Wissenschaftskolleg zu Berlin . Programm Mittwoch, 23.3.2022 13.00–13.30 Eröffnung, Einführung 13.30–15.00 Transnational Literary Entanglements and the Legacies of Colonialism Moderation: Matthias Schwartz (ZfL) Gesine Drews-Sylla (Julius-Maximilians-Universität Würzburg): The Russian Empire Through African Eyes and the Palimpsest of Colonialisms: Silimu bin Abakari’s Travelogue to Germany, Russia, and Siberia (1896/1901) Margriet van der Waal (Universität Groningen): »A letter to Jan van Riebeeck«: Contemporary (Afrikaans) Poets in Conversation about Europe and the Legacies of Colonialism 15.30–17.00 Growing Up Black and Swedish/Czech: Narrating the Racial Regimes of Supposedly Raceless European Countries Moderation: Anne Potjans (HU Berlin) Dobrota Pucherova (Slowakische Akademie der Wissenschaften, Institut für Weltliteratur): Growing up Afro-Czech during the Cold War: Tomáš Zmeškal and Obonete S. Ubam Monica L. Miller (Barnard College): »On paper, we are parentheses into which someone else has placed us«: Black Swedish Memoir and the Rhizomatics of Race 17.30–19.00 »Laughing, Singing, Shouting« – Performing Black Agency in Diasporic Spaces Moderation: Martin Lüthe (FU Berlin) Uhuru Portia Phalafala (Universität Stellenbosch): Listening to Apartheid-Era Fugitive South African Black Arts in Sweden Nick Jones (University of California, Davis): Staging Habla de Negros: Radical Performances of the African Diaspora in Early Modern Spain Donnerstag, 24.3.2022 9.45–13.45 Stadtspaziergang »The African Quarter in Berlin« und Mittagessen im Restaurant »Salone Market« (Tourguide: Henning Marcard, Start: U6 Seestraße) 14.30–16.30 Reversing ›The Gaze‹, Reconstituting Knowledges and Space Moderation: Andreas Lipowsky (ZfL) Peter Simatei (Moi University): »The Prison from which Europeans Speak«: Sketches of Europe in Caryl Phillips’ Essays Gianna Zocco (ZfL): Of European Tribes and Strangers in the Village. Ethnographic Gazes and Intertextual Relations in African Diasporic Texts Jeannette Oholi (Justus-Liebig-Universität Gießen): Imagining Afropean Futures: A Comparative Literary Perspective 17.00–18.30 Transatlantic Connections: Historical Continuities and Personal Disruptions Moderation: Stefani Engelstein (ZfL/Duke University) Deborah Nyangulu (Universität Münster): From a Colonial Memoir to Avengers: Infinity War: Historical Continuities of Racial Anxieties and Ecological Apocalypse Laila Amine (University of Wisconsin-Madison): Between Cosmopolitan and Native Son: Richard Wright’s Return to Chicago Freitag, 25.3.2022 10.30–12.00 Migratory Routes to Western European Peripheries Moderation: Elisabeth Bekers (Vrije Universiteit Brussel) Alessandra di Maio (Universität Palermo): Migrations/Migrazioni: Lyrics and Images across the Black Mediterranean Sandra Folie (Universität Wien): The White Continent of Night. Re-Imagining Europe in the Fictional New Slave Narratives On Black Sisters’ Street and Joy 13.00–15.00 Runder Tisch: »Imagining Europe/ans? African and African Diasporic Perspectives« Moderation: Sandra Folie (Universität Wien), Gianna Zocco (ZfL) Deborah Nyangulu (Universität Münster): Europe: Under the African Gaze Elisabeth Bekers (Vrije Universiteit Brussel): Digging Out the Forgotten: Europe’s Black History in Contemporary Black British Women’s Literature Susan Arndt (Universität Bayreuth): The Longevity of Whiteness and Its Racism Peter Simatei (Moi University, Eldoret): Unsettling and Reconstituting ›European Knowledge‹ 15.00 Abschluss und Spaziergang zum W.E.B. Du Bois Denkmal an der Humboldt Universität Berlin

Epochenwenden und Epochenwandel


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
07.04.2022
Beitrag von:
Georgia Lummert
Forschungsgebiete

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

New Historicism, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

Erstellt am:
17.03.2022

Epochen sind das Ergebnis von Periodisierungstechniken, die der Selbst- oder Fremdbeschreibung dienen. Sie teilen den stetigen Zeitfluss in Zeiträume auf, denen jeweils so viel Homogenität zugesprochen werden kann, dass sie sich von anderen unterscheiden lassen. Sowohl die Geistes- als auch einige Naturwissenschaften (Geologie, Geographie, Biologie) organisieren ihr Material in solche großen Zeitabschnitte. Problematisch und interessant wird es stets an den Übergängen, wenn zwei Epochen (oder was man dafür hält) voneinander abzugrenzen oder zu verbinden sind. Dabei vollzogene Verschiebungen gehören zur historiographischen Dynamik und werden schließlich selbst Teil des historischen Materials. In den historisch-hermeneutischen Fächern ist der Epochenbegriff seit geraumer Zeit und mit Recht wegen seiner homogenisierenden und eurozentrischen Tendenzen kritisiert worden. Ob die gängig gewordenen Ersatzbildungen, wie beispielsweise ›lange‹ und ›kurze‹ Jahrhunderte, oder der Gebrauch des Plurals, etwa in der Formel von ›multiplen Modernen‹, die Probleme des Epochenbegriffs zu lösen vermögen, ist zu fragen. Dringenden Anlass, das zu tun, bietet die aktuelle Situation. Zwar war das Geschäft des ›Epochemachens‹ sogar im strengen Historismus alter Schule immer auch auf Nöte und Fragen der Gegenwart bezogen. Aber die Orientierung suchende oder anbietende Selbstverständigung über die eigene Epoche der Gegenwart – das Epochenbewusstsein der Zeitgenossenschaft – nimmt sich weiter reichende Lizenzen. So wird verständlich, wie schnell sich in der noch andauernden Pandemie die Rede von ›vor‹ und ›nach‹ Corona durchgesetzt hat. Das mag in vergleichbaren Krisensituationen ähnlich gewesen sein. Jetzt kommt der Umstand hinzu, dass diese Pandemie in die im Jahr 2000 aus der Taufe gehobene Epoche des Anthropozäns fällt und in der Folge auch die gerade für die Geisteswissenschaften seit Vico wichtige Unterscheidung zwischen historischen (Menschheits-)Epochen und solchen der Natur- bzw. Erdgeschichte durchlässiger geworden ist. Aber in der kurzen Zeit, die seit der Planung dieser Tagung vergangen ist, hat ein Angriffskrieg in Europa – dieser bekannteste und schlimmste Typus eines ›epochalen‹ Ereignisses – die Bedingungen verändert, unter denen wir nach Epochenwandel und Epochenwenden fragen. Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine ist nicht bloß von einer Epochen-, sondern allerorten von einer ›Zeitenwende‹ die Rede. Das Thema hat uns in der Gegenwart eingeholt und vielleicht schon überholt. Davon wollen und können wir nicht absehen, wenn wir nach der Funktion von Epochenwenden fragen. Programm Donnerstag, 7.4.2022 Zaal Andronikashvili, Eva Geulen, Georg Toepfer (ZfL): Einführung Sektion 1: ›Epochenwende‹ als zeitdiagnostisches Instrument im 21. Jahrhundert Moderation: Eva Geulen 15:00 Bettina Schlüter (Bonn): Im Novozän: Deepmind’s Epoche Erich Hörl (Lüneburg): Im Epochenlosen der Disruption: Bernard Stieglers Neubestimmung von Epochalität 17:30 Abendvortrag: Barbara Stollberg-Rilinger (Berlin): Kommen wir ohne die Moderne aus? Vorschläge für einen prozeduralen Epochenbegriff Freitag, 8. April 2022 Sektion 2: Epochenwende als Zäsur Moderation: Zaal Andronikashvili 9:30 Peter Wagner (Barcelona): Kritik, Krise und Problemverschiebungen. Wie bestimmen sich Transformationen der Moderne? Barbara Picht (ZfL): Epochendeutungen im Systemkonflikt. Perspektiven europäischer Geschichts- und Literaturwissenschaftler auf den Kalten Krieg 12:00 Lars Koch (Dresden): Chernobyl als Disruption Sektion 3: Formen und Figuren der Epochengliederung Moderation: Georg Toepfer 14:30 Ernst Müller (ZfL): Figuren der historiographischen Binnengliederung des 20. Jahrhunderts Barbara Mittler (Heidelberg): History-in-Common—Chronotypen, Epochen-Recycling und Weltgeschichte als geteiltes Erbe 17:00 Henning Trüper (ZfL): Epochenwenden und Kulturgeschichte des Moralischen Samstag, 9. April 2022 Sektion 4: Epochen-Recycling Moderation: Gianna Zocco 10:00 Valentin Groebner (Luzern): Retropie : Das Historische als Erlebnispark Maud Meyzaud (ZfL): Die andere Aufklärung in Europa. Al-Andalus und die Folgen Read less

Beschwerde führen: Systemkritik zwischen Engagement und Exzess


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
29.03.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literaturtheorie, 

Literatur und Soziologie

, und 4 weitere

Erstellt am:
14.03.2022

Tagung vom 29. bis 30. März 2022 am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Kooperation mit dem Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Konzeption und Organisation PD Dr. Rupert Gaderer (Ruhr-Universität Bochum) Prof. Dr. Juliane Prade-Weiss (Ludwig-Maximilians-Universität München) Anmeldung Die Tagung wird auf der Grundlage von pre-circulated papers durchgeführt, die mit einem Respondenzverfahren vorgestellt und im Anschluss diskutiert werden. Sie wird unter Pandemiebedingungen in einem Hybrid-Format veranstaltet. Es gelten die aktuellen Hygieneregeln. Im Fall einer Teilnahme bitten wir bis zum 25.3.2022 um Anmeldung unter Marian.Bornemann@ruhr-uni-bochum.de Programm Dienstag, 29.3.2022 10:00 – 10:30 Rupert Gaderer (Ruhr-Universität Bochum) / Juliane Prade-Weiss (Ludwig-Maximilians-Universität München): Beschweren – Engagement und Exzess Moderation: Jan Niklas Howe (Ludwig-Maximilians-Universität München) 10:30 – 11:30 Viktoria Tkaczyk (Humboldt-Universität zu Berlin): Die Technik und die Beschwerde: Geisteswissenschaftler:innen im Labor Respondenz: Burkhardt Wolf 11:30 – 12:00 Kaffeepause 12:00 – 13:00 Johannes Lehmann (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn): Sich beschweren/Sich erleichtern. Zu Affektdynamik und Diskurs gesellschaftlicher Lastenverteilung Respondenz: Juliane Prade-Weiss 13:00 – 14:00 Mittagspause Moderation: Stephan Kammer (Ludwig-Maximilians-Universität München) 14:00 – 15:00 Rupert Gaderer (Ruhr-Universität Bochum): Foren der Beschwerde. Zur populärästhetischen Gegenwart der Hassrede Respondenz: Johannes Lehmann 15:00-16:00 Davide Giuriato (Universität Zürich): Wortprojektile. Manifeste zwischen Text und Tat Respondenz: Viktoria Tkaczyk 16:00 – 16:30 Kaffeepause 16:30 – 17:30 Linda Waack (Universität Zürich): Laufende Beschwerde. Scorsese / Lebowitz in Pretend it’s a City Respondenz: Benjamin Lewis Robinson Mittwoch, 30.3.2022 Moderation: Annette Keck (Ludwig-Maximilians-Universität München) 09:00 – 10:00 Juliane Prade-Weiss (Ludwig-Maximilians-Universität München): Zur Beschwerde als Sprache des Ostens. Diskursgeographie, Populismus und Komplizenschaft Respondenz: Linda Waack 10:00 – 10:30 Kaffeepause 10:30 – 11:30 Burkhardt Wolf (Universität Wien): „Everyone complains about bureaucracy.“ Zur Beschwerlichkeit gegenwärtiger Verwaltungskritik Respondenz: Rupert Gaderer 11:30 – 12:30 Benjamin Lewis Robinson (Ludwig-Maximilians-Universität München): Disgrace: The Complaint Against Literature Respondenz: Davide Giuriato 12:30 – 13:00 Abschlussdiskussion

The Heritage of Humanism and Enlightenment in Exile Literature


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
24.03.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

Erstellt am:
11.03.2022

The Heritage of Humanism and Enlightenment in Exile Literature International Conference, Thursday 24 and Friday 25 March 2022 Maplethorpe Seminar Room, St Hugh’s College, Oxford OX2 6LE Organisers: Ritchie Robertson (Queens, Oxford), Arturo Larcati (Stefan Zweig Zentrum, Salzburg), Margit Dirscherl (LMU Munich), Tom Kuhn (St Hugh’s, Oxford) ‘The literature of German writers who fled into all countries of the world can most aptly be conceived of and described as a humanist front against the National Socialist Third Reich, despite all antagonisms and tensions in their own free realm’, wrote Walter A. Berendsohn, who is considered the founding father of the study of exile literature, in 1946. His conception of exile literature as ‘a self-contained period of German literary history’ may no longer be accepted in scholarship. Yet its premise, namely that writers were drawing on a certain set of shared values, remains broadly valid, no matter how varied the awareness and understanding of what is ‘humanist’ may have been. Our conference aims to illuminate the commonalities, differences, and nuances in the ways German-speaking exiled writers are committed to salvaging, upholding, and reinterpreting values that date back to – or are associated with – humanism and Enlightenment. To what extent do these values serve as a common heritage? In his biographical essay on Michel de Montaigne (1942), Stefan Zweig contrasts barbarism with the spiritual and intellectual freedom of the individual. He invokes a shared history, reclaiming the ideals of the Enlightenment, yet how these can be preserved for future generations remains unanswered – this applies not only to Zweig, but also his contemporaries. Contributions address the extent to which humanism and Enlightenment serve as orientation for exiled writers; identify traditions and representatives of intellectual life that are invoked in support; explore literary utopias developed in literature which are modelled on the ideas and ideals of humanism and Enlightenment; evaluate the limits of these ideas and ideals as well as their ‘dialectics’; consider the function of mythological and historical narratives, and the role of biographies of iconic figures; and last but not least, examine the relevance of humanism and Enlightenment to the question of how literature can, or should, exercise political influence in, and from, exile. Programme THURSDAY, 24/3/2022 9.30 Welcome note by Waltraud Dennhardt-Herzog, and introduction 9.50 Keynote 1: Jeremy Adler: ‚Who will write our history?‘ The Defence of Civilised Values in Exile, the Ghettos and the Camps 10.30 tea & coffee 11.00 Steffan Davies (Bristol): ‚Der Wille zum wirklich Wahren‘: Language and Reality in Heinrich Mann’s Henri Quatre 11.40 Sven Hanuschek (Munich): Komik und Humanität? Heinrich Manns Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen 12.30 lunch 14.30 Karolina Watroba (Oxford): A Different Humanism, A Different Exile: Kurban Said’s Das Mädchen vom Goldenen Horn (1938) 15.10 Ritchie Robertson (Oxford): Humanism versus Primitivism in the Exile Fiction of Arnold Zweig 15.50 tea & coffee 16.20 Arturo Larcati (Salzburg): Das Erbe der Aufklärung und des Humanismus bei Stefan Zweig 17.00 Horatio Morpurgo (Bridport): Unseasonably Speaking short break 18.00 Keynote 2: Daniela Strigl (Vienna): Der Beruf des Dichters in Zeiten des Faschismus. Theodor Kramers humanistische Antwort auf das Inhumane 19.00 conference dinner FRIDAY, 25/3/2022 9.30 Keynote 3: Robert Vilain (Oxford): John Landless on the Hudson: Humanism, Humanity, and the German Exile Community in New York 10.10 Werner Michler (Salzburg): Geschichtskonstruktionen und Erbe-Konstellationen der Literaturtheorie im Exil 10.50 Margit Dirscherl (Munich): ‚Karges Dasein‘ and ‚wahre Humanität‘: Walter Benjamin’s Deutsche Menschen 11.30 concluding discussion The programme is also available here . Please register by 20/3 via email to margit.dirscherl@lmu.de Generously supported by: Modern Humanities Research Association, Stefan Zweig Zentrum Salzburg, Münchener Universitätsgesellschaft, Austrian Cultural Forum London. stefan-zweig-zentrum.at/de/das-zentrum/veranstaltungen/konferenz-in-oxford/

Gesture, Abstraction and Embodied Simulation in Poetic Language


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
18.03.2022
Beitrag von:
Víctor Bermúdez
Forschungsgebiete

Poetik

Erstellt am:
08.03.2022

Abstract: The presentation examines the relation of embodied simulation with processes of self-awareness, consciousness and recognition within the phenomena of ‘literary identification’. I will study embodied images focusing on the verbal description of bodily interactions and gestures that are the experiential basis of such embodied images —that is, mental representations of the body and its interaction with the surroundings, and in which speech is grounded. Guillemette Bolens has fruitfully and extensively investigated this topic ( The Style of Gestures , 2012; Kinesic Humor , 2021). My presentation, however, will focus on two (maximum four) poems.The main argument consists of assuming that the creative act is related to the representation of a subject’s movement and the subsequent identification of the self. Mental imagery of action, self-recognition, consciousness of actions, and imitation can be investigated by implementing models of action representation. However, the broader result of this study will be to try to provide literary evidence on imagined actions as a prototypical form of action representation. In the poetry by Maillard, the identification of specific percepts suggests that self-awareness constitutes a part of insinuated interactions —actions that appear incomplete or merely expected, and actions through which the lyric becomes aware of its own body and environment. Within a poem, such mental contents require a protagonist. A self around which the action is organized and extended towards others. And because there is action in a poem we don’t only find images but also movement. Making moving possible is one of the fundamental functions of the brain. Thus, this presentation is ultimately about the representation of the self in poetry by means of the notion of ‘proprioception’ in order to explore the expressions of self-consciousness in poetic texts. By observing body behavior in literary language, I will explore embodied cognition and self-awareness, underlining what the poetic representations of actions can tell us about the self. The analysis of the role of lyric actions in the construction of the self shall demonstrate how subjects become aware of their own movements, while they simultaneously describe the “lyric you” in terms of potential movements that do not belong to the first person. Expected and suggested actions are part of what multiplies the potential simulations. Consequently, we should also address self-awareness in terms of the tension between gesture and intention in poetry. This is a relevant material for imagination research because the perception of the self-motion in the lyric I illustrates how we build the expectation of the others’ action, and how the actions of others are conceived , simulated or understood by the subject. Speaker: Víctor Bermúdez , Postdoctoral Research, Department of Literary Theory and Comparative Literature, University of Salamanca. 2022-03-18 . 1600 UTC . Click here for your time zone . Zoom workshop . One hour. Twenty-minute presentation by speaker, followed by questions and answers. For the zoom link, subscribe to our listserv or write to info@myrifield.org .

Transmediale und interdisziplinäre Analysen des Traums und Träumens in Kinder- und Jugendmedien


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
11.04.2022
Beitrag von:
Iris Schäfer
Forschungsgebiete

Nordeuropäische Literatur (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland), 

Literatur der Benelux-Länder, 

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz

, und 21 weitere

Erstellt am:
07.03.2022

In dieser Ringvorlesung werden Expert*innen verschiedener literatur- und medienwissenschaftlicher Disziplinen kritische Einsichten in kulturelle, historische, medienspezifische, ästhetische und theoretische Charakteristiken der Phänomene des Traums und Träumens in Kinder- und Jugendmedien vermitteln. Im Fokus der ersten Vorträge stehen internationale Perspektiven auf die Darstellung des Träumens in Kinder- und Jugendmedien. Anschließend werden medien- und genrespezifische Besonderheiten der Akzentuierung des Motivkomplexes anhand von lyrischen Texten für kindliche Lesende, Bilderbüchern, Kindercomics, Graphic Novels, aber auch Kinder- u. Jugendfilmen, dem Kindertheater, der Jugendliteratur und dem Computerspiel in den Blick genommen. Am Beispiel der medienspezifischen Inszenierung des Onirischen werden u. a. intergenerationelle Ordnungen, genderspezifische Differenzkategorien und psychologische Dispositionen sichtbar. Der finale Beitrag schließt den Bogen mit einer Analyse der in kinder- und jugendliterarischen Traumerzählungen prominenten Figur des Sandmanns, dessen Transformation in unterschiedlichen Epochen und Medien reflektiert wird. Programm: 11. April 2022 Maries und Alices Nachfahren – Zum Motiv der Traumreise in der Deutschen und Englischen Kinder- und Jugendliteratur Iris Schäfer (Frankfurt/Main) 25. April 2022 Encounters of a Dreamy Kind: Dreams as Spaces for Intergenerational Play and Healing in Dutch Children’s Literature Vanessa Joosen (Antwerpen) 2. Mai 2022 Hans Christian Andersens Träume Frederike Felcht (Frankfurt/Main) 9. Mai 2022 Wie der Pferdeschweif zum Kometen flog. Traumbilder und Sprachspiele im modernen Kindergedicht Uwe-Michael Gutzschhahn (München) 16. Mai 2022 Auf Dantes Spuren – Traumklassiker in europäischen Bilderbüchern Sophia Mehrbrey (Saarbrücken) 23. Mai 2022 Kinder|Träumen|Bilder|Realität. Über träumerische Konstellationen in Kindercomics Felix Giesa (Frankfurt/Main) 30. Mai 2022 Königswege zum Unbewussten: Psychoanalyse und Traum in der Graphic Novel Maren Scheurer (Frankfurt/Main) 13. Juni 2022 „Es ist ein Papiertraum“ – Traum, Geschlecht und Ermächtigung in der aktuellen Jugendliteratur Manuela Kalbermatten (Frankfurt/Main) 20. Juni 2022 Tanz auf dem Möbiusband. Die Inszenierung von Traumwelten im Kinder- und Jugendfilm Christine Lötscher (Zürich) 27. Juni 2022 Dramaturgie des Traums in der Dramatik des Theaters für junges Publikum Gerd Taube (Frankfurt/Main) 4. Juli 2022 „True Heroes Dream in 3D!“ – Traumdarstellungen im Computerspiel Adrian Froschauer (Saarbrücken) 11. Juli 2022 Dämon, Kinderschreck und Wunscherfüller: Die Figur des Sandmanns von der Antike bis in die Gegenwart Julia Boog-Kaminski (Wien) Die Vorträge finden jeweils zwischen 18:15 und 19:45 Uhr am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im IG-Farben-Haus, Raum: 411 statt. Die Vorträge werden auch über Zoom gestreamt. Den Link für die virtuelle Teilnahme erhalten Sie auf Anfrage per eMail: i.schaefer@em.uni-frankfurt.de Gefördert vom ProPostDoc-Programm des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften sowie dem Freundeskreis des Instituts für Jugendbuchforschung. Veranstalterin: Iris Schäfer, Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt/Main

Modern Language Associations (MLA) Annual Convention 2023, San Francisco


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
05.01.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Erstellt am:
07.03.2022

The 2023 MLA Annual Convention will be held from 5 to 8 January in San Francisco. The presidential theme is Working Conditions . We look forward to meeting in person, and we hope you’ll join us! Session Information Sessions will take place either in person or online. Sessions are organized by members; nonmembers are welcome to attend. Session copy forms will be available in mid-March; completed forms must be submitted by 1 April. 2023 Presidential Theme: Working Conditions Innovative Session Formats Planning a Convention Session Proposing a Special Session Calls for Papers General Information Convention registration is required to participate in or attend meetings in-person or online, visit the exhibit hall, use the Career Center, or reserve hotel rooms at special MLA rates. Access Guidelines for MLA Convention Session Organizers and Presenters Appropriate Conduct at the MLA Annual Convention Convention Participant FAQs Exhibit Hall Convention Calendar Future Conventions Are you interested in exhibiting or sponsorship ? Find out about the MLA exhibit hall and other opportunities for reaching MLA members. 2023 Presidential Theme: Working Conditions Christopher Newfield, the 2022–23 president of the MLA, has chosen Working Conditions as the presidential theme for the 2023 MLA Annual Conven­tion in San Francisco. The diverse teaching and research of MLA members are better than ever. Our working conditions are not. The presidential theme of the 2023 convention asks us to reflect on what our teaching and research tell us about transforming our working conditions so that they do not hold us back as they do now and instead help us do what we need and want to do. This theme—Working Conditions—asks us to consider questions like these: What are the intolerable conditions under which we work? What are the new conditions we need? What new conditions are emerging from literary thought and research? What new conditions are emerging from our teaching, mentoring, grading, advising, and administering? How can we use our established and evolving expertise to reconstruct our profession for the sake of our everyday labor—and for the transformative things we each envision? Our work already strives to understand the world in new terms. Literary study uncovers interior visions for another life, for liberation and justice, and for enabling forces not subject to the limits of existing reality. Literary and cultural theory identify transformative methods of counteranalysis. The study of languages, rhetoric, and composition theory builds powers of interpretation and radical rewriting that are relevant to texts and institutions alike. All our activities engender the production of culture and cultural knowledge. The presidential theme encourages members to consider their existing work in the context of conditions that enable or interfere with it and to explore the transformations of those conditions that our work implies. Our profession needs new working conditions. We already know many of these. Teaching positions should be stable, tenurable, and properly paid: the trend toward precarity must be reversed. Our research needs much better and broader funding; research opportunities must be made available to instructors at all types of colleges, particularly access-oriented and minority-serving institutions. The role of racism in structuring the life of our profession must be stamped out. Humanities departments need real influence over university decision-making; they need resources to affect public understanding of the many areas on which we have distinctive expertise. We need international networks that engage with scholars around the world, particularly in the global South. In short, we have done superb analyses of literature and languages in crisis. This theme invites us to extend and intensify that work and also to use our knowledge to think through the reconstruction of the profession, its institutions, and its wider environment. In her novel Their Eyes Were Watching God, Zora Neale Hurston wrote, “There are years that ask questions, and years that answer.” Perhaps we can make 2022 a year that answers. Visit the MLA website to post a call for papers for the 2023 convention. Except where indicated otherwise, the deadline is the close of business on the date listed. For specific information, please consult the procedures . Meetings and Events Please address all correspondence concerning sessions to the appropriate person below. Forums (formerly divisions and discussion groups): forums@mla.org Special sessions: Stacey Courtney, scourtney@mla.org Plenaries and MLA committees: Karin Bagnall, kbagnall@mla.org Allied organizations: Deirdre Henry, dhenry@mla.org

Romantic Philologies, hybrid conference at Brown University


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
11.03.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literaturtheorie, 

Literatur und Philosophie

, und 2 weitere

Erstellt am:
07.03.2022

Friday, 3/11/2022 – Saturday, 3/12/2022 Pembroke Hall 305 at Brown University or via Zoom How might the study of Romanticism benefit from the renewed interest in philological practices and reflections? And conversely: what do scholars of Romanticism bring to the table in the broader debates around philology and the humanities? We invite you to join us for our conference, which brings together Brown faculty and leading international scholars working on the relationship between philology, literature, and philosophy in the Romantic period and its reception. The conference will be held as a hybrid event with both an in-person and a Zoom audience. For virtual attendance, please register at forms.gle/sKki8zvRGRYoUtdA6 . No registration required for in-person attendance. Keynote Lecture by Samuel Weber (Northwestern University): “Philological Enjoyment: zu gleich” Saturday 3/12, 11 a.m. (by Zoom) Papers by: Christian Benne ▪ University of Copenhagen Susan Bernstein ▪ Brown University Felix Christen ▪ Queen Mary University of London Christiane Frey ▪ Johns Hopkins / RWTH Aachen Daniel Hoffman-Schwartz ▪ Princeton University William Keach ▪ Brown University David Martyn ▪ Macalester College Brian McGrath ▪ Clemson University Kevin McLaughlin ▪ Brown University Maud Meyzaud ▪ Leibniz Center for Literary & Cultural Research Kristina Mendicino ▪ Brown University Zachary Sng ▪ Brown University Full schedule available at: events.brown.edu/german/event/222038 FRIDAY, MARCH 11 th 9:00 – 9:30: Breakfast, Welcome Address by Marc Redfield 9:30 – 11:30 Susan Bernstein (Brown), “Reading, Philology (Schlegel, Hamacher, de Man)” Christian Benne (U. of Copenhagen), “Lessing/Schlegel: On the Politics of Philology” 11:30 – 12:45: Lunch Break 12:45 – 2:45 Christiane Frey (JHU/RWTH Aachen), “Philological Ellipses: Friedrich Schlegel, Rahel Varnhagen” Maud Meyzaud (ZfL, Berlin), “Chanting Letters. Hardenberg’s Theory of Prose” 3:00 – 5:00 Brian McGrath (Clemson U.), “Hedging” Felix Christen (Queen Mary U. of London), “Diaphilology: Poetry, Dialogue, and the Romantic Grounds of Language in Friedrich Schlegel and Dorothea Veit” 5:15 – 6:15 Zachary Sng (Brown) & William Keach (Brown), “Love Language: On Schlegel and Shelley” 7:00 Conference Dinner SATURDAY, MARCH 12 th 8:30 – 9:00 Breakfast 9:00 – 11:00 Daniel Hoffman-Schwartz (Princeton U.), “Friedrich Gentz’s Un-Empfindlichkeit: Philology, Translation, Critique” David Martyn (Macalester College), “Grimm’s Metalangual Philology” 11:00 – 12:30 Samuel Weber, “Philological Enjoyment: zu gleich” 12:30 – 1:45 Lunch Break 1:45 – 3:45 Kristina Mendicino (Brown), “To Wit: Jean Paul’s Novel Philology” Kevin McLaughlin (Brown), “Philological Reflection: Benjamin on Schlegel and Hölderlin” Co-organizing Committee Kristina Mendicino (German Studies), Marc Redfield (English, Comparative Literature), Zachary Sng (German Studies, Comparative Literature) Contact German_Studies@Brown.edu if you have questions