Forschungswerkstatt »Fontanes Fragmente«


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
09.06.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur des 19. Jahrhunderts

Erstellt am:
23.05.2022

Theodor-Fontane-Archiv Potsdam | Universität Potsdam Obwohl mit der zweibändigen Publikation der »Fragmente« (hrsg. von Christine Hehle und Hanna Delf von Wolzogen, Berlin: de Gruyter 2016) die bisher umfangreichste Edition von Entwürfen, Notizen und Projektskizzen zu Erzähltexten und Essays aus Theodor Fontanes Nachlass vorliegt, sind die Forschungspotenziale, die diese ›unvollendeten‹ Texte bergen, bislang lediglich in Ansätzen ausgeschöpft. Um die Möglichkeiten dieses Textkorpus für die Fontane-Forschung auszuloten, findet am 10. Juni 2022 am Theodor-Fontane-Archiv | Universität Potsdam eine gemeinsam mit der Theodor Fontane Gesellschaft veranstaltete Forschungswerkstatt statt, in der kleinere und größere Arbeitsvorhaben vorgestellt und diskutiert werden. Die Ergebnisse des Workshops werden in einem Themenschwerpunkt der wissenschaftlichen Zeitschrift »Fontane Blätter« publiziert. Am Vorabend der Forschungswerkstatt lädt das Theodor-Fontane-Archiv zu einer öffentlichen Abendveranstaltung mit Thomas von Steinaecker ein, der mit »Ende offen« (Fischer 2021) jüngst ein – so der Untertitel – »Buch der gescheiterten Kunstwerke« vorgelegt hat. Ort: Theodor-Fontane-Archiv | Universität Potsdam Große Weinmeisterstr. 46/47 14469 Potsdam Anfahrt: www.fontanearchiv.de/service/anfahrt Programm Donnerstag, 9. Juni 2022 19:00 Uhr | Abendveranstaltung zur Eröffnung des Workshops Thomas von Steinaecker: Ende offen Freitag, 10. Juni 2022 9:00 Uhr Matthias Grüne (Wuppertal): Wer erzählt? Experimente mit der Erzählstimme oder: Warum Fontane nie einen Briefroman schrieb 10:00 Uhr Natalia Igl (Oslo): Fontanes Impressionen und Essays: Vom Bild zur Bewegtheit, vom Fragment zum Flow 11:00 Uhr Henny Sluyther-Gäthje, Daniil Skorinkin, Peer Trilcke (Potsdam): Vermessung des Unvollendeten. Stilometrische Experimente zu Fontanes Fragmenten 13:00 Uhr Hugo Aust (Köln): »Was wird er damit machen?« Mutmaßungen über Fontanes »L’Impératrice oder Die rothe Maus« 14:00 Uhr Christine Hehle (Wien): Zum Erzählfragment »Wiedergefunden« 15:00 Uhr Mike Rottmann (Halle): Ambivalenz und Artikulationsdruck: Fontanes fragmentarischer Versuche über Gesellschaft und Judentum 16:00 Uhr Sophia Wege (Halle): Zum Wiesike-Windel-Schopenhauer-Kant-Komplex in Fontanes Fragmenten Anmeldung und weitere Informationen Für den Besuch der Forschungswerkstatt bzw der Abendveranstaltung mit Thomas von Steinaecker bitten wir um Anmeldungen (E-Mail an fontanearchiv@uni-potsdam.de ) bis spätestens zum 3. Juni (Werkstatt) bzw. 8. Juni Vortrag). Die Plätze für die Teilnahme an der Forschungswerkstatt sind begrenzt. Weitere Informationen: www.fontanearchiv.de/veranstaltung/2022/06/9/fontanes-fragmente Kontakt Theodor-Fontane-Archiv | Universität Potsdam Große Weinmeisterstr. 46/47 14469 Potsdam Tel. 0331 201396 E-Mail: fontanearchiv@uni-potsdam.de Web: www.fontanearchiv.de

Peter Handke Notizbücher. Digitale Edition


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.05.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Textgeschichte, Editionstechnik, Handschriftenkunde, 

Digital Humanities, 

Literatur des 20. Jahrhunderts

, und 1 weitere

Erstellt am:
20.05.2022

Die Notizbücher des Literaturnobelpreisträgers Peter Handke bilden einen größtenteils noch unveröffentlichten Werkkomplex. Der Autor hielt ab den 1970er Jahren täglich zu Hause oder auf Reisen fest, was ihm wichtig erschien: Träume, Gedanken und Wahrnehmungen ebenso wie Zitate aus Lektüren oder Einfälle zu eigenen Werken. Diese einzigartigen Dokumente befinden sich im DLA Marbach und im Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Im Rahmen eines dreijährigen Kooperationsprojekts wird ein erster Teil der Notizbücher digital ediert. Das Team des Projekts Peter Handke Notizbücher. Digitale Edition stellt in diesem Workshop den Prototypen der elektronischen Ausgabe von Peter Handkes Notizbüchern vor, der die ersten beiden fertig edierten Notizbücher enthält, erläutert die Publikationsplattform und ihre Funktionalitäten. Ausgewählte Expert/-innen aus dem Bereich der (digitalen) Editorik und der Handke-Forschung kommentieren den Prototypen und diskutieren Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Das interessierte Fachpublikum aus den Bereichen des Archivs, der Editions- und Literaturwissenschaft sowie der digital humanities ist herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und eigene Perspektiven einzubringen. 14.00 Uhr Ulrich von Bülow, Marbach; Bernhard Fetz, Wien Begrüßung und thematische Einführung 14.15 Uhr Vanessa Hannesschläger Vorstellung des Projekts und des Prototypen Im Folgenden sollen einzelne Aspekte des Prototypen detaillierter präsentiert und ausführlich mit den eingeladenen Gästen diskutiert werden. Gesamtmoderation: Vanessa Hannesschläger 15.00 Uhr Johanna Eigner Aspekt 1: Textkonstitution (Lesefassung; diplomatische Umschrift; Verhältnis der beiden zueinander) 16.00 Uhr Kaffeepause 16.30 Uhr Besichtigung der Notizbücher von Peter Handke in den Magazinen des DLA 17.00 Uhr Martina Bürgermeister Aspekt 2: Inhaltliche Erschließung (Auszeichnung, Index; Kommentare; Einleitungen) 19.00 Uhr Gemeinsames Abendessen der Referent/-innen Freitag, 24. Juni 2022 09.30 Uhr Christoph Steindl Aspekt 3: Benutzungsfreundlichkeit (Navigation; Design) 11.00 Uhr Kaffeepause 11.30 Uhr Abschlussdiskussion und nächste Schritte 13.00 Uhr Ende des Workshops Zugang zum Prototypen edition.onb.ac.at/fedora/objects/context:hnb-overview/methods/sdef:Context/get Kontakt Ulrich von Bülow – Deutsches Literaturarchiv Marbach – E-Mail: ulrich.von.buelow@dla-marbach.de Sekretariat: Birgit Wollgarten – Tel.: 07144 – 848 – 175 – E-Mail: forschung@dla-marbach.de

Tagung „GegenRomantik“ des DFG-Graduiertenkollegs „Modell Romantik. Variation – Reichweite – Aktualität“ (Friedrich-Schiller-Universität Jena)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
06.07.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literatur und andere Künste, 

Literatur und Philosophie

, und 4 weitere

Erstellt am:
20.05.2022

Tagung „ Gegen Romantik“ des DFG-Graduiertenkollegs „Modell Romantik. Variation – Reichweite – Aktualität“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena 6./7./8. Juli 2022 Normannenhaus, Forstweg 12, 07745 Jena Das Graduiertenkolleg hat in zwei Förderphasen ermittelt, in welcher Weise die Romantik über ihren historischen Ursprung hinauswirkt und bis heute Formen der Weltdeutung, verschiedene Lebensvollzüge, Selbstreflexion und ästhetische Gestaltung anleitet. Die Versuche, Merkmale und Eigenschaften zu benennen, die als ‚romantisch‘ tradiert wurden, die Analyse von Modellen von Romantik, die sich vom 19. bis zum 21. Jahrhundert etabliert haben, basiert auf der Annahme, Romantik liefere Antworten auf spezifische Problemstellungen der Moderne. Die Tagung wird komplementär zur bisherigen Arbeit des Kollegs die Gegenspieler der Romantik in den Blick nehmen und sich mit der Romantik als Streitfall beschäftigen. Es interessieren nun diejenigen, die romantische Antworten auf die mit den Umbrüchen des 18. Jahrhunderts virulent gewordenen Probleme abweisen. Wir wollen wissen, wie und mit welchen Gründen Romantik kritisiert wurde – inwiefern gerade zeitgenössische Fortführungen romantischer Muster als unzulänglich oder unpraktikabel wahrgenommen werden. In welchem Verhältnis steht Romantik, stehen ihre Nachfolger zu Gegenmodellen? In den Fokus treten also Positionen, die sich bewusst als nicht-romantisch verstehen, und daraus resultierend: Debatten, Kontroversen und Konfliktlinien. Als Untersuchungszeitraum setzen wir 1800 bis zur Gegenwart an, um die historische Dimension und gegenwärtige Diskurse zu verbinden, und wenden uns verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen in verschiedenen Sektionen zu: der Polemik in der Publizistik der Gegenwart, dem Spannungsfeld von Romantik und Liberalismus, demjenigen von romantisch inspirierter Naturphilosophie und empirischer Wissenschaft. Zuletzt geht es um die Frage nach dem Gegensatz von Romantik und Realismus in der Kunst und Literatur. Programm 06. Juli 2022 14.00 Uhr: PD Dr. Sandra Kerschbaumer (Friedrich-Schiller-Universität Jena): Einführung 14.20 Uhr: Prof. Dr. Stefan Matuschek (Friedrich-Schiller-Universität Jena): „Der Romantik-Popanz. Ein Wiedergänger“ PAUSE 15.30 Uhr: Dr. Annika Bartsch (Friedrich-Schiller-Universität Jena): „Romantik als Beschreibungs- und Bewertungskategorie in der gegenwärtigen Literaturkritik“ 16.30 Uhr: Beate Tröger (Literaturkritikerin, Frankfurt am Main): Maren Kames Gedichtband „Luna Luna“ als Exempel (Moderation: Prof. Dr. Stefan Matuschek und PD Dr. Sandra Kerschbaumer) 19.00 Uhr: Gemeinsames Abendessen 7. Juli 2022 9.00 Uhr: Prof. Dr. Alexander Schmidt (Vanderbilt University): „Von Adam Müller bis Wilhelm Dilthey: Romantik und Konservatismus im deutschen politischen Denken des 19. Jahrhunderts“ PAUSE 10.15 Uhr: Prof. Dr. Andrea Albrecht und Dr. Kristina Mateescu (Universität Heidelberg): Romantische und gegenromantische Weltanschauung. Alfred von Martin im Kontext der NS-Kritik 11.15 Uhr: PD Dr. Christoph Henning (Universität Erfurt): „Romantische und antiromantische Kapitalismuskritik in der ökologischen Bewegung“ (Moderation PD Dr. Matthias Löwe und Prof. Dr. Tilman Reitz) 12.15 Uhr: Buffet und Spaziergang 14.00 Uhr: Prof. Dr. Staffan Müller-Wille (University of Cambridge): „Fragment und System. Konfliktlinien in der Naturgeschichte um 1800 15.00 Uhr: Christian Schwägerl (Wissenschaftsjournalist, Berlin): “Berührte Natur: Das Anthropozän zwischen wissenschaftlicher Diagnose und inniger Weltbeziehung” PAUSE 16.15 Uhr: PD Dr. Anne Dippel (Friedrich-Schiller-Universität Jena): Fallen auf der Spur. Wie Physiker:innen sich die Welt erzählen, ethnographisch betrachtet“ (Moderation: Prof. Dr. Caroline Rosenthal) 19.00 Uhr: Öffentliches Abendprogramm: Lesung von Maren Kames Lyrikgespräch mit Tabea Lamberti und Andrin Albrecht 8. Juli 2022 9.00 Uhr: Felix Schallenberg (Friedrich-Schiller-Universität Jena): „Romantik und Realismus als Dichotomie? Literarhistorische Korrekturen bei Theodor Storm“ 10.00 Uhr: Prof. Dr. Stefan Tetzlaff (Georg-August-Universität Göttingen): „Wie echt sind Zeichen? Sem-Ontologie und semiotischer Wandel von der Romantik zum Realismus“ PAUSE 12.00 Uhr: Prof. Dr. Ségolène Le Men (Université Paris Nanterre): Zum Verhältnis von Romantik und Realismus (mit Fokus auf Gustave Courbet) 13.00 Uhr: Prof. Dr. Michael F. Zimmermann (Katholische Universität Eichstätt): „Baudelaire, Courbet und Manet: Freundschaftliche Missverständnisse und der lange Schatten der Romantik“ (Moderation: Prof. Dr. Johannes Grave und Prof. Dr. Dirk von Petersdorff) Begleitend zur Tagung: Summerschool vom 03. Juli – 10. Juli 2022

Colloque international „Présences du sacré dans le symbolisme français et belge“


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
24.05.2022
Beitrag von:
Christoph Groß
Forschungsgebiete

Literatur der Benelux-Länder, 

Französische Literatur, 

Literatur und andere Künste

, und 3 weitere

Erstellt am:
19.05.2022

« Toute chose sacrée et qui veut demeurer sacrée, s’enveloppe de mystère. Les religions se retranchent à l’abri d’arcanes dévoilés au seul prédestiné : l’art a les siens » – Stéphane Mallarmé, Hérésies artistiques . Dans le contexte d’un intérêt continu et grandissant pour l’étude des rapports entre la religion et les arts vers la fin du XIXe siècle, ce colloque a pour objectif d’interroger les présences du sacré dans la littérature symboliste. Il s’agira, particulièrement pour la poésie symboliste française et belge, de proposer un inventaire critique des éléments poétiques et poétologiques constitutifs de son imaginaire culturel et spécifique du sacré. Il s’agira également de définir de nouvelles approches littéraires tout en les replaçant dans leur contexte historique et culturel. Dans cette optique, il s’agira aussi plus généralement de réinterroger les formes discursives apparues entre 1880 et 1910 concomitamment aux idées guidées par le positivisme et la sécularisation au détriment du rayonnement culturel des institutions religieuses, alors que, justement, la littérature portait une attention tout particulière aux thèmes et motifs religieux. Le concept du « sacre du poète », que Paul Bénichou associa au mouvement romantique, semble connaître une nouvelle actualité pour le mouvement symboliste. Parallèlement, ce concept s’est aussi délesté du poids de ses attributs romantiques propres et semble prendre une connotation moins tangible, plus intime et plus mystique. Ce n’est pas incidemment que Jean Moréas nota, dans son Manifeste du symbolisme , que les racines de ce mouvement remontaient bien avant le romantisme et étaient plutôt à rechercher chez les mystiques du Moyen Âge. D’un côté, le mouvement symboliste prend donc ses distances avec le culte parnassien d’une beauté d’inspiration antique et païenne en mettant en avant des motifs chrétiens et médiévaux. De l’autre, il contribue aussi à cette même « religion de la beauté » (T. Gautier) en y associant les tendances artistiques et religieuses de son temps. Il contribue ainsi aussi à ce que Wolfgang Braungart définit comme un « catholicisme esthétique » : des Liturgies intimes de Verlaine aux Offices de Mallarmé en passant par la réception maeterlinckienne de Ruysbroek et la fraternité de la Rose-Croix autour de Joséphin Péladan, ces auteurs proposèrent un véritable dialogue intime avec le sacré qui contribue justement à définir la poésie symboliste. Ainsi, ces catégories, motifs et expériences litérarisées entremêlent sacré et esthétique et conduisent à une résemantisation de l’art comme pratique à la fois artistique et religieuse qui fait justement du symbolisme un moment unique et marquant de l’histoire littéraire moderne. Présences du sacré dans le symbolisme français et belge Internationale Tagung an der Ruhr Universität Bochum Gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung 24.–25. Mai 2022 im Tagungszentrum Beckmanns Hof (Ruhr Universität Bochum) Organisation: Susanne A. Friede | Christoph Groß Ansprechpartner: christoph.gross@rub.de Programm: www.ruhr-uni-bochum.de/lehrstuhl-franz-lit/formulare/Programme.pdf Plakat: www.ruhr-uni-bochum.de/lehrstuhl-franz-lit/formulare/Annonce.pdf Mardi, le 24 mai 09.30–10.00 Susanne A. Friede | Christoph Groß Ouverture du colloque 10.00–10.45 Bertrand Marchal (Paris Sorbonne) Littérature et religion au temps du symbolisme : le cas Mallarmé 10.45–11.15 Pause-café 11.15–12.00 Thierry Roger (Rouen) Le bois sacré : réflexions sur les sources « naturelles » de la religion de Mallarmé 12.00–12.45 Cem Kömürcü (Bonn) L’absolu : sur la poésie philosophique de Mallarmé 12.45–14.30 Déjeuner 14.30–15.15 Susanne Friede (Bochum) L’obscur et l’hermétisme : observations à travers les genres maeterlinckiens 15.15–16.00 Philip Feldhordt (Essen) Le plein-chant et les dissonances mystiques : symboles musicaux dans l’œuvre de Charles Tournemire 16.00–16.30 Pause-café 16.30–17.15 Paul Aron (Bruxelles) Le mystère dans les Contes de Van Lerberghe 17.15–18.00 David Nelting (Bochum) Présence du sacré et excitation ‘névropathique’ dans Bruges-la-Morte Mercredi, le 25 mai 09.00–09.45 Andreas Kablitz (Cologne) Richard Wagner et Stéphane Mallarmé 9.45–10.30 Jean-Nicolas Illouz (Paris 8) Mallarmé, Gaugin : « tant de mystère dans tant d’éclat » 10.30–11.00 Pause-café 11.00–11.45 Kerstin Thomas (Stuttgart) Suggestion et sacralité chez Puvis de Chavannes 11.45–12.30 Johan De Smet (Gand) « tel un tailleur de pierre du moyen-âge dont il continue la lignée » : les motifs artistiques de la fin du Moyen Âge dans l’œuvre de George Minne dans une perspective contemporaine 12.30–14.00 Déjeuner 14.00–14.45 Nella Arambasin (Dijon) « Les mystiques de l’art » : variations esthétiques sur le désenchantement du monde 14.45–15.30 Christoph Groß (Bochum) Intériorité et sens spirituels chez Maurice Maeterlinck : des Visions typhoïdes aux Serres chaudes 15.30–15.45 Pause-café 15.45–16.30 Michela Gardini (Bergame) L’imaginaire catholique dans l’œuvre de Joséphin Péladan 16.30–17.15 Henning Hufnagel (Zurich) Crime et ornement. Suggestions de sacralité dans Le Martyre de saint Sébastien de Gabriele D’Annunzio 17.15–17.30 Pause-café 17.30–18.15 Odile Hamot (Pointe-à-Pitre) Le mystère et le sacré dans la poésie de Saint-Pol-Roux 18.15–18.30 Susanne A. Friede | Christoph Groß Conclusion du colloque

Exotismen in der Kritik. Symposium an der Sophia University (Tokyo)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
03.06.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur des 19. Jahrhunderts, 

Literatur des 20. Jahrhunderts

Erstellt am:
16.05.2022

Der Exotismus war von jeher ein umstrittenes Konzept. Wer der Fremde Wertschätzung entgegenbrachte, sah sich im nationalistischen 19. Jahrhundert mit dem Vorwurf der „Ausländerei“ konfrontiert. Exotisten mögen sich als kosmopolitische Zivilisationskritiker mit einer antikolonialen Agenda ausgezeichnet haben. Doch literaturhistorisch geriet die Hochphase des literarischen Exotismus während der Jahrhundertwende als Zivilisationsflucht mit regressiven Tendenzen und aus postkolonialer Perspektive im Anschluss an Edward Said als Ästhetik einer imperialistischen Kultur ins Kreuzfeuer der Kritik. Jean Baudrillard dagegen plädierte unter Berufung auf Victor Segalen für einen radikalen Exotismus, der eine diverse Alterität in ihrer Unbegreiflichkeit respektiert. Schließlich zollte auch die postkoloniale Poetik Édouard Glissants der fragmentarischen Ästhetik des Diversen aus der Feder Segalens Tribut. Das Sophia-Symposium 2022 hat sich zum Ziel gesetzt, unterschiedliche Exotismen auf den Prüfstand der Kritik zu stellen und Möglichkeiten ihrer Verteidigung auszuloten. Die Beiträge diskutieren verschiedene Formen der exotistischen Wahrnehmung und Aufzeichnung von Alterität in verschiedenen Diskursen und Medien, in Reiseliteratur, Theater und Film, Malerei und Musik, Philosophie und Anthropologie. Programm (alle Angaben JST = CEST +7) Freitag, 3. Juni 2022 14:30-15:15: Anmeldung 15:15-15:50: Grußworte von Mechthild Duppel (Sophia University), Takashi Okada (Vizepräsident der Sophia University), Manuela Sato-Prinz (Deutscher Akademischer Austauschdienst / DAAD, Keio University). 16:00-17:00 Diskussionsrunde mit – Hyunseon Lee (SOAS University of London, Großbritannien / Universität Siegen, Deutschland) – Rolf Parr (Universität Duisburg-Essen, Deutschland) – Alexander Honold (Universität Basel, Schweiz) 17:30-18:15, Keynote: Alexander Honold (Universität Basel, Schweiz), „So habe ich mir Honolulu gedacht“. Zu Hermann Hesses Tessiner Überbietung des Exotismus 18:30-20:00, Sektion „Exotistische Globetrotter“ – Fermin Suter (Universität Basel, Schweiz / Donau-Universität Krems, Österreich), Bewundern und Beherrschen. Zur Ambivalenz exotistischer Triebpflege bei Willy Seidel (Indonesien) – André Reichart (University of Fukuoka, Japan), Das Japan, das es nie gab. Dauthendeys Japanbild zwischen poetischem Kalkül und persönlicher Enttäuschung – Junko Takamiya (Nihon University, Tokyo, Japan), Ein exotistischer Japan-Reisebericht von einer europäischen Weltreisenden: Alma Karlin als die „neue Frau der 20er Jahre“ Samstag, 4. Juni 2022 14:30-16:00, Sektion „Japanische Exotismen“ – Mechthild Duppel (Sophia University, Tokyo, Japan), Kopie und kopiertes Original. Zu den Sehnsüchten des kolonialen Exotisten Nakajima Atsushi – Eriko Hirosawa (Meiji University, Tokyo, Japan), Koloniale Erinnerungen oder exotistische Phantasien? Hisakatsu Hijikatas Südseedarstellungen in der Nachkriegszeit – Andreas Becker (Keio University, Tokyo, Japan), Autogame Visionen. Leibliche und kulturelle Alterität in Akino Kondohs zeichnerischem und erzählerischem Werk 16:30-18:00, Sektion „Japonismen“ – Azusa Takata (Chiba University, Japan), Christian Krachts Die Toten als Exotismus des „japanischen“ Films – Christian Zemsauer (Sophia University, Tokyo, Japan), Japonismus in deutschsprachiger Gegenwartsliteratur. Von Marion Poschmanns Die Kieferninseln zu Adolf Muschgs Heimkehr nach Fukushima – Erich Havranek (Sophia University, Tokyo, Japan), Exotismus und die Konstruktion eines Japan-Images in Philipp Weiss‘ Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen 18:30-19:15, Keynote: Hyunseon Lee (SOAS University of London, Großbritannien / Universität Siegen, Deutschland), Exotismen der Madame Butterfly – Eine internationale Affäre über Jahrhunderte 19:30-21:00, Sektion „Sexueller Exotismus“ – Michael Wetzel (Universität Bonn, Deutschland), „Monsieur Chrysanthème“- Exotik und Inversion in Pierre Lotis erotischer Vision des anderen Orients – Thomas Schwarz (Nihon University, Tokyo, Japan), Sexueller Exotismus und Biopolitik. Robert Müllers Pazifik-Novelle Das Inselmädchen – Thomas Pekar (Gakushuin University, Tokyo, Japan), An der Schnittstelle von Exotismus und Antikolonialismus: Ingeborg Bachmanns Gedicht „Liebe: Dunkler Erdteil“ Sonntag, 5. Juni 2022 14:00-15:00, Sektion „Kritiken und Verteidigungen“ – Johannes Waßmer (Osaka University, Japan), Wider die Exotik? Das eigentümliche Verhältnis von Exotismus, historischem Sinn und Nationalismus in Friedrich Nietzsches Nachgelassenen Fragmenten – Andreas Michel (Rose-Hulman Institute of Technology, Terre Haute, USA), Verpasste Anerkennung: Über den Exotismusbegriff bei Segalen und Baudrillard 15:30-16:15, Keynote: Rolf Parr (Universität Duisburg-Essen, Deutschland), Die schwierige Frage nach Exotismen im Werk von Claude Lévi-Strauss. Von Traurige Tropen über Rasse und Geschichte zu Die Luchsgeschichte 16:30-18:00, Sektion „Zum ethnologischen Umgang mit kultureller Distanz“ – Arne Klawitter (Waseda University, Tokyo, Japan), Epistemologischer Exotismus oder: Ein Ortswechsel im Denken. Der Umweg über Ostasien bei Claude Lévi-Strauss und François Jullien – Manuel Kraus (Waseda University, Tokyo, Japan), Hakenkreuz, Kurbelkasten und Drilling. Exotischer Faschismus in Reise- und Abenteuerliteratur vor und während des Nationalsozialismus – Angelika Jacobs (Universität Hamburg, Deutschland), Maske oder Person? Wahrnehmungen des Unbegreiflichen in Hubert Fichtes Schriften zum Vaudou 18:30-20:00, Sektion „Resonanzen auf radikale Alterität“ – Franziska Bergmann (Aarhus University, Dänemark), Die Nachtseiten der Naturkunde. Akustik und Exotik in Alexander von Humboldts Ansichten der Natur – Aya Soika (Bard College Berlin, Deutschland), Der Exotismus der „Brücke“ im Kontext des Kolonialismus. Max Pechstein und Emil Nolde – Shiori Kitaoka (Osaka University, Japan), „Echte Flüchtlinge?“ Katastrophen und die diskursive Konstruktion einer exotischen ‚Authentizität‘ der Anderen Das Programm ist als Präsenzveranstaltung angelegt und wird in einem hybriden Format als ZOOM-Webinar durchgeführt, für das Sie sich hier anmelden können: exotismus.wordpress.com/exotismen-in-der-kritik-kolloquium-2022/anmeldung-symposium/ Hier finden Sie auch weitere Informationen zum Konzept des Symposiums und zum Hintergrund der Forschungsgruppe „Kulturkontakte“.

Zeitdiagnosen zwischen Fakten und Fiktionen (Madrid)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
26.05.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Fiktionalität, 

Literatur des 20. Jahrhunderts, 

Literatur des 21. Jahrhunderts

Erstellt am:
16.05.2022

ZEITDIAGNOSEN ZWISCHEN FAKTEN UND FIKTIONEN DRITTE TAGUNG DES BINATIONALEN ARBEITSKREISES FAKTEN UND FIKTIONEN Donnerstag, 26. und Freitag, 27 Mai 2022 Universidad Complutense de Madrid / Universidad Autónoma de Madrid Donnerstag, 26. Mai 2022 Salón de Grados (Facultad de Filología, UCM) 9.00 Uhr Empfang der TeilnehmerInnen 9.30 Uhr Begrüßung: Dr. Paloma Sánchez Hernández (Akademische Sekretärin des Instituts für Germanistik und Slawistik – UCM) Prof. Dr. Arno Gimber, Prof. Dr. Ana Ruiz, Dr. Johanna Vollmeyer (Organisation) 10.00-12.00 Uhr – DAS GEDÄCHTNIS AUF DEM PRÜFSTAND -TEIL 1 (SPANIEN UND DEUTSCHLAND) Prof. Dr. Patricia Cifre (Universidad Salamanca) Die sich wandelnde Bedeutung von Vergebung und Verzeihung in der spanischen Erinnerungsliteratur Julian Rechlin (Universidad Salamanca) Frauen als Opfer und Täter von Gewalt während der Franco-Diktatur – Gewaltdarstellungen in Benito Zambranos Film La Voz Dormida Prof. Dr. Loreto Vilar (Universidad Barcelona) Diagnose Hass und Krimi. Zu Max Annas, Javier Cercas und Robert Menasse 12.00 h. Pause 12.30-14.00 Uhr – DAS GEDÄCHTNIS AUF DEM PRÜFSTAND -TEIL 2 (DEUTSCHLAND UND ÖSTERREICH) Dr. Juan Manuel Martín Martín (Universidad Salamanca) Wiederbelebung des Opferdiskurses in Deutschland: Literatur, Fernsehen und Film im 21. Jahrhundert Prof. Dr. Michael Pfeiffer (Universidad Barcelona) Die Welt war ein Irrenhaus: Vom Erzählen ins Buch. Zur Lebensgeschichte des Rudolf Schönwald, nacherzählt von Erich Hackl 14.00 Uhr Mittagspause 15.30-17.00 Uhr – DAS GEDÄCHTNIS AUF DEM PRÜFSTAND -TEIL 3 (BRD UND DDR) Dr. Kathrin Kazmaier (Universität Hildesheim) Re-Making History: Fiktionale Aneignung von Geschichte zwischen Vereinnahmung und Anerkennung Prof. Dr. Brigitte Jirku (Universidad de Valencia) Die Schichtung von Fakten: Buchenwald als Ort des „Entschweigens“ in Ines Geipels Umkämpfte Zone 17.00-18.30 Uhr – „ZEIT“-DIAGNOSEN Prof. Dr. Toni Tholen (Universität Hildesheim) Die Welt und ich. Zeit- und Selbstdiagnostik bei Karl Ove Knausgård Dr. Jennifer Clare (Universität Hildesheim) Die Vergangenheit als einsturzgefährdeter (Text-) Raum: Geschichte und Gegenwart in Raphaela Edelbauers Das flüssige Land 19.30 Uhr – FIKTION IN FAKTUALEN TEXTEN Gepräch mit Natalia Bachmayer, Korrespondentin des Hessischen Rundfunks in Madrid Bibliothek des Goethe-Instituts Madrid Freitag, 27. Mai 2022 Sala de Juntas (Facultad de Filosofía y Letras, UAM) 9.30-11.30 Uhr – INSZENIERUNG UND PERFORMANCE DES FAKTUALEN Juanjo Monsell (Universidad de Valencia) Five Easy Pieces: Echos der kolonialen Vergangenheit Belgiens in der Gegenwart Prof. Dr. Arno Gimber (Universidad Complutense) Wie aus der Zukunft Gegenwart entsteht: Zeitdiagnose in Lukas Bärfuss’ Der Elefantengeist (2018) Dr. Wiebke von Bernstorff (Universität Hildesheim) Von fehlenden vierten Wänden und anderen Wahr-heiten: „Soziale Autofiktionen“ in Performance und Theaterpädagogik 11.30-12.00 Uhr Begrüßung: Prof. Dr. Patricia Martínez García (Dekanin der Fakultät für Geisteswissenschaften – UAM) 12.00 h. Pause 12.30-14.30 Uhr – „FAKT UND FIKTION“ IM POSTDIGITALEN ZEITALTER Julia Goldlust (Universität Hildesheim) Die Fliege als Schwellenphänomen im politischen Diskurs Prof. Dr. Miriam Llamas Ubieto (Universidad Complutense) Ästhetische Darstellungen der postdigitalen Gegenwart: Diagnosen zwischen Fakt und Fiktion in der postdigitalen Literatur Dr. Johanna Vollmeyer (Universidad Complutense) Fiktionalisierte Vergangenheit? – Doing memory im postdigitalen Zeitalter 14.30 Uhr Mittagspause 16.00-17.30 Uhr – DYSTOPIEN UND PHANTASIEN Dr. Julia Magdalena Piechocki Serra (Universidad Salamanca) Fakt und Fiktion in Alfred Kubins dystopischer Prosa Dr. Volker Pietsch (Universität Hildesheim) Krise der Parallelerden – Die phantastischen Genres im Diskurs um COVID-19 17.30-19.00 Uhr – ZWISCHEN EIGEN UND FREMD Prof. Dr. Almut Hille (Freie Universität Berlin) Der Roman Streulicht von Deniz Ohde. Eine intersektionale Lektüre Prof. Dr. Ana Ruiz (Universidad Autónoma de Madrid) Wir Flüchtlinge. Fakten und Fiktionen 19.00 Uhr – TAGUNGSENDE TAGUNGSORGANISATION: Prof. Dr. Arno Gimber, Prof. Dr. Ana Ruiz, Dr. Johanna Vollmeyer KONTAKT: Prof. Dr. Arno Gimber: agimber@filol.ucm.es Prof. Dr. Ana Ruiz: a.ruiz@uam.es Dr. Johanna Vollmeyer: johvollm@ucm.es TAGUNGSORT: Universidad Complutense de Madrid Facultad de Filología, Salón de Grados Universidad Autónoma de Madrid Facultad de Filosofía y Letras, Sala de Juntas Goethe-Institut Madrid – Bibliothek C/Zurbarán 21, 28010 Madrid

Max Frischs Korrespondenzen (Mulhouse)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
19.05.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Brief, 

Literatur des 20. Jahrhunderts

Erstellt am:
16.05.2022

Internationale Tagung des Max Frisch-Archivs an der ETH-Bibliothek und der Université de Haute-Alsace, Institut de recherche en Langues et Littératures Européennes. In Kooperation mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach. Donnerstag, 19. Mai 2022 14.00 Uhr Eröffnung der Tagung Begrüssung durch den Schweizer Generalkonsul Philippe Crevoisier (Strasbourg) Sektion 1: Arbeit am Text Moderation: Tobias Amslinger (Zürich) 14.15 Uhr Walter Schmitz (Dresden): Der Brief als Text, der Text als Brief. Epistolare Poetik Max Frischs 14.45 Uhr Johannes Bungenstab (Darmstadt): «[M]an kann Herzlichkeit nicht abschreiben» – Max Frisch schreibt Paul Celan einen Brief 15.15 Uhr Diskussion 15.30 Uhr Kaffeepause Sektion 2: Korrespondenzen mit Autorinnen und Autoren Moderation: Régine Battiston (Mulhouse) 16.00 Uhr Birgit Dahlke (Berlin) / Carsten Gansel (Giessen): Max Frischs Korrespondenz mit Christa Wolf 16.30 Uhr Henni-​Lisette Busch (Rostock): Zwischen den Zeilen. Implizites Autorenbild Frischs und poetologischer Zuspruch in Uwe Johnsons «Montauk»-​Brief 17.00 Uhr Barbara Wiedemann (Tübingen): «wir sind halt ein berühmtes Paar gewesen». Der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch 17.30 Uhr Diskussion Freitag, 20. Mai 2022 09.15 Uhr Begrüssung Sektion 3: Verlagskorrespondenzen Moderation: Tobias Amslinger (Zürich) 09.30 Uhr Siegfried Lokatis (Leipzig): Max Frisch beim Verlag Volk und Welt in der DDR 10.00 Uhr Jan Bürger (Marbach): Max Frischs Korrespondenzen mit dem Suhrkamp Verlag 10.30 Uhr Diskussion 10.45 Uhr Kaffeepause Sektion 4: Korrespondenzbüro Moderation: Thomas Strässle (Zürich) 11.15 Uhr Thomas Kater (Erlangen-​Nürnberg): «Es ist ja auch viel schöner, wenn Ihr Heft nicht schon angenascht worden ist.» Zu Frischs Korrespondenz mit Herausgebern 11.45 Uhr Régine Battiston (Mulhouse): Max Frischs Korrespondenzbüro. Die Zusammenarbeit des Autors mit seiner Sekretärin Rosemarie Primault 12.15 Uhr Diskussion 12.30 Uhr Mittagspause Sektion 5: Öffentlichkeit als Brief-​Partnerin Moderation: Sonia Goldblum (Mulhouse) 14.30 Uhr Tobias Amslinger (Zürich): Max Frisch als Verfasser offener Briefe 15.00 Uhr Magnus Koch (Hamburg): Max Frischs Briefwechsel mit Helmut Schmidt 15.30 Uhr Thomas Strässle (Zürich): «Fuck Frisch» – Hate Speech im analogen Zeitalter 16.00 Uhr Diskussion 18.00 Uhr «Aus der Zuckerfabrik» – Lesung von Dorothee Elmiger mit der französischen Übersetzerin Camille Luscher Ort: Bibliothèque Médiathèque Grand Rue Moderation: Thomas Strässle Samstag, 21. Mai 2022 09.15 Uhr Begrüssung Sektion 6: Die Welt im Brief Moderation: Bernard Dieterle (Mulhouse) 09.30 Uhr Kaltërina Latifi (Göttingen/London): Found in Translation, Max Frisch in Übersetzungen 10.00 Uhr Isabel Hernández (Madrid): «Eine andere, interessante, nicht immer schöne Welt». Max Frischs Spanieneindrücke aus einer kaum existierenden Korrespondenz 10.30 Uhr Projektpräsentation des Max Frisch-​Archivs: «Briefe ohne Empfänger» – Zur digitalen Edition der Notizen von Max Frisch 11.00 Uhr Abschlussdiskussion Tagungsort: Université de Haute-Alsace, Campus Illberg, Faculté des Lettres et Sciences Humaines, Salle Gandjavi, 10, rue des Frères Lumière, Mulhouse, Frankreich Kontakt und Anmeldung: frisch2022@uha.fr Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung

(Ver-)Fahren. Poetik und Mobilität (Innsbruck)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
19.05.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Poetik, 

Stoffe, Motive, Thematologie

Erstellt am:
16.05.2022

(Ver-)Fahren. Poetik und Mobilität Ort: Universität Innsbruck, Claudiana-Saal, Herzog-Friedrich-Straße 3 Veranstalter: Institut für Germanistik der Universität Innsbruck Datum: 19.-20. Mai 2022 ‚Poetik‘ und ‚Mobilität‘ stellen zwei basale kulturelle wie literarische Kategorien dar, deren intrikates Verhältnis in der Moderne im Begriff des ‚Verfahrens‘ paradigmatisch fassbar wird. Als grundlegende Beschreibungs- und Analysekategorie des russischen Formalismus in den Diskurs eingeführt, bietet seine deutsche Übersetzung eine Semantik an, die nicht nur den genuin ‚mobilen‘ Charakter formaler Innovationen und Innovationsprozesse (unter Einschluss ihres Mobilisierungspotentials) betont, sondern auch dazu einlädt, beim Wort genommen zu werden und das buchstäblich ‚Verfahrene‘ einer fehlgehenden Mobilität in den Blick zu nehmen. Somit können Phänomene der Abweichung, des Aberranten und der Devianz sowohl als Impulsgeber wie auch als Charakteristika moderner Literatur in den Fokus geraten. Die Tagung lotet in verschiedenen Vorträgen das Verhältnis von poetischen Verfahren und Mobilität aus. Mobilität wird als stilistisch-poetologische Kategorie und als markiertes Gestaltungsmerkmal erzählerischer Prozesse untersucht, außerdem als diskursiv gefasstes konstitutives Handlungselement literarischer Texte behandelt. Zudem interessiert es als Merkmal von Schreibsituationen und der Lebenskonstellation von Autorinnen und Autoren, die literarische Texte wesentlich prägen. Damit wird die (Genette’sche) Trias von Produktionssituation, Erzählweise und Handlungselementen mit je unterschiedlichen Akzentuierungen abgeschritten. Nicht zuletzt spielt die Rezeptions-, Übersetzungs-, Gattungs- und Medientechnikgeschichte eine Rolle, da Stoffe und Texte, Techniken und Verfahren auch Formen-, Medien- und Sprachgrenzen überschreiten können. Programm Donnerstag, 19. Mai 2022 17:00–17:15 Uhr: Grußworte: Monika Dannerer (Institut für Germanistik); Birgit Mertz-Baumgartner (Forschungszentrum KiK) 17:15–18:00 Uhr: Martin Sexl (Innsbruck): Ohne Titel oder: La voie négative 18:00–18:45 Uhr: Mary Cosgrove (Dublin): Kopp auf Tour: Terézia Moras ‚Das Ungeheuer‘ 18:45–19:15 Uhr: Pause 19:15–20:15 Uhr: Abendvortrag: Erhard Schütz (Berlin): „Pegasus auf Reisen“. Wenn Autoren über ihre Lesungen schreiben Freitag, 20. Mai 2022 10:00–10:45 Uhr: Jörg Döring (Siegen): Texte wandern ins Taschenbuch. Benno von Wiese erzählt Deutschland 1961 10:45–11:30 Uhr: Sebastian Donat (Innsbruck): Scheitern als Verfahren. Absurde Mobilität bei Daniil Charms 11:30–11:45 Uhr: Pause 11:45–12:30 Uhr: Ryozo Maeda (Tokio): Eisenbahn, Métro und ‚Mobile Cities‘. Berlin und Paris in der japanischen literarischen Reportage der Zwischenkriegszeit 12:30–13:15 Uhr: Steffen Martus (Berlin): „… die lebensgefährliche Beschleunigung nun auch dieser Welt“. Buchverkehr um 2000 13:15–15:00 Uhr: Pause 15:00–15:45 Uhr: Ulrike Vedder (Berlin): Auswandern – Heimkehren – Verschellen (von Heine bis Kafka) 15:45–16:30 Uhr: Dirk Rose (Innsbruck): „Man kennt sich persönlich schlecht“. Kleine Poetik der Nachtzugreise 16:30–17:00 Uhr: Pause 17:00–17:45 Uhr: Hans-Georg von Arburg (Lausanne): Mobile Homes. Wohnwagen als Schreibmaschinen 17:45–18:30 Uhr: Norbert Christian Wolf (Wien): Festrede auf Thomas Wegmann Organisation: Maren Lickhardt, Michael Pilz, Peter Pohl Informationen bei: Peter.Pohl@uibk.ac.at

Goethe in/and America (Weimar)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
19.05.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Nordamerika, 

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur des 19. Jahrhunderts

, und 1 weitere

Erstellt am:
16.05.2022

19.–20. Mai 2022 Internationale Tagung des Goethe- und Schiller-Archiv und der Klassik Stiftung Weimar in Verbindung mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der University of Chicago und der Goethe-Gesellschaft in Weimar e.V. Goethe fungierte bis weit ins 20. Jahrhundert hinein als eine Art Nationalschriftsteller der USA, beginnend bei den Transzendentalisten, ausgeformt in der US-amerikanischen Literatur der Jahrhundertwende, neu akzentuiert durch die Autorinnen und Autoren, die nach 1933 aus Deutschland in die USA emigrierten. Die internationale Tagung fragt nach den literarischen wie ideengeschichtlichen Wechselverhältnissen und rekonstruiert eine Faszinationsgeschichte. Tagungsprogramm 19. Mai 2022 14:00 Uhr Marcel Lepper (Carl Friedrich von Siemens Stiftung, München), Kai Sina (WWU Münster): Begrüßung und Einleitung 15:00 Uhr Moderation: Heather Sullivan (Trinity University, San Antonio) David Wellbery (University of Chicago): »Die philosophische Faustinterpretation im 19. Jahrhundert: H.C. Brockmeyers Letters on Faust und George Santayanas Buch Three Philosophical Poets: Lucretius, Dante, Goethe« 15.45 Uhr Joel B. Lande (Princeton University): »Über eine unmögliche Rückkehr: Richard Alewyn und ›Goethe als Alibi‹« 16:30 Uhr Kaffeepause 17:00 Uhr Frieder von Ammon (Universität Leipzig): »Mysterious Music. Henry James über Goethe« 17:45 Uhr Kaffeepause 18:00 Uhr Moderation: Stefan Matuschek (Friedrich-Schiller-Universität, Jena und Goethe-Gesellschaft, Weimar) Keynote Lecture Werner Sollors (Harvard University, Cambridge MA): »Goethe and Black America: Afroamerikanische Reaktionen auf Goethe« 20:00 Uhr Abendessen der Referentinnen und Referenten 20. Mai 2022 09:00 Uhr Moderation: Kai Sina (WWU Münster) Daniel Carranza (Harvard University, Cambridge MA): »Transatlantische Übersetzbarkeit: Margaret Fullers Goethe« 9.45 Uhr Matthias Löwe (Friedrich-Schiller-Universität, Jena): »Wiederholte Spiegelungen: Goethe in Ernst Cassirers amerikanischen Schriften (1941– 1946)« 10:30 Uhr Kaffeepause 11:00 Uhr Moderation: Marcel Lepper (Carl Friedrich von Siemens Stiftung, München) Sarah Nienhaus (Universität Bielefeld): »Unversehrt und unbesehen. Herzog Bernhards Tagebuch der Reise durch Nord-Amerika in Johann Wolfgang v. Goethes Bibliothek« 11:45 Uhr Stefan Höppner (Universität Freiburg), Ulrike Trenkmann (beide: Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel, Weimar): »Weimar Amerika in Goethes Bibliothek« 12:30 Uhr Mittagspause 14:00 Uhr Günter Leypoldt (Universität Heidelberg, Dartmouth College): »Resonanzräume: Goethe und das transatlantische ›Victorian Sage‹ Netzwerk« 14:45 Uhr Kaffeepause 15:00 Uhr Podium: »Perspektiven der transatlantischen Goethe-Forschung. Zur Geschichte der Goethe Society of North America (GSNA) und zur Bedeutung des Goethe Lexicon of Philosophical Concepts (GLPC)« Heather Sullivan (Trinity University, San Antonio), Bryan Klausmeyer (Virginia Tech, Blacksburg), Clark Muenzer (University of Pittsburgh), John H. Smith (University of California, Irvine) Moderation: Kai Sina (WWU Münster) 16:00 Uhr Abschluss der Tagung Kontakt: Kai Sina (WWU Münster): ksina@uni-muenster.de Marcel Lepper: lepper@carl-friedrich-von-siemens-stiftung.de Anmeldung zur digitalen Teilnahme: gsa@klassik-stiftung.de Gefördert von der Volkswagen Stiftung

International Conference „Lateral Solidarities: Visualizing Global South Comics“


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
02.06.2022
Beitrag von:
Jasmin Wrobel
Forschungsgebiete

Ibero-Amerikanische Literatur (einschl. Karibik), 

Nordafrikanische Literatur, 

Literatur aus Afrika südlich der Sahara

, und 3 weitere

Erstellt am:
13.05.2022

International Conference 2-3 June 2022 Freie Universität Berlin / Literarisches Colloquium Berlin Org. James Hodapp (Northwestern University in Qatar/EXC 2020 Fellow RA 4) Jasmin Wrobel (Freie Universität Berlin/EXC 2020 RA 4) Lateral Solidarities: Visualizing Global South Comics Too often, “global literature” has been synonymous with texts that make themselves legible to normative Western reading. Whether texts that originate from the West and circulate globally, those that enter the Western consciousness via translation into European languages, or those that engage with the preoccupations of the West (e.g. the veil and religious extremism in the Middle East; poverty and war in Africa; violence and narcotraffic in Latin America), what has been considered “worldly” in literary studies has not embodied the diversity and multifariousness of literary practices around the world. For comics, this is true in an even more pivotal way. Even if their ‘value’ as an artistic medium is no longer questioned in both reading and academic communities, they have, in a very similar way to literature, also been largely limited to normative Western reading, and circulated under circumscribed conditions, with the prominent exception of Japanese comic art. As comics’ multimodal language requires acts of showing , seeing , and being seen as well as the setting of lines, frames, and angles, every hegemonic act of reading means a repressing of a medium that is, in fact, predestined to challenge our habits of looking at the world . By approaching comics via a Global South methodology in our conference, we hope to more fully exemplify the rich world of comics coming from non-Western locales and authors. Generally speaking, we think about the Global South as characterizing work that creates lateral solidarities via culture, economics, art, politics, etc. between peoples marginalized by global capitalism. These solidarities can be explicit via comparison of work from multiple geographies, but we also believe that one can study a single locale or comic via a Global South methodology – that comparison is not the only way to create solidarity. While recognizing that the nation is a powerful unit, we think about Global South work as largely eschewing the nation in favor of smaller and larger units, such as the linguistic, tribal, oceanic, etc. In less academic terms, we are interested in analyzing comics from non-Western locales using approaches that do not rely on Western frameworks to create value and insight. This is not a wholesale rejection of the West, but decentering it as a legitimizing normative part of comic studies seems to us as a prerequisite for valuing Global South comics on their own terms. Thursday, 2 June 2022, Literarisches Colloquium Berlin 16:00 – 22:00 Artists Soirée 16:00 – 16:15 Introduction 16:15 – 17:00 Nacha Vollenweider: Neo/Colonial Relations and Transnational Migration Routes in Notas al pie and Volver 17:00 – 17:45 Deena Mohamed: Right to Left: Arabic Comics in Self-Translation B r e a k 18:00 – 18:45 Lea Hübner: Translating South American Comics 18:45 – 19:30 Powerpaola: Love, Friendship, Collectives – and Comics B r e a k 19:45 – 20:45 Round-Table 20:45 Catering Friday, 3 June 2022, Freie Universität Berlin 10:00 – 22:00 Academic Part 10:00 – 10:15 Introduction 10:15 – 11:00 Nina Mickwitz (London): Provocative Alignment: Advocacy and Fantasy in the Ghanaian comic Lake of Tears (Kobe Ofei and Setor Fiadzigbey, 2017) 11:00 – 11:45 Haya Alfarhan (London): “He was knowing”: Handala and Implicated Acts of Looking in Naji Al-Ali’s Political Cartoons B r e a k 12:00 – 12:45 Sandra Federici (Bologna): A Sociological Approach to Francophone African Comics (1978–2016) 12:45 – 13:30 Janek Scholz (Köln): Nation Building in and through Comics. Examples from Guinea-Bissau, Angola and Mozambique L u n c h 15:00 – 15:45 Lina Ghaibeh (Beirut): The New Generation: Arab Comics Today 15:45 – 16:30 Amadeo Gandolfo/Pablo Turnes (Buenos Aires/Berlin): With 10 Cartoonists I Can Make a Gnarly Stew: Re-Writing Anthologies in the 21st Century B r e a k 16:45 – 17:30 Andrea Aramburú Villavisencio (Cambridge): A Queer Utopia in the Brazilian-Japanese Diaspora: Taís Koshino’s Ainda ontem (2017) 17:30 – 18:15 Anne Brüske (Regensburg/Heidelberg): ‘Da(ny) Goes Graphic‘: Cultural Positionings beyond the ‘Global South’ in Dany Laferrière’s Graphic Novels [online] 19:00 – 19:30 Final Discussion For more information and registration please contact Jasmin Wrobel before 27 May 2022: jasmin.wrobel@fu-berlin.de .