„(Ist fortzusetzen.)“ Anschlüsse, Fortführungen und Enden in Goethes späten Werken (Berlin)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.06.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur des 18. Jahrhunderts, 

Literatur des 19. Jahrhunderts

Erstellt am:
13.06.2022

Internationale Tagung am Peter Szondi-Institut der FU Berlin Organisiert von Michael Bies (Humboldt Universität zu Berlin) und Wolfgang Hottner (Universität Bergen) Goethes späte Werke sind zu keinem geringen Teil durch die Sammlung, Historisierung wie auch die Wiederaufnahme, Ausarbeitung und Schließung früherer Werke und Werkideen gekennzeichnet. Ein wichtiges Mittel bildet dabei die Fortsetzung. Das verdeutlichen schon die beiden prominentesten Werke des späten Goethe: der 1829 in letzter Fassung publizierte Roman Wilhelm Meisters Wanderjahre , der an Wilhelm Meisters Lehrjahre von 1795/96 anschließt und von Goethe selbst zuletzt als fortsetzungsbedürftig markiert wird: „(Ist fortzusetzen.“); und der 1832 erschienene zweite Teil der Faust -Tragödie, mit dem Goethe den mehr als 25 Jahre zuvor veröffentlichten Faust I fortführt. Doch auch in früheren Texten wie den Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten und dem West-östlichen Divan wie auch in seinen morphologischen Schriften umkreist Goethe die Problematik, wie Begonnenes aufgegriffen und zu einem (vorläufigen) Abschluss gebracht werden kann. Die Tagung möchte sich mit diesen und anderen ‚Fortsetzungen‘ in Goethes Werk befassen. Dabei geht sie davon aus, dass ‚Fortsetzung‘ sich als ein Verfahren von Natur und Kultur begreifen lässt, das Vergangenes und Vorhandenes aufnimmt und es ‚wiederholt‘, ohne sich aber in bloßer Wiederholung zu erschöpfen; vielmehr heißt ‚Fortsetzung‘ auch, dass dieses Vergangene und Vorhandene, indem es fort- und weitergeführt wird, jeweils zugleich aktualisiert und neu perspektiviert wird. Im Mittelpunkt der Tagung sollen folgende Fragen stehen: Was greift Goethe, unter dem Projekt der Selbsthistorisierung und der finalen Synthetisierung, in den späten Projekten (noch einmal, anders) auf? Welche Werke sind auf Fortsetzung angelegt? Welche formalen und gattungsspezifischen Gründe hat eine solche ‚Fortsetzungsbedürftigkeit‘? Inwiefern lässt sich von einer ‚Poetik der Fortsetzung‘ sprechen, die die literarischen Werke ebenso wie die wissenschaftlichen Projekte, vor allem die Schriften zur Morphologie, prägt? In welcher Beziehung stehen Goethes Fortsetzungen zum wenig später auftauchenden gesamteuropäischen Phänomen des Fortsetzungsromans, Familienromans und der Zeitschriftenliteratur? Programm Donnerstag, 23.06.2022 16.00–16.30 Uhr: Michael Bies (Humboldt-Universität zu Berlin), Wolfgang Hottner (Universität Bergen): Einführung Sektion I: Formtheorie und Verfahrenstechnik Moderation: Wolfgang Hottner (Universität Bergen) 16.30–17.30 Uhr: Rabea Kleymann (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin): Inkommensurable Mannigfaltigkeiten: Aggregate beim späten Goethe 17.30–18.00 Uhr: Pause 18.00–19.00 Uhr: Rüdiger Campe (Yale University): Goethes Experimente. Fortsetzbarkeit als Verfahren Freitag, 24.06.2022 Sektion II: Vorhergehendes, Folgendes und Ganzes: Der Faust-Komplex Moderation: Hanna Hamel (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin) 09.30–10.30 Uhr: Michael Auer (Universität Wien): Verrannte Aussichten. Wiederholung, Beschleunigung und Off in Faust II 10.30–11.30 Uhr: Cornelia Zumbusch (Universität Hamburg): ‚und so weiter‘. Dichtung als fortgesetzte Tätigkeit 11.30–12.00 Uhr: Pause 12.00–13.00 Uhr: Eva Geulen (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin): Faust und die Morphologie 13.00–15.00 Uhr: Mittagspause Sektion III: Erzählerische Fortsetzungen: Der Wilhelm Meister-Komplex Moderation: Jan Lietz (Freie Universität Berlin) 15.00–16.00 Uhr: Oliver Grill (Ludwig-Maximilians-Universität München): Fortgesetztes Erzählen. Abenteuerschema und Lebensweg im Wilhelm Meister 16.00–17.00 Uhr: Anja Lemke (Universität zu Köln): Mignon in der Pädagogischen Provinz. Erziehung der Kunst in Goethes Wilhelm Meisters Wanderjahre 17.00–17.30 Uhr: Pause 17.30–18.30 Uhr: Nora Ramtke (Ruhr-Universität Bochum): Lehrjahre, Wanderjahre, Meisterjahre: Logiken und Aporien allographer Fortsetzung Samstag, 25.06.2022 Sektion IV: Weitere und andere Fortsetzungen Moderation: Michael Bies (Humboldt-Universität zu Berlin) 09.30–10.30 Uhr: Sean Franzel (University of Missouri): Das römische Carneval and its Serial Afterlives 10.30–11.30 Uhr: Cornelia Ortlieb (Freie Universität Berlin): Nach dem Stillstand der Sonne. Goethes kalendarische Elegien 11.30–12.00 Uhr: Pause 12.00–13.00 Uhr: Claudia Keller (Universität Zürich): Ist fortzusetzen – ist abzubrechen? Goethe-‚Lektüren‘ in der Gegenwartsliteratur 13.00 Uhr: Abschlussdiskussion und Ende der Tagung Kontakt Michael Bies (Humboldt-Universität zu Berlin): michael.bies@fu-berlin.de Wolfgang Hottner (Universität Bergen): wolfgang.hottner@fu-berlin.de Tagungsort Freie Universität Berlin Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft Habelschwerdter Allee 45 14195 Berlin Seminarzentrum L 116 (Donnerstag), L 113 (Freitag, Samstag) Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung

„Aber genug – behalten Sie mich nur ein bischen lieb“. Friedrich von Hardenberg (Novalis) und Friedrich Schlegel im Gespräch mit Briefkorrespondentinnen (30.06.–01.07.2022, Deutsches Romantik-Museum/Goethe-Haus, Frankfurt am Main)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
30.06.2022
Beitrag von:
Frederike Middelhoff
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz

Erstellt am:
10.06.2022

„Aber genug – behalten Sie mich nur ein bischen lieb“. Friedrich von Hardenberg (Novalis) und Friedrich Schlegel im Gespräch mit Briefkorrespondentinnen Workshop im Deutschen Romantik-Museum/Goethe-Haus Arkadensaal, Großer Hirschgraben 23-25, Frankfurt am Main 30.06.–01.07.2022 Anlässlich der Jubiläumsausstellung ‚Ich liebe deine Liebe‘. Der Briefwechsel zwischen Friedrich von Hardenberg (Novalis) und Friedrich Schlegel (Konzeption der Ausstellung: Prof. Dr. Johannes Endres (UC Riverside, US); Prof. Dr. Nicholas Saul (Durham University, UK) Konzeption des Workshops: Frederike Middelhoff (GU Frankfurt) Die Korrespondenz mit (Kunst- und Literatur-)Kolleginnen, Freundinnen, weiblichen Bekann-ten, Verlobten, Verehrten und Verehrerinnen war für den Austausch und die Entwicklung der Freundschaft zwischen Friedrich Schlegel und Friedrich v. Hardenberg nichts weniger als konstitutiv. Ein kollaboratives Schreiben wie dasjenige von F. Schlegel und Dorothea Veit ist dabei nur eine Ausprägung der Brief-Gespräche und Brief-Verflechtungen zwischen Schlegel, Hardenberg und den Frauen: Jeanette Danscour, Friederike von Mandelsloh, Caroline von Kühn und Sophie von Kühn beispielsweise schrieben ihre Briefe an Hardenberg zum Teil ‚vierstimmig‘; an Caroline Just schickte F. v. Hardenberg im April 1796 einen poetischen Antwort-brief im Kreuzreimschema; und F. Schlegel sendete Rahel Levin brieflich verbürgte Spottverse auf Friedrich Schiller. Darüber hinaus lässt sich F. Schlegels und F. v. Hardenbergs Korrespondenzen mit Frauen auch gemeinschaftsstiftendes und erkenntnistheoretisches Potential zusprechen. Mithilfe des Briefwechsels, den F. v. Hardenberg z.B. mit Caroline Schlegel pflegte, konnte Ersterer sich nicht nur über die sozialen Abläufe und kulturellen Kontexte in Jena auf dem Laufenden halten. Vielmehr entwickelte F. v. Hardenberg im Brief-Gespräch mit C. Schlegel auch spezifische Ansichten über Philosophie, (Sym-)Physik, (männliche und weibliche) Politik, poetische Kreativität oder F. Schlegels Lucinde -Roman. Die Briefe-Gespräche zwischen F. Schlegel, F. v. Hardenberg und den Frauen umkreisen dabei auch immer wieder Fragen zu Geschlechterkonzepten und Geschlechtererwartungen sowie zu Formen zwischen- und gleich-geschlechtlicher Beziehungen. Doch Liebe, Ehe und Freundschaft, Geselligkeit und Geschlechterfragen sind nur ein Ausschnitt aus den Themenkomplexen, die F. Schlegel und F. v. Harden-berg mit weiblichen Korrespondentinnen erörterten und im gesamten Verlauf ihrer gemeinsamen Freundschaft von 1793 bis 1801 entfalteten. Der Workshop geht den themenspezifischen und formästhetischen Besonderheiten der Briefwechsel F. Schlegels und F. v. Hardenbergs mit Adressatinnen und weiblichen Schreibenden nach. Grundlegend ist dabei nicht nur ein vergleichendes Interesse, im Rahmen dessen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Briefwechsel zwischen F. Schlegel und F. v. Hardenberg einerseits, zwischen F. Schlegels und F. v. Hardenbergs Korrespondenzen mit Kolleginnen, Freundinnen, weiblichen Bekannten usw. andererseits ausgelotet werden sollen. Der Workshop fragt vielmehr auch nach den eigenen Stimmen, individuellen Perspektiven, epistolaren Praktiken, Themenspektren und ästhetischen Strategien der Korrespondentinnen, die den Briefdialog und dessen idiosynkratische Qualitäten entscheidend mitprägten. F. Schlegel und F. v. Hardenberg waren mit namhaften Akteurinnen der romantischen Zirkel, aber auch mit heute eher un-bekannten, wenngleich für die individuelle künstlerische und intellektuelle Entwicklung der Freunde zentralen Frauen im brieflichen Austausch: Sophie Mereau, Caroline Humboldt, Charlotte Schiller, Rahel Levin, Caroline Schlegel und Dorothea Veit sind dabei nur die prominentesten Namen. Der Workshop findet in zwei Tageseinheiten am 30.6. und 1.7.2022 statt. Das Programm sieht einen Wechsel von konzentrierten Input- und Diskussionsformaten vor, wobei vorab gelesene Briefe und Briefwechsel die Grundlage des gemeinsamen Austauschs bilden. Die Programmeinheiten setzen an der Struktur der Jubiläumsausstellung in sechs „Fortsetzungen“ an und erweitern diese dialogische Schlegel-Hardenberg-Anlage mit ausgewählten Frauen-Briefwechseln und Fragen zu Geschlechterrollen und romantischen Briefnetzkonstellationen. Neben stilistischen, poetischen und epistolar-epistemologischen Fragestellungen soll zudem auch anhand ausgewählter Briefmanuskripte, die im Freien Deutschen Hochstift archiviert werden (z.B. zwischen Novalis und Wilhelmine von Thümmel oder Sophie von Kühn), die Materialität der Briefe und Schreibwerkzeuge zum Gegenstand der Diskussion werden. PROGRAMM Donnerstag, 30.06.2022 09:00–09:15 Frederike Middelhoff (Frankfurt am Main): Begrüßung 09:15–09:45 Johannes Endres (Riverside, CA) / Nicholas Saul (Durham): „Ich liebe Deine Liebe“. Der Briefwechsel zwischen Friedrich Schlegel und Friedrich von Hardenberg (Novalis) 09:45–10:45 Alexander Knopf (Kopenhagen): Am Rande des Gesprächs . Stiluntersuchungen der epistolaren Kommunikation im Schlegel-Kreis (Friedrich Schlegel, Caroline Schlegel, Novalis, Dorothea Veit) 10:45–11:15 Pause 11:15–12:15 Jennifer Clare (Hildesheim): Die Briefe zwischen Caroline Schlegel, Friedrich Schlegel und Friedrich von Hardenberg als conviviographische Ereignisse und Dokumente 12:15–13:30 Mittagspause 13:30–15:30 Luisa Banki (Wuppertal): „Mit Ihrem Antheil und Urtheil“ – Friedrich Schlegel an Caroline Schlegel über Form und Funktion weiblicher Kritik Antonia Villinger (Bamberg): „Große Gemählde aus ganz alter Zeit und von großer Schönheit“. Dorothea Schlegels Briefe aus Italien an Friedrich Schlege 16:00 Besuch der Novalis/Schlegel-Ausstellung / Führung durch das Romantik-Museum (mit Konrad Heumann) Freitag, 01. Juli 2022 09:30–11:30 Cosima Jungk (Mainz): „Fühlen ist gewiß mehr als Sehen“ – Formen der Intimität: Briefe an Karoline Paulus und Rahel Levin Claudia Bamberg (Trier): Geliebter Bruder – Sohn ohne Grundsätze: Friedrich Schlegel in den Briefen der Schwestern Charlotte und Henriette Ernst sowie der Mutter Johanna Christiane Erdmuthe Schlegel 11:30–12:00 Pause 12:00–13:00 Yvonne Al-Taie (Kiel): Unmittelbarkeit. Körperlichkeit, gegenwärtiges Erleben und epistolare Vermittlung in den Briefen des Grüninger Kreises an Novalis 13:00–14:00 Mittagspause 14:00–15:00 Frederike Middelhoff (Frankfurt): „Mein liebstes Mutterchen“. Beziehungsarbeit in Friedrich von Hardenbergs Briefen an die Mutter Abschlussdiskussion, danach Abreise Begrenzte Teilnahme nach vorheriger Anmeldung möglich. Kontakt: middelhoff@em.uni-frankfurt.de

Blütenlesen. Poetiken des Vegetabilen in der Gegenwartslyrik (Genf)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
22.06.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Lyrik allgemein, 

Stoffe, Motive, Thematologie

Erstellt am:
10.06.2022

Blütenlesen Poetiken des Vegetabilen in der Gegenwartslyrik Département de langue et littérature allemandes, Universität Genf Espace Colladon, Rue Jean-Daniel-Colladon 2, 1205 Genève 22.–24. Juni 2022 Konzeption und Organisation: PD Dr. Yvonne Al-Taie, Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ( yaltaie@ndl-medien-uni-kiel.de ) Prof. ass. Dr. Evelyn Dueck, Département de langue et littérature allemandes, Université de Genève ( evelyn.dueck@unige.ch ) Tagungsprogramm Mittwoch, 22. Juni 13:00 Uhr PD Dr. Yvonne Al-Taie (Kiel), Prof. Dr. Evelyn Dueck (Genf) Eröffnung 13:30 Uhr Prof. Dr. Christian Metz (Aachen) Editing Flora. Poetische Blütenkunde im Technozän 14:30 Uhr Prof. Dr. Friederike Reents, Annika Hammer, M.A. (Eichstätt) Von Angstblüten und Bordsteinflechten. Ruderalvegetation als autotropher Widerstand 15:30 Uhr Kaffeepause Moderation: Guillaume Broillet, M.A. (Genf) 16:00 Uhr Corinna Sauter, M.A. (Tübingen) Unblumen in Quasigärten (Oswald Egger) 17:00 Uhr Felix Lempp, M.A., Antje Schmidt, M.Ed., Dr. Jule Thiemann (Hamburg) Taxonomien des Unheimlichen. Poetisches Herbarisieren in der Gegenwartslyrik 19:00 Uhr gemeinsames Abendessen Donnerstag, 23. Juni Moderation: Vera Thomann, M.A. (Zürich) 09:30 Uhr Prof. Dr. Ralph Müller (Fribourg) Grünes Gras statt blaue Blume. Botanische Leitmetaphern der Gegenwartslyrik 10:30 Uhr Sonja Martinelli, M.A. (Wien) Poetologische Poesie durch die Blume: Friederike Mayröckers Gedicht auf eine Traubenhyazinthe 11:30 Uhr Kaffeepause 12:00 Uhr PD Dr. Claudia Hillebrandt (Jena) Zwischen Tintenstimme und Lobgesang. Klangformen des Vegetabilen bei Marcel Beyer und Anja Utler 13:00 Uhr Mittagspause Moderation: Prof. Dr. Evelyn Dueck (Genf) 15:00 Uhr Dr. Rahel Villinger (Zürich) Rhythmen der Übertragung von Landschaften. Politische Körperklänge in Daniela Seels was weisst du schon von prärie (2015) 16:00 Uhr Prof. Dr. Christian Sinn (St. Gallen) Naturraum als Klangraum. Anmerkungen zu Die Schweizerische Korrektur (1995) im Kontext alter und neuester Naturlyrik 17:00 Uhr Kaffeepause 18:00 Uhr Literarische Stadtführung 19:30 Uhr gemeinsames Abendessen Freitag, 24. Juni Moderation: PD Dr. Yvonne Al-Taie (Kiel) 09:00 Uhr PD Dr. Sonja Klein (Düsseldorf) „zwischen den Buch-weiten Geschweigezweigen“. Vegetal Poetics oder Schreiben im Anthropozän 10:00 Uhr Vera Thomann, M.A. (Zürich) „Ein haltloses / Tableau“: Zur Dynamisierung einer Organisationsform in Marcel Beyers Gedichtzyklus Wacholder 11:00 Uhr Kaffeepause 11:30 Uhr PD Dr. Nikolas Immer (Trier) In Zeiten abnehmenden Grüns. Regression und Restitution des Vegetabilen in Silke Scheuermanns Skizze vom Gras (2014) 12:30 Uhr Abschlussdiskussion ca. 13:00 Uhr Ende der Tagung Es besteht die Möglichkeit, die Tagung online zu verfolgen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Guillaume Broillet ( Guillaume.Broillet@unige.ch ).

Ferne und Nähe. Nähe- und Distanzdiskurse in der deutschen Sprache und Literatur (Triest)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
16.06.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Stoffe, Motive, Thematologie

Erstellt am:
10.06.2022

Ferne und Nähe Nähe- und Distanzdiskurse in der deutschen Sprache und Literatur Dreijahrestagung des Italienischen Germanistenverbandes (AIG) Dipartimento di Scienze Giuridiche, del Linguaggio, dell’Interpretazione e della Traduzione – IUSLIT Università degli Studi di Trieste Via Filzi 14 – Trieste Aula Magna Gefördert von DAAD DONNERSTAG 16. JUNI 2022 Ab 13:30 Anmeldung 14:00 Grußworte Roberto Di Lenarda (Rektor der Università degli Studi di Trieste) Gian Paolo Dolso (Direktor des Dipartimento di Scienze Giuridiche, del Linguaggio, dell’Interpretazione e della Traduzione) Luca Crescenzi (Präsident des Istituto Italiano di Studi Germanici – IISG) Maria Carolina Foi (Direktorin des Italienischen Kulturinstituts Berlin) Valentina Torri (Leiterin des DAAD-Informationszentrums Rom) Christiane Liermann (Generalsekretärin des Deutsch-Italienischen Zentrums für den Europäischen Dialog Villa Vigoni) Arne Ziegler (Präsident der Internationalen Vereinigung für Germanistik – IVG) 14:30 Tagungseröffnung Lorenza Rega (Präsidentin des Italienischen Germanistenverbandes – AIG) 14:40-15:30 Vortrag – Moderation: Emilia Fiandra Mathias Mayer (Universität Augsburg), Annäherung durch Entfernung − Beobachtungen zu Goethe 15:30-15:45 Pause Empathie und Distanz: literarische und sprachliche Ausdrucksformen 15:45-17:30 Moderation: Joachim Gerdes Marina Foschi (Università di Pisa), Zurückbleiben bitte! Du tritt vor! Semantik und Pragmatik deutscher Sprachmittel der Ferne und Nähe Moira Paleari (Università degli Studi di Milano), Autobiografische Selbstdarstellungen als Ausdruck von Nähe und Distanz: das Beispiel von Else Lasker-Schülers Mein Herz (1912) und Wassily Kandinskys Rückblicke (1913) Raul Calzoni (Università degli Studi di Bergamo), «Nah und fern klappende Türen, aber keine Menschenseele». Walter Kempowskis Das Echolot Abgesang ‘45 als literarisches Experiment der Ferne und Nähe Federica Missaglia (Università Cattolica di Milano), Lautsprachliche Kennzeichen von Nähe- und Distanzsprechen 17:30-17:45 Pause 17:45 Lesung und Gespräch mit Terézia Mora Anwesend die Übersetzerin Daria Biagi Moderation: Joachim Gerdes 20:30 Gemeinsames Abendessen FREITAG 17. JUNI 2022 9:15-10:00 Vortrag – Moderation: Marella Magris Claudia Maria Riehl (Ludwig-Maximilians-Universität München), Deutsch spricht man auch in weiter Ferne: Varietäten des Deutschen in Europa und Übersee Versprachlichungs- und Literarisierungsformen der Distanz 10:00-11:30 Moderation: Goranka Rocco Claudio Di Meola, Daniela Puato (Università degli Studi di Roma La Sapienza), Nähe und Ferne als semanto-pragmatische Strukturierungsprinzipien des deutschen Tempussystems Anne-Kathrin Gärtig-Bressan (Università degli Studi di Trieste), (Auch) eine Frage der Distanz: Futur II oder Perfekt zum Ausdruck der komplexen Zukünftigkeit Gabriella Catalano (Università degli Studi di Roma Tor Vergata), Blickperspektivierungen. Goethes Aufsatz Über Laokoon Luca Zenobi (Università degli Studi dell’Aquila), Lebenswelt und Virtualität in dem Fauststoff: Von den Volksballaden bis zum 20 Jahrhundert 11:30-11:45 Pause 11:45-13:00 Moderation: Maria Carolina Foi Rita Svandrlik (Università degli Studi di Firenze), Literarisierung des Lebens und Verlust an Unmittelbarkeit (Christa Wolf und Ingeborg Bachmann) Maria Paola Scialdone (Università degli Studi di Macerata), Nähe und Ferne in der gegenwärtigen Pandemie-Literatur deutscher Sprache Daniela Nelva (Università degli Studi di Torino), Konkrete und ideologische ‘Nähe’und ‘Ferne’ in Stefan Heyms Leben und Werk 13:00-14:30 Pause Zugehörigkeit: Ein- und und Ausschlussverfahren in Literatur und Sprache 14:30-16:00 Moderation: Lorella Bosco Giancarmine Bongo (Università degli Studi di Napoli Federico II), Distanz und Nähe: die Bestimmung des Deutschen als Zweitsprache Ramona Pellegrino (Università di Genova), «dem lebendigen Sprachraum seit fünfzig sechzig Jahren fern»: Nähe und Distanz zum deutschen Sprach-und Kulturraum in narrativen Interviews des Israelkorpus Riccardo Morello (Università degli Studi di Torino), Distanz überbrücken: die Brücke von Andau Arturo Larcati (Università degli Studi di Verona / Leiter Stefan Zweig Zentrum Salzburg), Nähe und Fremde in der neuen Heimat. Stefan Zweigs Brasilien 16:00-16:15 Pause 16:15-19:00 Mitgliederversammlung der AIG und Wahl des Vorstands 2022-2025 20:30 Gemeinsames Abendessen SAMSTAG 18. JUNI 2022 Treue oder Verfremdung: Textnähe und Textferne in Literatur Übersetzung und Sprachdidaktik 9:30-10:45 Moderation: Paolo Panizzo Elena Raponi (Università Cattolica del Sacro Cuore di Milano), Hofmannsthals Alkestis (1894). Zwischen Mythos und Metapher Federica Rocchi (Università degli Studi di Firenze), «Zeit ist Trug und Jahre rannen». Karl Wolfskehl – Übersetzer im Exil Federica Ricci Garotti (Università di Trento), «Ich kann Sie nicht mehr hören». Ergebnisse einer Studie über die online DaF-Didaktik 10:45-11:00 Pause 11:00-12:00 Moderation: Alessandra Riccardi Ulrike Simon (Università degli Studi di Bari Aldo Moro), Warum in die Ferne schweifen? – Zum Nutzen von Linguistic Landscapes im DaF-Unterricht Maria Paola Bissiri (Università degli Studi dell’Insubria), Livia Tonelli (Università degli Studi di Genova), Annäherung der Distanz zwischen dem Deutschen und anderen Sprachen: die phonetische Konvergenz 12:00 Ausklang der Tagung WISSENSCHAFTLICHE ORGANISATION Dipartimento di Scienze Giuridiche, del Linguaggio, dell’Interpretazione e della Traduzione Anne-Kathrin Gärtig-Bressan Marella Magris Lorenza Rega Alessandra Riccardi Goranka Rocco AIG-Vorstand Lorenza Rega Emilia Fiandra Lorella Bosco Joachim Gerdes Goranka Rocco Infos unter: aig.segreteria@gmail.com

Writing the Post-Global in Latin America: Collapse and Conviviality


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
29.06.2022
Beitrag von:
Jan Knobloch
Forschungsgebiete

Ibero-Amerikanische Literatur (einschl. Karibik)

Erstellt am:
07.06.2022

Organization and concept: Gesine Müller (Cologne), Jan Knobloch (Cologne) 29–30 June 2022, Fritz Thyssen Stiftung, Apostelnkloster 13-15, 50672 Cologne / Zoom Latin American literatures in the 21st century are marked by the increasing exhaustion of the global project. The conference proposes to explore the plurality of this post-global experience by analyzing representations of collapse and conviviality in contemporary Latin American literature (2001–2021). The two concepts exist in a productive tension: while representations of collapse emphasize the vulnerability of natural and social systems, conviviality is directed towards the possibility of living together in difference. Literature, quite unlike any other medium, is perfectly suited to sketching out and enacting scenarios of such tension under fictional conditions. Literary fictions can imagine new ways of living together – and thereby contribute to solving problems related to convivialities of the future – if we treat fiction as a heuristic form, the basis of a “sociología fantástica” (Marcelo Cohen) that expands the possibilities of the thinkable. Collapse is the moment when conviviality is revealed to be fragile and endangered. At the same time, however, it also opens up a post-catastrophic future in which social reconfigurations and new models are possible. Participation is possible in presence as well as via Zoom. If you are interested, please register until June 24: uni.koeln/86U2D A cooperation of: Romanisches Seminar, University of Cologne; Maria Sibylla Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America (Mecila). June 29, 2022 09.00-09.15: Welcoming, Barbara Potthast 09.15-09.30: Introduction, Gesine Müller/Jan Knobloch The Globalized in Post-Global Times: Markets, Circulation, and Resistance 09.30-09.50: Gustavo Guerrero (Paris Cergy-Pontoise): “Post-autonomía y post-compromiso, un debate inacabado?” 09.50-10.10: Gloria Chicote (UNLP-Conicet/Mecila): “Post global y popular: intersecciones posibles en la literatura latinoamericana” 10.10-10.30: Gesine Müller (Cologne): “World Creation between Collapse and Conviviality. Fernanda Trías y Edmundo Paz Soldán” 10.30-11.00: Discussion 11.00-11.30: Break After the End: Living Together in Collapsing Worlds (I) 11.30-11.50: Robert Folger (Heidelberg): “The new realism(s), the ontological quality of (post)apocalyptic narratives, and the persistence of eurocentrist epistemological hegemony” 11.50-12.10: Jorge Locane (Oslo): “Formas del después. A propósito de Tejer la oscuridad, de Emiliano Monge” 12.10-12.30: Jan Knobloch (Cologne): “Lo que el fuego me trajo. Cancelled Futures and New Beginnings in the Work of Adrián Villar Rojas” 12.30-13.00: Discussion 13.00-14.30: Lunch After the End: Living Together in Collapsing Worlds (II) 14.30-14.50: Ilse Logie (Ghent): “Matate, amor de Ariana Harwicz y El huésped de Guadalupe Nettel: ¿fábulas del colapso o de la reconfiguración social?” 14.50-15.10: Carlos Fonseca Grigsby (Oxford/Cologne): “Convivencia y colapso en la literatura centroamericana” 15.10-15.30: Héctor Hoyos (Stanford): “García Márquez and the Global Rule of Law” 15.30-16.00: Discussion 16.00-16.30: Break Making Kin in the Ruins: Animals and Inter-Species Conviviality 16.30-16.50: Sophie Esch (Rice University): “Bonding in the Late Anthropocene: Collapse and Conviviality in Claudia Hernández” 16.50-17.10: Jörg Dünne (HU Berlin/Mecila): “Convivialidades interespecíficas: quiltros chilenos y literatura post-global” 17.10-17.30: Mark Anderson (University of Georgia): “The Cosmopolitics of Friendship: Rethinking Political Relations through Davi Kopenawa Yanomami’s The Falling Sky” 17.30-18.00: Discussion June 30, 2022 Anticipating Catastrophe (or not): Literature as Future Knowledge 09.30-09.50: James Berger (Yale): “Why Cassandra failed (Kim Stanley Robinson)” 09:50-10.10: Jürgen Wertheimer (Tübingen): “‘If Clancy knew – why not EU?’ – The Wisdom of Literature” 10.10-10.30: Christoph Müller (IAI Berlin/Mecila): “Visiones de la sociedad futura: la literatura de ciencia ficción costarricense de las últimas tres décadas” 10.30-11.00: Discussion 11.00-11.30: Break The Politics of Collapse and Conviviality: Failing States 11.30-11.50: Elsa Drucaroff (UBA Buenos Aires): “Cayéndonos del mapa y ya casi sin tiempo: reflexiones de una escritora y crítica argentina en tiempos de catástrofe” 11.50-12.10: Jan-Henrik Witthaus (Kassel): “Más allá de la novela del dictador: Pequeña soberanía en la literatura actual de América latina” 12.10-12.30: Ignacio Sánchez Prado (Washington Univ.): “Los fines del conflicto. Convivialidad, memoria y justicia en el cine latinoamericano post-2020” 12.30-13.00: Discussion 13.00-14.30: Lunch Pandemic and Anthropocene Narratives 14.30-14.50: Lucero de Vivanco (U. Alberto Hurtado, Santiago de Chile): “Visiones de colapso y sobrevivencia en narrativas testimoniales pandémicas” 14.50-15.10: Ramiro Segura (La Plata/Mecila): “Pandemia, imaginación geográfica y futuros (no) urbanos en la Argentina ¿postglobal?” 15.10-15.30: Kirsten Kramer (Bielefeld): “(Post-)Global Scenarios and Anthropocene Narratives in Contemporary Argentinian Literature” 15.30-16.00: Discussion 16.00-16.30: Break Uncertain Utopias, Rural Reconfigurations 16.30-16.50: Carlos Fonseca (Cambridge): “The Caribbean as World-Chrysalis: Post-Catastrophic Reconfigurations in Rita Indiana, Wifredo Lam and Ana Mendieta” 16.50-17.10: Bieke Willem (Cologne): “Convivencias utópicas en un paisaje agotado: nuevas configuraciones ficcionales de la pampa argentina” 17.10-17.30: Anne Kraume (Constance): „El desierto entre colapso y convivencia en la reciente producción literaria chilena“ 17.30-18.00: Discussion 18.00-19.30: Break 19.30-20.30: Final discussion and closing words URL: mecila.net/en/evento/writing-the-post-global-in-latin-america-collapse-and-conviviality Kontakt für Fragen: j.knobloch@uni-koeln.de; gesine.mueller@uni-koeln.de

Ars metabolica. Stoffwechsel und Digestion als literarisch-kulturelle Prozesse


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.06.2022
Beitrag von:
Vanessa Höving
Forschungsgebiete

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

Erstellt am:
03.06.2022

Ars metabolica . Stoffwechsel und Digestion als literarisch-kulturelle Prozesse 23.-25.06.2022 | Campus Leipzig der FernUniversität in Hagen, Universitätsstr. 16, 04109 Leipzig Organisation: Dr. Vanessa Höving & Prof. Dr. Peter Risthaus (FernUniversität in Hagen) Im Zentrum der Tagung stehen Fragen danach, in welchen Kontexten und zu welchem Zweck Literatur, Kultur und Theorie auf Denkfiguren und Rhetoriken von Digestion und Metabolismus zurückgreifen. Welche ästhetischen, poetologischen und poietischen Potenziale stellt eine ars metabolica bereit und worin besteht die in literarischen und kulturellen Digestions- und Stoffwechselprozessen freigesetzte Energie? Die Tagung wird via Zoom übertragen. Zuhörer*innen sind herzlich willkommen: Zur Anmeldung schreiben Sie bitte bis zum 21.06.2022 an vanessa.hoeving@fernuni-hagen.de. Programm Donnerstag, 23.06.2022 15:30–15:45 Uhr | Begrüßung und Einführung Moderation: Vanessa Höving 15:45–16:30 Uhr | Jessica Güsken (Hagen): „Kulturverwesungsabschnitzel“ und anderes Unverdauliches im Diskurs der philosophischen Ästhetik 16:30–17:15 Uhr | Andrea Schütte (Bonn): Selbstformung in der Literatur der Aufklärungszeit. Diätetische Vorstellungen in Barthold Heinrich Brockes’ Irdisches Vergnügen in Gott (1721–1748) und in Moritz August von Thümmels Reise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich im Jahre 1785-1786 (1791–1805) Moderation: Katharina Scheerer 17:30–18:15 Uhr | Katja Holweck (Mannheim): Unruhe und Unflat. Exkrementelle Protestmittel bei C. D. Grabbe 18:15–19:00 Uhr | Philipp Ritzen (Düsseldorf): „Aufgefaßt: Man speis’te Fleisch / Und das Blut war Menschenblut.“ Digestion und kulturelle Aneignung in Heines Romanzero Freitag, 24.06.2022 Moderation: Thomas Stöck 09:30–10:15 Uhr | Martina Wernli (Frankfurt a.M.): Quecksilber. Kurmittel, Gift, Erzählstoff 10:15–11:00 Uhr | Claudia Liebrand (Köln): „Vorher ordentlich frühstücken, damit der Stoffwechsel nicht an mir zehrt.“ Fontanes Der Stechlin , Thomas Manns Buddenbrooks und Der Zauberberg Moderation: Peter Risthaus 11:15–12:00 Uhr | Hans-Joachim Schott (Leipzig): „Was übrig bleibt, ist Abfall und Gestank“. Essen, Gewalt und Schuld in Elias Canettis Masse und Macht 12:00–12:45 Uhr | Monika Schmitz-Emans (Bochum): Orchideen- und Kartoffelpoetik bei Ludwig Harig. Kommentar zu einem Essay über Betrachtung und Einverleibung Moderation: Vanessa Höving 17:00–17:45 Uhr | Peter Risthaus (Hagen): Abort und Kotztello treffen Frankenstein 17:45–18:30 Uhr | Wim Peeters (Hagen): Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat (Holzwarth/Erlbruch) und Peter Rühmkopfs Hüter des Misthaufens oder die Verdauung der Hinterlassenschaften der Mächtigen Samstag, 25.06.2022 Moderation: Wim Peeters 10:00–10:45 Uhr | Christoph Schmitt-Maaß (Oxford): Defäkierende Dichter. Zur Poetik der Textmassenproduktion im Copy-Paste-Zeitalter 10:45–11:30 Uhr | Lehel Sata (Pécs): „Fressen ohne Ende / auf sicherem Gelände“. Zu einer Poetik des Stoff-Wechsels bei Brigitta Falkner Moderation: Peter Risthaus 12:00–12:45 Uhr | Vanessa Höving (Hagen): Readers Digest. Verdauungswissen und Ästhetiken in Darm-Publikationen der Gegenwart 12:45 Uhr | Abschluss und Abschied

Praktiken der Provokation. Schreib- und Streitstrategien im Werk von G. E. Lessing (Wolfenbüttel)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
29.06.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Poetik, 

Literatur des 18. Jahrhunderts

Erstellt am:
03.06.2022

Veranstaltet von der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel in Zusammenarbeit mit der Lessing-Akademie e. V. Mittwoch, 29. Juni 2022 14.00 Uhr Begrüßung und Einführung durch die Organisator:innen Magdalena Fricke, Hannes Kerber und Eleonora Travanti Panel I: Kritik und Polemik in Lessings ästhetischen Schriften (Moderation: Michael Multhammer) 14.30 Uhr Hendrikje Schauer: „Einfühlung und Kritik. Lessings Hamburgische Dramaturgie “ 15.15 Uhr Kaffeepause 15.30 Uhr Roxanne Phillips: „Lessing verlacht. Komische Provokationen zwischen Heilung und Hygiene“ 16.15 Uhr Christine Vogl: „,Tadelsucht könnte es zwar nicht scheinen.‘ Die Winckelmann-Polemik in Lessings Laokoon zwischen Provokation und Werkpolitik“ 17.00 Uhr Pause Panel II: Strategie und Streit in den politischen Schriften der 1750er Jahre (Moderation: Jonathan B. Fine) 17.15 Uhr Karl Piosecka: „Lessings strategische Selbstpositionierung im Patriotismusstreit der 1750er Jahre“ 18.00 Uhr Michael Multhammer: „Wissen und Handeln im Streit. Zum Hiatus von Theorie und Praxis in Lessings Einakter Philotas “ 18.45 Uhr Ende des offiziellen Programms Donnerstag, 30. Juni 2022 Panel III: Streitbares in Lessings Frühwerk (Moderation: Manuel Zink) 09.15 Uhr Urs Giezendanner: „Reflexive Polemik? Sprachliche (Selbst-)Destruktivität in Lessings Der junge Gelehrte “ 10.00 Uhr Tobias Lachmann: „Literarischer Kynismus. Gotthold Ephraim Lessing, mit Friedrich Schlegel (neu) gelesen“ 10.45 Uhr Kaffeepause 11.00 Uhr Magdalena Fricke: „Verdächtig gemacht. Lessings Auseinandersetzung mit den Offenbarungsreligionen in der Rettung des Hier. Cardanus “ 11.45 Uhr Steffen Götze: „Filiationen des Christentums. Konflikt und Kontinuität zwischen dem jungen Lessing und seinem Vater“ 12.30 Uhr Mittagspause Panel IV: Späte Frontverläufe – Religion und Philosophie in den 1770er Jahren (Moderation: Franziska Solana Higuera) 14.30 Uhr Eleonora Travanti: „Lessing als Kritiker der Aufklärungstheologie. Die exoterische Rhetorik in Leibnitz von den ewigen Strafen “ 15.15 Uhr Hannes Kerber: „Lessings ,liebe Irascibilität‘. Zur körperlichen Manifestation von Streit und Provokation am Beispiel der Duplik “ 16.00 Uhr Kaffeepause 16.30 Uhr Jonathan B. Fine: „Lessings Anti-Goeze als Auseinandersetzung mit der Predigtreihe Goezes in der Passionszeit 1778“ 17.15 Uhr Janina Reibold: „Provokation(en) von Lessings Die Juden in der Fassung der Schrifften von 1754“ 18.00 Uhr Ende des offiziellen Programms 19.30 Uhr öffentlicher Vortrag „Schlegels Lessing“ von Mark-Georg Dehrmann anlässlich des 250. Geburtstages von Friedrich Schlegel in der Villa Seeliger — Dieser Vortrag wird von der Lessing-Akademie organisiert und ist nicht Teil des Tagungsprogramms. Falls Sie teilnehmen möchten, bittet die Lessing-Akademie um vorherige Anmeldung in der Geschäftsstelle. — Freitag, 1. Juli 2022 Panel V: Streit- und Vermittlungsrhetorik in der Erziehung des Menschengeschlechts (Moderation: Matthias Löwe) 09.15 Uhr Joseph Haydt: „Rhetorische Fragen als Streitfragen. Zur Form der Reflexion in Lessings Erziehung des Menschengeschlechts und Goethes Iphigenie “ 10.00 Uhr Baiyu Lu: „,Fingerzeig‘ statt Fehdehandschuh. Zur rhetorischen Vermittlung des triadischen Geschichtsmodells in Lessings Erziehung des Menschengeschlechts “ 10.45 Uhr Andree Michaelis-König: „Religionsphilosophische Provokationen unter Freunden: Lessings Ausführungen über das Judentum in Die Erziehung des Menschengeschlechts und das Streitgespräch mit Moses Mendelssohn“ 11.30 Uhr Kaffeepause 11.45 Uhr Abschlussdiskussion im Plenum (Moderation: Matthias Löwe) 12.45 Uhr Verabschiedung durch die Organisator:innen Magdalena Fricke, Hannes Kerber, Eleonora Travanti 13.00 Uhr Ende der Veranstaltung Interessierte sind willkommen! Bitte melden Sie sich an unter: rohrig@hab.de . Aktuelle Informationen zur Tagung finden Sie unter www.hab.de/event/praktiken-der-provokation/ . Die Tagung wird organisiert von Magdalena Fricke (Forschungszentrum Gotha, Universität Erfurt), Hannes Kerber (Carl Friedrich von Siemens Stiftung, München) und Eleonora Travanti (Philipps-Universität Marburg). Gefördert von der van Runset-Stiftung und der Braunschweigischen Stiftung

Digitale Hermeneutik: Maschinen, Verfahren, Sinn


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
29.06.2022
Beitrag von:
Helmut Hofbauer
Forschungsgebiete

Digital Humanities, 

Medientheorie, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

, und 2 weitere

Erstellt am:
31.05.2022

Im vielstimmig ausgerufenen Zeitalter der Digitalisierung schulen nicht allein nur Dichter*innen auf Programmierer*innen um. Auch die Geistes- und Kulturwissenschaften gebrauchen und entwickeln längst selbst Algorithmen, verdaten jenen Sinn, über den sie nicht mehr allein die Deutungshoheit beanspruchen können. Die Jahrestagung des Forschungsschwerpunkts digitale_kultur fragt transdisziplinär nach jenen Herausforderungen, die sich dem Verstehen, dem Sinn, kurzum der Hermeneutik stellen, wenn Algorithmen, Programme, Maschinen und andere technische Verfahren an ihm mitarbeiten. Die Tagung findet statt in Kooperation mit der Summer School der DGPF .

Die Shakespeare-Übersetzungen von August Wilhelm Schlegel und des Tieck-Kreises: Kontext – Geschichte – Edition (Dresden)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
13.06.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur aus Großbritannien und Irland, 

Digital Humanities

, und 2 weitere

Erstellt am:
27.05.2022

Die Shakespeare-Übersetzungen von August Wilhelm Schlegel und des Tieck-Kreises: Kontext – Geschichte – Edition Internationale Tagung in Zusammenarbeit mit der Kommission für die Edition von Texten seit dem 18. Jahrhundert in der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) Montag, 13. Juni – Donnerstag, 16. Juni 2022 Ort: Klemperer-Saal, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) Zellescher Weg 18, 01069 Dresden Rahmenprogramm: Schloss Pillnitz Organisation: Claudia Bamberg, Christa Jansohn, Stefan Knödler URL: www.uni-bamberg.de/index.php (Anmeldung bis 25. Mai 2022 möglich) Die als „Schlegel/Tieck“ bekannt gewordene Übersetzung sämtlicher Dramen William Shakespeares – sie wurde 1797 von August Wilhelm Schlegel begonnen und in den 1820er Jahren von Ludwig Tieck, seiner Tochter Dorothea und Wolf Heinrich von Baudissin fortgeführt – ist zu einem klassischen Text der deutschen Literatur geworden. Die Tagung möchte eine Neubewertung dieser Übertragungen vornehmen, indem sie nach ihren Kontexten fragt: nach den Bedingungen, der Theorie und der Praxis des Übersetzens, nach der Bedeutung innerhalb des frühromantischen Programms sowie nach dem Konzept einer „romantisch-poetischen“ Übersetzung. Außerdem werden die Unterschiede in den Verfahren August Wilhelm Schlegels bzw. des Tieck-Kreises, schließlich die intensive Rezeption bis in die Gegenwart vorgestellt und diskutiert; auch soll es um die Frage gehen, wie der „Schlegel/Tieck“ heute am sinnvollsten historisch-kritisch ediert werden kann, welche Anforderungen dabei zu beachten sind und welche digitalen Verfahren bei einer solchen dringend notwendigen Edition zum Einsatz kommen müssen. Programm Montag, 13. Juni 2022 (14.15 – 18.30 Uhr) 14.15 – 14.45 Uhr Begrüßung – durch Katrin Stump, Generaldirektorin der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden – durch Christa Jansohn (Bamberg) für das Organisationsteam 14:45 – 15.45 Uhr Günter Oesterle (Gießen) Über das Schöne und das Unschickliche bei Shakespeare: Romantische Übersetzungsfragen im Kontext zivilisationsgeschichtlicher Sensibilitätsveränderungen Einführung: Stefan Knödler 15.45 – 16.15 Uhr Kaffeepause 16.15 – 18.30 Uhr Diskussionsleitung: Claudia Bamberg Olivia Varwig (Wuppertal) „Je ne suis pas assez maître de la langue Anglaise pour l’écrire correctement.“ August Wilhelm Schlegels Berührungen mit der englischen Sprache Frieder von Ammon (Leipzig) Schattenbeschwörung. Eine unbekannte Widmung A.W. Schlegels an Goethe im Kontext Nikolas Immer (Trier) Eine „höhere Stufe der Vollendung“? August Wilhelm Schlegels Shakespeare-Übersetzung im Horizont poetischer und politischer Ambitionen Danach Imbiss und Geselligkeit für Vortragende und Tagungsteilnehmer:innen Dienstag, 14. Juni 2022 (9.00 – 12:30 Uhr und 15.00 – 17.45 Uhr) 09.00 – 10.30 Uhr Diskussionsleitung: Bodo Plachta Achim Hölter, Paul Ferstl, Theresa Mallmann (Wien) Praxis, Materialität, Aneignung: Ludwig Tiecks Marginalien und Notizen zu Shakespeare Jochen Strobel (Marburg) Ludwig Tieck: Nicht-Übersetzer Shakespeares; romantischer Fragmentarist; Erzähler 10.30 – 11.00 Uhr Kaffeepause 11.00 – 12.30 Uhr Diskussionsleitung: Claudia Bamberg Stefan Knödler (Tübingen) „Glauben Sie mir, ich habe viel über diese Dinge nachgedacht.“ August Wilhelm Schlegel und die Bearbeitung und Kommentierung seiner Shakespeare-Übersetzung durch Ludwig Tieck Tim Sommer (Heidelberg) Übersetzung, Texttreue und (Ver-)Fälschung im deutsch-britischen Vergleich (William Henry Ireland, August Wilhelm Schlegel, George Moir) 12.30 – 14.00 Uhr Mittagspause 14.00 Uhr Ausstellung: Schlegels Manuskripte zu den Shakespeare-Übersetzungen in der SLUB Dresden Einführung: Thomas Stern (Referatsleiter Handschriften, Seltene Drucke und Kartensammlung) 15.00 – 16.30 Uhr Diskussionsleitung: Christa Jansohn Christine Roger (Amiens) Shakespeare aus weiblicher Feder – Macbeth, Coriolanus und Cymbeline in der Übertragung Dorothea Tiecks Roger Paulin (Cambridge) Wolf von Baudissin: Shakespeare-Diarist 16.30 – 17.00 Uhr Kaffeepause 17.00 – 17.45 Uhr Diskussionsleitung: Stefan Knödler Cornelia Ilbrig (Hamburg / Frankfurt am Main) Gipsabdrücke, gezähmte Adler, transportierte Eichen. Brentanos Überlegungen zum Übersetzen vor dem Hintergrund frühromantischer Dichtungs- und Übersetzungstheorie 17.45 Uhr Ausstellung: Schlegels Manuskripte zu den Shakespeare-Übersetzungen in der SLUB Dresden Einführung: Thomas Stern (Referatsleiter Handschriften, Seltene Drucke und Kartensammlung) Ab 19.00 Uhr gemeinsames Abendessen für Vortragende und Tagungsteilnehmer:innen; Ort wird bekanntgegeben (Selbstzahler) Mittwoch, 15. Juni 2022 (9.00 – 10.30 Uhr und 15.00 – 18.00 Uhr) 09.00 – 10.30 Uhr Diskussionsleitung: Claudia Bamberg Claudine Moulin (Trier) Blitze von Luʃtigkeit, wackrer Krieger und Liebsgetändel. Lexikalische Kreativität an der Schnittstelle der romantischen Sprachtheorie und „poetischen“ Übersetzung in A.W. Schlegels Hamlet-Manuskript Philipp Redl (Freiburg) Friedrich Gundolf und die romantischen Shakespeare-Übersetzer Danach Mittagspause (Selbstzahler) und eigene Anreise nach Pillnitz (Infos in der Tagungsmappe) 15.00 Uhr Schloss Pillnitz (Exkursion) Führung durch die Schlossanlage von Pillnitz (Treffpunkt und weitere Details werden rechtzeitig bekannt gegeben) Beteiligte vor Ort: Dr. Petra Kuhlmann-Hodick (Oberkonservatorin am Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden) Thomas Geisler (Direktor des Kunstgewerbemuseums in Pillnitz) Dr. Dirk Welich (Schlösserland Sachsen, Schlossleiter von Pillnitz) Prof. Dr. Thomas Bürger (Generaldirektor a.D. der SLUB Dresden) Orte der Übersetzung. Mit Besichtigung von Schloss, Park und chinesischem Pavillon in Pillnitz Anschließend Möglichkeit zum Kaffeetrinken in der Schlossanlage (Selbstzahler, Ort wird bekanntgegeben) Abend zur freien Verfügung Donnerstag, 16. Juni 2022 (9.00 – 12.30 Uhr) 09.00 – 10.30 Uhr Diskussionsleitung: Achim Hölter Bodo Plachta (Münster) Spieltext – Lesetext – Edierter Text. Dramenedition auf dem Prüfstand Rüdiger Nutt-Kofoth (Wuppertal) Die Edition von Übersetzungen: Grundsatzfragen, Zielsetzungen und ein Vorschlag für eine relationale Edition 10.30 – 11.00 Uhr Kaffeepause 11.00 – 12.30 Uhr Diskussionsleitung: Stefan Knödler Katrin Henzel (Kiel) Anforderungen an eine künftige digitale Edition der Shakespeare-Übersetzungen Schlegels und des Tieck-Kreises Claudia Bamberg, Thomas Burch (Trier) Hamlet – digital ediert 12.30 Uhr Ende der Tagung

Comparing and Change: Orders, Models, Perceptions SFB 1288-Midterm-Konferenz, Bielefeld 16. – 18. Juni 2022


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
16.06.2022
Beitrag von:
Sandra Sensmeyer
Forschungsgebiete

Digital Humanities, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Interdisziplinarität

Erstellt am:
25.05.2022

Die Art und Weise, wie wir Objekte, Konzepte oder Menschen vergleichen, steht in engem Zusammenhang mit der Art und Weise, wie wir uns ein Bild von der Welt machen und davon, wie sie sich verändert. Wenn wir vergleichen, messen wir bestimmten Vergleichsgegenständen und Vergleichshinsichten mehr Bedeutung zu als anderen. Als soziale Praxis und wissenschaftliche Methode schafft der Vergleich Ordnung; er ist der Schlüssel zur Genese, Veränderung und Bewahrung von Kategorien, Normen und Werten. Auf der SFB 1288-Midterm-Konferenz vom 16. bis 18. Juni 2022 in Bielefeld soll folgenden Fragen nachgegangen werden: Welche Rolle spielt das Vergleichen bei der Wahrnehmung, Darstellung und Gestaltung des sozialen und historischen Wandels? Konkreter: Sind Praktiken des Vergleichens Katalysatoren, Treiber oder Spiegel des Wandels? Wie entwickeln sich diese Praktiken und auf welche Weise werden sie von anderen sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Praktiken und Prozessen beeinflusst? Gerade hier spielt auch die Frage eine Rolle, wie diese Prozesse und Situationen modelliert werden. Welche Faktoren werden einbezogen in Modelle des Wandels und wie werden diese gewichtet? Prozesse des sozialen Wandels können plötzlich eingeleitet werden, etwa als Reaktion auf politische, wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen. Oder sie können allmählich stattfinden und sich über einen langen Zeitraum erstrecken; sie können kleinere Systeme, Gemeinschaften und Praktiken betreffen oder weitreichende, mitunter sogar globale und historische Auswirkungen haben. Gemeinsam mit (inter-)nationalen Referierenden wird die Vielfalt und Pluralität der Veränderungsprozesse in den Blick genommen. Es wird diskutiert, wie diese Prozesse konzipiert, dargestellt und herbeigeführt werden. Wir wollen uns dem Thema nähern, indem insbesondere Ordnungen, Modelle und Wahrnehmungen in verschiedenen Zeiträumen und Weltregionen untersucht werden, die dazu dienen, Phänomene des Wandels zu beschreiben, zu erklären oder hervorzubringen, und die auf ihre besondere Beziehung zu Praktiken des Vergleichens befragt werden sollen. Neben Vorträgen von SFB 1288-Mitgliedern begrüßen wir u.a. folgende Referierende: Mary Morgan (London School of Economics and Political Science): Comparing Countries: The Paradox of Too Many Numbers? David Nirenberg (Department of History, Chicago/ IAS Institute for Advances Study, Princeton): Writing the long History of Race: Comparison, Analogy, or Inter-Connection? Joan-Pau Rubiés (ICREA & Universitat Pompeu Fabra, Barcelona): Early Modern Comparatism and the Idea of Historical Progress Angus Nicholls (School of Languages, Linguistics and Film, London): Theories of Stadial Change in the German ‘Geisteswissenschaften’ around 1870-1900: Bastian, Dilthey, Scherer and Boas