Romantische Materialitäten/Romantic Materialities (Frankfurt a. M.)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
15.09.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur des 19. Jahrhunderts

Erstellt am:
01.08.2022

Romantische Materialitäten / Romantic Materialities Internationale Tagung, 15.-17. September 2022, Goethe-Universität Frankfurt am Main Organisation und Konzeption: Dr. Joanna Raisbeck (Oxford), Prof. Dr. Frederike Middelhoff (Frankfurt) Mit freundlicher Unterstützung des Klaus Heyne-Preises zur Erforschung der Deutschen Romantik Veranstaltungsort: Seminarhaus, SH 0.109, Campus Westend, Goethe-Universität, Frankfurt am Main Mehr Informationen zur Tagung sind folgender Webseite zu entnehmen: romantikforschung.uni-frankfurt.de/romantische-materialitaeten-romantic-materialities/ Donnerstag, 15. September 14:30 – 15:00 Frederike Middelhoff (Frankfurt am Main) / Joanna Raisbeck (Oxford): Begrüßung und Einführung 15:00 – 16:30 Volker Mergenthaler (Marburg): Überlegungen zur materialen und medialen Affordanz Druckerzeugnisse in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts Jochen Bär (Vechta): Jenseits der Sprache? Romantische Multimodalität im Diskurswörterbuch 16:30 – 17:00 Kaffeepause 17:00 Carlos Spoerhase (Bielefeld) // (öffentliche Keynote): Formate der Romantik 19:30 Gemeinsames Abendessen Freitag, 16. September 09:00 – 10:30 Lea Liese (Basel): ‚Kleinodische‘ Schreibweisen. Die romantische Zeitung als Kunstkammer Florian Gödel (Marburg): Exzentrische Zeitungslektüre. Gérard de Nerval im Feuilleton des National (1850) 10:30 – 11:00 Kaffeepause 11:00 – 12:30 Sandra Markewitz (Vechta): „Ich liebe die Menschen nicht und nicht die Dinge…“ Ideal gegen Materie bei Karoline von Günderrode Andreas Rizzi (Zürich): Die Poetologie des romantischen Fragments zwischen Selbstreflexion und Theorie der Materialität 12:30 – 13:30 Gemeinsames Mittagessen 13:30 – 16:00 Spaziergang & Führung durch das Deutsche Romantik-Museum (+ Günderrode-Ausstellung im Handschriftenstudio) 16:00 – 16:30 Kaffeepause 16:30 – 18:00 Maximilian Bach (Freiburg): Romantischer Autographenkult, literarische Physiognomik und editorische Memorialpraxis: Wilhelm Dorows Facsimile von Handschriften berühmter Männer und Frauen (1836-1838) Yvonne Al-Taie (Kiel): „ein paar Zeilen von seinen schönen Hänten“. Bücher, Handschriften und Briefbeigaben als Residuen körperlicher Präsenz in der Frühromantik 19:30 Gemeinsames Abendessen Samstag, 17. September 9:30 – 11:00 Charlotte Coch (Köln): Zwei Bibelprojekte – Zum Buch als Material/Konzept bei Novalis und Schlegel Luisa Banki (Wuppertal): „Wie mögen Sie nur mit Ihren Händen die schmutzigen Bände berühren?“ Lektüre und Kritik romantischer Leserinnen 11:00 – 11:30 Kaffeepause 11:30 – 13:00 Catriona MacLeod (Chicago): The Material Fragment: Scissors and Texts in Romanticism Martina Wernli (Frankfurt am Main): Das Zeug zum Schreiben. Feder und Tinte in der Romantik 13:00 – 13:30 Abschlussdiskussion Ende der Veranstaltung und Abreise

Übersetzungsräume – Raumübersetzungen. Vierte Jahreskonferenz des SPP 2130 (Göttingen)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
14.09.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Übersetzung allgemein, 

Übersetzungstheorie, 

Literatur der Frühen Neuzeit (14. und 15. Jh.)

, und 1 weitere

Erstellt am:
01.08.2022

Übersetzungsräume – Raumübersetzungen (Jörg Wesche, Regina Toepfer, Peter Burschel) Das DFG-Schwerpunktprogramm 2130 „Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit“ lädt zu seiner 4. Jahreskonferenz zum Thema „Übersetzungsräume – Raumübersetzungen“ ein, die vom 14.-16. September 2022 in der Sternwarte der Georg-August-Universität Göttingen stattfinden wird. Ziel ist die methodische Reflexion und historische Erprobung der Verbindung von Translational und Spatial Turn in spezifisch frühneuzeitlichen Untersuchungssettings. Damit wird eine frühe Epoche der Globalisierung in den Blick genommen, in der sich die ‚alte‘ Welt zunehmend für außereuropäische Räume und Kulturen interessiert. Europäische Übersetzungskulturen werden zugleich durch eine potenzierte Mehrsprachigkeit und Territorialität beflügelt, strahlen über die kolonialen Wechselströme der Frühen Neuzeit weltweit aus und treten dort in Interaktion zu eigenständigen Übersetzungskulturen, was wiederum zu globalen Ruckkopplungen innerhalb Europas führt. Wo werden Übersetzungen im Untersuchungszeitraum angefertigt und rezipiert, welche Räume werden darin mit Hilfe welcher Techniken beschrieben und inszeniert und welche Regionen durch Übersetzungen miteinander verbunden oder auch voneinander abgegrenzt? In diesem Fragehorizont will die Konferenz die Verschränkung von translationswissenschaftlicher und topologischer Forschung in den Kulturwissenschaften von zwei Seiten her fruchtbar machen: Erstens stellt sie Übersetzungsräume in den Mittelpunkt. Zu fragen ist hier zunächst nach kulturellen Transit- oder Kontaktzonen wie z.B. Grenzregionen, Hafenstädten oder auch Frontgebieten, die durch hohe Übersetzungs- oder Mehrsprachigkeitsdynamiken geprägt sind. Fokussiert werden soll zudem auf Übersetzungsorte wie Amsterdam, Basel, Konstantinopel oder Venedig, die als frühneuzeitliche Druckzentren oder ‚Translational Cities‘ herausgehobene Bedeutung haben. Wichtig sind daneben Rezeptionsräume, die durch Übersetzungen z.B. reformatorischer Schriften oder gattungsbildender Texte wie Brants Narrenschiff in der Frühen Neuzeit eröffnet werden und so zur Ausdehnung neuer Paradigmen beitragen. Zweitens richtet sich die Konferenz auf Raumübersetzungen. Hier stehen Praktiken kultureller Übersetzung im Mittelpunkt, die fremdkulturellen Begegnungs- bzw. Konfrontationssituationen erwachsen und sich etwa in die kolonialen Diskurse der Frühen Neuzeit einschreiben. Dabei sollen kulturelle Übersetzungen unbekannter sozialer Räume ebenso wie schriftbildliche Raumübersetzungen in den naturforschenden, architektonischen, kunsttheoretischen oder kartographischen Erschließungsprojekten der Zeit rekonstruiert werden. Zu denken ist schließlich auch an literarische Übersetzungen imaginärer Räume, wie sie z.B. in der Erzählliteratur in fiktionalen Welten inszeniert, in autobiographischen Reiseberichten für ein spezifisches Zielpublikum beschrieben oder in Missionskontexten durch christliche Paradies- und Höllenvorstellungen herausgefordert werden. Mittwoch, 14. September 2022 13:00 – 13:30 Jörg Wesche und Regina Toepfer Begrüßung und Einführung 13:30 – 14:15 Fiona Walter, Heidelberg Reise, Weg, Transport als Übersetzungsmetaphern. Formen und Funktionen spatialer Translationssemantiken in Paratexten übersetzter Erzählliteratur des deutschsprachigen 17. Jahrhunderts 14:15 – 15:00 Manuel Hoder, Würzburg Translatio loci. Aneignungsstrategien des Raums in Matthias Ringmanns Erstübersetzung der Werke Caesars ( Julius der erst Römisch Keiser , 1507/08) 15:00 – 15:30 Pause 15:30 – 16:15 Christian Sinn, St. Gallen Raumübersetzungen als ethische Orientierungsversuche der Frühen Neuzeit 16:15 – 17:00 Anja Wolkenhauer und Julia Heideklang, Tübingen Adpensa Mundi tinniens in angulo : Raumkonzepte frühneuzeitlicher Übersetzungen ins Lateinische 17:00 – 17:30 Pause 17:30 – 18:15 Maximilian Wehner, Würzburg Transformationen des narragonischen Raums. Zur Übersetzung der Raumstrukturen des Narrenschiffs Sebastian Brants (1494) im Narrenschyp (1497), in Jakob Lochers Stultifera navis (1497) und in Nikolaus Hönigers Welt Spiegel (1574) 18:30 Öffentlicher Abendvortrag von Thomas de Padova Donnerstag, 15. September 2022 9:00 – 9:45 Daniele Moretti, Heidelberg Übersetzung – Zeit – Raum. Zur lokalen Herkunft ins Deutsche übersetzter nichtfiktionaler Texte in der frühen Neuzeit (1450–1850) anhand der Daten der Heidelberger Übersetzungsbibliographie 9:45 – 10:30 Diego Stefanelli, Mainz Italien als naturwissenschaftlicher Raum: Französische Übersetzungen wissenschaftlicher Reisen nach Italien in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts 10:30 – 11:00 Pause 11:00 – 11:45 Martina Schrader-Kniffki, Mainz Globalisierung avant la lettre : Intertextualität und Translation des handschriftlichen Konversationswörterbuchs Bvcabulario de la lengua castellana y zapoteca nexitza (1696) 11:45 – 12:30 Susanne Greilich, Regensburg Transatlantischer Wissensraum: die Bibliotheca Americana Antonio de Alcedos 12:30 – 14:00 Mittagspause 14:00 – 14:45 Rebekka Voß und Avraham Siluk, Frankfurt Missionarische Begegnungen zwischen Juden und Pietisten als interreligiöser Interaktionsraum 14:45 – 15:30 Vera Doroveefa-Lichtmann, Paris/Berlin Translating Chinese Imperial Realm into Western Cartography as a Process: the case of Julius Klaproth (1783 – 1835) 15:30 – 16:00 Pause 16:00 – 18:00 Annkathrin Koppers Bildung der TransUnits (SPP-intern) Freitag, 16. September 2022 9:00 – 9:45 Jana Späth, Erlangen-Nürnberg Außereuropäische und ideale Räume: Der Körper des Monarchen und der Raum der Bühne als Übersetzungsträger 9:45 – 10:30 Thomas Biskup, Hull Übersetzungen bei Hofe: Francesco Algarotti 10:30 – 11:00 Jörg Wesche und Peter Burschel Abschlussdiskussion 11:00 – 11:30 Pause 11:30 – 13:00 Regina Toepfer und Annkathrin Koppers Mitgliederversammlung (SPP-intern) Kontakt: spp2130@uni-wuerzburg.de http://www.spp2130.de

Gottfried Benn und Carl Einstein: Freundschaft, Netzwerke, Themen (Münster)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
15.09.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Lyrik allgemein, 

Roman

, und 2 weitere

Erstellt am:
29.07.2022

Gottfried Benn und Carl Einstein: Freundschaft, Netzwerke, Themen Veranstalter: Carl-Einstein-Gesellschaft/Société-Carl-Einstein und die Gottfried-Benn-Gesellschaft Veranstaltungsort: Universität Münster Do., 15. Sept. 22 (WWU Münster, Botanischer Garten, Orangerie) 15.30 Uhr – Begrüßung – Moritz Baßler (Münster) und Stephan Kraft (Würzburg) I Expressionistische und postexpressionistische Netzwerke 16.00 Uhr – Helga Mitterbauer (Brüssel): „katastrophal für bürgerliche Hirne“: Franz Blei, Einstein und die Netzwerke der Avantgarde 17.00 Uhr – Marcus Hahn / Avraham Rot (Regensburg): Gottfried Benns deutsch-jüdische Netzwerke in den 1920er und 1930er Jahren Abendvortrag 19.00 Uhr – Klaus H. Kiefer (München/Frankreich): Bewundert und verdammt – Gottfried Benn und Carl Einstein, eine Freundschaft im Wandel der Zeiten Fr., 16. Sept. 22 (WWU Münster, Botanischer Garten, Botanicum Hörsaal SG 03) I Expressionistische und postexpressionistische Netzwerke (Forts.) 10.00 Uhr – Matthias Berning (Aachen): Einstein, Benn und der Wasmuth Verlag 11.00 Uhr – Simone Zupfer (Düsseldorf): Vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit: Feldverschiebung innerhalb der Avantgarde – Max Herrmann-Neiße als Kritiker Carl Einsteins 12.30 Uhr – Hubert Roland (Neu-Leuven): Gottfried Benn in Knokke 1952 (mit Präsentation unveröffentlichter Materialien) Mittagspause 13.30 – 15.00 Uhr II Kolonialismus und Exotismus 15.00 Uhr – Raluca Radulescu (Bukarest): Gottfried Benn (post)kolonial 16.00 Uhr – Samuel Müller (Würzburg): Postkoloniale Perspektiven auf einige Benn-Gedichte der 1920er Jahre 17.30 Uhr – Eva Wiegmann (Düsseldorf): Erkenntnistheoretischer Primitivismus bei Carl Einstein Öffentliche Abendveranstaltung (Studiobühne WWU Münster, Domplatz 23) 19.30 Uhr – Lesung mit Charles Brauer: Die blaue Hutfeder Euphemias. Gottfried Benn und Carl Einstein – eine Freundschaft in Texten Sa., 17. Sept. 22 (WWU Münster, Germanistisches Institut, Schlossplatz 34) III Avantgardepoetik und die Idee der ‚absoluten Prosa‘ 10.00 Uhr Sarah Gaber (Tübingen): Das Absolute als Versprechen. Gottfried Benns „Roman des Phänotyp“ und Carl Einsteins „Bebuquin“ im Kontext 11.00 Uhr Nicole Rettig (Konstanz): „… und die glänzenden Platten der Denker […] suchen die Balance“. Carl Einstein, Gottfried Benn und die Statik 12.30 Uhr Holger Hof (Berlin/Würzburg): Die Romane des Phänotyp. Zur Entstehung eines Jahrhundertromans Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Programmentwurf handelt, der noch Änderungen unterworfen sein kann. Die Teilnahme ist kostenlos. Vor allem der Abendvortrag von Klaus H. Kiefer und die Lesung mit Charles Brauer richten sich an weitere Kreise und können auch separat besucht werden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an stk88jn@uni-wuerzburg.de .

Begegnungen. Stefan Zweig und Thomas Mann (Salzburg)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
28.07.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur des 20. Jahrhunderts

Erstellt am:
25.07.2022

Begegnungen. Stefan Zweig und Thomas Mann (Salzburg) Anlässlich des 80. Todestages von Stefan Zweig veranstalten das Stefan Zweig Zentrum, der Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg und das Literaturarchiv Salzburg in Kooperation mit der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft am 28./29. Juli 2022 ein Symposium mit dem Titel „Begegnungen. Stefan Zweig und Thomas Mann“. Zur Diskussion stehen neben den persönlichen Bezügen insbesondere Parallelen und Differenzen in der Exilerfahrung und in der Frage des politischen Engagements, im historischen und literarischen Kontext. Der Kosmopolitismus der beiden Schriftsteller soll ebenso reflektiert werden wie die stilistischen Eigenschaften ihrer Werke, die cineastische Rezeption und Probleme der Digitalisierung im Umgang mit Nachlässen. 28. – 29. Juli 2022, Edmundsburg, Mönchsberg 2, Salzburg, Österreich Nähere Informationen für die Online-Teilnahme unter stefan-zweig-zentrum.at/de/das-zentrum/veranstaltungen/thomas-mann-und-stefan-zweig/ . Donnerstag, 28.07.2022 14:00 – 14:30 Begrüßung und Einführung 14:30 – 15:15 Jutta Linder (Messina): Thomas Manns Tagebuchnotizen über Stefan Zweig. Versuch einer Einordnung 15:15 – 16:00 Werner Michler (Salzburg): Nachgestellt. „Goethe“, Stefan Zweig und Thomas Mann 16:30 – 17:15 Daniela Strigl (Wien): „Wir sind nicht wahr, solang wir uns bewahren“. Betrogene Frauen bei Zweig und Mann Junge Forscher*innen: 17:15 – 17:30 Ferdinand Beilhardt (München): „Denken wird Dichtung“ – Inspiration und Verschriftlichung als ästhetisches Verfahren bei Stefan Zweig und Thomas Mann 17:30 – 17:45 Julius Sonntag (Lübeck): Luxus-Literaten. Überlegungen zum Thema Luxus und Literatur bei Thomas Mann und Stefan Zweig Im Anschluss: Gemeinsame Diskussion Freitag, 29.07.2022 09:00 – 09:45 Friedhelm Marx (Bamberg): Europa im Exil: Stefan Zweig und Thomas Mann 09:45 – 10:30 Konstanze Fliedl (Wien): Ungeduldiger Antifaschismus. Stefan Zweigs und Thomas Manns Strategien 11:00 – 11:45 Hans Wißkirchen (Lübeck): Wege ins Exil: Die Jahre 1933 und 1934 bei Stefan Zweig und Thomas Mann 11:45 – 12:30 Hans Rudolf Vaget (Northampton/MA, USA): Militanter Humanismus. Optionen des Exils: Thomas Mann und Stefan Zweig Junge Forscher*innen: 14:00 – 14:15 Simone Lettner (Salzburg): Heinrich Mann und Stefan Zweig – zwei Europäer im Exil 14:15 – 14:30 Clemens Woldan (Salzburg): Die Hinrichtung – ein Relikt ‚inhumaner Gesetzgebung‘. Stefan Zweigs und Thomas Manns Beiträge zum Todesstrafen-Diskurs der Zwischenkriegszeit Im Anschluss: Gemeinsame Diskussion 14:45 – 15:30 Arturo Larcati (Salzburg): Stefan Zweig und Thomas Mann als Mitglieder der „anderen Achse“ von Lavinia Mazzucchetti 16:00 – 16:45 Oliver Matuschek, Lina Maria Zangerl (Salzburg): Was bleibt. Zur digitalen Rekonstruktion des Nachlasses von Stefan Zweig 16:45 – 17:30 Manfred Mittermayer (Salzburg): Thomas Mann, Stefan Zweig und der Film. Beobachtungen an einer Rezeptionsgeschichte 19:00 Uhr | Große Universitätsaula: Lesung im Zuge der Salzburger Festspiele IN AUFRICHTIGER WERTSCHÄTZUNG! Mit Texten von Erika Mann, Thomas Mann, Friderike Zweig und Stefan Zweig mit Martina Gedeck und Claudia Michelsen

Autor:innenschaft und/als Arbeit: Zum Verhältnis von Praktiken, Inszenierung und Infrastrukturen um 1800, 1900 und 2000


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
15.09.2022
Beitrag von:
Julia Nantke
Forschungsgebiete

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literaturtheorie, 

Schriftlichkeit

, und 3 weitere

Erstellt am:
20.07.2022

Mit dem Konzept der Autor:innenschaft verbinden sich in Abhängigkeit von diskursiven und historischen Bedingungen verschiedene Funktionen, die in praxeologischer Perspektive mit unterschiedlichen Formen geistiger und/oder materieller Arbeit verknüpft sind. Allerdings besteht gerade im Bereich literarischer Autor:innenschaft die Tendenz, bestimmte handwerkliche, administrative oder auf die Vermarktung zielende Formen der Arbeit bewusst auszublenden bzw. nicht als Teil des künstlerischen Schaffensprozesses anzuerkennen, was den Blick auf die Differenz von Arbeitspraktiken und Inszenierungsstrategien von Autor:innenschaft lenkt. Dem dezidierten Blick auf die Bruchstellen der medialen Aufschreibesysteme (Kittler 1985) um 1800, 1900 und 2000 liegt die These zugrunde, dass die Bedingungen für Autor:innenschaft sowie das Spannungsfeld zwischen Produktions- und Inszenierungspraktiken besonders in solchen Umbruchsituationen des jeweiligen medialen Dispositivs sichtbar werden. Im Rahmen der Tagung soll eine praxeologische Perspektive auf das Verhältnis von Autor:innenschaft und Arbeit eingenommen werden, um das Ineinandergreifen von Praktiken, Inszenierung und Infrastrukturen bei der Konzeptualisierung von literarischer Autor:innenschaft als Arbeit zu konkretisieren. Das Programm ist dabei durch die Orientierung an den drei benannten Epochenschwellen erstens historisch-vergleichend angelegt. Zweitens erfolgt die Diskussion dezidiert unter Einbeziehung aktueller Fragen der postdigitalen Gegenwart. Drittens bringt die Tagung internationale Wissenschaftler:innen zusammen, die sich aus unterschiedlichen thematischen und disziplinären Zusammenhängen mit dem Thema beschäftigen. Insbesondere die Zusammenführung literatur-, kulturwissenschaftlicher und soziologischer Perspektiven verspricht einen Mehrwert im Hinblick auf das an der Grenze jener Disziplinen angesiedelte Tagungsthema. Um Anmeldung mit der Angabe, ob Sie virtuell oder in Präsenz teilnehmen wollen, wird gebeten. Bitte schreiben Sie dazu bis zum 12. September an alena.heinritz@uibk.ac.at.

Literary Acts of Agency


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
18.07.2022
Beitrag von:
Ivana Perica
Forschungsgebiete

Literaturtheorie, 

World Literature/Weltliteratur, 

Literatur und Recht

Erstellt am:
08.07.2022

Contemporary society has been shaped and sometimes vexed by the notion of the Rechtsstaat (the state of law, or just/ified state) – a culturally key word in which the state, justice and the law meet. There are inevitable tensions in that meeting. To date, those have been addressed by political theorists, but far less by scholars of literature and culture. At a time when just government, the security of the state and the rights of individuals are at issue, we explore literary and cultural production as co-constitutive of the state of law/justice. This conference is part of the strategic partnership “Literature and the Rule of Law” (2020-2023) between the University of Cambridge and the LMU. Since 2020, this group of scholars has continuously attended to theoretical conversations about the political articulacy of literature and explored how literature is harnessed to social and political purposes. As the final event of the partnership, the conference Literary Acts of Agency focuses on the roles and tasks that aesthetic phenomena take on in relation to social movements and their interaction with the legal system, especially with the idea and practise of the rule of law. The conference will take place at Seidlvilla, Nikolaiplatz 1 b, 80802 Munich; the programme is available here: “Literary Acts of Agency” Strategic Partnership “Literature and the Rule of Law” (Univ. of Cambridge – LMU) International Conference 18 – 19 July 2022 Monday First panel 10.00–10.45 Johanna-Charlotte Horst (LMU) : Mittelmaß in Middlemarch . Zur Erzählbarkeit sittlicher Latenzen bei George Eliot 10.45–11.30 Charlotte Woodford (Cambridge) : Poetic (in)justice: Taking the law into her own hands 12.00–14.00 | Lunch Second panel 14.00–14.45 Stephanie Galasso (Cambridge) : Bertolt Brecht’s Leben des Galilei 14.45–15.30 Philipp Wegmann (LMU) : Zur Kritik der Gewalt , the Force of Law, and Legal Power Tuesday First panel 9.00–9.45 Banu Karaca (ICI Berlin) and Başak Ertür (Univ. of London): “A Violence that cannot be our own”: Aesthetic Refractions of the National Socialist Underground 9.45–10.30 Catriona Corke (Cambridge) : Subverting legal form: The radical left “Schlusswort” in 1970s West German trials 10.30–11.00 | Coffee Break 11.00–11.45 Ivana Perica (Univ. of Vienna) : From the ‘Imperative to Right’ to the Literature of Human Rights: Imbolo Mbue’s How Beautiful We Were 11.45–12.15 Discussion about the edited volume 12.30–14.30 | Lunch *The organizers ask for prior registration by email ( johanna-charlotte.horst@lrz.uni-muenchen.de , ivana.perica@univie.ac.at ).*

Symposium „Jenseits von Geschlecht“ im Werk Yoko Tawadas (Bamberg)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
14.07.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Ostasiatische Literatur, 

Poetik, 

Literatur des 21. Jahrhunderts

Erstellt am:
08.07.2022

Vom 14. – 16. Juli 2022 diskutiert ein international besetztes Kolloquium (Japan, USA, Frankreich, Polen, Italien, Österreich und Deutschland) das Werk Yoko Tawadas im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia ( http://www.villa-concordia.d e ). Nähere Informationen erhalten Sie bei der Veranstalterin Prof. Dr. Iris Hermann (Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft): iris.hermann@uni-bamberg.de . Sehr lesenswert in diesem Zusammenhang ist auch die Homepage von Yoko Tawada: yokotawada.de . Programm des Symposiums: Donnerstag, 14. Juli 2022, Universität Bamberg (Hörsaal U2/025) 20.00 Uhr: Grußwort der Vizepräsidentin für Diversity und Internationales Prof. Dr. Christine Gerhardt Im Anschluss: Vierte und letzte Poetikvorlesung Yoko Tawadas Freitag, 15. Juli 2022, Internationales Künstlerhaus Villa Concordia 9.00 Uhr: Grußwort der Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia Nora Eugenie Gomringer 9.15 Uhr: Einführung 9.30 Uhr: Norbert Eke (Paderborn): Yoko Tawadas und Herta Müllers irisierende Poetiken des Inbetween und des Irrlaufs 10.00 Uhr: Christine Ivanovic (Wien): Reflektierter Postjaponismus: Das Weiterleben einer untergegangenen Kultur in Tawadas Chikyū ni chiribamerarete / Scattered All Over the Earth (2018/2022) 10.30-11.00 Uhr: Diskussion der beiden Vorträge 11.00-11.30 Uhr: Kaffeepause 11.30 Uhr: Michiko Mae (Düsseldorf): Metamorphose des Körpers und der Sprache bei Yoko Tawada – Am Beispiel des Kurzromans Das Bad 12.00 Uhr: Gudrun Heidemann (Lodz): „Die Sehkraft ist eine Spalte.“ Weibliche Netzhaut-Reisen in Yoko Tawadas Das nackte Auge 12.30 Uhr: Diskussion der beiden Vorträge 13.00 Uhr: Mittagspause 15.00 Uhr: Carola Hilmes (Frankfurt a. Main) Dinge, Pflanzen und Tiere. Tawadas Poetik der Verwandlung in ihren frühen Theaterstücken 15.30 Uhr: Kaffeepause 16:00 Uhr: Linda Karlsson Hammarfelt (Göteborg): Jenseits des (Menschen-)Geschlechts. Das Aushandeln der Beziehung zwischen Mensch und Tier bei Yoko Tawada 16.30 Uhr: Diskussion der beiden Vorträge Ab 18 Uhr: Gemeinsames Abendessen 20.00 Uhr: Palais Schrottenberg: Das Wildwuchstheater spielt „Mammalia in Babel“, Gespräch mit der Autorin, Studierenden, dem Theater und dem Publikum Samstag, 16. Juli 2022, Internationales Künstlerhaus Villa Concordia 9.00 Uhr: Miho Matsunaga (Tokio): Androgynie bei Yoko Tawada (via Zoom) 9.30 Uhr: Yumiko Saito (Tokio): Zu Yoko Tawadas Roman „Paul Celan und der chinesische Engel“ (via Zoom) 10.00 Uhr: Hiroaki Sekiguchi (Tokio) Der Meridian zwischen West und Ost. Über die japanische Übersetzung von Yoko Tawadas „Paul Celan und der chinesische Engel“ (via Zoom) 10.30 Uhr: Diskussion der drei Vorträge 11.15 Uhr: Kaffeepause 11.45 Uhr: Sven Keromnes (Lyon): Stimmen im Vakuum: Selbstdefinition des Subjekts und pronominale Kreativität im Falle Yoko Tawadas 12.15 Uhr: Vasilije Ivanovic (Pennsylvania State University): Genus, Genshi, Gegenüber: Geschlechterkodierung und Atomare Geschichtlichkeit in Tawadas „Fushi no Shima“. 12.45 Uhr: Diskussion der beiden Vorträge 13.15 Uhr: Schlussdiskussion: Jenseits von Geschlecht Ende des Symposiums gegen 13.45 Uhr Ab 14 Uhr: Ausklang

Transnational Drama within and beyond Europe, 1450-1750


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
01.09.2022
Beitrag von:
Dinah Wouters
Forschungsgebiete

Textgeschichte, Editionstechnik, Handschriftenkunde, 

Digital Humanities, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie)

, und 5 weitere

Erstellt am:
28.06.2022

Conference: Transnational Drama within and beyond Europe, 1450-1750 AMSTERDAM AND ONLINE (HYBRID) Find the programme and information on translatin.nl/conference. Register by sending an email to dinah.wouters@huygens.knaw.nl.

Orte und Epistemologien des Wissens


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
08.07.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Postkoloniale Literaturtheorie

Erstellt am:
28.06.2022

Orte und Epistemologien des Wissens 8. JULI 2022, 9:30 – 19:15 UHR W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. Nernstweg 32 – 34 22765 Hamburg In The Place of the Idea and the Idea of the Place (1996) stellt die Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison in einer poetischen Rede an der Princeton University die Frage nach dem Zusammenhang von Ort und Idee der Generierung von Wissen, und erzeugt auf diese Weise, nicht nur einen kritischen, literarischen Text, sondern kreiert auch eine andere Art des Wissens, die die Universität als Ort des Wissens sachte hinterfragt. Auch von anderer Seite wird die Universität, die gemeinhin als autorisierter Ort des Wissens und der Wissensgenerierung auf erkenntnistheoretischer und philosophischer Ebene verstanden wird, in Frage gestellt. Insbesondere Jacques Derrida hat die Universität als den Ort der Wissenserzeugung besonders in der Schrift L’Université sans condition (2001) herausgefordert und gleichzeitig neu gesetzt. In dem Band Another Knowledge is Possible – Beyond Northern Epistemologies (2008) , wiederum laden Boaventura de Sousa Santos, Joao Arriscado Nunes und Maria Paula Meneses zur Veranschaulichung und Arbeit mit den vielschichtigen theoretischen und praktischen globalen Erkenntnistheorien und ihren Einbezug in etabliertes Wissen und seine Erzeugung ein. Das Symposium nimmt, aufbauend auf diesen Interventionen, kritische Fragen nach der Verortung des Wissen und den Orten des Wissens auf, um verschiedene Aspekte dieser Fragestellung zu Literatur, Kunst und Film, Algorithmen und Feminismus, Kartographieren und Imaginationen von Macht(-strukturen), und Archive und Archivierung zum Thema und Diskussion zu machen. Wir wollen fragen was als Wissen betrachtet wird, wo es verortet wird, wo es entstehen kann, und wer Wissen benennt. Es wird so nach Subjekten und Wissen, und den Subjektivitäten, die mit ihm verbunden werden, gefragt. Besonderer Fokus liegt dabei auf Fragen nach den intersektionalen Machtzusammenhängen von Geschlecht, ‚Rasse’/Ethnizität, class, different ability, Alter, Sexualität und anderen gesellschaftsbestimmenden Kategorien, die Wissen strukturieren und definieren, was es ist, und wer sie bestimmt (und bestimmen darf). Diese Ansätze des Zusammenhangs von Örtlichkeit und Epistemologien als Ausgangspunkt nehmend, stellen wir in dieser Veranstaltung die Frage nach Orten des Wissens, welche die Universität bilden, aber auch nach solchen, die sie überschreiten, sowie nach der BeDeutung von Orten, die Subjektivitäten unterschiedlich erzeugen und zuweisen und so zu Instanzen von Autorität, Kontrolle und Policing von Körpern werden lassen können oder diese Instanzen unterminieren. Welche Körper bekommen Sprechmacht und welchen wird dieser entzogen, welche Körper werden kontrolliert, welche nicht, welche Formen von Wissen werden dabei außer Kraft gesetzt und welche erzeugt, wie werden diese auf theoretischer, praxisorientierter, aktivistischer und künstlerischer Ebene diskutiert und herausgefordert und welche Formen alternativer WissensOrte lassen sich dabei generieren, die die Idee der Universität als Ort des Wissens und Wissen als Orte von Ideen erweitern und zu anderen neuen Erkenntnissen beitragen können. So gibt es unendlich viele andere Orte, in denen Wissen generiert wird, in der Alltagsästhetik (auf den Straßen, in konvivialen, translokalen Zusammenhängen, in digitalen Bereichen) und in den Künsten (der Musik, Literatur, Malerei, Performance-Bereich). Im Symposium fragen wir nach deren Entstehung(-smöglichkeiten) und ihren Wirkmächtigkeiten, die oft in den Hintergrund geraten. Daran anschließend findet das erste Treffen der Arbeitsgruppen der FG statt, die sich in der ersten Mitgliederversammlung am 12.11.2021, ergeben hatten und allen offen stehen. Die Sitzung ist eine analoge Veranstaltung und findet in den Räumen der W-3 in Hamburg statt. Die Teilnahmezahl für die Workshops ist auf je 15 beschränkt. Wir bitten daher bei der Registrierung auch die Teilnahme am Workshop anzugeben. Das Event schließt mit einem Filmscreening als Abendveranstaltung zur Dekolonisierung der Un/Sichtbarkeit/Un/Hörbarkeit – Stichwort: Film & Archiv – Film als Archiv, mit Gast und anschließendem Publikumsgespräch. Die Teilnahme an der Fachtagung ist für Mitglieder der FG DeKolonial e.V. kostenlos. Alle anderen Teilnehmer*innen bitten wir um einen Unkostenbeitrag nach dem Solidarprinzip zwischen etwa 20 und 40€. Wenn nach der Veranstaltung Interesse besteht, Mitglied der FG DeKolonial e.V. zu werden, kann dieser Beitrag als Jahresbeitrag angerechnet werden. Teilnahme- und Reisestipendien Dank der großzügigen Unterstützung durch die Wegrand Stiftung, können fünf Teilnahme- und Reisestipendien in Höhe von jeweils maximal 100 € an Studierende/Promovierende of Colour vergeben werden. Einzureichen ist hierfür ein kurzes Motivationsschreiben, aus dem hervorgeht, inwiefern die eigene Forschung vom Besuch des Symposiums profitiert, ein Lebenslauf inkl. Kontaktdaten (max. 1 Seite), sowie eine Immatrikulations- bzw. Promotionsbescheinigung (Kopie), alles zusammengefasst in einem PDF-Dokument an fg-dekolonial@posteo.de Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung über den Button unten und die Überweisung des Teilnahmebeitrages bis zum 04. Juli 2022 an: Kontoinhaber*innen: FG DeKolonial e.V. – Fachgesellschaft für rassismuskritische, postkoloniale und dekoloniale Theorie und Praxis Verwendungszweck: Symposium2022_[Nachname] IBAN: DE49430609671256005600 BIC: GENODEM1GLS

„Wasser|Landschaften. Ökologien des Fluiden um 1800“ (Tagung der RMU-Initiative „Romantische Ökologien“, 07.–09. Juli 2022, Forschungskolleg Humanwissenschaften Bad Homburg)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
07.07.2021
Beitrag von:
Frederike Middelhoff
Forschungsgebiete

Nordeuropäische Literatur (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland), 

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur aus Großbritannien und Irland

, und 4 weitere

Erstellt am:
25.06.2022

Wasser|Landschaften. Ökologien des Fluiden um 1800 Eine Tagung der RMU-Initiative „ Romantische Ökologien “ 07.–09. Juli 2022, Forschungskolleg Humanwissenschaften (Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg v.d. Höhe) Die Tagung erkundet die ökologischen Dimensionen des Fluiden in der Zeit um 1800 ausgehend vom Begriff der ‚Wasser|Landschaften‘. In den Fokus geraten damit ganz unterschiedliche ‚Wasserstätten‘, die von regentragenden Wolken-Formationen über Wasserpfützen und Moorgebieten bis hin zu Flussläufen und Meeresräumen reichen und damit äußerst heterogene ästhetische Programme (u.a. das Erhabene oder den locus amoenus ), Gattungen (Idyllen, Fluss- und Seefahrt-Balladen, Gartengedichte, Landschaftsprosa und Landschaftsmalerei-Diskurse, Naturessays usw.), Orte (national und international, phantastisch und realistisch usw.), Zeiten und Stofftraditionen (griechische und germanische Mythologie, Mittelalter) ins Spiel bringen. Grundthese der Tagungsinitiative ist dabei, dass Literaturen und visuelle Künste der Romantik das Zusammenspiel von (Lebens-)Elementen und Lebewesen um/im Wasser reflektieren und in verschiedenen ästhetischen Ausprägungen inszenieren. Die ausgewählten Beiträge beleuchten die ästhetischen Verfahren und wissensgeschichtlichen Kontexte von Wasser- und/als Lebensräumen in der Zeit um 1800 und bringen sie mit Theorien, Denkfiguren und Darstellungsformen des Ökologischen in Verbindung. Ansatzpunkte und Impulse für diese Beschäftigung geben dabei neben dem Forschungsfeld des Romantic Ecocriticism auch der ‚Hydro-Criticism‘ und die ‚Blue Humanities‘. Die europäische und internationale Romantik ist dabei ein wichtiger, wenngleich nicht der einzige Bezugspunkt. Das Erkenntnisinteresse der Tagung gilt der Darstellungs- und Denkvielfalt des Ökologischen um 1800 – die Beiträge fokussieren daher Text, Bild und Diskussionspunkt gewordene Wasser|Landschaften zwischen 1750 und 1850. Konzeption: Frederike Middelhoff (GU Frankfurt), Roland Borgards (GU Frankfurt), Barbara Thums (JGU Mainz) PROGRAMM Donnerstag, 07. Juli 2022 Ab 13:15 Registrierung am Veranstaltungsort (Forschungskolleg) 14:00 – 14:30 Begrüßung und Einführung Roland Borgards (Frankfurt/M), Frederike Middelhoff (Frankfurt/M), Barbara Thums (Mainz) Öko-ästhetische Gewässerkunden 14:30 – 16:30 Yashar Mohagheghi (Aachen): Onto-ökologische Milieus. Hölderlins ecopoetry des Stroms Dennis Disselhoff (Heidelberg): Ach Ach Bächlein, liebes Bächlein, so singe nur zu. Zur Musikalisierung einer Poetik des Wassers in ausgewählten Liedern Franz Schuberts (1797–1828) 16:30 – 17:00 Kaffeepause Fluide Soundscapes zwischen Eco-Politics und Eco-Aesthetics 17:00 – 19:00 Lars Friedrich (Konstanz): Regierungskunst der Ströme. Politische Modellierungen fließender Gewässer in der Lyrik um 1800 Claus Telge (Liège): Wellen und Verse. Meereslyrische Immersionsästhetik zur Zeit der Romantik 20:15 Keynote Hartmut Böhme (Hamburg): Wasser als morphologische Kraft Freitag, 08. Juli 2022 Philosophien und Poetiken des Fluiden 09:30 – 11:30 Johanna Hueck (Freiburg): Das Flüssige als Werk-Stoff des Lebendigen. Franz von Baaders naturphilosophische Erkundungen des Fluiden Frederike Felcht (Frankfurt/M): Von Wassertropfen bis Wattenmeer. Hans Christian Andersen 11:30 – 12:00 Kaffeepause Gärten und Landschaften im Fluss/in flux 12:00 – 13:00 Sarah Maria Teresa Goeth (Erlangen-Nürnberg): Wasser zwischen Landschaft und Element. Wasserlandschaften in literarischen und gartenkundlichen Diskursen um 1800 13:00 – 14:15 Gemeinsames Mittagessen 14:15 – 15:15 Antje Kempe (Greifswald): Gärten als Hydrotopoi. Perspektiven und Grenzen von Wasserlandschaften 15:15 – 16:15 Wasserstätten im Kurpark Bad Homburg (Spaziergang) Ge/Schichten von Wasser: Bewegtes Erzählen 16:30 – 18:30 Steffen Schneider (Graz): Zwischen Natur und Geschichte. Wasserlandschaften in Chateaubriands Itinéraire de Paris à Jérusalem Oliver Völker (Frankfurt/M): Dispersion, Austausch und Oszillation als Erzählverfahren in Victor Hugos Ozeanroman Les travailleurs de la mer Samstag, 09. Juli 2022 Geister über den mehr-als-menschlichen Wassern 9:30 – 11:30 Jakob Christoph Heller (Halle-Wittenberg): Amphibische Figuren als Reflexion poetologischer Diskurse bei Ludwig Tieck ( Das Donauweib , Der Wassermensch ) Anke Kramer (Münster): Die Geister im Wasser. Interdependenzen von Wasser, Wahrnehmung und Spuk bei Annette von Droste-Hülshoff 11:30 – 12:00 Kaffeepause Liquide Risiken und wasserlandschaftlicher Horror 12:00 – 13:00 Paul Hamann-Rose (Passau): „A Shepherd on the stormy seas“. Poetische und Pathologische Verschmelzungen von Landschaft und Wasser in Wordsworths „The Brothers“ 13:00 – 14:15 Mittagessen 14:15 – 15:15 Virginia Richter (Bern): „Magnificent, yet most dreadful objects of nature“: Sir Walter Scotts gefährliche Küsten 15:15 Abschlussdiskussion, danach Kaffee und Abschied Kontakt und Information: middelhoff@em.uni-frankfurt.de