Celan in der bildenden Kunst der Gegenwart, Berlin (2./3.3.2023, Literarisches Colloquium Berlin + online)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
02.03.2023
Beitrag von:
Diego León-Villagrá
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur und andere Künste, 

Lyrik allgemein

Erstellt am:
20.02.2023

Der Workshop versammelt internationale bildende Künstlerinnen und Künstler zu moderierten Gesprächen, in denen sie vom Einfluss der Gedichte und des Lebens Paul Celans auf ihr eigenes Schaffen erzählen und ihre Werke vorstellen, die daraus hervorgegangen sind. Diese Gespräche werden von wissenschaftlichen Beiträgen und Diskussionen zu einzelnen Kunstwerken begleitet. Anhand von ausgewählten Installa­tionen, Skulpturen, Graphic Novels und Gemälden seit 2000 sollen die von Celans Werk ausgehenden bildnerischen Anverwandlungen und Fortschreibungen thematisiert werden. Welche Werke oder Aspekte von Celans Leben werden Thema der visuellen Künste und warum gerade diese? Welche medialen Transferdynamiken lassen sich beobachten? Was fügt die bildende Kunst der Gegenwart dem Werk Celans hinzu? Tagungssprachen sind Englisch und Deutsch. Der Workshop lässt sich auch online mitverfolgen: Den Link zur Veranstaltung erhalten Sie nach Anmeldung bei Diego León-Villagrá per Mail: d.leon-villagra@fu-berlin.de Der Workshop wird durch den Exzellenzcluster „Temporal Communities. Doing Literature in a Global Perspective“ und die Baumgart-Stiftung gefördert. Programm Donnerstag , 2. März 2023 14:00 Begrüßung durch Friederike F. Günther und Diego León-Villagrá 14:05 Karen Leeder (University of Oxford): After Celan: Celan and Modern Art 14:30 Edmund de Waal im Online-Gespräch mit Diego León-Villagrá Pause 16:00 Annette Jael Lehmann (Freie Universität Berlin): ‚Pour Celan‘ – Anselm Kiefer and Beyond 16:30 Mirosław Bałka im Online-Gespräch mit Annette Jael Lehmann Pause 18:00 Alexander Polzin und Joseph Semah im Gespräch David Wachter und Friederike Günther (Freie Universität Berlin) Freitag , 3. März 2023 9:30 Markus May (Ludwig-Maximilians-Universität München): ‚Nach dem Lichtverzicht‘. Reflexionen zum Umgang mit Paul Celan in der zeitgenössischen Kunst 10:00 Markus Daum im Gespräch mit Olga Katharina Schwarz (Ruhr-Universität Bochum) Pause 11:30 Pablo Turnes (Universidad de Buenos Aires/Freie Universität Berlin): The Wound of Philoctetes: Purging the Poison out of Collective Memories 12:00 Yirmi Pinkus im Gespräch mit Pablo Turnes Pause 14:00 Sarah Ortmeyer im Online-Gespräch mit Jana Maria Weiß (Freie Universität Berlin) 14:45 Carolin Schmidt und Margaret Schlenkrich (Kollektiv ‚kaboom‘) im Gespräch Ira Klinkenbusch (Humboldt-Universität zu Berlin) 15:30 Abschluss Organisation Friederike Günther und Diego León-Villagrá

Nützt es dem Volk, betrogen zu werden? Eine Debatte zur Politik der Aufklärung, Halle (Saale)/online (22.03. – 24.03.2023)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
22.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Soziologie, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Literatur und Philosophie

Erstellt am:
20.02.2023

Nützt es dem Volk, betrogen zu werden? Eine Debatte zur Politik der Aufklärung Internationale Tagung, 22. bis 24. März 2023 Halle an der Saale, Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) 1780 veröffentlicht die Klasse der belles lettres der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften ihre Preisfrage „Est-il utile au Peuple d’être trompé?“ (Ob es nützlich für das Volk sei, betrogen zu werden) – diese Frage löste eine lebhafte Diskussion aus, in der die politischen Implikationen der Aufklärung verhandelt wurden: ob Aufklärung und Regierung wirklich gemeinsame Interessen verfolgten, ob erstere letztlich durch Täuschung geschützt werden müsse oder umgekehrt letztere durch Täuschung kompromittiert werde etc. In diesen Debatten zeigt sich die zunehmende Skepsis gegenüber der Aufklärung am Ende des 18. Jahrhunderts, und an ihnen lassen sich deren Ambivalenzen und Spannungen erkennen: die prekäre Position der deutschen Aufklärung, die den Kampf gegen Vorurteile mit der Unterordnung unter die staatliche Obrigkeit verband, das zweideutige Verhältnis der Aufklärung überhaupt zum „Volk“, deren Glaube und Zweifel an der Macht der Wahrheit. Die Debatte ist aber auch heute aktuell angesichts einer sich zuspitzenden Krise der Öffentlichkeit und eines sich verschärfenden Streites um den politischen Wert der Wissenschaft, in dem oft explizit Bezug auf die Aufklärung genommen wird. Die Tagung will daher im Ausgang von der Debatte über die Preisfrage allgemein nach der Politik der Aufklärung und ihrer Relevanz für unsere Gegenwart fragen. Konzeption und Organisation Prof. Dr. Elisabeth Décultot und Prof. Dr. Daniel Weidner (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) Veranstaltungsort Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung Thomasius-Zimmer Franckeplatz 1, Haus 54 06110 Halle an der Saale Weitere Informationen: www.izea.uni-halle.de Die Tagung findet als Hybridveranstaltung statt. Die Online-Teilnehmer*innen erhalten kurz vor Beginn einen Link. Kontakt und Anmeldung zur Teilnahme in Präsenz und Online bis 20. März 2023 an: izea@izea.uni-halle.de — PROGRAMM Mittwoch, 22. März 2023 ab 12:30 Anmeldung im Tagungsbüro und Begrüßungskaffee im Foyer des IZEA 13:30 – 14:00 Eröffnung der Tagung und Einführung Elisabeth Décultot und Daniel Weidner (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) 14:00 – 15:30 Moderation Elisabeth Décultot Rainer Godel (Zentrum für Wissenschaftsforschung Leopoldina Halle) Instrumentelle Aufklärung? Die Preisfrage nach dem Volksbetrug im Zusammenhang der Vorurteilsdebatte Bertrand Binoche (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne) La superstition au nom des Lumières 15:30 – 16:00 Kaffeepause 16:00 – 17:30 Moderation Daniel Weidner Ritchie Robertson (University of Oxford) Voltaire and the Belief in Hell Celine Spector (Sorbonne-Université, Paris) L’autorité du sacré et le noble mensonge. Le rôle du législateur dans le „Contrat social“ Anschließend Empfang und Abendimbiss im Foyer des IZEA Donnerstag, 23. März 2023 9:30 – 11:00 Moderation Elisabeth Décultot Martin Urmann (Freie Universität Berlin) „Est-il utile à la société que le cœur de l’homme soit un mystère?“. Die Berliner Volksbetrugsfrage im Lichte der Preisausschreiben der französischen Akademien Andrea Kern (Universität Leipzig) Das „Paradox“ der Aufklärungsidee 11:00 – 11:30 Kaffeepause 11:30 – 13:00 Moderation Baptiste Baumann Jean-Alexandre Perras (European University Institute Florenz) La valeur de l’utilité à la lumière du concours de 1780 Daniel Dumouchel (Université de Montréal) Aufklärung, perfectibilité, progrès de l’esprit: l’argumentation anthropologique, de Rudolf Zacharias Becker à Kant 13:00 – 14:30 Mittagsimbiss 14:30 – 16:00 Moderation Johanna Wildenauer Sebastian Engelmann (Pädagogische Hochschule Karlsruhe) Die Asymmetrie verantworten – Johann Georg Schlossers (pädagogische) Ordnungsmaßnahmen für die Landbevölkerung Tim Meier (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) Vergleich – Abgrenzung – Zukunftsvision? Die argumentative Funktion ‚der Juden‘ in der Konstruktion einer aufgeklärten Gesellschaft 16:00 – 16:30 Kaffeepause 16:30 – 17:30 Moderation Daniel Weidner Hans Adler (University of Wisconsin-Madison) Die Wahrheit auf transgnoseotopischem Glatteis. Zur Verschränkung von Epistemologie, Ethik und Macht, ausgehend von der 1780er Preisfrage der Preußischen Akademie der Wissenschaften Freitag, 24. März 2023 9:30 – 11:00 Moderation Steffen Martus Daniel Fulda (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) „In hoc signo vinces.“ Die Apotheose der Aufklärung in Ernst Rathlefs nicht eingereichter Beantwortung der Preisfrage Harald Bluhm (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) Sein und Schein in einer systematisch verengten Preisfrage 11:00 – 11:30 Kaffeepause 11:30 – 12:15 Moderation Steffen Martus Axel Rüdiger (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) Kants Reprise: „Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu Lügen“ 12:15 – 13:00 Mittagsimbiss 13:00 – 14:30 Moderation Jana Kittelmann Elias Buchetmann (Universität Rostock) ‚The question is no good‘: Hegel and the 1780 Prize Contest Sophia Wege (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) Die Unerziehbarkeit des Menschengeschlechts. Zur Aktualität von Schopenhauers Geschichtspessimismus Ausklang der Tagung

Collage/Montage in Kunst und Literatur von den 1960er Jahren bis heute, Jena (22.02. – 24.02.2023)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
22.02.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Interdisziplinarität, 

Literatur und andere Künste, 

Literatur und Visual Studies/Bildwissenschaften

Erstellt am:
20.02.2023

Ort: Fürstengraben 1, 07743 Jena, Senatssaal Seit den 1960er Jahren erlebt Collage/Montage eine anhaltende Konjunktur. Unter neuen kulturellen, poetischen und medientechnologischen Bedingungen eignet man sich das künstlerische Prinzip des Zerschneidens und Zusammenfügens vorgefundenen Materials neu an, das die Avantgarden im frühen 20. Jahrhundert entwickelt haben. Die interdisziplinäre Tagung fragt, wie dieses ästhetische Prinzip seit den 1960er Jahren in bildenden Künsten und Literatur transformiert und umgedeutet wurde. Das Augenmerk richtet sich vor allem auf neue Formen, Verfahren und Semantisierungen von Collage/Montage sowie die meist damit verbundenen – um genderkritische, geschichtskulturelle und dekoloniale Perspektiven erweiterten – gesellschaftspolitischen Impulse. Programm Mittwoch, 22. Februar 2023 14:00 Verena Krieger/Gregor Streim (Jena): Begrüßung und Einführung Neukonzeptionen ab den 1960er Jahren (Moderation: Johanna Bohley) 14:45 Johannes Ullmaier (Mainz): Die Zerschneidung des Gewohnten zwischen Einschnitt und Gewohnheit. Zur historischen Dynamik von Verfahrens- und Akkommodationsaspekten bei Montage und Collage 15:30 Kaffeepause 16:00 Paola Bozzi (Mailand): Das Umkehren des Zirkels. Zu Franz Mons Collagen 16:45 Gregor Streim (Jena): Montage und Konkrete Poesie: Franz Mon 19:30 Öffentliche Abendveranstaltung: Lesung und Autorengespräch mit Kathrin Röggla in Schillers Gartenhaus Donnerstag, 23. Februar 2023 De-/Konstruktion von Identität (Moderation: Luise Thieme) 9:30 Jennifer Jenson (Chicago): „Immer ein Stück Verletzung, immer ein Stück Heilung“. Aura, Freeplay und Ambivalenz in Annegret Soltaus Fotovernähungen 10:15 Till Julian Huss (Berlin): Digitale Collagen und transkulturelle Identitätssuche 11:15 Kaffeepause 11:45 Florian Flömer (Bremen): De/Face/Collage. Zur Auflösung des Gesichts in den Collagen von John Stezaker 12:30 Mittagspause Politische Montage (Moderation: Marlen Katz) 14:00 Annette Tietenberg (Braunschweig): Wohnzimmerkrieg. Martha Roslers Collagen 14:45 Sarah Hegenbart (München): Collage als Medium des Widerstands in der Kunst der Schwarzen Diaspora 15:45 Kaffeepause 16:15 Karen van den Berg (Friedrichshafen): Soziale Plastik und die Ästhetik der Bricolage 17:00 Pause 18:00 Öffentliche Abendveranstaltung: Artist Talk mit Katharina Gaenssler im Jenaer Kunstverein e.V., Galerie im Stadtspeicher Freitag, 24. Februar 2023 Montierte Geschichte(n) (Moderation: Hendrikje Schauer) 9:00 Gudrun Heidemann (Łódź): Doing Memory. Nora Krugs Collagen/Montagen ge- und erfundener NS-Geschichte(n) in „Heimat. Ein Familienalbum“ 9:45 Rüdiger Singer (Kiel): Eichendorff trifft Avantgarde. Collage/Montage in Nora Krugs „Der Jäger Abschied“ 10:45 Kaffeepause 11:15 Reinhard Möller (Frankfurt a. M.): serendipity und Montage. Walter Höllerers „Serendip-Prinzip“ und literarische Poetiken heteronomer Kreativität ab den 1960er Jahren 12:00 Ende Veranstalter: Prof. Dr. Verena Krieger (FSU Jena) / Prof. Dr. Gregor Streim (FSU Jena) Anmeldung: collagetagung-jena@uni-jena.de

Ambigue Objekte. Materialität der Kräfte und stoffliche Ökonomien in Kunst und Literatur zwischen 1880 und 1920, Hamburg (23.02–24.02.2023)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.02.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und andere Künste, 

Stoffe, Motive, Thematologie

Erstellt am:
16.02.2023

Workshop an der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Imaginarien der Kraft“, Universität Hamburg. Ort: Gorch-Fock-Wall 3, 20354 Hamburg, Seminarraum www.imaginarien-der-kraft.uni-hamburg.de/aktivitaeten/workshops/2023-ambigue-objek... Programm: 23. Februar 13.30 – 14.15 Uhr Adrian Renner (Hamburg): Einführung 14.15 – 15.15 Uhr Malika Maskarinec (Bern): Kräfteverhältnisse einer kleinen Form: Adolf von Menzels „Kronprinz Friedrich besucht den Maler Pesne auf dem Malgerüst in Rheinsberg“ und weitere bildliche Baustellen 15.45 – 16.45 Uhr Monika Wagner (Hamburg): Auf der Suche nach einem Material, „das unseren Absichten so leicht folgt wie die Sprache unseren Gedanken“ 16.45 – 17.45 Uhr Susanne Strätling (Berlin): Halbfabrikate. Ästhetische Aggregatzustände zwischen Stoff und Form 18.00 – 19.00 Uhr Rahel Villinger (Zürich): Nachleben der Ambiguität. Zur Rezeptionsgeschichte von Valérys ‚objet ambigu‘ und die Kontroverse um Kunst als ‚Anti-Natur‘ (H.R. Jauß) 24. Februar 9 – 10 Uhr Caroline Torra-Mattenklott (Aachen): Sturmkegel und Pirouette: Figurationen kreativer Energie zwischen Symbolismus und Avantgarde 10 – 11 Uhr Thomas Moser (Wien): Sehen mit den Muskeln. Formkräfte bei Van de Velde, Charles Henry und Lucien Arréat 11.30 – 12.30 Uhr Lee Chichester (Bochum): Lebende Kristalle und die Kristallisierung der Form in der Wiener Moderne 13.30 – 14.30 Uhr Friederike Günther (Berlin): Salto mortale. Schwung und Schwingung in Rilkes Fünfter Elegie. 14.30 – 15.30 Uhr Raphael Stübe (Frankfurt a.M.): Unruhe des Materials. Über die Tiefendynamiken in idiosynkratischen Einzelstücken um 1900 Konzeption und Kontakt: adrian.renner@uni-hamburg.de In seinen 100 Aphorismen (1915) erklärt Franz Marc: „Wir blicken durch die Materie, und der Tag wird nicht ferne sein, an dem wir durch ihre Schwingungsmasse hindurchgreifen werden wie durch Luft.“ Christoph Asendorf hat in seiner Studie Ströme und Strahlen. Das langsame Verschwinden der Materie um 1900 gezeigt, wie Kräfte in Kunst und Literatur der Jahrhundertwende als immaterielle Energiewellen oder Kräfteflüsse in Analogie zu Radiowellen oder Röntgenstellen imaginiert werden. Entgegen solchen Tendenzen der Immaterialisierung um die Jahrhundertwende hat Monika Wagner die fundamentale Bedeutung von Materie und Stoffen als künstlerischem Material für die Kunst des 20. Jahrhunderts an Beispielen wie Farbe, Plastik, Erde, Sand, Gesteinen, Haaren, Fett, Blut, Fleisch, Müll, Kleidungsstoffen und dem „Körper als Material“ hervorgehoben. Der Workshop nimmt diese Beschreibungen zum Anlass, die Verhältnisse einer Perspektive auf Materie als (künstlerisches) Material und Tendenzen der Immaterialisierung um die Jahrhundertwende auszuloten und Verbindungen, Überschneidungen, aber auch Diskrepanzen zwischen Kräftedarstellungen und Konzeptionen von Materialität zwischen 1880 und 1920 zu befragen. In Ludwig Büchners populärwissenschaftlicher Studie bilden Kraft und Stoff (1855) ein reziprokes Begriffspaar: keine Kraft ohne Stoff, keine Stoffe ohne Kräfte. Entgegen einer quantitativen Beschreibung von Kräften als thermodynamische Erhaltungs- und Verwandlungsgesetze verweisen stofflichen Kreisläufe und Ökonomien Ende des 19. Jahrhunderts oftmals auf eine numinose und ambigue Qualität von Kräften. Dingen und Objekten kommt durch ihre Teilhabe in menschlichen und nicht-menschlichen Kreisläufen und Ökonomien eine eigene Art von agency zu. Materielle Objekte wie etwa Paul Valerys objet ambigu, die nicht real oder symbolisch in eine universale energetische Zirkulation eingespeist werden können, wirken als materieller Widerstand und träge Masse. In Rilkes Dinggedichten scheinen Objekte aus sich selbst heraus mit ihrer Umgebung zu interagieren. Stoffe und Dinge unterlaufen in ihrer Materialität natürliche oder kulturelle Zuschreibungen und stehen auf der Grenze zwischen Leichtigkeit und Schwere, zwischen Aktivität und Passivität oder zwischen organischer Lebendigkeit und anorganischer Versteinerung. Im Zeitalter der industriellen Explosion der Dinge werden die Unterschiede zwischen natürlichen und künstlichen Stoffen gleichermaßen aufgelöst wie neu hervorgehoben: Materialien wie Glas oder Stahl bilden neue, industriell hergestellte Werkstoffe. In lebensreformerischen Bewegungen werden ‚natürlichen‘ Elementen und Stoffen wie Wasser, Luft, Erde oder Licht eigene Kräfte zugeschrieben, die sich in der praktischen Interaktion mit dem menschlichen Körper offenbaren. Die Materialität und Stofflichkeit des Körpers manifestiert sich in expressionistischen Strömungen als Schmerz, Leid, brutale Deformation oder enthemmte Entgrenzung von Kräften. Ziel des Workshops ist es, die teils konvergierenden, teils auseinandertretenden Kreisläufe und Austauschprozesse von stofflicher Materialität und sich materialisierenden Kräften in Kunst und Literatur der (ästhetischen) Moderne herauszuarbeiten und einzelnen Beispielen und Fallstudien zu konkretisieren.

Posthumanism and the Posthuman. Chances and Challenges in German and European Literature and Culture, London (23.03.–24.03.2023)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Gender Studies/Queer Studies, 

Ecocriticism, 

Literatur und Philosophie

Erstellt am:
16.02.2023

Posthumanism and the Posthuman Chances and Challenges in German and European Literature and Culture Thursday, 23 and Friday, 24 March 2023 At the Senate House, University of London, Malet Street, WC1E 7HU Booking now open: ilcs.sas.ac.uk/events/posthumanism-and-posthuman ‘Not all of us can say, with any degree of certainty, that we have always been human, or that we are only that. Some of us are not even considered fully human now, let alone at previous moments of Western social, political and scientific history.‘ As the philosopher Rosi Braidotti reminds us, one of the central achievements of posthumanism and ‚the post-human‘ has been to enrich and diversify our sense of what it could have meant to be human, and what it might still mean. At a time of intersecting global crises, this conference seeks to re-evaluate the categories of humaness and ‚the human‘ through the lenses of the posthuman and the transhuman. With a particular focus on German literature, culture, film, and thought from the 18th century to the present, it will explore posthuman(ist) conceptions and figurations of gender, sexuality, interpersonality, ecology, ontology, and – of course – artificial intelligence. The conference’s keynote speakers are Karin Harrasser (Linz) and Stefan Herbrechter (Heidelberg), and it includes a writer’s workshop with prize-winning graphic novelist Olivia Vieweg. Programme Thursday, 23 March 2023 10:30 Arrival / Registration / Coffee 11:15 Welcome 11:30 Panel 1: Proto-Posthumanism 1 Elena Fabietti (University of Regensburg): Posthuman Fantasies in the Age of Enlightenment: A Man with a Window on the Heart in Christian Heinrich Spieß’s Biographien der Wahnsinnigen (1796) Kerstin Borchardt (Catholic University Linz): Of Man and Superman: The Afterlife of Nietzsche’s “Übermensch” in Politics, Science, and Popular Culture 12:30 Lunch (provided) 13:30 Panel 2: Proto-Posthumanism 2 Ombre Tarragnat (University of Paris 8): Reassessing the Proto-Posthumanism Claims in Jakob von Uexküll: Parasitic Readings of Umwelt Theory from the Tick to the Autistic Kate Foster (King’s College London): The Doppelgänger: Weimar Cinema and the Posthuman 14:30 Tea 15:00 Panel 3: Ontologies, Ecologies and Geographies 1 Teresa Ludden (Newcastle University): Nonhuman Agency and Differential Becomings in Texts by Michael Donhauser and Oswald Egger Heinrick Wehmeier (University of Hamburg): The Blurred I: Posthumanist Concepts of Subjectivity in Contemporary Poetry 16:05 Keynote Lecture 1 Stefan Herbrechter (University of Heidelberg): Posthumanism’s German Genealogies 17:00 Wine Reception 17:30 Author Reading and Workshop with Olivia Vieweg 19:30 Optional Conference Dinner at the Tas Restaurant, Bloomsbury (cost £35 per head; drinks not included) Friday, 24 March 2023 09:00 Panel 4: Ontologies, Ecologies and Geographies 2 Dana Bönisch (University of Bonn): Entanglements: Posthumanist Poetics and Relational Ethics Peter Arnds (Trinity College Dublin): Transhuman Moments in Norbert Scheuer’s Novels on War and Forced Migration Sarah Pogoda (Bangor University): The Buoy in the Elevator – Artistic Research into Heiner Müller’s Posthuman Utopia 10.30 Coffee 11:00 Panel 5: (A)lterity, (I)dentity and Connection 1 Maria Roca Lizarazu (NUI Galway) and Simone Pfleger (University of Alberta): In Touch with the In/Human Marlene Reich (New York University): Hybrid Matters in Berit Glanz’s Pixeltänzer (2019) 12:05 Keynote Lecture 2 Karin Harrasser (Art University Linz): Para, not Post 13:00 Lunch (own arrangements) 14:00 Early Career Researcher Workshop 15:00 Panel 6: : (A)lterity, (I)dentity and Connection 2 Benjamin Schaper (University of Oxford): ‘Nicht einheimisch, aber auch nicht exotisch: Briten eben’: Loneliness and Human-Machine Interaction in Maria Schrader’s Ich bin dein Mensch (2021) Tobias Heinrich (University of Kent): My Friend Robot: Emotional Relationships with Artificial Intelligence in Fiction and Beyond Nicole Brandstetter (Munich University of Applied Sciences): Digitalisation, Artificial Intelligence, Social media: Narrative Representations of Posthuman Societies 16:30 Tea 17:00 Rupture, Catastrophe and Renewal Georgia Panteli (University of Vienna): Pinocchio and Other Posthumans: The Art of Ausonia Suman Singh (University of Wuppertal): Human and Non-Human Encounters in Arno Schmidt’s Schwarze Spiegel (1951) and Georg Klein’s Miakro (2018) Friederike Reents (Catholic University Eichstätt-Ingolstatt): Rupture as Creative Potential in Posthuman Scenarios in Philipp Weiss’ Der letzte Mensch (2019), Anja Utler’s kommen sehen (2020) and Jean-Luc Lagarce’s Cartage, encore (1979) 18:30 Closing Remarks / Conference Ends Conference Organisers: Robert Craig (University of Bamberg); Annegret Marten (King’s College London); Rebecca Wismeg-Kammerlander (King’s College London) Registration fees: Standard rate: GBP 35.00 | Friends of Germanic Studies/Friends of Italian at the ILCS: GBP 30.00 | Students: GBP 15.00 All are welcome to participate in this two-day event. for which advance online registration is essential at ilcs.sas.ac.uk/events/posthumanism-and-posthuman . Registration fees include lunch and reception on the first day, and refreshments on the second. Anyone wishing to attend the conference dinner on the first day is asked to indicate their interest whilst booking; the cost of GBP35.00, not including drinks, is payable in cash on the day. The organisers are grateful to the Association for German Studies in Great Britain and Ireland, the Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD), and King’s College London for generously supporting this conference, and to the University of London John Coffin Trust for sponsoring the author workshop with Olivia Vieweg. Institute of Languages, Cultures and Societies (formerly IMLR) School of Advanced Study |University of London Senate House | Malet Street |London WC1E 7HU Tel: +44 (0)20 7862 8966 | Email: jane.lewin@sas.ac.uk Website: ilcs.sas.ac.uk

Insektenpoesie. Grundzüge einer literarischen Entomologie, Zürich (27.03.–29.03.23)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
27.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Ecocriticism, 

Stoffe, Motive, Thematologie

Erstellt am:
16.02.2023

Deutsches Seminar, Universität Zürich Datum: 27.-29. März 2023 Ort: KOL-E-13 (Senatszimmer), Rämistr. 71, 8006 Zürich Organisation: Davide Giuriato und Anatol Heller Kontakt: anatol.heller@ds.uzh.ch Die an der Universität Zürich stattfindende Tagung «Insektenpoesie. Grundzüge einer literarischen Entomologie» widmet sich der Geschichte literarischer Insektendarstellungen, die in einem methodisch pluralen und historisch breiten Zugang erschlossen werden sollen. Die Tagung fasst damit ein thematisch vielfältiges, aber auch literaturgeschichtlich weit zurückreichendes Themenfeld ins Auge, das von der Bienenmotivik antiker Dichtung bis zum nature writing der Gegenwart reicht und durch eine Reihe sich teils diametral entgegenstehender Darstellungsformen charakterisiert ist. Insekten können sowohl als Modelle sozialer Gesellschaftsentwürfe wie als Figuren radikaler Vereinsamung auftreten, sie werden zu Objekten neugieriger Faszination und doch auch zur Verkörperung von Absonderung und Abscheu, sie fügen sich den Ordnungsrastern naturkundlicher Tableaus wie ihre aleatorischen Flugbahnen mitunter den Gesetzen des Zufalls zu folgen scheinen. Die Zürcher Tagung möchte die Vielfalt und Heterogenität der Thematik zum Anlass nehmen, das Insekt konsequent als Produktionsort von Ambivalenzen und Ambiguitäten zu verstehen. Entlang einer thematischen Untergliederung in poetologische, politische und wissensgeschichtliche Perspektiven sollen etablierte topische Lektüren mit jüngeren Forschungsansätzen der Wissenspoetik, der literary animal studies oder des Ecocriticism ins Gespräch gebracht werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Form entomologischer Bezugnahmen, um die metaphorische Unruhe, aber auch die Formen der Ähnlichkeitsproduktion zwischen Mensch und Insekt genauer zu beleuchten. Die Tagung möchte damit einerseits die in der Literaturwissenschaft oft übersehene Komplexität der Insektenthematik aufarbeiten, wie sie andererseits einen für ästhetische Darstellungsformen sensibilisierten Beitrag zu aktuellen Debatten über das (Über-)Leben der Insekten leisten möchte. Programm: Montag, 27. März 2023 14:30 – 15:00: Davide Giuriato und Anatol Heller (Universität Zürich): Einführung 15:00 – 15:50: Christiane Frey (Johns Hopkins University, Baltimore): Spinnen, Netze: Arachnopoetiken zwischen Bacon und Brockes 15:50 – 16:40: Bernhard Jahn (Universität Hamburg): Die Destruktivität der kleinen Tiere: Ameisen, Mücken und Flöhe in der Literatur des 16. Jahrhunderts und ihr poetologisches Zerstörungspotential Kaffeepause 17:10 – 18:00: Evelyn Dueck (Université de Genève): Insektenlogik – Agency der insecta in der frühneuzeitlichen Lehrdichtung 18:00 – 18:50: Niels Werber (Universität Siegen): Die Ameise: Das populäre Tier Dienstag, 28. März 2023 09:00 – 09:50: Kira Louisa Künstler (FU Berlin): «Papillon du Parnasse»: La Fontaines Poetik des Volatilen 09:50 – 10:40: Ulrich Stadler (Universität Zürich): Präsenz und Absenz. Der Kampf gegen Flöhe in Johann Peter Hebels Erzählung «Ein Hausmittel» Kaffeepause 11:10 – 12:00: Roland Borgards (Goethe-Universität Frankfurt a. M.): «Generalissimus Heupferd». Krieg, Migration und Entomologie bei Georg Büchner Mittagspause 14:00 – 14:50: Sebastian Klinger (Universität Wien): Sodom und Gomorrha der Hummeln: Liebestaumel bei Proust 14:50 – 15:40: Eckart Goebel (Universität Tübingen): Glitzernde Maschine. Hans Henny Jahnn und der Tod einer Libelle Kaffeepause 16:10 – 17:00: Denise Reimann (HU Berlin): Mit Grillenstudien gegen den Lärm der Zeit. Ivan Regens poetische Entomologie im frühen 20. Jahrhundert 17:00 – 17:50: Antje Schmidt (Universität Hamburg): Insektenfrequenzen, neobarock. Poetologien des Disruptiven in der Gegenwartslyrik (Rinck, Bleutge, Kling) Mittwoch, 29. März 2023 09:00 – 09:50: Thomas Schestag (Brown University, Providence): Sprache oder «Sprache»? Karl von Frischs Entdeckung tanzender Bienen 09:50 – 10:40: Vera Thomann (Universität Zürich / Harvard University, Cambridge): Käfer in Schachteln: Entomologische Opazität bei Wittgenstein, Freud und Haushofer Kaffeepause 11:10 – 12:00: Markus Wild (Universität Basel): «Buchstabieren der Erscheinung». Kontrastive Schnittmengen: Käfer vs. Schmetterlinge, Jünger vs. Nabokov Mittagspause 14:00 – 14:50: Esther Köhring (Goethe-Universität Frankfurt a. M.): Parasiten/Metaphern 14:50 – 15:40: Claudia Keller (Universität Zürich): Schreiben im Zeitalter des Aussterbens. Affektlogiken und Affektpoetiken im Insektenschutz Kaffeepause 16:10 – 17:00: Kyung-Ho Cha ( Universität Bayreuth): Sebalds Insekten

Frauen lasen. Anders? Zur literarischen Tätigkeit von Klosterfrauen im 13.–15. Jahrhundert, Freiburg (09.03.–11.03.2023)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
09.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Gender Studies/Queer Studies, 

Literatur des Mittelalters (6.-13. Jh.)

Erstellt am:
16.02.2023

Frauen lasen. Anders? Zur literarischen Tätigkeit von Klosterfrauen im 13.–15. Jahrhundert Internationale Tagung, Freiburg im Breisgau, 09.–11. März 2023 Organisation: Racha Kirakosian, Linus Möllenbrink, Mareike Reisch, Meret Wüthrich Frauen haben im Mittelalter gelesen. Besonders evident wird das im Kontext religiöser Textkulturen, was angesichts der Lese- und Schreibkompetenz mittelalterlicher Nonnen nicht verwundern dürfte. Gerade deshalb bieten die verschiedenen Bereiche literarischer Tätigkeiten von Frauen im Spätmittelalter die Möglichkeit, aktuelle Debatten der Kulturwissenschaften gewinnbringend zu erörtern und fortzuentwickeln. Dementsprechend widmet sich die Tagung aus multidisziplinärer Perspektive Fragen nach literarischen Kulturen im Umfeld vormoderner Frauenkonvente. Thematische Schwerpunkte bilden dabei die Untersuchung religiöser Lesekulturen, die Überlegung, ob und inwiefern ›weibliche‹ Lektürepraktiken sichtbar werden, und schließlich die Beschäftigung mit den materiellen Zeugnissen selbst und den daran gegebenenfalls nachvollziehbaren Beziehungen zwischen Geschlecht und der Produktion sowie Verbreitung von Handschriften. „Frauen lesen anders“ – unter diesem Titel publizierte die Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger 1996 ihre bekannte Essaysammlung, in der sie zu einer Beschäftigung mit ›weiblichem‹ Leseverhalten aufruft. Vor dem Hintergrund von Queer Theory und Intersektionalitätsforschung wird die Tagung diese Forderung differenziert weiterdenken. Lassen sich an mittelalterlichen religiösen Texten geschlechtsspezifische Lektürepraktiken nachvollziehen und welche Vorstellungen von Geschlecht werden sichtbar? Den vermeintlich neutralen „Standardleser“ – der sich nach Klüger bei genauerem Hinsehen zumeist als männlich entpuppt – gilt es dabei durch die Einbeziehung sozialer und kultureller Kontexte zu diversifizieren. Angesichts der oftmals dynamischen Geschlechterkonzeptionen in der religiösen Literatur des Mittelalters erscheint dies umso dringender. Frauen lasen – aber lasen sie auch anders? Mit dieser Frage werden sich die Teilnehmer*innen der Freiburger Tagung beschäftigen und dabei vornehmlich den geistlichen Kontext, aber auch Leser*innen außerhalb von Klostermauern berücksichtigen. Konferenzprogramm und Zeitplan Donnerstag, 9. März 2023 10.00 h Anmeldung 10.30 h Begrüßung und Einleitung 10.45 –12.15 h Session 1 Moderation: Racha Kirakosian (Freiburg) Ann Marie Rasmussen (Waterloo): What is Reading? Morgan Powell (Zürich): Reading as (a) Woman. Twelfth-Century Foundations of a Gendered Reading Paradigm 12.15 –13.30 h Mittagessen vor Ort 13.30 –15.00 h Session 2 Moderation: Markus Stock (Toronto) Landon Reitz (Cincinnati): Images of a Reading Mystic. Between Practice and Icon Linus Möllenbrink (Freiburg): The Naked Reader. Mary Magdalene as Image of the Reading Woman 15.00 –15.30 h Kaffeepause 15.30 –17.00 h Session 3 Moderation: Racha Kirakosian (Freiburg) Carolyn Muessig (Calgary): Listening to Women’s Voices in their Written Sermons Patricia Stoop (Antwerpen): “Reading the Fruits on the Tree of Life Planted in the Paradise of Holy Scripture”. The Production and Use of Sermons in Female Communities in the Low Countries 18.30 h Empfang im Carl-Schurz-Haus Freitag, 10. März 2023 9.00–10.30 h Session 4 Moderation: Lea von Berg (Freiburg) Björn Klaus Buschbeck (Zurich): Nuns Travelling with Manuscripts. Book Ownership and the Dominican Observant Reform in Fifteenth-Century Southern Germany Meret Wüthrich (Freiburg): Reading and Writing in a Freiburg Convent. The Penitents of St. Mary Magdalene and Their Books 10.30 –11.00 h Kaffeepause 11.00 –11.45 h Session 4 (fortgesetzt) Linus Ubl (Jerusalem): Non-observant Nuns = non-reading Women? Historical Perspectives 12.00 –13.30 h Mittagessen vor Ort 13.30 –15.00 h Session 5 Moderation: Martina Backes (Freiburg) Jessica Barr (Amherst): Reading Women Writing Death. Beatrice of Nazareth and the Nuns of Helfta Lina Herz (Hamburg): Dorothea Schlegel liest Elisabeth von Nassau-Saarbrücken. Oder die Frage nach interfemininer Rezeptionskultur zwischen 1450 und 1805 15.30 –17.00 h Kulturprogramm: Spuren lesender Frauen in Freiburg Option 1: Freiburger Münster Option 2: Handschriften Workshop 18.30 h Konferenzdinner Samstag, 11. März 2023 9.00 –10.30 h Session 6 Moderation: Mareike E. Reisch (Stanford/Freiburg) Claire Taylor Jones (Notre Dame): Women’s Liturgical Reading. The “Regensburg Lectionary”, Oxford, Keble College, MS 49 Almut M.V. Suerbaum (Oxford): Song Production as Creative Reading. Late-medieval Religious Songs for and by Women 10.30 –11.00 h Kaffeepause 11.00 –12.30 h Session 7 Moderation: Michael Stolz (Bern) Eva Schlotheuber (Dusseldorf): Kommunikation mit dem Stift. Die Briefkultur norddeutscher Nonnen Sara S. Poor (Princeton): Reading St. Catherine. Kunigund Niklasin’s Reboot of the Catherine Miracles in SBB, Msc Hist 154 12.30 –13.00 h Abschließende Worte Mehr Informationen und Programm der Tagung unter: kirakosian.uni-freiburg.de/conference Gefördert durch die DFG, die Erzbischof Hermann Stiftung und das Profilfeld Kulturen der Gegenwart und Vergangenheit der Universität Freiburg; in Kooperation mit dem Carl-Schurz-Haus Freiburg.

Chaos, Unverbundenheit, Kombination. Aleatorische (Nicht-)Formen und ihre Rezeption, Antwerpen (17.03. – 18.03.2023)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
17.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur aus Großbritannien und Irland, 

Französische Literatur

, und 4 weitere

Erstellt am:
16.02.2023

An der Universität Antwerpen (Departement Letterkunde; Lessiuszaal, E122, Grote Kauwenberg 2, 2000 Antwerpen) wird am 17.-18.03.2023 eine Tagung zum Thema “ Chaos, Unverbundenheit, Kombination. Aleatorische (Nicht-)Formen und ihre Rezeption“ stattfinden. Interessierte Zuhörer*innen können vor Ort dabei sein oder sich digital dazuschalten. Für beides melden Sie sich bitte an bei: Dr. Jana Vijayakumaran ( jana.vijayakumaran@uantwerpen.be ) und Dr. Dana Steglich ( dsteglic@uni-mainz.de ). Das Programm sieht folgende Vorträge vor: 17. März 2023 09:30 Dana Steglich (Mainz) und Jana Vijayakumaran (Antwerpen): Einführung Panel I 10:00–10:45 Eleonore De Felip (Innsbruck): Von Zufällen, einem Zettelkasten und der Kunst, sich zu verzetteln: Jean Pauls Leben des Quintus Fixlein 10:45–11:30 Sigmund Jakob-Michael Stephan (Jena): The Early-Romantic (Re)invention of the “Aleatoric Comical” Panel II 12:00–12:45 Charlotte Coch (Köln): Aleatorische Gleichsinnigkeit oder Die Entdeckung des Lesens und ihre Konsequenzen 12:45–13:30 Dana Steglich (Mainz): Kollektives Lesen und Rereading. Zur strategischen Vervielfachung von Leseeindrücken im Umgang mit aleatorischen Texten Panel III 14:45–15:30 Annina Klappert (Augsburg): Kunst- und Literaturschachteln. Das Ergodische als Lektüreverfahren der Wahl in Marcel Duchamp’s La boîte-en-valise und Chris Ware’s Building Stories 15:30–16:15 Alina Valjent (Bonn): Puzzlen. Beschreibung eines Modus aleatorischer Lektüre Panel IV 16:30–17:15 Sina Dell’Anno (Basel): “I await the men in white coats.” Risiken und Nebenwirkungen der lectio anagrammatica 17:15–17:30 Abschlussdiskussion Tag 1 18. März 2023 Panel V 9:30–10:15 Monika Schmitz-Emans (Bochum): Erwürfelte Schauspiele. Der „Almanach dramatischer Spiele für die Jahre 1829 bis 1961“, seine „neunhundert Neun und Neunzig und noch etliche[n]“ Lustspiele und seine Leseaffordanzen 10:15–11:00 Jessica Maaßen (Erfurt): Vladimir Nabokovs letzter Romanentwurf „The Original of Laura (Dying is Fun)“ – Ein Spiel der Auflösung(en) zwischen Chaos, Unlesbarkeit und Fanfiction Panel VI 11:30–12:15 Andrea Zeh (Tübingen): Autonome Grammatik. Textkohäsion in Hans Arps aleatorischen Gedichten aus der Wolkenpumpe 12:15–13:00 Reinhard M. Möller (Frankfurt a.M.): Cut-up und Lipogrammatik: Aleatorische Poetiken in experimenteller deutschsprachiger Literatur des späten 20. Jahrhunderts 13:00–13:30 Abschlussdiskussion

Digitalität und Diversität – Fluch oder Verheißung? Perspektiven einer Germanistik im 21. Jahrhundert, Bamberg (23.03. – 24.03.2023)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Textgeschichte, Editionstechnik, Handschriftenkunde, 

Digital Humanities

, und 10 weitere

Erstellt am:
16.02.2023

Tagung des Vereins für Hochschulgermanistik in Bayern vom 23.-24.03.2023 an der Universität Bamberg Digitalität und Diversität – Fluch oder Verheißung? Perspektiven einer Germanistik im 21. Jahrhundert Digitalität und Diversität sind dominante Konzepte der Gegenwartsdebatte. Unter dem Titel Fluch oder Verheißung? eröffnet die Tagung des Vereins für Hochschulgermanistik in Bayern germanistische Perspektiven auf Digitalität und Diversität in Wissenschaft und Gesellschaft. Im interdisziplinären Austausch gehen Fachvertreter:innen aus allen germanistischen Teilfächern u.a. folgenden Fragestellungen nach: Wie wirken Digitalität und Diversität in die Germanistik hinein und verändern ihre Methoden und Fragestellungen? Wie reagiert die Germanistik auf gesellschaftliche Trends, um ihre Relevanz zu sichern? In welcher Form kann ihre Forschungsleistung ein Angebot für eine moderne, diverse und digitale Gesellschaft sein? Diese grundlegenden Fragen sind in vier Themenstellungen konkretisiert, zu denen jeweils zwei Kolleg:innen unterschiedlicher Disziplin vortragen und in moderierten Diskussionsrunden miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Tagungsprogramm Ort: Universität Bamberg, An der Universität 2, Raum U2/00.25 (Hörsaal 1) Donnerstag, 23.03.2023 – im Fokus: Digitalität 14.00 Uhr Begrüßung 14.30 – 15.45 Uhr Panel 1: Close vs. distant: Überschätzt oder notwendig? Digitale Methoden in der Literaturwissenschaft Brücken bauen – die Rolle quantitativer Verfahren in der Literaturwissenschaft Fotis Jannidis (Computerphilologie und Neuere deutsche Literaturgeschichte, Universität Würzburg) Fluch der Verheißung? Ein Caveat anlässlich neopositivistischer Tendenzen in der digitalen Editionswissenschaft Florian Kragl (Deutsche Philologie im europäischen Kontext, Universität Erlangen-Nürnberg) moderierte Diskussion: Michaela Pölzl (Universität Bamberg) 15.45 – 16.15 Uhr Kaffeepause 16.15 – 17.30 Uhr Panel 2: Gibt es digitale Textkompetenz? Referenzverkettung und Akzessibilität in digitalen (und analogen) Texten – neue Herausforderungen an die Verstehbarkeit von Texten Alexander Werth (Deutsche Sprachwissenschaft, Universität Passau) Deutschdidaktische Anmerkungen zu ‚digitaler Textkompetenz‘ Klaus Maiwald (Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, Universität Augsburg) moderierte Diskussion: Christine Ott (Universität Würzburg) 18.00 – 19.30 Uhr Nora Gomringer: Lyrik und Wünsche Freitag, 24.03.2023 – im Fokus: Diversität 9.00 – 10.15 Uhr Panel 3: Diversität – Beliebigkeit? Sprachliche Vielfalt im Deutschunterricht als Realität und Ressource: (Didaktische) Möglichkeiten und Herausforderungen Evghenia Goltsev (Mehrsprachigkeit mit Schwerpunkt Deutsch als zusätzliche Sprache, Universität Regensburg) ‚Diversität‘ und die literarische Tradition: Überlegungen zum kanonischen Bildungswissen der Germanistik Martin Huber (Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Universität Bayreuth) moderierte Diskussion: Kay Wolfinger (LMU München) 10.15 – 10.45 Uhr Kaffeepause 10.45 – 12.00 Uhr Panel 4: Differenzerfahrungen in Geschichte und Gegenwart Diversity, Gender und Intersektionalität – Dimensionen sozialer Differenz in mediävistischer Perspektive Andrea Sieber (Ältere Deutsche Literaturwissenschaft, Universität Passau) Diversität – ein wertvolles Prinzip im Deutschunterricht? Chancen und Herausforderungen aus deutschdidaktischer Perspektive Sabine Anselm (Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, LMU München) moderierte Diskussion: Detlef Goller (Universität Bamberg) 12.15 – 13.00 Uhr Digitalität und Diversität als Zukunftsthemen der Germanistik? – Ein Roundtable Florian Schultz-Pernice (Literaturdidaktik, LMU München) Jonas Meurer (Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Universität Bamberg) Christine Renker (Deutsche Sprachwissenschaft / Deutsch als Fremdsprache, Universität Bamberg) Gesine Mierke (Germanistische Mittelalterforschung mit Schwerpunkt Digital Humanities und Neue Medien, Universität Bamberg) moderierte Diskussion: Michael Rödel (LMU München) Veranstalter: Verein für Hochschulgermanistik in Bayern, 1. Vorsitzender Martin Huber | Gastgebend: Universität Bamberg, Ingrid Bennewitz Tagungskonzeption: Michaela Pölzl | Christine Ott | Michael Rödel | Stefanie Stricker | Kay Wolfinger Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung .

Wissenschaften des Konkreten, Aachen (15.–17.02.2023)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
15.02.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Interdisziplinarität, 

Literatur und andere Künste, 

Literatur und Philosophie

, und 1 weitere

Erstellt am:
06.02.2023

Wissenschaften des Konkreten Internationale Tagung RWTH Aachen, 15.–17. Februar 2023 Veranstalter Käte Hamburger Kolleg „Kulturen des Forschens“ Konzept und Organisation Prof. Dr. Caroline Torra-Mattenklott Dr. Christiane Frey Dr. Yashar Mohagheghi Dr. Sergej Rickenbacher Institut für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft RWTH Aachen Abstraktion und Konkretion lassen sich als komplementäre epistemische Operationen betrachten, die für die Literatur, die Wissenschaften und die Künste gleichermaßen konstitutiv sind. Sie sind wirksam in Prozessen des Fingierens und Entwerfens, in der Anverwandlung, Anordnung und Beschreibung empirischer Gegenstände, in der Begriffsbildung und Exemplifikation. Methoden und Kategorien der praxeologisch orientierten Wissenschaftsforschung aufgreifend, befasst sich die Tagung mit historischen Konzepten und Verfahren der Konkretion und Abstraktion sowie mit künstlerischen und wissenschaftlichen Praktiken des Umgangs mit dem Konkreten: mit Verfahren der Beobachtung und Analyse, des Sammelns und Klassifizierens, der Präsentation und der Darstellung. Dabei soll der Begriff des Konkreten in seinen verschiedenen Facetten entfaltet und spezifiziert werden, vom Einzelphänomen über das Individuelle und Subjektive bis hin zum Sinnlich-Anschaulichen und den Konnotationen des präzise Umrissenen, Harten und Greifbaren. Tagungsprogramm: Mittwoch, 15. Februar 2023 10:00 – 11:00 Begrüßung und Einführung 1. Abstraktion und Konkretion in Künsten und Wissenschaften 11:00 – 12:00 Staffan Müller-Wille (Cambridge): Abstraktion und Konkretion in der Naturgeschichte um 1800 Kaffeepause 12:30 – 13:30 Dietrich Boschung (Köln): Archäologie als Wissenschaft des Konkreten Mittagspause 14:30 – 15:30 Hans-Jörg Rheinberger (Berlin): Abstrahieren und Konkretisieren in den experimentellen Wissenschaften 15:30 – 16:30 Schirin Kretschmann (München): Abstrahieren und Konkretisieren in künstlerischen Versuchsanordnungen Kaffeepause 17:00 – 18:00 Heinz Drügh (Frankfurt am Main): Science of the Particular. Das Konkrete in der Gegenwartsästhetik Donnerstag, 16. Februar 2023 2. Epistemische Praktiken zwischen Wissenschaften und Künsten 10:00 – 11:00 Christian Metz (Aachen): Präzise Ungenauigkeit. Das Augenmaß als Vermittler zwischen konkreter Wahrnehmung und abstraktem Denken 11:00 – 12:00 Katja Haustein (Kent): ‚A fine responsiveness to the concrete‘ – tact and the art of interpretation Kaffeepause 12:30 – 13:30 Jonas Cantarella (Berlin): Von Tag zu Tag. Abstraktion und Konkretion des Alltags in Stifters Prosa Mittagspause 14:30 – 15:30 Eva Dolezel (Berlin): Ordnung als Instrument der Wissensgenerierung? Ethnographica in den Sammlungstektoniken des 18. Jahrhunderts 15:30 – 16.30 Regine Strätling (Montréal): Car rien n’est vrai que le concret. Ästhetik und Epistemologie des Konkreten im Frankreich der Zwischenkriegszeit Kaffeepause 17:00 – 18:00 Svetlana Chernyshova (Düsseldorf): ‚Man nehme eine Warnschutzjacke in neonorange‘ oder Praktiken des Konkreten in Settings zeitgenössischer Kunst Freitag, 17. Februar 2023 3. Konkrete Einzelheiten: Dinge und Fälle zwischen Kunst und Wissenschaft 9:00 – 10:00 Udo Friedrich (Köln): Regel und Fall. Die Topik der Frühen Neuzeit im Spannungsfeld von Wissenschaft, Common Sense und Kunst 10:00 – 11:00 Dirk Werle (Heidelberg): Argumentative und rhetorische Verfahren der Konkretisierung und Plausibilisierung von Wissensgeltung in Reiseberichten der frühen Neuzeit Kaffeepause 11:30 – 12:30 Alexander Kling (Bonn): Bis zur Kenntlichkeit entstellt. Zur Komik des Konkreten in Dingessays und kleiner Prosa der Moderne 12:30 – 13:30 Dorothee Kimmich (Tübingen): Dinge und ihre Menschen 13:30 – 14:00 Abschlussdiskussion Die Tagung wird hybrid durchgeführt; eine Teilnahme per Videokonferenz ist möglich. Zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an: konkret@germlit.rwth-aachen.de