Barocke Gegenwartslyrik: Referenzen – Aneignungen – Aktualisierungen


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.03.2023
Beitrag von:
Lea Reiff
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Lyrik allgemein

Erstellt am:
13.03.2023

Barocke Gegenwartslyrik Referenzen – Aneignungen – Aktualisierungen Tagung am KIT in Zusammenarbeit mit der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe 23. bis 25. März 2023 Organisation: Christian Meierhofer (Karlsruhe) und Hania Siebenpfeiffer (Marburg) Eine von der Lyrik der letzten zwei Jahrzehnte auffällig oft genutzte Möglichkeit der historischen Standortbestimmung ist die Rekursion auf zurückliegende Epochen, Gattungsformate und Darbietungsgegenstände. Die Frühe Neuzeit und hier insbesondere der Barock bieten dabei einen erkennbaren Anknüpfungspunkt, weil von hier aus Modernisierungsnarrative entwickelt werden können, an deren vorläufigen Endpunkt sich die Lyrik selbst setzen und der eigenen Gegenwart bewusst werden kann. Die Tagung unternimmt den Versuch einer Systematisierung dieser historischen Rückbezüge und fragt nach den zeitreflexiven Verfahrensoptionen von Gegenwartslyrik. Donnerstag, 23. März 2023, Gebäude 11.30, Senatssaal des KIT 14.00 Hania Siebenpfeiffer (Marburg) und Christian Meierhofer (Karlsruhe): Begrüßung und Einführung I. Gattungspoetik und Gattungsvariation Moderation: Christian Meierhofer (Karlsruhe) 14.30 Thomas Althaus (Bremen): Das Markenzeichen der Pointe. Jan Wagners Lyrik im Horizont der Scharfsinnspoetik 15.15 Kaffeepause 15.45 Olga Katharina Schwarz (Bochum): Moderne Kränze? Zum Sonettenkranz als Genre der Gegenwartsliteratur (Wagner, Poschmann) 16.30 Franz Fromholzer (Augsburg): Mystische Epigrammatik. Zur lyrischen Kurzform in Christian Lehnerts Cherubinischer Staub (2018) Freitag, 24. März 2023, Gebäude 11.30, Senatssaal des KIT II. Kultur- und wissensgeschichtliche Bezüge I Moderation: Claudia Benthien (Hamburg) 9.30 Paola Bozzi (Mailand): Morbi, monstra et mirabilia. Die Wunderkammer Nora Gomringers 10.15 Antje Schmidt (Hamburg): Verdorbene Leiblichkeit. Vanitas als makabres Motiv in der Gegenwartslyrik (Bleutge, Jeschke) 11.00 Kaffeepause 11.30 Stephan Kraft (Würzburg): Nico Bleutges „Drei Stimmen“ als Aufnahme barocker Kriegslyrik 12.15 Jörg Wesche (Göttingen): Variation auf die Buttlarsche Rotte. Ulf Stolterfohts Langpoem Neu-Jerusalem (2015) 13.00 Mittagspause Kultur- und wissensgeschichtliche Bezüge II Moderation: Lea Reiff (Marburg) 14.45 Rüdiger Singer (Trier): „Fortritt“ und „Sensible Wege“. Dissonante Allegorien bei Erich Fried und Reiner Kunze 15.30 Fabian Lampart (Potsdam): Gelehrte Spiele. Barockrhetorik und Metapher in Durs Grünbeins Tesauro 16.15 Kaffeepause 16.45 Claudia Benthien (Hamburg): Das große Nichts. Juliane Lieberts Lieder zwischen barocker Melancholie und postmoderner Popkultur 17.30 kleiner Imbiss 19.00 Lesung und Gespräch mit Nico Bleutge und Ulrike Almut Sandig im Literaturhaus im PrinzMaxPalais, Karlstraße 10, 76133 Karlsruhe Leitung: Hansgeorg Schmidt-Bergmann (Literarische Gesellschaft), Hania Siebenpfeiffer (Marburg) und Christian Meierhofer (Karlsruhe) Samstag, 25. März 2023, Gebäude 20.30, Raum 0.014 III. Autor:innenschaft, Medien- und Materialästhetik Moderation: Hania Siebenpfeiffer (Marburg) 9.30 Corinna Sauter (Tübingen): Anagramma. Barocke Spracharbeit in der Gegenwartslyrik 10.15 Samantha Philips (Kiel): Zweisprachige lateinisch-deutsche Dichtungen (Radke, Fleming) 11.00 Kaffeepause 11.30 Gudrun Bamberger (Mainz): Barocke Weltaneignung bei Kerstin Preiwuß, Martina Hefter und Pia Birkel 12.15 Julia Ingold (Bamberg): Die neuen Embleme. Meme Culture und die künstlerischen Strategien der Frühen Neuzeit 13.00 Kurzes Resümee und Ende der Tagung

Humboldt-Kolleg: „Writing Democracy: Literature and Democratic History“, New Haven


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
31.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Soziologie, 

Stoffe, Motive, Thematologie

Erstellt am:
13.03.2023

Writing Democracy: Literature and Democratic History Humboldt-Kolleg at Yale University, March 31–April 1, 2023 organized by Tilman Venzl, Jennifer Allen, and Kirk Wetters FRIDAY, March 31 9:00–9:30 Coffee and breakfast 9:30–10:00 Tilman Venzl, Kirk Wetters, Jennifer Allen: Welcome and Introduction Panel 1 – Democratic Literature before Democracy 10:00–12:15 Patrick Fortmann (University of Illinois Chicago): Tribunals of Sovereignty: Democratizing Drama in the German Enlightenment Vanessa Gubbins (Cornell University): Hölderlin’s Democratic Proposal: A People Only in a Poem Martin Schneider (Hamburg University): Against or With Each Other: Liberal Aesthetics in Popular German Drama, 1789–1848 Moderation: Sophie Schweiger 12:15–13:30 Lunch Break Panel 2 – Literature and the First Wave of Democracy 13:30–15:45 Hedwig Richter (University of the Bundeswehr Munich): Solidarity and Democratization: The Scandalization of Poverty in German Literature and the Press in the Mid-19th Century Tilman Venzl (LMU Munich): The “Democratic Worldview” in Theodor Fontane’s The Stechlin Margarete Tiessen (TU Chemnitz): Staging ‘German Freedom’: Wilhelmine Democrats and the Theatres of Berlin, 1894–1912 Moderation: Kirk Wetters 15:45–16:15 Coffee Break Panel 3 – Literature and the First Wave of Democracy, beyond Germany 16:15–18:30 Leander Møller Gøttcke (University of Southern Denmark Odense): Henrik Pontoppidan and the Democratization of Denmark Joseph Haydt (University of Chicago): The Democratic Personality: Origins, Ideals, and Virtues in Mark Twain’s Connecticut Yankee Joel A. Johnson (Augustana University Sioux Falls): Polishing Imperial Floors with Republican Feet: William Dean Howells’s Fictional Travelogue of Wilhelmine Germany Moderation: Carlos Spoerhase 19:30 Conference Dinner SATURDAY, April 1 9:00–9:30 Coffee and Breakfast Tilman Venzl and Kirk Wetters: Presentation of funding opportunities of Alexander von Humboldt Foundation Panel 4 – Unsettled Democracy in Literature 9:30–11:45 Carlos Spoerhase (LMU Munich): Heinrich Heine’s Politics of Suspicious Reading Matthias Löwe (Leipzig University): Plural Self: Thomas Mann’s Democratic Writing Before and After First World War Benedikt Wintgens (Commission for the History of Parliamentarism and Political Parties Berlin): Somber Reflections: Wolfgang Koeppen’s Treibhaus Novel and West German Democracy Moderation: Tilman Venzl 11:45–13:00 Lunch Break Panel 5 – Democracy on the March or in Crisis? 13:00–15:15 Heinz Drügh (Goethe University Frankfurt): The Systematic Intersection of Aesthetics and the Democratic ‘Lebensform’ Kirk Wetters (Yale University): The Chariot of Plutus: Power and Plutocracy in Sokurov’s Faust Oluwole Coker (Potsdam University): “The Owners of Nigeria”: Portraits of Post-Military Democrats in Recent Nigerian Fiction Moderation: Jennifer Allen 15:15–15:45 Coffee Break Panel 6 – Activism and Democratic Practice 15:45–18:00 Cecilia Sebastian (Yale University): On Democracy’s Dialectic: Dissident Legacies of the Frankfurt School Jürgen Brokoff (FU Berlin): Conversation, Dialogue, Dispute: Christa Wolf’s Concept of the Democratic Public Sphere Jennifer Allen (Yale University): A Politics of Small Steps: The Art of Grassroots Democracy in Late Twentieth-Century Germany Moderation: Rüdiger Campe 18:00 End of the Humboldt-Kolleg

Feindschaft – Verachtung: Inszenierungsformen des Hasses im Drama (1600–1800) 


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
16.03.2023
Beitrag von:
Oliver Völker
Forschungsgebiete

Literatur und andere Künste, 

Drama allgemein, 

Tragödie

, und 3 weitere

Erstellt am:
07.03.2023

Feindschaft – Verachtung: Inszenierungsformen des Hasses im Drama (1600–1800) Workshop am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft Goethe-Universität Frankfurt, 16.–17. März 2023 Organisation: Oliver Völker Als eine auf zeitliche Dauer gestellte Emotion, so die Bestimmung Kants, gräbt sich Hass tief in das fühlende Subjekt ein. Zugleich scheint die damit einhergehende Ausrichtung auf ein feindliches Gegenüber einen Punkt anzusteuern, an dem Sprache an Bedeutung verliert und in Gewalt umschlägt. Die Metapher der verletzenden Rede auf ihre buchstäbliche Ebene drängend, ist ‚Hass‘ nicht einer beweglichen, dialoghaften Sprache angehörig, sondern zielt hartnäckig auf das Verstummen, die Herabwürdigung und die Zerstörung eines Gegenübers. Trotz oder gerade aufgrund dieser Grenzsituation zum Bereich des Körpers und der Gewalt provoziert Hass in der Literatur eine besondere sprachliche Dynamik, die sich u.a. in einer Rhetorik der Überbietung und in aufwendig durchchoreographierten Sprechakten wie Schwur oder Fluch äußert. Obschon das Verhältnis von Literatur und Emotionen in den vergangenen Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen hat und dabei negative Emotionen wie Angst, Wut und Eifersucht in den Blick genommen wurden, ist die Bedeutung von Hass und Hassrede in diesem Zusammenhang noch vergleichsweise wenig erforscht. Hier soll die Veranstaltung neue Zugänge eröffnen, indem sie in einer komparatistischen und historischen Perspektive literarische Inszenierungsformen des Hasses, der Feindschaft und der Verachtung in den Blick nimmt. Dabei zeichnet sich gerade in Dramen des Zeitraums von 1600 bis um 1800 ein Korpus ab, in dem der Hass eine problematische, gleichwohl aber immer wieder handlungstreibende Emotion darstellt. Gehören hasserfüllte Figuren in den Dramen Shakespeares, Racines und Lohensteins zum Kernbestand, so tritt auch in der Aufklärung Hass nicht allein als geschichtlich zu überwindender Anachronismus auf. Emotionen einer gewaltsamen, sich gegenüber konkreten Anlässen der Herabwürdigung oder Verletzung sukzessive verselbstständigenden Feindschaft scheinen Phänomene zu konstituieren, die sich durch einen historischen Prozess der Aufklärung und damit einhergehenden Postulaten von Mitleidsästhetik, Gemütsruhe, Toleranz und kritischer Vernunft nicht aufheben lassen. Wie diese vermeintlich archaischen Restbestände im Drama raumgreifend ausagiert und zum Gegenstand der ästhetischen Aufmerksamkeit werden, soll im Zentrum des Workshops stehen. Programm: Donnerstag, 16. März 2023 13.00 – 13.30: Einführung und Begrüßung (Oliver Völker) 13.30 – 14.15: Rita Rieger (Graz): Medeas Rache. Emotions- und darstellungstheoretische Überlegungen zu Inszenierungsformen des Hasses in Corneilles Tragödie und Noverres tragischem Ballett 14.15 – 15.00: Michael Navratil (Stuttgart): Love and Hate. Affektive Regime und die Figur des Schurken in Shakespeares Richard III. und Othello 15.30 – 16.15: Melanie Reinhard (Freiburg): Dimensionen des Hasses in Racines Athalie (1692) 16.15 – 17.00: Martina Wagner-Egelhaaf (Münster): Was ist Universalhass? Zu Schillers Die Räuber 17.30 – 18.15: Robert Walter-Jochum (FU-Berlin): „Germanien lodert“ – Hass als politisches Instrument und widerständiger Affekt in Kleists Hermannsschlacht Freitag, 17. März 2023 09.30 – 10.15: Kathrin Dennerlein (Würzburg): Hass und Gender im Drama der Frühen Neuzeit. Hermeneutische versus KI-gestützte Analysen? 10.15 – 11.00: Oliver Kohns (Luxembourg): „Es morde noch mein Dolch, wo er nur morden kann“: Weiße, Lessing und die Ökonomie des Hasses im Trauerspiel 11.30 – 12.15: Ulrich Port (Trier): Königsmord und konterrevolutionärer Furor. Politisierte Hassreden in deutschen Regiziddramen über die Puritanische und die Französische Revolution 12.15 – 13.00: Hanna Clara Pulpanek (Münster): Kriegerische Selbstvernichtung – Zur patriotischen Feindseligkeit in Lessings Philotas Abschluss und Verabschiedung

„Gebt OG Keemo den Büchner-Preis!“ – Literaturwissenschaftliche Perspektiven auf Deutschrap, Berlin


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
29.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur und Musik/Sound Studies, 

Literatur des 20. Jahrhunderts

, und 1 weitere

Erstellt am:
06.03.2023

Tagung 29. bis 31. März 2023, Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin Organisation: Julia Ingold (Bamberg), Manuel Paß (Berlin) Blog des Forschungsprojektes: deutschraplogbuch.wordpress.com Veranstaltung der Otto-Friedrich-Universität Bamberg in Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin, gefördert von der Wüstenrot Stiftung Mittwoch, 29. März 2023 20.00 Uhr Auftaktveranstaltung »Rapper lesen Rapper«, Moderation: Heinrich Himalaya, DJ: Olinclusive, Rapper:innen: Nashi44, Lena Stoehrfaktor, Sir Mantis und Justus Jonas (M.O.R.) Donnerstag, 30. März 2023 9.30 Uhr Julia Ingold, Manuel Paß: Begrüßung, Einführung Panel 1: Poetik des Deutschrap 9.45 Uhr Eröffnungsvortrag: Fabian Wolbring: Poetik des deutschsprachigen Rap 10.30 Uhr Rebecka Dürr: Überlegungen zur sprech-sprachlichen Versiertheit im Rap ‒ ein sprechkünstlerisches Moment 11.30 Uhr Hendrick Heimböckel: »das ist Morlockk Dilemma, aka […], aka […], aka […], aka […]« – Zur narrativen Rapästhetik Falko Luniaks 12.15 Uhr Nils Lehnert: »Und die Nummer, die du zählest, soll drei und nur drei sein!« – Mehrfachadressierung, Multiperspektive und Metapoetik in intertextuellen Raptracks für Kinder (& Jugendliche) Panel 2: Ästhetik, Autonomie, Ausverkauf 14.15 Uhr Rosa Reitsamer: Deutschrap, Männlichkeit und Gewalt 15.00 Uhr Beatrice May: Zur Aktualisierung des Autor:innenschaftsmodells im Deutschrap – Eine poetologische Betrachtung von Shirin Davids »Bitches brauchen Rap« Panel 3: Subversive Erzählformen 16.00 Uhr online Joscha Jelitzki: »Shalom alechem, lad’ die AK-47 und starte ’nen Chaosverbrechen«. Ästhetische Strategien der Selbstbehauptung deutsch-jüdischer Rapper 16.45 Uhr grim104: Poetikvortrag 18.00 Uhr »Deutschrap zwischen kommerziellem Erfolg und akademischer Anerkennung«, Podiumsdiskussion mit Yetundey, Antonius Weixler und N. N., Moderation: Julia Ingold, Manuel Paß Freitag, 31. März 2023 10.00 Uhr Mirja Riggert: »This is how we purpleize Hip Hop«: Sprachliche Innovation und Literarizität als Etablierung queerer Deutschrap-Ästhetik 10.45 Uhr Mona Gaiser: »Smoken bisschen Shit / Rollen mit der Clique / Wollen meine Klit / Ich gib keinen Fick«. Ebows Songtexte als Beiträge zu einer wehrhaften Poesie Panel 4: Methode und Kritik 11.45 Uhr Sebastian Berlich: Rap, das Populäre und die Hochkultur. Eine Reflexion des literaturkritischen Blicks auf Hip-Hop 12.30 Uhr Roman Widder: Schwarze Stimmen, Weiße Publika: Race-Adressen im Deutschrap um 2020 14.15 Uhr Anton Fery und Tobias Krüger: Schreibszenen im Hip-Hop 15.00 Uhr Lord Folter: Poetikvortrag 16.00 Uhr Abschlussdiskussion, offenes Vernetzungs- und Planungstreffen

Kolportage – Pulp – Moderne, Marburg


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
15.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur aus Großbritannien und Irland, 

Gattungspoetik

, und 2 weitere

Erstellt am:
06.03.2023

Kolportage – Pulp – Moderne Workshop, 15.-17. März 2023 Philipps-Universität Marburg, Institut für Neuere deutsche Literatur Der Workshop nimmt Kolportage als medienliterarisches Dispositiv der Moderne in den Blick. Er fragt nach den erzählerischen Verfahren, materialen Formaten und Rezeptionsroutinen von Kolportage vom 19. Jahrhundert bis in die 1930er Jahre und beleuchtet die Verflechtungen von Kolportage und literarischer Hochkultur. Denn wenn in den 1920er Jahren Vicki Baum einen „Kolportageroman mit Hintergründen“ vorlegt, Joseph Roth für die Zeitschrift „Kokain. Eine moderne Revue“ einen „Kolporteur“ porträtiert oder Irmgard Keuns kunstseidene Erzählerin sich mit der Energie zeitgenössischer Populärkultur auflädt („In mir ist Kraft von Revolvern. Ich bin ein Detektivroman“), so lässt sich vermuten, dass zwischen dem great unread der Kolportageliteratur und unserem heutigen Kanon der literarischen Moderne engere Beziehungen bestehen als es schematische Trennungen von high und low, Kunst und Unterhaltung nahelegen. In gemeinsamen Materiallektüren diskutieren die Sessions des Workshops die zwischen Poesie und Nachricht changierenden Kolportageheftchen der 1850er Jahre, die narrativen Ökonomien des Lieferungsromans um 1900, die mit Kolportageproduktion verknüpften Schreibtechniken und -fantasien, die Beziehungen der deutschsprachigen Kolportage zum britischen und US-amerikanischen pulp modernism, kolportagereflexive Texte von Georg Kaiser, Joseph Roth, Vicki Baum, Thomas Mann und Irmgard Keun aus der Zeit der Weimarer Republik sowie die politischen Implikationen von Kolportage nach 1933 bei Ernst Bloch und Lok Myler. Ein umfangreicher Reader wird im Vorfeld zur Verfügung gestellt. Programm Mittwoch, 15.3. 17.30-18.15 David Brehm (Marburg) / Katharina Scheerer (Münster) Begrüßung und Einführung: Kolportage und Moderne. Verfahren, Formate, Stilgemeinschaften 18.30-19.45 Katharina Grabbe (Münster) Kolportageliteratur: Formen mobiler populärer Literatur des 19. Jahrhunderts 20.00 Abendessen Donnerstag, 16.3. 9.30-10.45 Philip Ajouri (Mainz) Kaufen, lesen, warten, kaufen, lesen, warten etc. – Der Lieferungsroman zwischen Materialität und narratologischer Innovation 11.00-12.15 Petra McGillen (Dartmouth) Das „Repertorium C. May“ als Verfahren und Phantasma der Vielschreiberei Mittagessen 13.15-14.30 Felipe Espinoza Garrido (Münster) „Varying the templates“? Abenteurer in britischen und transatlantischen Pulp-Magazinen um 1920 14.45-16.00 David Brehm (Marburg) In Anführungszeichen: Georg Kaisers reflexive „Kolportage“ 16.15-17.30 Lotta Ruppenthal (Marburg) Zwischen „Tumult der lebendigen Straße“ und „Narkotikum“ ‒ Joseph Roths „Der Kolporteur“ in der Frankfurter Zeitung (1924) und in der Zeitschrift Kokain. Eine moderne Revue (1925) 19.00 Abendessen Freitag, 17.3. 9.30-10.45 Volker Mergenthaler (Marburg) „radiating wings“ ‒ „Menschen im Hotel“ und in der Berliner Jllustrirten Zeitung 11.00-12.15 Irmtraud Hnilica (Hagen) Wie politisch ist Kolportage? Annäherungen mit Bloch („Das Prinzip Hoffnung“) und Keun („Das kunstseidene Mädchen“) Mittagessen 13.15-14.30 Alexander Wagner (Wuppertal) Konstellationen von ‚Geschichte‘, ‚Raum‘ und ‚Medien‘ in „Sun Koh“ von Lok Myler 14.45-15.30 Abschlussdiskussion Organisation und Kontakt: David Brehm, Marburg ( david.brehm@uni-marburg.de ) Katharina Scheerer, Münster ( katharina.scheerer@uni-muenster.de ) Mit freundlicher Unterstützung durch das Institut für Neuere deutsche Literatur.

‚Autosociobiography: Global Entanglements of a Literary Phenomenon‘, FU Berlin


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Gender Studies/Queer Studies, 

Literatur und Soziologie, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

, und 2 weitere

Erstellt am:
06.03.2023

‚Autosociobiography: Global Entanglements of a Literary Phenomenon‘ (23.-25.3.2023) an der Freien Universität Berlin Zu den meistbeachteten literarischen Phänomenen der letzten Jahre gehört das der Autosoziobiographie, als Form des soziologisch reflektierten Schreibens über den eigenen Klassenwechsel, wobei der Fokus meist auf Texten aus Frankreich und Deutschland liegt (z.B. von Didier Eribon, Annie Ernaux, Christian Baron, Daniela Dröscher). In einem dreitägigen Workshop (23.-25.03.2023) im Rahmen des Exzellenzclusters Temporal Communities an der Freien Universität Berlin soll nun ergründet werden, ob und wie autosoziobiographische Verfahren global zu verstehen sind. Mit der Frage, ob sich vergleichbare literarisch-soziologische Selbstbetrachtungen auch in bislang unbeachteten Literaturen und Kulturräumen finden lassen, geraten Rolle und Wechselwirkung von den in den jeweiligen Kontexten wirksamen Konzepten sozialer Ungleichheit (race, class, gender) sowie die literaturgeschichtliche Dimension autosoziobiographischer Schreibweisen in den Blick. Das englischsprachige Workshop-Programm wird von einer öffentlichen Abendveranstaltung am 23.03.2023 (18h30) im Seminarzentrum der Freien Universität begleitet. In einer Podiumsdiskussion mit Julia Reuter, Soziologin an der Universität zu Köln, und der Berliner Autorin Daniela Dröscher (Zeige deine Klasse, 2018) soll auf der Basis eines Impulsvortrages und einer Lesung diskutiert werden, welche Rolle die Auseinandersetzung mit der Autosoziobiographie für das Selbstverständnis von Soziologie, Literatur und Literaturwissenschaft spielt. Die Moderation übernimmt Elena Stingl (FU Berlin). Vollständiges Programm des Workshops: www.temporal-communities.de/events/workshop-autosoziobiographie.html Öffentliche Abendveranstaltung Zeit: 23.03.2023, 18h30 Ort: Seminarzentrum, Raum L116, Otto-von-Simson-Straße 26, 14195 Berlin Veranstaltungssprache : Deutsch online: Digitale Teilnahme über Webex möglich Teilnahme: Anmeldung via peter.loeffelbein@fu-berlin.de Konzept & Organisation: Johanna Bundschuh-van Duikeren, Marie Jacquier, Peter Löffelbein (FU Berlin) Programme Thursday, March 23 14:30-15:15 | Andrew James Johnston (EXC 2020, Freie Universität Berlin), Johanna Bundschuh, Marie Jacquier, and Peter Löffelbein (Freie Universität Berlin): Welcome and Introduction 15:15-16:45 | Sidonie Smith (University of Michigan) and Julia Watson (Ohio State University): Thing or Not a Thing? Troubled Concepts, Provocative Texts, and the Work of Narrators Moderation: Christina Schaefer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) 17:30-18:30 | Reception Public evening programme in German // Öffentliches Abendprogramm in deutscher Sprache 18:30-19:00 | Julia Reuter (Universität zu Köln): Soziologisches Schreiben zwischen Autosoziobiographie und engagierter Sozialforschung 19:00-19:30 | Daniela Dröscher: Lesung aus „Zeige deine Klasse“ (2018) 19:30-20:30 | Podiumsdiskussion: Literatur und/als Soziologie Moderation: Elena Stingl (Freie Universität Berlin) Das Abendprogramm ist für Interessierte offen, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Location evening programme (please note the different location for the workshop, see below on this page): Seminarzentrum Freie Universität Berlin L116/Livestream Otto-von-Simson-Straße 26 14195 Berlin Friday, March 24 10:00-10:45 | Michail Leivadiotis (EXC 2020, Freie Universität Berlin): Autobiography as Optative Futurity: Two Ionian Tales of Class, Gender, Nation and … Woe 10:45-11:30 | Paweł Rodak (University of Warsaw): Between Literature and the Writing Practices of Everyday Life: Maria Dąbrowska’s Diary and the Memoirs of Peasants Moderation: Bart Soethaert (EXC 2020, Freie Universität Berlin) 11:30-12:00 | Coffee break 12:00-12:45 | Christopher Schelletter (Kobe University): Between Herbert Spencer and Karl Marx: Sociological Reference Texts of Japanese Bildungsromane 12:45-13:30 | Florian Sedlmeier (Ruhr-Universität Bochum): The Baldwin Legacy: Revisionary Representatives and the Essay Form Moderation: n.n. 13:30-15:30 | Lunch break 15:30-16:15 | Christina Ernst (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin): Postcolonial Theoretical References in Didier Eribon’s Writing 16:15-17:00 | Ayodeji Isaac Shittu (Redeemer’s University Ede): Constructing/Writing Self and Society: Autosociobiography and the Post-Colonial Subject Moderation: Cordula Lemke (Freie Universität Berlin) Saturday, March 25 09:15-10:00 | Jobst Welge (University of Leipzig): Family, Normalcy, Precarity: Writing the (Communal) Self in Spanish Contemporary Fiction 10:00-10:45 | Peter Löffelbein (Freie Universität Berlin): Writing the Past, Writing the Future? Entanglements of Time, History and Politics in Scottish Autosociobiographies Moderation: n.n. 10:45-11:15 | Coffee break 11:15-12:00 | Thekla Noschka (Freie Universität Berlin): Thinking Autosociobiography Intersectionally: Perspectives on ‚Gender‘, ‚Class‘ and ‚Race‘ in the Works of Annie Ernaux and Mely Kiyak 12:00-12:45 | Marc Ortmann (Ludwig-Maximilians-Universität München): Friendship as a Concept of Life: Geoffroy de Lagasnerie’s Writing about Theory through Autosociobiography Moderation: Sarah Hechler (Centre Marc Bloch) 12:45-13:15 | Coffee break 13:15-14:00 | Johanna Bundschuh, Marie Jacquier, and Peter Löffelbein (Freie Universität Berlin): Final Discussion and Closing Remarks Conference language: English and German Time & Location Mar 23, 2023 – Mar 25, 2023 Freie Universität Berlin EXC 2020 „Temporal Communities“ Room 00.05 Otto-von-Simson-Straße 15 14195 Berlin

Brüchige Finalität. Erzähl- und kulturhistorische Perspektiven auf das Ende in vormoderner Kleinepik, Göttingen


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
29.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Poetik, 

Stoffe, Motive, Thematologie

, und 6 weitere

Erstellt am:
06.03.2023

Konferenz: Brüchige Finalität. Erzähl- und kulturhistorische Perspektiven auf das Ende in vormoderner Kleinepik Vom 29.-31. März 2023 wird an der Georg-August-Universität Göttingen (Tagungszentrum an der Sternwarte) die zweite Gesellschaftstagung der Brevitas-Gesellschaft zur Erforschung vormoderner Kleinepik statfinden. Die Tagung zielt darauf, die Konzeptionen des poetischen Endes in mittelalterlichen Kurzerzählungen neu zu bestimmen. Dazu werden in erzähl- und kulturhistorischen Ansätzen Fragen der Endlichkeit, des Übergangs und der Absolutheit des Endes thematisiert. So scheint die prinzipielle Undenkbarkeit von Endlichkeit mit einem narratologischen Problem zu korrelieren: Als notwendige narrative Grundkomponente einer Erzählung hat das Ende die Tendenz, sich selbst in Frage zu stellen, sich zu zersetzen und einen neuen Anfang zu generieren. In kulturtheoretischer Perspektive zeigt sich das Ende damit geradezu als Generator für Sinnfragen, die in vormoderner Kleinepik zwar häufig vor dem Hintergrund einer christlichen Matrix beantwortet werden, aber nicht immer in dieser aufgehen. Organisation & Kontakt: Mareike von Müller: mareike.mueller-von@phil.uni-goettingen.de & Michael Schwarzbach-Dobson: michael.schwarzbach@uni-koeln.de Programm Mittwoch, 29.03.2023 14:00 Begrüßung & Einführung: Mareike von Müller u. Michael Schwarzbach-Dobson Sektion I – Moderation: Mareike von Müller 14:30 Hartmut Bleumer: Abschied vom Ende. Zum Leben der Form in der ‚Halben Birne‘ 15:15 Christiane Witthöft: Das Ende der Weisheit oder die Weisheit am Ende? Tugendethische Implikationen des ‚Endens‘ (mhd. enden, endelich, endehaft) in der Kleinepik Sektion II – Moderation: Michael Schwarzbach-Dobson 16:30 Julia Heideklang: Strategien, Funktionen und Transformation des Endes in Sebastian Brants ‚Narrenschiff‘ (1494) durch die Übersetzung ins Lateinische und andere Sprachen 17:15 Hans Jürgen Scheuer: Das Ende der Dinge. MacGuffins im mittelalterlichen Exempel Donnerstag, 30.03.2023 Sektion III – Moderation: Patrizia Barton 09:30 Udo Friedrich: Der Entzug des Sinns. Strategien der Ironisierung in mittelhochdeutschen Exempeln 10:15 Lena Zudrell: Das abgewendete Ende: Kinderopfer und Aussatzheilung in ‚Amicus und Amelius‘-Texten Sektion IV – Moderation: Nina Nowakowski 11:30 Coralie Rippl: Der Mensch denkt, Gott lenkt? Das Ende in der religiösen Kleinepik des Mittelalters 12:15 Julia Weitbrecht: Im Tod vereint: Alternativen des Endes in der religiösen Kleinepik Sektion V – Moderation: Chong Ji 14:30 Lorenz Brandtner: Der Sex nach dem Sex. Diskursivierungen von Sexualität nach dem Geschlechtsakt in der Märendichtung 15:15 Adrian Meyer: Der Anfang vom Ende. Formen der Überleitung zu diskursiven Erzählschlüssen Freitag, 31.03.2023 Sektion VI – Moderation: Silvan Wagner 09:30 Franziska Wenzel: Rätseln und Streiten. Finalität in diskursiven Formen der Kleinepik 10:15 Friedrich Michael Dimpel: Der Weg zum Ende. Linearität und Finalität in der ‚Buhlschaft‘ und bei Rosenplüt Sektion VII – Moderation: Joana Thinius 11:30 Patrizia Barton: Der Liebestod als Pointe am Beispiel von ‚Pyramus und Thisbe‘ 12:15 Silvan Wagner: Die offene Pointe als Falle: Wie die ‚Drei listigen Frauen‘ ihr Publikum foppen

DFG-Netzwerk „Untersuchungen zur Gegenwartsdramatik“, Berlin (13.03. – 14.03.2023)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
13.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Interdisziplinarität, 

Drama allgemein

, und 2 weitere

Erstellt am:
03.03.2023

Kolloquium: DFG-Netzwerk „Untersuchungen zur Gegenwartsdramatik“, Berlin (13. 03. – 14.03.2023) Kolloquium des DFG-Netzwerks „Untersuchungen zur Gegenwartsdramatik“ vom 13.-14.03.2023 am Peter Szondi-Institut der Freien Universität Berlin 2. Treffen des DFG-Netzwerks Mit dem Netzwerk „Untersuchungen zur Gegenwartsdramatik“ werden bisher weitgehend separat gebliebene Bestrebungen aus der Literaturwissenschaft, der Theaterwissenschaft und aus praxisnahen Schreibstudiengängen sinnvoll zusammengeführt, um Texte der Gegenwartsdramatik eigens und methodisch sensibel zum Forschungsthema zu machen – dies ist in den Literatur- und Theaterwissenschaften ein bislang bestenfalls marginalisiertes Vorhaben. Dabei begründet doch gerade die dramatische Literatur, die sich in Wechselbeziehung mit dem postdramatischen Theater in den letzten zwanzig Jahren vielseitig weiterentwickelt hat, das Schreiben für die Bühne und somit ebenso den Theaterbesuch. Ziel ist es, in transdisziplinärer Absicht die Aufmerksamkeit für den Theatertext als frag- und diskussionswürdige Literatur- und Praxisform in den Wissenschaften und im künstlerischen Diskurs zu schärfen. Weitere Informationen unter https://ift.tt/j8tyaoA . Leitung: Hannah von Sass, Anmeldung bei Julia Schmit ( j.schmit@fu-berlin.de ) Programm 13.03.23 14.00-15.30h Panel 1 Martin Schneider (Universität Jena) zum Begriff der Musikalität im Kontext von Theatertexten und ihrer Beschreibung mit anschließender Diskussion. 15.50-17.20h Panel 2 Anton Bröll (Universität Osnabrück) zu Björn SC Deigners Theatertext „Die Polizey“ (2020) mit anschließender Diskussion. 17:40-19:10h Gemeinsames Gespräch mit dem Autor Björn SC Deigner. 14.03.23 10.00-11.30h Panel 3 Clemens Özelt (Universität Zürich) zu den Arbeitsfassungen von Felicia Zellers Theaterstück „Einsame Menschen“ (2021) mit anschließender Diskussion. 11.50-13:20h Panel 4 Edith Draxl (uniT Graz) und Maxi Obexer (NIDS) über künstlerische und theoretische Begriffe sowie Arbeitsweisen des DramaForum von uniT Graz / dem Neuen Institut für Dramatisches Schreiben (NIDS) mit anschließender Diskussion. 13:30-14:00 Abschlussgespräch der Mitglieder.

Durham Modern Languages & Cultures Conference (19.-21.04.2023)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
19.04.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturdidaktik, 

Gender Studies/Queer Studies, 

Postkoloniale Literaturtheorie

, und 3 weitere

Erstellt am:
27.02.2023

“Where Are We Now? The Location of Modern Languages and Cultures” conference The School of Modern Languages‘ 2023 conference will take place at the Calman Learning Centre, Durham University from 19th – 21st April 2023. Join us for our 2023 conference, exploring the current debate around student uptake of Modern Languages, and our identity as a discipline. Modern Languages as an interdisciplinary field of study brings a spectrum of insights to urgent international challenges, such as debates around space, access, mobility, justice, and how the global and the local perspective are crucial to inform ongoing and new research in Modern Languages studies. Register here Programme We have an exciting conference programme that will take place over two and a half days from 19th-21st April 2023 at the Calman Learning Centre, Durham University. A full conference programme can be downloaded here: MLaC conference full programme Keynote Speakers Mieke Bal: Film and Lecture. Film being screened: ‘It’s about time: Reflections of urgency’. (Wednesday 19th April 18.00-19.30) Alison Phipps: ‘Decolonizing Multilingualism: Land, Languaging, and Longing’, with guest artist Tawona Sitholé (Thursday 20th April Plenary lecture 11.30am-1pm) Siraj Ahmed: ‘Political Modernities, Cultural Genocides, Comparative Studies’ (Thursday 20th April Plenary 17.45pm-18.30) Karolina Watroba: ‚Kafka in Korea: A Case Study in the Location of Modern Languages and Cultures (Friday 21st April Plenary lecture 11.30-13.00) A full conference programme can be downloaded here: MLaC conference full programme

Interdisziplinärer Workshop „Die Heilige Johanna in den Künsten“ | Universität Bern (10.3.2023)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
10.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur aus Großbritannien und Irland, 

Französische Literatur

, und 1 weitere

Erstellt am:
27.02.2023

Am Walter Benjamin Kolleg der Universtität Bern findet am 10.3.2023 in Kooperation mit dem SNF-Projekt „Gattungspoetiken des Sakralen“ der interdisziplinäre Workshop „Die Heilige Johanna in den Künsten“ statt. Interessierte sind herzlich eingeladen und können sich gerne anmelden bei anita.martin@unibe.ch Die Heilige Johanna von Orléans tritt seit dem Spätmittelalter immer wieder als populäre Figur der Künste auf. Sie ist stets eine Heilige, darüber hinaus aber auch Heldin, Märtyrerin und Revolutionärin oder Kriegerin. Johanna ist nicht wählerisch und beehrt verschiedene Medien und Genres mit ihrer Anwesenheit: Legenden, Epen, Romane, Dramen, epische Theaterstücke, Opern, Oratorien, Filme, Serien und Gemälde. Aufgrund ihrer medialen und generischen Beweglichkeit erfordert die Figur der Heiligen Johanna eine interdisziplinäre Annäherung. In einem eintägigen Workshop am 10. März 2023 möchten wir Nachwuchsforschende versammeln, die aus unterschiedlichen fachlichen und überfachlichen Blickwinkeln auf die Heilige Johanna schauen und diverse Lesarten und Expertisen verknüpfen. Dafür werden wir verschiedene vorgeschlagene Texte und andere Kunstwerke, die die Heilige Johanna verhandeln, vorab in einem (digitalen) Reader/Viewer versammeln. Im Workshop sollen die Teilnehmenden zu den von ihnen vorgeschlagenen Artefakten kurze, ca. 10-minütigen Inputs beitragen, im Anschluss daran möchten wir jeweils offen diskutieren. Programm Fr, 10. März 9 Uhr Begrüssung 9.10 Uhr Anita Martin (Bern) – Legendarische Szenerie in Schillers romantischer Tragödie Die Jungfrau von Orleans 9.50 Uhr Rabea Conrad (München) – Die reine Schwester: Ein bürgerlicher Heiligen-Typus? Goethes Iphigenie auf Tauris und Schillers Jungfrau von Orleans 10.30 Uhr Kaffeepause 10.45 Uhr Morten Grage (Freiburg im Breisgau) – Spuren von Jeanne d’Arc in Meyerbeers Grand Opéra Le Prophète 11.25 Uhr Stefanie Burkhardt (Erlangen-Nürnberg) – Brechts Die heilige Johanna der Schlachthöfe 12.05 Uhr Mittagessen 13.00 Uhr Felix Kraft (Bern) – Formen der Figurenrede in Bertolt Brechts Die heilige Johanna der Schlachthöfe 13.40 Uhr Thomas Nehrlich (Bern) – Anna Seghers’ Hörspiel Der Prozess der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431 14.20 Uhr Kaffeepause 14.35 Uhr Maria Kuberg (Konstanz) – «They love you, then they kill you, then they love you again» – Johanna von Orleans in der Popmusik 15.15 Uhr Gemeinsamer Ausblick auf die Populärkultur 16.00 Uhr Aglaia Kister (Bern) – «Die Angst nimmt mich bei der Hand und führt mich.» Zur Rolle der Affekte in Felicitas Hoppes Roman Johanna 16.40 Uhr Schlussdiskussion 17.00 Uhr Ende der Veranstaltung