Internationale Tagung: Verletzbarkeit. Strukturelle Gewalt und Affekte in der Literatur (20.04.-22.04.2023)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
20.04.2023
Beitrag von:
Aglaia Kister
Erstellt am:
26.03.2023

Internationale Tagung Verletzbarkeit. Strukturelle Gewalt und Affekte in der Literatur 20.–22. April 2023 Universität Zürich Organisation: Aglaia Kister (Universität Bern) und Cornelia Pierstorff (Universität Zürich) Ort: Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zürich, Senatszimmer (KOL-E-13) Der Begriff der Verletzbarkeit hat Konjunktur. Die Corona-Pandemie, der russische Angriffskrieg in der Ukraine und der Klimawandel führen eindringlich vor Augen, wie vulnerabel Menschen und Gesellschaften sind. Entsprechend ist die Verletzbarkeit in den vergangenen Jahren zu einem Schlüsselkonzept aufgestiegen, das – von der Gesundheitspolitik über die Verteilungsgerechtigkeit bis hin zur Umweltforschung – im Zentrum zahlreicher gesellschaftlicher Debatten steht. Die Tagung beleuchtet die Verletzbarkeit aus literaturwissenschaftlicher Perspektive und nimmt dabei insbesondere den Zusammenhang von struktureller Gewalt und Affekten in den Blick. Donnerstag, 20.04. 9.30–10.00 Aglaia Kister (Universität Bern) und Cornelia Pierstorff (Universität Zürich) Einführung 10.00–11.00 Elena Meilicke (UdK Berlin) „Spectacles of overcoming“. Weibliche survival memoirs als Resilienz-Inszenierungen 11.30–12.30 Marcella Fassio (FU Berlin) Verletzte Körper – verletzliche Körper. Krankheit, Geschlecht und Kapitalismus in Brustkrebsnarrationen 14.00–15.00 Zoe Zobrist (Universität Zürich) Verletzbare, opferungswillige Körper. Anna Seghers Legende von der Reue des Bischofs Jehan d’Aigremont 15.00–16.00 Hania Siebenpfeiffer (Universität Marburg) Der prekäre Körper der Königin. Violentia und Vulnerabilität des weiblichen Herrschaftskörpers im barocken Trauerspiel 16.30–17.30 Thomas Wismer (Universität Zürich) Vulnerabilität, sexualisierte Gewalt und Geschlecht in Hartmanns von Aue Erec und Enite 18.30–19.45 Öffentlicher Abendvortrag Universität Zürich, Hauptgebäude, KOL E 18 Jule Govrin (Universität Frankfurt) Verbunden, verwundbar, verkörpert. Solidarische Sorge und widerspenstiges Körperwissen Freitag, 21.04. 9.00–10.00 Benno Wirz (Universität Zürich) „Come together!“ Vulnerable Gemeinschaft nach Yaghoobifarah und Butler 10.00–11.00 Deborah Fallis (Universität Hannover) „Ihr Körper wurde noch nie verletzt“. Formen der Gewalt in Shida Bazyars Drei Kameradinnen und Fatma Aydemirs Dschinns 11.30–12.30 Melanie Rohner (Universität Bern) „Wenn ich die Augen schließe, vergesse ich, wie verletzlich ich bin“. Intersektionalität und Vulnerabilität in Olivia Wenzels 1000 Serpentinen Angst 14.00–15.00 Robert Walter-Jochum (FU Berlin) „Ihre Fragen sind ja im Grunde nicht therapeutisch zu klären.“ Therapiesitzungen in der afrodeutschen Literatur 15.00–16.00 Nicolas Paulus (Universität Wien) Gewalt, Geschlecht und Taktilität in Hans Henny Jahnns Fluss ohne Ufer 16.30–17.30 Dominik Zechner (Rutgers University) Sticks and Stones 17.30–18.30 Jorge Estrada (Universität Leiden) Paranoia: An Onto-Epistemological Threshold for Vulnerability in Leo Perutz’s Der Meister des Jüngsten Tages Samstag, 22.04. 9.00–10.00 Susanne Klimroth (HU Berlin) Ekel als verletzende Selbstverteidigung. Ambivalente Täter-Opferpositionen in Marieluise Fleißers Fegefeuer in Ingolstadt 10.00–11.00 Lea Liese (Universität Basel) Verletzbarkeit und Identitätspolitik. Domestizierte und demonstrative Affekte in der Gegenwartsliteratur 11.30–12.30 Sophie Witt (Universität Hamburg) Milieu und Verletzbarkeit bei Annie Ernaux, Daniela Dröscher und Ottessa Moshfegh. Literaturtheoretische Überlegungen

The Weight of All Flesh. Zur Philosophie von Eric Santner


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
01.06.2023
Beitrag von:
Dominik Finkelde
Forschungsgebiete

Literaturtheorie, 

Literatur und Psychoanalyse/Psychologie

Erstellt am:
22.03.2023

Der amerikanische Literaturwissenschaftler Eric Santner gehört zu den einflussreichsten Intellektuellen seiner Generation, da es ihm in zahlreichen Publikationen gelingt, die weltweit diagnostizierte Ausbreitung der Übermacht ökonomischer Existenzbedingungen mit Fragen ihrer uneingestandenen metaphysischen Erlösungsbedürftigkeit in Verbindung zu bringen. Psychoanalyse, politische Theologie und Marx’sche Warentheorie werden dabei von Santner in Kombination mit Foucaults und Agambens Machtanalysen systematisch verbunden. English: The American literary scholar Eric Santner is one of the most influential intellectuals of his generation, since in numerous publications he succeeds in linking the globally diagnosed spread of the superiority of economic conditions of existence with questions of their unacknowledged metaphysical need for redemption. Psychoanalysis, political theology and Marxian commodity theory are systematically combined by Santner with Foucault’s and Agamben’s analyses of power. Programm Donnerstag, 1. Juni 2023 18.00 KEYNOTE LECTURE I: Eric Santner (Chicago) Negative Anthropology in Freud, Rosenzweig, and Musil Freitag, 2. Juni 2023 09.00 – 09.30 Begrüßung 09.30 – 10.30 Agata Bielik-Robson (Nottingham) Exodus into Ordinary Life. Santner’s Judaism as the Religion of Desublimation 10.30 – 11.00 Kaffeepause 11.00 – 12.00 Robert Buch (Halle) Metamorphoses of the Flesh. Creaturely Life and Undeadness in Döblin’s Berlin Alexanderplatz 12.00 – 13.00 Luca Di Blasi (Bern) Die zwei Körper des Königs der Juden. Über die Schuld der Politik und die Politik der Schuld 13.00 – 14.30 Mittagspause 14.30 – 15.30 Sami Khatib (Stuttgart) The commodity’s two bodies: Santner with Marx 15.30 – 16.30 Rasmus Nagel (Heidelberg) Die Trägheit allen Fleisches: Theopolitische Überlegungen zur protestantischen Universalisierung der Akedie 16.30 – 17.00 Kaffeepause 17.00 KEYNOTE LECTURE II: Mladen Dolar (Ljubljana) Too muchness, surplus of immanence, manatheism: On three concepts proposed by Eric Santner 19.00 gemeinsames Abendessen (für speaker) Samstag, 3. Juni 2023 09.00 – 10.00 Ino Augsberg (Kiel) The Flesh of all Words 10.00 – 11.00 Dominik Finkelde (München) t.b.a. 11.00 – 11.30 Kaffee-Pause 11.30 – 12.30 Clemens Pornschlegel (München) Spiderman’s body. Zur politischen Theologie von Superheroes 12.30 – 13.30 Daniel Weidner (Halle) “ Til death do us part” . The Political Theology of ‘Kulturkampf’ 13.30 Abschluss

Literatur und Kunst ‚bei Gelegenheit‘. Kontinuitäten und Transformationen im 18. und 19. Jahrhundert, Tübingen


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
12.04.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Intermedialität, 

Poetik

, und 4 weitere

Erstellt am:
21.03.2023

Eberhard Karls Universität Tübingen, 12. – 14. April 2023 Organisation: Prof. Dr. Dietmar Till, Katharina Geißler (beide Tübingen), Dr. Maximilian Bach (Freiburg) Gelegenheitsdichtung und Gelegenheitsreden prägen das Profil der deutschsprachigen Textproduktion seit dem frühen 17. Jahrhundert maßgeblich. Zeitgleich rückt die Frage nach künstlerisch legitimen Praktiken des Schreibens, Sprechens und Publizierens ‚bei Gelegenheit‘ ins Zentrum des ästhetischen Diskurses. Dieses Verhältnis verschiebt sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts: Im Rahmen der Autonomisierung des literarischen Feldes, der programmatische Entfaltung von genie- und autonomieästhetischen Positionen und der Verabschiedung des auf Textproduktion angelegten altsprachlichen Unterrichts lockert sich die institutionelle Verankerung von Gelegenheitsliteratur, sie fristet ein Nischendasein im ästhetischen Diskurs und verliert sukzessive an Prestige. Dennoch bedeutet die Krise des rhetorischen Paradigmas keineswegs einen Abbruch der gelegenheitsgebundenen Literatur. Vielmehr steigt die kasuallyrische Produktion in einigen Teilen des deutschen Sprachraums gegen Ende des 18. Jahrhunderts an. Damit ergibt sich eine Theorie-Praxis-Schere, die ein enormes Irritationspotenzial für gängige literaturgeschichtliche Zäsurierungen birgt. Anders formuliert: Die Frage nach den Kontinuitäten und Wandlungen von Gelegenheitsliteratur im Verlauf des 18. und 19. Jahrhunderts verspricht eine Fülle neuer literaturhistorischer Einsichten und Differenzierungen. Im Zentrum der Tagung „Literatur und Kunst ‚bei Gelegenheit‘. Kontinuitäten und Transformationen im 18. und 19. Jahrhundert“ stehen drei Aspekte: Der Wandel kommunikativer und publizistischer Settings, die Pluralisierung anlassbezogenen Schreibens sowie intermediäre und interdisziplinäre Perspektiven. Tagungsprogramm Mittwoch, 12. April Kommunikative und publizistische Settings 14.00 Registrierung 14.30 Begrüßung und Einführung 15.00 Kathrin Wittler (Berlin) Zwischen Obrigkeit und Volk. Wie stiften jüdische Gelegenheitsschriften um 1800 vertikale und horizontale Bündnisse? 15.45 Kaffeepause 16.15 Roman Kuhn (Oxford) Nach der Gelegenheit: Poesie fugitive zwischen anlassbezogener Dichtung 17.00 Björn Thesing (Siegen/Heidelberg) Prekäre Philologie? Ernst von Wildenbruchs Gelegenheitsdichtung Die Philologen am Parnaß oder die Vivisektoren als Beitrag zum Diskurs um die philologische Wissenschaftskultur des 19. Jahrhunderts 18.30 Gemeinsames Abendessen Donnerstag, 13. April Pluralisierung anlassbezogenen Schreibens 9.30 Rudolf Drux (Köln) ‚Von der Nähe des Gelegenheitsgedichts „zur wirklichen wahrhaften Natur“. Goethes Transformation des Kasualpoems‘ 10.15 Daniel Zimmer (Berlin) Gelegenheitsdichtung in Braunschweig um 1770: Ebert, Zachariä, Eschenburg, Lessing 11.00 Kaffeepause 11.30 Anatol Heller (Zürich) „Aus der Luft gegriffen.“ Gelegenheitskunst in Goethes Wahlverwandtschaften 12.15 Yashar Mohagheghi (Aachen) Occasio materialis und ‚andere Ästhetik‘. Zur Materialpoetologie des Gelegenheitsgedichts im West-östlichen Divan 13.00 Mittagspause Intermediäre und interdisziplinäre Perspektiven 14.30 Anna Lisa Schwartz (München) Repräsentationen des Friedens im vormodernen Europa“ – Semantische Datenmodellierung zur Auswertung von Gelegenheitsliteratur und –kunst 15.15 Tilman Schreiber (Jena) Zur Praxis des Gelegenheitsbildes ‚José aux cinq points‘ 16.00 Kaffeepause 16.30 Annika Hildebrandt (Bonn) „Mann der Arbeit, aufgewacht!“ Gelegenheit und Wiedergebrauch im Arbeiterlied 18.30 Gemeinsames Abendessen Freitag, 14. April 9.30 Lothar van Laak (Paderborn) „Wo selbst die Wirklichkeit zur Dichtung wird“ – Schillers mediale Reflexion der Gelegenheit in seinem Prolog zum Wallenstein 10.15 Axel Schröter (Bremen) Gelegenheitsdichtungen mit Theatercoups? August von Kotzebues Trilogie zur Eröffnung des Deutschen Theaters in Pest (1812) und Beethovens dazu eigens komponierte Schauspielmusik 11.00 Kaffeepause 11.30 Abschlussdiskussion und Verabschiedung 12.30 Option zum gemeinsamen Mittagessen Tagungsort ​ Eberhard Karls Universität Tübingen​ Brechtbau, Raum 215 ​ Wilhelmstraße 50​ 72074 Tübingen Kontakt ​ Prof. Dr. Dietmar Till:​ dietmar.till@uni-tuebingen.de ​ Katharina Geißler:​ katharina.geissler@uni-tuebingen.de Dr. Maximilian Bach:​ maximilian.bach@germanistik.uni-freiburg.de ​ SFB 1391 Andere Ästhetik ​ Universität Tübingen​ SFB 1391 · Andere Ästhetik​ Keplerstraße 17​ 72074 Tübingen ​ ​ uni-tuebingen.de/de/159334www.facebook.com/AndereAesthetik/twitter.com/AndereAesthetik

13. Studierendenkongress Komparatistik „Literatur & Transnationalität“ an der Universität Bremen


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
04.05.2023
Beitrag von:
Daniel Schmidt
Forschungsgebiete

Literatur aus Nordamerika, 

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Ostmitteleuropäische Literatur (Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn)

, und 6 weitere

Erstellt am:
17.03.2023

Der 13. Studierendenkongress Komparatistik (kurz SKK) findet dieses Jahr an der Universität Bremen statt. Unter dem Thema „Literatur & Transnationalität“ stellen Bachelor- und Masterstudierende sowie Promovierende ihre Vorträge und Workshops vor. Eingerahmt wird dies von einem Soft-Opening, einer Lesung in Kooperation mit dem Festival globale° für grenzüberschreitende Literatur und einer lockeren Abschlussrunde. Zum SKK sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten. Das Formular dazu findet sich auf der Website. Was ist der SKK? Der Studierendenkongress Komparatistik, kurz SKK, ist ein selbstorganisierter wissenschaftlicher Kongress von Studierenden für Studierende. Er soll einen Rahmen für deutsch- und englischsprachige Bachelor- und Master-Studierende sowie Promovierende bieten, die in der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft ihren Studiums-, Forschungs- oder Interessensschwerpunkt haben. Der Kongress soll neben der Gelegenheit zur Vernetzung und zum Austausch, eine niedrigschwellige Möglichkeit darstellen, Forschung oder aktuelle wissenschaftliche Projekte zu teilen und Feedback zu bekommen. Literatur und Transnationalität Globalisierungsprozesse in jeglicher Form gehen an uns als Literaturwissenschaftler*innen nicht spurlos vorbei. Die Konzeption der Globalisierung lässt sich nicht auf rein ökonomische und geopolitische Bewegungen über Landesgrenzen hinweg reduzieren. Wir verstehen Literatur von vornherein nicht unter dem Bezugsrahmen der Nation, sondern als immer schon grenzüberschreitendes Phänomen. Mit dem diesjährigen Thema Literatur und Transnationalität wollen wir uns der Frage widmen, wie und unter welchen Aspekten nun die daraus resultierenden Konstellationen für uns als Literaturwissenschaftler*innen zu greifen sind? Das Team Der SKK kann nur organisiert und durchgeführt werden, indem mehrere Leute sich zusammenfinden und an einem Strang ziehen, um dieses große Projekt zu stemmen. Wir haben uns dieser Aufgabe gestellt und gemeinsam bilden wir das Team des Studierendenkongresses Komparatistik. Dem Thema der Transnationalität begegnen wir aus unterschiedlichen Perspektiven, die von unseren verschiedenen Studiengängen – Germanistik, English-Speaking-Cultures, und der Transnationalen Literaturwissenschaft – geprägt sind. Wir dienen Euch auch während des Kongresses als Ansprechpersonen. Kommt gerne auf uns zu, wenn Ihr Fragen habt oder Euch mal nicht mehr zurechtfinden solltet. Wir helfen gerne!

Alles im Blick – Phänomene des Panoramatischen, Mainz


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
29.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Interdisziplinarität, 

Literatur und andere Künste, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

, und 2 weitere

Erstellt am:
17.03.2023

Interdisziplinäre Tagung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 29./30. März 2023 Das Panorama – die Alles-Sicht – zielt ab auf eine Maximalform von Wahrnehmung und Wirklichkeitsbewältigung. Es entspricht dem Wunsch, den (Wissens-)Raum zu umspannen: in der Überbreite das Gleichzeitige zu erzählen oder im Fries das historische Nacheinander zu überblicken. Das Panorama entrahmt das Bild, übersteigt das Blickfeld und fordert auf zur visuellen Drehbewegung (Rundumpanorama, 360-Grad-Schwenk), Seitwärtsfahrt (Schriftrolle, Zugfenster) sowie zum Auf- und Abstieg (Gipfel, Ballon). Im Panorama liegen Spannung und Widerspruch: Das Diverse soll in eine Einheit gebannt werden. Es konkurrieren Simultaneität und Linearität, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Freiheit und Kontrolle, Wissen und Ohnmacht, Hybris und Scheitern. Das Aufkommen der Disziplinargesellschaften beförderte den Panoramablick und die Panoramen des 19. Jahrhunderts boten als frühe Massenmedien und Vorläufer des Kinos Stadt- und Weltaneignung als Spektakel an. Bis heute schickt das Panorama den Blick auf Reisen und holt die Welt in den Blick: in Malerei, Theater, Fotografie, Film und Kartografie, in synoptischen Diagrammen, Wimmelbildern, Open-World-Computerspielen und der Immersion der VR-Brille. Das Panorama dient als Modell für den epistemologischen Anspruch der Neuzeit, das modernistische Erzählen in der Literatur und die Kompilationen globaler News in Zeitung und TV-Magazin. Die Tagung widmet sich im Rückblick den kulturgeschichtlichen Traditionen des Panoramatischen und im Seitenblick der jeweiligen Bedeutung in den verschiedenen Disziplinen, um die vielfach weitgehend unvermittelten Panorama-Konzepte in den Künsten, Fächern und Lebenswelten ihrerseits in einem Panorama anzusiedeln, das sie möglichst präzise unterscheiden und schlüssig verknüpfen soll. Aus der fächerübergreifenden Anlage eines solchen Panoramen-Panoramas erwüchse zudem die Chance, sich dem Desiderat einer allgemeinen Panorama-Theorie zu nähern: der Frage nach dem gemeinsamen Erfahrungskorrelat und Begehrenskern von Panorama-Produktion und -Rezeption, dem genuin Panoramatischen. Organisation: Roman Mauer, Filmwissenschaft Johannes Ullmaier, Germanistik Clara Wörsdörfer, Kunstgeschichte Ort: Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, Hörsaal 02-521 im Georg Forster-Gebäude. Die Tagung ist öffentlich. Website: www.kunstgeschichte.uni-mainz.de/allesimblick/ Gefördert durch das Zentrum für Frankreich- und Frankophoniestudien (ZFF) / Deutsch-Französische Kulturstiftung sowie die Inneruniversitäre Forschungsförderung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Programm: Mittwoch, 29. März 2023 13.00–13.30 Uhr: Einführung (Roman Mauer, Johannes Ullmaier, Clara Wörsdörfer) 13.30–15.00 Uhr: Panoramatisches Begehren David Kuchenbuch (Gießen): Allschau-Medien für Alle. Zum panoramatischen Begehren bei Arno Peters und Richard Buckminster Fuller Johannes Ullmaier (Mainz): Panoramatik als Prozess. Zur Mediendynamik von Allschau-Ideal und Panorama-Wirklichkeit 15.30–17.00 Uhr: Panoramatik und Leiblichkeit Oksana Bulgakowa (Berlin): Welchen Körper hat der panoramatische Blick? Hypothesen des sowjetischen Film-Auges (von Vertov bis Tarkovskij) Annika Wehrle (Mainz): Beobachtungen von Oben? Szenen des Übersehens und Überblickens 17.30–19.00 Uhr: Rund – Bau – Blick Salvatore Pisani (Paris/Mainz): Rundbild und Rotunde. Das Panorama als komplexes mediales Environment Laura Katharina Mücke (Mainz): Consequences of „The Innocent Eye Test“.“ Unschuldige“, „ungeübte“, unkontrollierbare (respektive: weibliche*) Blicke aufs Panorama Donnerstag, 30. März 2023 09.00–10.30 Uhr: Kartographie und Diagrammatik der Allschau Elisabeth Sommerlad (Mainz) / Roman Mauer (Mainz): Panoramen der Zukunft. Filmkartographischer Blick auf Stadtentwürfe in Science-Fiction-Filmen Stefan Günzel (Berlin): Diagrammatik der Allschau. Zur Dialektik von Relation und Totalität 10.45–12.15 Uhr: Erweiterte Welten Gregor Wedekind (Mainz): Das Nahe und das Ferne. Panoramatische Bildkonzepte der Romantik Marc Bonner (Köln/Saarbrücken): „Weltaugenblick“ durch Prospect Pacing: Zu den medienspezifischen Panorama-Situationen in den nichtlinearen, Weite suggerierenden Landschaften der Open-World-Spiele 13.00–14.30 Uhr: Wimmelbilder und Epochenbilder Clara Wörsdörfer (Mainz): Alle in Aktion. Panorama und Wimmelbild Philip Iser (Bonn): Literarische Panoramen zwischen Überbreite und Übersicht. Zur Narratologie der Mehrsträngigkeit in epischen Epochenbildern (Gutzkow, Döblin) 15.00–16.30 Uhr: Teil(e) des Ganzen Fabian Röderer (London/Hamburg): Vom panoramatischen Ausstellungsdisplay zum panoramatischen Ausstellungsnarrativ. Fotoausstellungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Matthias Wittmann (Basel/Zürich): La Région Centrale. Zur Geopolitik der 360°-Bubble-Ästhetik

Nachbarschaft. Auf der Suche nach einer Sozialform in der Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Hamburg


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
04.04.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Soziologie, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Stoffe, Motive, Thematologie

, und 5 weitere

Erstellt am:
17.03.2023

Internationale und interdisziplinäre Tagung: Nachbarschaft. Auf der Suche nach einer Sozialform in der Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Hamburg, Warburg-Haus 04. und 05. April 2023 Organisation: Martin Baisch/Lina Herz (Hamburg) Programm: Dienstag, 04.04.23 13.30 Uhr Begrüßung (Silke Segler-Meßner, Dekanin der Geisteswissenschaften) 13.45 Uhr Thematische Einführung (Lina Herz) Ich und Du: Bürger und Nachbar sein Moderation: Martin Baisch 14 Uhr Bent Gebert (Konstanz): Wir wissen, wo du wohnst. Nachbarschaft und Heimsuchung 14.45 Uhr Sebastian Ostmeyer (Düsseldorf): So sy doch lang zeit in gůtem frid und gůt nachbauren waern gewesen. Kontrolle, Spiegelung, Komplize – die Nachbarschaft als soziale Referenzgröße im Fortunatus. 15.30 Uhr Kaffee Politische Nachbarschaft im Artusroman und in der Heldenepik Moderation: Bernd Bastert (Bochum) 16 Uhr Matthias Meyer (Wien): Gefährliche Nachbarschaft: Artuswelt und Gral 16.45 Uhr Juliane Mego (Wien): »ich weiß nirgent keinen hohen man, er urlaget wiedder sinen nachgebure.« – Nachbarschaft als gewalt(tät)iges Ärgernis im Prosalancelot 17.30 Uhr Michael R. Ott (Bochum): Das Monster von nebenan – und andere heldenepische Nachbarschaften 19h Gemeinsames Essen Mittwoch, 04.04.22 Wer traut wem? Gäste und Hausgenossen in Nachbarschaftlichkeit Moderation: Margit Dahm (Kiel) 9 Uhr Adrian Meyer (Köln): Vor Hausfreunden wird gewarnt. Gäste und Gastgeber und die Vor- und Nachteile der Distanzlosigkeit 9.45 Uhr Hannah Rieger (Köln): Hausgenossenschaft als Schicksalsgemeinschaft in den volkssprachigen Tierepen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit 10.30h Kaffee Regeln von Nachbarschaftlichkeit Moderation: Lina Herz 11 Uhr Manuel Braun (Stuttgart): Regeln als Reflexe städtischer Nachbarschaft? Eine Spurensuche in der moraldidaktischen Literatur 11.45 Uhr Christoph Dartmann (Hamburg): Kurze Wege. Gewalt und institutionalisierte Gewaltprävention in italienischen Stadtkommunen. 12.30 Uhr Mittagsimbiss Wickrams Nachbarn Moderation: Andrea Sieber (Passau) 13.30 Uhr Martin Baisch (Hamburg): Nachbarschaft. Ihre ‚Entdeckung’ und Funktionalisierung in Werken Wickrams (‚Von guten und bösen Nachbarn’ und ‚Rollwagenbüchlein‘) 14.15 Uhr Michael Mecklenburg (Kassel): „liß dapfer und biß unverzagt.“ Spottrede als stabilisierender Diskurs über Nachbarschaft in Wickrams „Losbuch“ 15 Uhr Kaffee Nachbarschaft in/zwischen Text und Bild Moderation: Lina Herz 15.30h Maria Sanz Julian (Zaragoza): Nachbarschaft und Entfernung: Die Darstellung des Fremden in der Illustration der deutschen Frühdrucke und seine Beziehung zur Nähe 16.15h Anna-Aline Murawska (Hamburg): Wie beeinflusst die Nachbarschaft den Text? Der Fall Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen und Quirinus Moscherosch aus Renchen 17.00h Finja Zemke (Hamburg): Szenen der Nachbarschaft in der Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts 17.45h Abschlussdiskussion und vorläufiges Fazit (Martin Baisch)

Forum Literatursoziologie, Basel


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.03.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturdidaktik, 

Literatur und Soziologie, 

Autobiographie

Erstellt am:
17.03.2023

Forum Literatursoziologie Donnerstag 23. März 2023 Vesalianum Seiteneingang, Grosser Hörsaal EO. 13:15 Begrüßung durch die Forschungsdekanin Nicola Gess 13:20 Carolin Amlinger/ David-Christopher Assmann/ Urs Büttner: Einführung Schreibweisen des Sozialen 13:30 Christine Magerski (Zagreb): Gesellschaftsbilder in der Literatur und Soziologie des 20. Jahrhunderts 14:15 Nicola Gess (Basel): Die Literatur der Gesellschaft. Von Detektiven, Soziologen und einer Spurensuche bei Leo Perutz und Norbert Jacques 15:00 Pause 15:30 Tobias Schlechtriemen (Freiburg/Br.): Literarische Schreibweisen früher Soziologinnen – am Beispiel von Harriet Martineau 16:15 Kevin Kempke (Stuttgart): Zwischen Figur und Figuration. Zur literaturwissenschaftlichen Theoretisierung und Historisierung der ‚Sozialfigur‘ 17:00 Pause 17:30 Björn Krey (Mainz): Nach der Literatursoziologie 19:30 Abendessen Freitag 24. März 2023 Kollegienhaus, Hörsaal 120 Literarische Ordnungen und Öffentlichkeiten 10:00 Julia Ingold (Bamberg): Handbuch Literaturvermittlung – Ein Werkstattbericht aus Bamberg 10:45 Charlotte Coch (Köln): „Sitz im Leben“ revisited. Zur Literatursoziologie der Gattung am Beispiel von Science-Fiction 11:30 Pause Soziologieliteratur 12:00 David Prinz (Marburg): Genealogie und Praxeologie der Autosoziobiographie/Autotheory 13:00 Pause 15:00 Sarah Nienhaus (München) / Fabienne Steeger (München): En Vogue? Was uns das Suhrkamp-Verlagsarchiv über die Erfolgsgeschichte(n) der Autosoziobiografie verrät 15:45 Eva Blome (Hamburg): Autoethnographie als Gegenstand der Literatursoziologie 16:30 Pause 17:00 Marc Ortmann (München): L’Écriture sociologique – Literarische Soziologie 19:00 Abendessen Samstag 25. März 2023 Kollegienhaus, Hörsaal 120 Literatursoziologie des Buches 09:00 Ute Schneider (Mainz): Soziologische Konzepte zum Buchgebrauch – Erkenntnisgewinn und Problemstellungen 09:45 David-Christopher Assmann (Bergamo): Praxeologie des Titels. Ein Aufriss 10:30 Pause 11:00 Urs Büttner (Düsseldorf/ Urbana Champaign): Qualifizieren und Quantifizieren. Philologische Textinterpretation und statistische Analyse von Buchmetadaten 11:45 Abschlussdiskussion Organisation & Kontakt: Dr. Carolin Amlinger ( carolin.amlinger@unibas.ch ) PD Dr. David-Christopher Assmann ( david-christopher.assmann@unibg.it ) Dr. Urs Büttner ( buettner@phil.hhu.de ) Veranstaltungsort: Universität Basel, Kollegienhaus, Petersgraben 50, 4051 Basel Förderung: Freiwillige Akademische Gesellschaft Basel, Schweizer Nationalfonds (SNF)

Exil et traduction Phénomènes parallèles et croisements


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
27.03.2023
Beitrag von:
Annamaria Bianco
Forschungsgebiete

World Literature/Weltliteratur, 

Übersetzung allgemein

Erstellt am:
14.03.2023

Journées d’étude Exil et traduction Phénomènes parallèles et croisements Journées d’études organisées par Stéphane Cermakian (Aix-Marseille Université, IREMAM) et Annamaria Bianco (Université de Toulouse 2 – Jean Jaurès, Aix-Marseille Université, IREMAM). 27-28 mars 2023 , Maison méditerranéenne des sciences de l’homme (MMSH), salle Duby, 5 rue du Château de l’Horloge, Aix-en-Provence. Un lien zoom est proposé pour les personnes ne pouvant pas se déplacer. Pour obtenir le lien, merci de contacter Stéphane Cermakian et Annamaria Bianco : stephane.cermakian@univ-amu.fr ; annamaria.bianco@univ-tlse2.fr PROGRAMME LUNDI 27 MARS 2023 8h45 – Accueil des participants 9h00 – Présentation inaugurale du colloque 9h30 – Conférence d’Alexis Nuselovici, professeur de littérature comparée (Aix-Marseille Université, CIELAM) . 10h30 – 12h00 – 1. Pays d’origine, communauté en exil et tiers espace Présidence de séance : Alexis Nuselovici, professeur de littérature comparée (Aix-Marseille Université, CIELAM). Atinati Mamatsashvili (Université d’État Ilia, ILC, Tbilissi / NIAS, Amsterdam), « Entre deux langues, entre deux patries : un difficile exil des écrivains géorgiens en France dans les années 1920-1940 ». Gérard Groc (Aix-Marseille Université, IREMAM), « Un exil en trois langues : Zaven Biberian, un intellectuel arménien en Turquie ». Giacomo Longhi (Université Sapienza, ISO, Rome), « From Tehran to Stockholm: a sarcastic representation of Iranian political refugees in a contemporary Persian novel ». 14h00 – 16h00 – 2. Traduire l’exil, traduire en exil Présidence de séance : Richard Jacquemond – Directeur de l’IREMAM et professeur de langue et littérature arabes modernes (Aix-Marseille Université, IREMAM). Héléna Demirdjian Ulas (Université Paul-Valéry, RIRRA21, Montpellier), « Traduire un roman de l’exil : un paradoxal ancrage ». Chakib Ararou (Aix-Marseille Université, IREMAM / ENS Paris), « Un traducteur par exils : le cas d’Abdellatif Laâbi » (intervention à distance). Santa Vanessa Cavallari (Aix-Marseille Université, CIELAM / Université de Pise), « S’auto-transduire pour résister à l’exil. Apprivoisement des espaces exiliques dans На Тайти et à Tahiti ». Annamaria Bianco (Université Toulouse – 2 Jean Jaurès / Université Aix-Marseille, IREMAM), « Villes-refuges, writing grants et programmes de traduction : accueil et soutien des écrivain·e·s arabes exilé·e·s en Europe ». 16h30 – 18h00 – 3. Exil, espace théâtral et traduction Présidence de séance : Stéphane Cermakian, maître de conférences en langue et civilisation arméniennes (Aix-Marseille Université, IREMAM). Najla Nakhlé-Cerruti (CNRS-IREMAM, Aix-en-Provence), « Ubu Roi d’Alfred Jarry par François Abou Salem : des formes théâtrales de l’exil intérieur dans Abū Ūbū fī sūq al-laḥḥāmīn ( Abū Ūbū au marché des bouchers ) ». Lusiné Abgarian, (Université d’Etat V. Brussov, LCM, Erevan) « D’un exil à l’autre : traduire l’expérience du rapatriement des Arméniens de 1946-1948 à travers le théâtre ». Raffaele Esposito, (Université de Naples “L’Orientale” – DAAM) « Born in translation. An author’s life in exile and the multilingual history of a Jewish play ». MARDI 28 MARS 2023 9h15 – Accueil des participants 9h30 – 11h30 – 4. Exil dans la langue, passage et multilinguisme Présidence de Séance : Annamaria Bianco, A.T.E.R. en langue et littérature arabes (Université Toulouse 2 – Jean Jaurès / Aix-Marseille Université, IREMAM) Eva Raynal (Institut National Universitaire Champollion, Albi), « Ma parole plus que les mots est sans patrie ! Le langage, refuge des exilé.e.s ? ». Léa Polverini (Université Toulouse 2 – Jean Jaurès, Allph@ / Aix-Marseille Université, IREMAM), « L’amour n’est-il qu’un concept européen ? Revendiquer la pensée sauvage chez Driss Chraïbi ». Mihaela-Gențiana Stănișor (Université « Lucian Blaga » de Sibiu, CSLLS), « Le malheureux poli. Cioran et les avantages de l’exil ». Stéphane Cermakian (Aix-Marseille Université, IREMAM), « Traduire l’intraduisible : l’exil au bord du silence ». 11h30 – 12h00 – Clôture des journées d’étude . ARGUMENTAIRE L’idée des journées d’études “Exil et traduction : phénomènes parallèles et croisements” découle d’une prise de conscience de l’importance de la notion d’exil au sein de la production littéraire mondiale actuelle et des liens qu’elle entretient avec une notion apparentée, la traduction, souvent stimulée et influencée par l’urgence des enjeux géopolitiques. Cette centralité devient encore plus flagrante dans certaines zones du monde affectées par des phénomènes migratoires ou diasporiques, qui opèrent une transformation radicale des textes et des conditions de création et de circulation, aussi bien au sein des champs de production nationaux que dans une perspective transnationale. Les manifestations scientifiques et publications se sont multipliées sur le thème de l’exil et sur l’activité de traduction, mais qu’en est-il du lien qui unit ces deux notions ? Ne peut-on voir dans l’exil une forme de passage, de transfert inhérent à la démarche de la traduction ? Et celle-ci n’est-elle pas déjà le constat d’un départ définitif d’un système de pensée et de représentation, en direction d’une nouvelle appréhension d’un monde dont l’auteur conserve l’écho ancien ? Ainsi, les expériences d’exil et de traduction ont en commun cette notion, et si la métamorphose induite par la première exclut la possibilité d’une réversibilité pure et simple, la seconde propose aussi une transformation assumée et fructueuse. Les répercussions sont donc à examiner non seulement dans l’oeuvre comme expression résultant de l’exil mais, inversement, dans l’exil comme l’expérience même d’un passage qui préfigure celui d’une langue à l’autre. Il s’agira donc d’appréhender le phénomène tel qu’il se manifeste à l’époque moderne et contemporaine, où il a pris une ampleur dramatique et s’est considérablement accru en littérature. Les analyses se feront sans limitation de genre littéraire, en englobant différentes aires linguistiques et culturelles. Cette approche transnationale et transhistorique, si elle part initialement des aires couvertes par l’IREMAM (Moyen-Orient, Afrique du Nord et Asie centrale, avec leurs réseaux diasporiques), sera aussi ouverte aux contributions portant sur d’autres corpus induisant des modalités de représentation et d’expression différentes, que ce Il conviendra ainsi d’examiner la traduction comme reflet du passage et transfert de l’oeuvre d’exil, mais aussi l’exil comme traduction en soi (dans le passage d’une culture à l’autre) ; enfin, la traduction pourra être perçue comme hospitalité, par l’accueil du récit d’exil. soit au sein des aires européenne, méditerranéenne, asiatique ou américaine. L’objectif sera de travailler dans une perspective comparatiste et interculturelle qui reflète la complexité de la littérature mondiale.

Éthique et littérature aujourd’hui


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.03.2023
Beitrag von:
Enrica Zanin
Forschungsgebiete

Literaturtheorie, 

Literatur und Recht, 

Literatur des 21. Jahrhunderts

Erstellt am:
14.03.2023

Il semblerait qu’aujourd’hui l’éthique devienne un critère essentiel pour évaluer la valeur d’une œuvre littéraire. Dans les années récentes, la moralité de l’auteur, la qualité morale d’une œuvre (L’Oarystis de Chenier 2017), le contenu idéologique d’un spectacle (Exhibit B, Brett Bailey, 2013) ont déterminé le jugement esthétique porté sur les œuvres. Si, en 2007, Pierre Jourde écrivait qu’ « en ce qui concerne la littérature contemporaine, parler de bien et de mal paraît tout à fait obsolète », en 2017, selon Alexandre Géfen, on peut « demander à l’écriture et à la lecture de réparer, renouer, ressouder, combler les failles des communautés contemporaines, retisser l’histoire collective et personnelle, de suppléer les médiations disparues des institutions sociales et religieuse ». Que les critiques soient favorables à ce changement (Newton 2020) ou qu’ils le critiquent (Talon-Hugon 2019), force est de constater que les relations entre éthique et littérature connaissent actuellement un bouleversement profond (Donnarumma 2019). Ce colloque cherche à définir et à expliquer le changement en cours, à partir de l’analyse des textes publiés en Europe et aux États Unis dans les vingt dernières années. I l est possible de suivre le colloque à distance : pour toute information contactez Enrica Zanin ( ezanin@unista.fr ) programme 23-24 mars 2023 MISHA – Maison Interuniversitaire des Sciences de l’Homme salle de Conférences Université de Strasbourg 23 mars 8h40 Accueil des participants 9h-11h Première session : De l’écriture à la lecture Présidée par Kenza Jernite Raffaele Donnarumma (Università di Pisa), Éthiques de la confession Emiliano Cavaliere (EHESS), L’engagement littéraire comme identification Lise Wajeman (Université Paris Cité), Éthiques de la réception : quelques expériences de testing 11h-11h30 Pause café 11h30 – 13h Deuxième session : Dire l’excès, l’intolérable, le scandale moral Présidée par Corinne Grenouillet Frédérique Leichter-Flack (Sciences Po), L’art de raconter des histoires peut-il servir à vous sauver la vie ? Des frontières morales au goulag Aline Lebel (Université Paris Nanterre), Constructions et usage du choc moral : le cas de la souffrance enfantine 13h-14h15 Déjeuner 14h15 -15h45 Troisième session : La littérature et la cité Présidée par Monica Manolescu Gisèle Sapiro (EHESS), Qui régule la littérature ? Cristina Savettieri (Università di Pisa), End of Trials ? From Liability to Moral Responsibility in the Contemporary Italian Literary Field. 15h45-16h Pause café 16h – 17h30 Quatrième session : Du passé au présent et vice-versa Présidée par Ana-Maria Gîrleanu Nicholas Manning (Université Grenoble Alpes), L’autisme de Bartleby. Le diagnostic des personnages comme question éthique Enrica Zanin (Université de Strasbourg), De l’éthique de la vertu au self-help : Parcours éthiques de la Renaissance au contemporain 18h30 Entretien avec l’écrivaine Rachel Cusk (Bnu, Auditorium) modérée par Katie Ebner-Landy et Lara Delage-Toriel 24 mars 9h-10h30 Première session : Le tournant éthique en littérature Présidée par Barbara Carnevali François Lavocat (Paris III) : « ‘La fiction, un monde de normes et de biens’ ? » Thomas Pavel et le tournant éthique des théories sur la fiction. Katie Ebner-Landy (Université de Harvard), Liberal Aesthetics and the Ethical Turn 10h30 -11h Pause café 11h-12h30 Deuxième session : Enjeux éthiques de la fiction radicale Présidée par Roberto Rossi Anthony Mangeon (Université de Strasbourg), Figurations de la radicalité politique dans quelques fictions du futur africain. Matthias Roick (Polish Academy of Sciences), « We’re the monsters now ! » The Quest for Diversity in Contemporary Fantasy Novels and Role Playing Games 12h30-13h45 Déjeuner 13h45-15h15 Troisième session : Perspectives de genre Présidée par Guy Ducrey Anne Tomiche (Sorbonne Université), Scènes de viol. Passé(z): y a rien à (re)voir? Justine Brisson (Sciences po), Entre militantisme et formalisme. Actualités du neutre 15h15-15h30 Pause café 15h30-17h Quatrième session : « Le ménage à trois » : littérature, science, philosophie Présidée par Doriane Molay Vincenza Perdichizzi (Université de Strasbourg), Le « je ne sais quoi » littéraire dans l’« univers de la précision » Barbara Carnevali (EHESS), Littérature et philosophie morale au cours des dernières décennies : une cartographie Le colloque est précédé d’un atelier, spécialement destiné aux doctorants. En voici le programme: Atelier/workshop 22 mars 2023 (Studium, salle E.16) 13h-14h Enrica Zanin et Vincenza Perdichizzi, Introduction : quels sont aujourd’hui les enjeux du rapport entre éthique et littérature ? Dialogue et discussion avec les participants. 14h-15h30 modératrice : Katie Ebner-Landy Doriane Molay (EHESS) : Éthique et auteur : lorsque l’image de l’autre est matrice à fiction . Point méthodologique par Katie Ebner-Landy (Harvard) : littérature et éthique : les travaux de Martha Nussbaum . Discussion commune 15h30-16h pause 16h-17h30 Modérateur : Emiliano Cavaliere Roberto Rossi (EHESS, Università degli Studi di Milano) : L’éthique poussée au bout : modernisme testimonial et ironie postmoderne dans les récits de la Shoah . Point méthodologique par Emiliano Cavaliere (EHESS) : Prémisses et naissance de l’autonomie de la sphère esthétique. Discussion commune 17h30-18h Enrica Zanin et Vincenza Perdichizzi, introduction aux thèmes abordés le 23 et le 24 mars.

Journée d’étude Le(s) temps du care


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
05.04.2023
Beitrag von:
Lebouc Morgane
Forschungsgebiete

Literaturtheorie, 

Literatur und Philosophie, 

Literatur und Anthropologie/Ethnologie

Erstellt am:
14.03.2023

Journée d’étude Le(s) temps du care Brest 5 avril Mercredi 5 avril 2023, 9h30 – 20h, salle B001 et en ligne (sur inscription : doctorants.hcti@gmail.com ) 9h50- 10h15 : Mot(s) de bienvenue / Nelly Blanchard (ED ALL), Alain Kerhervé (HCTI), David Jousset (UFR) Introduction : Lisa Haristoy et Morgane Lebouc 10h15 – 12h00 : PANEL 1 : Éthique du care et temps (du) social Modération : Hervé Ferrière et Gwenthalyn Engélibert Semyon Tanguy-André (UBO, HCTI) : Guérison christique et grande pauvreté : du caring about au care-authorising Sophie Le Hiress (UBO, HCTI) : « It’s something new. Forensic married with human psychology . » Aux origines de la psychologie criminologique dans The Alienist Pierre-Yves Cadalen (UBO, AMURE) : Irréparabilité et politiques de l’Anthropocène. Penser depuis Violette Ailhaud, Maria Borrély et Jean Giono 13h30 – 15h15 : PANEL 2 : Temps de maladie et relations de soin Modération : Diana Rodová et Stanislas Derrien Francis Jaouen (UBO, HCTI) : L’éthique du care vue au prisme de l’écriture de l’expérience de la maladie Guilhem Pousson (Sorbonne-Université, Eur’orbem) : Le « présent-futur », temporalités du care dans Anna Karénine et La Mort d’Ivan Illitch Eduardo Peña Cardona (UBO, HCTI) : Le queer care au sein de translittératures hispano‑américaines 15h30 – 17h00 : PANEL 3 : Maternités à rebours de l’éthique du care ? Modération : María Fátima Rodríguez et Morgane Lebouc Sophie Marty (Université d’Orléans, RÉMÉLICE et Sorbonne-Université) : Care et temporalités : figures maternelles et âges de la vie chez quelques autrices mexicaines Marie Pellan (Université de Rouen, CEREdi) : Les figures féminines meurtrières dans le révisionnisme mythologique : lacération du care dans Apologie pour Clytemnestre de Simone Bertière (2004) et Bright Air Black de David Vann (2017) 18h00 – 19h30 : Conférence de Fabienne Brugère (Professeure, Philosophie morale et politique / Philosophie de l’art, Université Paris 8) Animation/Modération : Françoise Le Borgne-Uguen (Professeure de sociologie, UBO, LABERS) Vente de livres en partenariat avec la librairie Dialogues.