Aus dem Schatten treten? Schreibende Frauen zwischen 1730 und 1830: Strategien des Schreibens, Übersetzens und Publizierens, Lausanne


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
16.06.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Gender Studies/Queer Studies, 

Literatur und Verlagswesen/Buchhandel

, und 3 weitere

Erstellt am:
02.06.2023

Die internationale Tagung fragt danach, welche Strategien und Praktiken Frauen zwischen 1730 und 1830 beim Schreiben, Übersetzen und Publizieren angewendet haben, um in der Öffentlichkeit sichtbar zu werden – oder dies gerade zu vermeiden. Diese Phase der Literatur- und Wissensgeschichte ist durch eine allmähliche Ablösung der frühneuzeitlichen Gelehrten-Republik durch eine neue literarische Kommunikationsgemeinschaft im Zuge der Entstehung des modernen Buch- und Zeitschriftenmarktes geprägt. Die Tagung stellt die Frage in den Mittelpunkt, in welcher Weise sich dieser tiefgreifende Wandel in Selbstverständnis, Handlungsspielräumen und Praktiken schreibender Frauen niederschlägt. Dabei nimmt sie Frauen als Verfasserinnen, Übersetzerinnen und Vermittlerinnen von literarischen, wissenschaftlichen, pädagogischen und religiösen Texten in den Blick. – Vorträge auf Deutsch und Französisch – Universität Lausanne, Campus Dorigny 16.–17. Juni 2023 Organisation: Angela Sanmann (Lausanne) & Daniele Vecchiato (Padua) Freitag, 16. Juni (Château de Dorigny, Raum 106) 9h30 Begrüßung (Angela Sanmann/Daniele Vecchiato) 9h45 – 10h30 Christina Schaefer (Kiel) „Sieh, diese tollkühne Frau, die es wagt, in den Ring zu steigen“: Arcangela Tarabottis literarische Selbstdarstellung zwischen Kloster und Buchmarkt. Zu weiblichen Publikationsstrategien im Venedig des 17. Jahrhunderts 10h30 – 11h15 Sonja Klimek (Kiel) Von «Wissenschaft» und «Lebensart». Christiana Mariana von Ziegler (1695–1760) als Vermittlerin französischer Salonkultur 11h15 – 11h45: Kaffeepause 11h45 – 12h30 Vera Viehöver (Lüttich) Going public – or not? Ambivalenzen im Umgang mit Öffentlichkeit bei Elisa von der Recke (1754–1833) 12h30 – 14h: Mittagspause 14h – 14h45 Valérie Cossy (Lausanne) Être ou ne pas être « femme auteur » : conformisme, ironie et louvoiement selon Montolieu, Austen, et Charrière 14h45 – 15h30 Valentine Fornerod (Lausanne) Trois femmes/Drei Weiber: Ludwig Ferdinand Huber et sa traduction allemande du roman d’Isabelle de Charrière 15h30 – 16h: Kaffeepause 16h – 16h45 Enit Steiner (Lausanne) Mary Wollstonecraft, Elizabeth Carter et la tradition du cosmopolitisme Samstag, 17. Juni (Château de Dorigny, Raum 106) 9h30 – 10h15 Elena Polledri (Udine) «Quid femina possit»: Elisabetta Caminer Turra (1751–1796) als Vermittlerin deutscher Literatur in Italien 10h15 – 11h Daniele Vecchiato (Padua) Edwige de‘ Battisti Scolari (1808–1868) als Übersetzerin deutscher Literatur 10h30 – 11h: Kaffeepause 11h – 11h45 Angela Sanmann (Lausanne) Un espace de la liberté créatrice. Ottilie von Goethe (1796–1872) et sa revue littéraire multilingue Chaos (1829–1832) 11h45 – 12h15 Schlussdiskussion Eine Teilnahme via Zoom ist nach Anmeldung möglich. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei Angela Sanmann ( Angela.Sanmann@unil.ch ). Mit Dank an die Section d’allemand und das Centre de traduction littéraire der Universität Lausanne sowie an die Universität Padua. Kontakt: Prof. Dr. Angela Sanmann-Graf Section d’allemand – Traductologie Université de Lausanne Anthropole, 4064 CH-1015 Lausanne Related date: June 16, 2023 to June 17, 2023

Orthodoxie/Heterodoxie. Diskurspolitiken der Rechtgläubigkeit in der (Literatur der) Frühen Neuzeit, Würzburg


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
15.06.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Theologie/Religionswissenschaften, 

Stoffe, Motive, Thematologie, 

Literatur der Frühen Neuzeit (14. und 15. Jh.)

, und 3 weitere

Erstellt am:
02.06.2023

Orthodoxie/Heterodoxie. Diskurspolitiken der Rechtgläubigkeit in der (Literatur der) Frühen Neuzeit, Würzburg (15.-17.6.2023) Tagung der Grimmelshausen-Gesellschaft Ein prominentes Beispiel für das Fortleben von zeitgenössischen Begriffen in der Forschung, das aus dem Feld der Kirchen- und Theologiegeschichte stammt, ist die historiographische Kategorie ‚Orthodoxie‘. Zu den Merkmalen dieses Begriffs – eine Leitidee, mittels deren spannungsreich verarbeitete und institutionell stabilisierende religiöse Geltungsansprüche artikuliert wurden – gehört die geschichtliche Umstrittenheit im Zuge inhaltlicher Konstruktionen und institutioneller Durchsetzung. Die Kennzeichnung der eigenen religiösen Position oder Handlungseinheit als ‚orthodox‘ bringt unweigerlich die Markierung fremder, lehrmäßig oder institutionell divergenter Positionen oder Handlungseinheiten als ‚heterodox‘ mit sich. Nicht nur die frühneuzeitliche Theologie arbeitet mit diesem asymmetrischen Begriffspaar, sondern auch die Barockliteratur, die sich in verschiedener Hinsicht – und dabei überkonfessionell – durch die literarische Adaption genannter dualistischer Gedankenfiguren auszeichnet. Neben der Rekonstruktion (kontrovers)theologischer Debatten der Zeit liegt der Fokus der Tagung demnach auf der Entwicklung der Begriffsdichotomie im Feld des Literarischen. Nicht zuletzt soll aber auch die Theologie- und Literaturgeschichte selbst im Hinblick auf den Einsatz der benannten Begriffe auf den Prüfstand gestellt werden. Konzeption und Organisation PD Dr. Christian V. Witt (Mainz/Tübingen), Prof. Dr. Maximilian Bergengruen (Würzburg), in Verbindung mit der Grimmelshausen-Gesellschaft Veranstaltungsort Schelling-Forum Würzburg Klinikstr. 3, 97070 Würzburg Tagungsprogramm Donnerstag, 15. Juni 14.15 – 14.30 Begrüßung Maximilian Bergengruen, Christian Witt 14.30 – 16.00 I. Sektion [Moderation: Maximilian Bergengruen] 14.30 – 15.15 „Certitudo“ und „fortitudo“ – Theologumena als Handlungsdispositionen bei Grimmelshausen und in der Pikareske Eric Achermann 15.15. – 16.00 Die Erfindung der altbösen Orthodoxie. Überlegungen zur Karriere einer folgenschweren Umkehrung Christian Witt 16.30 – 18.45 I. Sektion (Fortsetzung) 16.30 – 17.15 „sondern allein simpliciter glaube“: Zur Auseinandersetzung mit der lutherischen Orthodoxie bei Grimmelshausen Anna-Aline Murawska 17.15 – 18.00 Grobiane, Narren und die Rechtgläubigkeit Isabelle Stauffer 18.00 – 18.45 Probleme mit der simplicianischen Frömmigkeit Dieter Breuer Freitag, 16. Juni (Raum „Iphöfer Julius-Echter-Berg“) 09.00 – 10.30 II. Sektion [Moderation: Stephan Kraft] 09.00 – 09.45 Die Vereindeutigung der Literatur. Poetik und Konfession bei Harsdörffer, Klaj und Birken Julius Thelen 09.45 – 10.30 Heterodoxie als Orthopraxis. Johann Konrad Dippels radikalpietistische Kirchenkritik Vera Faßhauer 10.45 – 12.15 II. Sektion (Fortsetzung) 10.45 – 11.30 Neue Distinktionsmerkmale für „Orthodoxie/Heterodoxie“ in Gottfried Arnolds „Unpartheyischer Kirchen- und Ketzerhistorie.“ Barbara Mahlmann-Bauer 11.30 – 12.15 Konstruktionen von Heterodoxie. Beispiele aus der lutherischen und katholischen Geschichtsschreibung des 17. Jahrhunderts Steffie Schmidt 14.00 – 15.30 III. Sektion [Moderation: Christine Büchner] (wieder Schelling-Forum) 14.00 – 14.45 „Cautio Criminalis […] Avctore Incerto Theologo Orthod.“ Zum Orthodoxie-Begriff in Spee von Langenfelds Traktat gegen die Hexenverfolgung (1631) Klaus Haberkamm 14.45 – 15.30 Katholische Orthodoxie- und Heterodoxiekonstruktionen am Beispiel der Jansenistischen Streitigkeiten Klaus Unterburger 15.45 – 16.30 III. Sektion (Fortsetzung) 15.45 – 16.30 „Einsamdrey“. Zur Theologie der Dreifaltigkeit in der Lyrik von Gryphius, Spee und in ihrem literarischen Umfeld Wilhelm Kühlmann Samstag, 17. Juni 09.00 – 10.30 IV. Sektion [Moderation: Jörg Wesche] 09.00 – 09.45 Die Wahrheiten des „weisen Hauslehrers“. Das Sirachbuch in Georg Philipp Harsdörffers Erzählsammlung „Heracljtus und Democrjtus“ (1652–1653) Hans-Joachim Jakob 09.45 – 10.30 „ich werd in deiner Kraft doch wieder alles siegen/ und unbeweglich stehn“. Die geistliche Lyrik Henriette Catharina von Gersdorffs Franz Fromholzer 10.45 – 12.15 IV. Sektion (Fortsetzung) 10.45 – 11.30 Scheinheiligkeit. Abhängigkeit und Ablösung von der Religion als kulturellem Leitsystem bei Grimmelshausen Daniela Fuhrmann 11.30 – 12.15 Die alten neuen Feinde des Christentums. Zur Konstruktion des „Deismus“ und der „Freigeisterei“ in der protestantischen Theologie des 18. Jahrhunderts Christopher Voigt-Goy 12.15 – 12.45 Abschlussdiskussion 12.45 Tagungsende

Gattung und Gegenwart, Bonn


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
22.06.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Gattungspoetik

Erstellt am:
26.05.2023

Gattung und Gegenwart Eine Tagung des DFG-Graduiertenkollegs 2291 „Gegenwart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses“ der Philosophischen Fakultät an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (22.-24.06.2023) Organisator*innen: Philip Iser, Judith Niehaus, Marvin Reimann und Sascha Rothbart Anmeldung: gattung@uni-bonn.de Gattungen und Genres sind einerseits wichtige Orientierungspunkte in unserer (medialen) Gegenwart, andererseits ist die Gattungstheorie eine „Reflexionsinstanz von Gegenwart“ als solcher (Keckeis/Michler 2020). Auf der Tagung sollen die verschiedenartigen Beziehungen von „Gattung und Gegenwart“ diskutiert werden: Wie wird Gegenwart in einzelnen (literarischen, filmischen, künstlerischen und musikalischen) Gattungen und Genres verhandelt? Welche Gattungen und Genres wurden in welchen historischen Gegenwarten hervorgebracht? Und welche Rolle spielen Zeit- sowie Gegenwartskonzepte in der und für die Gattungstheorie? Obwohl heute meist als Zeit- und Epochenbegriff verwendet, ist das Konzept ‚Gegenwart‘ als historisch kontingente Konstruktion zu betrachten. Um 1800 findet eine Verzeitlichung des Denkens statt (vgl. Koselleck 1979, Oesterle 1985, Luhmann 1990): An die Stelle einer punktuellen räumlichen Präsenz tritt dabei die Vorstellung von Gegenwart als eines „jedesmaligen, in der Zeit veränderlichen Zusammenhang[s] aller Elemente der Welt“ (Lehmann 2017). So wird es möglich, von Gegenwart als einem „Zugleichsrahmen“ (Ullmaier 2020) zu sprechen. Eine vergleichende Historisierung derart unterschiedlicher Gegenwartskonzepte muss eine Geschichte literarischer und künstlerischer Gegenwartsbezüge berücksichtigen: Literatur und Kunst tragen in hohem Maße dazu bei, Gegenwart zu konstituieren, zu reflektieren und zu transformieren, indem sie ästhetische Referenzpraktiken ausprägen, die wiederum durch historisch variable Gattungskonventionen bedingt sind. In einzelnen Gattungen, Genres oder Textsorten wird Gegenwart unter je spezifischen medialen, formalen und praxeologischen Bedingungen ‚gemacht‘ und reflektiert. Dafür finden beispielsweise der Brief- oder Fortsetzungsroman, Kalender und Tagebücher ebenso wie etwa das Biopic, die Historienmalerei und das Stillleben oder die Gelegenheitsmusik je eigene gattungs- oder genretypische Verfahren und Formen. Gattungswandel hat „(Rück-)Wirkungen auf kollektive Bewusstseinsstrukturen“ (Michler 2010), die ihrerseits gewisse Gattungspräferenzen hervorbringen (vgl. Voßkamp 1996). Sichtbar wird dies u.a. in Konjunkturen einzelner Gattungen zu bestimmten Zeiten sowie in Entstehungs- und Niedergangsnarrativen, denen ebenfalls zeitdiagnostischer Wert zukommt. Die Historizität von Gegenwart lässt sich somit im Spiegel unterschiedlicher Gattungsgeschichten betrachten. Aus kunsthistorischer Perspektive zeigt sich beispielsweise, dass die Differenzierung der Malerei in die Subgattungen sowie deren Hierarchisierung im 17. Jahrhundert symptomatisch für ihre historische Gegenwart waren (vgl. Boehm 2005). Die literaturtheoretischen Unterscheidungen in die drei Gattungen Epik, Lyrik und Dramatik in der Mitte des 18. Jahrhunderts geschahen wiederum selbst unter Einbeziehung eines ‚Zeitkriteriums‘ und ordneten sie der Zeitstufen-Trias (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) auf verschiedene, teils entgegengesetzte Weise, zu (vgl. Takeda 2019, Genette 1990, Lindel 2021). Ausgehend von diesen Beobachtungen soll die Rolle der Gegenwart in (spezifischen) Gattungen diskutiert werden, d.h. die Frage, wie und mit welchen medialen Verfahren die Gegenwart jeweils produziert und verhandelt wird. In einem zweiten Fragenkomplex geht es um Gattungen als Symptom spezifischer Gegenwarten. Darüber hinaus wird die Rolle von Zeitkriterien und der Gegenwart in der Genretheorie und -geschichte diskutiert. Programm Donnerstag, 22. Juni 2023 13:00 Ankommen 13:30 Einführungsvortrag 14:00 Daniel Fleuster (Bonn): Das Konzept des Gegenwartsbezuges. Zum Verhältnis von Gattung und Gegenwart. 14:45 Kaffeepause Panel I 15:00 May Mergenthaler (Ohio): Geschichte und Theorie des lyrischen Augenblicks. Vom Licht zum Schatten. 15:45 Sophie-Charlott Hartisch (Köln): Prekäre Gegenwart im Kino Wong Kar-Wais 16:30 Kaffeepause Panel II 17:00 David Brehm (Marburg): »Einrücken in die Gegenwart!« Gattungspoetik und Aktualitätspolitik des Feuilletons im Ersten Weltkrieg 17:45 Claudia Liebrand (Köln): Idylle im Kreuzfeuer. Thomas Manns Herr und Hund aus dem Jahr 1918 18:30 Pause 19:30 Gemeinsames Abendessen Freitag, 23. Juni 2023 Panel III 9:00 Stefanie Kreuzer (Kassel): ›Filmische Authentizitätsfiktionen‹ von Der Mann mit der Kamera (UdSSR 1929) bis Cloverfield (USA 2008) 9:45 Celestina Trost (Bonn): Szenische Zeitexperimente. Perspektiven auf den Einakter um 1900 10:30 Kaffeepause Panel IV 11:00 Leonhard Herrmann (Leipzig): Goethes Torquato Tasso als Gattungspoetik der Vergegenwärtigung 11:45 Christian Kirchmeier (Groningen): Die Gegenwart der Komödie. Parabatische Verfahren bei Johann Nestroy 12:30 Mittagspause Panel V 14:00 Werner Michler (Salzburg): Unzeitgemäß. Zum Zeitkern der Gattungen. 14:45 Philip Iser (Bonn)/Johannes Ullmaier (Mainz): Jahresbücher als Geschichtsgattung der Gegenwart? 15:30 Kaffeepause Panel VI 16:00 Céline Martins-Thomas (Zürich): Krise, Novelle, Gegenwart. Jonas Lüschers Frühling der Barbaren (2013) 16:45 Bernhard Stricker (Dresden): ›Geistesgegenwart‹. Zeitpraktiken und Zeitreflexion in der Kalendergeschichte 17:30 Pause 19:30 Get-Together / Abendessen Samstag, 24.06.2023 Panel VII 09:00 Thekla Neuß/Lisa-Frederike Seidler (Berlin): Form der Zeit. Zur Gegenwart im Zeitstück 1920/1960 9:45 Steffen Hendel (Halle): Das Feature als Gattung des westdeutschen Nachkriegsradios 10:30 Kaffeepause Panel VIII 10:45 Maria Kuberg (Konstanz): Gegenwart des Epos – Epos der Gegenwart? Ann Cottens Verbannt! und Raoul Schrotts Erste Erde. Epos 11:30 Dirk Niefanger (Erlangen): Gegenwärtigkeit des Geschichtsdramas 12:15 Abschlussdiskussion mit gemeinsamen Picknick Ort der Tagung wird der Senatssaal des Hauptgebäudes der Universität Bonn sein. Den Ablaufplan des dreitägigen Programms mit allen Vorträgen und Gästen aus der Literatur-, Film- und Medienwissenschaft finden Sie auch hier auf unserer Website: www.grk-gegenwart.uni-bonn.de/de/veranstaltungen/veranstaltungsarchiv/tagungen/gattung-und-gegenwart Zur besseren Planung bitten wir Sie, sich via gattung@uni-bonn.de anzumelden Zitierte Literatur: – Boehm, Gottfried. „Gattung und Gattungen im historischen Prozeß.“ In: Theorie der Gattungen, Bd. 15. Hg. von Siegfried Mauser, S. 40–46, Laaber 2005. – Fichte, Johann Gottlieb: Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Leipzig 1978 [1806]. – Genette, Gérard: Einführung in den Architext, übers. v. Jean-Pierre Dubost u.a., Stuttgart 1990. – Keckeis, Paul/Michler, Werner: Einleitung. Gattungen und Gattungstheorie. In: Gattungstheorie. Hg. von Paul Keckeis/Werner Michler, Berlin 2020, 7-48. – Koselleck, Reinhart: Vergangene Zukunft. Zur Semantik geschichtlicher Zeiten, Frankfurt a.M. 1979. – Lehmann, Johannes F.: ,Gegenwart‘ im 17. Jahrhundert? Schwerpunkt. Hg. von Stefan Geyer/ Johannes F. Lehmann, in: Internationales Archiv zur Sozialgeschichte der Literatur (IASL) 42/1 (2017), S. 110–121. – Luhmann, Niklas: „Soziologische Aufklärung 5: Gleichzeitigkeit und Synchronisation“. In: Ders.: Konstruktivistische Perspektiven, Opladen 1990, S. 100–130. – Lindel, Korbinian: Das Zeitkriterium in der Gattungstheorie und die frühmoderne Lyrikdiskussion. In: Scientia Poetica 25 (2021). – Michler, Werner: „Kontext und Gattung“. In: Handbuch Gattungstheorie. Hg. von Rüdiger Zymner. Stuttgart/Weimar 2010, 87–89. – Oesterle, Ingrid: „‚Es ist an der Zeit!‘ Zur kulturellen Konstruktionsveränderung von Zeit gegen 1800.“ In: Goethe und das Zeitalter der Romantik (Stiftung für Romantikforschung; 21). Hg. von Walter Hinderer/Alexander von Bormann/Gerhart von Graevenitz. Würzburg 2002, S. 91–121. – Takeda, Arata: „Die Verzeitlichung der Gattungspoetik 1768–1951. Zur Wissensgeschichte einer Fehlauslegung“. In: Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistes-geschichte 93 (2019), 157–189. – Ullmaier, Johannes: Manual der Gegenwart. Einige Vorschläge zum Reden über Zeit. In: Gegenwart denken. Diskurse, Medien, Praktiken. Hg. von Johannes F. Lehmann/Kerstin Stüssel. Hannover 2020. – Voßkamp, Wilhelm: „Gattungen“. In: Helmut Brackert/Jörn Stückrath (Hg.): Literaturwissenschaft. Ein Grundkurs. Reinbek 1996, 253–269.

Langsames Sehen: Wahrnehmungsdispositive der Entschleunigung


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
28.06.2023
Beitrag von:
Benjamin Loy
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Französische Literatur, 

Medientheorie

, und 4 weitere

Erstellt am:
25.05.2023

Tagung Langsames Sehen: Wahrnehmungsdispositive der Entschleunigung 28.-29. Juni 2023 Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz Konzeption und Organisation: AG Geschichte(n) des Sehens der Jungen Akademie | Mainz Kristina Köhler (Köln), Benjamin Loy (Wien), Marlene Meuer (Lüneburg), Christian Rößner (Linz) und Lena Wetenkamp (Trier) Die Tagung widmet sich aus interdisziplinärer Perspektive Theorien und Praktiken, Ästhetiken und Philosophien der Langsamkeit und Entschleunigung in ihrem Verhältnis zum Sehen. Dabei liegt der Fokus auf Phänomenen und Formen eines ‚langsamen Sehens‘, das mindestens auf zweierlei Weise verstanden werden kann: zum einen als ein (über)konzentriertes, fixierendes Sehen, das bewusst auf einen Gegenstand schaut, um diesen zu erfassen; zum anderen als müdes, überfordertes oder ästhetisch distanziertes Sehen, welches stärker auf Sinneseindrücke – Farben, Formen, Strukturen – eingestellt ist. Wovon grenzt sich langsames Sehen eigentlich ab? Wo knüpft es an verwandte Konzepte wie Kontemplation, Muße, Langeweile oder Erschöpfung an? Wie und wo werden Phänomene eines langsamen Sehens chronopolitisch funktionalisiert? Und: Welche klassen- und genderspezifischen Argumente sind in diesen Funktionalisierungen am Werk? Diesen und weiteren Fragen gehen Vortragende aus Philosophie, Kunstgeschichte, Literatur-wissenschaft, Tanzwissenschaft, Film- und Medienwissenschaft nach. Dabei interessiert einerseits, wie langsames Sehen in den jeweiligen Disziplinen konzeptualisiert wird, andererseits welche konkreten formalästhetischen Ausprägungen sich in künstlerischen, literarischen und filmischen Darstellungen beobachten lassen. Die Veranstaltung wird von der AG Geschichte(n) des Sehens der Jungen Akademie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz organisiert. Programm Mittwoch, 28. Juni 2023 14:00h Einführung und Begrüßung 14:15h Ralf Konersmann (Kiel): TEMPO DES AUGES. Die Landschaft als Schule des Sehens Moderation: Christian Rößner 15:00h Kaffeepause 15:30h Lena Wetenkamp (Trier): Verzögerte Wahr- nehmung. Sehen und Erkennen in Adalbert Stifters »Der Hagestolz« Mathias Mayer (Augsburg): Der langsame Pfeil des Aphorismus Moderation: Marlene Meuer 17:00h Kaffeepause 17:30h Fabian Goppelsröder (Braunschweig): Zwischen Wachen und Schlafen. Der müde Blick und die Sensibilität gedehnter Sinne Benjamin Loy (Wien): »Prendre son temps« – zur Poetik des ›langsamen Sehens‹ im Werk Georges Perecs Moderation: Kristina Köhler Donnerstag, 29. Juni 2023 9:00h Kristina Köhler (Köln): Schwebezustände. Zeitlupe und verlangsamtes Sehen um 1900 Christian Spies (Köln): Zeitloses Sehen? Zur Bilderfahrung in der konzeptuellen Malerei der 1960er Jahre Moderation: Lena Wetenkamp 10:30h Kaffeepause 11:00h Tanja Prokic (München): slow, deep, fluid – Aufmerksamkeitsökologie als Neues Sehen Marlene Meuer (Lüneburg): Ästhetische Überforderung und konzentrierte Wiederholung. Rezeptionsästhetische Grenzgänge in der Postdigitalen Medienkunst Moderation: Jonas Hock 12:30h Mittagspause 13:30h Mariama Diagne (Berlin): slow dancing as protest. Zur Rezeption choreografischer Mikrobewegungen der Entschleunigung in Performances zeitgenössischer Tanzschaffender Lutz Koepnick (Nashville): Eis-Zeiten: Langsames Sehen und Klimawandel Moderation: Benjamin Loy 15:00h Kaffeepause 15:15h Schlussrunde 16:00h Ende

L’Altro d’Oltre-Reno. Percorsi, incontri, conflitti e riconciliazioni in Europa (1870-1945) / Der Andere jenseits des Rheins. Wege, Begegnungen, Konflikte und Versöhnungen in Europa (1870-1945), Rom


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
25.05.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Französische Literatur, 

Italienische Literatur

, und 4 weitere

Erstellt am:
22.05.2023

“L’Altro d’Oltrereno. Percorsi, incontri, conflitti e riconciliazioni in Europa (1870-1945), tra ideologia e letteratura” “L’Autre d’Outre-Rhin. Parcours, rencontres, affrontements et réconciliations en Europe (1870-1945), entre idéologie et littérature” „Der Andere jenseits des Rheins. Wege, Begegnungen, Konflikte und Versöhnungen in Europa (1870-1945) zwischen Ideologie und Literatur“. Convegno internazionale, Roma, 25-26 maggio 2023 L’ampio periodo ricompreso tra la formazione e il consolidamento degli Stati-nazione in Europa e le guerre mondiali rappresenta una fase che, dal punto di vista identitario, storico, concettuale e filosofico, appare estremamente ricca di incroci e di conflitti inter- e transnazionali. Incardinato sul paradigma dei rapporti franco-tedeschi, questo convegno internazionale intende mettere a confronto diversi casi esemplari di percorsi di avvicinamento, di conflitto o di riconciliazione nell’Europa tra 1870 e 1945, che spesso si sono incarnati in personaggi rilevanti della storia intellettuale del periodo. Il Convegno internazionale si propone di approfondire e di arricchire le prospettive che caratterizzano la tipologia di casi esemplari, arricchendo il numero delle „identità“ psicologiche e socioculturali soprattutto al fine di pervenire a una più solida classificazione. Lo strumentario ideologico di questi operatori filtra di frequente da testi e immagini volti alla propaganda o improntati a una strategia di rafforzamento del tipo nazionale; esistono d’altro lato alcune figure paradigmatiche per il cui tramite l’incontro di culture nazionali raggiunge esiti armoniosi soprattutto sul piano delle realizzazioni poetico-letterarie. “Oltrereno” diventa così una figura concettuale in cui la doppia fondazione identitaria, tendenzialmente aggressiva, incrocia quella di una doppia alterità, propria e altrui, di modo che i lineamenti di una prima fondazione identitaria si arricchiscono e si complicano. Der lange Zeitraum zwischen der Entstehung und Konsolidierung der Nationalstaaten in Europa und den Weltkriegen stellt eine Phase dar, die aus identitätsgeschichtlicher, konzeptioneller und philosophischer Sicht äußerst reich an Überschneidungen und inter- sowie transnationalen Konflikten ist. Ausgehend von dem Paradigma der deutsch-französischen Beziehungen beabsichtigt diese internationale Tagung, einige exemplarische Fälle von Annäherungs-, Konflikt- oder Versöhnungswegen in Europa zwischen 1870 und 1945 zu vergleichen, in der Form von relevanten Figuren der Geistesgeschichte dieser Zeit. Die Tagung zielt darauf, diese Perspektiven zu vertiefen und zu erweitern: für eine solide Klassifizierung ist die Zahl der psychologischen und soziokulturellen „Identitäten“ zu erhöhen. Das ideologische Instrumentarium für deren Analyse besteht einerseits häufig aus Texten und Bildern, die auf Propaganda abzielen oder von einer Strategie der Verstärkung des nationalen Typs geprägt sind. Andererseits spiegeln einige paradigmatischen Figuren das geradezu harmonische Zusammentreffen der nationalen Kulturen, insbesondere auf der Ebene der poetisch-literarischen Leistungen. „Der Andere jenseits des Rheins” wird so zu einer Dennkfigur, in der die doppelte Identitätsstiftung, die zur Aggressivität neigt, auch eine doppelten Andersartigkeit der eigenen und der der anderen innehat, die die Merkmale dieser ersten Identitätsstiftung bereichert und kompliziert. PROGRAMMA / PROGRAMM Giovedi 25 maggio, ore 9:30 Aula 104, Sede Marco Polo Modera: Daniela Padularosa 9:30 Saluti autorità 9:45 Presentazione 10:00 Simone Costagli (Università di Udine) Les avant-diplomates. Thomas e Heinrich Mann come ambasciatori della riconciliazione franco-tedesca 10:30 Valerio Cordiner (Sapienza) Terra di mezzo: la Renania europea di Maurice Barrès 11:00 Discussione 11.30 Coffee break 11:45 Davide Di Maio (Università di Verona) Il “nemico-amico” francese, il valore dell’Individualismo, la difesa dell’Internazionalismo. Posizioni controverse nella saggistica politica e biografica di S. Zweig prima e dopo la Grande Guerra 12:15 Gabriele Guerra (Sapienza) Per un asse spirituale franco-tedesco: Deutscher Geist in Gefahr di Ernst Robert Curtius (1932) 12:45 Discussione 13:15 Pausa pranzo Giovedi 25 maggio, ore 15:00 Aula 104, Sede Marco Polo Modera: Valerio Cordiner 15:00 Anna Krykun (Université de Tours) Fascination pour les régimes totalitaires dans la littérature de ressentiment national en France de l’entre-deux-guerres 15:30 Massimo Blanco (Sapienza) Francia e Germania nella visione di Remi de Gourmont 16:00 Discussione 16:30 Coffee-break 17:00 Paola Di Mauro (Università di Messina) 1920, Walter Serner a Parigi. Dada (inter)nazionale 17:30 Anne Roche (Aix-Marseille Université) Dialectique des rapprochements et des antagonismes : Walter Benjamin, passeur critique 18:15 Discussione 19:30 Cena Venerdì 26 maggio, ore 9:30 Aula 102, Sede Marco Polo Modera: Paola Ferretti 9:30 Daniela Padularosa (Sapienza) Transit Marseille: Anna Seghers e gli intellettuali tedeschi nella „zona libera“ del governo di Vichy 10:00 Stefano Bancalari (Sapienza) Levinas, il Reno e l’oltre: dall’attraversamento all’evasione 10:30 Discussione 11:00 Coffee-break 11:15 Mario Caramitti (Sapienza) Nei dintorni del Dono: superfici e vettori europei del Nabokov russo 11:45 Florian Gassner (University of British Columbia) Lou und Rainer jenseits des Bug. Rilkes Russlandreisen um 1900 12:15 Discussione 13:00 Pausa pranzo Venerdì 26 maggio, ore 15:00 Aula 102, Sede Marco Polo Modera: Gabriele Guerra 15:00 Ulrich Kinzel (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) Die dunklen Künste der Politik. Von der Psychologie des Schreckens zur Technologie der Zersetzung 15:30 Cecilia Bello (Sapienza) Kaputt, atti del disastro d’Europa 16:00 Giulia Iannucci (IISG) Oltregermania. La Rivoluzione conservatrice tra ius sanguinis e ius soli 16:30 Discussione e conclusioni info: gabriele.guerra@uniroma1.it ; daniela.padularosa@uniroma1.it

Unverkäuflich? Literatur und Markt | LMU München


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
20.06.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Verlagswesen/Buchhandel, 

Digitale Literatur

Erstellt am:
19.05.2023

Unverkäuflich? Literatur und Markt Philologicum der LMU München, Veranstaltungsraum Dienstag, 20. Juni 2023 Nach der digitalen Wende haben sich nicht nur die Bedingungen der Produktion von Literatur grundlegend verändert, sondern auch die Möglichkeiten der Distribution, Rezeption und Vermarktung von Literatur sind nicht mehr dieselben. Neue Kanäle und neue Formate, über die Literatur bereitgestellt, beworben und konsumiert wird, mischen derzeit das literarische Feld auf. Was verkäuflich ist, entscheidet sich so immer häufiger noch vor der Publikation in einem Verlag. Dabei fallen die Mechanismen der Selektion einem Online-Lesepublikum zu, das über Trends, Themen, Genres und Stile auf den unterschiedlichsten Plattformen mitentscheidet. Titel von etablierten Autor:innen sind für die Verlage so längst kein Selbstläufer mehr. Entsprechende Selbstvermarktungs- und -inszenierungsstrategien in den Sozialen Medien stellen inzwischen einen zentralen Faktor beim Verkauf von Literatur dar. Während die Literaturwissenschaft noch an den entsprechenden methodischen Zugriffen laboriert, drängen sich unentwegt neue Fragen auf: Welche Konsequenzen ergeben sich für professionelle Autor:innen? Was bedeutet es heute noch zu schreiben, wenn prinzipiell jede:r veröffentlichen kann? Wie sieht die professionelle Redaktion und Betreuung in den Verlagen aus? Unter welchen Kriterien findet die Auswahl zur Publikation statt? Werden Lektor:innen notwendig zu Marketingexpert:innen? Welche Macht kommt den neuen divergenten Publika zu? In unserem vierten literatur saloon wollen wir die Herausforderungen für die Literatur der Gegenwart unter postdigitalen Bedingungen mit Autor:innen und Leser:innen, Literarurschaffenden und -wissenschaftler:innen diskutieren. Programm 13.00 Uhr: Grußwort von Oliver Jahraus, Vizepräsident der LMU für den Bereich Studium 13.15–14.15 Uhr: Bestseller schreiben? Alicia Sommerfeld alias Marilena Sommer & Thomas Meinecke. Moderation: Rabea Conrad 15.00­–16.00 Uhr: Carolin Amlinger (Universität Basel): Stabilität der Krise. Der Literaturmarkt in der digitalen Gegenwart. Moderation: Lena Siebels 16.15­–17.30 Uhr: Erfolg und Publikum – Lesung & Gespräch mit Kim de l’Horizon: Blutbuch (hybrid). Moderation: Tanja Prokić & Kay Wolfinger 18.00–19.00 Uhr: Marktlogik im Verlag – Gespräch mit Angela Tsakiris (DuMont Literaturverlag, Lektorat Blutbuch) und mit Jan Valk (Verlag Kiepenheuer & Witsch, Lektorat Lügen über meine Mutter). Moderation: Magdalena Specht 19.30 Uhr: Klasse und Literaturbetrieb – Lesung und Gespräch mit Daniela Dröscher: Lügen über meine Mutter. Moderation: Carlos Spoerhase

„Experiential Literary Mapping in Minecraft: Bringing the text to life“ mit Sally Bushell | Bielefeld


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
15.06.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturdidaktik, 

Literatur und Geographie/Kartographie, 

Literatur und Informatik/Kybernetik

, und 2 weitere

Erstellt am:
19.05.2023

Die Teilprojekte E06 und INF des SFB1288 „Praktiken des Vergleichens“ an der Universität Bielefeld laden herzlich zum Workshop »Experiential Literary Mapping in Minecraft: Bringing the text to life« mit Sally Bushell (Lancaster University) ein. Der Workshop findet am 15.6. von 9-12 Uhr an der Universität Bielefeld statt. Da die Plätze (leider) begrenzt sind, bitten wir bei Interesse um rechtzeitige Anmeldung über folgendes Formular: forms.gle/ZyZNt9wpinwSMiKu8 Experiential Literary Mapping in Minecraft: Bringing the text to life This workshop session explores the potential of using gaming platforms such as Minecraft to explore literary place and space in a digitally immersive way. When we read a text we immerse individually through imaginative engagement; when we play in a game world that corresponds to that text, immersion is doubled in ways that have educational and cultural value. The resource can be used in schools to increase motivation in reluctant and low ability readers and this has been done with great success in relation to texts such as Treasure Island, Kensuke’s Kingdom and with the poetry of William Wordsworth. At the same time Minecraft as a gaming environment also offers considerable potential for the application of storyworld theory to multimodal and transmedia experiences. The talk will discuss the integration of theories of reading and play in relation to the creation of a Steampunk Sherlock Holmes build for Victorian London currently underway in 2023. In a Knowledge Exchange partnership academics work with Minecraft designers to create an interdisciplinary in-game experience mapped accurately onto 1890s London with the narratives of Sherlock Holmes embedded into the gaming environment. New experiences of literary geography for the twenty-first century emerge across different forms of literary place and space. In the second half of the workshop, participants will be trained up and can have a play for themselves in the Literary Minecraft worlds.

Postmigrant Configurations | London


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
05.07.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Osteuropäische Literatur (Baltikum, Russland, Ukraine), 

Israelische Literatur

, und 4 weitere

Erstellt am:
19.05.2023

INSTITUTE OF LANGUAGES, CULTURES AND SOCIETIES School of Advanced Study | University of London Postmigrant Configurations. New Approaches to Contemporary German-language Jewish Cultural Production Wednesday, 5 – Friday, 7 July 2023 at the University of London Senate House Booking now open: ilcs.sas.ac.uk/events/postmigrant-configurations-new-approaches-contemporary-german-language-jewish-cultural The context for German-language Jewish cultural production has changed dramatically since 1990, as a significant number of Jewish authors, playwrights and directors moved to Germany, predominantly from the former Soviet Union and Israel. This conference seeks to re-read and re-view contemporary German-language Jewish literary, filmic, performance, and discursive work in the context of the highly diverse range of cultural, linguistic, and political backgrounds which shape this cultural production today. In doing so we engage with the concept of ‘postmigration’, often considered a future-orientated perspective that positions migration as central rather than marginal to society (Yildiz, 2014). We ask how artistic practices and products can create new imaginaries which experiment with alternative future modes of affiliation, alliance, home-making, commitment, and dissent. The programme includes performances by Adi Liraz * and by Esther Dischereit (with DJ Ipek, and Iain Galbraith), and a pedagogical workshop. Keynote speakers: Leslie Morris (University of Minnesota); Erol Yildiz (University of Innsbruck) Programme [PDF] The conference is organised as an in-person event. Advance online registration essential (fees apply). Registration fees cover the whole conference and include lunch on 6 and 7 July as well as refreshments as indicated on the programme. Standard Rate: GBP65.00 | Reduced Rate (Friends of Germanic Studies at the ILCS): GBP60.00 Student Rate: GBP45.00 | Speaker Rate: GBP45.00 *To attend the performance by Adi Liraz only (Wednesday, 5 July, at 6pm), please register at: ilcs.sas.ac.uk/events/mother-tongues-performance-art-and-qa-artist-adi-liraz The conference is organised in conjunction with King’s College London and the Goethe Institute. The organisers are grateful to the Coffin Trust of the University of London, King’s College London and the Goethe Institute for their sponsorship of this event. Institute of Languages, Cultures and Societies (formerly IMLR) School of Advanced Study |University of London Senate House | Malet Street |London WC1E 7HU Email: jane.lewin@sas.ac.uk | Website: ilcs.sas.ac.uk

Ereignis und Fatum. Zur Zeitlichkeit der Katastrophe in Mittelalter und früher Neuzeit, Hengstberger Symposium im IWH Heidelberg


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
01.06.2023
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Theologie/Religionswissenschaften, 

Literatur und Naturwissenschaften, 

Stoffe, Motive, Thematologie

, und 5 weitere

Erstellt am:
19.05.2023

Betrachten wir den Diskurs, der sich gegenwärtig an Naturkatastrophen anknüpft, fällt auf, dass diese nicht etwa als unikales Einzelereignis wahrgenommen werden, sondern vielmehr als Teil von Ereignisketten und als Zeichen eines fortschreitenden Verfalls, der kausal und letztlich schuldhaft an menschliches Handeln rückgebunden wird. Das Sprechen über die Katastrophe bricht hierdurch mit seit dem 18. Jahrhundert etablierten Vorstellungen: Während bis in die Aufklärung eine Vorstellung von Katastrophe als Fatum und als göttliche Strafe dominierte, wird die Katastrophe ab dem 18. Jahrhundert zum Inbegriff der Kontingenzerfahrung. Als Marker für den Bruch mit etablierten Kausalitätsstrukturen gilt das Lissabonner Erdbeben von 1755: Es resultiert weniger in einer Mahnung zur moralischen Besserung, sondern führt etwa zur Aufforderung, beim Wiederaufbau auf widerstandsfähigere Materialien zurückzugreifen und hierdurch ein ähnliches Schicksal künftig zu verhindern (vgl. Blank 2021; Lauer, Unger 2008). Formen der Vorsorge manifestieren sich auch im zeitgleich entstehenden modernen Versicherungswesen (Zwierlein 2011). Die Katastrophe ist einerseits ein distinktes Einzelereignis, wird jedoch in den mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kulturen als Zeichen für anderes – etwa das Verhältnis Gottes zu seiner Schöpfung – gelesen. Aus dieser Zeichenhaftigkeit erwächst der Katastrophe eine doppelte zeitliche Dimension: Sie ist Endpunkt und Resultat einer Verkettung von Umständen, auf die immer wieder durch warnende Vorzeichen hingedeutet wurde. Sie weist jedoch zugleich in eine unsichere Zukunft, in der es einerseits gilt, aus dem Gleichgewicht gefallene Ordnung wieder herzustellen, andererseits jedoch das Verhalten, das die Katastrophe provoziert hat, zu unterbinden, um eine etwaige Heilsgefährdung auszuschließen. Die einzelne Katastrophe wird darüber hinaus immer wieder mittels chronikaler Überlieferung in eine lange Abfolge von ähnlichen Ereignissen gestellt, wodurch das Exzeptionelle dem Regelhaften weicht. Ziel der Tagung ist es, die Zeit vor der Beschreibung der Katastrophe als ein dem Zufall unterliegendes Ereignis in den Blick zu nehmen. Der Untersuchungsrahmen erstreckt sich vom Mittelalter bis in die Aufklärung um 1750. In diesem Zeitraum erscheint die Dominanz religiöser Erklärungsmuster von verheerenden Naturereignissen auf den ersten Blick überraschend konstant (Weber 2015). Auch scheint dieses Muster ein bislang unterschätztes Potential zu bieten, kollektive Krisensituationen zu überwinden. Welche Anpassungen das Narrativ von Katastrophe als Strafe in den jeweiligen Epochen durchläuft, welche literarischen Darstellungsformen gewählt werden und welches resilienzbildende Potential ihnen innewohnt, soll im Rahmen der Tagung eruiert werden. Die Tagung wird ermöglicht durch den Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger-Preis der Universität Heidelberg. Programm 1. Juni 2023 9.15–9.45 Uhr Begrüßung und Einleitung Moderation: Tobias Bulang 9.45–10.30 Uhr Silvia Reuvekamp : Zwischen Gottesgericht und Schadenszauber – Probleme der Zurechenbarkeit von Unwettern in Recht und Literatur des Mittelalters 10.30–11.00 Uhr Kaffeepause 11.00–11.45 Uhr Isabella Managò : Katastrophenerfahrungen. Zur Wahrnehmung und Beurteilung von Unglück im Trojanerkrieg Konrads von Würzburg 11.45–12.30 Uhr Özlem Langer : Wann jr nit haltten myn gebott / Will ich uch geben plag vnd dot. Plagen als Strafe Gottes? Überlegungen zu Fatum und Kontingenz in ausgewählten Texten des Mittelalters 12.30 Uhr–14.00 Uhr Mittagspause Moderation: Fiona Walter 14.00–14.45 Uhr Christian Buhr : Drachen unter der Stadt – Roms monströse Katastrophe als Schicksal und Herausforderung 14.45–15.30 Uhr Niels Penk e: Rammelsberg 1376 und andere. Zur narrativen Reflexion von Grubenunglücken 15.30–16.00 Uhr Kaffeepause Moderation: Dirk Werle 16.00–16.45 Uhr Joana van de Löcht : Zeichen und Zeitung. Die Sammlung von Katastrophennachrichten im Thesaurus Picturarum und der Wickiana 16.45–17.30 Uhr Eric Achermann : Zeiterfahrung und Bedrohung in der Frühen Neuzeit ab 19 Uhr gemeinsames Abendessen im IWH 2. Juni 2023 Moderation: Sylvia Brockstieger 9.00–9.45 Uhr Benedikt Brunner : Gericht als Chance. Protestantische Normvermittlung und Resilienzreservoire im Kontext alltäglicher und außeralltäglicher Katastrophen (1600–1750) 9.45–10.30 Uhr Paul Strohmaier : Ordnungsverlust und epische Form. Zur Resilienz des Epos in der französischen Literatur der Religionskriege 10.30–11.00 Uhr Kaffeepause Moderation: Björn Spiekermann 11.00–11.45 Uhr Gudrun Bamberger: Eruptive Zeitkritik – der furcht- und fruchtbare Vulkan in Martin Opitz’ Vesuvius 11.45–12.30 Uhr Thomas Wozniak: Zur Instrumentalisierung frühmittelalterlicher Naturereignisse 12.30–13.00 Uhr Abschlussdiskussion Die Tagung wird ausschlielich in Präsenz stattfinden, doch sind Gäste herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich hierfür bis zum 30. Mai 2023 unter joana.van.de.loecht@germanistik.uni-freiburg.de .