Ethik der Emotionen im Drama vom Ende des 17. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Neue Perspektiven der kulturgeschichtlichen Forschung


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
20.03.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur aus Großbritannien und Irland, 

Literatur und Psychoanalyse/Psychologie

, und 6 weitere

Erstellt am:
02.02.2024

Ethik der Emotionen im Drama vom Ende des 17. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Neue Perspektiven der kulturgeschichtlichen Forschung Tagung im Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) in Halle an der Saale vom 20. bis 22. März 2024 Seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges entwickelt sich das Drama im deutschsprachigen Raum rasant und wird im 18. Jahrhundert rasch zur publikumswirksamsten Gattung (Steinmetz 1978; Alt 1994; Brenner 1999; Baumann 1985; Krämer 1998; Urchueguía 2015; Meid 2009: 327-501). Es wird zu einer ‚Schule der Affekte’ (palaestra affectum, Rotermund 1972: 25), in der man zunächst lernen soll, sich von Emotionen unabhängig zu machen (Schings 1971), später gewünschte Emotionen zu empfinden und mit unerwünschten wie Angst, Neid oder Leid angemessen umzugehen (Schings 1980; Wiegmann 1987; Schulz 1988a; Schulz 1988b; Lukas 2005; Schonlau 2017; Steigerwald/Meyer-Sickendiek 2020). Da die Emotionskonzepte des langen 18. Jahrhunderts teilweise von heutigen abweichen (Meier 1993; Zeller 2005), sind sie nur mittels genauer Rekonstruktion im jeweiligen historischen Kategoriensystem zu verstehen. Andernteils lässt sich jedoch auch beobachten, wie sich Emotionskonzepte herausbilden, die als modern bezeichnet werden können. In der Forschung gibt es bereits verschiedene Theorien zur Rolle der Bewertung von Emotionen in diesem Zeitraum (Wegmann 1984; Greis 1991; Stalfort 2013; Fulda 2015). Diese basieren fast ausschließlich auf theoretischen Schriften über Emotionen. Im Rahmen der Tagung wird deshalb die Bewertung und Gewichtung von Emotionen in breit rezipierten Dramentexten selbst untersucht. Anstatt ideengeschichtliche und sozialgeschichtliche Umbrüche in der Emotionalisierung vorauszusetzen, wird gefragt, wann und unter welchen literarischen und außerliterarischen Bedingungen Emotionen, emotionalisierte Figuren und Themen neu gewichtet und bewertet werden. Dabei interessiert insbesondere, wie die Ethik der Emotionen mit der Formierung bzw. Wahrnehmung von Dramentexten als Textgruppen wie Genres, Repertoires, Publikationszusammenhängen etc. zusammenhängt. Mit der Formulierung ‚Ethik der Emotionen‘ soll der folgende Zusammenhang gefasst werden: Emotionen im Drama sind zunächst einmal an Emotionen von Figuren gebunden, werden von diesen bewertet und Figuren bewerten andere Figuren aufgrund ihrer Emotionen. Zudem sind die Figuren(typen), ihre Handlungen und Themen so gewählt und ihre Emotionen so gestaltet, dass sie von Rezipierenden in bestimmter Weise bewertet werden sollen. Es ist davon auszugehen, dass insbesondere Theaterautoren und -bearbeiter emotionsbezogene Effekte und Publikumsreaktionen beim Schreiben berücksichtigen. Dabei ist die Ethik der Emotionen sowohl von solchen Techniken bestimmt, die auf affirmative bzw. empathische Reaktionen der Rezipierenden abzielen, als auch von solchen, die Distanz zu den Emotionen herstellen. Zu letzteren gehören etwa starke Artifizialität, Selbstbezüglichkeit, aber auch Komik (vgl. Dennerlein 2021) und Ironie. Die Vorträge sind Dramentexten – eingeschlossen Libretti und deren Vertonungen – gewidmet, deren Aufführungen und Paratexten aus dem Zeitraum von 1650-1850 stammen. Der Begriff ‚Emotion‘ wird als metasprachlicher Oberbegriff für mehrere historische Konzepte der Zeit verwendet wie ‚Affekt‘, ‚Passion‘, ‚Leidenschaft‘ oder ‚Gefühl‘, die in den einzelnen Beiträgen jedoch durchaus differenziert werden sollen. Als ‚Dramen‘ werden dabei all diejenigen Dialogtexte verstanden, die zur Aufführung gemacht sind. In Ergänzung bisheriger Unternehmungen sollen heute nicht mehr kanonische Werke und Werkgruppen im Zentrum stehen. Der Fokus liegt auf deutschsprachigen Werken, die Produktion anderer europäischer Sprachräume soll jedoch berücksichtigt werden, sofern sich Aufführungen, Drucke und Einflüsse im deutschsprachigen Gebiet nachweisen lassen. Im Rahmen der Tagung werden auch die Ergebnisse der KI-gestützter Emotionszuweisungen kritisch diskutiert, die im DFG-Projekt „ Emotions in Drama “ erarbeitet wurden – etwa zu spezifischen Emotionen wie ‚Angst‘, ‚Liebe‘, oder ‚Freude‘ bzw. zu Nebentexten, Monologen, Gesangsnummern und Dramenschlüssen (Dennerlein/Schmidt/Wolff 2022a,b bzw. Detken 1998, Kraft 2011). Die Ethik der Emotionen kann sowohl ethischen als auch ästhetischen Aspekten folgen; ihre Untersuchung ermöglicht in Kombination mit den verhandelten Themen einen guten Zugriff auf die Verortung eines Dramas im Kunst- sowie im Sozialsystem. Die genaue Analyse der Texte und das Verständnis der kommunikativen Einbettung der Werke in literarisch-ästhetische Zusammenhänge und in Publikations- und Aufführungskontexte soll es ermöglichen, das Verhältnis zur Ethik der Emotionen in anderen gesellschaftlichen Diskursen wie z.B. Recht, Religion und Politik zu rekonstruieren. TAGUNGSORT: Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA), Franckeplatz 1, 06114 Halle (Saale), Haus 54, Thomasius-Zimmer Tagungsprogramm Mittwoch, 20. März 2024 13.00 Katrin Dennerlein, Daniel Fulda: Begrüßung und Einführung Niedere vs. hohe Gattungen (Moderation: Steffen Martus) 13.30 Conrad Fischer: Kritik der Gespensterangst. Gryphius als Geistergelehrter 14.15 Bernhard Jahn: Religiöse Emotionen in Bibeldramen: Weise – Bodmer – Klopstock 15.00 Kaffeepause 15.30 Dirk Niefanger: Emotionsregie und ethische Eingriffe in unterschiedlichen Dramendrucken Lessings 16.15 Patrick Fortmann (ZOOM): Die Würde der Gefühle im frühen Sozialdrama 17.00 Pause 17.30 Stephan Kraft: Hunde und Kinder. Szenen emotionaler Überrumpelung in einigen Dramen des späten 18. Jahrhunderts. 18.15 Barry Murnane: ‚Monstrous Melodrama‘: Schaudern als Störfaktor im deutsch-englischen Kulturtransfer um 1800 20.00 gemeinsames Abendessen Donnerstag, 21. März 2024 Moderation: Daniel Fulda 09.00 Tilman Venzl: Ein vielfaches Theaterstück? „Karl XII. vor Friedrichshall“ und die Affektdramaturgie des Wandertheaters 09.45 Katrin Dennerlein, Christine Knoop: Schadenfreude in Kasperl-Stücken des Leopoldstädter Theaters 10.30 Matthias Mansky: Affektkontrolle und Komödienspiel in Ferdinand Raimunds Zauberstücken 11.15 Kaffeepause Bearbeitungen (Moderation: Katrin Dennerlein) 11.45 Stefan Hulfeld: Giacinto Andrea Cicognini oder Archäologie des Melodrams 12.30 Nina Birkner: Ethik der Emotionen in Adaptionen von Schillers Räubern 13.15 Mittagspause 14.30 Martin Schneider: Gefühlsethik und Theaterpraxis: Zur Emotionsdarstellung in den Regiebüchern von Goethes Weimarer Direktionszeit Musikalisch verstärkte Emotionen? (Moderation: Frieder von Ammon) 15.15 Cristina Urchueguía: Das Herz des Automaten: Objekte und Technologien als emotionale Motoren im Singspiel des 18. Jahrhunderts 16.00 Kaffeepause 16.30 Daniel Fulda: Warum sind Barockopern heute wieder so beliebt? Wiedererkennungspotentiale in der vormodernen Ethik der Affekte Gendering von Emotionen (Moderation: Daniel Fulda) 17.15 Antje Arnold: Todesurteil im Lustspiel? Joh. Chr. Unzers Die neue Emma (1775) im Vergleich mit Telemanns Singspiel Die Last-tragende Liebe (1728) 18.00 Die Zähmung „unordentlicher Begierden“? Zur geschlechtsspezifischen Modellierung von Leidenschaften in Friedrich Ludwig Schröders „Hamlet“-Bearbeitungen 20.00 gemeinsames Abendessen Freitag, 22. März 2024 09.00 Irmgard Scheitler: Witwentrauer und Zynismus: „Die Matrone von Ephesus“ 09.45 Anna Albrektson: The emotional ethics of transgression: Medea and 18th-century genre 10.30 Kaffeepause Emotionsregie im Druck (Moderation: Frieder von Ammon) 11.00 Maurizio Pirro: Affektsteuerung als Anordungskriterium in Gottscheds „Deutscher Schaubühne“ 11.45 Anke Detken: „Ach, wie rührend!“ Zur unterschiedlichen Emotionsdarstellung in populären französischen und deutschen Komödien um 1800 12.30 Verabschiedung Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung per E-Mail wird gebeten. An Personen, die eine Teilnahme in Halle nicht möglich machen können, kann ein Webex-Link versendet werden. Bitte schreiben Sie in diesen Angelegenheiten an Frau Nishnik (izea@izea.uni-halle.de). Die Tagung wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. KONTAKT PD Dr. Katrin Dennerlein Universität Würzburg Institut für Deutsche Philologie Am Hubland 97074 Würzburg katrin.dennerlein@uni-wuerzburg.de Prof. Dr. Daniel Fulda Universität Halle-Wittenberg Germanistisches Institut 06099 Halle (Saale) daniel.fulda@germanistik.uni-halle.de Contact Information PD Dr. Katrin Dennerlein Institut für Deutsche Philologie Am Hubland 97974 Würzburg http://www.katrindennerlein.de Contact Email katrin.dennerlein@uni-wuerzburg.de URL www.izea.uni-halle.de/veranstaltungen/uebersicht.html

Literary Class Studies – Soziale Herkünfte in der Literatur/Wissenschaft, Münster


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
20.02.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literatur und Soziologie, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

, und 3 weitere

Erstellt am:
30.01.2024

„Die Klassenfrage ist zurück in der Literatur“ – diese journalistische Einschätzung (Graf 2020) ist angesichts der Vergabe des Literaturnobelpreises 2022 an Annie Ernaux und ihr autobiografisches, klassenbewusstes Werk nicht zu bezweifeln. Ebenso mit Didier Eribons soziologischem Selbstversuch Retour à Reims (deutsch Rückkehr nach Reims, 2016) und Édouard Louis‘ Romanen ist, von Frankreich ausgehend, eine Debatte über die ‚neue‘ Klassenfrage in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur angestoßen worden. Das mehrfach ausgezeichnete Debüt von Deniz Ohde, Streulicht (2020), der autobiografische Text von Christian Baron Ein Mann seiner Klasse (2020), Daniela Dröschers Zeige deine Klasse (2018) sowie Anke Stellings Roman Schäfchen im Trockenen (2018) – um nur einige der zeitgenössischen Texte zu nennen – stellen die soziale Herkunft in den Fokus. Von einer Rückkehr der Klassenfrage zu sprechen, impliziert, dass diese keineswegs neu ist. Dem ist aus literarhistorischer Sicht unbedingt zuzustimmen: Bereits der frühneuzeitliche Schelmenroman ist als satirische Reflexion gesellschaftlicher Stratifikation zu lesen. In der Aufklärung gehen von Anton Reisers Bildungswegen (Karl Philipp Moritz: Anton Reiser, 1785/6 u. 1790) vielfache Impulse für die Gattung des Entwicklungs- und Bildungsromans aus. Für das 18. Jahrhundert ist das bürgerliche Trauerspiel, für das 19. Jahrhundert und seine Ausdifferenzierung der vorindustriellen Gesellschaft sind Romane der Gründerzeit oder die Dorfgeschichte (Auerbach, Keller) zu nennen, während in der Weimarer Republik die Angestelltenfigur in Erich Kästners Fabian (1931) oder Irmgard Keuns Das kunstseidene Mädchen (1932) soziale Mobilität oder Immobilität thematisieren. Eine solch kurze und freilich unvollständige Auflistung zeigt: Literatur greift seit jeher soziale Fragen auf. Das gilt jedoch umgekehrt nicht im gleichen Maß für die Literaturwissenschaft. Genau bei diesem Desiderat setzt die Tagung an und nimmt Literatur als ein Medium in den Blick, in dem soziokulturelle Zuschreibungen und Selbstbilder entworfen werden und sowohl in Themenwahl wie Figurendisposition zum Ausdruck kommen als auch formensprachlich greifbar werden. Dementsprechend liegt der Fokus der Tagung zum einen auf der ÄSTHETIK DER KLASSE: Die Beiträge interessieren sich für die ästhetischen Eigengesetzlichkeiten (narrativen, rhetorischen Verfahren; Modelle von Raum und Welt etc.) von ‚Klassen-‘Texten. Zum anderen bemüht sich die Tagung um die HISTORISIERUNG VON PARAMETERN DES SOZIALEN und fragt danach, wie in der Geschichte und Gegenwart der Literatur soziale Identitäten und Modelle von Gesellschaft entworfen wurden; in diesem Zusammenhang ist das literaturwissenschaftliche Potential des sozioökonomischen Begriffs der Klasse zu eruieren. PROGRAMM DIENSTAG, 20.02.2024 10 Uhr Julia Bodenburg, Irene Husser: Begrüßung 10.15-11.00 Uhr Patricia Gwozdz: Klasse als Wille und Vorstellung: Wie Don Quijote Pierre Bourdieu erfand 11.00-11.45 Uhr Lena Maria Friedrich: Klassenstruktur und Semantik? Zu ‚sozialer Herkunft‘ und Genese des Klassenbegriffs aus soziologischer Perspektive 11.45-12.30 Uhr Heribert Tommek: Sich anlehnen. Der Geschmack der mittleren Klassenfraktionen _Mittagspause_ 14.00-14.45 Uhr Eva Blome: Bildungsgeschichten und Klassenerzählung. Ein Versuch über Traditionslinien und Genreverhältnisse der Gegenwart 14.45-15.30 Uhr Stefan Hermes: Aufklärerische Autosoziobiographik. Zur Narrativierung sozialer Ungleichheit in Ulrich Bräkers Lebensgeschichte und Natürliche Ebentheuer des Armen Mannes im Trockenburg (1788/89) 15.30- 16.15 Uhr Alexandra Pontzen: Aufstieg ohne ‚Leseszene‘: Weibliche Autosoziobiographie bei Annie Ernaux und deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen _Kaffeepause_ 16.45-17.30 Uhr Joana van de Löcht: Bauernkalender, Wetterpredigt und höfische Meteorologie. Frühneuzeitliche Wetterwahrnehmung und gesellschaftliche Stratifikation 17.30-18.15 Uhr Kerstin Wilhelms: Salonliteratur und Klasse: Soziale Zugehörigkeit gelehrter Damen _Abendessen_ 20.00 Uhr Lesung von Daniela Dröscher aus Lügen über meine Mutter, Studiobühne der Universität Münster MITTWOCH, 21.02.2024 09.00-09.45 Uhr Julia Bodenburg: ‚Klassen‘-Affekte im sozialen Drama 09.45-10.30 Uhr Irene Husser: Empfindsamer Realismus – Erzählen von Klasse und Klassengrenzen bei Theodor Fontane _Kaffeepause_ 10.45-11.30 Uhr Ina Henke: „Bin ich eine verantwortungslose Mutter, Rico?“ –Verhandlungen von ‚Klasse‘ in Kriminalromanen für Kinder 11.30-12.15 Uhr Irmtraud Hnilica: Bonbons und Erdbeeren. Konsum und Klasse in Deniz Ohdes Streulicht _Mittagspause_ 13.30-14.15 Uhr Henning Podulski: „Ich schreibe für die Klasse, aus der ich komme und der ich mich nach wie vor verbunden fühle und in der ich weiterhin lebe“. Zur Kategorie ‚Klasse‘ in der Gruppe 61 und im Werkkreis 14.15-15.00 Uhr Iuditha Balint: Klasse und Fürsprache 15.00-15.15 Uhr Abschlussdiskussion Die Tagung wird unterstützt vom Fritz-Hüser-Institut Dortmund, dem Gleichstellungsbüro sowie dem Germanistischen Institut der Universität Münster. Eine Anmeldung für die Teilnahme (auch über Zoom) erfolgt unter: indico.uni-muenster.de/e/LiteraryClassStudies Der Zugangslink wird am Tag vor Beginn der Tagung via E-Mail verschickt. Organisation: PD Dr. Julia Bodenburg (juboden@uni-muenster.de), Dr. Irene Husser (irene.husser@uni-tuebingen.de)

Studentische Tagung: Magiediskurse in philologischer Perspektive – München


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
16.02.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Soziologie, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Poetik

, und 1 weitere

Erstellt am:
30.01.2024

Magie und Zauberei treten in der Literatur aller Kulturen und Zeiten auf: von antiken Texten wie Medea über mittelalterliche deutsche Literatur wie Parzival oder Tristan und über frühneuzeitliche Texte wie das Faustbuch bis hin zu moderner englischsprachiger Fantasy wie Harry Potter oder Lord of the Rings. Darin schlägt sich ein beständiger gesellschaftlicher Diskurs über Magie nieder, der ebenso in die Literatur Eingang findet wie kulturelle magische Praktiken, beispielsweise Rituale und Zaubersprüche. Im Gegenzug formen auch literarische Konzeptionen von Magie den Magie-Diskurs und die gesellschaftlich-kulturelle Vorstellung von Magie. Die Tagung wird am 16. und 17. Februar 2024 an der Ludwig-Maximilians-Universität München stattfinden. Das Programm steht nun fest und ist auf der Website oder im Anhang zu finden. Wir freuen uns über eine Anmeldung bis zum 12.02.2024; Fragen können gerne an magie-tagung@germanistik.uni-muenchen.de gerichtet werden. Wir freuen uns auf Zuhörer*innen! Die Organisatorinnen, unterstützt von der Fachschaft Germanistik: Katharina Brost, Maria Deischl, Francesca Saglia, Jule Stadtland, Marie Zöckler ________________________________________________________________________________________________________________ Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Lukas Büsse] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu Contact Email magie-tagung@germanistik.uni-muenchen.de URL

Kulturwissenschaft im Kulturkampf, Halle


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
02.02.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Soziologie, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Literatur und Theologie/Religionswissenschaften

Erstellt am:
30.01.2024

Der Begriff des Kulturkampfs hat Konjunktur. Jedenfalls ist er in etlichen Auseindersetzungen schnell bei der Hand: von der öffentlichen Empörung über die militante Aktionen der sogenannten Letzten Generation über polemische Verdammungen von Wokeness bis zu soziologischen Diagnosen über die Spaltung der Gesellschaft in verschiedene Gruppen, die keinen gemeinsamen Nenner mehr fänden, womöglich sogar überhaupt keine gemeinsame Wirklichkeit mehr teilten — und sich insofern genaugenommen gar nicht mehr ,vernünftig‘ streiten könnten. Ob die Rede von Kulturkämpfen angemessen ist oder ob damit nicht zu hoch gegriffen wird, nicht zuletzt um Aufmerksamkeit zu generieren, ist selbst strittig. Aber schon diese Uneinigkeit, dieser Streit stellt eine Herausforderungen für die Kulturwissenschaften dar: Was bedeutet es für sie, wenn ihr Gegenstand zum Streitobjekt wird? Und was kann sie selbst beitragen, um diesen Streit besser zu verstehen? Ort: Hallischer Saal, Universitätsring 5, 06108 Halle (Saale) Freitag, 2. Februar 11:00-11:30 Begrüßung 11:30-12:30 Magdalena Marszalek, Potsdam: „Populismus und (populäre) Kultur: Wie die Kulturwissenschaft zur Populismusforschung beitragen kann (und vice versa) 12:30-13.30 Annette Langner-Pitschmann, Frankfurt/M.: „Zeitgeist. Beobachtungen zu einem Kulturkampfbegriff.“ Mittagspause 14:30-15.30 Albrecht Koschorke, Konstanz, „Die moralische Ökonomie des Lügens“ Kaffeepause 16:00-17:00 Daniel Weidner, Halle: „Kulturkampf zum ersten. Zur Politischen Theologie kultureller Differenz“ 17:00-18:00 Rebekka Klein, Bochum: „Jetzt ist die Zeit zu sagen: ‚Gott ist queer‘. Kirche im Kulturkampf?“ Samstag, 3. Februar 9:00-10:00 Wolfgang Matz, München: „Ni droite – ni gauche. Der Fall Frankreich zwischen Dreyfus und Macron“ 10:00-11:00 Till Kössler, Halle: „Gab es ,zwei Spanien‘? Kulturkämpfe und Gesellschaft vor dem Spanischen Bürgerkrieg (1898-1936)“ Kaffeepause 11:30-12:30 Daniel Fulda, Halle: „Aufklärung = Kulturkampf. Stimmt die Gleichung historisch? Und wenn ja: ginge es anders?“ 12:30-13:30 Dominik Finkelde, München: „Kulturkampf und die ,untilgbare Schuld‘. Lacan, Arendt und die Folgen“ Contact Information Dr. Robert Buch Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | Institut für Germanistik Abteilung für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft Koordinator des Landesforschungsschwerpunkts Aufklärung – Religion – Wissen Ludwig-Wucherer-Str. 2, D-06099 Halle (Saale) www.germanistik.uni-halle.de/komparatistik/ www.arw.uni-halle.de Contact Email robert.buch@germanistik.uni-halle.de URL

Zukunftsträume“ Internationale Abschlusstagung des Graduiertenkollegs „Europäische Traumkulturen“, 8.-10.2.24, Saarbrücken


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
08.02.2024
Beitrag von:
Hannah Steurer
Forschungsgebiete

Interdisziplinarität, 

Literatur und andere Künste, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

, und 3 weitere

Erstellt am:
25.01.2024

Nach neun Jahren der Forschung und des Austauschs im DFG-Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“ soll der Blick nicht nur zurück, sondern insbesondere nach vorne gerichtet werden: Unter dem Titel “Zukunftsträume” wird vom 8. bis 10. Februar 2024 die internationale Abschlusstagung des Kollegs den Zukunftsgehalt des Träumens in Literatur und Kunst, in Theater, Film und Musik untersuchen. Die seit der Antike bestehende besondere Beziehung zwischen Traum und Zukunft hat auf vielfache Weise Eingang in die Kunst gefunden: als Ausdruck einer Faszination und als mehrdimensionales Gestaltungsmittel, das Imaginations-, Spiel- und Verhandlungsräume öffnet. Vor diesem Hintergrund möchten wir bei unserer Tagung vor allem den folgenden Fragen nachgehen: Von welcher Zukunft handeln die künstlerischen Zukunftsträume? Sind sie utopischer oder dystopischer Natur? Sind sie als Schlafträume markiert oder handelt es sich um Zukunftsvorstellungen, die zwar traumhaft konzipiert, aber doch in der Wachwelt verankert sind? Wie sind sie mit welcher Gegenwart oder Vergangenheit verbunden? Welche Funktion nehmen sie innerhalb des jeweiligen Werks ein? Inwieweit reichen religiöse, politische oder Wissensdiskurse in die künstlerischen Zukunftsträume hinein? Besonders im Fokus steht dabei die spezifische Ästhetik der Zukunftsträume. Neben dem Verhältnis zwischen onirischen Zukunftsentwürfen und zeitgenössischen Darstellungskonventionen oder Gattungsmodellen treten dabei auch mediale Besonderheiten und Fragen der Übersetzung in den Blick. In den Beiträgen der beteiligten Wissenschaftler:innenwerden die Zukunftsträume darüber hinaus mit den Schwerpunktthemen verknüpft, die die Forschungsarbeit des Kollegs in den zurückliegenden Jahren geprägt haben. Im Rahmen der Tagung führt der Chor der Universität des Saarlandes unter der Leitung von Universitätsdirektor Prof. Dr. Helmut Freitag in einem Konzert die Kantate Sueños des mexikanischen Komponisten Arturo Márquez auf. Freitag, 9. Februar, 18.00 Uhr, Musiksaal der Universität des Saarlandes. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung per E-Mail bis zum 1. Februar 2024 wird gebeten an: traumkulturen(at)uni-saarland.de Tagungsort: Universität des Saarlandes, Graduate Centre, Campus, Gebäude C 9.3 DONNERSTAG, 8. FEBRUAR 09.00 | Registrierung 09.30 | Grußwort: Stefanie Haberzettl, Dekanin der Fakultät P Einführung: Janett Reinstädler / Hannah Steurer / Romana Weiershausen I. TRÄUME ERZÄHLEN, ZUKUNFT ERZÄHLEN (Moderation: Romana Weiershausen) 10.20 Christina Marinidis (Wuppertal): »Man sol sich an treum nit keren« (oder etwa doch)? – Zur Funktion der Träume im ›Prosa-Lancelot‹ KAFFEEPAUSE 11.30 Hauke Kuhlmann (Bremen): »Eingehüllt in gefälligen Wahnsinn«. Überlegungen zum Traum in Goethes ›Egmont‹ (1787) 12.10 Christoph Jakubowsky (Berlin): Autobiographische Zukunftsträume in Goethes ›Dichtung und Wahrheit‹ MITTAGSPAUSE II. VOM ENDE TRÄUMEN (Moderation: Jonas Nesselhauf) 14.20 Charleena Schweda (Erlangen-Nürnberg): »Death’s Sadistic Design«: Visions, Dreams, and Destiny in 2000s Horror Films 15.00 Eric Thil (Saarbrücken): Fin de siècle dreams: Apocalypse now? Rêves de fin et fin des rêves dans la littérature européenne fin-de-siècle KAFFEEPAUSE 16.10 Manfred Engel (Saarbrücken): Todesträume im Realismus FREITAG, 9. FEBRUAR III. TRÄUME HÖREN, ZUKUNFT HÖREN (1) (Moderation: Hannah Steurer) 09.30 Hendrik Rungelrath (Saarbrücken): Traum und Zeit – und ihre Erfahrung. Zur traumthematischen Interpretation von Brian Ferneyhoughs Cassandra’s ›Dream Song‹ 10.10 Charles Magron (Grenoble / Toulouse): »Mais chez qui du rêve se dore / Tristement dort une mandore / Au creux néant musicien« KAFFEEPAUSE IV. TRÄUME HÖREN, ZUKUNFT HÖREN (2) (Moderation: Nine Miedema) 11.20 Natascha Denner (Saarbrücken): D er Traum in ›Govorit Moskva‹ (dt. ›Hier spricht Moskau‹) der Post-Punk-Band Shortparis als totalitäre Dystopie zwischen Wut und Ohnmacht 12.00 Christiane Solt-Gresser (Saarbrücken): Zukunftsmusik: Träume gegen die Systemkrisen der Moderne in Arturo Márquez’ Kantate ›Sueños‹ (2005) MITTAGSPAUSE V. TRÄUMEND AUS DER ZEIT FALLEN (Moderation: Laura Vordermayer) 14.10 Maéva Boris (Paris): »Ter a Saudade do futuro«: écriture et usages politiques du récit de rêve dans la littérature angolaise (1960–2020) 14.50 Esther von der Osten (Berlin): Poetik des Hypertraums in Hélène Cixous’ ›Hyperrêve‹ KAFFEEPAUSE 16.00 Bernd Appel (Buchholz in der Nordheide): Ahasvers Traum – ein Leben ohne Zukunft 18.00 Konzert mit dem Chor der Universität des Saarlandes: Arturo Márquez: ›Sueños‹ Leitung: Helmut Freitag, UMD der Universität des Saarlandes Grußwort: Manfred Schmitt, Präsident der Universität des Saarlandes Einführung: Christiane Solte-Gresser, Sprecherin des GRK SAMSTAG, 10. FEBRUAR VI. Zukunftswelten träumen (Moderation: Janett Reinstädler) 09.00 Martina Geiger-Gerlach (Stuttgart) im Gespräch mit Joachim Rees: Träumen von der Zukunft Europas? Ein Künstlergespräch über ein poetisches Bild des EU-Parlaments, Projektionen und das Arbeitsziel ,schönstmöglich‘ 09.40 Paul Strohmaier (Trier): »Par revelation luy fait connoistre en songe / Future vérité sous presente mensonge«. Der Traum des Humanismus in Maurice Scèves ›Microcosme‹ KAFFEEPAUSE 10.50 Patricia Oster-Stierle (Saarbrücken): »Quand verrons-nous nos songes se réaliser! / Dormir, voilà donc notre félicité.« Merciers Zukunftstraum ›L’An deux mille quatre cent quarante. Rêve s’il en fut jamais‹ 11.30 ABSCHLUSSDISKUSSION MITTAGSIMBISS UND ABREISE

Kulturwissenschaft im Kulturkampf


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
02.02.2024
Beitrag von:
Robert Buch
Erstellt am:
25.01.2024

Der Begriff des Kulturkampfs hat Konjunktur. Jedenfalls ist er in etlichen Auseindersetzungen schnell bei der Hand: von der öffentlichen Empörung über die militante Aktionen der sogenannten Letzten Generation über polemische Verdammungen von Wokeness bis zu soziologischen Diagnosen über die Spaltung der Gesellschaft in verschiedene Gruppen, die keinen gemeinsamen Nenner mehr fänden, womöglich sogar überhaupt keine gemeinsame Wirklichkeit mehr teilten — und sich insofern genaugenommen gar nicht mehr ,vernünftig‘ streiten könnten. Ob die Rede von Kulturkämpfen angemessen ist oder ob damit nicht zu hoch gegriffen wird, nicht zuletzt um Aufmerksamkeit zu generieren, ist selbst strittig. Aber schon diese Uneinigkeit, dieser Streit stellt eine Herausforderungen für die Kulturwissenschaften dar: Was bedeutet es für sie, wenn ihr Gegenstand zum Streitobjekt wird? Und was kann sie selbst beitragen, um diesen Streit besser zu verstehen? Ort: Hallischer Saal, Universitätsring 5, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 06108 Halle (Saale) Freitag, 2. Februar 11:00-11:30 Begrüßung 11:30-12:30 Magdalena Marszalek, Potsdam: „ Populismus und (populäre) Kultur: Wie die Kulturwissenschaft zur Populismusforschung beitragen kann (und vice versa) 12:30-13.30 Annette Langner-Pitschmann, Frankfurt/M.: „ Zeitgeist. Beobachtungen zu einem Kulturkampfbegriff. “ Mittagspause 14:30-15.30 Albrecht Koschorke, Konstanz, „ Die moralische Ökonomie des Lügens “ Kaffeepause 16:00-17:00 Daniel Weidner, Halle: „ Kulturkampf zum ersten. Zur Politischen Theologie kultureller Differenz “ 17:00-18:00 Rebekka Klein, Bochum: „ Jetzt ist die Zeit zu sagen: ‚Gott ist queer‘. Kirche im Kulturkampf? “ Samstag, 3. Februar 9:00-10:00 Wolfgang Matz, München: „ Ni droite – ni gauche. Der Fall Frankreich zwischen Dreyfus und Macron “ 10:00-11:00 Till Kössler, Halle: „ Gab es ,zwei Spanien‘? Kulturkämpfe und Gesellschaft vor dem Spanischen Bürgerkrieg (1898-1936) “ Kaffeepause 11:30-13:30 Daniel Fulda, Halle: „ Aufklärung = Kulturkampf. Stimmt die Gleichung historisch? Und wenn ja: ginge es anders? “ Dominik Finkelde, München: „ Kulturkampf und die ,untilgbare Schuld ‘ . Lacan, Arendt und die Folgen“ p { margin-bottom: 0.25cm; direction: ltr; line-height: 115%; text-align: left; orphans: 2; widows: 2; background: transparent }p.western { font-size: 11pt }p.cjk { font-size: 11pt }

Visualität als Wirkungsdimension von Lyrik, Berlin


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
26.01.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Visual Studies/Bildwissenschaften, 

Lyrik allgemein, 

Ästhetik

Erstellt am:
22.01.2024

Interdisziplinäre Tagung Seit etwa zweihundert Jahren wird Lyrik in der Regel durch individuelle Lektüre rezipiert, das heißt der Text wird visuell wahrgenommen und verarbeitet. Die flächige Anordnung der Wörter und Verse, die Form der Buchstaben und Satzzeichen, Zeilen- und Wortabstände, Auszeichnungen und freie Flächen wirken auf den ästhetischen Eindruck, den man beim Lesen und Verstehen eines Gedichtes hat. Die interdisziplinäre Tagung beschäftigt sich mit der (typo-)grafischen Struktur von Lyrik und ihrer visuellen Wahrnehmung und Wirkung im Leseprozess seit dem 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen keine experimentellen Texte, sondern das Gros jener Gedichte, die in Versform angeordnet sind, gleich ob metrisch geregelt oder nicht. Tagungs-Programm: Freitag, 26.1. 2024 Literarisches Colloquium Berlin 14.00 Andreas Degen, Jeanette Fabian Begrüßung und Einführung 14.30 Klaus Schenk (Universität Dortmund) Zeilensprung und Zeilenfall. Zur visuellen Poetik moderner Lyrik 15.00 Antje Schmidt (Universität Hamburg) Fußnoten/Glossen in der Gegenwartslyrik PAUSE 15.30-16.00 16.00 Bernhard Metz (USI Mendrisio/ETH Zürich) Visualität in der deutschsprachigen Lyrik des 18. Jahrhunderts am Beispiel Albrecht von Hallers 16.30 Gerrit Brüning (Klassik Stiftung Weimar) „wegen gewisser Verhältnisse gegen einander über“ Zur mise en page von Lyrik in Goethes Gedichtsammlungen 17.00 Esther Kilchmann (Universität Hamburg) „Wenn Du gute Augen hast“: Visualität und Schriftästhetik bei Heinrich Heine 17.30 Abschluss des ersten Tages Sonnabend, 27.1. 2024 Literarisches Colloquium Berlin 9.30 Adela Sophia Sabban (Universität Fribourg) Visualität und Rhythmus in Gedichten 10.00 Andrea Polaschegg (Universität Bonn) Lieder sehen. Gattungspoetische Überlegungen zu einem aisthetischen Spannungsverhältnis PAUSE 10.30-11.00 11.00 Nanna Fuhrhop (Universität Potsdam) Schriftgrammatik und Lyrik 11.30 Jeanette Fabian (Universität Bamberg) Visualität in der Lyrik Jiří Kolářs MITTAGSPAUSE 12.00-13.00 13.00 Rüdiger Zymner (Universität Wuppertal) Schriftzeichen und Schriftbildfläche. Grundzüge einer lyrikologischen Grammatologie 13.30 Andreas Degen (Universität Potsdam) Semantik der Textgestalt. Überlegungen zu Joseph v. Eichendorff und Arno Holz 14.00 Jeanette Fabian, Andreas Degen Abschlussbemerkungen Contact Email adegen@uni-potsdam.de URL

Secular Saints: Practices of Awe and Veneration in Hagiography and Pop-Culture


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
26.01.2024
Beitrag von:
Juliane Prade-Weiss
Forschungsgebiete

Literaturtheorie, 

Gender Studies/Queer Studies, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

, und 1 weitere

Erstellt am:
18.01.2024

Saints, holy people, and the “Very Special Dead” have been central to religious worship, the rise of Christianity, and the popularity of mystery cults from Antiquity until today. Yet celebrated individuals who epitomise cultural values are not specific to Christianity nor to any religious system. This workshop aims to engage with the study of the cult of celebrity and to bring contemporary, secular examples into conversation with pre-modern icons, saints, and martyrs. In general, these glorified figures fulfil the functions of being iconographic, inspiring and motivating, virtuous, educative, untouchable and sublime, miraculous, mystical, and/or mysterious. They are also charged with social power, both on personal and interpersonal levels, either in fulfilling a “parasocial” role in one’s life, or in necessitating community, cult, or a fanbase. This workshop examines the miraculous, mystical, and mysterious elements of saints and revered individuals, from the bodily miracles of ascetic saints – like the sixth-century Jura Father Lupicinus going without drinking water for seven years and the Renaissance Catherine of Siena delighting in the consumption of bodily substances –, to the extraordinary bodily transformations of the Kardashian-Jenner family. The physical elements of mystery combined with the value placed on suffering can be observed in martyrs, both secular and religious. The framing, likewise, is central — how these narratives are created, by whom, using which media, with which audience in mind — whether monastic hagiography copied in manuscripts or reality TV shows clipped and reposted on social media, the transmission of these narratives is a fundamental element to understanding the rise of certain cults and the function for those involved. Bridging ancient / medieval hagiography and contemporary phenomena of worship, we look forward to exploring the continuity of practices of veneration in all their holy and unholy manifestations.

Kanon revisited. Diversifizierende Analysen kanonischer Texte, Bern, Fribourg


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
18.01.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Gender Studies/Queer Studies, 

Postkoloniale Literaturtheorie, 

Poetik

Erstellt am:
15.01.2024

Kanon revisited. Diversifizierende Analysen kanonischer Texte Eine internationale literaturwissenschaftliche Konferenz Konzipiert von Katja Kauer (Tübingen), Arnd Beise (Fribourg), Melanie Rohner (Bern) Eine Revisitation des Kanons unter neuen Blickwinkel kann nicht zuletzt auch dazu dienen, den traditionellen Kanon für die gegenwärtige Literaturwissenschaft und den Literaturunterricht zu revitalisieren, ohne darum mit einer wünschenswerten Erweiterung des Kanons zu konkurrieren. An den Universitäten Bern und Freiburg (CH) findet hierzu eine literaturwissenschaftliche Konferenz statt, zu der interessierte Hörer:innen herzlich eingeladen sind. 18. Januar 2024 in Bern, UniS, 1. UG, Schanzeneckstrasse 1 (Schanzenstrasse), Raum A -119 14.00 bis 14.20 Uhr Begrüssung (Kauer, Beise, Rohner) Panel 1 „Postcolonial“. Moderation: Melanie Rohner 14.25 bis 14.55 Uhr Keynote Nina Berman (Tempe, USA): Kontrapunktisches Lesen: Vielstimmigkeit als Methode 15.00 bis 15.25 Uhr Michael Hofmann/Magdalena Kißling (Paderborn): Nicht mehr lesen? Trotzdem lesen? Erst recht lesen! Ein Plädoyer für eine rassismussensible Lektüre von Wolfgang Koeppens Tauben im Gras 15.25 bis 15.45 Uhr Diskussion 15.45 bis 16.00 Uhr Kaffeepause 16.00 bis 16.45 Uhr: Hanna Rinderle (Freiburg/Br.): Eine kontrapunktische Lektüre von E.T.A. Hoffmanns Die Bergwerke zu Falun Wiebke Sievers (Wien, Frankfurt/O.): Theodor Fontanes Effi Briest: chauvinistischer Backlash gegen Globalisierung und Emanzipation 16.45 bis 17.05 Uhr Diskussion 19. Januar 2024 in Fribourg, Miséricorde, 1.OG, Av. de l’Europe 20 (Rue de Rome), Raum 4112 (Salle Jäggi) Panel 2 „Queer“. Moderation: Arnd Beise 10.30 bis 11.00 Uhr Keynote Anna Babka (Wien): Queer(ing)/Reading: Else Lasker-Schülers Der Prinz von Theben. Ein Geschichtenbuch (1914) 11.00 bis 11.45 Uhr Erik Schilling (München): Der Schweizer Kriminalroman-Kanon (Dürrenmatt, Muschg, Suter), queer gelesen, ausgehend von Thea Dorns Berliner Aufklärung Bogdan Burghelea (Berlin): Romantik mal anders. Ein queerer Blick auf den literarischen Kanon 11.45 bis 12.15 Uhr Diskussion 12.15 bis 13.30 Uhr Mittagspause Panel 3 „Narratologische Perspektiven“. Moderation: Arnd Beise 13.30 bis 14.00 Uhr Keynote Sigrid Köhler (Tübingen): Wer spricht? – Über die Zugehörigkeit der Erzählinstanz. Oder: Für eine Kritik der Ent_Nennung in der Narratologie 14.00 bis 14.45 Uhr Katja Kauer (Tübingen): We spoke of our desperate need for them… like we were reading lines from a play. Das Ich erzählte Ich als Selbstlüge Martina Kofer (Potsdam): Ästhetik der Mehrsprachigkeit (intersektional) lesen lernen – neue Fragen an einen vermeintlich einsprachigen Literaturkanon 14.45 bis 15.15 Uhr Diskussion 15.15 bis 15.30 Uhr Kaffeepause Panel 4 „Postcolonial und Gender“. Moderation: Melanie Rohner 15.30 bis 16.00 Uhr Keynote Priscilla Layne (Chapel Hill, USA): Kleists Die Verlobung in St. Domingo 18.00 Uhr Abendveranstaltung: „Sisi & Ich“ im Universitätskino (UniFR, Miséricorde, EG, Salle 2029) 18.15 Uhr Katja Kauer: Zur Einführung. Die Neubetrachtung eines Weiblichkeitsmythos; sowie Vorstellung von Frauke Finsterwalder (Regisseurin) 19.00 Uhr Öffentliche Filmvorführung Sisi & Ich, Film von Frauke Finsterwalder (London, Zürich) mit Sandra Hüller, Susanne Wolff u.a.m.; anschliessend Gespräch mit der Regisseurin; Moderation: Irina Gradinari (Hagen) und Katja Kauer (Tübingen) 20. Januar 2024 in Bern, UniS, 1. UG, Schanzeneckstrasse 1 (Schanzenstrasse), Raum B -102 Fortsetzung des Panels 4 „Postcolonial und Gender“. Moderation: Melanie Rohner 11.00 bis 11.45 Uhr Karina Becker (Magdeburg): Diachrone intersektionale Analysen zur Codierung von Otherness in ausgewählten Medea-Texten Tim Brown (Tübingen): „[I]ch soll wohl ganz schwarz werden und ganz verschwinden“: Race, Gender und „der Schritt zur Kultur“ in Goethes Das Märchen 11.45 bis 12.15 Uhr Diskussion 12.15 bis 12.30 Uhr Kaffeepause 12.30 bis 13.00 Uhr Alle Teilnehmenden: Schlussdiskussion / Ausblick (Rohner – Beise – Kauer) Kontakt: katja.kauer@uni-tuebingen.de , arnd.beise@unifr.ch , melanie.rohner@unibe.ch Contact Email arnd.beise@unifr.ch

ANK: Form und Experiment in Kurzprosa der Moderne. Festkolloquium für Michael Scheffel


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
02.02.2024
Beitrag von:
Luisa Banki
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz

Erstellt am:
12.01.2024

Form und Experiment in Kurzprosa der Moderne. Festkolloquium für Michael Scheffel Anlässlich seines Abschieds von der Bergischen Universität Wuppertal findet am 2. Februar 2024 ein Festkolloquium für Michael Scheffel statt. Die Vorträge stellen Lektüren ausgewählter Texte aus der jüngst von Michael Scheffel herausgegebenen Anthologie Kurzprosa um 1900 vor, fokussieren dabei Fragen nach Form und Experiment in der Moderne und laden zur Diskussion ein. Alle Interessierten sind herzlich willkommen; eine Anmeldung ist nicht nötig. 2. Februar 2024 Bergische Universität Wuppertal Bergisches Zimmer (Gebäude ME, Ebene 02) Programm 12:30 Uhr Begrüßung durch den Prorektor für Forschung und Digitales Prof. Dr. Stefan F. Kirsch Begrüßung und Einführung Luisa Banki und Christoph Gardian 13:00 Uhr Guten Morgen, Riesin Rhetorik – egressio bei Robert Walser Christof Hamann 13:45 Uhr Erzählen aus dem Off. Franziska Gräfin zu Reventlows Novelle „Tot“ Friedhelm Marx 14:30 Uhr Pause 15:00 Uhr Die Entdeckung Amerikas. Traum, Erinnerung, sprachliche Eroberung in Arthur Schnitzlers „Amerika“ Magdolna Orosz 15:45 Uhr Trommelfeuer in Prosa – August Stramms „Der Letzte“ Christoph Jürgensen 16:30 Uhr Pause 17:00 Uhr „Für Vieh ist dieser Kasten einmal bestimmt gewesen“. Georg Hermann, Erzähler im Zeitalter der Extreme Thedel von Wallmoden 17:45 Uhr Kafkas Herrenreiter im Regen Daniel Göske 18:30 Uhr Abschluss 19:30 Uhr Gemeinsames Abendessen