Die Zukunft der Inseln. Passagen zwischen Literatur und Wissenschaft (Bad Homburg, 25.–27.2.2020)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
25.02.2020
Beitrag von:
Mira Shah
Forschungsgebiete

Literatur aus Nordamerika, 

Nordeuropäische Literatur (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland), 

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz

, und 13 weitere

Erstellt am:
22.01.2020

Die Zukunft der Inseln. Passagen zwischen Literatur und Wissenschaft 25.-27.2.2020 Eine Tagung des DFG-Projekts „Entangled Island Times. Zu einer Literatur- und Wissensgeschichte der Inselbiogeographie“ (Roland Borgards, Lena Kugler, Mira Shah) der Goethe Universität Frankfurt am Main Tagungsort: Forschungskolleg Humanwissenschaften (FKH), Bad Homburg Das DFG-Forschungsprojekt zu den „Entangled Island Times“ untersucht in einem literatur- und wissensgeschichtlichen Ansatz, wie sich vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart das Nachdenken über Inseln immer stärker mit einer Reflexion von Zeitlichkeit verbindet. Eine wichtige Rolle spielen in diesem Prozess die Tiere, die zunächst als Zeugen einer geologischen Zeit, sodann immer stärker selbst als zeitlich verfasste Wesen verstanden werden. Die gegenwärtig auf einer Insel lebenden Tiere werden damit zu lesbaren Zeichen der biogeographischen Vergangenheit dieser Insel. Dies lässt sich sowohl in literarischen Texten als auch in Texten aus dem Bereich der Inselbiogeographie beobachten. An Komplexität gewinnt die Situation durch die ‚Colonial Animals‘, die im Zuge von Imperialismus und Globalisierung auf Inseln anlanden und den biogeographischen zu einem kulturbiogeographischen Wirkungs- und Zeichenzusammenhang erweitern. Inseln sind aus dieser Perspektive nicht einfach die Bühne, auf der sich Geschichte abspielt; vielmehr haben sie selbst eine Geschichte. Ausgehend von dieser – an den Tieren ablesbaren und von den Tieren mitgeformten – Historizität der Inseln widmet sich die Tagung nicht der Vergangenheit, sondern der Zukunft der Insel. Denn auch futurologisch gilt: Inseln sind nicht nur die Bühne zukünftiger Ereignisse, sie haben vielmehr selbst eine Zukunft. Wie prekär und gefährdet Insel-Zukunft sein kann, zeigt sich im Zeitalter des Anthropozäns (oder auch: Capitalocene, Chtulucene usw.) besonders drastisch. Diese zukünftigen Inseln bzw. die prekäre Futurizität der Inseln steht im Zentrum der Tagung– nicht allein gegenwartsdiagnostisch, sondern auch mit Blick darauf, wie die Zukunft von Inseln in der Vergangenheit entworfen wurde. Programm Dienstag, 25.02.20 ab 15:00: Ankunft 15:30 – 16:00 Roland Borgards, Lena Kugler, Mira Shah: Einführung in die Tagung 16:00 – 17:00 Florian Auerochs (Vechta): „Cemetery of all Creation“. Prolegomena zu einem ökologischen Imaginarium des Great Pacific Garbage Patch 17:30 – 18:30 Friedrich Balke (Bochum): Tausend Plateaus. Poststaatliche Gründungsszenarien auf dem Meer 20:00 – 21:00 Alexandra Böhm (Erlangen): Dystopische Inseln. Naturecultures und die Illusion der Beherrschbarkeit. Yoko Tawadas Roman Sendbo-o-te Mittwoch, 26.02.20 09:00 – 10:00 Iris Därmann (Berlin): Fluchtlinien. Britische Sklavenschiffe als Gewalt- und Widerstandsräume 10:00 – 11:00 Gabriele Dürbeck/Christoph Schaub (Vechta): Zukunft als Bergung und Erfindung. Judith Schalanskys Poetik untergegangener und abgelegener Inseln 11:30 – 12:30 Daniel Graziadei (München): Untergehende Inseln des Zusammenlebens im Anthropozän 14:00 – 15:00 Rebecca Hofmann (Freiburg): „The future lies behind us". Vignetten des Wandels in Ozeanien 15:00 – 16:00 Ana Jeinic (Graz/Banjaluka): Von der Insel, über das Archipel, zum Meer. Klimawandel und die Zukunft der Inselutopien 16:30 – 17:30 Achim Küpper (Esch-sur-Alzette): Inseln der Apokalypse. Insulare Ökosysteme zwischen Zukunftsvision und Zeitenklave 17:30 – 18:30 Wolfgang Struck (Erfurt): Die einsamste Insel im Kartenmeer. Auf- und Untertauchen von Inseln Donnerstag, 27.02.20 09:00 – 10:00 Oliver Völker (Frankfurt am Main): „Das Island-Grönlandbuch“. Verräumlichung der Zeiten – Verzeitlichung der Materien in Alfred Döblins Inseldarstellungen 10:00 – 11:00 Philipp Wagner (Wien): Aus Sicht einer Insel. Erzähltheoretische Überlegungen zu Ida Hegazi Høyers Fortellingen om øde (2015; Das schwarze Paradies , 2017) 11:30 – 12:30 Sabine Zubarik (Erfurt): Eins ist immer das letzte. Sterbende Tiere in insularen Räumen der Gegenwartsliteratur 12:30 – 13:00 Abschlussdiskussion

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European travel writing in context: strategies of negotiating identity in travel writing – a comparative approach


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.01.2020
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Reiseliteratur, 

Literatur des 18. Jahrhunderts, 

Literatur des 19. Jahrhunderts

, und 2 weitere

Erstellt am:
17.01.2020

Conference organised as part of the Marie-Sklodowska-Curie project “European Travel Writing in Context. The Socio-Political Dimension of Travelogues 1760-1850” Organisers: Sandra Vlasta & Winfried Eckel Venue: Info-Box, Jakob-Welder-Weg, Campus of the Johannes Gutenberg University-Mainz Programme Thursday, January 23, 2020 [ 10-12am workshop for students on hearing and sound in travel writing with Tim Youngs, venue: Info-Box] 12am lunch at the Baron (restaurant on campus, Johann-Joachim-Becher-Weg 3, close to conference venue Info-Box); all speakers welcome 1.30pm – 3.30pm welcome and introduction Sandra Vlasta & Winfried Eckel Romantic travel writing Nikol Dziub (Mulhouse): Women Travellers in Germany: a Search for Identity through Gender Anja Burghardt (Munich): Shaping a speaker? Voices in Polish romantic travel writing Arne Mrotzek (Mainz ) : »…vom Schwindel ergriffen«. Bamboozling negotiations of identity, nature and philistines in Heinrich Heine’s ‘Harzreise’ 3.30pm – 4.00pm coffee break 4.00pm – 5.00pm Travel writing: translation and intertextuality Alison Martin (Mainz): Renegotiating Identity: Translating Travel Writing in 18th- and 19th-Century Europe Sandra Vlasta (Mainz): Intertextuality in Travel Writing – Negotiating Identity through Textual Relations 7pm Reading with Jochen Schmidt at the bookshop Cardabela , Frauenlobstr. 40, 55118 Mainz 8.30pm dinner Friday, January 24, 2020 9.30am Welcome address Nicole Birkle (EU office/Johannes Gutenberg University Mainz) 9.45am – 11.15am Postcolonial identities and alternative others Jean-Xavier Ridon (Nottingham): Between otherness and identity: Francophone travel narrative itineraries Winfried Eckel (Mainz): Negotiating identity in Aimé Césaire‘s “Cahier d’un retour au pays natal" Martina Kopf (Mainz): “Nothing was created in the West Indies”. V.S. Naipaul’s travelogue The Middle Passage 11.15am – 11.45am coffee break 11.45am – 12.45am Travel writing and identity in an intermedial perspective Birgit Englert (Vienna) : European travel writing on Africa in the 21st century: focus on the relation between text and the visual in different media formats Anna Sennefelder (Freiburg): Walking, self-discovery and mediality. Two exemplary analyses of contemporary walking tours 12.45am – 1.30pm Outlook Tim Youngs (Nottingham): Closing remarks 1.30pm lunch 3.00pm excursion to the Gutenberg Museum (in Mainz) 6.00pm dinner

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Aufklärung und Exzess. Epistemologie und Ästhetik des Übermäßigen im 18. Jahrhundert


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
16.01.2020
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Ästhetik, 

Literatur des 18. Jahrhunderts

Erstellt am:
13.01.2020

Programm Donnerstag, 16.1.2020 14.00 Bernadette Grubner / Peter Wittemann: Begrüßung, Einführung Panel 1: Exzess als epistemologische Herausforderung 14.30 Christiane Frey: Zu viele Partikularien. Vom Umgang mit Kleinigkeiten um 1670 15.45 Frauke Berndt: Ästhetik als Exzess: A. G. Baumgarten 16.30 Peter Wittemann: Vom Saufen. Anthropologie, Publizistik und Gin Craze um 1750 18.00 Abendvortrag: Niklaus Largier: Die Ambivalenz der Sinne: Zwischen asketischer Einbildung, Schwärmerei und poetischer Form Freitag, 17.1.2020 Panel 2: Exzesse des Denkens / Grenzen des Subjekts 09.30 Johanna Schumm: Ausschweifender Witz. Vor- und Nachgeschichten einer anderen Vernunft 10.15 Bernadette Grubner: Über alle Begriffe. Genießen im Pantheismusstreit 11.30 Alice Stašková: De Sade: La Philosophie dans le boudoir – Exzess und Struktur 12.15 Martin Bäumel: Das soziale Ich und der Exzess (in) der Lyrik: Gleim und Karsch Panel 3: Exzess in Poetik und Poetologie 14.30 Sebastian Meixner: Ambivalenz des Exzesses: Maß und Unmaß bei Gottsched 15.15 Roman Barton: Listen ohne Ende. Enumeration und Exzess im britischen Roman des 18. Jahrhunderts 16.30 Roman Kuhn: La poésie, chose très nécessaire. Voltaire und die Debatte über das rechte Maß in der Dichtung 17.15 Claudia Olk: »Beyond too much« – Shakespeare’sche Exzesse auf deutschen Bühnen im 18. Jahrhundert Samstag, 18.1.2020 Panel 4: Maßhaltung: Diätetik/Luxus 10.00 Raphael J. Müller: »Ihre Donna ist ihr Liebling, trockne Bücher ihre Lust«: Luxushunde im europäischen Rokoko 10.45 Carsten Zelle: Exzess und Mäßigung in Goethes Der Mann von funfzig Jahren 11.30 Ruth Signer: Die Relationalität des Luxus bei Jean-Jacques Rousseau Abstract: Exzess, Überschreitung und Überfluss sind Phänomene, die einem Kernideal bürgerlicher Aufklärung widersprechen: der Forderung nach Mäßigung. So formuliert etwa Voltaire in seinem Discours sur la modération: »Tout vouloir est d’un fou, l’excès est son partage : / La modération est le trésor du sage« – eine Maxime, die in Ökonomie, Diätetik und Ästhetik gleichermaßen auf Resonanz stieß. Allerdings herrschte über ›das rechte Maß‹ alles andere als Einigkeit; vielmehr wurde es im 18. Jahrhundert zum Gegenstand kritischer Aushandlung. In gesamteuropäischen Debatten, zum Beispiel über den Luxus oder den Enthusiasmus, wurden intensive – und medial durchaus exzessive – Diskussionen darüber geführt. Aus heutiger Sicht gibt es hier eine deutliche Verbindung zur in sich konfliktuellen (Neu-)Begründung des modernen Subjekts. Die Forschung kann in Bezug auf das Übermäßige im 18. Jahrhundert an zahlreichen Stellen ansetzen: So fanden etwa wissenspoetologische Transfers zwischen »Physiologie, Pathologie, Moralphilosophie und Ästhetik« (Platner) im Exzessiven einen fruchtbaren Gegenstand. Fragen der Subjektbildung, die sich vor dem Hintergrund des sozialen und medialen Wandels neu stellten, wurden mithilfe der Denkfigur der Grenzsetzung und ‑überschreitung ausgelotet. Das damit einhergehende Übermaß zum Beispiel in der individuellen diätetischen Praxis (Schwärmerei), aber auch überschießender Datenmengen (information overload) auf allen Feldern der Wissenschaft, machte neue Strategien zu seiner Ordnung, Darstellung und Bewältigung notwendig. Und auch die Darstellung selbst – also der Umgang mit dem ›Zu viel‹ auf rhetorischer, poetologischer und ästhetischer Ebene – stand zur Debatte, und zwar als explizit ästhetisches Problem ebenso wie hinsichtlich der Verfahrensweisen. Diese epistemologischen, sozialen und medialen Verlagerungen rund um das Exzessive im 18. Jahrhundert werden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet mit dem Ziel, aktuelle Perspektiven der Aufklärungsforschung miteinander in Dialog zu bringen. Tagungsort Freie Universität Berlin, Seminarzentrum Raum L 116 Otto-von-Simson-Str. 26 14195 Berlin Die Tagung ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen: bernadette.grubner@fu-berlin.de , peter.wittemann@unige.ch

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Die Geschichtlichkeit des Briefs. Kontinuität und Wandel einer Kommunikationsform


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
27.02.2020
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Brief

Erstellt am:
10.01.2020

Tagung an der Philipps-Universität Marburg, Fachbereich 09: Germanistik und Kunstwissenschaften Termin: 27./28.2.2020 Ort: Deutschhausstraße 3, Raum 00/1020 Organisation: Prof. Dr. Jochen Strobel (Marburg), Prof. Dr. Robert Vellusig (Graz), PD Dr. Norman Kasper (Halle/S.), Dr. Jana Kittelmann (Halle/S.) Kontakt / Anmeldung: jochen.strobel@uni-marburg.de Einige wenige Merkmale charakterisieren den Brief, doch sie haben zu einer mehr als 3.000 Jahre andauernden Erfolgsgeschichte dieser anpassungsfähigen Kommunikationsform beigetragen: Schriftlichkeit, Materialität, Adressiertheit und die Notwendigkeit der Übertragung, Datierbarkeit, Beweglichkeit und zugleich Speicherbarkeit – sowie eine zwischen Formalisierung und Offenheit changierende Textualität. Als Text, als Objekt und als kommunikatives Ereignis lebt der Brief in seiner Wiedererkennbarkeit von Invarianzen, die die Reproduzierbarkeit eines Musters auch unter sich wandelnden kulturellen Bedingungen zu garantieren scheinen. Schon altbabylonische Briefe erproben „Sprache in der Interaktion“ (Walther Sallaberger) und sind mit ihren typischen Anrede- und Grußformeln wie auch ihrer Materialität als Briefe bis heute erkennbar. Vertreter*innen unterschiedlicher Fächer werden anhand signifikanter Beispiele in ihren jeweiligen kulturellen Kontexten Universalien der Briefkommunikation unter je präzise zu fassenden historisch differenten Bedingungen diskutieren. Ziel ist es, Bausteine zu einer Kulturgeschichte des Briefs zu erarbeiten bei gleichzeitiger Reflexion auf die Kontinuitäten, die sich im historischen Wandel abzeichnen. Donnerstag, 27.2.2020, 14.00 Uhr Marion Schmaus (Dekanin des Fachbereichs 09; Marburg): Begrüßung Jochen Strobel/Robert Vellusig/Norman Kasper/Jana Kittelmann: Einführung in die Tagung Sektion I 14.30 Uhr Sophia Wege (Halle): Spurenlesen. Evolvierte Fähigkeiten als Voraussetzungen brieflicher Kommunikation 15.15 Uhr Yulia Mevissen (Boston): „und ja, ich weiß, daß wir uns nicht kennen, aber…“ Epistolare Distanz-Spiele 16.00 Uhr Kaffeepause Sektion II 16.30 Uhr Rüdiger Görner (London): Der Brief als Denkform 17.15 Uhr Jochen Strobel (Marburg): Brief und Netzwerk 18.00 Uhr Gunilla Budde (Oldenburg): Frauenbriefe – Männerbriefe. Eine vergleichende Betrachtung aus historischem Blickwinkel 19.30 Uhr Gemeinsames Abendessen Freitag, 28.2.2020 Sektion III 9.00 Uhr Eve-Marie Becker (Münster): Distanz oder Nähe? Das Parousia -Motiv bei Paulus und Seneca im Vergleich 9.45 Uhr Isabelle Stauffer (Eichstätt): Der galante Brief. Aurora von Königsmarck 10.30 Uhr Kaffeepause Sektion IV 11.00 Uhr Jana Kittelmann (Halle/S.): Kabinett – Garten – Spaziergang. Räume des Briefes 11.45 Uhr Gideon Stiening (München): Die „Nähe unseres Glücks“. Zur Dialektik der Abwesenheit in Johannes von Müllers Briefen an ‚Graf Louis Batthyány Szent-Iványi‘ 12.30 Uhr Claudia Bamberg (Marburg): Schau-Objekte der Literatur. Funktionen des Briefs in Sammlungen und Ausstellungen im frühen und im späten 19. Jahrhundert 13.15 Uhr Mittagspause Sektion V 14.15 Uhr Alexander Honold (Basel): Widerstrebende Modernität. Briefkommunikation als Verarbeitung von Diskrepanzphänomenen (Hofmannsthal; Rilke) 15.00 Uhr Norman Kasper (Halle/S.): Profunde Post. Ernst Jünger und die Tradition des Gelehrtenbriefs 15.45 Uhr Eva Lia Wyss (Koblenz): Liebesbriefe in sozialen Netzen des 19. und 21. Jahrhunderts 16.30 Uhr Abschlussdiskussion 17.00 Uhr Ende der Tagung

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Writing a Cosmos: European Literature and Popular Astronomy, 1890-1950


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
06.03.2020
Beitrag von:
Christoph Richter-Rodiek
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur aus Großbritannien und Irland, 

Französische Literatur

, und 2 weitere

Erstellt am:
09.01.2020

The symposium Writing a Cosmos: European Literature and Popular Astronomy (February 6, KU Leuven) investigates the relationship between literature and astronomy during the modernist period (1890-1950) in Europe, addressing the vast literary response to astronomical developments with the rise of the ‘new astronomy’. It gauges the role literature played in mediating astronomical knowledge and exploring new ways of imagining the cosmos. The symposium aims to map fiction that incorporates astronomical knowledge and to arrive at a better understanding of the convergences between physical, cultural, and literary practices and. It homes in on writings from different registers—highbrow, avant-garde, middlebrow and more popular forms of literature—as well as on writings from various European cultures and languages, in order to determine how European literature of the modernist period reflects on astronomy as a stimulus and transformative force in fiction. Open to everybody interested in the matter, this symposium is part of the larger research project Literary Knowledge, 1890-1950: Modernisms and the Sciences in Europe based in the research lab MDRN at the University of Leuven in Belgium. We bring together scholars of all career stages and from the UK, Germany, Serbia, Italy, France, and Belgium. Keynote 1: Florian Klaeger (U of Bayreuth): How to Read Writings of the Cosmos: Theoretical Reflections on Cosmology and Literature (9:30-10:30, HWI Kardinaal Mercierzaal) Keynote 2: Rachel Crossland (U of Chichester): ‚[E]ssentially a Popular Science‘: Astronomy in Early Twentieth-Century British Periodicals (16:45-17:45, HWI Kardinaal Mercierzaal)

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Theater-Transfers. Akkulturationen des europäischen Dramas in Johann Christoph Gottscheds „Deutscher Schaubühne“


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
16.01.2020
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Drama allgemein, 

Literatur des 18. Jahrhunderts

Erstellt am:
03.01.2020

Theater-Transfers Akkulturationen des europäischen Dramas in Johann Christoph Gottscheds Deutscher Schaubühne Journée d’études, Universität Paderborn (16.-17. Januar 2020) Raum: B 3.321 Programm Donnerstag, 16. Januar 9.00h-9.30h Begrüßung und Einführung 9.30h-10.30h Romana Weiershausen (Saarbrücken) Corneilles Horace perspektiviert durch die Deutsche Schaubühne : Positionsnahme und Nachwirkung im Gottsched-Kreis 10.30h-11.00h Kaffeepause 11.00h-12.00h Leonie Süwolto (Paderborn) „Quelque passion […] plus mâle que l’amour“ Gottscheds Tragödienpoetik zwischen Staats-/Helden- und Liebestragödie: Corneilles Cid in der Deutschen Schaubühne 12.00h-13.00h Jörn Steigerwald (Paderborn) Die Umdeutung des Menschenfeindes nach 1700: Molières Misanthrope in der Deutschen Schaubühne 13.00h-14.30h Mittagspause 14.30h-15.30h Christoph Singer (Paderborn) Joseph Addisons Cato : Der Republikanismus im Spiegel der englischen Roman Plays 15.30h-16.30h Jörg Robert (Tübingen) Politische Ästhetik: Gottscheds Agis, König zu Sparta 16.30h-17.00h Kaffeepause 17.00h-18.00h Sahra Puscher (Paderborn) Johann Elias Schlegels Dramentheorie und -praxis im Kontext der Deutschen Schaubühne Freitag, 17. Januar 9.30h-10.30h Adelina Debisow (Paderborn) Dufresnys Die Widersprecherin – Ein „artiges Nachspiel“: Konzeption und Status des Einakters in der Deutschen Schaubühne 10.30h-11.30h Astrid Dröse (Tübingen) Weibliche Aufklärung und Satire – L.A.V. Gottscheds Komödie Das Testament 11.30h-12.00h Kaffeepause 12.00h-13.00h Gudrun Bamberger (Tübingen) Gottsched und die Theaterpraxis der Frühen Neuzeit 13.00h-14.00h Christian Meierhofer (Bonn) Europäische Schaubühne. Gottscheds Dramenanthologie und die Sammelpraxis um 1750 14.00h Ausklang der Veranstaltung und Abreise Das Programm finden Sie auch online auf der Bereichsseite der Komparatistik ( go.uni-paderborn.de/komparatistik ). Organisation: Dr. Leonie Süwolto Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft Kontakt: leonie.suewolto@uni-paderborn.de

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FORM- UND BEWEGUNGSKRÄFTE // Jahrestagung der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe »Imaginarien der Kraft« (16. bis 18. Januar 2020, Warburg-Haus, Hamburg)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
16.02.2020
Beitrag von:
Frederike Middelhoff
Erstellt am:
22.12.2019

Form- und Bewegungskräfte Jahrestagung der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe »Imaginarien der Kraft« 16. bis 18. Januar 2020 Warburg-Haus, Hamburg Der Umgang mit Kräften gehört zum Grundinventar künstlerischer Verfahren. Zug und Stoß, Schwere und Levitation, Einprägung und Druck betreffen bereits den konkreten Umgang mit dem Material. Kinesis und Motorik, Motion und Emotion kommen in der bildenden Kunst wie in Tanz, Theater, Film und Literatur zum Tragen. Mit energeia, vis und movere bezeichnet die klassische Rhetorik schließlich das Leistungsprofil der Rede, das auch zur Beschreibung der Wirkungsdimensionen der Dichtung wie auch der Bilder genutzt worden ist. Welche anthropologischen und wahrnehmungspsychologischen Konzepte spielen hier eine Rolle? Auf welche Weise entwerfen sich die Künste in der steten Auseinandersetzung – sei es der Handhabung, der Erforschung oder dem Selbstvergleich – mit den in der Natur wirksamen Form- und Bewegungskräften? Programm Donnerstag, 16. Januar 2020 15.00 Uhr Begrüßung (Frank Fehrenbach, Cornelia Zumbusch) Moderation: Frederike Middelhoff 15.30 Uhr // Vera Keller (Eugene, OR): Redirecting Force in the Kunstkammer: Johann Daniel Major (1634–1693) and the Tactica Conclavium 16.15 Uhr / Kaffeepause Moderation: Lutz Hengst 16.45 Uhr // Jasmin Mersmann (Linz): Starke Stimmen. Zur Transformation der Kraft des Samens in Gesang 17.45 Uhr // Ivo Raband (Hamburg): Der SchwerKRAFT enthoben: Fliegen und Schweben in der Skulptur der Vormoderne Freitag, 17. Januar 2020 Moderation: Cornelia Zumbusch 9.30 Uhr Simone De Angelis (Graz): ›Ins Innere der Natur dringt kein erschaffner Geist‹. Albrecht von Hallers Konzeption der ›Kraft‹ und die strategische Rolle der ›Wissenschaften vom Leben‹ in der Beziehung von Anthropologie und Geschichtsdenken der Spätaufklärung 10.30 Uhr // Hubert Thüring (Basel): Viel ›Form‹ und wenig ›Kraft‹. Bildung bei Karl Philipp Moritz 11.15 Uhr / Kaffeepause Moderation: Dominik Hünniger 11.45 Uhr // Ryan Feigenbaum (Notre Dame, IN): The Limits of Force to Explain Life in Early German Biology and Beyond 12.30 Uhr // Matthew Vollgraff (London): Botanik als Technik 13.15 Uhr / Mittagspause Moderation: Adrian Renner 14.45 Uhr // Malika Maskarinec (Basel): The Will to Form: The Forces of Form and the Shape of Objects in nineteenth-century German Aesthetics 15.30 // Uhr Isa Wortelkamp (Leipzig): Transformationen. Der ›Serpentinentanz‹ Loïe Fullers in Bewegung und als Bild 16.15 Uhr / Kaffeepause Moderation: Caroline Herfert 16.45 Uhr // Caroline Torra-Mattenklott (Aachen): Plötzliches Italien. Bewegungskräfte und literarische Form in Kafkas frühen Reisetexten Samstag, 18. Januar 2020 Moderation: Frank Fehrenbach 9.30 Uhr // Magdalena Holzhey (Krefeld): Materielle und geistige Kräfte der Transformation: Joseph Beuys und Marcel Duchamp im Dialog 10.30 Uhr // Schirin Kretschmann (Berlin): Liquid Matter(s) 11.15 Uhr / Kaffeepause 11.45 Uhr // Janina Wellmann (Lüneburg): Moving at Low Reynolds Number. Viscosity, Inertia and Icroscopic Swimmers Moderation: Philipp Müller 12.30 Uhr // Sophie Wennerscheid (Kopenhagen): Die unheimlichen Kräfte der Natur im zeitgenössischen skandinavischen ›Speculative Fiction‹-Film 13.30 Uhr / Ausklang und Abreise ———————————————————————————————————————————— Veranstaltungsort : Warburg-Haus // Heilwigstraße 116 // 20249 Hamburg Kontakt und weitere Informationen : DFG-Kolleg-Forschungsgruppe »Imaginarien der Kraft« // Gorch-Fock-Wall 5-7 // 20354 Hamburg / Deutschland // Telefon: +49 40 42838-6430 // E-Mail: imaginarien.der.kraft@uni-hamburg.de // Homepage: https://ift.tt/2ufGmZJ

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Imagining the Black Diaspora: On the Circulation and Competition of Literary Picture-Making across the Americas


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
09.01.2020
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Nordamerika, 

Ibero-Amerikanische Literatur (einschl. Karibik), 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

, und 2 weitere

Erstellt am:
13.12.2019

Organized by Dustin Breitenwischer (RA 1) and Jasmin Wrobel (RA 4) The international conference "Imagining the Black Diaspora" brings together authors, comic artists, a comic translator, and scholars from the fields of American Studies, African American Studies, Latin American Studies, and Media Studies to discuss the circulation and distribution, the cultural and political economies, the aesthetic diversity and the community-shaping effects of pictures and imagery in Black diasporic literature across the Americas. The conference will focus on a wide array of literary practices – ranging from graphic neo-slave narratives and photographic authorial self-representation to depictions of Black youth in US American children’s literature – to investigate historic and current (dis-)positions of Black authorship, subaltern cultural resistance, racist stereotyping, and literary market competition. Thus seeking to create a dialogue between the spheres of cultural production and academic reflection, “Imagining the Black Diaspora” will be divided into two interrelated parts that will take place at two different venues in Berlin: on Thursday, January 9, the participants will meet at Literarisches Colloquium Berlin (LCB) to discuss the literary works of Birgit Weyhe (Germany), André Diniz and Marcelo D’Salete (both of Brazil) with the authors and translator Lea Hübner. On Friday, January 10, the discussion will be brought to the FU Berlin where it will unfold as a day-long academic conference with speakers Herman Bennett (CUNY), Dustin Breitenwischer (FU Berlin/EXC 2020), Ana Merino (Iowa), Nina Mickwitz (London), Robert Reid-Pharr (Harvard), Daniel Stein (Siegen), and Jasmin Wrobel (FU Berlin/EXC 2020). The event will be in English and it will be documented by comic artist Panchulei (Francisca Cárcamo). Time & Location Jan 09, 2020 – Jan 10, 2020 9 January at the Literarisches Colloquium Berlin Am Sandwerder 5 14109 Berlin; 10 January at the Lateinamerika-Institut Freie Universität Berlin Rüdesheimer Straße 54 14197 Berlin Room 201 Further Information Should you have questions concerning the event, please contact Dustin Breitenwischer ( dustin.breitenwischer@fu-berlin.de ) or Jasmin Wrobel ( jasmin.wrobel@fu-berlin.de ).

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Lenkung der Dinge. Magie, Kunst und Politik in der frühen Neuzeit


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
11.12.2019
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und andere Künste, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Literatur der Frühen Neuzeit (14. und 15. Jh.)

Erstellt am:
29.11.2019

Das Kausalitätsmodell der ‚Lenkung der Dinge‘ bezeugt das analoge Denken der Frühen Neuzeit in anschaulicher wie konkreter Form. Mit diesem Modell beschäftigt sich ein Forschungsprojekt der Fritz Thyssen Stiftung seit 2017, das nun zu seinem Abschlussworkshop einlädt. Steuerungsfähig sind, je nach Position, Mensch bzw. Magier, Schicksal, Engel und Dämonen, Spiritus und die Gestirne sowie selbstverständlich der große Lenker: Gott. Die Frage, die in den literarischen Texten, in den Künsten und Theorietraktaten der Dämonologie in der Frühen Neuzeit in Italien und Frankreich diskutiert wird, ist, als Frage nach den Künstlerkonzepten, schlicht die nach Möglichkeit und Art der Beherrschbarkeit der Natur, mag diese nun eine dem Menschen äußerliche oder innerliche Natur sein. Diese Frage setzt jeweils eine Verfügbarkeit der Natur voraus, die sodann gestaltbar, lenkbar, steuerbar wird. Entsprechend gelten Schicksalswege, Kunstobjekte und Imaginationen als steuerbar. Welchen Einfluss solche, genuin dämonologischen Denkmodelle für die Kunsttheorie, das Menschenverständnis und das Fiktionskonzept der Frühen Neuzeit haben, soll im geplanten Workshop diskutiert werden. Um die Macht des Menschen, seine Lenkungsgewalt zu untersuchen, in Analogie zum religiösen Modell der Weltenlenkung (des Magiers) über den menschlichen Körper, den Kosmos und den Gestaltungsprozess von Künstlern wie Politikern, ist ein Workshop geplant, der die Ergebnisse des von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Projekts präsentiert und diese gemeinsam mit Kunsthistorikern und Philologen diskutiert. Kerninteresse wird die Frage nach der Einflussmöglichkeit des Menschen über Sprache, Symbole (Signaturenlehre), Körper (Blick, Faszination), Amt, Position (Fürst als Stellvertreter Gottes), Kunstmodell (Akademien), Farben als Lenkungsinstrumente auf die Umwelt sein. Berücksichtigung findet die Bedeutung von Gestik, symbolischem Handeln, Zaubersprüchen als performative Sprechakte (zur Lenkung durch Rhetorik, Machiavelli, Savonarola, Chapelain), von künstlerischen Gegenständen (z.B. Talisman, Wolken, Portraits, z.B. Poussin) und Bildern als magischen Objekten. Die Frage nach dem Menschen und seiner Position im Renaissance-Kosmos, nach den Mechanismen der Analogie bezüglich der Lenkung der Natur wird damit vor dem Hintergrund der Forschungen zur Dämonologie neu gestellt und soll gemeinsam in ihrer politischen, kunsttheoretischen und symbolischen Dimension diskutiert werden. Diese politische Dimension greift nicht zuletzt auch auf die Institutionengeschichte aus, besonders die Akademiegründungen in Italien und Frankreich sind in der Frühen Neuzeit zentrale Lenkungsmomente der Künstler und selbstreflexive Phasen, die – etwa in den Akademieprotokollen – spezifische Einblicke in sehr konkrete Kausalitätsbezüge erlauben. Die französische Rezeption italienischer Lenkungspraxen in Magie, Kunst und Politik steht damit ebenfalls im Fokus und wird besonders anhand der zeitgenössischen Diskussionen um das ‚merveilleux‘ und die Bedeutung des Mythos relevant. — Programm Mittwoch, 11. Dezember 2019 09.00 Begrüßung Philippe Cordez (DFK Paris) Eröffnung: Lenkung der Dinge in Magie, Kunst und Politik der Frühen Neuzeit – Einführung und kurze Ergebnispräsentation des Forschungsprojekts Kirsten Dickhaut (Universität Stuttgart) 09.30 Uhr Jenseits der Erbsünde – die Macht des Ichs Andreas Kablitz (Universität Köln) 10.15 Uhr Kaffeepause 10.45 Uhr Astronomische Dimensionen. Malen mit Blick auf die Sterne Maurice Saß (Alanus Hochschule) 11.30 Uhr Göttliches Wunder – menschliche List: Die literarische Inanspruchnahme des christlich Wunderbaren im Decameron Axel Rüth (Universität Köln) Diskussionsleitung: Markus A. Castor 12.15 Uhr Mittagspause 13.45 Uhr Die Lenkung der Dinge und ihre Grenzen: Boccaccio und Machiavelli David Nelting (Universität Bochum) 14.30 Uhr ,Zerbrochener Kompass’? Magie und Lenkungsmöglichkeiten im politischen Traktat bei Machiavelli Sven Thorsten Kilian (Universität Stuttgart) 15.15 Uhr Kaffeepause 15. 45 Uhr Kalkül und Magie bei Machiavelli: Bemerkungen zu den Discorsi und zum Principe Joachim Küpper (Freie Universität Berlin) 16.30 Uhr Magie und Handlungsmacht bei Machiavelli Judith Frömmer (Universität Freiburg) Diskussionsleitung: Philippe Cordez — Donnerstag, 12. Dezember 2019 09.30 Uhr Wunderbare Effekte: Magie und Dichtung als Formen von governo bei Torquato Tasso Irene Herzog (Universität Stuttgart) 10.15 Uhr Späße des Herrschers – Streiche der Hexe: Die Komik der Lenkungspraxen bei Aretino Stefan Bayer (Universität Stuttgart) 11.00 Uhr Kaffeepause 11.30 Uhr Die diskursive Erfindung einer machtvollen Schrift: Leser, Übersetzer und Kommentatoren des Horapoll im 15. und 16. Jahrhundert Anja Wolkenhauer (Universität Tübingen) 12. 15 Uhr Magische Lenkung und politische Steuerung. Zur Substitution der Magie durch die Verwaltung in der Démonomanie Jean Bodins (1580) Tobias Bulang und Helge Perplies (Universität Heidelberg) Diskussionsleitung: Markus A. Castor 13.00 Uhr Mittagspause 14.30 Uhr Magie bei Giordano Bruno Linda Simonis (Universität Bochum) 15.15 Uhr Effets à distance entre magie et science – L’image comme instrument du gouvernement et l’iconographie du château de Versailles Markus Castor (DFK Paris) 16.30 Uhr Akademie und Chaos 1650–1720: Die Kritik niederländischer Netzwerke Jennifer Rabe (Universität Bern) Diskussionsleitung: Kirsten Dickhaut — INFO: Deutsches Forum für Kunstgeschichte Centre allemand d’histoire de l’art Paris Tel. +33 (0)1 42 60 67 82 Fax +33 (0)1 42 60 67 83 info@dfk-paris.org http://www.dfk-paris.org Das detaillierte Programm finden Sie auch hier: www.ilw.uni-stuttgart.de/abteilungen/romanische-literaturen-i-galloromanistik/dokumente/Karton-Magie-der-Dinge.FINAL_SCREEN.pdf

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(Re-)Penser le libéralisme: Les Idées d’Europe (1900-1950)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
06.12.2019
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Stoffe, Motive, Thematologie, 

Literatur des 20. Jahrhunderts

Erstellt am:
29.11.2019

Das vom CIERA (Centre interdisciplinaire d’études de recherches sur l’Allemagne) geförderte internationale Kooperationsprojekt zwischen der Universität Heidelberg, der Sorbonne Université und der Università Ca’Foscari befasst sich mit Europa-Ideen, die in den Jahren 1900–1950 entstanden sind, insbesondere jedoch mit den philosophischen Ursprüngen, intellektuellen Konstellationen und literarischen Kontexten dieser Ideen. Zu diesem Zweck werden fiktionale, essayistische und weltanschauungsliterarische Texte analysiert, die die Reflexion über Europa, den Liberalismus und die Demokratie in einen größeren Zusammenhang mit Kulturdiagnosen der Moderne stellen. Gerade in der Zwischenkriegszeit zirkulieren nicht nur friedvolle und demokratische Europa-Ideen, sondern auch solche, die auf den Untergang der Imperien 1918 mit kontinentalen Größenphantasien reagieren, die keinesfalls als demokratische Vorläufer der EU gelten können, sondern antiliberale und autoritäre Europa-Konzepte entwickeln, die von der Literatur nicht nur aufmerksam beobachtet und kommentiert, sondern teils auch in ihr entworfen werden. Wenn sich Schriftsteller kurz nach 1918 für ‚Europa‘ engagierten, so verstanden sie unter ‚Europa‘ oft etwas anderes als das, was ihnen politisch korrekte Europa-Enthusiasten der 1990er Jahre dann anachronistisch gern an demokratischen und ‚westlichen‘ Absichten unterlegten. Deutschsprachige Europa-Ideen nach dem Versailler Vertrag waren aber keineswegs immer westlich konzipiert. In den 1920er Jahren stießen die europäischen Initiativen zweier Österreicher auf großen Widerhall bei Intellektuellen und Schriftstellern. Richard Coudenhove-Kalergi gründete seine Paneuropa-Bewegung und Karl Anton Rohan startete das Konkurrenz-Unternehmen der europäischen Kulturbünde mit der Zeitschrift der Europäischen Revue . Coudenhove-Kalergi und Rohan waren Fürsprecher eines konservativen, antidemokratischen, ständisch sortierten, dem alten Reichs-Gedanken verpflichteten und katholisch überwölbten Europa. Europabegeistert waren in der Zwischenkriegszeit zudem auffällig oft Adlige, die nach den revolutionären Unruhen am Kriegsende in den europäischen Ländern nach alten übernationalen Ordnungen und ihrer Reformierbarkeit fragten. Bis zum Adelsaufhebungsgesetz von 1919 in Österreich war Coudenhove-Kalergi Graf und Karl Anton Rohan Prinz gewesen. Ein erste Projekttreffen findet am 6./7.Dezeber in Paris an der Sorbonne Université statt. Veranstalter sind Prof. Dr. Olivier Agard (Sorbonne Université), Prof. Dr. Barbara Beßlich (Universität Heidelberg), Prof. Dr. Cristina Fossaluzza (Università Ca’Foscari) Programm: Vendredi 6 décembre 2019 Centre Malesherbes | 108, Boulevard Malesherbes, 75017 Paris Salle 126 (14h-18h30) 14h00 ACCUEIL : Olivier Agard / Barbara Beßlich / Cristina Fossaluzza Présidente de séance : Cristina Fossaluzza (Université Ca’ Foscari) 14h15-15h00 Olivier Agard (Sorbonne Université) L’idée d’Europe chez Max Scheler. 15h00-15h45 Barbara Beßlich (Université de Heidelberg) Die Überwindung des Nationalismus? Hermann Bahrs Mitteleuropa im Ersten Weltkrieg und die Rolle Österreichs nach 1918. 15h45-16h15 Pause café Président de séance : Olivier Agard (Sorbonne Université) 16h15-17h00 Cristina Fossaluzza (Université Ca’Foscari, Venise) Giuseppe Antonio Borgeses kulturkritische Auseinandersetzung mit Europa. 17h00-17h45 Frédéric Attal (Université Polytechnique hauts-de France) Réflexion sur l’Histoire de l’idée d’Europe de Federico Chabod. 17h45-18h30 Maurizio Pirro (Université de Bari) Theodor Lessings Europa-Bild in seinen kulturkritischen Schriften. Samedi 7 décembre 2019 Centre Malesherbes | 108, Boulevard Malesherbes, 75017 Paris Salle 119 (9h00-13h00) Présidente de séance : Barbara Beßlich (Université de Heidelberg) 9h00-09h45 Tillmann Heise (Université de Heidelberg) Intellektuelle Gemengelagen und europäischer Antiliberalismus. Der Wiener Kulturbundkongress 1926. 09h45-10h30 Gabriele Guerra (Université Sapienza de Rome) Eine Pathosformel für das Europäische Bildungsbürgertum. Deutscher Geist in Gefahr von Ernst Robert Curtius (1932). 10h30-11h00 Pause café Président de séance : Olivier Agard (Sorbonne Université) 11h00-11h45 Anne Kraume (Université de Constance) Europa und die ‘kulturelle Verspätung Spaniens’ bei Ernst Robert Curtius und Américo Castro. Anmerkungen zu einer freundschaftlichen Debatte. 11h45-12h30 Tristan Coignard (Université Bordeaux-Montaigne) Comment faire émerger une « Internationale libérale du droit » ? Etat d’anarchie et guerre entre nations européennes selon Théodore Ruyssen. 12h30-12h45 Discussion

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