Personalpronomen: Ansätze einer interdisziplinären Grammatik der Person


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
19.10.2022
Beitrag von:
Elisa Ronzheimer
Forschungsgebiete

Literaturtheorie, 

Interdisziplinarität

Erstellt am:
05.10.2022

Personalpronomen: Ansätze einer interdisziplinären Grammatik der Person Arbeitsgemeinschaft am Zentrum für interdisziplinäre Forschung, Universität Bielefeld veranstaltet von Mona Körte, Elisa Ronzheimer, Sebastian Schönbeck
 19.-20.10.2022 Wie setzt sich ein „ich“ zusammen, wen schließt ein „wir“ ein oder aus, und wie richtet „es“ sich an ein „du“ oder „Sie“? Keine andere Wortgruppe findet in gesellschaftspolitischen Diskussionen derzeit so viel Beachtung wie die Personalpronomen, denn mit ihnen steht der angemessene Ausdruck unterschiedlicher Identitätskonzepte auf dem Spiel. Wenig Aufmerksamkeit erfährt indes der mögliche Beitrag verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen zu den mitunter hitzig geführten Debatten. Hier setzt der geplante Workshop an: bei der Historisierung, Erweiterung und Vervielfältigung der Perspektiven auf den Einsatz von Personalpronomen. Während Konstruktionen und Theorien der Personalität in unterschiedlichen disziplinären Feldern wie der Anthropologie, der Soziologie, der Psychologie und Philosophie, in den Gender Studies und der Literatur- und Kulturwissenschaft breit erforscht sind, wurde die Frage der pronominalen Repräsentation der Person – wie sie sich etwa im Recht und in der Bürokratie, im Labor oder auf der Bühne stellt – bislang wenig reflektiert. Sie rückt ins Zentrum der Arbeitsgemeinschaft, die anregt zum Austausch über disziplinär verschiedene Konzeptualisierungen der Beziehung zwischen Person und Pronomen. Wie hat sich der Gebrauch von Personalpronomen historisch verändert, was lassen die Pronomen zu und wo liegen ihre Grenzen? Wie bildet sich ihre Bedeutung und Referenz, in welchem Maße konstituieren sie Personalität? Wie lässt sich mit dem unauflöslichen Widerstreit zwischen allgemeiner grammatischer Struktur und ihrer Singularisierung im Pronomen umgehen? Inwieweit sind pronominale Stellvertreter als fest und unveränderlich zu begreifen oder aber als offen für Transformation? Die Arbeitsgemeinschaft versammelt Forschende aus Literaturwissenschaft, Linguistik, Philosophie, Soziologie und Tierethik zu einem interdisziplinären Austausch über den Stellenwert der Pronomen in der sprachlichen Konstruktion und Ordnung sozialer und kultureller Wirklichkeiten. Programm Mittwoch, 19. Oktober I. Friktionen 09.00-09.30 Einführung 09.30-11.30 Prof. Dr. Horst Simon: F(r)iktionen mit Pronomen Prof. Dr. Lore Benz: Pronominale Repräsentation und Konstruktion von Personalität und Identität in der römisch-antiken Lebenswelt 11.30-12.00 Kaffeepause 12.00-13.00 Dr. Georg Toepfer: Pronoun Trouble. Der Plural im Singular und das Weibliche im Männlichen der Personalpronomen in Tierenzyklopädien seit der Antike 13.00-14.00 Mittagessen II. Shifter 14.00-16.00 Dr. Dr. Kerstin Weich: „Sie verkäsen und verkalken“. Pronomen der Parasiten Dr. Erik Martin: Shifter und Shape shifter: Eindeutige Pronomen bei uneindeutigen Nomen in Viktor Pelevins ‚Das Leben der Insekten‘ (1993) 16.00-16.30 Kaffeepause 16.30-18.30 Dr. Esther von der Osten: Pronomenwandel bei Cixous Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini: Ein passagères Wir. Zu Freuds Übertragungskonzept 19.30 Lesung und Werkstattgespräch mit Marcel Beyer: Ichverzicht im Roman Donnerstag, 20.10. III. Markierungen 9.00-11.00 Prof. Dr. Tomke König: Was haben Pronomen mit Identitäten zu tun? Zum Zusammenhang von Sprache, Körper und Geschlecht Prof. Dr. Joachim Fischer: Zur Sozialtheorie des ‚Systems der Personalpronomen‘ – unter Berücksichtigung der dritten Person 11.00-11.30 Kaffeepause 11.30-12.30 Prof. Dr. Evelyn Ziegler: Stancetaking und Positionierung. Zur Rolle von Pronomen im Kontext von Spracheinstellungsäußerungen zu Mehrsprachigkeit und Integration 12.30-13.30 Mittagessen IV. Adressierungen 13.30-15.30 Dr. Emmanuelle Prak-Derrington: Polyphonie und Mehrfachadressierung: ich und Du im fiktionalen Erzählen Prof. Dr. Ulrike Schneider: Pronominale Architekturen. Der nouveau roman und die Folgen 15.30-16.00 Kaffeepause 16.00-18.00 Dr. Heide Volkening: Das Mädchen und seine Pronomen. Über Esther Beckers „Wie die Gorillas“ und Teresa Präauers „Mädchen“ Anna Lenz: „ich schrieb bevor ich dachte“ – Sprachflächen weiblicher Autorschaft bei Elfriede Jelinek

Latin America and East-Central Europe: Comparisons, Bridges, Entanglements


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
26.10.2022
Beitrag von:
Patricia Gwozdz
Forschungsgebiete

Ibero-Amerikanische Literatur (einschl. Karibik), 

Ostmitteleuropäische Literatur (Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn)

Erstellt am:
01.10.2022

The literary entanglements between Latin America and East Central Europe from the 20th century to the present are politically, culturally, and literarily diverse, but never random: Critical examinations of terms such as »post-imperial«, »marginal«, or »peripheral« are reflected in their respective intellectual fields and literary productions that negotiate transatlantic »elective affinities«, while competing for recognition within the history of world literature. The international conference explores literary history, poetics, intellectual networks, and aesthetic theory on both sides of the Iron Curtain. The participating scholars will discuss the situatedness of the literatures and actors of the regions and reflect on their transcultural and transareal convivialities. Organised by Agnieszka Hudzik (Freie Universität Berlin), Jorge Estrada (Berlin), Patricia Gwozdz (Universität Potsdam), Joanna Moszczynska (Universität Regensburg)

Tagungsprogramm: Dinge träumen. Dingwelten und Traumkulturen in interdisziplinärer Perspektive


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
10.10.2022
Beitrag von:
Hannah Steurer
Forschungsgebiete

Interdisziplinarität, 

Literatur und andere Künste, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

, und 5 weitere

Erstellt am:
28.09.2022

Dinge träumen | rêver les choses | Dreaming Things. Dingwelten und Traumkulturen in interdisziplinärer Perspektive Internationale Nachwuchstagung des DFG-Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen« 10. bis 12. Oktober 2022, Universität des Saarlandes, Saarbrücken Unter dem Titel »Dinge träumen« wird vom 10. bis 12. Oktober 2022 eine internationale Tagung des DFG-Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen« dem Zusammenhang von Dingwelten und Traumkulturen auf den Grund gehen. Die Veranstaltung findet im Graduate Centre auf dem Saarbrücker Universitätscampus statt und beginnt am Montag, den 10. Oktober, um 13.30 Uhr. In ihrer Alltagswelt sind Menschen von einer Fülle an Dingen umgeben. Diese Dinge finden auch Eingang in Träume und ihre ästhetische Repräsentation in Bildender Kunst, Musik, Film oder Literatur: Gegenstände können als erträumte und ersehnte Konsumgüter inszeniert werden, den Übergang zwischen dem Traum- und Wacherleben handelnder Figuren markieren und ganze Traumwelten gestalten. Wie reagieren Dingkulturen, ästhetisch vermittelte Traumdarstellungen und theoretische Traumdiskursen aufeinander? Ausgehend von dieser Frage diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, Italien und Polen die Imaginationsgeschichte der geträumten Dinge. Die Tagung ist Teil des Forschungsprogramms des DFG-Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen«, das seit 2015 ästhetische Traumdarstellungen in interdisziplinärer Perspektive untersucht. Im Rahmen der Tagung hält der Journalist und Autor Lothar Müller (Berlin) einen öffentlichen Abendvortrag zum Thema »Die Apollokerzen, der Wunderblock und die Seele im technischen Zeitalter. Freuds Dinge«: Dienstag, 11. Oktober, 18.00 Uhr, Filmhaus Saarbrücken. Die Tagungssprachen sind Deutsch, Französisch und Englisch. Eine Tagungsanmeldung ist bis 4. Oktober möglich per E-Mail an traumkulturen@uni-saarland.de . Programm Montag, 10. Oktober 2022 13.30: Begrüßung und Einführung (Joachim Rees und Hannah Steurer) I. Träumen und geträumt werden. Subjekt-Objekt-Beziehungen im Traum (Moderation: Joachim Rees) 14.00: Joana Thinius (Göttingen): das wer mins herzens geding. Die begir des Objekts im ›Traum im Garten‹ vom Elenden Knaben 14.45: Vid Stevanovic (München): The Voices of Things: Dream-Settings in English It-Narratives II. Sprungbretter ins Schlafimaginäre: Dinge auf der Traumschwelle (Moderation: Laura Vordermayer) 16.00: Gianluca Esposito (Neapel/Osnabrück): Das ›unerklärte‹ Einschlafen. Der unausgesprochene Übergang von der Wachwelt zur Traumwelt am Beispiel von Christoph Ransmayrs Die letzte Welt (1988) und Daniel Kehlmanns Die Vermessung der Welt (2005) 16.45: Karolina Kowol (Saarbrücken): Die materielle Welt von Rafael Chirbes. Das Ding als Medium 17.30: Francis Haselden (Rennes): La miniature : entre objet de science et objet de rêverie Dienstag, 11. Oktober 2022 III. Schöpfung im Schlaf: Dingwelten im Traum schaffen (Moderation: Romana Weiershausen) 09.00: Paul Strohmaier (Trier): Onirische Ekphrasis. Zu den Traumobjekten in Francesco Colonnas Hypnerotomachia Poliphili 09.45: Qingyu Cai (München): Von Maloney zu »Disney«: Die Konstruktion der Werte und Macht beim Umgang mit Dingen IV. Das Onirische nachbauen: Materialisierte Träume (Moderation: Patricia Oster-Stierle) 11.00: Frédéric Verry (Paris): Rêver, ou créer ? Les objets du rêve dans la création artistique 11.45: Hannah Steurer (Saarbrücken): Geträumte Dinge, verdinglichte Träume. Materialisierungen des Traums bei André Breton V. Traumhaft belichtet: Photographie und das Phantasma der Dinge (Moderation: Hannah Steurer) 14.00: Doriane Molay (Paris): Lorsque le rêve n’est pas: l’impact de la photographie post mortem sur la photographie amateur 14.45: Amelie Ochs (Bremen): Von fliegenden Untertassen und anderen Albträumen des bürgerlichen Wohnens. Über Anna und Bernhard Blumes Fotoserien der 1970er und 1980er Jahre 18.00: Keynote im Filmhaus Saarbrücken (Moderation: Christiane Solte-Gresser) Lothar Müller (Berlin): Die Apollokerzen, der Wunderblock und die Seele im technischen Zeitalter. Freuds Dinge Mittwoch, 12. Oktober 2022 VI. Onirische Werkzeuge: Traumdinge und die Medialität des Schreibens (Moderation: Janett Reinstädler) 09.00: Maciej Jędrzejewski (Warschau): Narrative Konstruktionen von Ding- und Traumkulturen bei Clemens Setz 09.45: Alexander Kerber (Saarbrücken): Totenmaske und Kugelkopf – Träume und Dingwelten in Josef Winklers ›Wortschatz der Nacht‹ VII. Schlafend erweckt: Die Belebung des Objekts im Traum (Moderation: Sophia Mehrbrey) 11.00: Iris Schäfer (Frankfurt): Traum-Puppe: Zur Figuration kindlicher Ängste und Sehnsüchte am Beispiel der im Traum belebten Puppe in der Europäischen Kinderliteratur 11.45: Éric Thil (Saarbrücken): Dreaming Delay: Photography and Survival in Jacques Derrida’s ›Ce qui était inerte prenait corps‹. De la réification des rêves dans ›Le Chemin des sortilèges‹ de Nathalie Reims VIII. Geträumte Dinge sehen, geträumte Dinge hören (Moderation: Jonas Nesselhauf) 14.00: Jan Sinning (Kassel): Dinge und Verdinglichung in Günter Eichs Hörspiel-Zyklus ›Träume‹ 14.45: Alice Bleistein (Saarbrücken): Spongebobs Agency – Von der Macht der Konsum-Dinge und des anarchischen Schwamms 15.30: Abschlussdiskussion

Historische Semantiken des Übersetzens in der frühen Neuzeit am Beispiel deutschsprachiger Erzählliteratur. Übersetzen – Wissen – Erzählen (Heidelberg)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
06.10.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Übersetzung allgemein, 

Literatur der Frühen Neuzeit (14. und 15. Jh.), 

Literatur des 16. Jahrhunderts

, und 2 weitere

Erstellt am:
23.09.2022

Historische Semantiken des Übersetzens in der frühen Neuzeit am Beispiel deutschsprachiger Erzählliteratur. Übersetzen – Wissen – Erzählen Arbeitsgespräch in Heidelberg, 06.–07. Oktober 2022 (Universität Heidelberg, Germanistisches Seminar, Hauptstraße 207–209, Raum 137) Organisation: Dirk Werle, Fiona Walter Nachdenken und Reden über das Übersetzen ist seit jeher geprägt durch eine spezifische historische Semantik. Konzepte wie die übersetzerische Treue oder die Unterscheidung von wörtlicher und sinngemäßer bzw. ‚freier‘ Übersetzung, alternative Bezeichnungen wie Dolmetschen oder Interpretiren, Vorstellungen vom Übersetzer als Maler, als Schneider oder als Architekt, Beschreibungen des Übersetzens als Reise oder Diebstahl – derartige und weitere Begriffe und Metaphern, die teilweise in einem langen, bis in die antike Rhetorik, Poetik und Philologie zurückreichenden Traditionszusammenhang stehen und auf die Übersetzungspraktiken und -kulturen der europäischen Nationalliteraturen in der frühen Neuzeit ausstrahlten, sind auch für die theoretische Reflexion über das Übersetzen im deutschsprachigen Kulturraum des ‚langen‘ 17. Jahrhunderts von zentraler Bedeutung. Während die ‚Uneigentlichkeit‘ des Übersetzungsdiskurses in Translationswissenschaften und Komparatistik bereits seit Längerem Aufmerksamkeit gefunden hat, ist das Wissen um die Geschichte der Semantiken des Übersetzens insbesondere in der frühneuzeitlichen deutschsprachigen Literatur, die auch für eine Theoriegeschichte des Übersetzens wichtige Einsichten bereithält, bisher eher bruchstückhaft. Wenig bekannt sind insbesondere die Äußerungen ‚an den Rändern‘ der zeitgenössischen Übersetzungsliteratur, etwa in Poetiken und poetologischem Schrifttum, in den Paratexten von übersetzter Erzählliteratur (wie Vorreden, Übersetzerberichten, Dedikations- oder Lobgedichten) sowie in fiktionalen Erzähltexten. Zu diskutieren gilt es daher terminologische, metaphorische, topische und imaginativ-fiktive Bezeichnungen und Beschreibungen des Übersetzens in der frühneuzeitlichen deutschsprachigen Literatur, die als Teil einer Geschichte der Übersetzungstheorie avant la lettre gelten können. Angestrebt ist ein erster grundlegender Überblick über zeitgenössische Auffassungen, Vorstellungen und Kontexte dieser für die deutschsprachige Literaturgeschichte und darüber hinaus höchst bedeutsamen Kulturpraxis. Programm: 06.10.2022 9.00 Fiona Walter und Dirk Werle: Einführung/Projektvorstellung: Historische Semantiken des Übersetzens in gelehrten und erzählenden Texten aus dem deutschsprachigen Kulturraum des ‚langen‘ 17. Jahrhunderts. Aspekte – Probleme – Aufgaben Panel 1: Allgemeine Fragen. Moderation: Robert Seidel 9.30 Alexander Nebrig: Heuristik und Komparatistik frühneuzeitlicher Übersetzungsmetaphorik 10.30 Kaffeepause 11.00 Andreas Keller: Zur historischen Etymologie des Übersetzungsbegriffs 12.00 Julia Amslinger: Der Übersetzungsdiskurs in den Poetiken des 17. Jahrhunderts 13.00 Mittagspause 14.30 Josefine Kitzbichler: Gibt es untreue Übersetzungen? Zum Metaphernfeld der übersetzerischen Treue Panel 2: Übersetzer. Moderation: Tobias Bulang 15.30 Misia Sophia Doms: Johann Wilhelm Stubenbergs Übersetzung von Grenailles Les plaisirs des dames 16.30 Kaffeepause 17.00 Isabel Janßen: Martin Opitzʼ Argenis-Übertragungen (1626/1631) – Poetik, Kontamination, Spracharbeit 18.00 Björn Spiekermann: Übersetzen bei Gottsched 19.00 Ende des Tagesprogramms 19.30 Abendessen 07.10.2022 Panel 3: Genres. Moderation: Katharina Worms 09.00 Nicolas Detering: Die Figur des Dolmetschers in frühneuzeitlichen Amerika-Reiseberichten 10.00 Claudius Sittig: Gibt es eine adelige Übersetzungskultur der frühen Neuzeit? 11.00 Kaffeepause Panel 4: Übersetzte. Moderation: Sophia Mehrbrey 11.30 Enrica Fantino: Übersetzungssemantiken in den Paratexten frühneuzeitlicher Lukian-Übersetzungen 12.30 Sofia Derer: Frühneuzeitliche Paradise Lost-Übersetzungen ins Deutsche 13.30 Mittagspause 15.00 Sylvia Brockstieger: Lukrez in Übersetzungen des 18. Jahrhunderts 16.00 Abschlussdiskussion 16.30 Ende des Arbeitsgesprächs Das Arbeitsgespräch findet statt im Rahmen des Teilprojekts „Zur historischen Semantik des Übersetzens in der frühen Neuzeit am Beispiel deutschsprachiger Erzählliteratur. Übersetzen – Wissen – Erzählen“ des DFG-Schwerpunktprogramms 2130 „Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit (1450–1800)“. www.spp2130.de/index.php/semantiken-des-uebersetzens/ Kontakt und Anmeldung: Fiona Walter ( fiona.walter@gs.uni-heidelberg.de ) Related date: October 6, 2022 to October 7, 2022

Musils Wien (Wien)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
29.09.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur des 20. Jahrhunderts

Erstellt am:
23.09.2022

Musils Wien Tagung der Internationalen Robert Musil-Gesellschaft und des Instituts für Germanistik der Universität Wien 29.9.-1.10.2022 Tagungsort: Alte Kapelle, Campus der Universität Wien (Altes AKH), Hof 1 Konzept und Organisation: Thomas Hübel und Norbert Christian Wolf Die Tagung „Musils Wien“ widmet sich den unterschiedlichen Formen von Musils Auseinandersetzung mit jener Stadt, in der er mehr als zwanzig Jahre seines Lebens verbrachte. Die Tagung fragt nach der Bedeutung Wiens für das Schaffen Musils, nach der Repräsentation Wiens in Musils nicht-fiktionalen Texten (Kritiken, Essays etc.) und nach dem spezifischen Chronotopos der Großstadt Wien im „Mann ohne Eigenschaften“. Donnerstag, 29. September 2022 14.00 – 14.15: Norbert Christian Wolf (Wien), Thomas Hübel (Wien): Begrüßung und Einführung 14.15 – 15.15: Birgit Nübel (Hannover): Robert Musil und die Avantgarde 15.15 – 16.15: Peter Sprengel (Berlin): Zwei Außenseiter (?) in Wien: Robert Musil und Robert Müller Kaffeepause 16.45 – 17.45: Konstanze Fliedl (Wien): „… ein Pharisäer unter den Städten“. Zu Musils Theaterkritik 17.45 – 18.45: Sabine Schneider (Zürich): „Bannung des optischen Teils unserer Existenz“. Musils Wiener Kunsttheorie und Kunstkritik Freitag, 30. September 2022 09.00 – 10.00: Gernot Waldner (Wien): Denkmale und Denkmäler. Robert Musils Glosse im Kontext zeitgenössischer Denkmalspolitik 10.00 – 11.00: Burkhardt Wolf (Wien): Musil und das kakanische Verwaltungswissen Kaffeepause 11.30 – 12.30: Artur R. Boelderl (Klagenfurt): Der Prater als Ideal und als Wirklichkeit oder Der (National-)Geist des Sports Mittagspause 14.00 – 15.00: Norbert Christian Wolf (Wien): Die „freundliche-feindliche Durchdringung“. Musil und Broch im Wien der dreißiger Jahre 15.00 – 16.00: Oliver Pfohlmann (Bamberg): Von Kooperation zu Konkurrenz. Sigmund Freud, das Junge Wien und der frühe Robert Musil Kaffeepause 16.30 – 17.30: Yvonne Wübben (Bochum/Berlin): Pathologien des Schreibens: Musil und die Individualpsychologie 17.30 – 18.30: Christian Damböck (Wien): Wissenschaft – Dichtung – Werte. Ein Vergleich von Musil und Carnap Kaffeepause 19.00 – 20.00: Andrea Albrecht (Heidelberg), Franziska Bomski (Berlin): Vom Wahren zum Wahrscheinlichen. Der Neue Mensch als Durchschnittling Samstag, 1. Oktober 2022 09.00 – 10.00: Alice Stašková (Jena): Zu Musils und Brochs produktiven Anverwandlungen von Vaihingers Fiktionalismus im Wiener Kontext 10.00 – 11.00: Roland Innerhofer (Wien): Das „Gefäß“ Wien. Architekturen des Denkens, Wahrnehmens, Fühlens und Handelns im „Mann ohne Eigenschaften“ Kaffeepause 11.30 – 12.30: Rosmarie Zeller (Basel): Ulrich verirrt sich 12.30 – 13.30: Alexander Honold (Basel): Musils Wien als Romanpartitur Am Samstag Nachmittag ist gegen 15.00 Uhr für die Vortragenden und die Mitglieder der Internationalen Robert Musil-Gesellschaft ein Besuch des Gedenkraums im ehemaligen Wohnhaus von Robert Musil in der Rasumofskygasse 20 vorgesehen. Kontakt und Anmeldung: Thomas Hübel ( thomas.huebel@univie.ac.at ) Website: www.musilgesellschaft.at

Literatur der frühen Bundesrepublik: Materielle Kulturen und mediale Öffentlichkeiten, Post/Doc-Workshop (Marburg)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
06.10.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur und Medienwissenschaften, 

Literatur des 20. Jahrhunderts

Erstellt am:
23.09.2022

Literatur der frühen Bundesrepublik Materielle Kulturen und mediale Öffentlichkeiten Post/Doc-Workshop Philipps-Universität Marburg 6./7. Oktober 2022 Der Workshop befragt die Literatur der frühen Bundesrepublik hinsichtlich der materialen Formate, in denen sie ihren Leser:innen zwischen 1945 und 1990 vor Augen und Ohren tritt, und der Öffentlichkeiten, die sie dabei adressiert und hervorbringt. Der medienhistorische, materialphilologische und praxeologische Blick der Beiträge richtet sich u.a. auf die Rolle von Rundfunk und Anthologien, Broschüren und Taschenbüchern, Magazinen und Theaterbühnen, Hörsaal und Literaturkritik, Buch-Club und Bestsellern in der literarischen Kultur der Nachkriegsjahrzehnte. Gefragt wird in exemplarischen Fallstudien nach den Eigenlogiken dieser medialen Schauplätze, nach Konzepten von ‚Masse‘ und ‚Öffentlichkeit‘, nach medial verhandelten Sinnfragen und Zukunftsbildern, nach transkulturellen und transtemporalen Aneignungs- und Aktualisierungsprozessen, nach Entwürfen von Autor:innen-, Leser:innen- und Hörer:innenschaft und nach dem Verhältnis von Hoch-, Sub- und Populärkultur; ein Schwerpunkt liegt auf den ‚langen‘ 1950er Jahren. Die Veranstaltung bringt Wissenschaftler:innen in der Promotions- und Post-Doc-Phase in Austausch, die unter diesen Gesichtspunkten die medienliterarische Kultur der frühen Bundesrepublik zu vermessen suchen, um unterschiedliche Zugänge zum historischen Material zu diskutieren und Perspektiven der Kooperation auszuloten. Der Workshop findet als Präsenzveranstaltung statt. Teilnahmeinteressierte Post-/Docs und Studierende bitten wir um eine vorherige Anmeldung bis zum 2. Oktober 2022 bei den Organisator:innen: david.brehm@uni-marburg.de und noran.omran@uni-marburg.de Programm Donnerstag, 6. Oktober 2022 13.00-13.15 David Brehm (Marburg) / Noran Omran (Erlangen-Nürnberg) Begrüßung und Einführung Panel 1 | Kleine und große Öffentlichkeiten der Nachkriegsliteratur 13.15-14.00 Dr. Hendrikje Schauer (Frankfurt/Oder) „Goethe und Einer seiner Bewunderer“. Arno Schmidt und die Probleme literarischer Öffentlichkeit nach 1945 14.00-14.45 Dr. Steffen Hendel / Felix Kraft (Halle-Wittenberg) Projektvorstellung: Aufbau West. Demokratisierung des deutschen Massenbewusstseins in Bestsellern 1945-61 Kaffeepause Panel 2 | Sinnfragen der Besatzungszeit und ihre medialen Orte 15.00-15.45 Dr. Nils Rottschäfer (Bielefeld) Reue, Besinnung, Einkehr. Die Reihen „Europäische Dokumente“ (Kurt Desch Verlag) und „Beiträge zur Humanität“ (Suhrkamp) als paradigmatische Beispiele für Sinndeutungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit 15.45-16.30 Lucia Thiede (Bielefeld) Zukunftsbilder in der Medienpraxis der Universitäten 1945-1949 Kaffeepause Panel 3 | Aktualisierungsformate: Theater, Taschenbuch, Literaturkritik 16.50-17.35 Dr. Anja Thiele (Jena) Zwischen Historizität und intermedialer Aktualisierung: „Die Räuber“ auf der Bühne der frühen Bundesrepublik 17.35-18.20 David Brehm (Marburg) Guilty Pleasures. Populäre Moderne im Nachkriegstaschenbuch Kaffeepause 18.30-19.15 Daria Engelmann (Oldenburg) „Schinkentour in die Moderne“. Zur Funktion der literaturkritischen Rezeption der historischen Avantgarde bei Peter Rühmkorf zwischen 1953 und 1959 Abendessen Freitag, 7. Oktober 2022 Panel 4 | Journalformate: Zeitschriften der Sub- und Populärkultur 9.15-10.00 Dr. Philipp Pabst (Münster) twen. Zum Design von Literaturbeiträgen in einem Zeitgeistmagazin der frühen Bundesrepublik 10.00-10.45 Noran Omran (Erlangen-Nürnberg) In der BRD wucherts: Verästelung der Zines „Ulcus Molle Info“, „Gasolin 23“ u.v.m. im Journal-Rhizom des 20. Jahrhunderts Kaffeepause Panel 5 | Anthologische Formate: Übersetzung und Herausgeberschaft 11.00-11.45 Eva Tanita Kraaz (Münster) Eva Hesses und Paridam von dem Knesebecks Anthologie „Meine dunklen Hände“ (1953) 11.45-12.30 Marlene Kirsten (Bonn) Alles in einer Hand oder kooperative Zusammenarbeit? Hans Bender als Herausgeber für den Modernen Buch-Club und den Hanser Verlag Mittagessen Panel 6 | Akustische Formate: Hörspiel und Rundfunkgespräch 13.30-14.15 Luisa Drews (Berlin) Das Nachkriegshörspiel zwischen Hörerforschung und Hörerziehung 14.15-15.00 Sarah Gaber (Marbach) „Der Schriftsteller und die Emigration“. Gottfried Benns monologische Rundfunkdisposition nach 1945 15.00-15.30 Abschlussdiskussion / Zukunftsperspektiven Gefördert durch die Marburg University Research Academy (MARA). Mit freundlicher Unterstützung durch den Ursula Kuhlmann-Fonds. Kontakt und Organisation: david.brehm@uni-marburg.de , noran.omran@uni-marburg.de

ANK.: „Hoffmanneske Heimsuchungen“ – Goethe-Ringvorlesung im Wintersemester 2022/23 an der Goethe-Universität Frankfurt (17.10.22-30.01.23, Montags, 18–20 Uhr c.t.)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
17.10.2022
Beitrag von:
Frederike Middelhoff
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz

Erstellt am:
22.09.2022

HOFFMANNESKE HEIMSUCHUNGEN Goethe-Ringvorlesung im Wintersemester 2022/23 an der Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Hörsaalzentrum, HS 6, Montags, 18–20 Uhr c.t. Als E.T.A. Hoffmann am 24. Juni 1822 verstirbt, hinterlässt der schon zu Lebzeiten als Schlüsselfigur der Romantik wahrgenommene Autor, Komponist, Künstler und Jurist ein facettenreiches Werk, das neben zahlreichen Erzähltexten auch Zeichnungen, Rezensionen, musikalische Kompositionen und diverse Briefwechsel umfasst. Die Goethe-Ringvorlesung widmet sich E.T.A. Hoffmanns Werk im Wintersemester 22/23 anlässlich des Jubiläumsjahres aus einer disziplinübergreifenden und die Grenzen der Disziplinen konfrontierenden Perspektive. Die Vorträge setzen sich mit Hoffmanns Œuvre aus musik-, kunst-, literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive auseinander und verbinden Grundlagenwissen zu Hoffmanns Künsten im Horizont der Spätromantik mit neuen Forschungsansätzen. Die Ringvorlesung fragt dabei nicht nur, wie Hoffmanns Werk die Geschichte der Künste beeinflusst hat und auch weiterhin ästhetisch, motivisch usw. heimsucht, sondern auch, wie Hoffmanns Werk die Grenzen der Disziplinen selbst befragt und zu Grenzüberschreitungen auffordert. Die Präsenz-Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. PROGRAMM 17.10.2022 Claudia Liebrand (Köln): Figurationen des Ungeheuren. Menschen, Tiere, Automaten in Texten E.T.A. Hoffmanns 24.10.2022 Nicholas von Passavant (Zürich): Zur Frage der Judenfeindlichkeit bei E.T.A. Hoffmann 31.10.2022 Leif Weatherby (New York): Hoffmann’s Medium 14.11.2022 Stefan Willer (Berlin): Doppelerscheinung. Über das (musikalisch) Unheimliche in E.T.A. . Hoffmanns Die Fermate 21.11.2022 Immanuel Ott (Mainz): Sehnsucht, Grundbass, Automaten. Zur Musikvorstellung und den Kompositionen E.T.A. Hoffmanns 28.11.2022 Maximilian Bergengruen (Würzburg): Der Teufel im Detail der Vererbung: E.T.A. Hoffmanns Ignaz Denner 05.12.2022 Thomas Wortmann (Mannheim): Inbesitznahmen. Zur Überblendung von Liebes- und Kolonialdiskurs in E.T.A. Hoffmanns Haimatochare 12.12.2022 Ricarda Schmidt (Exeter): Heimsuchungen und Heimfindungen. Narrative Funktionen und diskursive Kontexte von Traumdarstellungen bei E.T.A. Hoffmann 19.12.2022 Iris Schäfer (Frankfurt): Aus Wunsch und Wahn geformte Traumwelten. Zur Ambivalenz des Träumens in Hoffmanns Kunstmärchen 09.01.2023 Roland Borgards (Frankfurt): „Über die Geisteskraft eines winzigen, sonst verachteten Tierchens“. Der Tierseelenstreit in E.T.A. Hoffmanns Meister Floh 16.01.2023 Bettina Brandl-Risi (Erlangen-Nürnberg): Verhandlungen von Bildlichkeit in E.T.A. Hoffmanns Texten 23.01.2023 Dorothea von Mücke (New York): Das Fräulein von Scuderi 30.01.2023 30.01.2023 Christine Lubkoll (Erlangen-Nürnberg): ‚Heim-Suchung‘. Atlantis als romantischer Sehnsuchtsort und dämonische Bedrohung in E.T.A. Hoffmanns Der goldene Topf Die Ringvorlesung wird von Prof. Dr. Frederike Middelhoff und Dr. Nathan Taylor, Institut für deutsche Literatur und Ihre Didaktik, Goethe-Universität Frankfurt, organisiert. Informationen und Kontakt: middelhoff@em.uni-frankurt.de & n.taylor@em.uni-frankfurt. Informationen zur Veranstaltung können auch folgender Website entnommen werden: romantikforschung.uni-frankfurt.de/hoffmanneske-heimsuchungen/ .

Pandemic Grief (2). “Our” Irresponsible Nature: Affectability and Disappointment in the Pandemic and the Ecological Crisis


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
07.10.2022
Beitrag von:
Juliane Prade-Weiss
Forschungsgebiete

Ecocriticism, 

Interdisziplinarität

Erstellt am:
21.09.2022

Does the zoonotic SARS-CoV-2 pandemic change the outlook onto nature? The dynamics enfolding in pandemic grief is certainly more complex than a mere yes-or-no answer can capture. The sudden and pervasive rupture of global life caused by non-human agents and natural dynamics appears as a compelling occasion to heighten the awareness of human-nature enmeshments. Yet the political and media focus on human, social, and economic losses is prone to push the ecological crisis out of public focus. The workshop approaches the notion of nature as a seminal trait of human self-understanding that is disrupted in the SARS-CoV-2 pandemic and elicits grief: “the imaginative loss of a central cultural idea”, namely “of nature as an independent domain” (Ronda 2013, π5-6). Disaster medicine recommends that to alleviate immediate distress, “unceremonious disposal of corpses” should be discouraged and grieving rituals facilitated (Partridge 2012, 761), while long-term solace is provided by “returning to social norms and routine” with the aim of reinstalling a “sense of self- and collective efficacy” (ibid., 757). The workshop is based on the assumption that both is impossible in response to the SARS-CoV-2 pandemic. For insofar as the pandemic has been caused by as response to the irresponsible global destruction of ecosystems, a return to routine is not advisable and impossible: A further destruction of pristine forests and other habitats promises to produce more zoonotic spillovers (Singh 2014, 92-94), while the world of familiar diseases, established cures, prepared medical services, predictable weather, and traditional ways of living through the seasons seems to be gone already. The sense of individual and communal efficacy is a key issue in addressing the global ecological crisis because ecosystem changes happen on a scale that defies individual and communal action in terms of spacial interconnection and the temporal span of developments that have been cut off by human intervention. The erosion of individual agency in the face of global climate change corresponds to the suspension of individual efficacy in the SARS-CoV-2 pandemic: contagion seems to evade individual control, so do the economic and social consequences of lockdowns, and even quarantine aims not at preventing the spreading of the virus, but at slowing it down. Undermining two key factors of mental health disaster response ‒ the return to routines and rituals as well as the sense of efficacy ‒ the SARS-CoV-2 pandemic calls for lasting change rather than traceless restauration, and the same is true with reference to the understanding of the human-nature relation as the ecological crisis calls for more than coping measures with a return to usual practices of exploitation in mind. The workshop invites readings of artistic, media, political, and other responses to the SARSCoV-2 pandemic regarding the outlook onto nature. Of special interest are negotiations of obstacles to acknowledging affectability by the ecological crisis and the disappointment of the concept of a human mastery of the human-nature-relation. The workshop is part of the research project Pandemic Grief: COVID-19, Communal Loss, and Emotive Responses to the Global Ecological Crisis. Partridge, R. A. (ed.), Oxford American Handbook of Disaster Medicine. Oxford 2012. Ronda, M., “Mourning and Melancholia in the Anthropocene”, post45.org, 06 October 2013. Singh, S. K. (ed.), Viral Infections and Global Change. Hoboken 2014.

XII. Symposium der baltischen literarischen Kultur: Lenz und Livland (Tartu)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
16.09.2022
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Osteuropäische Literatur (Baltikum, Russland, Ukraine), 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie)

, und 1 weitere

Erstellt am:
16.09.2022

Programm 16. September Ort: Johanniskirche (Jaani 5) 10.00 Grußworte und Rundgang in der Johanniskirche 10.30 Heinrich Bosse: Lenz in Dorpat 1759-1768 11.30 Beata Paškevica: David Lenz und das Herrnhutertum in Livland 12.00 Tiina-Erika Friedenthal: Der Versöhnungstod Jesu Christi 14.00-15.30 Vorträge II Ort: Ülikooli 16-109 14.00 Martin Klöker: Lenz und der (baltische) Adel 14.30 Martin Pabst: Der baltische Literatenstand. Eine Einführung 15.00 Liina Lukas: Transgression im Werk von Jakob Michael Reinhold Lenz Ort: Ülikooli 16-109 16.00 Julia Freytag: Das ‚Genie auf dem Gipfel‘ und ‚das Bübgen im Winkel‘: Parodie der Autorschaft in J. M. R. Lenz’ dramatischer Skizze Pandämonium Germanikum (1775) 17. September 10.00-11.30 Vorträge IV Ort: Ülikooli 16-109 10.00 Reet Bender: Familie Lenz und Estland – Nachleben und kulturgeschichtliche Bedeutung 10.30 Maris Saagpakk: Frühe Übersetzungen der Autoren des Sturm und Drang ins Estnische. Kulturhistorische Dynamiken und Fallbeispiele 11.00 Kairit Kaur: Lenz, Boehlendorff, Liiv: über das Schicksal dreier baltischer Dichter Ort: Ülikooli 16-109 12.00 Silke Pasewalck: Lenz im deutschsprachigen Hörspiel nach 1945 12.30 Kristel Pappel: Jakob Lenz in der Musik 13.00 Kole Graeme Galbraith und Marko Pajević: Wie Lenz die Achtundsechziger zur Kunst zurückführte, vermittelt von Peter Schneider über Georg Büchner 15.00-16.30 Vorträge VI Ort: Ülikooli 16-109 15.00 Inge Stephan: Verweigerte Männlichkeit J.M.R. Lenz und sein Drama „Der Engländer“ 16.00 Vahur Aabrams: Katastrophenliteratur aus Livland 16.30 Iwan d’Aprile: Lenz und die politische Öffentlichkeit der Spätaufklärung 18.00 Buchpräsentation und Rundtischgespräch Medien der Aufklärung – Aufklärung der Medien. Die baltische Aufklärung im europäischen Kontext. Herausgegeben von Liina Lukas, Silke Pasewalck, Vinzenz Hoppe und Kaspar Renner. Berlin-Boston: De Gruyter Oldenbourg 2021. Band 86 der Reihe Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa. Baltische Bildungsgeschichte(n). Herausgegeben von Silke Pasewalck, Rūta Eidukevičienė, Antje Johanning-Radžienė und Martin Klöker. Berlin-Boston (De Gruyter Oldenbourg) 2022. Band 78 der Reihe Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa. Ort: Kastani 1 (Deutsches Kulturinstitut)

Doing Genre. Praxeologische Perspektiven auf Gattungen und Gattungsdynamiken, Graz (6.-7. Oktober 2022)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
06.10.2022
Beitrag von:
Angela Gencarelli
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literaturtheorie

, und 3 weitere

Erstellt am:
14.09.2022

Internationale Fachtagung am Zentrum für Kulturwissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz Entstehen literarische Gattungen einfach so oder werden sie nicht vielmehr ‚gemacht‘? Welche konkreten Praktiken tragen dazu bei, dass sie sich konstituieren und stabilisieren oder bisweilen auch wieder verschwinden? Und welche Rolle spielen dabei die maßgeblichen Akteur*innen aus dem Literaturbetrieb, der Literaturkritik und der Literaturwissenschaft? Mit diesen Leitfragen will die Tagung das Potential einer Neuperspektivierung von Gattungen und ihren Dynamiken ausloten: Zur Diskussion steht ein praxeologischer Zugang, der Gattungen als Ergebnis spezifischer Praktiken der Produktion, Distribution, Klassifikation und Wertung durch unterschiedliche Akteur*innen des Literatursystems und der Literaturwissenschaft versteht. In den Blick genommen werden grundlegende Prozesse der ‚Fabrikation‘ von Gattungen in ihrer ganzen Breite, angefangen bei gattungsbildenden Praktiken von Autorinnen und Autoren, über Dynamiken der Aushandlung von Gattungen innerhalb des Literatursystems, bis hin zu Praktiken und Routinen der Erforschung und Klassifikation von Gattungen in der Literaturwissenschaft. Programm Donnerstag, 6. Oktober 2022 09:00 Susanne Knaller (Graz): Begrüßung Angela Gencarelli (Graz): Einführung THEORETISCHE/SYSTEMATISCHE PERSPEKTIVEN 09:30 Andrea Albrecht (Heidelberg) : Formblind? Literaturwissenschaftliche Gattungen in praxeologischer Perspektive [Keynote] 10.30 Benjamin Gittel (Göttingen) : Why ‚Doing Genre‘ is Easier than Studying Genre: Zu einigen Problemen der Erforschung literarischer Praktiken 11:30 Kaffeepause 12:00 Claudia Hillebrandt (Jena): „Poetry Game“? Ansätze zu einer Modellierung von Lyrik als sozialer Praxis 13:00 Mittagspause GATTUNGSSPEZIFISCHE SCHREIBPRAKTIKEN 14:00 Rita Rieger (Graz): Gattungskonstitutive Funktionen des Schreibens in Tanztheorien des 18. Jahrhunderts 14:45 Jakob Baur (Dresden): Angst machen. Zur Praxeologie von Schauerliteratur um 1800 15:30 Kaffeepause 16:00 David Prinz (Marburg): Autosoziobiographisches Schreiben als Subjektivierungspraxis 16:45 Wilhelm Voßkamp (Köln): Selbstkorrektur als Gattungspoetik des Bildungsromans [Keynote] Freitag, 7. Oktober 2022 GATTUNGEN IN VERHANDLUNG 09.00 Hilmar Schäfer (Berlin): Doing lists – von einer Praxeologie der Liste zur Praxis der Klassifikation [Keynote] 10:00 Anke Jaspers (Graz): Suhrkamp als Gattungsmaschine. Paradigmatische Szenen aus der Produktion 10:45 Kaffeepause 11:15 Rafa ł Pokrywka (Bydgoszcz) : Genre als Textgruppierung und Feldformation – am Beispiel der Science-Fiction im literarischen Feld nach 2000 12.00 Sebastian Berlich (Siegen): Ist die „sogenannte Popliteratur“ Genre oder Gespenst? Und gibt es da einen Unterschied? Der Streit um die (Existenz der) Popliteratur aus genretheoretischer Sicht 12:45 Mittagspause GENRE(DE)STABILISIERENDE PRAKTIKEN 13:45 Maria Kuberg (Konstanz) : Gattung unmöglich machen. Das Epos in den Poetiken der Frühneuzeit 14:30 Eva Axer (Berlin): Die ‚Verernstigung‘ der deutschen Kunstballade. Zur Codierung komisch/ernsthaft und ihrer Bedeutung für die Deskription, Selektion und Bewertung der Gattung 15:15 Kaffeepause 15:45 Patricia Gentner (Wien): Digitale Literatur – Analyse einer „gescheiterten“ literaturwissenschaftlichen Konsekration 16.30 Abschlussdiskussion