„Prekärer Konsum“


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
11.04.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Gender Studies/Queer Studies, 

Literatur und Soziologie

, und 1 weitere

Erstellt am:
18.03.2024

Ankündigung und Einladung: Tagung „Prekärer Konsum“ 11.–13.04.2024 an der JMU Würzburg Seit der Konsum neben der Arbeit zur sinnstiftenden Aktivität im Wirtschaftskreislauf avanciert ist, tritt er als Instrument der individuellen Entfaltung und Selbstbestimmung auf. Das zeigt sich insbesondere bei prekären Arbeitsverhältnissen: Dort, wo aufgrund neuer Formen flexibler Arbeit, wie sie mit dem Neoliberalismus assoziiert werden, radikale Desorientierung, Unsicherheit und Verlust von (Selbst-)Bedeutung herrschen, eröffnet der Konsum Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung. Prekärer Konsum ist jedoch nicht nur eine Reaktion auf berufliche Unsicherheit oder die Uneinlösbarkeit des Selbstverwirklichungsversprechens eines Prekariats der Armut; prekärer Konsum kann auch in Sphären des Luxus auftreten. In diesem Spannungsfeld verschieben ostentative Konsumnormen die Grenzen des Prekariats und führen zu einer Neudefinition sozialer Identitäten. Diese Neudefinition erstreckt sich zwischen dem ökonomischen Tauschwert, der durch den Kauf oder die potenzielle Käuflichkeit/Verkäuflichkeit eines Produkts entsteht, und dem Gebrauchswert, der aus der Verwendung oder potenziellen Verwendbarkeit dieses Produkts als sinnliches Objekt resultiert (vgl. Hutter 2010, 32f.; von Braun 2019). Beide Blickrichtungen können miteinander verbunden werden, sich aber auch überlagern und/oder verdrängen. Unsere Tagung blickt vor diesem Hintergrund auf die Literaturgeschichte, indem wir Fragen zu Gender und prekären Konsum, Luxus und Prekariat sowie Historischer Ökonomie, insbesondere mit Blick auf ihre Diskurse in der Literatur, aufwerfen. Wir möchten zur Diskussion stellen, wie der Konsum für Frauen zur Plattform der Emanzipation und Selbstthematisierung werden kann – ein Prozess, der parallel zur politischen Mitsprache voranschreitet. Prekärer Konsum kann hier aus der prekären Erwerbstätigkeit resultieren oder aus der ‚Unsicherheit‘ als zentraler Sorge des Subjekts (vgl. Butler 2012). Dies kann u.a. Bekleidung oder Schmuck (dazu Bohn 2006; Borchert 2004 und 2015) verdeutlichen, die nach Georg Simmel „psychologische“ Instrumente sind, um einen Kompromiss zwischen Nachahmen und Sich-Abgrenzen, zwischen sozialer Egalisierung und individueller Differenzierung zu finden (vgl. Simmel 1908, 181). Ein Deutungsansatz, der Style als sozial- und klassenhistorisch gesättigtes Distinktionssystem wieder in die Konsumproduktion zurückspeist, vermag die Emanzipation der Frau als Eigenproduktion im ökonomischen Sinn zu werten (vgl. Hebdige 1983). Literatur und Kunst nehmen Konsum als kulturelle Aktivität in den Blick und ergänzen die ökonomische Perspektive durch die Idee des symbolischen Kapitals (vgl. Bourdieu 1982; ‚Bereicherung‘ bei Boltanski/Esquerre 2018, 95). Mit der theoretischen Unterbestimmung von Normal-Konsum geht einher, dass der/die Konsument:in gerade im langen 19. Jahrhundert lediglich über seine/ihre Extreme, d.h. über die Konsumgewohnheiten von Armen und Reichen, wahrgenommen wird. Die damit verbundene Konstellierung von Luxus und Armut wird im deutschsprachigen literarischen Kontext z.B. anhand der bürgerlichen Romane Jean Pauls, die sowohl extreme Armut als auch einen beinahe märchenhaften Reichtum beschreiben, deutlich, aber auch bei Louise Otto oder Bettina von Arnim. Literatur begünstigt den Zwiespalt zwischen Aversion und Affinität zum Luxus (Weder/Bergengruen 2011) einerseits, andererseits intensiviert sie die Auseinandersetzungen um die soziale Frage im 19. Jahrhundert und Kritik der klassischen Nationalökonomie im Hinblick auf Armut und Verelendung (vgl. Béraud/Faccarello 1993; für die Literatur: Brüns 2008; Jütte 2016; Schäfer 2018). Die Professionalisierung des ›Berufes‹ Schriftsteller treibt die Autor:innen in finanzielle Abhängigkeit von Verlagen, Redaktionen, sodass sie auf dem freien Markt ihre Ware ›verkaufen‹ müssen; gerade um 1900 ist die Lage – insbesondere weiblicher – Schriftstellerinnen ökonomisch und gesellschaftlich prekär. Die Anziehung der konsumierbaren Dinge wird gerade in der Warenhausliteratur des 20. Jahrhunderts erzählt. Die „Schaufenster-Qualität“ (Simmel 1896) verleiht den Gütern ästhetische Bedeutsamkeit und schafft einen neuen Schauplatz für den verarmenden Adel, der sich zur Existenzsicherung in subalternen Stellungen in Warenhäusern verdingen muss (vgl. Oscar T. Schweriner: Arbeit. Ein Warenhaus-Roman [1912]; Ernst Georgy: Der Konfektionsbaron. Ein Zeitbild aus der Konfektion [1923]; Vicki Baum: Jape im Warenhaus [1928]). Dabei avancieren z.B. Dekorateure als Konfliktfiguren zwischen Kunst und deren ökonomischer Indienstnahme durch Reklame zu Protagonist:innen (vgl. Sigfrid Siwertz: Das große Warenhaus [1928] oder Vicki Baum: Der große Ausverkauf [1937]). Gleichzeitig wird der Austauschprozess zwischen Erotik und Konsumtion (vgl. Felber 2016) vorgeführt, der an die Problematisierung der bürgerlichen Ehe des 19. Jahrhunderts, z.B. in Fontanes L’Adultera [1880] erinnert. Programm Donnerstag, 11.4.24 14.00 Begrüßung 14.15 Prof. Dr. Christine Weder (Département de langue et de littérature allemandes, Geneve): (Un-)Romantischer Konsum? Vom Luxus des Lesens über Armut 15.10 Prof. Dr. Andreas Langenohl (Institut für Soziologie, Gießen): Ostentativer Konsum zwischen Exotismus und Moderne-Theorie: Das Beispiel des Durkheim-Kreises 16.30 Prof. Dr. Maximilian Bergengruen (Institut für deutsche Philologie, Würzburg): ‚Arbeitslust‘ – Konsumtions/Produktions-Koppelungen in Fontanes ‚Irrungen Wirrungen‘ 17.25 PD Dr. Antonia Eder (Institut für Germanistik, Karlsruhe): Anökonomien. Zu Figurationen des Unnützen im Realismus Freitag, 12.4.24 9.45 Prof. Dr. Anne Enderwitz (Institut für Anglistik und Amerikanistik, Berlin): “I do not like that dressing; ‘tis too poor”: Prekärer Konsum und Geschlecht im englischen Theater um 1600 10.40 Dr. Dirk Schuck (Historisches Seminar, Erfurt): Prekärer Konsum als Signalisierung von Geschlechterrollen am Beispiel der Waschfrauen von Glasgow im 18. Jahrhundert 12.05 Dr. Gabriele Michalitsch (Institut für Politikwissenschaft, Wien): Die Gnade der Herren – Weiblicher Konsum in ökonomischen Theorien des 19. Jahrhunderts 14.25 Dr. Elisabeth Weiß-Sinn (Institut für deutsche Philologie, Würzburg): Frauenkapital – eine werdende Macht: wirtschaftswissenschaftliche und finanztechnische Fragen im kulturellen Kontext 15.20 Dr. Till Breyer (Germanistisches Institut, Bochum): Irmgard Keuns Konsumentinnen 16.45 Prof. Dr. Kirsten von Hagen (Französische und spanische Literatur- und Kulturwissenschaft, Siegen): Formen prekären Konsums in der französischen Literatur des 19. Jahrhunderts – Flaubert, Maupassant, Zola Samstag, 13.4.24 9.30 Martha Burkart (Institut für deutsche Philologie, Würzburg): „Ein Glas Bier zum Frühstück“ – Konsum bei Gerhart Hauptmann 10.25 Conrad Fischer (Institut für deutsche Philologie, Würzburg): Von der Lüge des Luxus und der Wahrheit der Kunst – prekäres Produzieren aus ökonomischer und ästhetischer Perspektive in Marie von Ebner-Eschenbachs ‘Lotti, die Uhrmacherin‘ (1880) 11.50 Prof. Dr. Bernhard Kleeberg (Historisches Seminar, Erfurt): Autosuggestion. Zur Frühgeschichte der Werbepsychologie 12.45 Dr. Lisa Wille (Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft, Darmstadt): Massenmediale Konsumnarrative in Vicki Baums Komödie ‘Pariser Platz 13’ 13.35 Verabschiedung Bei Änderungen finden Sie das aktualisierte Programm unter: www.germanistik.uni-wuerzburg.de/ndl2/dfg-projekt-konsument-konsumentin-konsumobjekt/ Wir heißen gerne auch zuhörendes Publikum willkommen und bitten dafür um Anmeldung bei Dr. Elisabeth Weiß-Sinn ( elisabeth.weiss-sinn@uni-wuerzburg.de ). Literatur: Béraud, Alain und Gilbert Faccarello: Nouvelle histoire de la pensée économique Vol.2: Des premiers mouvements socialistes aux néoclassiques, La Découverte 1993. Bohn, Cornelia: Kleidung als Kommunikationsmittel, in dies.: Inklusion, Exklusion und die Person, Konstanz 2006. S. 95-125. Boltanski, Luc und Amaud Esquerre: Bereicherung: Eine Kritik der Ware, Berlin 2018. Borchert, Angela und Ralf Dressel (Hg.): Das Journal des Luxus und der Moden: Kultur um 1800, Heidelberg 2004. Borchert, Angela: Luxus als Komfort im ‚Journal des Luxus und der Moden‘: Wissenspopularisierung und Kulturanthropologie am Beispiel kontrovers diskutierter Schuhmoden um 1800. Fremde – Luxus – Räume, Berlin 2015, S. 229-255. Bourdieu, Pierre: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft, Frankfurt a. M. 1982. Braun, Christina von: Das Konsumobjekt und die Gesellschaft der Gabe, in: Baßler, Moritz und Heinz Drügh (Hg.): Konsumästhetik: Umgang mit käuflichen Gegenständen, Bielefeld 2019, S. 87–96. Brüns, Elke (Hg.): Ökonomien der Armut. Soziale Verhältnisse in der Literatur, München 2008. Butler, Judith: Vorwort, in: Die Regierung des Prekären, hg. v. Isabell Lorey, Wien 2012, S. 7–11. Felber, Silke, u. a. (Hg.): Kapital, Macht, Geschlecht: künstlerische Auseinandersetzungen mit Ökonomie und Gender, Wien 2016. Hebdige, Dick: Subculture – Die Bedeutung des Stils, Reinbek 1983. Hutter, Michael: Wertwechselstrom: Texte zu Kunst und Wirtschaft, Hamburg 2010. Jütte, Robert: Arme, Bettler, Beutelschneider: Eine Sozialgeschichte der Armut, Weimar 2016. Schäfer, Gerhard K.: Geschichte der Armut im abendländischen Kulturkreis, in: Huster, Ernst-Ulrich et al. (Hg.): Handbuch Armut und soziale Ausgrenzung, Wiesbaden 2018, S. 315–339. Simmel, Georg: Die Frau und die Mode, in: Das Magazin. Monatszeitschrift für Literatur, Musik, Kunst und Kultur 77 (1908): H5. Simmel, Georg: Berliner Gewerbe­Ausstellung [EA 1896]. In: ders.: Gesammelte Werke. Hg. v. Otthein Rammstedt. Frankfurt a. M. 2004, Bd. 17, S. 33–38. Weder, Christine und Maximilian Bergengruen (Hg.): Luxus: die Ambivalenz des Überflüssigen in der Moderne, Göttingen 2011. Contact Email elisabeth.weiss-sinn@uni-wuerzburg.de URL

Gaiageschichten. Ansätze zu einer literatur- und kulturwissenschaftlichen Bodenkunde (Heilbrun)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
21.03.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Ecocriticism, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Literatur und Geographie/Kartographie

, und 1 weitere

Erstellt am:
13.03.2024

Donnerstag, 21.3.2024 17.30 Uhr Tagungseröffnung, Einführung in die Stiftungsarbeit (Mario Grizelj), Einführung in das Thema (Joana van de Löcht) Grundlagen 18.00 Uhr Boris Previšić (Universität Luzern / Urner Institut Kulturen der Alpen): „sora nostra matre Terra“ – ein Plädoyer gegen die planetare Leerstelle im Anthropozän Freitag, 22.3.2024 9.30 Uhr Claudia Keller (Zürich): Dem Boden ausgesetzt – auf der Suche nach einem neuen ökologischen und poetischen Umgang mit der Erde in der Gegenwart 10.15 Uhr Evi Zemanek: Verwundete Landschaften. Extraktivismus und Solastalgie Mythos der Erde 11.30 Uhr Solvejg Nitzke (Dresden): Body and Soil. Arbeiten am Mythos der Erde 14.00 Uhr Geführte Exkursion ins Gelände 16.15 Uhr Christina Becher (Köln): Von Alraune bis Zombie: Der Boden als liminaler Raum im frühen 20. Jahrhundert 17.00 Uhr Florian Auerochs (Freiburg): Lebendige Böden im spirituellen Feminismus. Humose Sorgebeziehungen in Starhawks Roman Das fünfte Geheimnis 20.00 Uhr Filmvorführung Gaia (Jaco Bouwer, 2021) Samstag, 23.3.2024 9.30 Uhr Oliver Völker (Frankfurt a. M.): Bildliche Verdichtungen: geologische Dynamik in Caspar David Friedrichs Felsenlandschaft im Elbsandsteingebirge 10.15 Uhr Lucie Leutenecker (Straßburg): Von Storytelling und fruchtbaren Böden. Sympoiesis, Kompostierung und Regenerierung in Wanuri Kahius Pumzi (2009) Bodenbegehungen in der Lyrik der Gegenwart 11.15 Uhr Joana van de Löcht (Freiburg): Jenseits des Extraktivismus. Zum ersten Zyklus in Marcel Beyers Erdkunde (2002) 12.00 Uhr Friederike Reents (Eichstätt): „schacht und schicht“ – Montanwissenschaft und Archäologie: Thomas Klings Geschichts- und Selbstwahrnehmung zwischen Spät- und Transmoderne Extraktivismus 14.30 Uhr Michael Auer: Torfstechen mit Seamus Heaney 15.15 Uhr Niels Penke (Siegen): Flüssiges Land/ Instabiles Erzählen. Bergbaufolgen in der Literatur 16.00 Uhr Abschlussrunde 19.30 Öffentliche Abendveranstaltung Risse im Boden – innere Landschaften Lesung von Mirjam Wittig, Moderation: Michael Auer Ort der Konferenz: Stiftung Kunst und Natur, Karpfsee 12, 83670 Bad Heilbrunn Organisation: Stiftung Kunst und Natur (Dr. Mario Grizelj) – Universität Freiburg (Dr. Joana van de Löcht) Contact Information Dr. Mario Grizelj Leitender Kurator Programmbereich Kultur Stiftung Kunst und Natur gGmbH Karpfsee 12 83670 Bad Heilbrunn M +49 (0) 151 – 1210 2953 T +49 (0) 8046 – 23192-420 F +49 (0) 89 – 9901 85 429 mg@kunst-und-natur.de http://www.kunst-und-natur.de http://www.nantesbuch.de Dr. Joana van de Löcht Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Deutsches Seminar − Neuere Deutsche Literatur Platz der Universität 3 79085 Freiburg/Br. Tel.: +49 (0) 761 / 203-3281 E-Mail: joana.van.de.loecht@germanistik.uni-freiburg.de Contact Email mg@kunst-und-natur.de URL kunst-und-natur.de/nantesbuch/startseite,

Die Praxeologie der Schreibszene. Schreiben und Lesen als Raum- und Beziehungspraxis 1750–1900, Hildesheim


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
13.03.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Soziologie, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Poetik

, und 2 weitere

Erstellt am:
04.03.2024

Tagung: Die Praxeologie der Schreibszene. Schreiben und Lesen als Raum- und Beziehungspraxis 1750–1900 Universität Hildesheim, 13.–15. März 2024 Kulturcampus Domäne Marienburg Hohes Haus, Raum HS 50/302 Organisation und Kontakt: PD Dr. Yvonne Al-Taie ( yaltaie@ndl-medien.uni-kiel.de ) Dr. Jennifer Clare ( jennifer.clare@uni-hildesheim.de ) Schreiben und Lesen sind in den letzten Jahren zunehmend als sich materiell und körperlich komplex manifestierende Ereignisse beschrieben worden. Sie erweisen sich damit als untrennbar verbunden sowohl mit den schreibenden und/oder lesenden Personen als auch den privaten oder öffentlichen Räumen und soziokulturellen Umgebungen, in denen sie stattfinden. Schreiben und Lesen in ihrer Körperlichkeit, Materialität und subjektivierenden Qualität zu erfassen, bedeutet, sie in Rückbindung an eben diese soziokulturellen und raumzeitlichen Umgebungen zu beschreiben. Hier setzt die geplante Tagung an, indem sie – exemplarisch an Texten des späten 18. und des 19. Jahrhunderts – Schreiben und Lesen zum einen als dezidiert raumzeitliche und zum anderen als Beziehungs- und Gemeinschaftsereignisse in den Blick nehmen möchte. Wie können wir, so die Ausgangsfrage, Praktiken des Schreibens und/oder Lesens gezielt im Horizont der Räume und der sozialen Kontexte beleuchten, in denen sie stattfinden? Programm MITTWOCH, 13. MÄRZ 2024 13:00 Uhr Begrüßung und Einführung PD Dr. Yvonne Al-Taie (Kiel/Saarbrücken), Dr. Jennifer Clare (Hildesheim) 14:00 Uhr Goethe und „Werthers Leiden“ im „Paradies“. Wiederholungslektüre, Kommentar und Gemeinschaft im Jacobi-Haus, Pempelfort 1774 Prof. Dr. Cornelia Ortlieb (Berlin) 15:00 Uhr Kaffeepause 15:30 Uhr Die Schreibszene der Zensur in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Charlotte Krick, M.A., Dr. Kristina Mateescu Prof. Dr. Erika Thomalla, Dr. Tilman Venzl (München) KEYNOTE 17:00 Uhr Schreiben vor Publikum? Schreibszene, Theatralität und Öffentlichkeit um 1800 Prof. Dr. Christian Moser (Bonn) DONNERSTAG, 14. MÄRZ 2024 9:00 Uhr (In) Beziehungen lesen. Gegen die Enträumlichung und Entkörperung romantischer Lektüre-Fiktionen PD Dr. Anja Gerigk (Dresden) 10:00 Uhr Hierarchie, Destabilisierung, Rekonstruktion – Schreiben als Vorausdeutung in Goethes Wahlverwandtschaften Lina Sens, M.Ed. (Braunschweig) 11:00 Uhr Kaffeepause 11:30 Uhr Szenen des Kopierens: Jean Pauls Amanuensis Dennis Schäfer, M.A. (Princeton) 12:30 Uhr Mehr als drei Finger. Autorinnen des 18. Jahrhunderts am Schreibtisch PD Dr. Martina Wernli (Frankfurt/Main) 13:30 Mittagessen 14:30 Uhr Zusammen wohnen, lesen, schreiben. Literarische Kollaborationen am Beispiel von Paarbibliotheken Dr. Anke Jaspers (Graz) 15:30 Uhr Innenräume. Lesende Körper um 1800 Dr. Luisa Banki (Wuppertal) 16:30 Uhr Kaffeepause 17:00 Uhr Fliegende Blätter. Engagiertes Schreiben und öffentlicher Raum – Flugschriften(szene) im 19. Jahrhundert PD Dr. Julia Bodenburg (Münster) FREITAG, 15. MÄRZ 2024 9:00 Uhr Schreiben, Gender, Raum. Else Lasker-Schülers Berliner Atelier als Mal-, Schreib- und Rückzugsort Dr. Katja Barthel (Osnabrück) 10:00 Uhr „Wir gehen nie zum Lesen hinunter ohne den großen Nähkorb“. Weibliche Lesedidaktik in populären Romanen des 19. Jahrhunderts Dr. Charlotte Coch (Köln) 11:00 Uhr Kaffeepause 11:30 Uhr Lesende und schreibende Patient:innen. Zur Gestaltung relationaler Räume in psychiatrischen Einrichtungen des 19. Jahrhunderts Prof. Dr. Céline Kaiser (Ottersberg) 12:30 Uhr Harriet Martineaus Life in the Sickroom (1844) und die Praktiken der vernetzten Isolation Dr. Anne Rüggemeier (Freiburg) 13:30 Uhr Mittagspause 14:30 Uhr Abschlussdiskussion

Colloque « Postmigration et postcolonialisme dans les littératures et les musiques francophones et germanophones » / Tagung „Postmigration und Postkolonialismus in frankophoner und deutschsprachiger Literatur und Musik“


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
14.03.2024
Beitrag von:
Martina Kopf
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Französische Literatur, 

Postkoloniale Literaturtheorie

, und 2 weitere

Erstellt am:
01.03.2024

Programme / Programm Jeudi / Donnerstag 14 mars / März 9:00 accueil des participant.es / Empfang 9:30–10:00 Marion Coste (CY Cergy Paris Université), Martina Kopf (Johannes Gutenberg Universität Mainz): Introduction / Einführung Modération / Moderation : Martina Kopf 10:00–10:50 Moritz Schramm (University of Southern Denmark Odense): Postmigration, Literature and the Reflexive Turn in Migration Studies Pause 11:15–12:30 Communauté et résistance / Gemeinschaft und Widerstand Modération / Moderation : Sylvie Brodziak Jean-Marc Moura (Université Paris-Nanterre, Institut universitaire de France) : De quelques représentations francophones de la migration Amaury Dehoux (Université catholique de Louvain) : De la mélancolie postcoloniale à la convivialité postmigrante ? Silence du chœur de Mbougar Sarr, Tels des astres éteints de Leonora Miano et Paul Gilroy Pause 14–15:45 Littérature et musique: relations intermédiales / Literatur und Musik: Intermediale Beziehungen Modération / Moderation: Marion Coste Charlaine de la Taille (Université de Strasbourg) : Black Bazar de Mabanckou, le roman et les albums : un face à face littéraire et musical d’une société postmigratoire John Sannaee (Sorbonne Nouvelle/Paris 8) : Lyrisme post-migratoire, une tendance littéraire transnationale Julia Cela (Université de Lausanne) : Assignation posturale en contexte de migration postcoloniale : Échos de la littérature « beur » dans la littérature de banlieue et le rap français Pause 16:15–17:45 Rap et migration/ Rap und Migration Modération / Moderation : Juliette Hubert (Université de Valenciennes/Université de Laval) Sylvie Brodziak (CY Cergy Paris Université) : Rap et migration: « j’ai affronté le silence et les tempêtes » Anita Rotter (Leopold-Franzens-Universität Innsbruck): Rap fragments as an expression of postmigrant life realities Francesca Aiuti (Sapienza Università di Roma) : Raja Meziane : la rebelle en exil 19:30 : Dîner au restaurant/ Abendessen Vendredi / Freitag 15 mars / März 10–11:45 Corps et identités / Körper und Identitäten Modération / Moderation : Marion Coste Julie Müller (Universität Hamburg) : Sororité et métissage : approches postcoloniales du féminisme dans Blues pour Elise, Stardust et Elles disent de Léonora Miano Gloria Coscia (Université catholique de Louvain) : Dazwischen et expériences corporelles dans les œuvres littéraires d’écrivain·es postmigrant·es d’ascendance musulmane en français et en allemand Martina Möller: (Université Versailles-Saint-Quentin-en-Yvelines): Les possibilités et les limites des théories postcoloniales: Les relations de pouvoir postcoloniale et les représentations de l’identité dans le roman Identitti de Mithu Sanyal Pause 14:00–15:15 Vers une Europe postmigrante / Auf dem Weg zu einem postmigrantischen Europa Modération / Moderation : Amaury Dehoux Ichrak Ben Hammouda (Université Paris 3/ Université de la Manouba), Mario Laarmann (Universität des Saarlandes) : Trouver la voie(x) d’une Europe transculturelle. Musique, littérature et écriture de l’Histoire dans L’empreinte de l’ange de Nancy Huston Yvonne Zivkovic (Universität Graz): Post-Yugoslav migrant writing as postcolonial legacy in Marica Bodrožić and Velibor Čolić Pause 15:45–17:30 Musique et migration / Musik und Migration Modération / Moderation : Francesca Aiuti Virginie Brinker (Université de Bourgogne) : S’affranchir des assignations identitaires, invention de soi et d’un nous dans le rap de Gaël Faye Daniel Maximin et Marion Coste : Entretien avec Daniel Maximin Pause apéritive 19:00 : concert “Le monde sera”. Samedi/Samstag 16 mars/März Modération / Moderation : Martina Kopf 9:30–10:50 Postcolonialisme et postmigration / Postkolonialismus und Postmigration Myriam Geiser (Université Grenoble Alpes): Poétiques postcoloniales et postmigrantes : continuités et ruptures dans une perspective franco-allemande Kyung-Ho Cha (ZfL Berlin): Postcolonial critique and decolonial practice in the postmigrant comedy Verrücktes Blut Pause 11–12:15 Langue et postmigration / Sprache und Postmigration Modération / Moderation : Martina Kopf Dirk Weissmann (Université Toulouse Jean Jaurès) : Langue et identité dans les écritures de la postmigration en France et en Allemagne : une comparaison entre Shumona Sinha et Tomer Gardi Nursan Celik (Freie Universität Berlin): “Linguascapes of globalization”. Feridun Zaimoglu´s Kanak Sprak. 24 Mißtöne vom Rande der Gesellschaft (1995) in light of postmigrant tendency towards postmonolingualism

National Epic, Nationalepos: Problematics and Difficult Cases


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
04.03.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Großbritannien und Irland, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literatur und Soziologie

, und 4 weitere

Erstellt am:
26.02.2024

Organised by Research Area 3, „Future Perfect“. David Wallace (University of Pennsylvania): National Epic, Nationalepos: Problematics and Difficult Cases The turn to studying nationalism signalled by my new project, and its companion public website nationalepics.com , might seem surprising, or counter-intuitive. Globalism has become the default mechanism of academic discourse and literary history, from global antiquity to global modernity. National Epics seeks not to deny the validity of such approaches, but rather to complement them: for it is evident that within current conditions of warp-speed global connectivity, cultural and political forms of nationalism are ascendant. 5G networks proliferate, but with growing suspicion of the builders. Supply chains seem too long, diseases cross borders, and voters are swayed by protectionist and nationalist narratives. Initiatives in trans-national partnership, treaty-keeping, and conservation have been in retreat. We are deglobalizing; populism and dictatorship, often racially-inflected, are on the rise. It thus seemed timely to undertake a major, collaborative review of the cultural mechanisms of nationalism. The result, National Epics, sees over 100 collaborators contributing chapters that run from Albania and Algeria to Vietnam and Wales, an alphabetical organization that reproduces the sovereign, Olympian starkness of nationalism. My presentation will be in the form of Powerpoint, aiming to generate conversation. It will describe the evolution of the project, and then go on to discuss some „difficult cases,“ especially that of „England,“ the chapter that I am trying to write myself. We can also consider other cases (every case is difficult) that might include Ireland, Kyrgyzstan, China, Russia, Ukraine, and Germany. David Wallace has been Judith Rodin Professor of English & Comparative Literature at the University of Pennsylvania since 1996. His first job was as Lektor at the Karl-Marx-Universität, Leipzig, and he has since taught at Stanford, Texas, Minnesota, Princeton, and Hebrew University, Jerusalem. He has served as President of the Medieval Academy of America and was awarded the Sir Israel Gollancz Prize of the British Academy in 2019. Time & Location Mar 04, 2024 | 05:00 PM Freie Universität Berlin EXC 2020 „Temporal Communities“ Raum 00.05 Otto-von-Simson-Straße 15 14195 Berlin Further Information Contact : Sebastian Tränkle, s.traenkle@fu-berlin.de

Gender-Obsessionen: Vom exzessiven Glauben an das Geschlecht, Tübingen


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
29.02.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Dekonstruktion, 

Gender Studies/Queer Studies, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

, und 1 weitere

Erstellt am:
23.02.2024

Eberhard-Karls-Universität Tübingen Organisiert von Katja Kauer (Kontakt: katja.kauer@ds.uni-tuebingen.de ) Veranstaltungsort: Fürstenzimmer auf dem Schloss Hohentübingen, Burgstiege 11 www.tuebingen-info.de/attraktion/schloss-hohentuebingen-5180385e2e Donnerstag, 29. Februar Beginn 14.00 Uhr 14.15 bis 14.30 Uhr Begrüßung 14.30 bis 14.45 Uhr Katja Kauer: Gender-Obsessionen? Linguistik: Genderobsessionen und Sprache Moderation: Ingrid Hotz-Davies 15.00 bis 15.45 Uhr Nadine Bieker (Köln): Eine linguistische Textanalyse zur Dekonstruktion der geschlechtlichen Subjektivierung am Beispiel von Édouard Louis‘ Wer hat meinen Vater getötet? Tamara Bodden (Kassel): Künstliches Geschlecht – Die Reproduktion eines Geschlechtsbinarismus bei KI und Robotern 15.45 bis 16.00 Uhr Diskussion 16.00 bis 16.30 Uhr Kaffeepause Literaturwissenschaft: Genderobsessionen in der Literatur Moderation: Katja Kauer 16.30 bis 17.15 Uhr Marius Reisener (Bonn): Dysmorphophobe Männlichkeit. Form- und Geschlechterobsession in Romantheorien des. 19. Jahrhunderts. Moritz Strohschneider (München): Weiblichkeit im Spannungsfeld nationaler Unterschiede. Zur Geschlechterordnung in Ruth Landshoff-Yorks Roman Der Eine und die Vielen (1930) 17.15 bis 17.30 Uhr Diskussion 17.30 bis 18.00 Uhr Kaffeepause Abendvortrag: Vorstellung durch die Veranstalterinnen Susanne Marschall (Tübingen): Kino und Geschlecht – chromophile und/oder chromophobe Gender-Inszenierungen und deren Dekonstruktion im Film. 19.15 Uhr gemeinsames Abendessen Freitag, 1. März Keynote Vorstellung durch die Veranstalterinnen 10.30 bis 11.00 Uhr Lara Carina Schlömer und Sigrid Nieberle (Dortmund): Vom Murren. Performativität des Geschlechts zwischen Praxis und Archiv Kulturanthropologische und historische Perspektiven auf Genderobessesionen: Moderation: Moritz Strohschneider 11.15 Uhr bis 12.00 Uhr Nina Käsehage (Frankfurt): Opfer, Mitläuferinnen oder Täterinnen? Die religiöse und gesellschaftliche Rezeption von Gender am Beispiel deutscher Frauen beim Islamischen Staat (IS)“ Hendrik Hess (Bonn): Was den Herrscher männlich macht. Maskulinitätskonstruktionen im römisch-deutschen Reich des Spätmittelalters 12.00 bis 12.15 Uhr Diskussion 12.15 bis 13.15 Uhr Mittagspause Genderobsession und ihre (physischen) Symbolisierungen Moderation: Mrunmayee Sathye 13.15 bis 14.00 Uhr Elisabeth Böckler (Tübingen): Genderobsessionen und intelligible Körper Birte de Gruisbourne (Paderborn): Die Momrade als Dekonstruktion der archetypischen Mutter – Zum Verhältnis von Geschlecht, Care und Autonomie (entfällt wegen Krankheit) 14.00 bis 14.15 Uhr Diskussion Pause 16.00 bis 17.00 Uhr Eva Illouz (Jerusalem/Paris) und Katja Kauer: Discussion on Obsession with Gender by populists in Kooperation mit dem Deutschen Seminar, dem Englischen Seminar, dem Institut für Soziologie und dem CoF ab 17.00 Uhr kleines Büfett 19.00 Uhr bis 21 Uhr gemeinsamer Theaterbesuch mit Einführung: Dorfpunks von Rocko Schamoni Landestheater Tübingen Samstag, 2. März Beauty-Obsessionen: Moderation: Hendrik Hess 10.30 bis 11.30 Uhr Mrunmayee Sathye (Tübingen): Too Much to Gender: Von hyper(un)sichtbaren Körpern und umkämpften Geschlechtern Stephanie Wollmann (Wuppertal): Bikini-Divas, Fitness-Figuren und Sport Models: Diszipliniertes Frau-Sein im Bodybuilding-Bereich Anna Berger (Tübingen): Modern Femininity and the Cult of Beauty in Posy Simmond’s Tamara Drewe 11.30 bis 11.50 Uhr Diskussion 12.00 bis 12.30 Uhr Abschlussdiskussion 13.00 Uhr Ende der Tagung (Abreise) Contact Information Katja Kauer Contact Email katja.kauer@ds.uni-tuebingen.de

Materialität: magisch wirksame Schriftträger (Inauguralworkshop des DFG-Netzwerks ‚Wort – Wirkung – Wunder‘), Greifswald


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
04.04.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Textgeschichte, Editionstechnik, Handschriftenkunde, 

World Literature/Weltliteratur, 

Literatur und Theologie/Religionswissenschaften

, und 2 weitere

Erstellt am:
23.02.2024

Das interdisziplinäre wissenschaftliche Netzwerks fragt nach den kulturellen Paradigmen, die den wortmagischen Vorstellungen vormoderner Gesellschaften im Hinblick auf die Macht von Sprache und Schrift zugrunde liegen, und zwar an den Schnittstellen von Religion, Medizin und Magie. Untersucht werden soll, wie die übernatürliche Wirkung von Worten, Sprache und Schrift den Quellen zufolge zustande kommt und welche Wirkprinzipien sich als universal oder einzigartig ausmachen lassen. Zeitlich erstreckt sich das Untersuchungsfeld von den ersten Zeugnissen bis in die Frühe Neuzeit, wobei die Anknüpfung an aktuelle Diskurse und moderne Problemstellungen als zentrales Aufgabenfeld gesehen wird. Bei der Auftaktveranstaltung steht ein Kernaspekt des Forschungsgegenstandes im Mittelpunkt: Die Materialität von schrifttragenden Quellen und Artefakten, mit denen Einfluss auf die Realität ausgeübt werden soll. Institutionell wird das Arbeitstreffen vom Handschriftencensus (Busch/Wolf) unterstützt, dessen Zusammenhang zur Materialität evident ist. Weiterhin ist ein Besuch der religionskundlichen Sammlung der Universität Marburg geplant, ergänzt durch mediengeschichtliche Beiträge aus der Religionswissenschaft (Franke/Triplett). Bei diesem Auftakt-Treffen wird zudem die Kooperation mit der Würzburger Kollegforschergruppe MagEIA (Magie zwischen Verschränkung, Interaktion und Analogie [Schwemer/Zomer]) initialisiert, die sich in gegenseitigen Einladungen und Betreuungs-Tandems über die gesamte Laufzeit des Netzwerks konsolidieren soll. Programm: Donnerstag, 04.04.2024 12.00-13.00 Ankunft und Begrüßung (Mittagsimbiss / Kaffee) 13.00 Begrüßung (Edith Franke) und Einleitung (Katja Triplett und Tina Terrahe) Magische Schriftträger I (Moderation: Joachim Quack) 13.45 Michael Kohs (Hamburg): Magische Schriftartefakte und ihre ‚Agency‘ – Zwischen Materialität und Text 14.30 Anett Rosza (Heidelberg): ‚Denn deinen Namen habe ich als einzigen Schutz im Herzen.‘ Einige Aspekte der vielnamigen und polymorphen höchsten Sonnengottheit auf gräko-ägyptischen Magischen Papyri und Gemmen. 15.15 Kaffeepause Magische Schriftträger II (Moderation: Katja Triplett) 15.45 Yasmin Koppen (Leipzig): Die Transformation magischer Symbole auf vietnamesischen Bannern 16.30 Don C. Skemer (Princeton, via Zoom): Textual Amulets from Papyrus to Printing 17.15 Kaffeepause 17.30 Führung Religionskundliche Sammlung (Kuratorin: Susanne Rodemeier) – thematischer Schwerpunkt: Ozeanien 19.30 Gemeinsames Abendessen Freitag, 05.04.2024 Beschwörungen (Moderation: Matthias Egeler) 09.00 Tim Hertogh (Oslo): Adjuring Animals in the Margins: Early Medieval Animal Incantations as ‚Minitexts‘ 09.45 Alessia Bauer (Paris): Galdrakver: isländische Zauberbücher 10.30 Kaffeepause Instruktive Texte (Moderation: Almut Mikeleitis-Winter) 11.00 Marco Heiles (Hamburg): Projektvorstellung ‚Magical written artefacts in late-medieval German instructional literature‘ im Exzellenzcluster Understanding Written Artefacts zu Schreibanleitungen deutschsprachiger magischer Texte des 14.-16. Jahrhunderts 11.45 Sven Limbeck (Wolfenbüttel): Sakramentalität der Alchemie 12.30 Mittagsimbiss 14.00 Führung Religionskundliche Sammlung (Katja Triplett) – thematischer Schwerpunkt: Der altägyptische Mumiensarg 15.30 Kaffeepause 16.00 Impulse und Planung (Moderation: Tina Terrahe) Franziska Naether (Leipzig): Wort–Wirkung–Wunder in digitalen Ausstellungen Daniel Schwemer (Würzburg): Vorstellung ‚Mageia‘-Projekt 17.30 Kaffeepause 18.00 Öffentlicher Abendvortrag: Nils. P. Heeßel (Marburg): Text sucht Medium: Über ‚aufmerksamkeitsleitende‘ Schriftträger und wirksame Texte in Mesopotamien im 1. Jt. v. Chr. (Deutschhausstraße 12, Hörsaal 00A26) 19.30 Gemeinsames Abendessen Samstag, 06.04.2024 09.00 Impuls und Planung (Moderation: Tina Terrahe) Jürgen Wolf (Marburg): Germanistische Mediävistik/Handschriftencensus Amulette und Tafeln (Moderation: Falk Quenstedt) 10.00 Sara Chiarini (Hamburg): Die social agency antiker Fluchtafeln 10.45 Kaffeepause 11.00 Elyze Zomer (Tübingen): Kratzer im Ton, Ritzen im Stein? Die Funktionalität von altorientalischen Schriftamuletten im 2. Jahrtausend v. Chr. 11.45 Alisha Meininghaus (Fürth): Die jüdischen Amulette der Religionskundlichen Sammlung: Inhalte und Provenienzgeschichte(n) 12.30 Kaffeepause 12.45 Abschlussdiskussion / Ausblick 13.30 Ende Contact Information Prof. Dr. Tina Terrahe Arbeitsbereich Ältere deutsche Sprache und Literatur Institut für Deutsche Philologie Rubenowstraße 3 – Raum 3.11 17487 Greifswald Tel.: +49 3834 420 3438 terrahet@uni-greifswald.de Dr. Falk Quenstedt Universität Greifswald Arbeitsbereich Ältere deutsche Sprache und Literatur Institut für Deutsche Philologie Rubenowstraße 3, Raum 2.05 17487 Greifswald Tel.: +49 3834 420 3439 falk.quenstedt@uni-greifswald.de Contact Email falk.quenstedt@uni-greifswald.de URL germanistik.uni-greifswald.de/wort-wirkung-wunder/ Attachments Workshop-Programm

Anonymität in Briefen des 18. und 19. Jahrhunderts, Halle (Saale)/hybrid


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
04.04.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Brief, 

Literatur des 18. Jahrhunderts, 

Literatur des 19. Jahrhunderts

Erstellt am:
23.02.2024

Workshop im Rahmen des DFG-Projekts „Der deutsche Brief im 18. Jahrhundert“ 4.–5. April 2024 Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) Franckeplatz 1, Haus 54 06110 Halle an der Saale Epistolare Anonymität ist im Gegensatz zu anonymer Autorschaft bislang kaum untersucht worden. Das hat seinen Grund. Auf den ersten Blick scheint Anonymität für epistolares Schreiben keine große Relevanz zu besitzen. Im Gegensatz zu publizierten Texten weiß man in Briefwechseln fast immer, mit wem man es zu tun hat. Persönliche und konkrete Adressierung ist eine Voraussetzung für das Versenden und Empfangen von Briefen. Foucaults (nicht nur) in der Briefforschung viel diskutiertes Statement, dass ein Brief keinen Autor, sondern vielmehr einen Unterzeichner („signataire“) habe, unterstützt diese Annahme. Doch ist das wirklich so? Bietet der private Brief in seiner medialen Flexibilität und Mehrdimensionalität neben vielfältigen Möglichkeiten der Variation und Inszenierung des eigenen Selbst nicht auch Gradierungen der Anonymität Raum? Und zwar im Sinne einer Vorläufigkeit, partiellen Identifikation und Adressierung unterschiedlicher Personenkreise, denen der Name von Autor:innen, Verfasser:innen, Werken oder anderen Entitäten eben bekannt ist oder nicht? Und selbst wenn Anonymität von Briefen und in Briefen nur ein marginaler Fall wäre, was erfahren wir in ihnen über die Praxis der Anonymisierung? Hier will der Workshop ansetzen und das Phänomen von Anonymität in Briefen in den Blick nehmen und diskutieren. Nach dem Verhältnis von öffentlicher Anonymität und privater bzw. nicht-öffentlicher Kommunikation sowie der Durchlässigkeit zwischen epistolarer und gedruckter Kommunikation wird dabei ebenso gefragt wie nach spezifischen Strategien der Anonymisierung in Briefen. Der Workshop findet im Rahmen des DFG-Projekts „Der deutsche Brief im 18. Jahrhundert. Aufbau einer Datenbasis und eines kooperativen Netzwerks zur Digitalisierung und Erforschung des deutschen Briefes in der Zeit der Aufklärung“ statt. Demnach werden in dem Workshop auch die mit dem Thema verbundenen Herausforderungen für die digitale Erschließung und Edition von Briefen diskutiert. Um Anmeldung wird bis 31. März 2024 gebeten. Der Workshop findet in Präsenz mit Online-Übertragung statt. Online-Teilnehmer:innen erhalten kurz vor Beginn einen Zugangslink. Kontakt und Anmeldung : jana.kittelmann@izea.uni-halle.de Programm Donnerstag, 4. April 2024 13:30 – 14:00 Eröffnung und Einführung Elisabeth Décultot, Jana Kittelmann und Stephan Pabst 14:00 – 15:30 Moderation Christine Haug Maximilian Bach (Wolfenbüttel) Zur (An)onymitätspolitik journalistischer Briefgenres. Der „Hamburgische unpartheyische Correspondent“ und der „Teutsche Merkur“ als Beispiel Isabelle Stauffer (Eichstätt) Anonymität in Briefwechseln Aurora von Königsmarck 15:30 – 16:00 Kaffeepause 16:00 – 17:30 Moderation Katrin Fischer Helene Kraus (Berlin) „Brüder im Geiste“. Hippels und Scheffners briefliche Anonymitätspraktiken Salome Schoeck (Zürich) „Meinen Namen verschweige ich Dir“. Anonyme Briefe im Nachlass Johann Caspar Lavaters – blinde Flecken im Korrespondenznetzwerk 17:30 – 18:00 Kaffeepause 18:00 Moderation Thomas Stäcker Benjamin Krautter (Köln) Stilometrie und Anonymität Freitag, 5. April 2024 9:30 – 11:00 Moderation Jana Kittelmann Anett Lütteken (Zürich) Das „Nomen Nominandum“: Ein Stiefkind der Brief-Erschliessung in Bibliotheken Selma Jahnke (Berlin) „daß ich auf keinen Fall seinen Namen ihrer Diskretion Preis geben würde“. Die Verhandlung von Anonymität, Onymität und Schimpfnamen in den Briefen aus der Redaktion der „Zeitung für die Elegante Welt“ (1801–1805) 11:00 – 11:30 Kaffeepause 11:30 – 13:00 Moderation Baptiste Baumann Michael Rölcke (Berlin) Gattungswechsel. Zur realen und rezeptiven Anonymisierung der Absender der im „Magazin zur Erfahrungsseelenkunde“ abgedruckten Briefe Jochen Strobel (Mainz/Marburg) From hell. Droh- und Erpresserbriefe im späten 19. Jahrhundert Anschließend Schlussdiskussion und Ausklang

Autor-Übersetzerinnen um 1800. Autorschaft, Übersetzungspraxis und Geschlecht an der Schnittstelle ästhetischer und gesellschaftspolitischer Debatten | Padua


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
07.03.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Gender Studies/Queer Studies, 

Übersetzung allgemein

, und 3 weitere

Erstellt am:
23.02.2024

Autor-Übersetzerinnen um 1800. Autorschaft, Übersetzungspraxis und Geschlecht an der Schnittstelle ästhetischer und gesellschaftspolitischer Debatten Università degli Studi di Padova, 7.-8. März 2024 Dipartimento di Studi Linguistici e Letterari Biblioteca Complesso Beato Pellegrino, Meeting Room Wissenschaftliche Organisation: Angela Sanmann (Université de Lausanne) und Daniele Vecchiato (Università di Padova) 7. März 2024 9.00 Begrüßung 9.10 Daniele Vecchiato (Padova) & Angela Sanmann (Lausanne) Autor-Übersetzerinnen um 1800. Zur Einführung Moderation: Elisabetta Mengaldo 9.30 Sofia Derer (Heidelberg) Therese Hubers Ellen Percy. Übersetzungspraxis und Weiblichkeitsverständnis 10.15 Joanna Raisbeck (Verona) „Liebe allenthalben“. Zur sozialen und philosophischen Liebesthematik im literarisch-übersetzerischen Werk Sophie Mereaus 11.00 Pause Moderation: Sonja Klimek 11.30 Cosima Jungk (Mainz) Handwerkerin in der „Uebersetzungsfabrik“? Dorothea Schlegel als Autor-Übersetzerin im Briefwechsel 12.15 Valérie Leyh (Namur) Kreativität am Schluss? Warum Autor-Übersetzerinnen um 1800 das Ende (neu) erfinden 13.00 Mittagessen Moderation: Vera Viehöver 14.30 Sonja Klimek (Kiel) Elise Reimarus (1735–1805). Autor-Übersetzerin im Dialog 15-15 Beatrijs Vanacker (Leuven) Portraits épistolaires de Marie-Elisabeth de la Fite (1737–1794), traductrice et médiatrice culturelle 16.00 Pause Moderation: Joanna Raisbeck 16.30 Dirk Weissmann (Toulouse) Rahel Varnhagen von Enses Goethe-Übersetzungen ins Französische im Kontext ihrer mehrsprachigen Kommunikationspraxis 17.15 Stijn Vervaet (Oslo) Language Shift, Self-Translation and Language Loyalty in 19th-Century Habsburg Borderlands. The Case of Dragojla Jarnević 19.30 Abendessen 8. März 2024 Moderation: Daniele Vecchiato 9.30 Chiara Maciocci (Roma) Die ,kleine Öffentlichkeit‘ bei Caroline von Wolzogen. Eine Autor-Übersetzerin im Kontext der Frühromantik 10.15 Francesca Fabbri (Weimar) Produzione letteraria e traduzione in Adele Schopenhauer (1797–1849) tra esperimento ed emancipazione 11.00 Pause 11.30 Vera Viehöver (Liège) Lesen, Schreiben, Übersetzen. Übergänge im Werk von Caroline Paulus (1767–1844) 12.15 Abschlussdiskussion 13.00 Mittagessen Rahmenprogramm Contact Information Daniele Vecchiato Contact Email daniele.vecchiato@unipd.it URL tinyurl.com/autoruebersetzerinnen

Wie politisch ist die Gegenwartslyrik? Themen, Formen und Debatten seit dem Jahr 2000, Wien


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
01.03.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Gender Studies/Queer Studies, 

Ecocriticism

, und 4 weitere

Erstellt am:
23.02.2024

Mit Blick auf Themen, Formen, Diskurse und mediale Vermittlungsweisen von Gedichten seit dem Jahr 2000 will die Tagung prüfen, ob die landläufige Annahme zutrifft, dass es der Gegenwartslyrik an politischer Schlagkraft mangelt. In zehn Beiträgen werden poetologische Fragen im Hinblick auf die politischen Funktionen und Wirkungen von Gedichten reflektiert. Fokussiert werden dabei ästhetische Verfahren im Spannungsfeld von Engagement und Autonomie, die lauten und leisen lyrischen Interventionen in den Bereichen Feminismus, Krieg, Klimakrise und Körperkultur sowie inter- und transmediale Austauschbeziehungen von Lyrik, Performance, Popkultur und social media. Die Tagung sieht sich als Beitrag zur Erforschung der zeitgenössischen Produktion, Distribution und Rezeption von Lyrik, die in der Diskussion über Wechselwirkungen von Literatur und Politik bislang wenig beleuchtet ist. Veranstaltungsort: Schreyvogelsaal, Hofburg Batthyanystiege 1010 Wien Tagungsplan 1.3.2024 13:30 Begrüßung durch Stefan Krammer (Universität Wien) 14:00-15:30 Transmedialität: Pop – Performance – Poetry Julia Lajta-Novak (Universität Wien): ‚The Personal is Poetical‘: Spoken Word Poetry als feministisch-aktivistische Selbstbehauptung Fabian Wolbring (Philipps-Universität Marburg): „Das geht raus an alle Spinner“ – Strategien der (a-)politischen Konsensbildung in Pop-Lyrics. Cornelius Mitterer (Universität Wien): Wie politisch ist die Instapoesie? DISKUSSION DER BEITRÄGE PAUSE 16:00-17:00 Formensprachen: Flucht – Krieg – Gewalt Immanuel Nover (Universität Koblenz): Zum Politischen der Form. Überlegungen zu Elisabeth Plessens Gedicht „Das Titelfoto der Unità vom 8. Juni 2008” David Österle (Universität Wien): Dichtung in Zeiten des Krieges. Poetologische Selbstbefragung in Yevgeniy Breygers „Frieden ohne Krieg“ DISKUSSION DER BEITRÄGE 2.3.2024 10:00-11:30 Körper – Erleben – Selbsterfahrung Thomas Eder (Universität Wien): Politik der Form? Schlaglichter auf Gedichte und Poetik von Gerhard Rühm, Franz Josef Czernin, Peter Waterhouse, Anja Utler und Ann Cotten Karin S. Wozonig (Universität Wien):’Wüsst ich, auf was ich hinauswill, / hätte ich leichter trainieren können.‘ Ann Cottens politische Erlebnislyrik Katharina Manojlovic (Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek): Körperbilder im Werk Friederike Mayröckers DISKUSSION DER BEITRÄGE PAUSE 12:00-13:00 Ökopoesie – Anthropozän – Nature Writing Jan Röhnert (Technische Universität Braunschweig): Über Bäume sprechen. Ökopoesie, Natur- und Landschaftslyrik als politische Stellungnahme für das Unverfügbare Christina Rossi (Technische Universität Dortmund): Jan Wagner vs. Daniel Falb. Polare Poetiken am Beispiel der Anthropozän-Debatte in der Lyrik der Gegenwart DISKUSSION DER BEITRÄGE Abschluss der Tagung Contact Information Veranstalter: Institut für Germanistik der Universität Wien Stefan Krammer, Cornelius Mitterer und David Österle Veranstaltungsort: Schreyvogelsaal, Hofburg Batthyanystiege 1010 Wien Contact Email cornelius.mitterer@univie.ac.at