Artifizielle Kreativität? Schreibprozesse und Künstliche Intelligenz in Literaturwissenschaft und Didaktik


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
12.12.2024
Beitrag von:
Simon Prahl
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur aus Großbritannien und Irland, 

Französische Literatur

, und 1 weitere

Erstellt am:
26.11.2024

In der Tagung “Artifizielle Kreativität? Schreibprozesse und Künstliche Intelligenz in Literaturwissenschaft und Didaktik” wird der Frage nachgegangen, ob im digitalen Zeitalter von Kreativität im herkömmlichen Sinne (Kreativität als rein ‘menschliche’ Eigenschaft) gesprochen werden kann, oder sich der Begriff im Kontext von Künstlicher Intelligenz im Hinblick auf literaturwissenschaftliche und -didaktische Konzepte verändert hat. Wie sehen die Neuerungen im Schreibprozess und Reflexionsprozess auf Seiten von Autoren und Lernenden aus? Wie kann und muss kreative Arbeit mit und an Literatur neu gedacht werden? 12. Dezember 2024, Campus Westend, IG-Farben, NG 2.701 11.30-11.45 Uhr: Begrüßung, Prof. Dr. Roland Ißler (Frankfurt am Main) 11.45-12.00 Uhr: Künstliche Intelligenz beim Lehren und Lernen romanischer Fremdsprachen – systematische Literaturrecherche und zukünftige Implikationen, Dr. Johanna Lea Korell, Paulina Albrecht & Prof. Dr. Roland Ißler (Frankfurt am Main) 12.00-12.45 Uhr: Künstliche Intelligenz und Fremdsprachenlernen: Prompting us to the future?, Dr. Subin Nijhawan & Prof. Dr. Britta Viebrock (Frankfurt am Main) 12.45-13.30 Uhr: Kreatives Schreiben im Fremdsprachenunterricht angesichts der Entwicklungen um Künstliche Intelligenz – eine empirische Untersuchung zu Arbeits- und Reflexionsprozessen von Französischlernenden der Sekundarstufe II, Dr. Johanna Lea Korell, Maximilian Irion & Prof. Dr. Roland Ißler (Frankfurt am Main) 14.45-15.30 Uhr: „Inspiration für Texte holen“. Einschätzungen Studierender zur Auswirkung von KI auf ihre Kreativität beim akademischen und literarischen Schreiben, Dr. Nora Hoffmann (Frankfurt am Main) 15.30-16.15 Uhr: KI im Literaturunterricht im Spannungsfeld von ökonomischer Verwertungslogik und ästhetischer Praxis, Prof. Dr. Johannes Mayer & Sascha Schirrmacher (Frankfurt am Main) 16.15-17.00 Uhr: Konrad von Würzburg ex machina. Chancen und Risiken eines mediävistisch-philologischen KIntsugi, Dr. Maximilian Wick (Frankfurt am Main) 17.15-18.00 Uhr: Roundtable mit den Vortragenden 13. Dezember 2024, Zoom 12.30-12.45 Uhr: Begrüßung, Prof. Dr. Roland Ißler (Frankfurt am Main) 12.45-13.00 Uhr: Literatur von und über KI in der deutschen, französischen und italienischen Gegenwartsliteratur, Simon Prahl (Frankfurt am Main) 13.00-13.45 Uhr: Recycling-Poetik und Cyborg-Autorschaft in Hannes Bajohrs Lyrikband Halbzeug, Sebastian Meißl (Graz) 13.45-14.30 Uhr: Robopoesie. Überlegungen zur Autorschaft im digitalen Zeitalter, Simon Prahl (Frankfurt am Main) 15.30-16.15 Uhr: Alpha Centauri in Ewigkeit: Möglichkeiten literarischer Co-Kreation mit großen Sprachmodellen, Dr. Jenifer Becker (Hildesheim) 16.15-17.00 Uhr: Stochastische Raben. Ein Beispiel für den KI-Einsatz in der Hochschullehre, Helmut Hofbauer (Hagen) 17.00-17.45 Uhr: Künstliche Intelligenz im schulischen Unterricht der romanischen Sprachen? Empirische und theoretische Überlegungen zum alltäglichen Einsatz in der Institution Schule, Dr. Matthias Grein (Kaiserslautern-Landau) 17.45-18.00 Uhr: Abschluss der Tagung, Prof. Dr. Roland Ißler, Dr. Johanna Lea Korell, Simon Prahl & Paulina Albrecht (Frankfurt am Main) Die Vorträge sind öffentlich und kostenfrei; eine Anmeldung für den ersten Tag ist nicht notwendig. Für den zweiten Tag bitten wir um eine Anmeldung an p.albrecht@em.uni-frankfurt.de

Das ‚christliche Wunderbare‘ in der europäischen Literatur der Frühen Neuzeit: Modellierungen, Transformationen, Legitimität


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
28.11.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literatur und Theologie/Religionswissenschaften, 

Stoffe, Motive, Thematologie

, und 4 weitere

Erstellt am:
22.11.2024

Tagung: Das ‚christliche Wunderbare‘ in der europäischen Literatur der Frühen Neuzeit Modellierungen, Transformationen, Legitimität Paderborn, 28.-29.11.2024 Organisation: Prof. Dr. Jörn Steigerwald (Paderborn) / Prof. Dr. Jörg Robert (Tübingen) Veranstaltungsort: Universität Paderborn Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft Bereich für Komparatistik/Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft Warburger Straße 100 33098 Paderborn Programm 28. November 2024 Raum 5. 333 9:00-9:30 Jörg Robert / Jörn Steigerwald Das christliche Wunderbare in der europäischen Literatur der Frühen Neuzeit 9:30-10:30 Gerhard Regn Rationale Begründung und rezeptionsästhetischer Effekt: Rechtfertigungsmuster des christlichen Wunderbaren in Tassos Gerusalemme Liberata 10:30-10:45 Kaffeepause 10:45-11:45 Florian Mehltretter Letzte Entschärfungen? Das Wunderbare in Tassos Gerusalemme conquistata 11:45-12:45 David Nelting Das christliche Wunderbare als Herausforderung mimetischer Dichtung – Bemerkungen zu Torquato Tassos Epentheorie 12:45-14:00 Mittagspause 14:00-15:00 Gudrun Bamberger Legitimationen des christlichen Wunderbaren im Fortunatus 15:00-16:00 Rogier Gerrits Peindre les affaires de la terre au ciel. Das merveilleux chrétien und das Wunder von Kairo in Les Tragiques (1616) von Agrippa d‘Aubigné. 16:00-16:15 Kaffeepause 16:15-17:15 Hendrik Schlieper “aller Welt zum Staunen”: Zeichen und Wunder in Calderóns La devoción de la cruz 17:15-18:15 Björn Quarrying “Betwixt Astraea and the Scorpion Sign”: The Elusive Miracles of Divine Allegoresis in Milton’s Paradise Lost Gemeinsames Abendessen 29. November 2024 Raum 0.224 8:30-9:30 Jörn Steigerwald Im Auftrag des Herrn: zu Molières Dom Juan 9:30-10:30 Kirsten Dickhaut Katabasis und Anabasis als Strategien der Legitimation des christlich Wunderbaren in Molières Psyché 10:30-10:45 Kaffeepause 10:14-11:45 Astrid Dröse Das christlich Wunderbare auf der Opernbühne um 1700 11:45-12:45 Nicolas Detering “Verklärte Schönheit”: Zur Poetik des Transfigurationswunders in Klopstocks Messias 12:45-13:45 Jörg Robert Das christliche Wunderbare im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Phantastik und Phantasmagorie in Goethes Faust 13:45 Abschluss und gemeinsames Mittagessen Contact Information Prof. Dr. Jörn Steigerwald Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft Komparatistik/Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft Universität Paderborn Warburger Str. 100 D-33098 Paderborn +49 (0)5251 60-2894 joern.steigerwald@uni-paderborn.de Prof. Dr. Jörg Robert Lehrstuhl für Literaturgeschichte der Frühen Neuzeit Deutsches Seminar Eberhard Karls Universität Tübingen Wilhelmstr. 50 D-72074 Tübingen +49 (0)7071 29-72799 joerg.robert@uni-tuebingen.de Contact Email administration.robert@ds.uni-tuebingen.de URL

Dualla Misipo: »Der Junge aus Duala«. Literaturwissenschaftliche Perspektiven auf ein frühes Werk der Schwarzen deutschen Literatur, Berlin


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
13.11.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Postkoloniale Literaturtheorie

Erstellt am:
04.11.2024

Dualla Misipos Der Junge aus Duala. Ein Regierungsschüler erzählt … wird als der »erste Roman eines Schwarzen Deutschen« und als einer der frühesten postkolonialen literarischen Texte in deutscher Sprache bezeichnet. Obwohl der zwischen den 1920er und 1960er Jahren verfasste Roman vereinzelt für seine Analyse des europäischen Rassismus und der Psyche des kolonisierten Subjekts gelobt und hinsichtlich seiner raffinierten ästhetischen Strategien beachtet wurde, fristet das Buch des kamerunisch-deutsch-französischen Autors ein Schattendasein innerhalb der deutschsprachigen Literatur und Literaturwissenschaft. Eine intensivere Beschäftigung mit dem Text ist daher längst überfällig – gerade auch, wenn es darum geht, der Forderung nach Sichtbarmachung der vielfältigen und polyphonen langjährigen Schwarzen Literaturtradition in Deutschland ( Otoo/Oholi 2022 ) von literaturwissenschaftlicher Seite nachzukommen. Der Workshop soll einen Raum schaffen, um Misipos Der Junge aus Duala gemeinsam zu kontextualisieren und literaturwissenschaftlich zu diskutieren. Neben Themen wie der deutschen Kolonialherrschaft in Kamerun, (Post-)Kolonialismus und Migration sowie Vorurteilen und Rassismen im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik, sind es vor allem die literarischen Strategien des Autors, die einer eingehenderen Untersuchung harren: sein Spiel mit unterschiedlichen Genres und stilistischen Registern; der komplexe, modernistisch anmutende Umgang mit Zeit und die differenzierte Darstellung von Subjektivität; die intertextuellen Bezüge sowohl zu kamerunischen und afrodiasporischen als auch zu europäischen Literaturtraditionen; sowie die provokante Umkehrung von kolonialen Dichotomien wie Zentrum/Peripherie oder Natur/Kultur. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen für die Teilnahme im Zoom bitte an anmeldung@zfl-berlin.org . Programm Mittwoch, 13.11.2024 18.30 Auftaktveranstaltung Susanne Gehrmann (HU Berlin): »Grand Prix de l’Afrique noire en 1963 … mort en 1984 en Allemagne«. Eine Archivrecherche zu Jean-Ikelle Matiba Donnerstag, 14.11.2024 14.30 Eröffnung Eva Geulen (ZfL): Grußwort Sandra Folie, Gianna Zocco (ZfL): Einführung 15.00 Lesung und Gespräch Philipp Khabo Koepsell (Berlin): Lesung aus dem Jungen aus Duala im Anschluss Gespräch mit Robbie Aitken* (Sheffield Hallam University) 16.30 Ulfa von den Steinen (Berlin), Jürg Schneider* (Basel/Kinshasa): Über das Zustandekommen der beiden Ausgaben des Jungen aus Duala von 1973 (Kraus Reprint) und 2022 (Rüdiger Köppe Verlag) Sandra Folie, Gianna Zocco (ZfL): Auf der Suche nach dem Jungen aus Duala. Eine Archivrecherche Freitag, 15.11.2024 9.00 Der Junge aus Duala im Kontext von Misipos Schaffen Moderation: Sigrid Köhler (Universität Tübingen) Andreas Schmid (FU Berlin): Ghana lag in Kamerun. Dualla Misipo, Leo Frobenius und die Neuerfindung des afrikanischen Mittelalters Sandra Folie, Gianna Zocco (ZfL): Dualla Misipos Beiträge in Zeitschriften und im Rundfunk (1930–1967) 10.00 Poster-Session: Postmoderne und postkoloniale Identitäten Moderation: Jenaba Samura (ZfL) Burrhus Njanjo (Universität zu Köln): Identitätsfigurationen in Der Junge aus Duala und Ach, Kamerun! Unsere alte deutsche Kolonie von Kum’a Ndumbe III. Eine komparatistische Analyse Pascal Ongossi Assamba (Friedrich-Schiller-Universität Jena): Postmoderne und Postkolonialität im Jungen aus Duala Giresse Teikeu (Friedrich-Schiller-Universität Jena): Deutsches Kaiserreich und koloniale Migration: Selbstbehauptung und Interkulturalität im Jungen aus Duala 11.15 Intermediale Interventionen Moderation: Claudia Sackl (Universität Zürich) Marlen Rieffel (HU Berlin): Die Soundscapes im Jungen aus Duala – Literarische Repräsentationen kolonialer Gewalt Sandra Folie (ZfL): Zwischen Illustration und Subversion: Zeichnungen im Jungen aus Duala 13.30 Genrefragen und Intertextualität Moderation: Susanne Gehrmann (HU Berlin) Timothy Brown, Julia Rebholz* (Universität Tübingen): Der Junge aus Duala als autosoziobiographisches Erzählen zwischen Deutschland und Kamerun El-Shaddai Deva* (Universität Maroua, Kamerun): Dualla Misipo im intertextuellen Vergleich mit Ferdinand Oyono und Claire Goll Jeannette Oholi* (Dartmouth College, USA): Antirassismus in der Diaspora schreiben: Der Junge aus Duala und Chima Ojis Unter die Deutschen gefallen (Poster) Mantahèwa Lebikassa* (Université de Lomé, Togo): Constant Kpao Sarès Tschinku im Gastland: Ein friedenstiftender ›Zwillingsroman‹ des Jungen aus Duala (Poster) 15.30 Identität, Alterität, Hybridität Moderation: Nadjib Sadikou (Europa-Universität Flensburg) Constant Kpao Sarè* (Université d’Abomey-Calavi, Benin): Auswandern mit afrikanischen Dingen im Kopf. Misipos Erfahrungen mit Dingen der Identität und Alterität im (post-)kolonialen Deutschland Abidemi Jimoh* (Stanford University, USA): Der Subalterne spricht Deutsch: Hybridity in Der Junge aus Duala 17.00 Podiumsdiskussion Moderation: Sandra Folie, Gianna Zocco (ZfL) Stil, Kanon, Erzählinstanz, Genre. Weitere germanistische und komparatistische Fragen an den Jungen aus Duala mit Albert Gouaffo (Université de Dschang, Kamerun), Andrea Hartmann (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Sigrid Köhler (Universität Tübingen) und Nadjib Sadikou (Europa-Universität Flensburg) Mit einem Asterisk* gekennzeichnete Teilnehmer*innen sind per Zoom zugeschaltet. Gefördert vom European Research Council (ERC) im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont Europa der Europäischen Union, Grant agreement 101075842: AFROPEA Contact Information Sandra Folie , Gianna Zocco URL

„Gattungen des Ökonomischen in der Frühen Neuzeit. Kompilation – Diffusion – Zirkulation“, Augsburg


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
14.11.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Gender Studies/Queer Studies, 

Literatur und Soziologie, 

Literatur und Anthropologie/Ethnologie

, und 4 weitere

Erstellt am:
01.11.2024

Gattungen des Ökonomischen in der Frühen Neuzeit. Kompilation – Diffusion – Zirkulation Internationale und interdisziplinäre Tagung am Jakob-Fugger-Zentrum Augsburg Gefördert vom Jakob-Fugger-Zentrum und der Kurt-Bösch-Stiftung Die Frühe Neuzeit verfügt über kein einheitliches Verständnis und keinen Kollektivsingular von ‚Ökonomie‘. Vielmehr lassen sich in Europa zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert vielschichtige Prozesse der Adaption, Zirkulation und Transformation ökonomischen Wissens bemerken. Diese Dynamik zeichnet sich nicht zuletzt in gattungspoetologischen Ordnungszusammenhängen ab, die die Tagung aus interdisziplinärer Perspektive systematisch erschließen will. Ausgangspunkt der Überlegungen ist, dass verschiedene, literarische und nicht-literarische Gattungen und Textsorten mit ihren je unterschiedlichen Funktionen eine Distribution des ökonomischen Wissens in der Frühen Neuzeit leisten. Donnerstag, 14. November 2024 Anreise und ab 18.00 Uhr Führung durch die Fuggerei Freitag, 15. November 2024 9.00 Uhr: Grußworte des Dekans Prof. Dr. Lothar Schilling und von Dr. Andrea Rehling (Jakob-Fugger-Zentrum) Dr. Nicolas von Passavant (Zürich) und PD Dr. Franz Fromholzer (Augsburg) Begrüßung und thematische Einführung 9.30 Uhr: Dr. Justus Nipperdey (Saarbrücken) Wissen ohne Gattung. Der wirtschaftspolitische Diskurs vor dem etablierten Kameralismus 10.15 Uhr: Kaffeepause 10.45 Uhr: Jun.-Prof. Dr. Christine Fertig (Antwerpen/Münster) Wissen zwischen den Welten. Die Produktion von Wissen über außereuropäische Heilmittel in der Frühen Neuzeit 11.30 Uhr: PD Dr. Annika Nickenig (Berlin) Erzählungen von Tausch und Täuschung. Die frühneuzeitliche Novelle als Aushandlungsort ökonomischen Wissens 12.15 Uhr: Lea Iser, M.A. (Tübingen) Utopie und Ökonomie. Wirtschaftliches Handeln und Wissen in Thomas Morus’ Utopia und weiteren Utopien der Frühen Neuzeit 13.00 Uhr: Mittagspause 14.30 Uhr: Prof. Dr. Peter Heßelmann (Münster) Kalender als Textsorte zur Vermittlung ökonomischen Wissens im 17. Jahrhundert 15.15 Uhr: Prof. Dr. Joseph S. Freedman (Montgomery, Alabama) Otto Aicher’s treatise on Oeconomica (1690) in Context 16.00 Uhr: Kaffeepause 16.30 Uhr: Dr. Christine Zabel (Paris) Metall gegen windige Geschäfte. Medaillen als interaktive ökonomische Ratgeber 17.15 Uhr: Karsten Klein, M.A. (Saarbrücken) Aktionär im Dialog. Börsenpraktiken in de la Vegas Die Verwirrung der Verwirrungen Samstag, 16. November 2024 9.00 Uhr: Dr. Corinna Dziudzia (Gotha) Frauen und Bergwerke. Klandestine Ökonomien in (radikal-)pietistischen Zirkeln? 9.45 Uhr: PD Dr. Simon Karstens (Trier) Weibliche Ökonomien und Ökonomik für Frauen? Die Verflechtung von Geschlechterordnung und ökonomischer Ordnung in Lexika und Enzyklopädien des 18. Jahrhunderts 10.30 Uhr: Kaffeepause 11.00 Uhr: Prof. Dr. Nikola Roßbach (Kassel) Die Anthropologisierung der Ökonomie. Das Konzept der Häuslichkeit in der Spätaufklärung 11.45 Uhr: PD Dr. Heiner Stahl (Erfurt) Kochbücher und Küchenbewirtschaftungen. Ökonomien des Essens, des Medialen, des Aufschreibens, des Zeitlichen und des Repräsentierens (1770–1830) 12.30 Uhr: PD Dr. Victoria Gutsche (Erlangen) und PD Dr. Christian Meierhofer (Wien/Bonn) Kurzes Resümee und Abschlussdiskussion Contact Information PD Dr. Franz Fromholzer, franz.fromholzer@uni-a.de PD Dr. Victoria Gutsche, victoria.gutsche@fau.de PD Dr. Christian Meierhofer, meierhofer@uni-bonn.de Dr. Nicolas von Passavant, np@vonpassavant.net Contact Email meierhofer@uni-bonn.de URL

Online Workshop – The Nuclear Age, Redux: Forms and Modes of Environmental Change


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
15.11.2024
Beitrag von:
Annika Schadewaldt
Forschungsgebiete

Literatur aus Nordamerika, 

Literaturtheorie, 

Ecocriticism

, und 4 weitere

Erstellt am:
31.10.2024

The last few years have seen a resurgence of interest in the nuclear – as both material reality and cultural phenomenon. From resurfaced fears of nuclear warfare and disasters to debates about the use of nuclear technology as a sustainable alternative to carbon-intense and fossil-based forms of energy. At the same time, popular text such as Oppenheimer (2023) or the miniseries Chernobyl (2019) indicate a renewed fascination with both nuclear capabilities and post-apocalyptic scenarios. Have we entered a new nuclear age, or have we never truly been post-nuclear? This online workshops brings together early career and established international scholars working on the representations of the material traces and cultural legacies of the nuclear in transnational North American literature and culture, focusing on the 1980s and beyond. We will look at the nuclear as a site that negotiates and brings into conversation environmental and other societal, political, and individual crises in cultural production. While previous scholarship on the nuclear has often stressed its essential unrepresentability, this workshop is specifically interested in the modes, forms, and media of the nuclear. Please see the attached program for more info and register at the link below.

Brettspiele im Mittelalter – Das Mittelalter im Brettspiel. Poetik, Rezeption, Praxis, Freiburg, Schweiz


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
20.11.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Game Studies, 

Poetik, 

Stoffe, Motive, Thematologie

, und 2 weitere

Erstellt am:
28.10.2024

Internationale germanistisch-mediävistische Tagung in Zusammenarbeit mit dem Departement für Germanistik, mit dem Mediävistischen Institut der Universität Freiburg (CH) und der Schweizerischen Akademischen Gesellschaft für Germanistik (SAGG) Ziel der germanistisch-mediävistischen Tagung ist es, das von den ‹Game Studies› stark vernachlässigte Brettspiel sowohl unter mediävistisch-literaturwissenschaftlicher als auch unter rezeptionsästhetisch-kulturwissenschaftlicher Perspektive in den Blick zu nehmen. Berücksichtigt werden narratalogische, sprachpragmatische, historische, kultur- und medienwissenschaftliche Ansätze. Die dreitägige Veranstaltung ist entsprechend in mehrere Sektionen aufgeteilt. Der mediävistische Teil der Tagung umfasst zwei komplementäre Sektionen: 1. ‹Brettspiele im Mittelalter›, 2. ‹Das Mittelalter im Brettspiel›. Fachbereichsübergreifend richtet sich die Sektion ‹Ludische Textualität. Spiele als Gegenstand der Germanistik› im Rahmen des Schweizerischen Germanistiktages an ein gesamtgermanistisches, auch fachdidaktisches Publikum. In drei fachbereichsspezifischen Vorträgen aus den germanistischen Teilbereichen stellt der Germanistiktag 2024 die Frage nach der Relevanz von Spielen als Gegenstand der deutschsprachigen Sprach- und Literaturwissenschaft. In einer Podiumsdiskussion wird das didaktische Potential von Spielen im schulischen und universitären Unterricht ausgelotet. Über das Fachpublikum hinaus richtet sich die abendliche Lesung von Tonio Schachinger an alle Literaturinteressierten. Schachinger wird aus seinem 2023 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman ‹Echtzeitalter› vortragen, in welchem der Coming of Age-Roman durch die Thematik des ‹Spiels› aktualisiert und dem Zeitgeist gemäss neu pointiert wird. Beschlossen wird die Tagung mit einem Workshop, in dem Studierende der Universität Freiburg (CH) unter der Anleitung des Spieleforschers und Brettspieldesigners Steffen Bogen Gelegenheit erhalten, ein mediävistisches Thema in Gestalt eines Brettspiels umzusetzen. Anmeldung per E-Mail an: cyril.senn@unifr.ch Mittwoch, 20.11.24 Ort: digitaler Raum (Zoom und MIRO) 18:00-20:00 Workshop What‘s wrong with Roll & Write? für Studierende mit Eric Zimmerman Donnerstag, 21.11.24 Ort: Raum Mis 10 1.16 (Universität Freiburg, Gebäude: Miséricorde 10, Rue de Rome 1) Tagung Brettspiele im Mittelalter – Das Mittelalter im Brettspiel. Poetik, Rezeption, Praxis. Sektion 1: Brettspiele im Mittelalter 14:30 Gelegenheit zum Kaffee 15:00–15:30 Inci Bozkaya, Robert Schöller, Cyril Senn: Begrüssung und Einleitung: Von der würfelnden Erzählung des Mittelalters zum Würfelritter der Gegenwart 15:30–16:15 Ulrich Schädler: Schach— ein Spiel aus dem Orient, aber nicht nur… Moderation: Andreas Nievergelt 16:15–16:45 Kaffeepause 16:45–17:30 Michael A. Conrad: Geschichten erspielen: Zur Ludonarrativität von Brettspielen aus kulturhistorischer Perspektive Moderation: Inci Bozkaya 17:30–18:15 Christine Stridde: Erzählen über Bande. Das ›Spiel‹ der höfischen Literatur Moderation: Inci Bozkaya 19:00 Gemeinsames Abendessen (Café du Midi) Freitag, den 22.11.24 Ort: Raum Mis 10 01.13 (Universität Freiburg, Gebäude: Miséricorde 10, Rue de Rome 1) Ludische Textualität. Spiele als Gegenstand der Germanistik (Germanistiktag in Verbindung mit der Schweizerischen Akademischen Gesellschaft für Germanistik [SAGG]) 10:00–10:30 Begrüssung und Einleitung 10:30–11:15 Jan-Noël Thon: Erzählen im Computerspiel: Theorie und Analyse Moderation: Cornelia Herberichs 11:15–11:45 Kaffeepause 11:15–12:30 Hiloko Kato: Linguistische Zugänge zum digitalen Spiel – mit Fokus auf Interaktion und Agency Moderation: Jan Kaufmann 12:30–14:00 Mittagspause 14:00–14:45 Franziska Ascher: Ludonarrative Strukturen in Spiel und mittelalterlicher Literatur Moderation: Cyril Senn 14:45–15:00 Kurze Kaffeepause 15:00–16:00 Podiumsdiskussion Verspielte Chancen? Das Potential von Spielen im (hoch-) schulischen Unterricht mit Andrea Reichmuth, Ulrich Schädler und Stefan Schmidlin; Moderation: Inci Bozkaya 16:15–18:30 Mitgliederversammlung der SAGG Alternativprogramm: Spielerunde der Fachschaft Germanistik 19:15 Ort: Korso (Boulevard Pérolles 15) Lesung von Tonio Schachinger aus seinem Roman ‹Echtzeitalter›; Moderation: Adela Sabban Samstag, den 23.11.24 Ort: Raum Mis 10 01.13 (Universität Freiburg, Gebäude: Miséricorde 10, Rue de Rome 1) Tagung Brettspiele im Mittelalter – Das Mittelalter im Brettspiel. Poetik, Rezeption, Praxis. Sektion 2: Das Mittelalter im Brettspiel 9:00–9:45 Björn Reich: Merlin, Gawein, Bedivere – Arthurische Figuren im modernen Brettspiel Moderation: Robert Schöller 9:45–10:30 Katharina Gedigk: Von Tintenknappheit und reichen Gönnern. Buchdruckerfahrung im Brettspiel ‹Gutenberg› Moderation: Robert Schöller 10:30–11:00 Kaffeepause 11:00–11:45 Jan-Niklas Meier: In die Welt des Mittelalters eintauchen? Möglichkeiten und Grenzen des Erzählens in Brettspielen Moderation: Matthias Däumer 11:45–12:30 Steffen Bogen: Der St. Galler Klosterplan als Spiel. Über das Verändern und Anpassen von Regeln Moderation: Matthias Däumer 12:30–13:45 Gemeinsames Mittagessen 13:45–14:30 Gundolf S. Freyermuth: Literatur und Spiel. Skizze einer historischen Theorie Moderation: Cyril Senn 14:30–15:00 Schlussdiskussion 15:15 Workshop Designing the Middle Ages für Studierende mit Steffen Bogen Contact Information Dr. Inci Bozkaya (inci.bozkaya@unifr.ch) PD Dr. Robert Schöller (robert.schoeller@unifr.ch) Cyril Senn, M.A. (cyril.senn@unifr.ch) Universität Freiburg (Schweiz) Germanistische Mediävistik Avenue de l’Europe 20 CH-1700 Freiburg Contact Email inci.bozkaya@unifr.ch URL www.unifr.ch/mediaevum/de/veranstaltungen/brettspiele-tagung.html Attachments Programm Brettspiele-Tagung

Reine Sprache, guter Ton – Ästhetik des Umgangs im Europa der Frühen Neuzeit, Tübingen


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
06.11.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Gattungspoetik, 

Ästhetik

, und 3 weitere

Erstellt am:
28.10.2024

Organisation: Sarah Dessì Schmid, Katharina Fezer, Patrick Koch, Jörg Robert, René Waßmer Ort: Universität Tübingen, Alte Aula, Münzgasse 30, 72070 Tübingen Vom 06. bis 08. November 2024 lädt das im Tübinger SFB 1391 Andere Ästhetik angesiedelte Teilprojekt A3 Reine Sprache, guter Ton – Purismus und Ästhetik des Umgangs in der frühneuzeitlichen Konversationsliteratur dazu ein, das Thema „Reine Sprache, guter Ton – Ästhetik des Umgangs im Europa der Frühen Neuzeit“ zu diskutieren. Im Zentrum der internationalen und interdisziplinären Tagung steht die Verflechtung von ‚reiner Sprache‘ und ‚gutem Ton‘ in der europäischen Literatur der Frühen Neuzeit. Vorträge zur deutschen, französischen, italienischen und neulateinischen Verhaltens- und Konversationsliteratur des 16. bis 18. Jahrhunderts nehmen systematisch die ‚Ästhetik des Umgangs‘ in den Blick, die sich entlang der ästhetischen Reflexionsfigur des decorum je individuell entwickelt. Fragen nach dem jeweiligen Konstitutionsrahmen der Sprach- und Verhaltensformung werden ebenso diskutiert wie Gattungen, Textsorten und Diskurstraditionen und deren Adaption in den einzelnen kulturellen Kontexten. Darüber hinaus betrachten die Beiträge, welche Adressatinnen und Adressaten durch die literarischen Werke angesprochen werden sollen und beschreiben die mit den Texten verbundenen internationalen Transfer- und Transformationsprozesse. Interessierte können sich unter der Mailadresse a3@sfb1391.uni-tuebingen.de anmelden. Programm Mittwoch, 06. November 14:30 Begrüßung/Einführung (Sarah Dessì Schmid/ Jörg Robert) 15:00 Jörn Steigerwald (Paderborn): Feld-Bereinigung. Fénélons Lettre à l’Académie 16:00 Kaffeepause 16:30 Clemens Peck (Salzburg): „Höffliche Wort=Wechsel“, „stetswährende Negociation“. Zur Rolle der Diplomatie in der Konversationsliteratur 17:30 Selina Seibel (Stuttgart): Decorum und Duell. Die prudence als Sprach- und Verhaltensideal in der Astrée und den frühneuzeitlichen Duelltraktaten Donnerstag, 07. November 09:00 Gerda Haßler (Potsdam): Zusammentreffen von zwei Diskurstraditionen in Le génie de la langue françoise (1685) von Jean D’Aisy 10:00 Katharina Fezer / Patrick Koch (Tübingen): Ausschweifen, dazwischenreden, schweigen: Eine quantitativ-qualitative Analyse frühneuzeitlicher Konversationstraktate 11:00 Kaffeepause 11:30 Isabelle Stauffer (Eichstätt-Ingolstadt): Die „höffliche Einrichtung der Worte“. Komplimentierbücher von August Bohse und Christian Friedrich Hunold 12:30 René Waßmer (Tübingen): Sprachpurismus und Ästhetik des Umgangs in Georg Philipp Harsdörffers Frauenzimmer Gesprächspielen (1641–1657) 13:30 Mittagessen 14:30 Cécile Lignereux (Grenoble): Au nom du bel usage : la désinvolture de Mme de Sévigné à l’encontre du bon usage 15:30 Karina Slunkaite (Heidelberg): „Pour être civil, il suffit d’avoir vécu parmi les Nations civilisées.“ – Fremdspracherwerb als Höflichkeitserwerb in den Remarques sur les germanismes von Éléazar de Mauvillon 16:30 Kaffeepause 17:00 Sarah Dessì Schmid (Tübingen): Parlar femminile. Heterologische Bedingungen der geschlechtsspezifischen Konversationskultur Freitag, 08. November 09:30 Sybille Große (Heidelberg): Französische Beichthandbücher (manuels confessionnels) und der ‚gute Ton‘ aus ganz anderer Perspektive 10:30 Kaffeepause 11:00 Jörg Robert (Tübingen): Ästhetik des Umgangs und Zivilisierung der Lebenswelt – Erasmus’ Colloquia Familiaria 12:00 Abschlussdiskussion mit Ausklang und Imbiss Contact Information Dr. René Waßmer Universität Tübingen SFB 1391 „Andere Ästhetik“ 72074 Tübingen Contact Email rene.wassmer@uni-tuebingen.de

Staging Nature. Berührungspunkte von Natur und Bühnenwerken, München


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
07.11.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur aus Großbritannien und Irland, 

Literatur und Geographie/Kartographie

, und 3 weitere

Erstellt am:
25.10.2024

Staging Nature. Berührungspunkte von Natur und Bühnenwerken (gefördert von der Daimler und Benz-Stiftung) Ausgehend von der sprichwörtlich gewordenen Sentenz „All the world’s a stage“ (Shakespeare 1623) interessiert sich der Workshop für einen ganz bestimmten Teil der Welt, der mit den Veränderungen von Theorie und Praxis des Theaters im langen 18. Jahrhundert Einzug in Text und Bühne hält: die Natur. Finden sich in Shakespeares Dramen zahlreiche Wortkulissen zur Natur, so werden diese in der dramatischen Literatur um 1770 im deutschsprachigen Raum zunehmend in die Regieanweisungen übertragen – und auch auf die Bühne gebracht. Wälder, Gärten, freie Felder, aber auch Pflanzen werden zum Bedeutungsträger im Drama. Da die Raumgestaltung Auswirkungen auf Figuren und Handlung hat, stellt sich die Frage, ob und inwiefern der Außenraum dabei besonders zu beachten ist. Der Fokus des Workshops liegt zwar auf der deutschsprachigen Literatur um 1800, will aber mit Seitenblicken darüber hinaus (d.h. in andere Philologien, Künste, Jahrhunderte) grundsätzlich über den Stellenwert von dargestellter und für darstellende Zwecke genutzte Natur nachdenken. Im Workshop wollen wir u.a. folgenden Fragen nachgehen: Woher kommt die Tradition der Darstellung von Natur auf der Bühne? Welche Räume kommen in Frage, wie werden diese gestaltet? Wie unterscheiden sich imaginierte und realisierte Naturräume? Wo und wie wird die Natur als Bühne genutzt? Finden Naturbühnen auch in anderen Gattungen Einzug? Donnerstag, 07. November 12.15 – 12.45 Uhr Anna Axtner-Borsutzky (München) Begrüßung und Impuls Berührungspunkte von Natur und Bühnen 12.45 – 13.45 Uhr Helena Langewitz, Sebastian Herold, Leonie Matt (Mainz) Garten und Musiktheater am Dresdner Hof im 17. und 18. Jahrhundert 13.45 – 14.45 Uhr Elystan Griffiths (Birmingham) Kleists Naturbühnen 14.45 – 15.00 Uhr Kaffeepause 15.00 – 16.00 Uhr Lily Tonger-Erk (Tübingen/Duisburg-Essen) Szenen der Natur: Intermediale Referenzen auf Gartenkunst und Landschaftsmalerei in Goethes Götz von Berlichingen 16.00 – 17.00 Uhr Jens Ole Schneider (Jena) Natur und höfische Gesellschaft in Goethes Torquato Tasso 17.00 – 17.30 Uhr Kaffeepause 17.30 – 19.00 Uhr Sonja Dümpelmann (München) Keynote Freitag, 08. November 09.00 – 10.00 Uhr Sandra Fluhrer (Erlangen-Nürnberg/FU Berlin) Die Überlagerung von (Kultur-)Landschaften in Kleists Penthesilea 10.00 – 11.00 Uhr Luise Grabolle (Leipzig) Offenes Gelände – Schlachtfelder als offstage inszenierte Naturräume in den Dramen Heinrich von Kleists 11.00 – 11.30 Uhr Kaffeepause 11.30 – 12.30 Uhr Valentina Finger (München) Power to the Plants: (Un-)Natürliche Machtkulturen bei Shakespeare 12.30 – 13.30 Uhr Felix Lempp (Bern) Verpflanztes Indien. Vegetabile Räume des Fremden in E. Marlitts Die zweite Frau (1874) 13.30 – 14.00 Uhr Lunch 14.00 – 15.00 Uhr Nora Zapf (Augsburg) Untergrund aufführen. Hélio Oiticicas Kunst als Material 15.00 – 15.30 Uhr Abschlussdiskussion Organisation und Kontakt : Dr. Anna Axtner-Borsutzky (a.axtner-borsutzky@lmu.de) Tagungsort: Philologicum, Ludwig-Maximilians-Universität München

Aufgezeichnetes Erbe. Kulturelle Interferenzräume des östlichen Europa als Sujet im Comic, Oldenburg


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
07.11.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Osteuropäische Literatur (Baltikum, Russland, Ukraine), 

Ostmitteleuropäische Literatur (Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn), 

Südosteuropäische Literatur (Albanien, Balkanstaaten, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Türkei)

, und 2 weitere

Erstellt am:
25.10.2024

Der Comic erlebt seit Jahren eine Konjunktur: auf dem Buchmarkt, auf Festivals und Internetforen sowie in Forschung und Lehre. Ähnlich wie in der Shared Heritage-Literatur gibt es in den grafischen Skizzen und Ausarbeitungen eine Vielzahl von Familiengeschichten, aber auch (Reise-)Reportagen, Dokumentationen und (Kriegs-)Tagebücher – nicht zuletzt zum geteilten Erbe des östlichen Europa. Längst ist der Comic ein wichtiges Erinnerungsmedium geworden: Darin kommen das Fragmentarische, die Last und auch die Latenz des Erbes intermedial zum Ausdruck. Comic-Autor:innen mit Bezug zu kulturellen Interferenzräumen des östlichen Europa leben ebenso im deutschsprachigen Raum wie etwa in Polen, Litauen, Serbien, Russland, Tschechien, der Ukraine oder Ungarn: etwa Agata Bara, Tomasz Bereźnicki, Jan Blažek, Lina Itagaki, Jaromír 99, Reinhard Kleist, Oxana Matiychuk, Monika Powalisz, Jaroslav Rudiš, Bianca Schaalburg, Marek Toman, Birgit Weyhe und Barbara Yelin. Organisation Prof. Dr. Thomas Boyken, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Prof.’in Dr. Gudrun Heidemann, Uniwersytet Łódzki / Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald Dr. Silke Pasewalck, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa Programm Donnerstag, den 07.11.2024 10.00–10:30 Uhr MatthiasWeber (Direktor des BKGE): Grußwort Silke Pasewalck (BKGE), Gudrun Heidemann (Łódź/Greifswald), Thomas Boyken (Oldenburg): Einführung Comics als Erinnerungsmedien Moderation: Gudrun Heidemann 10:30–11:00 Uhr Christine Gundermann (Köln), online Comics als Medium des kulturellen Gedächtnisses. Zur Konstruktion von Authentizität und der Darstellbarkeit von Erinnerung 11:00–11:30 Uhr Anna Stemmann (Leipzig) „Oma, bei dir ist es so schön gemütlich!“ – Erinnerte Familiengeschichte im Spiegel der Zeitgeschichte 11:30–12:00 Uhr Kaffeepause Geteiltes Erbe im Comic Moderation: Thomas Boyken 12:00–12:30 Uhr Jan V. König (Bratislava) Zwischen Grafk, Film und Plattform: Transmediale Vernetzungen im tschechischen Shared Heritage-Comic 12:30–13:00 Uhr Gudrun Heidemann (Łódź/Greifswald) ‚Opa war doch Nazi‘. Spurensuche der Nachgeneration im Comic 13.00–14:00 Uhr Mittagspause Moderation: Silke Pasewalck 14:00–14:30 Uhr Adriana Aquaviti (Frankfurt/Main) Das unsichtbare Erbe: Transgenerationale Traumata in Nina Bunjevacs Vaterland. Eine Familiengeschichte zwischen Jugoslawien und Kanada (2015) 14:30–15:00 Uhr Alina Molisak (Warszawa/New York), online Verschiedene Formen von Erbschafen. Das Werk von Rutu Modan und das polnisch-jüdische Erbe 15:00–15:30 Uhr Svitlana Pidoprygora (Mikolaiv/Basel) Narrating War Through a Western Lens: Igort’s Comic Reportages on Ukraine 15:30–16:00 Uhr Kaffeepause 20:00–22:00 Uhr Edith-Russ-Haus / Katharinenstraße 23 Comic-Lesung mit Barbara Yelin und Marek Toman Moderation: Gudrun Heidemann Freitag, den 08.11.2024 Sozialistisches Erbe im Comic Moderation: Renata Makarska 10:00–10:30 Uhr Moira Paleari (Milano): Geschichte(n) intermedial gestalten – Genossin Kuckuck von Anke Feuchtenberger 10:30–11:00 Uhr Kalina Kupczyńska (Łódź): Im Zeichen der Platte vereint? Sozialistische Architektur als geteiltes Erbe im Comic Sowjetisches Erbe im Comic 11:00–11:30 Uhr Bettina Egger (Salzburg), online Aufgezeichnetes Erbe – Tschernobyl als ökologischer Erinnerungsort in Tchernobyl mon amour und Le Sarcophage 11:30–12:00 Uhr Kaffeepause Moderation: Gudrun Heidemann 12:00–12:30 Uhr Alina Baravykaitė (Greifswald) Die litauische Graphic Novel als Erinnerungsmedium 12:30–13:00 Uhr Silke Pasewalck (Oldenburg) Zur Rolle der Imagination in postmemorialen Graphic Novels – am Beispiel von Jurga Viles Sibiro Haiku und Bianca Schaalburgs Der Duft der Kiefern 13:00–14:00 Uhr Mittagspause Transnationale und transmediale Figuren im Comic Moderation: Silke Pasewalck 14:00–14:30 Uhr Ekkehard Haring (Oldenburg) Kafkas Bilder – Bilder Kafkas. Interferenzen einer außergewöhnlichen Wirkungsgeschichte 14:30-15:00 Uhr Matthias Harbeck (Berlin) Vermischte Nationalitäten zwischen Holocaust, Kaltem Krieg und neuem Nationalismus – ‚deutsche‘ Osteuropäer im US-Superheld:innencomic seit 1960 15:00-15:30 Uhr Kaffeepause Abschluss mit Keynote 15:30-16:00 Uhr Moderation: Thomas Boyken Niels Schröder (Hamburg) „I got Rhythm. Das Leben der Jazzlegende Coco Schumann“ – über den Entstehungsprozess einer biographischen Graphic Novel unter besonderer Berücksichtigung der Miteinbeziehung des Zeitzeugen im Rahmen der Rekonstruktion und Visualisierung seiner Lebensgeschichte 16:00-17:00 Abschlussdiskussion Moderation: Silke Pasewalck, Gudrun Heidemann, Thomas Boyken Contact Information Dr. Silke Pasewalck Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa (BKGE) Johann-Justus-Weg 147 a D-26127 Oldenburg Telefon: 0 44 1/96 19 5-0 Fax: 0 44 1/96 19 5-33 E-Mail: bkge@bkge.bund.de Internet: http://www.bkge.de Contact Email silke.pasewalck@bkge.bund.de URL

Im Streit verstrickt. Schauplätze, Streitweisen und Affektpolitiken aktueller Konflikte


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
21.11.2024
Beitrag von:
Robert Buch
Erstellt am:
25.10.2024

Wir leben, so scheint es, in einer Zeit der Eskalationen. Fast im Tagesrhythmus brechen neue Konflikte auf, denen man sich schwer entziehen kann: von eher klassischen Verteilungs- und Interessenkonflikten zu Deutungskonflikten, die in immer weitere Bereiche ausgreifen und denen man sich immer schwerer entziehen kann und oft als „Kulturkämpfe“ zum Zeichen einer neuen Zeit erklärt werden. Denn diese Kämpfe verstricken auch eigentlich Unbeteiligte und zwingen zu Parteilichkeit. Vermittlung scheint vergeblich, die Antagonismen unauflösbar: es herrscht ,deadlock‘ zwischen unversöhnlichen Positionen. Die Vehemenz unserer aktuellen Kulturkämpfe erzeugt Faszination und Unbehagen. Ihre Polarisierungen versprechen Ordnung in die ehemalige ,neue Unübersichtlichkeit‘ zu bringen, aber sie produzieren zugleich Unruhe und scheinen einer Dynamik zu folgen, deren Effekte sich nur ungefähr übersehen lassen. Die neuen Streitformen affizieren auch die Kulturwissenschaften. Sie sind betroffen sowohl als Zielscheibe kulturkämpferischer Diffamierung – unter Titeln wie cancel culture, identity politics oder cultural marxism – als auch, in ihrem aktivistischen Flügel, als Akteure im Konflikt, ob im Namen beispielsweise der postcolonial studies oder der environmental humanities. Aber auch der Kulturbegriff selbst ist betroffen. Denn statt als dynamischer Prozess des Austausches, der Verhandlungen und Hybridität erscheint Kultur als Kampfplatz, als Feld agonaler Energien, und steht im Zeichen von Konfrontation und Polemik. Die Beiträge zur Tagung erproben, was die Kulturwissenschaften zum Verständnis dieser Eskalationslogik beitragen können: ihrer Orte und Schauplätze, ihrer Modi und Formen sowie schließlich der ihr zugrundeliegenden Affektpolitiken. PROGRAMM Donnerstag, 21.11.2024 13.00 Begrüßung und Einleitung 13.30-15.30 Prof. Dr. Magdalena Marszalek, Potsdam: Die Unfähigkeit zu streiten. Streitkultur und gesellschaftliche Polarisierung Dr. Julia Nitz, Halle: Kulturkampf in den USA: Muster und Dynamiken in historischer Perspektive 15.30-16.00 Pause 16.00-18.00 Dr. Aletta Diefenbach, Berlin: Affektpolitiken der duldenden Toleranz und der eigenen kulturellen Vielfalt. Wie die Neue Rechte über Religion streitet Prof. Dr. Jörg Dierken, Halle: Sakralisierter Moralismus 18.00-18.30 Pause 18.30-19.30 Prof. Dr. Niels Werber, Siegen: Populäre Konflikte Freitag 22.11.2024 9.00-11.00 Prof. Dr. Jürgen Brokoff, Berlin: Ressentiment und die Figur des (kämpfenden) Außenseiters: Botho Strauß Neela Janssen, Wien/Halle: Feuilletonistischer Aufreger oder identitätspolitisches Sprachrohr? Simon Strauß‘ Debüt Sieben Nächte 11.00-11.30 Kaffeepause 11.30-13.30 Dr. Johannes Franzen, Siegen: Der vergiftete Paratext. Die Person des Künstlers als kontroverser Störfaktor Dr. Johanna-Charlotte Horst, Halle: #tradwife. Kritik einer Lebensform