Migration, Language, Climate: Global Entanglements, online


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
04.12.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Erstellt am:
26.11.2021

Migration is not just a matter of people moving from one place to another: the climate, capital, words and languages are all integral to it, both as agents of movement and as its objects. This half-day, bi-lingual conference with workshop discussion will shed light on some of the ways in which migration is entangled with literature and language, climate, and industrialization. Remote only; p artly in English and partly in German. December 4, 2021 9:00 – 9:10 (CST) / 16.00 – 16.10 (MEZ): David Martyn and Christiane Frey: Einführung (in German) 9:10 – 10:00 (CST) / 16.10 – 17.00 (MEZ): Kyung-Ho Cha (Germanistik, Universität Bayreuth): “Borderland Europa. Die Dialektik der Migration im Diskurs über Europa” (in German) Hanna M. Hofmann (Germanistik, RWTH Aachen): Respondenz (in German) Der Vortrag widmet sich Yoko Tawadas poetischer Konstruktion eines mehrsprachigen Europas, das in ihren Texten als ein Grenzraum erscheint, der durch die Migration der Sprachen entsteht. 10:00 – 10:45 (CST) / 17.00 – 17.45 (MEZ): Workshop with Thomas Nail (Philosophy, Univ. of Denver) and students of the sponsoring universities on his The Figure of the Migrant (Stanford Univ. Press 2015) (in English) 11:00 – 11:45 (CST) / 18.00 – 18.45 (MEZ): Thomas Nail (Philosophy, University of Denver): “The Climate Migration Industrial Complex” (in English) The past two decades have seen the rise of an increasingly powerful global climate-security market designed to profit from the ever-recurring flows of migrants. We are witnessing the emergence of what we might call a “climate-migration-industrial complex.” A transatlantic cooperation between Macalester College and RWTH University Aachen with support from a Mellon Foundation grant. Organized by David Martyn and Christiane Frey. Registration Link: macalester.zoom.us/meeting/register/tJMpdu6rqTIrHdbLzPOb77FZH7hHRWBaN_Lh Please direct questions to martyn@macalester.edu or c.frey@germlit.rwth-aachen.de

Der Erste Weltkrieg: Erinnerungskulturen in Deutschland und Australien – The First World War: Cultures of Remembrance in Germany and Australia, online


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
09.12.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Nordeuropäische Literatur (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland)

Erstellt am:
26.11.2021

Der 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs 1918 hat die Erinnerung daran wieder in die Öffentlichkeit gebracht. Im deutsch-australischen Vergleich stachen dabei vor allem die verschiedenen Arten des Umgangs mit der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg heraus, was die unterschiedliche Bedeutung dieses gemeinsam erlebten historischen Ereignisses für das Nationalbewusstsein der beiden Länder verdeutlicht. In Deutschland gilt das Ende des Ersten Weltkriegs einerseits als „Geburtsstunde der Demokratie“, andererseits waren die Narrative, die in der unmittelbaren Nachkriegszeit entstanden, zum Teil ideologische Wegbereiter für die NS-Diktatur, weshalb der Erste Weltkrieg sehr lange nur als Vorläufer des Zweiten Weltkriegs gesehen wurde. Dies ist in Australien anders. Hier gilt der „Große Krieg” als Auslöser eines spezifisch australischen Nationalbewusstseins, das der noch relativ jungen Nation eine eigene, vom Britischen Imperium unabhängige Identität verliehen hat. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Erinnerungskulturen der beiden Länder, die in den Gedenkfeiern 100 Jahre nach dem Ende des Kriegs noch einmal einen Höhepunkt hatten. Die interdisziplinäre Tagung wird dieses Spannungsfeld aus mehreren Perspektiven heraus erkunden und dabei nicht nur einen Einblick in die Verschiedenen Erinnerungskulturen geben, sondern auch eine Vielzahl an Erinnerungsorten, Medien und Diskursen erkunden. Interessierte wenden sich bitte bis Sonntag, 6. Dezember, formlos an cultures.of.remembrance@gmail.com Die Zugangslinks zur Tagung werden dann kurz darauf verschickt. Tagungsprogramm (alle Angaben nach MEZ) 8.00–8:15 Begrüßung 8:15–9:00 Keynote: Helmut Kiesel (Heidelberg): Umstrittene Heldenbücher: zur Rezeption deutscher Weltkriegsbücher 9:00–9:15 Pause 9:15–9:45 Gundula Gahlen (Berlin) : Psychisch versehrte Offiziere in den Erinnerungsdiskursen an den Ersten Weltkrieg in der Weimarer Republik 9:45–10:15 Silvan Kufner (Regensburg): Trauma – Panzerung – Humanität. Interpretation und Konstruktion der Erinnerung am Beispiel von Ernst Jüngers In Stahlgewittern 10:15–10:45 Kaffeepause 10:45–11:15 Thomas Petraschka (Regensburg) : “Landsknechte” und “Dinkum Diggers” – Konstruktion und Dekonstruktion nationaler soldatischer Identität im deutschen und australischen Kriegsroman 11:15–11:45 Martin Gabriel (Klagenfurt): Krieg und nationale Identität in der australischen Miniserie Gallipoli (2015) 11:45–12:15 Pause 12:15–12:45 Christiane Weller (Melbourne): Baumsoldaten – Australische „Avenues of Honour“ als belebter Gedächtnisraum zwischen Stadt und Landschaft 12:45–13:00 Tobias Arand (Ludwigsburg): „Wie Anno 70“ – Eine Geschichte der deutschen Kriegserinnerung erzählt an einem Denkmalensemble Freitag, 10. Dezember 8.00–8:15 Open Zoom 8:15–9:00 Keynote: Brad West (Adelaide) : Journeys to Gallipoli: The role of travel imaginaries, battlefield experience and immobility in the forge of national history in Australia since 1915 9:00–9:15 kurze Pause 9:15–9:45 Anna Saller (Regensburg) : Language use in public speeches commemorating World War I: Germany and Australia compared 9:45–10:15 Amanda Laugesen (Canberra) : Returned servicemen magazines and the shaping of a language of memory, identity, and commemoration in interwar Australia 10:15–10:45 Kaffeepause 10:45–11:15 Andreas Dorrer (Christchurch) : 100 Jahre nach Kriegsende: Der Erinnerungsdiskurs in Deutschland und Australien am Beispiel der 100-Jahr-Feiern 2018 11:15–11:45 Sebastian Hartung: Von der Tradition zur Tradierung – Ein didaktischer Vergleich am Beispiel des Ersten Weltkrieges 11:45–12:15 Pause 12:15–12:45 Cathérine Pfauth (Ludwigsburg) : Mit „festem Blutkitt“ zur Nation – Die Bildung nationaler Identität aus dem Geist des Krieges Samstag, 11. Dezember 9:00 – 09:30 Open Zoom 9:30 – 10:00 Martin Bayer (Berlin): Picturing the Great War – The First World War in German Fine Arts 10:00 – 10:30 Andrea Brait (Innsbruck): Deutsche Dauerausstellungen in Militärmuseen „in der Erweiterung“ 10:30 – 11:00 Tim Döbler (Hamburg): ANZAC – und was gab es davor? Die Royal Australian Navy und die Grundlagen militärischer Erinnerungskultur in Australien 11:30 – 12:00 Abschließende Worte

Parodie des Abenteuers – Abenteuer als Parodie (25./26.11.2021)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
25.11.2021
Beitrag von:
Carina Breidenbach
Forschungsgebiete

Literatur aus Nordamerika, 

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Spanische Literatur

, und 7 weitere

Erstellt am:
09.11.2021

Parodie des Abenteuers – Abenteuer als Parodie (25./26.11.2021) Hybrid-Tagung zur Eröffnung der zweiten Förderphase der DFG-Forschungsgruppe „Philologie des Abenteuers“ Das abenteuerliche Erzählen ist schon durch seine Serialität mit Phänomenen des Selbstzitats und der Wiederholung verknüpft, gleichzeitig impliziert es einen Anspruch auf das Vordringen in immer neue Räume und das Überwinden immer neuer Hindernisse. Diese Paradoxie und viele andere Merkmale – seine schematische Struktur, seine heroische Ideologie, der Widerspruch zwischen Zufall und Wunscherfüllung – machen es zu einem idealen Gegenstand der Parodie. Die ausgeprägte Parodiefähigkeit des Abenteuers mag ein Grund dafür sein, weshalb abenteuerliche Erzähltexte seit ihren Anfängen für komische Elemente durchlässig waren: Vom antiken Roman bis in die Moderne scheut das Abenteuer keineswegs die Nähe zum Lachen – als müsse es stets ein wenig unernst sein, um sich selbst noch ernst nehmen zu können. Das Ende der der unproblematischen Koexistenz von Abenteuer und Komik läutet der Don Quijote ein, der qua Parodie den Widerspruch zwischen literarischem Abenteuer und prosaischer Wirklichkeit bloßlegt. Es ist bemerkenswert, dass die parodistische Abstoßung vom Abenteuer bis ins 20. Jahrhundert hinein ein Lieblingsspiel des neuzeitlichen Romans bleibt. Für die moderne Literatur war das Abenteuer so unverzichtbar, dass es zumindest im Modus der Parodie fortleben musste. Die Tagung und der Abendvortrag von Ulla Haselstein finden im Hybrid-Format statt. Weitere Informationen zu Veranstaltungsmodus und Teilnahmemöglichkeiten finden Sie auf der Homepage der DFG-Forschungsgruppe „Philologie des Abenteuers“: www.abenteuer.fak13.uni-muenchen.de/aktuelles/termine/tagung_parodie_des_abenteuers/index.html Programm: Donnerstag, 25. November Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München 14.00 – 14.30 Martin von Koppenfels u. Manuel Mühlbacher: Begrüßung und Einführung 14.30 – 15.30 Uwe Wirth (Gießen): Kontaktzonen parodistischer Intertextualität 15.45 – 16.45 Susanne Gödde (Berlin): Scheintod und Maskerade. Paratragisches im antiken Abenteuerroman Festvortrag Hörsaal B 006, LMU-Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, München 18.15 Ulla Haselstein (Berlin): Wenn Abenteuerhelden altern. Robert Coovers Huck Out West Freitag, 26. November Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München 10.00 – 11.00 Mareike von Müller (Göttingen): ‚Loop hero‘ Wolfdietrich – Eine heroische Parodie? 11.00 – 12.00 Martin von Koppenfels (München): Don Quijote am Strand oder Die Parodie macht Ernst 13.30 – 14.30 Maximilian Bergengruen (Karlsruhe): Nichts erzählen. Parodie als Abenteuer(-Vermeidung) in Jean Pauls Fibel 14.30 – 15.30 Riccardo Nicolosi (München): Parodie und Satire in der russischen Abenteuerliteratur der 1920er Jahre 16.00 – 17.00 Stephan Packard (Köln): Wie erfahren Superheld:innen von ihrem Genre? Selbstparodie und Genreaushandlung in populären Comics 17.00 – 18.00: Abschlussdiskussion

Literatur- und Kulturwissenschaftliches Kolloquium der Universität Siegen


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
27.10.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literaturtheorie, 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies

, und 2 weitere

Erstellt am:
08.11.2021

Das Literatur- und Kulturwissenschaftliche Kolloquium des Germanistischen Seminars der Universität Siegen findet im Wintersemester 2021/22 wieder jeweils am 4. Mittwoch des Monats, von 14-18 Uhr (c.t.), statt. Gäste sind herzlich willkommen! Die Anmeldung zum Newsletter des Kolloquiums oder zur Teilnahme an einzelnen Terminen ist per E-Mail bei Elisabeth Flucher ( elisabeth.flucher@uni-siegen.de ) möglich. In Präsenz (Raum AR-NA 016, Neuer Senatssaal, Universität Siegen, Campus Adolf-Reichwein-Straße) und digital Programm 27. Oktober 2021 16-18 Uhr: Georg Stanitzek (Siegen) hielt einen Vortrag zum Thema „Das ‚Stromlinienbaby‘, die Neue Sensibilität (New York – London – Reinbek)“. 24. November 2021 14-16 Uhr: Jeannie Moser (Hamburg) hält einen Vortrag zu „Misstrauensprozeduren“. 16-18 Uhr: Regina Toepfer (Würzburg) spricht im Rahmen der Vortragsreihe „Neue Perspektiven der Frühneuzeitforschung“ zum Thema „Homerische Helden der Frühen Neuzeit. Philologische Übersetzungsforschung als Kulturwissenschaft“. 22. Dezember 2021 14-16 Uhr: Vincenz Pieper (Osnabrück) hält einen Vortrag zum Thema „Gottsched und das theologisch-politische Problem. Die Anmerkungen zum Artikel ‚Simonides‘ in Bayles ‚Wörterbuch'“. 16-18 Uhr: Björn Thesing (Siegen) hält einen Vortrag zum Thema „Humanismus im Diskurs. Traditionalistisches Erzählen in der reflektierten Moderne“. 26. Januar 2022 14-16 Uhr: Carolin Rocks (Hamburg) hält einen Vortrag zu „Tugendübungen in der Literatur nach 1945. Zu Wolfgang Hildesheimers ‚Exerzitien mit Papst Johannes'“. 16-18 Uhr: Sigrid Köhler (Tübingen) hält einen Vortrag über „Menschenrecht als Redeform – Globalität der deutschen Literatur um 1800“.

Ich-Schreiben / Ander(s)-Schreiben. Bilder der Erinnerung. Studientag über Christa Wolf, Rom


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
09.11.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literaturtheorie

, und 1 weitere

Erstellt am:
08.11.2021

Der Studientag, der anlässlich von Christa Wolf zehnten Todesjahres veranstaltet wird, möchte eine Tradition der Germanistik an der Universität Sapienza fortführen, die in der Vergangenheit umfangreiche Studien der Literatur und Kultur der DDR gewidmet hat. Gleichzeitig sollen neue Perspektive auf das Werk der Schriftstellerin gelegt werden, mit besonderer Berücksichtigung der zeitgenössischen Literatur und Kultur sowie des Schreibenakts, verstanden einerseits als autobiographisches Schreiben, andererseits als ein „anderes“ Schreiben bzw. ein alternatives, untergründiges und undeutliches Schreiben, das „latente“ oder noch nicht festgelegte Identitäten offenbaren kann. Christa Wolfs Werk kann aus unterschiedlichen Gesichtspunkten gedeutet werden, die nur teilweise mit der Frauenliteratur der DDR und mit der Wende zusammenhängen. Vielmehr gehört ihr Schreiben einem Prozessen der Wiedererlangung des kulturellen, historischen und persönlichen Gedächtnisses. Dieser Prozess schreitet auf der einen Seite diachronisch fort, indem er die grundlegenden Etappen der Erfahrung des Zweiten Weltkriegs, des Verlustes einer Heimat nach der Neubildung der geopolitischen Landkarte Osteuropas, bis hin zum Versuch, den Realsozialismus aufzubauen und zur Enttäuschung über das Scheitern dieses Projekts durchgeht. Auf der anderen Seite beteiligt sich Christa Wolfs Werk an der Definition von der sowohl persönlichen als auch kulturellen Identität durch die Wiedererlangung und Umschreibung des klassischen Textes und der Bilder der griechischen Mythologie, um den historischen Raum in einer mythischen und archaischen Zeitlichkeit zu erweitern. Vor allem in den Romanen Cassandra und Medea lässt sich das Nachleben antiker Motive feststellen, die – in einem warburghianischen Sinne – ihr Wert neu definieren und sich durch den Kontakt mit dem „anderen“ bzw. mit der Geschichte und der Alltäglichkeit polarisieren. Dieses Prozess kann zur Umwertung der ursprünglichen Bedeutung des Mythos bringen, die zum Beispiel in der Ablehnung bei Christa Wolf des Bildes von Medea als Kindermörderin deutlich wird. Brennpunkt des Studientags ist daher die Beziehung des „Ich“ mit den Bildern des „Anderen“ bzw. des „Fremden“ aus folgenden vier Gesichtspunkten zu untersuchen: – Bilder der Erinnerung / Bilder der Antike – Christa Wolf übersetzen / Christa Wolf in Italien – Schreiben nach Christa Wolf – Literatur und Politik – Fremde Identitäten / Fremde Körper Der erste Teil des Studientages wird dem Gedächtnis und der Übersetzung gewidmet, mit einem Beitrag von Anita Raja, Übersetzerin von Christa Wolfs Werke für den Verlag e/o. Der zweite Teil, der mit einem Beitrag von der (ost-)deutschen Schriftstellerin Annett Gröschner, literarischer Erbin von Christa Wolf, geöffnet wird, widmet sich dem Verhältnis von Christa Wolfs Werk zu der politischen Aktualität, welche im Sinne der gesellschaftlichen und Identitätsveränderungen seit 1989 verstanden werden kann. Kontakt: daniela.padularosa@uniroma1.it Website: letteratura-tedesca.wixsite.com/sapienza Dienstag, den 9. November 2021 Sapienza Università di Roma – Dipartimento SEAI AULA T01, Marco Polo Via Circonvallazione Tiburtina 4 Online: uniroma1.zoom.us/j/83257112932 Programm 9.30-9.40 Grußwort 9.40-10.20 BILDER DER ERINNERUNG / BILDER DER ANTIKE Moderator: Gabriele Guerra Antonella Gargano, Tracce mnestiche Daniela Padularosa, I l palazzo di Cnosso. Christa Wolf e il mito 10.20-10.50 Diskussion 10.50-11.20 Pause 11.20-11.40 CHRISTA WOLF ÜBERSETZEN / CHRISTA WOLF IN ITALIEN Moderator: Daniela Padularosa Gaia D’Elia, Christa Wolf e Rossana Rossanda a confronto: Se la felicità? 11.40-12.00 Diskussion 12.00-12.40 Anita Raja La parola inadeguata: accogliere Christa Wolf in italiano 12.40-13.20 Diskussion – mit Camilla Miglio 13.20-14.30 Pause 14.30-15.10 SCHREIBEN NACH CHRISTA WOLF Annett Gröschner Von Christa Wolf träumen 15.10-15.50 Diskussion – mit Daniela Padularosa 15.50-16.30 LITERATUR UND POLITIK Moderator: Giulia Iannucci Gabriele Guerra, Una „memoria a responsabilità limitata“? Kindheitsmuster di Christa Wolf e l’elaborazione del passato Massimo Palma, Zoologia della stasis. Il tempo della lupa in Christa Wolf 16.30-17.00 Diskussion 17.00-17.20 Pause 17.20-18.00 FREMDE IDENTITÄTEN / FREMDE KÖRPER Moderator: Massimo Palma Stefania De Lucia, Je est un autre. Scrivere come esercizio di straniamento Giulia Iannucci, La catabasi di Christa Wolf. Malattia e trasmutazione 18.00-18.30 Diskussion 18.30 Schlusswort und Ende des Studientags

Worte als Waffen. Invektivität in den Transformationsprozessen des 16. Jahrhunderts, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Eichstätt/hybrid (12.-13.11.2021)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
12.11.2021
Beitrag von:
Isabelle Stauffer
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur und Theologie/Religionswissenschaften, 

Intermedialität

, und 2 weitere

Erstellt am:
02.11.2021

Die mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen verbundenen Erfahrungen von Unsicherheit werden nicht selten durch erhöhte Aggressivität kompensiert. Diese Beobachtung trifft nicht nur für die Gegenwart zu, sondern auch für das 16. Jahrhundert, das mit der Reformation einen Transformationsprozess par excellence aufweist. Die teils sehr derben Beleidigungen und Herabsetzungen, die für heutige Leser oft peinlich wirken, sind jedoch als eigene soziale und ästhetische Praxis zu verstehen, die einer eigenen Logik folgt und klare soziale und ästhetische Funktionen zu erfüllen hat. Im Workshop sollen sowohl das kulturwissenschaftliche Konzept der Invektivität als auch konkrete Fallbeispiele diskutiert werden. Im Fokus stehen dabei exemplarische Schriften, die gegen Martin Luther und die Reformatoren gerichtet waren, insbesondere von Thomas Murner, Johannes Cochlaeus, Kilian Leib und Ambrosius Catharinus Politi. Demgegenüber werden mit den Kontroversen Ulrichs von Hutten, der „Lügende“ und illustrierten Flugschriften auch polemische Formen der reformatorischen Seite näher analysiert. Der Hybrid-Workshop wird von Prof. Dr. Bernward Schmidt und Prof. Dr. Isabelle Stauffer organisiert, gefördert durch das KU Zentrum Religion, Kirche, Gesellschaft im Wandel (ZRKG), in Kooperation mit dem Reformation Research Consortium (REFORC) und findet in der Hofgartenbibliothek in Eichstätt vom Freitag, den 12.11.2021 bis Samstag, den 13.11.2021 statt. Um Anmeldung bis zum 11.11.2021 wird gebeten. Die Online-Zugangsdaten werden bei Anmeldung bekanntgegeben. Programm Freitag, 12. November 2021 14.00-14.15 Bernward Schmidt, Isabelle Stauffer (Eichstätt) Begrüßung und Einführung Moderation: PD Dr. Alexander Denzler (KU Eichstätt) 14.15-15.00 Tarald Rasmussen (Oslo) Luther und Ambrosius Catharinus Politi 15.00-15.45 Isabelle Stauffer (Eichstätt) Immer Ärger mit dem Grobian. Die Auseinandersetzung zwischen Martin Luther und Thomas Murner 16.15-17.00 Christiane Caemmerer (Berlin) Papstesel und Säuwerk – Beschimpfungen in Wort und Bild in den Einblattdrucken und Flugblättern der Reformationszeit Samstag, 13. November 2021 Moderation: Prof. Dr. Silvia Serena Tschopp (Augsburg) 9.00-09.45 Antje Sablotny (Dresden) „zu grob gewest“. Metainvektivität im interkonfessionellen Streit um das Erzählen vom Heiligen im 16. Jh. 9.45-10.30 Cora Dietl (Gießen) Eine polemische Rekonstruktion der Memoria: die „Historia Martini Lutheri“ des Johannes Cochläus 11.00-11.45 Bernward Schmidt (Eichstätt) Invektivität und Deutungsmacht. Der Religionskonflikt in Kilian Leibs „Annales maiores“ 11.45-12.15 Schlussdiskussion

Schau-Prozesse. Inszenierungen in Theater und Recht


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
26.11.2021
Beitrag von:
Hanna Luise Kroll
Forschungsgebiete

Literatur und Recht

Erstellt am:
01.11.2021

Tagung des Teilprojekts „Schau-Prozesse. Inszenierungen des Rechts als soziale Praxis“, WWU Münster / SFB 1385 „Recht und Literatur“ am 26. und 27. November 2021 in Münster/hybrid Der Begriff der Inszenierung hat seine Wurzeln im semantischen Feld des Theaters, wird heute aber auf nahezu alle kulturellen Bereiche angewandt. Häufig ist damit die Klage bzw. der Vorwurf verbunden, nur noch Schein zu produzieren. Inszenierung ist jedoch gerade nicht als Täuschung zu verstehen. Vielmehr meint Inszenierung die Planung und den Vorgang des Erscheinenlassens von Gegenwart, ohne dass dies voraussetzt, dass die Inszenierung auch als solche wahrgenommen wird. Zugleich eröffnet die Inszenierung immer auch Freiräume für Nicht-Inszeniertes und Nicht-Geplantes. Damit lässt sich der Begriff der Inszenierung sowohl für die Analyse der Rechts- als auch der Theaterpraxis fruchtbar machen. Im Hinblick auf die Rechtspraxis stellt sich beispielsweise die Frage nach der Funktion ritualisierter Inszenierungen in Gerichtsverfahren. Umgekehrt ließe sich untersuchen, wie das Theater seinerseits Praktiken des Rechts inszeniert. Fr, 26.11.2021 11.00 – 11.15 Begrüßung Kerstin Wilhelms und Stefan Arnold (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) 11.15 – 12.00 Nach der Vorstellung Ino Augsberg (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) 12.00 – 12.45 Inszenierung des Urteils – Urteil durch Inszenierung. Bertolt Brechts Lehrstück Die Maßnahme Johanna Canaris (Universität Paderborn) 12.45 – 14.15 Mittagspause 14.15 – 15.00 Zur Inszenierung eines Todesurteils: Der Fall Ceaușescu Thomas-Michael Seibert (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M.) 15.00 – 15.45 Vom Recht zur Trauer: Hannah Laverys Lament for Sheku Bayoh Michael Bachmann (University of Glasgow) 15.45 – 16.15 Kaffeepause 16.15 – 17.00 Der Stammheimprozess als Hörstück im Überseecontainer Marie-Luise Krüger und Christian Weiß (Regieduo krügerXweiss) 17.00 – 17.45 „Was nicht wahr ist, kann ja noch werden.“ Zum Wahrheitsbegriff im (Straf-)Recht und in der Tragödie Daria Bayer (Universität Hamburg) Sa, 27.11.2021 9.30 – 10.15 „Verhandeln nach Drehbuch“ Verändert Digitalisierung das Wesen eines Gerichtsverfahrens? Anne Paschke (Technische Universität Braunschweig) 10.15 – 11.00 Vertrauen durch Inszenierung – Zusammenhänge zwischen Recht, Vertrauen und Inszenierung Volker Boehme-Neßler (Carl von Ossientzky Universität Oldenburg) 11.00 – 11.30 Kaffeepause 11.30 – 12.15 Rechtsextremismus und der Mythos des Einzeltäters Christiane Mudra (investigative theater) 12.15 – 13.45 Mittagspause 13.45 – 14.30 Im Namen des Volkes: Öffentlichkeitsarbeit der Gerichte Anna K. Bernzen (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) 14.30 – 15.15 Ästhetik des Aufschubs. Anachronismus und Environment der Salle des pas perdus im Bataclan-Prozeß Carolin Behrmann (Ruhr-Universität Bochum) 15.15 – 16.00 Abschlussdiskussion

Systemrelevant? Literatur und Arbeit in der Coronakrise, Innsbruck (Hybrid)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
10.11.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturtheorie, 

Literatur und Medienwissenschaften, 

Literatur des 21. Jahrhunderts

Erstellt am:
01.11.2021

Am 10. und 11. November 2021 findet die Hybridtagung „Systemrelevant? Literatur und Arbeit in der Coronakrise“ statt. Organisation: Dr. Alena Heinritz (Institut für Vergleichende Literaturwissenschaft, Universität Innsbruck) Veranstaltungsort: Claudiasaal (Claudiana, Herzog-Friedrich-Straße 3, 6020 Innsbruck) und virtuell (die Zugangsdaten erhalten Sie per E-Mail). Weitere Informationen zur Veranstaltung und finden Sie hier: www.uibk.ac.at/events/info/2021/tagung-systemrelevant Programm Dienstag, 9. November 2021 Literaturhaus am Inn Josef-Hirn-Straße 5, 6020 Innsbruck 19.00 Auftaktveranstaltung in Kooperation mit dem Literaturhaus am Inn: Schreiben zwischen Care und Rage. Elisabeth R. Hager und Maxi Obexer im Gespräch. Moderation: Alena Heinritz und Gabriele Wild Mittwoch, 10. November 2021 Claudiana Herzog-Friedrich-Straße 3, 6020 Innsbruck 10.15 Begrüßung und Einführung in das Thema (Dr. in Alena Heinritz, Innsbruck) 11.00 Pandemic Privilege: White(-Collar) Guilt in Covid-19 Cultural Expression (Dr. in Elizabeth Kovach, Gießen) 12.00 Mittagspause (Türingsaal) 13.30 Who Cares? Care in Zeiten der Pandemie und darüber hinaus (FH-Prof. in Dr. in Eva Fleischer, MCI Innsbruck) 14.30 Mittagspause 14.30 Erinnerungsarbeit und Erfahrungsarmut in der Pandemie. Zu philologischen Bruchstücken der gegenwärtigen Krise (PD Dr. habil. Wolfram Ette, München / Dr. in habil. Anne D. Peiter, La Réunion) 15.30 Kaffeepause (Türingsaal) 16.00 Corona Fictions als (Auto-)Therapeutikum? Zum Potenzial der (Selbst-)Narration in der Covid-19 Pandemie (PD Dr. in Yvonne Völkl, Graz) 19.00 Abendessen Donnerstag, 11. November 2021 Claudiana Herzog-Friedrich-Straße 3, 6020 Innsbruck 9.30 „A мы ее… Мылом! Мылом!“ Die Coronakrise in der Mem-Ökonomie des russischsprachigen Internet (Dr. Gernot Howanitz, Innsbruck) 10.30 Eine gemietete Robinsonade – Die Arbeitsförmigkeit des Spiels am Beispiel Animal Crossing (Dr. Tobias Unterhuber, Innsbruck) 11.30 Kaffeepause (Türingsaal) 12.00 „So ist die Welt geworden.“ Marlene Streeruwitz’ Covid 19-Befund (PD Dr. in Daniela Strigl, Wien) 13.00 Abschlussdiskussion Bitte melden Sie sich bis zum 8. November 2021 mit einer Mail an alena.heinritz@uibk.ac.at für die Tagung an und teilen Sie mit, ob Sie in Präsenz oder virtuell teilnehmen möchten. Eingeleitet wird die Tagung am Dienstag, 9. November 2021 mit einer Veranstaltung im Literaturhaus am Inn (präsent und im Live-Stream): Schreiben zwischen Care und Rage. Elisabeth R. Hager und Maxi Obexer im Gespräch. Moderation: Alena Heinritz und Gabriele Wild (Anmeldung über das Literaturhaus am Inn). Siehe dazu: https://ift.tt/3jHHBrg

Literature, the Arts, and the Transformation of the Public Sphere, 1715-1815 (Bonn, Universitätsclub, 6.-8.12.21)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
06.12.2021
Beitrag von:
Anne Christina Scheuss
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur aus Großbritannien und Irland, 

Französische Literatur

, und 2 weitere

Erstellt am:
29.10.2021

Drawing on social philosopher Charles Taylor’s concept of the social imaginary, our project analyses the profound changes that transformed the public spheres of post-enlightenment societies in Europe. Following the emergence of the modern public sphere in the mid-C18, a deep-seated transformation of its parameters is already discernible by the 1780s, and becomes even clearer in the course of the French Revolution and during the Napoleonic Wars. Increasingly, debates conducted in accordance with rational principles are giving way to irreconcilable conflicts of opinion; an inclusive notion of cosmopolitanism is threatened by a reduction of the public sphere to members of one’s own ‘nation’; and an appeal to the emotions eclipses rational discourse. We intend to analyse this change as a transformation of the way the public sphere is imagined – the tropes, forms, images and narratives which allow to conceive of the public sphere as a unified virtual space. The project analyses the transformation of the public sphere as a transformation of the social imaginary in the period between 1770 and 1815 in France, Germany and Britain. It takes different levels of investigation into account: theoretical approaches to conceptualise the public sphere as an agonistic sphere that is nationally restricted (with a special emphasis on the political philosophy of the Scottish Enlightenment and its influence on German literature around 1800) Tropes, images and metaphors that allow us to conceptualise such a national and agonistic public sphere as a unitary whole; the new literary genres and forms that support the nationally coded social imaginary and implement such rhetoric; literary texts that explore and reflect the possibilities and limits of such a public sphere in fictional/experimental arrangements. Montag, 6. Dezember 17.30-18.00 SEÁN ALLAN/CHRISTIAN MOSER: Einführung PROF. DR. BIRGIT MÜNCH (Prorektorin für Internationales): Grußwort 18.00-19.15 HEINRICH BOSSE (German Literature, Universität Freiburg): Abendvortrag “Vom Nachleben der gelehrten Republik“ Dienstag, 7. Dezember 9.00-10.00 GEOFF BOUCHER (Philosophy and Literary Theory, Deakin University): “Articulating Habermas with Taylor: Notes on the Public Sphere and the Social Imaginary” 10.00-11.00 CLARE SIVITER (French Theatre and Performance, University of Bristol): “’Une et indivisible?’: Constructing and Deconstructing the French Nation via the Theatrical Public Sphere, 1789-1815” 11.00-11.30 Kaffeepause 11.30-12.30 STEFANI ENGELSTEIN (German Literature, Duke University): “Race and Civics: Du Bois and Wagner” 12.30-14.00 Mittagspause 14.00-15.00 HUI LUAN TRAN (Art History, Universität Bonn): “Experimentieren mit dem Habitus. Eine Typologie des Betrachtens in Darstellungen (halb-)öffentlicher Schauräume” 15.00-16.00 BIRGIT MÜNCH (Art History, Universität Bonn): “The Shop Sign as Manifesto: Artist’s Self-Image, Audience and the Public Spheres of Art between High and Low” 16.00-16.30 Kaffeepause 16.30-17.30 HENDRIKJE SCHAUER (German Literature, Universität Viadriana Frankfurt/Oder): “Gegenöffentlichkeiten im 18. Jahrhundert” 17.30-18.00 Pause 18.00-19.15 RITCHIE ROBERTSON (German Literature, University of Oxford): Evening lecture “’There is no such thing as society’? Imagining Civil Society from Locke to Schiller” Mittwoch, 8. Dezember 9.00-10.00 CHRISTOPHER BUSCH (German Literature, Universität Bonn): “Der Safe space als Produktivitätsregime. Romantik (Alternativmilieu, Gegenwartsliteratur)” 10.00-11.00 ELKE DUBBELS (German Literature, Universität Bonn): “Stimme des Volkes, Bienenschwarm, Leuchtkäfergespenst: Theorien und Metaphern der ‚öffentlichen Meinung‘ um 1800” 11.00-11.30 Kaffeepause 11.30-12.30 ANNA ANANIEVA (Cultural History, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung): “Die Imaginäre Gemeinschaft der ‚Eleganten Welt‘ und ihre Medien um 1800” 12.30-13.00 Abschlussdiskussion Aufgrund der Pandemiebestimmungen wird es leider nur ein begrenztes Platzangebot für Konferenzbesucher*innen vor Ort geben. Bitte melden Sie sich bei Interesse an einer Teilnahme in Präsenz per Mail an ascheuss@uni-bonn.de. Es ist darauf hinzuweisen, dass eine Teilnahme in Präsenz nur mit einem 3G-Nachweis möglich ist. Alle interessierten Zuhörer*innen sind herzlich eingeladen, der Konferenz digital zu folgen. Den Link zum Zoom-Meeting erhalten Sie auf Anfrage per Mail an ascheuss@uni-bonn.de.

Gebrochene Traditionen? Jüdische Literatur, Philosophie und Musik im NS-Deutschland, Frankfurt (Oder)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
09.11.2021
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literatur und andere Künste

, und 1 weitere

Erstellt am:
29.10.2021

Interdisziplinäre Konferenz „GEBROCHENE TRADITIONEN? Jüdische Literatur, Philosophie und Musik im NS-Deutschland“ Frankfurt (Oder), 9. November 2021 Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Logenstr. 11, EG Logensaal Kontakt und Anmeldung: sekretariat-schoor@europa-uni.de Kooperation des Axel Springer-Lehrstuhls für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder mit dem Lehrstuhl für Geschichte der jüdischen Musik der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar , dem Buber-Rosenzweig-Institut für jüdische Geistes- und Kulturgeschichte der Moderne und Gegenwart an der Goethe-Universität Frankfurt/Main und dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Eine Konferenz zum 9. November 2021 in Frankfurt/Oder und eine Ringvorlesung am Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg im Wintersemester 2021/22 mit einem integrierten Doktorandenworkshop im Februar 2022 in Berlin widmen sich in einer interdisziplinären Veranstaltungsreihe der Literatur-, Musik-, Religionswissenschaften und Philosophie einer Darstellung kultureller und künstlerisch-ästhetischer Traditionsbezüge im kulturellen Leben deutscher Juden der 1930er und frühen 1940er Jahre im NS-Deutschland. Forciert durch die politische Zensur, Ausgrenzung und Verfolgung von Jüdinnen und Juden im NS-Deutschland waren die damaligen Entwicklungen in Literatur, Philosophie und Musik stärker als in anderen Zeiten geprägt durch eine (kritische) Reflexion überkommener künstlerisch-ästhetischer wie kultureller und religiöser Traditionen und – damit einhergehend – erkennbarer (Neu-)Bestimmungen intellektueller und künstlerisch-ästhetischer Positionen ihrer damaligen Akteure. Die in der Veranstaltungsreihe zentral gestellte Frage nach Gebrochenen Traditionen? wird für SchriftstellerInnen, Intellektuelle und MusikerInnen jüdischer Herkunft in diesen Jahren geradezu zur Gretchenfrage künstlerisch-ästhetischer Positionsbildungen wie erkennbarer Bemühungen um kollektive Selbstverständigung in und zu einem rassistischen und antisemitischen System, das sie sukzessive aus dem öffentlichen Leben in Deutschland ausgrenzte und verfolgte. Die Veranstaltungsreihe zeigt die Geschichte von Juden und Nicht-Juden in Deutschland vor diesem Hintergrund zugleich als eine „vielfältige, langfristige, wechselhafte und fragile gemeinsame ‚Beziehungsgeschichte‘“, deren jüdische Akteure „als Träger einer bedeutenden eigenen Kultur und Mitgestalter gemeinsamer deutscher Geschichte erscheinen“ (Schulz-Hardt), – einer Beziehungsgeschichte, deren viel diskutierte, reale Beschaffenheit sich hier gerade in der Katastrophe erweist. Die der Erinnerung an den 9. November gewidmete interdisziplinäre Konferenz eröffnet eine Ringvorlesung im Wintersemester 2021/22 am Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, die im Februar 2022 mit einem Doktorandenworkshop zum Thema endet. Die Veranstaltungsreihe versteht sich als Beitrag der Lehrstühle und des Zentrums zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Das Programm der gesamten Veranstaltungsreihe finden Sie hier als PDF: www.kuwi.europa-uni.de/de/lehrstuhl/lw/diaspora/_bilder_diaspora/_kolloquien/Flyer_gebrocheneTraditionen_web.pdf Programm der Konferenz am 9. November 2021 10.30–11.00 Uhr GRUSSWORTE RENÉ WILKE (Oberbürgermeister von Frankfurt/Oder) Prof. Dr. JULIA VON BLUMENTHAL (Präsidentin der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder) Prof. Dr. KERSTIN SCHOOR (Sprecherin des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg) Moderation: Prof. Dr. STEFANIE SCHÜLER-SPRINGORUM (Berlin) 11.00–11.40 Uhr Prof. Dr. CHRISTIAN WIESE (Frankfurt/Main): Biblischer Humanismus in dunkler Zeit: Leo Baecks und Martin Bubers Denken in der Zeit des Nationalsozialismus 11.40–12.00 Uhr Diskussion 12.00–13.00 Uhr Mittagspause Moderation: Prof. Dr. DÖRTE SCHMIDT (Berlin) 13.00–13.40 Uhr Prof. Dr. JASCHA NEMTSOV (Weimar): „Eine populäre Erscheinung in unserem jüdischen Kunstleben“: Jüdische Musik im nationalsozialistischen Deutschland 13.40–14.00 Uhr Diskussion 14.00–14.15 Uhr Pause Moderation: Prof. Dr. IRMELA VON DER LÜHE (Berlin) 14.15–14.55 Uhr Prof. Dr. KERSTIN SCHOOR (Frankfurt/Oder): Gebrochene Traditionen? Jüdische Literatur im NS-Deutschland und Traditionen deutscher, jüdischer und europäischer Kultur 14.55–15.15 Uhr Diskussion 15.15–15.45 Uhr Kaffeepause 16.00–17.00 Uhr Präsentation des Digitalen Archivs jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933–1945 DAjAB an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder ab 17.00 Uhr Empfang und warmes Buffet ab 18.00 Uhr Gedenken am Synagogenstein in Frankfurt/Oder ab 19.30 Uhr „DIE EINSAM LEBENDIGEN STERNE“ Klavierwerke und Lieder von deutsch-jüdischen Komponisten aus der NS-Zeit: Arno Nadel 1878–1943, Jakob Schönberg 1900–1956, Bernhard Sekles 1872–1934 und Gustav Lewin 1869–1938 aufgeführt von TEHILA NINI GOLDSTEIN Sopran und JASCHA NEMTSOV Klavier und Moderation ACHTUNG Aufgrund der Höchstzahlen für die Belegung von Veranstaltungsräumen ist eine Teilnahme an der Konferenz in Präsenz nur nach bestätigter Anmeldung möglich. Kontakt und Anmeldung: sekretariat-schoor@europa-uni.de Die gesamte Konferenz wird auch online übertragen auf Youtube: www.youtube.com/watch und wird auch später noch bei YouTube: Selma Stern Zentrum einsehbar sein.