Jahrestagung des Arbeitskreises „Politische Ästhetiken“ am Literaturforum im Brecht-Haus (Berlin, 22.-23.05.2025)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
22.05.2025
Beitrag von:
Dîlan Canan Çakir
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur und andere Künste, 

Ästhetik

Erstellt am:
15.04.2025

Jahrestreffen Arbeitskreis Politische Ästhetiken Die diesjährige Jahrestagung des Arbeitskreises »Politische Ästhetiken« im Literaturforum im Brecht-Haus bringt Forschende des Arbeitskreises und Gäst*innen zusammen, um aktuelle Fragen zur politischen Dimension von Ästhetik zu diskutieren. Im Fokus stehen dabei verschiedene Perspektiven auf die Materialität, Sichtbarkeit und transformative Kraft ästhetischer Praktiken in literarischen, performativen und künstlerischen Kontexten. Organisiert von Dîlan Canan Çakir, (Freie Universität Berlin, EXC 2020 „Temporal Communities“) Charlotte Rathjen (Universität Leipzig) und dem Literaturforum im Brecht-Haus. Mit Unterstützung von Florian Kappeler und Jeannie Moser. In Kooperation mit dem Exzellenzcluster 2020 »Temporal Communities. Doing Literature in a Global Perspective« an der Freien Universität Berlin (https://ift.tt/h9Sp0ly) Veranstaltungsort : Literaturforum im Brecht-Haus Einlass : 22.05.2025, ab 19:00 Uhr Einlass : 23.05.2025, ab 9:30 Uhr Ticket: Eintritt frei! Link zum Programm: lfbrecht.de/event/jahrestreffen-arbeitskreis-politische-aesthetiken/ Mehr zum Arbeitskreis: lfbrecht.de/projekte/arbeitskreis-politische-aesthetiken/ Progamm und Abstracts Donnerstag, 22.05.2025, 19:30 Uhr »Fackel oder Das Feuer In Uns« und »Das brennende Streichholz« Die Lecture Performance »Fackel oder Das Feuer In Uns« von Benjamin Jakob Enders und Leonard Schmidt-Dominé beschäftigt sich mit Fackeln und wie sie korrekt einzusetzen sind. Zu Beginn der Menschheitsgeschichte hauptsächlich als Lichtquelle verwendet, erlebte die Fackel im Laufe der Zeit einen tiefgreifenden Bedeutungswandel: vom vermeintlich reinen Gebrauchsgegenstand hin zum ästhetischen Mittel. Eine verwandte Form zur Fackel bildet das Streichholz: Die Verlegerin Chrizzi Heinen (Vakant Verlag) stellt den Essay »Das brennende Streichholz« von Luise Maloneau vor – eine poetische Erkundung psychologischer Entscheidungsfindung und wirtschaftlicher Zusammenhänge rund um die Methode »TBM«. Im Anschluss folgt ein Künstler*innengespräch mit den Beteiligten. Mit Benjamin Jakob Enders, Leonard Schmidt-Dominé, Chrizzi Heinen und Florian Kappeler (Moderation) Freitag, 23.05.2025 10:00 Begrüßung und Einführung mit Charlotte Rathjen, Dîlan Canan Çakir und Christian Hippe 10:15 Panel I: Aktivismus und Widerstandsformen Interruption und Widerstand: Formen der Verlangsamung in der ökologischen Krise In diesem Panel wird ‘Verlangsamung’ als eine Form der Interruption vorgestellt, die in der ökologischen Krise eine transformative Wirkung auf kapitalistische und koloniale Narrative haben kann. Etablierte Zeitverständnisse, (Un-)Sichtbarkeiten und dominierende Krisendiskurse werden durch (ästhetische und narrative) Praktiken des ‘Langsamer-Werdens’ — darunter verstehen wir bspw. Modi wie Ennui, Überdruss und Trauer — unterbrochen. Solche Formen der Langsamkeit betrachten wir als Möglichkeit des Widerstands in der ökologischen Krise. Das Panel stellt diese These anhand der beiden literarischen Beispiele Phytopia Plus (Zara Zerbe) und Die Spur des Anderen (Patrick Chamoiseau) vor. Schließlich wollen wir mit dem Politikwissenschaftler und ‘Kairologen’ Alexander Neupert-Doppler zum Thema ‘Unterbrechung’ von Krisennarrativen ins Gespräch kommen. Mit Alexander Neupert-Doppler, Lisa Brunke, Katharina Kalthoff, Magdalena Siebert. Graphic Recording Krishan Rajapakshe Aktivistische Aktionen von Autor*innen Die Podiumsdiskussion untersucht die vielfältigen Formen aktivistischer Aktionen von Autor * innen, die sich mit ihren Interventionen in politische und gesellschaftliche Prozesse eingebracht haben. Anhand ausgewählter Beispiele wie Fasia Jansen, Kate Millett und literarischer Bündnisse und Kollektive wird diskutiert, wie literarische, performative und andere künstlerische Strategien als Mittel des Widerstands genutzt wurden – von Protestreden und Streikbeteiligungen bis hin zu künstlerischen Aktionen im öffentlichen Raum. Mit Iuditha Balint, Ela Gezen, Nacim Ghanbari, Tara Talwar Windsor. Moderation Dîlan Canan Çakir 14:45 Uhr Materialitäten und Sichtbarkeiten proletarischer Ästhetiken Das Verfassen, Veröffentlichen und Verwalten politisch wie auch ästhetisch wirksamer Texte – im weiteren Sinne Literatur, Theater/Tanz oder Liedgut gleichermaßen betreffend – ist geprägt von materieller Erfahrung und Bedingtheit. Seien es die konkreten Schreibsituationen, in denen Schreibgerät auf Material trifft, oder historisch-gesellschaftliche Umstände: Stets sind es materielle Verhältnisse, die die Vollzüge künstlerischen Schaffens ermöglichen, erschweren oder gar verunmöglichen – immer jedoch bedingen. Materialitäten sind es aber auch, die sich in den Formkräften der Kunst ausdrücken und Kunst als eine Wissenschaft des Materials lesbar werden lassen, wie es Lu Märten beschreibt, oder neue künstlerische Formen hervorbringen können, wenn sie zum leitenden Prinzip des künstlerischen Schaffens gemacht werden, wie es Sergej Tretjakov zeigt. Gerade bei ephemeren Formen künstlerischer Produktionen, die auf eine gemeinsame Öffentlichkeit angewiesen sind, berührt die Frage nach dem Verhältnis von proletarischer Literatur und Materialität zudem auch die der Archivierung. In unserem Panel auf der Jahrestagung wollen wir dieses Verhältnis von proletarischen Textquellen und Materialität anhand von exemplarischen Konstellationen sondieren und reflektieren. Um zu dieser Perspektive auf politische Ästhetiken ins Gespräch zu kommen, möchten wir konkrete Materialitäten der Quellen nicht nur vorstellen, sondern auch in Form eines interaktiven Workshops erfahrbar machen. Mit Annika Hildebrandt, Katharina Kolar, Hennig Podulski, Charlotte Rauth, Andrea Schütte, Mimmi Woisnitza. 16:45 Uhr Panel II: Ästhetik, Politik und Ausdrucksformen Nach und trotz der Autonomie? Politische Ästhetiken in der Literatur- und Kunstproduktion heute Ästhetische Autonomie bezeichnet das Verhältnis der modernen Kunst zur Gesellschaft. Sie ist das Charakteristikum, durch das sich das Kunstwerk negativ auf die Gesellschaft bezieht: in Form seiner Zweckfreiheit, Distanznahme, ja geradezu Emanzipation von unmittelbar politischen oder institutionellen Eingriffen. Politische Ästhetiken in der Gegenwart fordern dieses moderne Paradigma scheinbar heraus, indem sie ihre Funktion in der Gesellschaft kritisch reflektieren und zum Anspruch tendieren, unmittelbar politisch wirken zu wollen. Auf dem Panel werden solche Tendenzen in der Kunst und Literatur aus philosophischer und soziologischer Perspektive diskutiert und nach dem Verhältnis von ästhetischer Autonomie und politischer Ästhetik heute gefragt. Mit Anne Eusterschulte, Alexandra Schauer. Moderation Robin Becker, Nursan Celik 18:15 Uhr Ostdeutschland erzählen. Literarisches Quintett Im Sprechen über das heutige und frühere Ostdeutschland zeichnet sich ein erklärungsbedürftiger Wandel ab. Bisherige Deutungshoheiten werden infrage gestellt, Leerstellen im Wissen sichtbar, differenziertere Lesarten der aktuellen Lage und ihrer Entstehung erschlossen. Die belletristische Literatur zum Thema scheint allerdings die bekannten Wege selten zu verlassen – führen sie doch weiterhin verlässlich wenigstens auf der Longlist der großen Literaturpreise. Das Literarische Quintett schaut sich das Ganze auch jenseits von Kanon und Buchpreisen genauer an: Wer, was und vor allem warum wird so erzählt? In gegenwartsliterarischen Texten zum Osten wird nach den Zusammenhängen von Stasi- und Provinz-Romantik, DDR- und Wende-Ästhetik, ostdeutschem Othering und postsozialistischer Selbstbehauptung gesucht. Mit Jonas Haug, Franziska Haug, Tim Preuß, Charlotte Rathjen, Mareike Gronich

Mediävalismus in der Mediävistik – Epochenschwellen 1900/2000, Kiel


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
29.05.2025
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Rezeptionsästhetik

, und 4 weitere

Erstellt am:
31.03.2025

Mediävalismus ist überall – und die produktive künstlerische Auseinandersetzung mit dem Mittelalter gewinnt auch immer mehr an Bedeutung für die Mediävistik, die sich zu diesem Forschungsgegenstand disziplinenübergreifend positionieren muss. Dabei ist nicht nur die tagesaktuelle Produktion in Literatur und Bild, Film und Spiel relevant; die Auseinandersetzung mit dem Mediävalismus hat in der Mediävistik eine Geschichte, die einen ersten Höhepunkt um 1900 erreicht. Die Tagung der International Courtly Literature Society (ICLS), German Branch in Kiel nimmt ausgehend von konkreten Beispielen in den Blick, wie das zeitgenössische Mittelalterbild der beiden letzten Jahrhundertwenden Niederschlag in Kunst und Wissenschaft der Zeit gefunden hat. Auf dieser Grundlage gehen wir der Frage nach, welchen Beitrag die Mediävistiken der Geschichte, der Philologien und der Kunstgeschichte zur Erforschung des Mediävalismus leisten können und wie gleichzeitig der Mediävalismus das Arbeiten der Mediävistiken bereichern kann. Programm Donnerstag, 29. Mai 2025 17:30 – 18:00 Uhr Andreas Bihrer (Kiel) & Stefan Seeber (Freiburg) Begrüßung Stefan Seeber (Freiburg) Einführung in das Tagungsthema 18:00 – 19:00 Uhr Moderation: Andreas Bihrer Thomas Martin Buck (Freiburg) Labelling times – Das Mittelalter als umstrittener Parameter der Periodisierung 19:00 Uhr Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen Freitag, 30. Mai 2025 9:00 – 10:00 Uhr Moderation: Annalena Nüsing Eva von Contzen (Freiburg) Wi(e)dererzählen: Mittelalterrezeption und zeitgenössische Retellings 10:00 – 11:00 Uhr Joana Hansen (Kiel) / Philipp Frey (Kiel) Erzähltes Mittelalter, gelebtes Mittelalter, gespieltes Mittelalter? Mediävalismen in digitalen Spielen 11:00 – 11:30 Uhr Kaffeepause 11:30 – 12:30 Uhr Moderation: Patrick Nehr-Baseler Janina Lillge (Kiel) Neues Layout für alte Narrative? Mittelalterbilder in Kindersachbüchern zum Beginn des 21. Jahrhunderts 12:30 – 14:00 Uhr Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen 14:00 – 14:30 Uhr Mitgliederversammlung der ICLS German Branch 14:30 – 15:30 Uhr Christian Freigang (Berlin) Mediävalismus im Zeichen der Krise des Historismus um 1900 15:30 – 16:30 Uhr Moderation: Tabea Wittorf Thomas Haye (Göttingen) Die Konstruktion des Mittelalters in der Literaturgeschichte des Max Manitius 16:30 – 17:00 Uhr Kaffeepause 17:00 – 18:00 Uhr Andreas Bihrer (Kiel) / Julia Ilgner (Kiel) (Trans)nationaler Mediävalismus? Historiographische und literarische Imaginationen Alfreds des Großen in der deutschsprachigen Moderne um 1900 18:00 – 19:00 Uhr Andreas Kablitz (Köln) Der Aufstand der Mediävisten – eine verpasste Gelegenheit 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen Samstag, 31. Mai 2025 9:00 – 10:00 Uhr Moderation: Stefan Seeber Nikolas Immer (Leipzig) Tannhäuser um 1900. Adaptionen eines lyrischen Narrativs bei Felix Dahn, Julius Wolff und Hanns Heinz Ewers 10:00 – 11:00 Uhr Martin Baisch (Hamburg) Karl Vollmoellers Zyklus ›Parcival‹ – Interpretation und Kontexte 11:00 – 11:30 Uhr Kaffeepause 11:30 – 12:30 Uhr Maximilian Benz (Bielefeld) Das Mittelalter der katholischen Moderne. Kommentierte Kollektaneen aus dem Werk Peter Dörflers Veranstaltungsort: Internationales Begegnungszentrum (IBZ) der CAU, Kiellinie 5, 24105 Kiel Zugang nur über die Kiellinie, nicht vom Düsternbrooker Weg aus Kontakt: Andreas Bihrer (abihrer@email.uni-kiel.de) Stefan Seeber (stefan.seeber@germanistik.uni- freiburg.de)

Kasseler Komik-Kolloquium: Komik und Arbeit, Kassel


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
02.04.2025
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Soziologie, 

Poetik, 

Stoffe, Motive, Thematologie

Erstellt am:
21.03.2025

Programm Mittwoch, 2. April 2025, 14:00 – 17:30 Uhr 14:00 – 14:30 Uhr Nils Jablonski (Hagen) Komik und Arbeit. Zur Einführung 14:30 – 15:15 Uhr Tom Kindt (Fribourg) „Witzarbeit“. Annäherungen an ein Konzept 15:15 – 16:00 Uhr Christiane Müller-Lüneschloß (Kiel) Die Geburt des Beruf-Schauspiels? Rekonstruktionen zur Commedia dell’arte an Texten von Isabella Andreini und Flaminio Scala 16:00 – 16:30 Uhr Pause 16:30 – 17:15 Uhr Hans Roth (Berlin) „Die Illusion leidet darunter, das ist ausgemacht“. Zur Ironie der Arbeit des Schauspielers 17:15 – 17:30 Uhr Diskussion Donnerstag, 3. April 2025, 10:00 – 17:30 Uhr 10:00 – 10:45 Uhr Christian Maintz (Hamburg) Arbeit im Slapstickfilm 10:45 – 11:30 Uhr Alexander Brock (Halle) Stand-up Comedians am Werk: Die Arbeit mit dem Publikum und was Comedians darüber sagen 11:30 – 12:15 Uhr Jennifer Neumann (Gießen) Erfolgsrezept Grenzüberschreitung? Humorformen in Die Discounter (Amazon, 2021- 2024) 12:15 – 14:00 Uhr Mittagspause 14:00 – 14:45 Uhr Lisa Wolfson (Bochum/Berlin) Komische Aspekte der neuen Büro-Kultur 14:45 – 15:30 Uhr Helga Kotthoff (Freiburg) Sich selbst bewitzeln: Lehrer/innen fallen in Gesprächen mit Eltern aus der Rolle 15:30 – 16:00 Uhr Pause 16:00 – 16:45 Uhr Lutz Ellrich (Köln/Berlin) Die komischen und ernsten Seiten der Arbeitssucht 16:45 – 17:30 Uhr Christian F. Hempelmann (Commerce, Texas) Akademische Veröffentlichungsarbeit in der Humorforschung: Schaffen im Metameta-Scherzbergwerk. Ein Werkstattbericht des Herausgebers der Zeitschrift HUMOR – International Journal of Humor Research. Freitag, 4. April 2025, 10:00 – 13:00 Uhr 10:00 – 10:45 Uhr Anja Gerigk (Dresden/München) Sektorale Identität oder totale Professionalisierung? Satire der Arbeitsgesellschaft in Kästners Fabian 10:45 – 11:30 Uhr Arnold Maxwill (Dortmund) Bergmannshumor. Fragender Rückblick auf ein populäres Phänomen 11:30 – 11:45 Uhr Pause 11:45 – 12:30 Uhr Nils Jablonski (Hagen) Die (komische) Arbeit der Engel 12:30 – 13:00 Uhr Abschlussdiskussion Veranstaltungsort Salon des Palais Bellevue (Literaturhaus Kassel) Schöne Aussicht 2, 34117 Kassel Der Eintritt zur Tagung ist frei; eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Das Kasseler Komik-Kolloquium findet statt im Rahmen der Komischen Woche – Literaturfestival Kassel und wird veranstaltet von der Stiftung Brückner-Kühner in Kooperation mit dem Dortmunder Fritz Hüser Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt und der FernUniversität in Hagen. Contact Information Dr. Nils Jablonski (FernUniversität in Hagen): nils.jablonski@fernuni-hagen.de Julia Blando (Stiftung Brückner-Kühner): blando@brueckner-kuehner.de Contact Email nils.jablonski@fernuni-hagen.de URL komische-woche.de/veranstaltungsprogramm/fachtagung-komik-und-arbeit/

Demokratie und Gegenwartsliteratur: Krisendiskurs – Medienpraktiken – Ästhetik (München)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
26.03.2025
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur und Soziologie, 

Stoffe, Motive, Thematologie, 

Literatur des 20. Jahrhunderts

, und 1 weitere

Erstellt am:
21.03.2025

Internationale interdisziplinäre Tagung Demokratie und Gegenwartsliteratur: Krisendiskurs – Medienpraktiken – Ästhetik 26.–28. März 2025 Organisiert von Matthias Löwe (Augsburg) und Tilman Venzl (München) Ludwig-Maximilians-Universität München Fachbibliothek Philologicum Ludwigstraße 25 80539 München Veranstaltungsraum: 26. und 27.3.2025 Multifunktionsraum: 28.3.2025 Der Begriff der Demokratie steht gegenwärtig im Zentrum gesellschaftlicher Selbstverständigungsdiskurse. Er fungiert als Erst- und Letztbegriff, als diagnostisches Instrument und politisches Ideal gleichermaßen. Zunehmend schalten sich auch Schriftsteller:innen in den Demokratiediskurs ein, partizipieren an ihm, beziehen Position oder beobachten die damit verbundenen Diskursdynamiken. Damit stellt sich die Frage, anhand welcher Schwerpunkte sich die Gegenwartsliteratur mit Demokratie auseinandersetzt: Welche Rolle spielen Polarisierung, die Krise sozialer Teilhabe, sich verändernde Gesprächsarenen? In welcher ästhetischen Form nimmt Gegenwartsliteratur Bezug auf Demokratie? Sind die Strukturveränderungen in der Mediengesellschaft und damit verbundene neue Umgangsweisen mit Literatur als Demokratisierungsphänomen zu beschreiben? Zudem stellt sich die Frage, ob Plädoyers für das postkritische affirmative Lesen und die Erweiterung des literaturwissenschaftlichen Gegenstandsbereichs als Demokratisierung verstehbar sind. Die geplante Tagung will diese literarische Dimension aktueller Demokratiedebatten erstmals sondieren und das literarische Feld, den Literaturbetrieb, aber auch die literaturwissenschaftliche Forschung als Austragungsort kontroverser Demokratiedebatten kenntlich machen. Die Rede von Demokratie und Demokratiekrise soll als Diskursphänomen im literarischen Feld präzise beschrieben und auf seine vielgestaltigen Formen und Funktionen hin befragt werden. PROGRAMM Mittwoch, 26.3.2025 Demokratische Herausforderungen 13:00 Uhr: Matthias Löwe, Tilman Venzl: Introduction 13:30 Uhr: Jürgen Brokoff (Berlin): Demokratische Staatsform und Rhetorik der Demokratisierung 14:20 Uhr: Pause 14:35 Uhr: Nelly Wolf (Lille): Annie Ernaux and Narrative Democracy 15:25 Uhr: Pause 15:40 Uhr: Kevin Kempke (Stuttgart): (Post-)Demokratie in neurechter Theorie und Literaturpolitik 16:30 Uhr: Kaffeepause 17:00 Uhr: Frieder von Ammon (München): Die Dresdner Konstellation. Anmerkungen zu einer Debatte zwischen Durs Grünbein, Uwe Tellkamp und Ingo Schulze Donnerstag, 27.3.2025 Theoretische Zugänge 10:00 Uhr: Leonhard Herrmann (Leipzig): Diskursive Polyvalenz. Literarische Kommunikation im Zeitalter des Populismus 10:50 Uhr: Pause 11:05 Uhr: Lea Liese (Basel/Stanford): Die Unlesbarkeit der Demokratie. Hyperpolitik als politisches und literarisches Krisenphänomen? 11:55 Uhr: Pause 12:10 Uhr: Sarah Colvin (Cambridge): „There is no why here“. Totalitarian Postnarrative and Literary Storytelling 13:00 Uhr: Mittagspause Demokratie im Medienverbund 14:30 Uhr: Kai Sina (Münster): Was ist demokratischer Stil? Versuch über Wolf Biermann 15:20 Uhr: Pause 15:35 Uhr: Johannes Franzen (Siegen/Mannheim): Emanzipation der Rezeption. Zur Konfliktgeschichte ästhetischer Demokratisierung 16:25 Uhr: Kaffeepause 16:55 Uhr: Benedikt Wintgens (Berlin): Repräsentationskrise? Die aktuelle literarische Auseinandersetzung mit dem Parlament 17:45 Uhr: Pause Abendvortrag 18:00 Uhr: Hedwig Richter (München): Die Krise des Demokratie-Krisen-Narrativs im 20. Jahrhundert Freitag, 28.3.2025 Fallstudien 10:00 Uhr: Claudia Öhlschläger (Paderborn): Singularisierung, Karrierezwang und Heilungsversprechen. Spielformen des Unbehagens in Timon Karl Kaleytas Romanen Die Geschichte eines einfachen Mannes (2021) und Heilung (2024) 10:50 Uhr: Pause 11:05 Uhr: Anna Citkowska-Kimla, Piotr Kimla (Kraków): From the Vision of a Human Being to the Vision of Politics. Olga Tokarczuk on Democracy 11:55 Uhr: Pause 12:10 Uhr: Leander Møller Gøttcke (Odense): Claustrophobia at the End of History. Knausgård’s Struggle with Democratic Life 13:00 Uhr: Johanna-Charlotte Horst (Halle): Reden über Lyrik und Gesellschaft. Zu Wolfram Lotz’ Die Politiker 13:50 Uhr: Ausklang Kontakt – Matthias Löwe (Universität Augsburg): matthias.loewe@uni-a.de – Tilman Venzl (Ludwig-Maximilians-Universität München): tilman.venzl@lmu.de

Studierendentagung: Speis und Trank in Versen – Kulinarische Streifzüge durch die Lyrik vom Barock bis zur Gegenwart, Magdeburg


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
04.04.2025
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Lyrik allgemein, 

Stoffe, Motive, Thematologie

, und 5 weitere

Erstellt am:
17.03.2025

Studierendentagung „Speis und Trank in Versen – Kulinarische Streifzüge durch die Lyrik vom Barock bis zur Gegenwart“ Zeitraum der Tagung: 04.–05. April 2025 Ort: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg | Gebäude 44, Hörsaal 6 | Zschokkestraße 32 | 39104 Magdeburg Programm: Freitag, 04. April 2025 Ab 13:00 Uhr: Ankunft und Registrierung 14:30 Uhr: Begrüßung und Eröffnung 1. Panel: Kannibalismus I 15:00 Uhr: Kannibalismus und Weihnachten. Zur Funktion des Grotesken in Loriots Advent Neele Wiezer (Magdeburg) 2. Panel: Kannibalismus II 16:15 Uhr: und az ir friundes herze gar: Ein Akt der Anthropophagie in Konrads von Würzburg Herzmaere und dessen Romantisierung in Uhlands Ballade vom Kastellan von Couci Anastasia Averkova (Dresden) 17:00 Uhr: Gebratener Wieland und gestoofter Böttiger – Literarischer Kannibalismus in August von Kotzebues Expectorationen Sebastian Milkereit (Wuppertal) Samstag, 05. April 2025 3. Panel: Theologische Nahrung 10:15 Uhr: Essen und Trinken als Gottesdienst. Gustatorische Wahrnehmung und ihre theologische Legitimation in Barthold Heinrich Brockes’ ›Irdischem Vergnügen in Gott‹ Julian Fischer (Bochum) 4. Panel: Kulinarische Beschwörungsformeln und Wortspiele 11:30 Uhr: Alchemistisches Kochen in Walter Moers’ „Der Schrecksenmeister“ – Belanglosigkeit einer Beschwörungsformel in Versen? Tobias Frank (Chemnitz) 12:15 Uhr: „Und Ceres, die Fruchtgöttin weinte“. Lyrische Wortspiele in Günter Grass’ Grimms Wörter am Beispiel des ‚Frucht‘- Lemmas Anna Miehe (Magdeburg) 5. Panel: Essen in der Gegenwartslyrik 14:00 Uhr: Der Dichter als Patissier. Jan Wagners Poetisierung der Quitte als Hölderlin-Nachlese Marielena Rasch (Berlin) 14:45 Uhr: „Wer frisst Kontinente voll Vieh?“ Über das Halten, Schlachten und Essen von ‚Nutztieren‘ in der deutschsprachigen Gegenwartslyrik Felix Latendorf (Berlin) 15:30 Uhr: Abschluss Veranstaltet wird die Tagung von Linn-Kristin Adler, Alessa Hamel, Pia Henne, Anna Miehe und Sophie Riemann (Bachelor- und Masterstudierenden des Bereichs Germanistik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg). I nteressierte bitten wir um Anmeldung per E-Mail unter studierendentagung.ger@ovgu.de. Contact Information Linn-Kristin Adler Otto-von-Guericke-Universität FHW Institut III – Germanistik Gebäude 40D Zschokkestr. 32 39104 Magdeburg Contact Email studierendentagung.ger@ovgu.de Attachments poster-studierendentagung0.pdf

Topiken des Überflusses, Zürich


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
19.03.2025
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Poetik, 

Stoffe, Motive, Thematologie

Erstellt am:
17.03.2025

Tagung Topiken des Überflusses Zürich, 19.03.–21.03.25 RAA-G-01, Aula, Rämistrasse 59 Mittwoch, 19.03. 09.15: Begrüssung und Einführung 09.30: Elisa Ronzheimer (Bielefeld): Überfunktion des Stils? Exzessive elocutio im Manierismus 10.30 Kaffeepause 11.00: Peter Schnyder (Neuchâtel): Goethes (Taschenbuch-)Poetik des Überflüssigen 12.00: Hans-Georg von Arburg (Lausanne): Superfötation – oder die Rettung der Kunst aus dem Meer der Stoffe um 1850 (Semper, Melville) 13.00 Mittagspause 14.30: Nicolas Detering (Bern): «Überschwellende Flut höheren Lebens»: Zur Sakralität der zerfließenden Form in der Wiener Moderne 15.30: Sophie König (Berlin): Szenen im (Über)Fluss: Die Ökonomisierung der Übergänge im Berliner Theater um 1900 16.30 Kaffeepause 17.00: Salomé Meier (Zürich): «Vagabondierende Ströme»: Nervenüberreizung und Informationsüberfluss von Telefonistinnen in der literarischen Moderne 18.00: Christine Weder (Genf): Luxurieren: biologisch-medizinisch und rhetorisch-poetisch Donnerstag, 20.03. 09.30: Cornelia Zumbusch (Hamburg): Wein, Wasser, Tinte, Blut. Einfluss-Szenarien bei E.T.A. Hoffmann und Stifter 10.30 Kaffeepause 11.00: Franziska Bergmann (Erlangen): Exotische Pflanzen im Überfluss. Das Treibhaus in der europäischen Literatur des späten 19. Jahrhunderts 12.00: Nicola Gess (Basel): Überfluss des Scheins. Semantiken der Hochstapelei 13.00 Mittagspause 14.30: Carolin Rocks (Hamburg): Überflüssige Verlautbarung – laute Einsamkeit. Zum Ethos prosaischer Stimmführung bei Wolfgang Hildesheimer 15.30: Thomas Wortmann (Mannheim): Überfluss vor/in Ruinen. Sis[s]i-Fiktionen 16.30 Kaffeepause 17.00: Claude Haas (Berlin): Künstlichkeit im Überfluss. Überlegungen zur Gegenwartsliteratur 18.00: Cornelia Pierstorff (Zürich): Geschlechtergrenzen. Überfliessende Körper um 2000 Freitag, 21.03. 09.30: Joachim Harst (Saarbrücken): Datenflut. Rhetorische Exzesse von Big Data 10.30 Kaffeepause 11.00: Claudia Breger (New York): Überfluss und Durchdringung: Filmische Affektrhetoriken bei Fatih Akın und Jonathan Glazer 12.00: Anatol Heller (Zürich): «Man nimmt einfach zu viel von allem». Monika Rincks Rhetorik der Überfülle Abschlusstagung des SNF-Ambizione-Projekts ‹Poetik des Überflusses. Ästhetik – Ökonomie – Literatur› Organisation: Sebastian Meixner Interessierte sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten unter: sebastian.meixner@ds.uzh.ch URL www.ds.uzh.ch/de/projekte/ueberfluss.html

Literaturgeschichte und Buchmarkt, 1500–1700, Heidelberg


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
26.03.2025
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literatur und Kulturwissenschaften/Cultural Studies, 

Literatur und Verlagswesen/Buchhandel

, und 2 weitere

Erstellt am:
14.03.2025

Die Literaturgeschichte der Frühen Neuzeit scheint in einem nicht unerheblichen Ausmaß von der Zusammenarbeit zwischen Autoren und Offizinen geprägt zu sein. Häufig lassen sich in dieser Hinsicht langjährige, konstante und produktive Arbeitsbeziehungen beobachten, etwa zwischen Erasmus von Rotterdam und Johann Froben, Johann Fischart und Bernhard Jobin oder auch zwischen Johann Michael Moscherosch und Johann Philipp Mülbe. Diese Beobachtung legt die Vermutung nahe, dass bereits in der Zeit zwischen 1500 und 1700 das Schreiben ‚literarischer‘ Texte (im zeitgenössisch weitergefassten Wortsinn) nicht allein in ‚intellektuelle‘, beispielsweise literatur-, politik-, konfessions- und ideengeschichtliche, Kontexte eingebettet ist. Vielmehr erscheint es sinnvoll, die Textproduktion seitens der Autoren auch im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen und kommerziellen Interessen der beteiligten Drucker-verleger – anders gesagt: das Schreiben und Publizieren von Büchern als Geschäft – zu betrachten. Auf der Tagung soll danach gefragt werden, unter welchen Bedingungen und auf welche Weise Dynamiken aus dem Bereich des Buch-handels die Literaturgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts beeinflussen oder gar steuern. Es gilt zu ermitteln, inwiefern sich die personellen Netzwerke, die Austausch- und Konkurrenzverhältnisse und die (auch) auf finanziellen Gewinn ausgerichteten Interessen der Druckerverleger auf die Spezifika der Textproduktion seitens der Autoren auswirken, etwa in Gestalt von Aneignungen zeitgenössisch populärer Gattungsvorbilder oder von gezielt in Auftrag gegebenen ‚Konkurrenzprodukten‘ zu erfolgreichen Texten. Die Annäherung an die übergeordnete Fragestellung erfolgt dabei über vier Themenbereiche: I. Buchmarkt und regionale Einbettung II. Überregionale Vernetzung III. Buchmarkt und kultureller Austausch IV. Literarische Reflexionen Programm Mittwoch, 26.03.2025 14:00 Uhr Sofia Derer (Heidelberg): Begrüßung und Einführung Sektion I: Buchmarkt und regionale Einbettung 14:30 Uhr Nathalie Emmenegger (Bern): Psalmengesang und ‚zwinglische‘ Reime. Versreform und reformierte Tradition im Zürich des 17. Jahrhunderts. 15:15 Uhr Diego León-Villagrá (Weimar): Johann Geiler von Kaysersbergs Narrenschiff-Predigten auf dem Straßburger Buchmarkt des 16. Jahrhunderts 16:00 Uhr Kaffeepause 16:30 Uhr Dennis Wegener (Wien): Die Druckgeschichte des Theuerdank Kaiser Maximilians I. – Ein Beispiel für die interessengeleitete Buchproduktion in Augsburg, Frankfurt und Ulm von 1517 bis 1693 17:15 Uhr Kaffeepause Keynote Lecture 17:45 Uhr Andrew Pettegree (University of St. Andrews): The Universal Short Title Catalogue: Mapping the Development of the Early Modern Book Market 19:00 Uhr Abendessen Donnerstag, 27.03.2025 9:30 Uhr Maximilian Talsky (Hamburg): Schreiben nach Programm – Der Frankfurter ‚Verlagsautor‘ Michael Caspar Lundorp (um 1583–1626) Sektion II: Überregionale Vernetzung 10:15 Uhr Saskia Limbach (Göttingen): Das Buch als Ware: Preise, Auflagenhöhen und wirtschaftliche (Miss-)Erfolge im frühneuzeitlichen Buchgewerbe 11:00 Uhr Kaffeepause 11:30 Uhr Simon Karstens (Trier): Nachdruckpraktiken zur Zeit der Habsburger-Monarchie 12:15 Uhr Laura-Sophie Stolzenberg (Kiel): ‚Dissidente‘ Publikationen in der Frühen Neuzeit – Vernetzung und Interessen im Hintergrund der in Amsterdam publizierten Gedichtsammlung Geistliche und Weltliche Poemata (1650) von Anna Ovena Hoyers 13:00 Uhr Mittagspause 14:30 Uhr Tilmann Walter (Würzburg): Pietro Perna (†1582) und die Krise des medizinischen Humanismus: Wie ein Basler Druckerverleger und Buchhändler um 1570 für den Aufstieg des Paracelsismus sorgte Sektion III: Buchmarkt und kultureller Austausch 15:15 Uhr Ricardo Stalder (Zürich): Bankrott und Bestseller. Die Offizin Grimm/Würsung und die erste deutschsprachige Ausgabe von Francesco Petrarcas De remediis utriusque fortunae 16:00 Uhr Kaffeepause 16:30 Uhr Mia Brauns (Heidelberg): Deutschsprachige Amerika-Reiseberichte des 16. und 17. Jahrhunderts als kommerzielle Textgattung 19:00 Uhr Abendessen Freitag, 28.03.2025 Sektion IV: Literarische Reflexionen 9:30 Uhr Hauke Kuhlmann (Bremen): Geld, Schläge, Lügen: Der Buchdruck bei Johannes Pauli, Jörg Wickram und Jakob Frey 10:15 Uhr Sylvia Brockstieger (Heidelberg): Literatursatire und Medienreflexion. Die Frankfurter Buchmesse im Spiegel der Markschiff-Dichtungen (1596f.) 11:00 Uhr Kaffeepause 11:30 Uhr Dirk Werle (Heidelberg): Das Jubilaeum typographorum Lipsiensium: Oder Zweyhundert-Jähriges Buchdrucker Jubelfest (1640) 12:15 Uhr Abschlussdiskussion 13:00 Uhr Gelegenheit zum gemeinsamen Mittagsessen, Abreise Contact Information Universität Heidelberg Germanistisches Seminar Hauptstraße 207–209 69117 Heidelberg Veranstaltungsort: Seminarraum 137 Contact Email sofia.derer@gs.uni-heidelberg.de URL

Bewerbung für den Workshop „Schriftkulturen des Mittelalters in digitaler Perspektive“, Berlin


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
22.08.2025
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Textgeschichte, Editionstechnik, Handschriftenkunde, 

Digital Humanities, 

Literatur des Mittelalters (6.-13. Jh.)

Erstellt am:
14.03.2025

Vom 22.–23. August 2025 findet in Berlin der Cross-NFDI-Graduiertenworkshop „Schriftkulturen des Mittelalters in digitaler Perspektive“ statt, der von der Staatsbibliothek zu Berlin gemeinsam mit dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin und den Konsortien 4Objects (Community Cluster Objekte als Inschriftenträger) sowie 4Memory der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) organisiert wird. In dem zweitägigen Workshop werden verschiedene Aspekte der digitalen Arbeit mit historischen schrifttragenden Objekten in Impulsvorträgen ausgewiesener Fachexpert:innen theoretisch beleuchtet und in Hands-on-Übungen durch die Teilnehmenden praktisch erprobt. Fragen nach methodischer Relevanz und möglichen Anwendungsszenarien digitaler Verfahren in der geisteswissenschaftlich-mediävistischen Forschung werden dabei um Überlegungen zur digitalen Publikation und nachnutzbaren Dokumentation der im Arbeitsprozess erzeugten Forschungsdaten ergänzt. Der Workshop ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Sommerkurs „Inschrift – Handschrift – Buchdruck. Medien der Schriftkultur im späten Mittelalter“ Bewerbung Teilnahmevoraussetzungen für den Berliner Kursteil Studium eines historisch orientierten geisteswissenschaftlichen Fachs, idealerweise mit mediävistischem Schwerpunkt; mind. Bachelor-Abschluss oder kurz bevorstehender BA-Abschluss Bewerbungsunterlagen für den Berliner Kursteil ein Motivationsschreiben (ca. eine halbe Seite) mit Ihren Kontaktdaten einen aktuellen tabellarischen Lebenslauf erworbene akademische Abschlusszeugnisse oder Nachweise Es werden keine spezifischen technischen bzw. IT-Kenntnisse vorausgesetzt. Die Teilnehmenden erhalten einen Unterbringungs- und Reisekostenzuschuss. Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis einschließlich 23. April 2025 an Nicole Eichenberger und Andreas Janke (nicole.eichenberger@sbb.spk-berlin.de; andreas.janke@sbb.spk-berlin.de). Eine Nachricht über die Auswahlentscheidung erhalten Sie bis 12. Mai 2025. Programm des Berliner Kurses Freitag, 22.8.2025 (13-19.30 Uhr): Themenblock I „Codierung und maschinelle Verarbeitung von Texten“ Themenblock II „Digitale Plattformen für die Arbeit mit schriftlichem Kulturerbe“ Öffentliche Podiumsdiskussion mit Vertreter:innen aus Forschung, Kulturerbeeinrichtungen und NFDI Samstag, 23.8.2025 (9-18 Uhr): Themenblock III „KI und historische Dokumente“ Themenblock IV „Materialanalyse und bildgebende Verfahren“ Themenblock V „Forschungsdatenmanagement“ Contact Information Dr. Nicole Eichenberger (nicole.eichenberger@sbb.spk-berlin.de) Dr. Andreas Janke (andreas.janke@sbb.spk-berlin.de) Dr. Christoph Klose (C.Klose@smb.spk-berlin.de) URL

Modes of Modernism. Vienna 1900 and Beyond, London


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
08.05.2025
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Literatur und Psychoanalyse/Psychologie

, und 1 weitere

Erstellt am:
10.03.2025

INGEBORG BACHMANN CENTRE FOR AUSTRIAN LITERATURE & CULTURE at the INSTITUTE OF LANGUAGES, CULTURES AND SOCIETIES Booking now open at: ilcs.sas.ac.uk/events/modes-modernism-vienna-1900-and-beyond Modes of Modernism. Vienna 1900 and Beyond Thursday, 8 and Friday, 9 May 2025 In-person conference at the University of London Senate House, WC1E 7HU Programme Thursday, 8 May 2025 9:45 Welcome: Andrea Capovilla (Ingeborg Bachmann Centre, ILCS, University of London) and Alexander Carpenter (Wirth Institute, University of Alberta) 10:00–11:00 Florian Lippert (University of Groningen): Of Truth and Off-Truth. Kafka’s ‘Alternative Facts’ from an Off-Modern Perspective Tom Derose (Freud Museum, London): Elementary my dear Freud! Psychoanalysis and Detective Fiction 11:00–11:30 Coffee 11:30–12:30 Helmut Grugger (Mary Immaculate College, Limerick): Hermann Broch’s Concept of the Modernist Novel Ritwik Gajendragadkar (Gujarat University): Über die Moderne hinaus: Hermann Brochs Die Schlafwandler zwischen Klassischer Moderne und Postmoderne 12:30–14:00 Lunch Break 14:00–15:00 Daichi Shigemoto (Independent Scholar): Influences of Otto Wagner and the Vienna Secession on Modern Japanese Architecture: From 1903 to 1928 Alyssa Bryl (University of Wisconsin-Madison): Modernism for the Proletariat: The Interwar Wiener Gemeindebau 15:00–15:30 Tea 15:30–16:30 Lila Fabro (Johns Hopkins University, Baltimore): Oygnblik: The Intimacy of Estrangement in Argentine Yiddish Miniatures Martina Morabito (University of Siena): Epigraphs: Echoes, Evolution, and Early Modernist Experimentation 16:30-16:45 Short Break 16:45–17:45 Cristina Fernández Lacueva (Pompeu Fabra University, Barcelona): Three Paths to Vienna. Ingeborg Bachmann and the Viennese fin de siècle Piet Defraeye: Hofmannsthal’s ‘Prolog’ zu ‘Lysistrata’ von Aristophanes (Performance) Friday, 9 May 2025 9:30–10:30 Tom Hedley (Université libre de Bruxelles): Untaught Topologists: Mathematical Modernism and Wiener Moderne in Vicki Baum’s Menschen im Hotel and Mela Hartwig’s Bin ich ein überflüssiger Mensch? Niccola Shearman (Independent Researcher): Another Angle on Authenticity: The Woodcut Practice of Margarete Berger-Hamerschlag 10:30–11:00 Coffee 11:00–12:30 Vera Eβl (University of Vienna): Karl Kraus’ ‘omnivorous’ Drama Form. Epoch-theoretical and genre-aesthetic Reflections on Die letzten Tage der Menschheit Hanno Biber (Österreichische Akademie der Wissenschaften): When Karl Kraus noticed the rotten Emphasis of Modernity ‘und “modern” nur eine falsche Betonung war’ Burkhardt Wolf (University of Vienna): Herzmanovsky-Orlandos groteske Bürokratie 12:30–14:00 Lunch Break 14:00–15:30 Laura Castillo Bel (Jean Nicod Institute, Paris): The Interplay between Music and Literature in Arthur Schnitzler’s Work Paris Reid (Independent Researcher): Desperate Measures: Representing Reality in Fräulein Else Leena Eilittä (University of Helsinki): Stefan Zweig’s ‘Unmodern Modernity’ 15:30 Plenary Discussion All are welcome to attend. No registration fee payable, but advance online registration is essential: ilcs.sas.ac.uk/events/modes-modernism-vienna-1900-and-beyond This conference is jointly organised by the Ingeborg Bachmann Centre for Austrian Literature & Culture at the Institute of Languages, Cultures and Societies, University of London, and the Wirth Institute for Austrian and Central European Studies at the University of Alberta Institute of Languages, Cultures and Societies (formerly IMLR) School of Advanced Study |University of London Senate House | Malet Street | London WC1E 7HU Website: ilcs.sas.ac.uk Contact Information Jane Lewin Institute of Languages, Cultures and Societies School of Advanced Study, University of London Contact Email jane.lewin@sas.ac.uk URL ilcs.sas.ac.uk/events/modes-modernism-vienna-1900-and-beyond

Script-switching in Literary Texts (online conference)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
12.03.2025
Beitrag von:
Marianna Deganutti
Forschungsgebiete

Mehrsprachigkeitsforschung/Interlingualität

Erstellt am:
27.02.2025

This conference brings together scholars from around the world to explore the phenomenon of script-switching in literary texts. Thirty contributions have been selected for presentation, representing diverse geographical regions and historical periods, with scheduling that accommodates participants from Japan to California. The conference’s scope encompasses a range of topics, including the stylistic functions of script-switching in Japanese literature and its connection to multilingualism and translation. Presentations will also examine multi-script usage in various regions, such as Asia, North Africa, and Europe, as well as the significance of script choice in historical documents. The narratological potential of heterography will be explored through the works of authors like Ezra Pound and Anne Carson. Furthermore, the conference will address the role of script in contemporary contexts, including avant-garde drama, K-pop lyrics, art and occult science texts. Four keynotes will be delivered, including one by Haun Saussy and Monika Schmitz-Emans. A book presentation featuring „Writing Beyond Writing“ by Tim Brookes is also included in the program. This conference provides a forum for scholarly exchange and discussion on this multifaceted topic.