Martin Opitz und die große Wende? 400 Jahre Buch von der deutschen Poeterey (1624–2024)


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
02.05.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literaturgeschichtsschreibung (Geschichte; Theorie), 

Poetik

, und 6 weitere

Erstellt am:
15.04.2024

Tagung: Martin Opitz und die große Wende? 400 Jahre Buch von der deutschen Poeterey (1624–2024) 2.–4. Mai 2024, Tübingen, Alte Aula Donnerstag, 2. Mai 2024 16:00 Uhr Begrüßung und Einführung (Prof. Dr. Jörg Robert, Prof. Dr. Volkhard Wels, PD Dr. Astrid Dröse) 16:30 Uhr Eröffnungsvortrag (SFB 1391 Andere Ästhetik): Prof. Dr. Achim Aurnhammer (Freiburg): Opitzieren: Werkrevisionen und Einflussangst nach der Reformpoetik Moderation: Prof. Dr. Jörg Robert (Tübingen) Anschließend: Empfang in der Alten Aula 19:00 Uhr Konzert „Klingender Opitz. Musik einer Wendezeit“, Pfleghofsaal Ensemble „La Protezione della Musica“ unter der Leitung von Jeroen Finke Freitag, 3. Mai 2024 Tradition und Transfer Moderation: Prof. Dr. Joachim Knape (Tübingen) 9:00 Uhr Prof. Dr. Jörg Robert (Tübingen): Poetiktransfer – Opitz und Ronsard 10:00 Uhr Dr. Sylvia Brockstieger (Heidelberg): Damnatio memoriae? Spracharbeit vor Opitz 11:00–11:30 Uhr Kaffeepause Moderation: Dr. René Waßmer (Tübingen) 11:30 Uhr Prof. Dr. Kai Bremer (FU Berlin): Martin Opitz und das Reformiertentum: Alternativen zur Opposition zwischen ‚zentraleuropäischem‘ und ‚Garberschem‘ Calvinismus 12:30 Uhr Prof. Dr. Nicola Kaminski (Bochum): „in mangel anderer deutschen exempel“: Opitz’ Einsatz der exempla im Buch von der Deutschen Poeterey, mit besonderer Rücksicht auf die Luther-Zitate 13:30–14:30 Uhr Mittagsimbiss Konstellationen und Kontroversen Moderation: Prof. Dr. Georg Braungart (Tübingen) 14:30 Uhr PD Dr. Oliver Bach (München): „in offentlichen ämptern wenig oder nichts zue gebrauchen“ – Martin Opitz’ Buch von der Deutschen Poeterey über Literatur und Politik 15:30 Uhr Jun.-Prof. Dr. Gudrun Bamberger (Mainz): Reiz – Reform – Reaktion. Martin Opitz und Georg Rodolf Weckherlin in produktiver Auseinandersetzung 16:30–17:00 Uhr Kaffeepause Gattungspoetik und Rhetorik 17:00 Uhr PD Dr. Astrid Dröse (Verona/Tübingen): Musikalische Lyrik in Opitz’ Buch von der Deutschen Poeterey 18:00 Uhr Abendvortrag (SFB 1391 Andere Ästhetik): Prof. Dr. Stefanie Arend (Rostock): Die antike Poetik im Licht von Opitz’ Buch von der Deutschen Poeterey Moderation: Prof. Dr. Jörg Robert (Tübingen) 19:30 Uhr Gemeinsames Abendessen (Restaurant „1821“) Samstag, 4. Mai 2024 Poetik und Poemata Moderation: PD Dr. Astrid Dröse (Verona/Tübingen) 9:00 Uhr Prof. Dr. Volkhard Wels (FU Berlin): Poemata 1624 vs. Poemata 1625 10:00 Uhr Isabel Janssen, M.A. (Tübingen): Nach der Reform – Opitz’ Deutsche Poemata nach 1625 11:00–11:30 Uhr Kaffeepause Moderation: Prof. Dr. Volkhard Wels (FU Berlin) 11:30 Uhr Dr. Oliver Grütter (Fukuoka/Japan): Humanistische Poetik – Deutsche Poeterey. Julius Caesar Scaliger und Martin Opitz 12:30 Uhr–13:30 Uhr Abschlussdiskussion Leitung und Organisation: Prof. Dr. Jörg Robert Eberhard Karls Universität Tübingen Prof. Dr. Volkhard Wels Freie Universität Berlin PD Dr. Astrid Dröse Eberhard Karls Universität Tübingen / Universität Verona Tagungsort: Alte Aula, Münzgasse 30, 72070 Tübingen Contact Information Kontakt: Julia Borck, M.A., Administation LS Prof. Robert E-Mail: administration.robert@ds.uni-tuebingen.de Telefon: +49(0)7071-29-78438 Contact Email administration.robert@ds.uni-tuebingen.de URL uni-tuebingen.de/de/261675 Attachments opitz-programm2024-04-12final.pdf

Karl Kraus in Translation, Salzburg, 25./26.4.2024


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
24.04.2024
Beitrag von:
Thomas Traupmann
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Übersetzungstheorie

Erstellt am:
15.04.2024

Internationales Symposium: Karl Kraus in Translation W&K-Atelier, 1. OG, KunstQuartier | Bergstr. 12a, 5020 Salzburg Konzept & Organisation: Thomas Traupmann (Univ. Salzburg, Germanistik) Dass Karl Kraus als unübersetzbar zu gelten hat, ist ein Urteil, das seit Jahrzehnten mit beharrlicher Regelmäßigkeit kolportiert wird. Auch eine eingehende wissenschaftliche Beschäftigung mit den Kraus-Übersetzungen ist bislang ausgeblieben. Das zu Kraus’ 150. Geburtstag stattfindende Symposium schlägt daher vor, die Frage einer ‚neuen Sicht‘ auf Kraus im Lichte der Übersetzung zu stellen. Die Veranstaltung möchte sich dementsprechend der Aktualität von Kraus widmen: im historischen wie im gegenwärtigen Sinne, in literarischer wie in wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive. Damit soll zugleich eine Lücke der Rezeptionsgeschichte geschlossen werden. Insofern von einer ‚Funktionsgeschichte‘ der Übersetzung auszugehen ist, rückt zudem immer wieder die spezifische Praxeologie des Übersetzens zwischen Wissenschaft und Kunst in den Blick. Nicht zuletzt soll es beim Symposium auch darum gehen, den (poetischen) Grund der Kraus’schen Texte im Übersetzen neu zu vermessen. Donnerstag, 25.04.2024 16:00–16:30 Begrüßung, Einführung 16:30–17:15 Jacques Le Rider (Paris): Die Geschichte der französischen Karl Kraus-Übersetzungen im Licht der französischen Kraus-Rezeption 17:15–18:00 Gilbert Carr (Dublin): Cultural Transfer, Reception, Misconception: Karl Kraus’s Aphorisms, Essays and Drama in Translation Freitag, 26.04.2024 09:30–10:15 Amália Kerekes (Budapest): Das Spätbürgerliche übersetzen. Neuverhandlungen des Realismus in der ungarischen Kraus-Rezeption 10:15–11:00 António Sousa Ribeiro (Coimbra): Langsam lesen. Kraus übersetzen als poetologisches Verfahren Pause 11:30–12:15 Stefano Apostolo (Milano): Über die Mauer. Zur (Un-)Übersetzbarkeit Karl Kraus’ ins Italienische anhand zweier Versionen von Die chinesische Mauer 12:15–13:00 Zdeněk Mareček (Brno): Ironie als sichtbar gemachte Lüge. Zur Typologie der Übersetzungsschwierigkeiten in Hanuš Karlachs Übersetzung der Dritten Walpurgisnacht von Karl Kraus (Brno 2009) Pause 14:30–15:15 Naser Šečerović (Sarajevo): Zu den Grenzen der Übersetzbarkeit der Letzten Tage der Menschheit . Ein praktischer Versuch 15:15–16:00 Caitríona Ní Dhúill (Salzburg): Calm Down and Carry On: Kraus auf Englisch in Zeiten des Omnishambles

Franz Kafka intermedial. Aneignungen und Wirkungen zwischen Bild, Ton und Wort. Jahrestagung des Johann Gottfried Herder Forschungsrates, Prag


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
02.06.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Ostmitteleuropäische Literatur (Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn), 

Literatur und Visual Studies/Bildwissenschaften

, und 1 weitere

Erstellt am:
12.04.2024

Franz Kafka intermedial. Aneignungen und Wirkungen zwischen Bild, Ton und Wort Jahrestagung des Johann Gottfried Herder Forschungsrates Die Aktualität des Kafkaschen Werkes wird durch höchst polyphone Deutungspositionen unterstrichen, die allerdings letztlich auf eine Uninterpretierbarkeit von Literatur im Allgemeinen und auf ein Unbehagen ob dieser Unerschöpflichkeit, Vieldeutigkeit, Undeutbarkeit des Werkes verweisen. Zum 100. Todestag des Urhebers dieser Interpretationskultur resp. -industrie soll es auf der Tagung somit weniger um Neudeutungen von Autor, Werk und Kontext, als vielmehr um Aneignungen und Wirkungen in den unterschiedlichsten Künsten, aber auch in alltags-, populär- und letztlich erinnerungskulturellen Kontexten gehen. Damit verbunden sind Fragen nach der Wirkung und Durchsetzung eines weltliterarisch kanonisierten Autors im globalen Feld der Kunst sowie nach der Diffusion der Kafkaschen Texte und Motive bzw. Meme in die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereiche. Inwieweit prägt Kafkas eigenes Verhältnis zu bildender und darstellender Kunst sowie Musik, aber auch zum Film seine Texte? Gibt es strukturelle Entsprechungen zwischen seinen Texten und seinen inzwischen umfassend edierten Zeichnungen? Ist die intermediale Rezeption eine rein inhaltliche oder ist sie durch Kafkas „Übersetzungen“ der Künste und Medien in seine Texte vorstrukturiert? Mit welchen Formen und Mitteln wird im globalen Feld der Kunst auf Kafkas Texte reagiert? Lassen sich in den verschiedenen Künsten Ähnlichkeiten bei der Aneignung Kafkascher Texte beobachten oder sind diese je spezifisch? Was wird aus den Spezifika des Kafkaschen Schreibens durch die Diffusion des Autors in alltags- und populärkulturelle Kontexte? Oder: Wieviel Kafka steckt im Kafkaesken? Veranstalter: Johann Gottfried Herder-Forschungsrat Kurt Krolop-Forschungsstelle an der Karlsuniversität Prag Institut für Germanische Studien, Philosophische Fakultät, Karlsuniversität Prag Kooperationspartner: Deutsche Botschaft Prag Adalbert Stifter-Verein München Západočeská galerie v Plzni Goethe-Institut Prag Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) Österreichisches Kulturforum Prag DOX-Centre for Contemporary Art Vorprogramm Sonntag, 2. Juni 17:00 Uhr David Černý: Das Denkmal und Franz Kafka – Atelierbesuch und Spaziergang zum Kafka-Kopf Adresse: Musoleum Nádražní 2, 15000 Prag David Černý beherrscht die Kunst der Balance zwischen Kontroverse und Humor wie kein anderer. Er erlangte zum ersten Mal im Jahr 1991 Bekanntheit, als er in seiner Heimatstadt Prag einen sowjetischen Panzer als Mahnmal gegen den Krieg rosa anmalte. Seitdem haben seine künstlerischen Aktionen des zivilen Ungehorsams, sowie groß angelegte Installationen und Ausstellungen weltweit starke Reaktionen hervorgerufen. Ein regelrechter Publikumsmagnet wurde sein Kafka-Kopf, eine monumentale bewegliche Skulptur vor dem Einkaufs- und Bürozentrum Quadrio im Stadtzentrum. Die Installation wird in Anspielung auf Kafkas Erzählung auch Metamorphose genannt. Montag, 3. Juni, Stadtbibliothek Prag Městská knihovna v Praze, Mariánské náměstí 1/98, Praha 1 9.30 Uhr Grußworte, Einführung 10.00 Uhr Keynote: Monika Schmitz-Emans (Bochum): Lachmaschine, Parodie oder Anlass künstlerischer Selbstbespiegelung? Über Kafka bei Nicolas Mahler 10:45 Uhr Pause 11.00 Uhr Manfred Weinberg (Prag): Bilder in Franz Kafkas Texten 11.30 Uhr Thomas Borgstedt (München): Kafkas erzählerischer Perspektivismus und die Malerei der Avantgarden 12.00 Uhr Alice Stašková (Jena): Die Bildkunst in Peter Weiss’ Der Prozess und Der neue Prozess 12.30 Uhr Mittagspause Montag, 3. Juni, Deutsche Botschaft Prag Vlašská 19, 118 00 Prag 1 [Anmeldung erforderlich] 15:00 Uhr Grußwort des deutschen Botschafters 15.15 Uhr Marek Nekula (Regensburg): Prager Raum in Kafkas Texten – Kafkas Texte im Prager Raum? 15.45 Uhr Annette Werberger (Frankfurt-Oder): Kafka als Jiddischist und seine Theorie zur Politik der ‚Kleinen Literaturen‘ 16.15 Uhr Barbara Mertins (Dortmund): The never ending „kafkárna“… Ein Beitrag zu bürokratischen Schleifen im Deutschen und Tschechischen 16.45 Uhr Irina Wutsdorff (Münster): Gesten des Absurden. Zu Affinitäten zwischen Kafkas Poetik und der des Absurden 17.15 Uhr Pause 17.45 Uhr Keynote: Peter-André Alt (Berlin): In Kafkas Kopf. Literarische Imagination und schriftstellerisches Verfahren Dienstag, 4. Juni Ausstellung: Mit den Augen von Franz Kafka. Zwischen Bild und Sprache Západočeská galerie v Plzni [Westböhmische Galerie Pilsen], Pražská 18, Pilsen Führung durch die Ausstellung: 14:30 Uhr Vernissage: 16:00 Uhr Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Beziehung Franz Kafkas zur bildenden Kunst und zur visuellen Kultur seiner Zeit, wobei auch Kafkas eigenes zeichnerisches Werk in den Blick genommen wird. Mittwoch, 5. Juni, Goethe-Institut Prag Masarykovo nábřeží 32, 110 00 Praha 1 09.45 Uhr Grußwort 10.00 Uhr Rüdiger Görner (London): Kafkas Dissonantik oder die Harmonie des Missklangs 10.30 Uhr Jürgen Daiber (Regensburg): Kafka, der Mäusemusikant – Zu einer intermedialen Hassliebe 11.00 Uhr Pause 11.30 Uhr Wolf-Georg Zaddach (Lüneburg): Der Sound der Moderne. Kafka-Rezeptionen im Jazz 12.00 Uhr Dieter Heimböckel (Luxemburg): Kafka auf der Bühne 12.30 Uhr: Mittagspause 14.00 Uhr: Die Spiele Franz Kafkas. Ausstellung im Muzeum literatury. Památník národního písemnictví [Literaturmuseum Prag. Gedenkstätte für das nationale Schrifttum]; Pelléova 44/22, 160 00 Praha 6-Bubeneč. Die Ausstellung präsentiert die literarischen und biographischen Texte von Franz Kafka sowie die dazugehörigen Artefakte und Dokumente, die hauptsächlich aus den Sammlungen der Gedenkstätte für Nationalliteratur – Literaturmuseum (Památník národního písemnictví – Muzeum literatury) stammen, aus einer anderen Perspektive als dem üblichen Bild des Autors, aus der Perspektive eines Spiels. Goethe-Institut Prag 16.30 Uhr: Achim Küpper (Leipzig): Vom Anhalten der Bewegung. Noch einmal: Franz Kafka und der Film. Zur intermedialen Prädisposition des kafkaschen Schreibens 17:00 Uhr Luca Crescenzi (Venedig): Verständnis oder Missverständnis: Kafka-Bilder in neueren Hollywood-Filmen 17:30 Uhr Gespräch Andreas Kilcher (Zürich) und Reiner Stach (Berlin): Franz Kafka als Zeichner 19.00 Uhr: Hans Koch (Köln): Das Fotoalbum der Familie Kafka – Ausstellung im GI Gezeigt werden ca. 60 Originalfotografien von den Großeltern Kafkas über die Eltern, Onkel und Tanten, Kafkas Schwestern, Cousins und Cousinen und schließlich deren Familien. Es handelt sich um Aufnahmen von Familientreffen, Ausflügen und Ferienreisen sowie Porträts. Donnerstag, 6. Juni, Goethe-Institut Prag 09.30 Uhr: Steffen Höhne (Weimar-Jena): Vom Weltliteraten zum globalen Kafka-Mem. Diffusionen von Kafka-Wissen in die Populär- und Alltagskultur 10.00 Uhr: Anne Hultsch (Wien): Wer nicht lesen will, muss spielen? Kafka-Texte interaktiv 10.30 Uhr Pause 11.00 Uhr: Marc Weiland (Göttingen):Verwandlungen: Intermediale Aneignungsstrategien zwischen Adaption und Abstraktion 11.30 Uhr: Alfrun Kliems (Berlin): Kafka/Schulz: Der Zeichner als Gezeichneter 12.00 Uhr Daniel Weidner (Halle): A fantastical imprint on the social imagery. Der jüdische Kafka im Comic 12.30 Uhr Mittagspause 14.00 Uhr Mitgliederversammlung Herder Forschungsrat 15.45 Uhr DOX-Centre for Contemporary Art: Führung durch die Ausstellung KAFKAesque – Franz Kafka & Contemporary Art Die Ausstellung KAFKAESQUE konzentriert sich auf die Reflexion von Kafkas Werk und Poetik in der zeitgenössischen bildenden Kunst und bietet keine historische Perspektive auf sein Werk, sondern eine Sichtweise, die unsere heutige Situation mit all ihren Komplexitäten und Ambivalenzen widerspiegelt. Österreichisches Kulturforum Prag Jungmannovo nám. 18, 110 00 Praha 1 18.00 Uhr Kafkas Mitteleuropa – Mitteleuropa bei Kafka Gespräch mit Jan Faktor, Tomáš Kafka und Pavla Horáková 20:00 Uhr Projekt Kafka Fragmente op.24 (1985-87) von György Kurtág Aufführende: Kaoko Amano (Sopran), Marianna Oczkowska (Violine) Contact Information Prof. Dr. Manfred Weinberg Ústav germánských studií | Filozofická fakulta Univerzita Karlova v Praze (Institut für germanische Studien Philosophische Fakultät der Karls-Universität Prag) Náměstí Jana Palacha 2 | CZ – 11638 Praha 1 Contact Email manfred.weinberg@ff.cuni.cz URL german.ff.cuni.cz/cs/

Ringvorlesung: Fake, Lüge, Desinformation. Über die Literatur zwischen Fiktion und Täuschung, Saarbrücken


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
22.04.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Poetik, 

Rhetorische Figuren (Allegorie, Symbol, Metapher), 

Stoffe, Motive, Thematologie

Erstellt am:
12.04.2024

Saarbrücker literaturwissenschaftliche Ringvorlesung im Festsaal des Rathauses Sankt Johann der Landeshauptstadt Saarbrücken Sommersemester 2024, montags 19 Uhr Fakes, Lügen und Desinformationen sind Instrumente der hybriden Kriegsführung totalitärer Staaten gegen die freie Welt; im Inland werden sie von Radikalen und Populisten genutzt, um die freiheitlich-demokratische Grundordnung unseres Gemeinwesens zu untergraben. Die dreizehnte Saarbrücker literaturwissenschaftliche Ringvorlesung denkt über Aspekte des Phänomens im literarischen Feld nach und schlägt Brücken zu Debatten und Fragen unserer Gegenwart. Der „Mangel der Übereinstimmung unserer Worte und Geberden mit unsern Gedanken“, wie der Dresdner Lexikograph Johann Christoph Adelung im 18. Jahrhundert in seinem berühmt gewordenen Wörterbuch formuliert, ist seit der Antike ein beliebtes Motiv in der Literatur: Täuschung und Betrug werden als handlungsauslösende Momente eingesetzt, Lügengeschichten, Über- oder Untertreibungen tatsächlicher Begebenheiten beziehungsweise der offensichtliche Schwindel zur Unterhaltung und Belehrung des Lesepublikums erzählt, Halb- und Unwahrheiten sind wesentliche Mittel der persuasiven Strategie von Texten. Die Beschäftigung mit der Literatur und das Verständnis ihrer Mechanismen soll daher auch einen Beitrag zur Verteidigung demokratischer Grundwerte leisten. Veranstalter der Saarbrücker literaturwissenschaftlichen Ringvorlesung sind Privatdozent Dr. Hermann Gätje und Professor Dr. Sikander Singh von der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Film und Wissenschaft im Kulturamt der Landeshauptstadt Saarbrücken. Die Vorlesungen dauern in der Regel eine Stunde. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Vortragenden ins Gespräch zu kommen. Nähere Informationen zu den einzelnen Vorlesungen unter: Ringvorlesungen | Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass | Universität des Saarlandes (uni-saarland.de) 22. April 2024 Die Kunst des Schwindelns und der Schwindel der Kunst: Thomas Manns „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ Professor Dr. Sascha Kiefer (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft) 29. April 2024 Fiktion und Fake News um Nero. Das Bild des Kaisers in den historischen Quellen Professor Dr. Christoph Kugelmeier (Klassische Philologie) 13. Mai 2024 Handschriften und Texte in der slavischen Welt: echt, gefälscht, imaginiert? Professor Dr. Dr. h. c. Roland Marti (Slavische Philologie) 27. Mai 2024 Falsche Propheten – Literatur und Identität Professor Dr. Martin Meiser (Evangelische Theologie) 3. Juni 2024 Gefälschte Autorschaft: Betrügerische Schriftstellerfiguren in Literatur und Film Dr. Claudia Schmitt (Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft) 10. Juni 2024 Listige Helden, intrigante Verräter und lügende Inschriften – Zur narrativen Inszenierung von Fake News im Mittelalter Dr. Stephanie Mühlenfeld (Ältere Deutsche Literaturwissenschaft) 17. Juni 2024 Ist die Aufklärung ein gescheitertes Projekt? Einige programmatische Überlegungen zur Geistes- und Literaturwissenschaft im „postfaktischen“ Zeitalter Privatdozent Dr. Thomas Petraschka (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft) 24. Juni 2024 Der falsche Mond: Phantastische Reisen, Fälschungen, Verschwörungen Juniorprofessor Dr. Jonas Nesselhauf (Europäische Medienkomparatistik) 1. Juli 2024 „Gab es falsche Gedanken oder nur unverständliche?“ – Das Dilemma von Wirklichkeit und Schreiben im Journalistenroman „Die Fälschung“ (1979) von Nicolas Born Privatdozent Dr. Hermann Gätje (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft) 8. Juli 2024 Post-Truth, Alternative Facts und Fake News – Amerikanische Literatur in der Trump-Ära Professorin Dr. Astrid Fellner (Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft) 15. Juli 2024 Von erfundenen Gefangenen und imaginären Torturen. Fake News im Kontext des Sturms auf die Bastille am 14. Juli 1789 Professor Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink (Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation) 22. Juli 2024 Dynamiken der Täuschung in Adaptionen von E. T. A. Hoffmanns Erzählungen Dr. Laura Vordermayer (Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft) Contact Email h.gaetje@sulb.uni-saarland.de URL

Ingeborg Bachmann und Ludwig Wittgenstein. Literatur und Philosophie, Innsbruck


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
16.05.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Literatur und Philosophie, 

Literatur des 20. Jahrhunderts

Erstellt am:
12.04.2024

Ingeborg Bachmann (1926–1973), eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, kam während ihres Philosophiestudiums in Innsbruck, Graz und Wien mit mehreren philosophischen Strömungen in Berührung. Besonders präsent ist in ihrem Werk die Philosophie Ludwig Wittgensteins (1889–1951). Seinen Niederschlag fand dies in ihrem Engagement als Initiatorin der Suhrkamp-Ausgabe von Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus und seiner Philosophischen Untersuchungen, in Essays und in zahlreichen ihrer literarischen Werke wie u.a. in ihrem Roman Malina oder dem Erzählband Das dreißigste Jahr. Diese Tagung widmet sich der Bedeutung Wittgensteins für Bachmanns Selbstverständnis und Werk sowie darüber hinausgehenden Fragen des Verhältnisses von Literatur und Philosophie, wie sie bei den beiden für die Philosophie und Literatur so maßgeblichen Persönlichkeiten aufgeworfen werden. Donnerstag, 16. Mai 2024 13:00 Eröffnung Anne Siegetsleitner (Universität Innsbruck, Leiterin des Instituts für Philosophie) Ulrike Tanzer (Universität Innsbruck, Leiterin des Brenner-Archivs) Michael Schorner (Universität Innsbruck, Mitarbeiter Brenner-Archiv und Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie) 13:15–14:00 Ludwig von Ficker als Netzwerker. Am Beispiel Ludwig Wittgenstein und Ingeborg Bachmann Ulrike Tanzer (Innsbruck) 14:00–14:45 Bachmanns Perspektive auf Wittgenstein Wolfgang Huemer (Parma) 15:15–16:00 „Je klarer wir uns ausdrücken, desto dichterischer werden wir sein“ – Der ethische Umgang mit Sprache bei Wittgenstein und Bachmann Ilse Somavilla (Innsbruck) 16:00–16:45 Wittgenstein’s Nonsense Hanoch Ben-Yami (Wien) 17:15–18:00 Die Philosophie Wittgensteins in Malina Micaela Latini (Ferrara) 18:00–19:00 Führung Brenner-Archiv durch Anton Unterkircher Freitag, 17. Mai 2024 09:00–09:45 Zugrunde gehen: Annäherungen und Abgrenzungen von Philosophie und Literatur bei Bachmann und Wittgenstein Anne Siegetsleitner (Innsbruck) 09:45–10:30 Die Philosophie Wittgensteins in Das dreißigste Jahr Pascal Zambito (München) 11:00–11:45 Die Bedeutung Wittgensteins für Bachmanns Autor-Persona Uta Degner (Salzburg) 11:45–12:30 Ingeborg Bachmanns Philosophiestudium: Innsbruck, Graz, Wien Michael Schorner (Innsbruck) Contact Information Institut für Philosophie und das Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck; Organisationsteam: Anne Siegetsleitner, Ulrike Tanzer und Michael Schorner Contact Email sekretariat-brenner-archiv@uibk.ac.at URL www.uibk.ac.at/de/brenner-archiv/

Das Kafkaeske in den Künsten, Krems


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
15.05.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Ostmitteleuropäische Literatur (Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn), 

Interdisziplinarität

, und 6 weitere

Erstellt am:
10.04.2024

Tagung Das Kafkaeske in den Künsten 15.–17. Mai 2024 Archiv der Zeitgenossen / Universität für Weiterbildung Krems Am 3. Juni 1924 starb der aus Prag stammende Schriftsteller Franz Kafka im Alter von 40 Jahren an den Folgen einer Kehlkopftuberkulose in einem Sanatorium in Kierling. Der Einfluss seiner Werke entfaltete sich erst nach seinem Tod: Seit Jahrzehnten beschäftigen sich weltweit Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichsten Sparten mit seinen Romanen und Erzählungen. Das Adjektiv „kafkaesk“ ist in den deutschen Wortschatz eingegangen. Unter dem Titel „Das Kafkaeske in den Künsten“ widmet das Archiv der Zeitgenossen Franz Kafka zum 100. Todestag eine wissenschaftliche Tagung. In 20 Beiträgen setzen sich internationale Vortragende aus unterschiedlichen Forschungsdisziplinen mit den Einflüssen Kafkas auf die Künste (Musik, Film, Theater, Comics, Malerei etc.) auseinander. Neben den Vorträgen am 15. und 16. Mai bietet die Tagung ein umfangreiches Rahmenprogramm. Dieses beinhaltet eine Filmvorführung von Orson Welles‘ „Der Prozess“ (1962) sowie der audiovisuellen Komposition „Untitled [Krenek]“ (2022) des Kollektivs F.A.T. am 16. Mai im Kino im Kesselhaus. Zudem findet am 17. Mai eine Führung im Franz Kafka Gedenkraum in Kierling/Klosterneuburg statt. Programm und Anmeldung (bis 5. Mai 2024 erforderlich) unter: www.archivderzeitgenossen.at/details/ Die Tagung wird an der Universität für Weiterbildung Krems in Kooperation mit der Ernst-Krenek-Institut-Privatstiftung, dem Zentrum für Angewandte Musikforschung (UWK), der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft und dem Kino im Kesselhaus abgehalten. Gefördert durch das Land Niederösterreich. Veranstaltung im Rahmen der Plattform Kafka 2024. Contact Information Archiv der Zeitgenossen Sammlung künstlerischer Vor- und Nachlässe Universität für Weiterbildung Krems Contact Email info@archivderzeitgenossen.at URL www.archivderzeitgenossen.at/details/

Ruhm. Transformationen eines antiken Ideals in der Literatur und Kultur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, München


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
11.04.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Interdisziplinarität, 

Literatur und Theologie/Religionswissenschaften, 

Literatur und Philosophie

, und 6 weitere

Erstellt am:
05.04.2024

Die interdisziplinäre Tagung möchte die diachrone Entwicklung des Ruhm-Diskurses von der Spätantike bis in die Moderne mit einem Schwerpunkt auf mittelalterlichen Entwürfen beleuchten und die synchronen Strategien zur Erzeugung, Legitimierung und Inanspruchnahme von Ruhm in unterschiedlichen Philologien (Byzantinistik, Arabistik, Latinistik, Germanistik, Anglistik, Romanistik) und Disziplinen (Geschichte, Theologie, Philosophie-, Kunst- und Musikgeschichte) untersuchen. Programm Donnerstag, 11. April 8.15‒8.45 Begrüßungskaffee 8.45 Eröffnung der Tagung Sektion I Moderation: Michael Waltenberger 9.00‒10.00 Michael Grünbart: Der blasse Ruhm der mittelgriechischen Dichter 10.00‒11.00 Bernhard Teuber: Gloria amantium – Entwürfe von Ruhm, Ehre und Liebesglück in der Literatur des romanischen Mittelalters 11.00‒11.30 Kaffee 11.30‒12.30 Daniel Fliege: L’alma di fama accesa (‚die Seele von Ruhmsucht entfacht‘) (Colonna, Rime spirituali I,2). Über den Begriff des Dichterrruhms bei Pietro Bembo, Vittoria Colonna und Gaspara Stampa 12.30–13.30 Miriam Wallraven: „Thy fame and praise is far beyond my strain“: Die Doppelfunktionen von Lob und Ruhm in Gedichten über Donne, Shakespeare und Sidney 13.30 ‒14.30 Mittagspause Sektion II Moderation: Holger Runow 14.30‒15.30 Tobias Janotta: Die Tugend des ‚Sich-Rühmens‘ (‚gloriatio‘) bei Radulfus Ardens († um 1200) 15.30‒16.00 Kaffee 16.00‒17.00 Daniel Pachurka: Entwürfe des Dichterruhms in lateinischer und deutscher Bibeldichtung (Juvencus, Otfrid von Weißenburg und Heinrich von Hesler) 17.00‒18.00 Rahel Micklich: Dichterruhm und Ambivalenzen der ‚dritten Monarchie‘ – Heinrich von Avranches als selbsternannter princeps in carminibus Veranstaltungsraum Philologicum Ludwigstraße 25 80539 München 19.00 gemeinsames Abendessen Freitag, 12. April Sektion III Moderation: Klaus Kipf 09.00‒10.00 Dorothea Weber:… gloria vatum, quae manet aeternae similis, dum saecla volabunt (Iuvencus 1,11f.). Zum Ideal des Dichterruhms in der christlichen Spätantike 10.00‒11.00 Bernd Roling: Ruhm nach dem Tod – Die Debatte um die Aureole zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit 11.00‒11.30 Kaffee Moderation: Magdalena Butz 11.30‒12.30 Isabelle Mandrella: Ist das Streben nach Ruhm Sünde? Die Antwort(en) des Thomas von Aquin 12.30‒13.30 Irene Holzer: Zwischen Selbstlob und Weltverachtung: Bernhard von Clunys Motette Pantheon abluitur / Apollinis eclipsatur / Zodiacum signis 13.30‒14.30 Mittagspause Sektion IV Moderation: Susanne Reichlin 14.30‒15.30 Beatrice Gründler: Das Maß des Ungesagten — die klassische Qaṣīde 15.30‒16.30 Ulrich Rehm: Bildliche Beiträge zum Schreiber*inruhm im 12. Jahrhundert 16.30‒17.00 Kaffee 17.00‒18.00 Frank Rexroth: Kann man als Gelehrter berühmt werden? Ein Blick auf das 12. Jahrhundert ABENDVORTRAG Moderation: Beate Kellner 18.30‒19.45 Dirk Werle Horaz-Transformationen. Dichterruhm als Thema in der deutschsprachigen Lyrik der frühen Neuzeit 19.45 Imbiss Samstag, 13. April Sektion V Moderation: Eva Bauer 10.15‒11.15 Alexandra Urban: Der Ruhm des Heiligen – Die Hieronymusbriefe des Johann von Neumarkt 11.15‒11.30 Kaffee 11.30‒12.30 Kristina Domanski: Das Geschlecht des Ruhms – Boccaccios De mulieribus claris in der bildlichen Rezeption 12.30‒13.30 Marilia Jöhnk: Der Ruhm der Übersetzerinnen 13.45 Abreise Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich willkommen! Contact Email Alexandra.Urban@germanistik.uni-muenchen.de Attachments programmentwurfruhmflyerfinal.pdf

Festveranstaltung der Hannah-Arendt-Gesamtausgabe, Buchvorstellung The Life of the Mind & Lesung, Berlin


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
23.04.2024
Beitrag von:
Redaktion avldigital.de
Forschungsgebiete

Literatur aus Deutschland/Österreich/Schweiz, 

Textgeschichte, Editionstechnik, Handschriftenkunde, 

Literatur und Philosophie

Erstellt am:
05.04.2024

Sagen, was ist“. Festveranstaltung der Kritischen Gesamtausgabe der Werke Hannah Arendts, Buchvorstellung The Life of the Mind & Lesung am 23.4.2024 ab 14.30 Uhr, Freie Universität Berlin Wir freuen uns über Anmeldungen bis zum 11.4.2024 unter kontakt@arendteditionprojekt.de . Weitere Infos unter www.arendteditionprojekt.de/Termine/Festveranstaltung_Gesamtedition.html Seit dem Beginn der Kritischen Gesamtausgabe der Werke Hannah Arendts und ihrer Aufnahme in die DFG-Langzeitförderung 2020 ist viel geschehen: Drei Bände der Edition sind erschienen und in Presse und Fachöffentlichkeit breit besprochen worden. Im November 2023 fand der offizielle Launch des Webportals zur Edition statt, ihres zentralen Online-Zugangs, der Arendts Werke in deutlich erweiterter Form und mit erweiterten Werkzeugen frei verfügbar macht. In Kürze wird der nächste Band der gedruckten Edition im Wallstein Verlag erscheinen; Hannah Arendts letztes Buchprojekt The Life of the Mind. Die neue, kritische Ausgabe macht die Typoskripte, wie Arendt sie hinterlassen hat, sowie die vollständigen Entwürfe von „Thinking“ und „Willing“ samt einer Vielzahl bisher unveröffentlichter Texte zum ersten Mal zugänglich. Diese Entwicklungen nimmt die Festveranstaltung am 23. April 2024 als Anlass zum Austausch. Teil der Veranstaltung wird neben Vorträgen zu Hannah Arendts Werken, der Kritischen Gesamtausgabe und der digitalen Editionspraxis die Vorstellung des neuen Doppelbandes der Edition sein. Am Abend laden wir herzlich zu einer Lesung aus Arendts Rahel Varnhagen, den Sechs Essays, The Modern Challenge to Tradition und The Life of the Mind mit den Schauspielerinnen Sarah Franke und Franziska Machens ein. Programm Seminarzentrum der Freien Universität Berlin, Raum L115, Otto-von-Simson-Str. 26, 14195 Berlin: 14.30–14.40 Uhr: Einlass und Anmoderation 14.40–15.00 Uhr: Grußworte des Präsidenten der Freien Universität Berlin Prof. Dr. Günter M. Ziegler und des Dekans des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften Prof. Dr. Jan Lazardzig 15.00– 15.45 Uhr: Prof. Dr. Barbara Hahn (Vanderbilt University & Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Anne Eusterschulte (Freie Universität Berlin) & Prof. Dr. Thomas Wild (Bard College, New York): „Sagen, was ist“. Einblicke in die Kritische Gesamtausgabe der Werke Hannah Arendts Diskussion Pause 16.00–16.45 Uhr: Dr. Ingo Kieslich & Fabian Etling (Freie Universität Berlin): Edieren, was ist? Das Erscheinen des Textes in einer digitalen Edition Diskussion Pause 17.00–17.45 Uhr: Ass. Prof. Dr. Wout Cornelissen (Radboud Universiteit, Nijmegen) & Prof. Dr. Anne Eusterschulte (Freie Universität Berlin): Denken, Wollen, Urteilen: Hannah Arendts The Life of the Mind heute / Thinking, Willing, Judging: Reading Hannah Arendt’s The Life of the Mind Today Diskussion Pause Vortragsraum des Instituts für Philosophie der Freien Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 30, 14195 Berlin: 18.15–19.45 Uhr: Leseperformance mit Sarah Franke und Franziska Machens: Rahel Varnhagen, Sechs Essays, The Modern Challenge to Tradition & The Life of the Mind. Ausklang bei Buffet und Getränken Contact Information Hannah Arendt Forschungsstelle Berlin Freie Universität Berlin Schwendenerstr. 33 14195 Berlin Contact Email kontakt@arendteditionprojekt.de URL www.arendteditionprojekt.de/Termine/Festveranstaltung_Gesamtedition.html

MUSIK MACHT GEWALT


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
24.04.2024
Beitrag von:
Gabriele Hofmann
Forschungsgebiete

Rezeptionsästhetik, 

Interdisziplinarität, 

Literatur und andere Künste

, und 3 weitere

Erstellt am:
27.03.2024

Musik übt oftmals eine eindrückliche Wirkung auf Menschen aus. Sie bewegt mitunter zutiefst und kann zu einem gewaltigen Erlebensraum werden – diese Macht kommt ihr unabhängig von Stilrichtungen und Genres zu. In vielfältiger Weise werden mit und durch Musik emotionale Zustände verarbeitet oder zum Ausdruck gebracht. Es werden aber auch zahlreiche Aspekte von Macht und Gewalt in der Musik selbst verarbei­tet: Musik kann im Dienst von Macht und Gewalt funktionalisiert werden oder zu Widerstand dagegen auffordern. Sie kann als Folie für das Darstellen, Widerspiegeln, Konsolidieren, Kritisiere und Unterlaufen von Macht dienen – in verschiedenen Zeiten, Epochen, Kulturen und Genres sowie auf den Ebenen von Produktion und Rezeption und im pädagogischen Bereich. Insgesamt finden sich zahlreiche diskussionswürdige Facetten zum Tagungsthema, die durch die drei gedanklichen Säulen strukturiert werden: • Musik Macht Gewalt – Macht Musik Gewalt? • Gewalt – Ambivalenzen im Wahrnehmen und Handeln • Machtstrukturen in musikpädagogischen Kontexten Das Abendprogramm lädt mit einer themenbezogenen Lesung dazu ein, über das wissen­ schaftliche Denken hinauszugehen und in die emotionale Welt der Literatur einzutauchen, denn „Musik überhaupt ist etwas Furchtbares!“.

“… that is the Question” – Towards a History of the Question as an Epistemic Genre in the Early Modern Age


Rubrik:
Konferenzen, Tagungen
Beginn:
03.04.2024
Beitrag von:
Anita Traninger
Erstellt am:
20.03.2024

Internationale Konferenz des romanistischen Teilprojekts A07 „ Erotema . Die Frage als epistemische Gattung im Kontext der europäischen Sozietätsbewegung und der periodischen Presse des 17. und frühen 18. Jahrhunderts“ im Rahmen des SFB 980 „Episteme in Bewegung The question is certainly one of the oldest and most common techniques in the history of knowledge. It is precisely this ubiquity which makes it difficult to grasp as a distinct object of study. In fact, the question has received rather little scholarly attention as such. Nevertheless, the importance of this central epistemic practice and its quintessential longue durée history is undisputed. Based on Aristotelian logic as defined in the Topics the question played a pivotal role in ancient rhetoric and dialectics where it was conceived as leading to a choice between two alternatives. The agonistic tradition of the either-or question was carried forth in the scholastic culture of the quaestio, which featured most prominently in the disputations at the medieval universities. It continued to evolve in various genres and forms in the early modern age from public disputations to declamations, rhetorical discourses in the genus demonstrativum and the literature of paradox, which deliberately defended the position commonly held to be improbable. Moreover, there was the powerful tradition of the question-and-answer dialogue, prominently established by Cicero in the Partitiones Oratoriae, which remained very popular in early modern learned and religious discourse. The question was thus a crucial means, implicit or explicit, of pre-modern knowledge transfer. In dealing with the question we are notably interested in the specific epistemic status attributed to the texts produced and the contexts of reception asking what should be shown to whom and by using which argumentative patterns. A genre like the quaestio disputata would assert a different epistemic claim than the thesis of a university disputation or the multi-perspectival mode of dealing with a question in a dialogue. The grammatical form of the question itself, however, seems to be of minor importance. A fruitful approach is thus the one that especially Gianna Pomata has opted for by employing the notion of “epistemic genre” in her studies on astronomical and medical observationes (2011/2013). The question as an epistemic genre hence does not only designate a specific pattern for the production of scholarly texts. It is rather considered to be embedded in a larger social context implying institutional settings, epistemic and literary traditions, groups of actors and in particular rules of inclusion and exclusion. Nevertheless, a more in-depth discussion of the notion “epistemic genre” is pending, in particular as regards the specific case of the question. Against this backdrop, the conference sets out to explore the changing epistemic status of the question or rather the multiple forms of questions in early modern scholarly culture. In doing so, we want to give special attention to the various institutional and medial contexts in which this particular epistemic genre was employed in the Republic of Letters, from universities and schools to academies, literary societies and private circle of scholars, in treatises, journals and letters. A crucial factor in the development of the question is actually the transition from oral towards written communication and printed media, which fundamentally changed the conditions of public and scholarly discourse and the ways of engaging in it. In this context, the rise of the periodical press in the second half of the seventeenth century is of particular importance. Journals became the foremost medium of critique and expanded the boundaries of discourse in the Republic of Letters considerably. In this participatory process, the question played an important part: prize contests based on the rhetorical and dialectical tradition of the question mobilized thousands of participants all over Europe in the eighteenth century. At the same time, journals engaged in direct conversations with their audiences and submitted questions for their readers to answer by writing in, from moral philosophical dilemmas and collectively debated scholarly problems to comments on recent novels and theater plays. These developments indeed marked a caesura in the history of the question as traditional rhetorical patterns opened up to new modes of debate and the frequency of questions asked as well as the size of the audience addressed changed significantly with the emergence of the periodical press. By exploring these developments and traditions (including their prehistory in classical antiquity and the Middle Ages) the conference seeks to contribute to a history of the question as an epistemic genre in the early modern age. Questions to be discussed include: What was the epistemic status attributed to the questions and the answers elicited in different institutional and medial contexts? How were questions raised and distributed, who asked them and who was supposed to answer them? What was the status of answers given across various genres and media? What was the relationship between oral and written forms of debate, especially those which emerged with the periodical media of the seventeenth and eighteenth centuries? Finally, how does the question relate to the emerging forms of critique from the seventeenth century onward? Conveners: Anita Traninger, Martin Urmann (Freie Universität Berlin, Collaborative Research Center “Episteme in Motion”) Programme Wednesday, 3 April 15:30–16:00 Anita Traninger, Martin Urmann (Freie Universität Berlin, CRC 980 “Episteme in Motion”) Welcome and Introduction 16:00–17:00 Eva Cancik-Kirschbaum (Freie Universität Berlin, CRC 980 “Episteme in Motion”) The Question: The Emergence of an Epistemic Practice in Ancient Mesopotamia 17:00–17:15 Coffee break 17:15–18:15 Irene van Renswoude (University of Amsterdam) Yes and No, What was the Question? Pedagogy, Dialectic and Disputation before the Rise of the Universities (800–1200) 18:15–19:15 Rudolf Schüßler (Universität Bayreuth) Questions of Morality in the Early Modern Period Thursday, 4 April 10:00–11:00 Arjan van Dixhoorn (University College Roosevelt, Middelburg) “ To the Question”: Intellectual Exercises in Early Modern Flemish-Dutch Rhetorician Culture 11:00–12:00 Déborah Blocker (University of California, Berkeley) “Questionare, Velare e Burlare” : Uses (and Misuses) of the Quaestio Among the Alterati of Florence (1569–1630) 12:00–12:15 Coffee break 12:15–13:15 Kathryn Murphy (University of Oxford) Questions and the Emergence of the English Essay 13:15–14:45 Lunch Break 14:45–15:45 Dmitri Levitin (University of Oxford/University of Utrecht) Disputations, Questions, and Free Speech in the Confessional University: A Remarkable New Discovery 15:45–16:45 Flynn Allott (University of Oxford) On Questionnaires as Textual Ghosts and Social Forms: The Case of Seventeenth-Century Antiquarian “ Quare Sheets” 16:45–17:00 Coffee Break 17:00–18:00 Anita Traninger (Freie Universität Berlin, CRC 980 “Episteme in Motion”) Astonishing Answers: Paradox and the Affective Corollaries of Questioning the Status Quo 18:00–19:00 Gianna Pomata (Johns Hopkins University, Baltimore) “ Theoremata , Problemata , Paradoxa” : How to Frame Open Questions in Early Modern Epistemic Cultures Friday, 5 April 09:00–10:00 Nicolas Schapira (Université Paris Nanterre) The Question as a Political Tool in Absolutist France 10:00–11:00 Jan Lazardzig (Freie Universität Berlin) Lost and Found. The Labyrinth as Epistemic Trope in the Seventeenth Century (Andreae, Comenius, Bacon) 11:00–11:15 Coffee break 11:15–12:15 Martin Urmann (Freie Universität Berlin, CRC 980 “Episteme in Motion”) The Question at Stake. The Content of the Form in the Prize Contests of the French Academies 12:15–13:15 Lunch Break 13:15–14:15 Gideon Stiening (Universität Münster) “What Can I Know? What Should I Do? What Can I Hope For?” Kant’s Questions 14:15–15:15 Daniel Stader (Freie Universität Berlin) What is Enlightenment? On the Greatest Prize Question Never Posed 15:15–15:30 Concluding Remarks Zeit & Ort 03.04.2024 – 05.04.2024 Freie Universität Berlin Villa Engler Altensteinstr. 2 14195 Berlin-Dahlem Um Anmeldung wird gebeten unter: colleen.troise@fu-berlin.de